Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Leider keine guten Botschaften
Tierfreunde aus Blumenstadt 1: Ein tierisches Hallo von Marianna Korsh; Katharina Abel
Auf dieses Buch hatte ich mich so gefreut – aus verschiedenen Gründen. Meine Neffe heißt Basti, seine Schwester Lisa, das passt also perfekt, und Tiere mögen wir in der ganzen Familie sehr. Ich hatte mich auf Anhieb in den Titel und die tollen Illustrationen verliebt. Aber dann habe ich das Buch gelesen und ich muss sagen, dass es mich ratlos und auch ein bisschen wütend zurückgelassen hat.
Ich frage mich, ob der Umgang mit den Tieren, der im Buch beschrieben ist, tatsächlich der ist, den man Kindern vermitteln will. Gerne wüsste ich, was sich die Autorin dabei gedacht hat. Ging es nur darum, möglichst viele Tiere vorzustellen?
Der Auftakt war schön, Basti soll ein Tier bekommen. Als er in der Tierhandlung einen wunderschönen Papagei sieht, überredet er schließlich seine Mutter, diesen mit nach Hause zu nehmen. Alles ist wunderbar, doch dann flucht das Tier plötzlich…. Die Lösung ist, dass der Papagei einfach zurückgegeben wird. Zwar weinen Basti und seine Mutter, aber das ändert nichts an den Tatsachen. Da war ich echt entsetzt! Was ist das für eine Botschaft? Das Tier, das nicht sofort ins Raster passt, kann man wieder zurückgeben? Es ist auch ein Lebewesen und nicht einfach ein Gegenstand, der dem Menschen Freude machen soll….
Auch der Hund, der bellt, ist böse. Da kann ich nur den Kopf schütteln. Aus der freien Natur werden Hasen und Igel mitgenommen…. Auch das sollte genau überlegt sein, viele Wildtiere sterben, wenn man sie einfach mitnimmt! Mir fehlen hier einfach der gesunde Menschenverstand und die Würde der Tiere!
Gut gefallen haben mir die wunderbaren Zeichnungen, die Steckbriefe der Tiere und auch die Art, wie die Autorin erzählt. Leider fand ich die Geschichten wirklich grenzwertig. Daher kann ich nur zwei Punkte vergeben. Ob ich das Buch wirklich meinem Neffen geben möchte, muss ich mir gut überlegen…
Rezensionen von Emma:
Humorvoller Roman mit Tiefgang
Irgendwo ist immer irgendwer verliebt von Jenn McKinlay
Das Buchcover hat mich gleich, durch seine fröhlichen Farben und schönen Illustrationen, angesprochen. Ich finde es toll, dass es so viele Details der Protagonisten widerspiegelt. Der Klappentext verrät nicht zu viel von der Geschichte und lädt gleich zum Lesen ein.
Die Protagonistin, Chelsea, reist in diesem Buch in drei Länder: Irland, Frankreich und Italien.
Dort sucht sie die große Liebe, bei drei Männern, die sie bei einer vergangenen Reise kennenlernte.
Das Setting in den verschiedenen Ländern hat mir einfach unglaublich gut gefallen, weil alles genau und lebendig beschrieben wurde. Beim Lesen hatte man das Gefühl, dass man sich mit der Protagonistin an den verschiedenen Orten ihrer Reise befindet.
Der Erzähl- bzw. Schreibstil der Autorin war außerdem angenehm, fließend zu lesen und der Humor kam nicht zu kurz. Bei einigen Szenen konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ich mochte sehr, dass es trotz der vielen fröhlichen Momente auch tiefgründige Gespräche und emotionale Momente im Buch gab, wo man richtig mit den Protagonisten mitfühlen konnte.
Leider konnte mich bei dieser Geschichte die Protagonistin, Chelsea, nicht so gut überzeugen, weil sie in vielen Situationen, auch schon zu Beginn, einfach kindisch, unüberlegt und impulsiv gehandelt hat, was mich vor allem gegen Ende des Buches wirklich genervt hat, da ich erwartete, dass sie im Laufe des Buches eine größere Wandlung durchmachen würde.
Die meisten Nebencharaktere waren liebenswürdig, fröhlich und hilfsbereit, was mir sehr half über das Verhalten der Protagonistin hinwegzusehen.
Zum Abschluss lässt sich sagen, dass „Irgendwo ist immer irgendwer verliebt“ eine nette Geschichte für Zwischendurch ist, die mit ihrem Erzählstil, Setting, Nebencharakteren, dem guten Wechsel aus emotionalen und freudigen Momenten beim mir punkten konnte.
Ich würde das Buch jedem empfehlen, der eine lockere, humorvolle Urlaubslektüre mit Tiefgang sucht.
Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Easy-Reading mit viel Herzwärme
Die Villa an der Riviera von Alexandra Brown
Ich mag Romane, bei denen die Protagonistin in alten Kisten und Schränken wühlt und sich dabei überlegt, wem diese Dinge wohl einst gehört haben, was das für ein Mensch war und welches Schicksal diese Person wohl ereilte.
Genauso ergeht es Grace. Die Miete eines Lagerabteils blieb eine Kundin seit zwei Jahren schuldig - nun soll Grace den Raum auflösen.
Fasziniert von den Dingen, die sie hier sieht, beginnt sie in einem der Tagebücher zu lesen und macht sich auf die Suche nach der Kundin oder allfälliger Hinterbliebenen.
Froh, sich auf diese Weise von ihrer bettlägrigen, äusserst manipulativen Mutter abzulenken, taucht sie immer mehr in die Welt von Constanze di Donato ein.
Bereits der Prolog zeigt, dass Constance, genannt Connie, kein einfaches Leben hatte. Dass sie mit 17 Jahren zu ihrer mürrischen Tante verfrachtet wurde, macht nicht nur Grace, sondern auch die Leserinnen neugierig auf ihre Geschichte.
Diese zu entdecken ist spannend. Seite an Seite mit Grace macht man sich auf und erfährt immer mehr über Connie.
Mit Grace hat man unweigerlich Mitleid. Ihre nicht vor Ort wohnenden und schwer beschäftigten Geschwister sehen nicht, wie Grace sich aufopfert und ausgenutzt wird von ihrer furchtbaren Mutter. Im Gegenteil, Grace bekommt häufig Anrufe, in denen sich ihre Schwester beschwert, dass Grace sich schlecht um die Mutter kümmern würde. Mir wäre schon längst der Kragen geplatzt, doch Grace ist durch ein traumatisches Erlebnis nicht so stark und versucht sich zu arrangieren, was aber immer schwieriger wird.
Zum Glück hat Grace nette Arbeitgeber, Beth und Larry, und einen tollen Nachbarn - so einen wie Jamie sollte jeder in seinem Leben haben. Die drei unterstützen sie privat und bei der Suche nach Connies Geschichte, die Grace schlussendlich mit dem Neffen ihrer Arbeitgeber, Ellis, nach Italien bringt. Grace kann endlich aufatmen und sich selbst wieder finden. Ellis ist eindeutig der Neffe der Cohens, genauso verständig.
"Die Villa an der Riviera" ist das erste auf Deutsch übersetzte Buch von Alex Brown. Sie hat einen angenehmen Schreibstil, man nimmt ihr alles ab. Egal ob die bedrückende Schwere in Grace Zuhause, die staubigen Ecken im Lagerhaus oder der schweisstreibende Aufstieg zur Villa. Wie gerne möchte man sich mit dazu setzen, wenn es im Londoner Büro Tee und Babka gibt oder in Portofino neben Grace das aussergewöhnlich leckere Aprikoseneis probieren.
Es ist ein warmherziger (Liebes-)Roman mit einer tragischen Lebensgeschichte im Hintergrund. Man sollte sich Taschentücher bereit legen, man wird sie spätestens am Ende brauchen.
Fazit: Wenn Alex Brown ihre Geschichten immer so herzerwärmend erzählt, dann würde ich mich auf weitere Übersetzungen sehr freuen.
4 Punkte.
Rezensionen von Natalie:
Der Mann, der kein Mörder war, und seine Rache...
Das Licht in dir ist Dunkelheit von Marc Voltenauer
Der Leser wird mit diesem Buch in ein kleines Bergdorf in den Schweizer Alpen entführt. Hier hat die Beschaulichkeit ein jähes Ende als in der Dorfkirche ein grausam zugerichtete Leiche gefunden wird. Kommissar Andreas Auer, der die Ermittlungen übernimmt, ahnt bald, dass dies nicht der letzte Tote bleiben wird.
..
In einem wahnsinnig fesselnden Wettlauf gegen die Zeit/den Mörder wird der Leser in den Sog des Krimi‘s reingezogen und will diesem gar nicht mehr entkommen.
Mit Kommissar Auer ist dem Autor ein sehr sympathischer Ermittler gelungen, der gemeinsam mit seinem Team und auch mal mit der Hilfe von seinem Freund Mikaël, versucht hinter die Beweggründe des Mörders zu kommen. Dabei liefern sich beide Parteien ein großartiges Katz und Maus Spiel, welches sowohl aus Sicht der Ermittlungsarbeit als auch aus der Sicht des Mannes, der kein Mörder war, erzählt wird. Zusätzlich finden sich Rückblenden in die Kindheit des Mörders, wodurch ein toller Einblick in die Psyche gegeben werden. Ich hatte als Leser so das Gefühl in den Geschehnissen mitten drin zu sein. Nach und nach baut sich somit nicht nur die Spannung immer weiter auf, sondern es ergibt sich langsam ein vollständiges Bild. Bis zuletzt weiß man nicht, wer der Täter ist und die Auflösung hat es nochmal in sich.
Für mich ein vollkommen gelungener Krimi, der meines Erachtens auch einiges von einem Thriller hat. Neben der ganzen Spannung kommt auch ein mir sehr sympathischer Humor nicht zu kurz, aber auch Themen rund um Religion spielen eine zentrale Rolle, welche aber nie langatmig oder zu religiös anmuten, sondern im Gegenteil zur Auflösung des Falles beitragen. Toll finde auch auch, dass der Autor mit Andreas Auer einen homosexuellen Kommissar geschaffen hat - nach wie vor eher eine Seltenheit und von daher für mich ein weiteres Plus, dass auch dieses Thema ganz natürlich seinen Platz in dem Kriminalroman findet ohne zu viel Raum einzunehmen.
Daher eine klare Leseempfehlung für jeden, der Krimis mit dem gewissen Etwas liebt - top!
Rezensionen von Meli:
Wenn die Gefühle nie nachlassen
The Brooklyn Years - Wer wenn nicht wir von Sarina Bowen
Lauren und Mike waren mal ein Paar, bis Mike sich plötzlich von ihr getrennt hat, als er eigentlich Zukunftspläne mit ihr zu schmieden schien. Das hat Lauren natürlich das Herz gebrochen und seitdem schaut sie auch kein Eishockey mehr. Aber nun muss sie übergangsweise die Managerin der Brooklyn Bruisers werden und Torwart Mike regelmäßig sehen, obwohl sie ihm so lange aus dem Weg gegangen ist.
Der Trennungsgrund der beiden hat mich nicht komplett überzeugt, aber ihre aktuelle Liebesgeschichte umso mehr. Ihre Gefühle sind noch genauso stark wie zuvor, aber es so viel zwischen ihnen passiert, sie haben ihre Leben alleine weitergeführt und Mikes pubertierende Tochter macht die Sache nur noch komplizierter. Für Mike ist es nicht einfach, den Beruf und seine elterlichen Pflichten unter einen Hut zu bringen und seine Tochter dabei bei Laune zu halten, denn diese ist wirklich kein großer Fan von der ehemaligen Geliebten ihres Vaters - das bedeutet natürlich Drama! Lauren beneidet Mikes kleine Familie ein wenig, weil sie selbst einen Kinderwunsch hat und trotz ihres gebrochenen Herzens immer noch in Mike verliebt ist. Die Gefühle der beiden und ihr Herzschmerz waren wirklich gut zu spüren.
Da Lauren und Nate Kattenberger, der Besitzer der Brooklyn Bruisers, sehr gute Freunde sind, sieht man hier sehr viel von ihm und auch seiner sich anbahnenden Liebesgeschichte. So viel, dass sie mich gar nicht mehr richtig neugierig macht, aber ich werde natürlich auch das nächste Buch der Reihe lesen. Auch die Protagonisten aus den anderen Büchern sind wieder mit dabei und stehen Mike und Lauren oft mit einem freundschaftlichen Rat zur Seite.
Fazit
In "The Brooklyn Years - Wer wenn nicht wir" hat mir die Geschichte von Mike und Lauren, die wieder zueinander finden, wie erwartet sehr gut gefallen. Ihr Gefühle füreinander kann man wirklich gut spüren und durch Hürden wie eine pubertierende Tochter und andere Geheimnisse ist ihre Geschichte auch spannend und unterhaltsam.
Rezensionen von Miro:
Kindheit mit Auswirkungen
Hotel Weitblick von Renate Silberer
Dr. Marius Tankwart hat eine steile Karriere als Consulter hingelegt, als ihm klar wird, dass das Leben mehr zu bieten hat als Leistung bringen, Anerkennung kassieren, Geld verdienen und die Karriereleiter nach oben klettern.
Ein allerletztes Seminar wird er noch leiten, bevor er sich auf Reisen begibt.
Der Rucksack ist bereits gepackt und sein erstes Ziel ist Mexiko. Zurück in seinen Job will er nicht mehr. So hat er sich für dieses Seminar etwas besonderes vorgenommen. Denn auch diese vier Menschen leben, wir er es gewohnt war und sind dabei erfolgreich. Eine dieser vier Personen soll neue*r Geschäftsführer*in der Werbeagentur werden und Tankwart soll noch diesem Wochenende bestimmen, wer der oder die tauglichste ist.
Doch Tankwart hat etwas anderes im Sinn. Er möchte auch diesem Kanditat*innen die Augen öffnen, damit sie erkennen, was sie geprägt hat.
Tankwart hat ein gravierendes Problem mit seiner Mutter, die ihn streng nach den Empfehlungen von Johanna Haarer und ihrer Nazi-Pädagogik erzogen hatte. Für Liebe war da kein Platz und so bezieht er - vielleicht schlüssig - seine Leistungsbesessenheit auf diesen Mangel in der Kindheit.
Auch die Kandidat*innen haben so ihre Probleme und schnell wird klar, dass dieses Wochenende kein gutes Ende nehmen kann.
Die Autorin prangert hier das Leistungsdenken im gehobenen Management, oder generell in unserer Gesellschaft an. Dabei bedient sie natürlich allerlei Klischees, was ich sehr amüsant fand. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesene, obwohl ich nicht der Ansicht bin, dass ausschließlich Menschen, die etwas kompensieren müssen, in der Leistungsgesellschaft so weit bestehen können, dass sie es ganz nach oben schaffen.
Aber ich kann der Idee etwas abgewinnen und fand sie hier gut verarbeitet.
Einzig den Schluss fand ich etwas enttäuschend, denn schnell wird klar, dass dieses Wochenende irgendwie eskalieren muss.
Es kommt dann anders als erwartet, bringt aber auch nichts wirklich Überraschendes mit sich.
Alles in allem habe ich das Buch aber gerne gelesen! Deshalb vergebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von C. P.:
Keine Zeit zum Wunden lecken, wenn der Feind weiterhin seine Pläne schmiedet
Hotel Weitblick von Renate Silberer
Nachwirkungen… Was geschieht mit Familie Hunt nach dem brutalen Anschlag auf die Schule der Kinder? Wird der schwerverletze Jules überleben? Wie gehen Familie und Freunde damit um? Oder andere Betroffene?
Nachwirkungen… Welche Pläne verfolgt Cornelius Carlton nach dem Einzug der Totenbändiger in den Rat?
Nachwirkungen… Wie reagiert Evan auf das Angebot des Direktors der Totenbändiger-Akademie, dort eine Ausbildung in der Abwehr von Geistern zu erhalten?
Band 15 ist eine Folge voller Emotionalität - die Folgen des Anschlags sind in weiten Bereichen spürbar und so gut dargestellt, dass sie niemanden beim Lesen kalt lassen.
Ebenso ist Band 15 jedoch auch ein Band voller Entschlüsse, Pläne und Überraschungen, denn obwohl der Schock noch in ihrer aller Glieder steckt, muss Cornelius Carlton in seinen Machenschaften unbedingt aufgehalten werden. Dessen öffentliche Strategie sorgt wiederum für die ein oder andere Überraschung. Und auch Evan bietet wieder Stoff zum Mitfiebern.
Eine wieder sehr gelungene Folge, welche zunächst in erster Linie von Emotionen und Pläneschmieden geprägt ist, bevor es zum Ende hin nochmal einige gehörige Überraschung gibt.
Rezensionen von C. P.:
Anstrengende Klischees und Charaktere
Das Geheimnis der Sternenuhr von Francesca Gibbons
Die Idee, dass Kinder in eine magische Anderswelt gelockt werden, um ebendiese zu retten, ist nicht neu. Hier sind es Imogen und ihre jüngere Schwester Marie, die durch eine Tür im Baum in ein Königreich stolpern, welches nachts von tödlichen Monstern heimgesucht wird. Schnell lässt sich erahnen, dass die wahren Bösen ganz woanders sitzen.
Das Buch hätte so schön sein können - leider macht die Autorin dies gleich zu Beginn durch eine Imogen vollauf zunichte, welche an Egozentrik und Jähzorn kaum zu überbieten ist. Wahrscheinlich tragen die Erwachsenen daran mit ihrer „Benimm dich!“-Einstellung ein wenig Mitschuld, möchte man meinen. Doch gibt es weder eine Charakterentwicklung zum Besseren noch irgendwelche Schlüsselszenen, welche beim Leser für Verständnis für ihr anstrengendes Verhalten sorgen. Im Gegenteil. Trotz und sinnlose Zerstörungswut machten mir das Mädchen schnell unerträglich. In Konkurrenz zu ihr steht der Prinz, der an Dummheit leider kaum zu überbieten ist, sich als wahrer Thronerbe von seinem Onkel alles Mögliche verbieten lässt und den Unterschied zwischen Freundschaft und Dienerschaft nicht zu kennen scheint. Die nächtlichen Monster wurden einfach dumm und blutrünstig wie Orks dargestellt statt die Chance wahrzunehmen aufzuzeigen, dass die Bösen manchmal nur durch geschickte Lügen und Intrigen zu den Bösen wurden. Und die titelgebende und faszinierende Sternenuhr, welche durch das Auftauchen der Mädchen plötzlich wieder läuft, wird von den Kindern kaum eines Blickes gewürdigt - mir absolut unverständlich, dass keiner mal nach der Bedeutung der Uhr fragt. Dafür kennt man in dieser Anderswelt erstaunlicherweise Böhmische Knödel. Und von der Klischee-Stiefmutter brauch ich gar nicht erst weiter berichten.
So leid es mir tut das sagen zu müssen, die im Kern interessante Idee wird zunichte gemacht durch haufenweise Klischees und höchst anstrengende Hauptcharaktere sowie teils unaussprechliche Namen mit Sonderzeichen, welche ich auf der Tastatur nicht finde. Macht keinen Spaß.
Rezensionen von v_im_wunderland:
Eine interessante Geschichte
Dein ist das Reich von Katharina Döbler
Das Cover hat mich angesprochen, da es eine Geschichte für mich von der Südsee verspricht. Und genau um diese geht es auch, auch wenn es nicht so geheimnisvoll oder romantisch ist, wie es das Cover verspricht. Denn es geht um 2 deutsche Missionarsfamilien, die Auswandern, um genau dies zu tu, zu Missionieren.
Dabei wird auf die Familiengeschichte der beiden Paare eingegangen und auch aus den verschiedenen Zeitepochen, sehr gut recherchiert, berichtet. Die Autorin schafft es, dass man sich zu jedem Zeitpunkt des Buches gut abgeholt fühlt und dem Erzählstrang immer folgen kann. Man lernt viel über die Arbeit der Missionare in weiter Ferne und auch wie es sich zu dieser Zeit gelebt hat. Das Buch ist ein sehr gutes und solides Buch, ohne großartige Wendungen oder sonst irgendwelcher völlig verrückten Begebenheiten, aber genau dies braucht es auch nicht, da es so gut geschrieben ist.
Rezensionen von Mondtaube:
Irreführend und vorhersehbar
Trust My Heart - Golden-Campus-Trilogie, Band 1 (Prickelnde New-Adult-Romance auf der glamourösen Golden Isles Academy. Für alle Fans von KISS ME ONCE.) von Lyla Payne
Als May bei ihrer Großmutter einzog und durch diese die „Golden Isles Academy“ besuchen konnte, hatte sie das Gefühl, somit endlich ihr Leben in die richtige Bahn lenken zu können. Doch nach dem Tod ihrer Großmutter scheint sie diese Sicherheit erneut zu verlieren. Wäre da nicht eine zufällige Begegnung gewesen, welche sie zu dem Job bringen sollte, der ihr Leben verändert.
Zuallererst muss erwähnt werden, dass der übergreifende Name der Trilogie, „Golden Campus“, total irreführend ist.
Auch wenn viele vorkommende Charaktere den Campus besuchen und sich auch ein paar wenige Szenen dort ereignen, so spielt der größte Teil der Geschichte an anderen Schauplätzen.
„Trust My Heart“ wird abwechselnd aus der Sicht von May und Felix erzählt.
May ist eine selbstbewusste und aufgeweckte junge Frau, welche versucht, ihr Leben schon in jungen Jahren in die eigenen Hände zu nehmen.
Felix hingegen ist auf den ersten Blick der typische Badboy. Er liebt es, Frauen zu erobern, Alkohol zu trinken und macht sich nur wenig Gedanken um die Gefühle seiner Mitmenschen.
Durch die abwechselnden Sichtweisen der Protagonisten soll man sich als Leser noch etwas besser in diese hineinversetzen können. Hier hat das bei mir jedoch leider nicht gut funktioniert.
Die Protagonisten bleiben leider sehr flach. Man erfährt zwar etwas über einschneidende Ereignisse in ihrem Leben, jedoch fast nichts darüber, was sie mögen und was sie eigentlich ausmacht.
Leider können das auch die Nebencharaktere nicht retten. Tatsächlich erfährt man über diese so gut wie überhaupt nichts. Die einzigen Nebencharaktere, welche etwas Interaktion zeigen, sind Jo und Riley. Also genau die beiden Charaktere, welche die Protagonisten der Folgebände sein werden.
Eines der großen Themen der Geschichte ist es, dass Felix und sein Bruder Noah das Sorgerecht ihrer kleinen Schwester Sophie behalten möchten.
Felix wird in der Buchbeschreibung als fürsorglicher Bruder beschrieben, nur davon konnte ich beim Lesen leider nicht viel merken.
Sowohl Felix, als auch Noah, scheinen sich so gut wie überhaupt nicht um ihre Schwester zu kümmern. Dies wird sogar innerhalb der Geschichte von dieser bestätigt. Erst dann, als May als Nanny eingestellt wird, verbringt auch Felix etwas mehr Zeit mit seiner Schwester. Wobei er das selbst oft nur macht, um May näherzukommen.
Durch diese Darstellung hatte ich das Gefühl, dass Sophie tatsächlich besser aufgehoben wäre, wenn ihre Brüder nicht das Sorgerecht für sie gehabt hätten. Hier liegt auch mit einer meiner größten Kritikpunkte an dem Buch, denn wenn man den Motivationen der Protagonisten nicht glauben kann, fällt es um so schwerer, sich auf die Geschichte einzulassen.
Was mir jedoch sehr gut gefallen hatte, war der Umgang von May und Sophie.
Auch wenn ich die Grundidee der Geschichte immer noch mag, so konnte sie mich insgesamt jedoch leider nicht überzeugen.
Abgesehen von den bereits beschriebenen Aspekten liegt dies auch daran, dass die Geschichte sehr vorhersehbar ist, manche Handlungsstränge zu einfach gelöst werden und andere zu konstruiert wirken.
Fazit:
Leider war „Trust My Heart“ für mich tatsächlich eines der schlechtesten Bücher, welche ich bis jetzt aus diesem Genre gelesen hatte. Dies liegt zu einem großen Teil daran, dass die Charaktere sehr flach wirken und man dadurch ihr Handeln und ihre Motivation nicht immer nachvollziehen kann.
Die Geschichte ist durchaus unterhaltsam und hat ihre schönen Momente. Dennoch ist sie auch vorhersehbar und geht teilweise sehr einfache Lösungswege.










