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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von readpassion9:

düster und atmosphärisch

Waldeskälte von Martin Krüger

"Waldeskälte" ist für mich das erste Buch des Autors und mir hat es mit seinem düsteren, mystischen Setting richtig gut gefallen. Worum geht es?

Schauplatz Schweiz, ein kleines Dorf in den Schweizer Alpen. Es ist Winter, kalt, das Wetter unwirtlich. Valeria Ravelli von Interpol kehrt nach vielen Jahren wieder zurück in ihr Heimatdorf, ein ehemaliger Schulfreund hat sie um Hilfe geben.

Seine Nichte Nora ist spurlos verschwunden, wie schon damals, als drei Mädchen verschwanden und nur eine überlebte. Valeria hat damalsals einzige überlebt, aber keine Erinnerung an die Ereignisse. Jetzt kommt sie zück um Nora zu finden und mit ihrer Vergangenheit abzuschließen.

Mir hat der Thriller gut gefallen, vor allem das düstere Setting in einem kleinen Bergdorf, in dem die Einwohner zusammenhalten und schweigen.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft, hat Atmosphäre. Irgendwann hatte ich eine Ahnung, worum es wirklich geht, die hat sich auch bestätigt. Spannungstechnisch hätte es ruhig noch mehr sein dürfen, aber alles in allem hat mich der Thriller gut unterhalten. Ich freue mich auf weitere Fälle mit Valeria Ravelli.

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Rezensionen von Lerchie:

Die vierte der Ku'damm-Schwestern

Die Schwestern vom Ku'damm: Ein neuer Morgen von Brigitte Riebe

Berlin 1966. Die geteilte Stadt wie auch das Modehaus Thalheim am Kurfürstendamm sind im Umbruch. Die Jugend wird rebellischer, die Röcke kürzer. Miriam Feldmann müht sich damit ab den Kaufhauschef Friedrich von ihrer Mode zu überzeugen. Knallfarben sind angesagt und nicht mehr Pastell. In ihrem Privatleben läuft alles ruhig.

Jenny, Adoptivtochter wächst zur jungen Frau heran. Doch dann wird Miriam überraschend schwanger, hieß es doch, sie könne nie eigene Kinder bekommen. Dann begegnet sie ausgerechnet dem Mann wieder, den sie im Krieg kennengelernt hatte. Und diese Begegnung ruft ihre dunkelsten Stunden in ihr Gedächtnis zurück.


Meine Meinung
Auch dieses Buch, wie alle bisher gelesenen Bücher von Brigitte Riebe, ließ sich, bedingt durch deren unkomplizierten Schreibstil der keine Unklarheiten im Text zuließ und somit meinen Lesefluss nicht störte, leicht und flüssig lesen. In diesem Buch war ich wieder schnell drinnen, konnte mich in die Protagonisten gut hineinversetzen. Es geht hier hauptsächlich um die uneheliche Tochter des Kaufhauschefs Friedrich Thalheim um Miriam Feldmann. Darum, wie ihr Leben verläuft und in den Zwischenkapiteln immer wieder was sie während der Kriegszeiten durchmachen musst. Denn Miriam ist Jüdin, wie die Leser dieser Reihe ja wissen. Was passiert ist, als sie dem Mann wiederbegegnete, den sie im Krieg kennengelernt hatte, das verrate ich natürlich nicht. Auch nicht was mit Jenny los war, nach der Geburt ihres kleinen Geschwisterchens. Am Ende gab es noch, ich möchte sagen nicht nur eine, sondern dann ganz am Ende noch eine zweite Überraschung. Aber auch das muss der geneigte Leser eben selbst lesen. Das Buch war spannend, so spannend wie Familiengeschichten eben mal sind. Es hat mich gefesselt, mir gut gefallen und mit super unterhalten. Eine Weiterempfehlung von mir und verdiente volle Bewertungszahl.

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Rezensionen von nanu?!:

Streckenweise lahm

Ex Talk - Liebe live auf Sendung von Rachel Lynn Solomon

Da fängt Dominic kaum beim Sender an, schon ist er der neue Liebeling aller Kollegen. Nur Shay ist nicht sonderlich von Dominic angetan. Um es kurz zu machen: Die beiden können sich nicht ausstehen, zwischen ihnen fliegen regelmäßig die Fetzen.
Die Dynamik zwischen den beiden ist dem Sender nicht entgangen und nun sollen Shay und Dominik zusammen eine Sendung moderieren, als angebliches Ex-Paar.

Ob das gutgeht?

Hach, es hätte so gut sein können.
Ich mag ja so Bücher in denen das Paar sich erst hasst und dann lieben lernt. Und der Anfang hat mir auch echt gut gefallen. Dominik kommt ziemlich überheblich rüber und man fragt sich, genau wie Shay, warum alle in der Firma so begeistert von ihm sind. Die Autorin schaffte es, dass ich ihn wie Shay, ebenso wenig leiden konnte. Es knisterte anfangs richtig.
Ich mochte die flotten Dialoge zwischen den beiden, die Schlagabtausche. Und irgendwann müssen sie sich zusammenraufen und ein Team werden. Dann verändert sich die Art der Gespräche, sie werden etwas tiefgründiger.
Aber das alles gab es nur in der ersten Hälfte des Buches.

Man lernt die beiden besser kennen, aber ehrlich gesagt weiß ich immer noch nicht, was an Dominik so toll ist. Er steht ja nicht gerade für seine Leute ein, weder im Job noch in der Liebe.
Und warum wird die Sendung plötzlich so erfolgreich? Man bekommt zwar einen Einblick in die Sendung, dann wird die Unterhaltung wie ein Theaterstück als Kapitel integriert, aber immer viel zu kurz. Für mich war einfach zu wenig von der Radiosendung enthalten. Von Shay und Dominik als angebliches Ex-Paar bekommt man eindeutig zu wenig.

Und dann verstehen die beiden sich für meinen Geschmack viel zu schnell viel zu gut. Ab da wurde es zwischen Shay und Dominik nur noch langweilig. Bis auf die Bettszenen ist da nicht mehr viel passiert.
Natürlich fliegt die Sache mit "Ex Talk" auf (ich verrate nicht zuviel da es im Klappentext steht, was eigentlich schlimm genug ist), etwas Chaos bricht aus, das Ende konnte mich nicht mehr vom Hocker hauen.
Gut fand ich noch das einige ernstere Themen zur Sprache kommen, wie Trauerbewältigung, Se§ismus am Arbeitsplatz und Diversität.

Schade, ich hatte mich auf ein schönes "Enemies to Lovers"-Buch gefreut, es aber nur teilweise bekommen, und etwas mehr "Ex Talk" wäre schön gewesen. So aber habe ich mich streckenweise richtig gelangweilt.

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Rezensionen von brauneye29:

Szenen einer Ehe

Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky

Zum Inhalt:
In der Ehe von Barbara und Walter war alles so gewohnt und natürlich hat Barbara sich um alles gekümmert. Doch dann gibt Barbara eines Tages um und steht dann auch kaum mehr auf. Walter steht vor ungewohnten Aufgaben und muss plötzlich Dinge, die er noch nie gemacht wie Kaffee kochen.

Und er muss sich um alles Erdenkliche kümmern. Wie wird er damit klarkommen?
Meine Meinung:
Was für eine nette Geschichte. In wie vielen langjährigen Beziehungen wird es wohl genauso laufen? Frau kümmert sich, Mann nicht. Und dann muss Mann auf einmal und muss sehr viel lernen. Sehr berührend, wie Walter immer wieder versucht, etwas finden, was seine Barbara endlich ist, damit sie zu Kräften kommt. Das war ein sehr kurzweilig geschriebener Roman, der mir gut gefallen. Auch der Schreibstil war sehr angenehm und ließ sich sehr gut lesen.
Fazit:
Szenen einer Ehe

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Ein Roman wie seine Charaktere: nicht perfekt und trotzdem nett

Montags bei Monica von Clare Pooley

Ich mag Café-Romane und war deshalb sehr gespannt auf "Montags bei Monica".

Zuallererst steht aber nicht das Café von Monica im Blickfeld, sondern der 79jährige Julian Jessop, ein alternder Künstler - in meinem Kopf war er ein Dandy durch und durch. Julian hat sich einige Jahre zuhause eingenistet, liess niemanden an ihn ran, doch nun merkt er, dass er endlich sein Schneckenloch verlassen und wieder am Leben teilhaben sollte.

Er schreibt sich alles von der Leber, in ein kleines Notizheft.

Das Heft lässt er spontan in Monicas Café liegen. Monica findet es natürlich, liest Julians Geschichte und es entsteht eine Kettenreaktion: auch sie schreibt ins Heft, lässt es liegen, es wird gefunden, der Finder schreibt hinein und so weiter...

Doch damit ist es nicht getan: denn Monica will Julian helfen, derjenige nach Monica will ihr und ebenso Julian helfen. Nach und nach lernen sich alle Schreiberlinge kennen, Drehpunkt ist Monicas Café.

Die Bandbreite der Charaktere ist generationenübergreifend: junge und alte Mütter, Singles, Senioren. Alle mit total unterschiedlichen Berufen und Herkunftsgeschichten. Clare Pooley bringt Figuren mit echten und alltäglichen Problemen aufs Podest. Zum Beispiel Hazard, der Name sagt es, ein unsteter Typ, unsympathisch auf den ersten Blick, er kann sich selbst auch nicht leiden und weiss: eine Veränderung muss her.

Diese Veränderung wollen alle, die ins Notizheft schreiben. In welche Richtung die Veränderung gehen soll, ist aber noch nicht allen klar. Bloss: aufrichtig sein ist die neue Devise, so hat es Julian vorgegeben. Mit dem neuen Lebensmotto verändern sich alle, freunden sich an, aber auch Unstimmigkeiten bleiben nicht aus.

Im Grossen und Ganzen ist "Montags bei Monica" ein weiser, fast schon kluger Roman, der gut unterhält. Der beste Leseplatz wäre eigentlich ein schöner Platz in einem gemütlichen Café, vielleicht klappt es ja zumindest für eine oder zwei Stunden.

Theoretisch eine tolle Geschichte, die aber einige langatmige Szenen aufweist. Besonders während der Vorstellung von Alice. Bei der Story um die junge Mama-Instagrammerin nervten mich die vielen "@". Nicht nur mich als Leserin übrigens, auch einige andere Figuren im Roman verdrehten die Augen. Etwas weniger davon wäre angenehmer gewesen, auch wenn die "@"'s wahrscheinlich mit voller Absicht von der Autorin platziert wurden, um zu versinnbildlichen, wie doof Alices Tun ist, denn der Plot ist auffallend gut durchdacht.

Fazit: Die Story ist wie seine Charaktere: nicht ganz perfekt. Sie kennenzulernen ist aber unbedingt empfehlenswert.
4 Punkte.

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Rezensionen von begine:

Grabreden

Nichts als Gutes von Stefan Slupetzky



„Nichts als Gutes“ ist der zweite Roman den ich von dem Österreichischen Schriftsteller Stefan Slupetzky gelesen habe.
Im Vorwort spielt er mit seinem urigen eigenartigen Humor, mit markigen Worten. Teilweise war ich seiner Meinung.
Dann erzählt er die 17 Grabreden.
Da kommt oft der österreichische Humor zu Wort.

Hier sind die Grabreden nicht immer nur Gutes, sondern ehrlich und direkt. Da kommt es dann zu einer Art Abrechnung.
Er erfindet immer wieder neue Personen
und Szenen die er mit satirischen Themen schmückt.

Auf 160 Seiten konnte Stefan Stupetzky mit seinem Wiener Charme und schwarzem Humor etwas Besonderes schaffen. Das Buch ist ein originelles Werk, das man gut zwischen 2 Romanen einschieben kann.
Das Cover ist passend für dieses Thema gestaltet.
Die fiktiven Geschichten sind fesselnd und makaber.

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Rezensionen von Meli:

Geisterjagd, langsamer Fortschritt und ein spannendes Ende

Midnight Chronicles - Dunkelsplitter von Bianca Iosivoni; Laura Kneidl

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Diesmal reisen Roxy und Shaw durch Mitteleuropa und jagen mithilfe des Ghostvision die Geister, die Roxy damals aus der Unterwelt befreit hat. Aber Roxy bleibt nicht mehr viel Zeit und wegen ihrer Todesvision versucht sie, sich von Shaw, der sich nun als wahrer Freund beweist, fernzuhalten.

Roxy hat noch drei Monate und vermutlich sind noch viel mehr Geister zurück in die Unterwelt zu schicken, als sie noch Tage übrig hat. Sie wird ihre Quote unmöglich erfüllen können und versucht sich darauf vorzubereiten, dass sie bald sterben muss. Shaw fühlt sich bei den Huntern sehr wohl und lernt für seine Prüfung, aber er will immer noch wissen, wer er vor seinem Gedächtnisverlust war. Da er auch nicht wirklich etwas besseres zu tun hat, unterstützt er Roxy bei ihrer Geisterjagd und macht dabei noch ein paar neue Erfahrungen.

Da Roxy gesehen hat, dass sie in Shaws Armen sterben wird, versucht sie, sich von ihm zu distanzieren, damit ihr Tod ihn nicht zu sehr verletzt, und das stellt ihre Freundschaft natürlich auf die Probe. Aber Shaw lässt nicht locker und sie kommen sich sogar näher als zuvor. Beide entwickeln sich etwas weiter, aber der Fortschritt ist hier insgesamt eher langsam.

Den Anfang der Geschichte fand ich schon etwas langweilig und es hat ein bisschen gedauert, bis die Spannung mich auch wieder packen konnte. Wir sind diesmal auf Geisterjagd quer durch Europa und diesen Roadtrip fand ich trotz vieler kleiner Abenteuer nicht so spannend, weil diese nicht wirklich relevant für den Fortgang der großen Rahmenhandlung schienen. Im ersten Band begann die Geschichte langsam, der zweite Band mit Warden und Cain war auch sehr spannend, doch dieses Buch jetzt fühlte sich zu einem großen Teil eher wie ein Lückenfüller an und erst zum Ende hin gefiel es mir dann wirklich gut.

Daher freue ich mich auf jeden Fall auch auf die Fortsetzungen und bin gespannt, wie viel wir von Roxy und Shaw im vierten Band sehen werden, wenn wieder andere Charaktere die Hauptrollen übernehmen, diesmal sind dann Ella und Wayne dran. Die große Story um die vier Könige und ihre Machenschaften wurde auch hier kurz aufgegriffen und etwas weitergeführt, und ich bin gespannt, wie es da weitergehen wird.

Fazit
"Midnight Chronicles - Dunkelsplitter" ist eine schöne Fortsetzung, in der man zwischen Geisterjagd und Todesvisionen aber nicht wirklich vorankommt. Erst das Ende fand ich wirklich spannend und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzungen.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Bis ans Ende aller Fragen

Bis ans Ende aller Fragen von Anne Hertz

"Bis ans Ende aller Fragen" ist das erste Buch, das ich vom Autorinnenduo Anne Hertz gelesen habe. Der Klappentext verspricht ein humor- und gefühlvolles Buch.
Die im Klappentext angeteaserte Handlung ist dann tatsächlich nur ein kleiner Teil des Buches, es gibt einige sprunghafte Wendungen und schlussendlich verlagert sich das Geschehen an einen anderen Handlungsort.

Diese Drehungen und Wendungen waren durchaus amüsant und spannend, zum Teil jedoch vorhersehbar. Es gibt immer wieder Rückblenden in die Jugendzeit von Protagonistin Maxi - in Form von alten Tagebucheinträgen. So richtig warm bin ich mit diesen jedoch nicht geworden, sie haben mich eher genervt.
Neben der Handlung, die dann ganz anders war als erwartet aber immerhin noch interessant, hat es mir vor allem Protagonistin Maxi schwer gemacht so richtig gut in das Buch reinzukommen. Maxi war mir nicht unsympathisch aber vieles an ihr hat mich einfach grenzenlos genervt, sie wirkte oft so unreif, dass ich sie eher auf Anfang 20 als auf Mitte 40 geschätzt habe.
Der Schreibstil des Autorinnenduos war hingegen sehr eingängig und hat mich gut durch das Buch gebracht.

Insgesamt habe ich das Buch aber dennoch gern gelesen, es war angenehm kurzweilig und unterhaltsam - eine seichte Sommerlektüre.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Ein sehr interrisantes Buch

Von singenden Mäusen und quietschenden Elefanten von Angela Stöger

Die Autorin Angela Stöer ist eine Expertin in Bioakustik.Bis zu dem Buch wußte ich über das Forschungsgebiet nichts.Das Tiere miteinander reden ist klar und das wir Menschen in ihrer Sprache sie nicht verstehen ist auch klar.Mit verschiedenen Lauten kommunizieren sie miteinander.Durch die Autorin Angela Stöger bekommt man als Leser einen Einblick,wie unterschiedlich ihre Laute sind wenn sie sich miteinander unterhalten.

Besonders Elefanten haben es der Autorin angetan.Aber auch über Giraffen,Pandas,Erdmännchen und viele einheimische Tiere finden in dem Buch Aufmerksamkeit.Das Besondere sind die QR-Codes mit den man die Tiertimmen hören kann.Aber auch viele schöne Bilder von Tieren und von Angela Stöer und ihrem Forschungsteam befinden sich im Buch.Das zusammen mit den vielen Informationen hilft nun etwas besser die Tiere zu verstehen und besser hinzuhören.Das Buch hat mir ganz toll gefallen,auch meine Enkelkinder waren begeistert-5 Sterne für das Buch.

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Rezensionen von heinoko:

Ein wahrlich großartiges Kinderbuch

Vincent und das Großartigste Hotel der Welt von Lisa Nicol


Um Großartigkeit geht es in der Geschichte. Und großartig ist dieses Kinderbuch, dessen zwei Facetten das Lesen doppelt sinnvoll machen. Da ist vordergründig eine absolut schräge, aus einem Riesensack an Fantasie hervorquellende Geschichte. Und da ist hintergründig eine Botschaft, die man sein ganzes Leben lang benötigt, weil sie ermutigend und stärkend wirkt: Jeder ist auf seine Weise großartig, und die wahren Freunde zeigen uns unsere Großartigkeit, ganz ohne Neid und Selbstsucht.

Vincent fühlt sich als der gewöhnlichste Junge der Welt. Zuhause dreht sich alles um seinen äußerst schwierigen Bruder Thom, dessen aufwändige Pflege die Kräfte der Eltern völlig auffrisst. Als Vincent von seinem Großvater dessen Schuhputzer-Kiste erbt und bereits sein erster Kunde ihn für seine Arbeit gut bezahlt, fühlt er sich als stolzer Unternehmer und schon ein klein wenig weniger gewöhnlich. Als er zum Schuhputzer des Großartigsten Hotels der Welt berufen wird, beginnt die großartigste Geschichte, die ich je in einem Kinderbuch gelesen habe. Das Hotel hat für jeden Gast genau das richtige Zimmer. Florence, die nicht älter ist als Vincent, aber während der Abwesenheit ihrer Eltern die große Last der Leitung des Hotels zu tragen hat, ist sehr besonders. Sie trägt Stiefel, die beim Gehen Bach’s Cellosuite Nr. 1 in G-Dur spielen! Hören Sie sich unbedingt dieses Stück an: Es ist wahrlich herzerhebend! Als Vincent jedoch in das Zimmer der Zukunft blickt, beginnt für ihn eine konfliktreiche Zeit zwischen Wunsch und Wirklichkeit, zwischen Richtig und Falsch. Die ganze Fülle der fantasievollen Geschichte, gerade auch in seiner Doppelbödigkeit, muss man unbedingt selbst lesen!
Jeder braucht ein bisschen Großartigkeit, das lehren uns Vincent und Florence in diesem großartigen Kinderbuch. „Wahrhaft Großartiges hat mit Besänftigung der Seele zu tun, nicht mit Größe oder Luxus“ heißt es im Buch. Wie wahr! Die Autorin lässt uns teilhaben an einer Geschichte, die überbordend ist an fantasievollen Ideen. Sie erzählt mit einem ganz eigenen Humor, spannend-schräg und kurzweilig. Ihre Fantasie füttert unsere Gefühle (Taschenhunde!) ebenso wie unsere Neugier. Sie lehrt uns Empathie und das wahre Wesen der Freundschaft. Dies und noch viel mehr können wir im Großartigsten Hotel der Welt entdecken. Lisa Nicol würdigt übrigens auch noch auf besondere Weise den Co-Autor, der sich immer wieder mal in die Geschichte einmischt und über den wir erst im Nachwort etwas erfahren.
Fazit: Ein wahrlich rundum großartiges Kinderbuch, zum Wieder- und Wiederlesen!

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