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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von aon.912401633@aon.at:

Märchenhafte Morde

Das Flüstern der Puppen (Thriller) von Gunnar Schwarz

Lena Freyenberg bekommt es nach ihrer Versetzung mit ihrem neuen Partner Henning Gerlach bei ihrem ersten gemeinsamen Fall mit unwahrscheinlichen Mordfällen zu tun. jedem Toten ist eine Puppe beigefügt. Selbst noch vom Tod ihres Ex-Partners etwas traumatisiert, muss sie sich hier beweisen. Außerdem hat sie seit der Übersiedlung mit Beziehungsproblemen mit ihrem Freund zu kämpfen.

Alles in allem kein leichter Beginn der neuen Arbeit. Als sie auch noch persönlich in die Fälle verwickelt wird und weiter vom Täter keine Spur ist, die Morde aber weitergehen, wird es auch für sie persönlich gefährlich. Dem Autor gelingt es, die Spannung immer hoch zu halten und er lässt die Ermittler lange Zeit im Dunkeln tappen. Zum Schluss gibt es eine furioses Finale, üb er das hier natürlich nichts verraten wird. Soviel sei aber gesagt: Es lohnt sich, beim Lesen dran zu bleiben und das Geheimnis der Puppen zu lüften.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Trauerreden mal ganz anders

Nichts als Gutes von Stefan Slupetzky

Als ich das schlichte und doch sehr aussagekräftige Cover gesehen habe, wollte ich die darin abgedruckten Grabreden sofort lesen. Als ich dann gelesen habe, dass der Autor hier keine „echten“ sondern fiktive letzte Grüße an die Verstorbenen hat richten lassen, war ich noch neugieriger.

Stefan Slupetzky hat eine sehr poetische, manchmal sarkastische Art, das Leben in einer Grabrede vorzustellen.

Mir gefällt, wie er es mit einem Buch vergleicht: den vorderen Deckel versehen mit Namen des Kindes, der Eltern und evtl. des Krankenhauses der Geburt. Dann folgt das Leben in seinem ganzen Ausmaß und der rückseitige Deckel bildet wie beim „normalen“ Buch die Zusammenfassung, in diesem Fall die Grabrede. Wir alle gehen irgendwann diesen letzten Weg. Schön, wenn auch schwierig, wenn sich dann Menschen für diese letzte Lebenszusammenstellung finden.

Die verschiedenen Reden gehen ans Herz, lassen tief blicken, sind humorvoll, unterhaltsam, skurril oder auch fantasievoll. Auf alle Fälle regen sie zum Nachdenken an. Über das Leben und über den Tod. Nicht so viel anfangen kann ich mit den Einleitungen vor jeder Rede.

„Die große Null“ so titelt der Verstorbene selbst seine letzten Wort an die Trauergemeinde, die er einen guten Freund überbringen lässt. Das ist etwas, was ich mir auch für mich gut vorstellen kann.

Sehr gut gefallen mir die letzten Wort aus aller Welt. Hier besonders die aus dem japanischen übersetzten wenigen Worte für Takeda Tokawa. Schlimm und hoffentlich nicht ernst gemeint dagegen die Worte von N. N. Da musste ich schon schlucken.

Ein wundervolles kleines Buch, das zum Schmunzeln und zum Nachdenken anregt. Ich werde es bestimmt noch öfter in die Hand nehmen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Authentische Figuren

Stürmische Algarve von Carolina Conrad

"Stürmische Algarve" beginnt damit, dass Anabela und ihre Mutter sich darüber streiten, wie es mit dem Vater weiter gehen soll. Seine Demenz schreitet immer schneller voran und die Frage, ob er in einem Heim besser aufgehoben wäre, steht im Raum.

Die Entscheidung schieben sie vor sich her, denn Anabela hat mit ihren Übersetzungsjobs gut zu tun und sie weiss noch nicht, dass sie bald auch wieder für die Polizei übersetzen muss - eine Österreicherin wird tot in ihrem Wohnmobil aufgefunden und Anabela soll deren Angehörige kontaktieren.

Zuerst kommt der Leichenfund nur Anabela komisch vor, die Polizei vor Ort, sprich ihr Cousin Luís Silva, ist aber nur genervt und will Bela gar nicht zuhören. Allerdings macht er die Rechnung ohne Joao Almeido, der springt - für einmal - von alleine auf das Unglück an. Es braucht nur wenige Nachforschungen und schnell ist klar, dass da mehr dahinter stecken könnte. Sogar Bibliothekar Mario weiss einiges über die tote Frau zu erzählen. Für Joao, der eifersüchtig auf Mario ist, das gefundene Fressen und höchst verdächtig.

Der Fall ist gut aufgebaut, immer mehr Details werden bekannt, Zusammenhänge klarer - und doch fehlen den Ermittlern bis fast am Ende die nötigen Puzzleteile um den Fall abzuschliessen. Die Autorin macht es somit sehr spannend und überzeugt durch einen lebendigen Schreibstil.

Die Stärke dieser Serie sind die authentischen Figuren, die sich über alle bisherigen vier Bände immer mehr entwickeln. Auch die Kriminalfälle, die sich meistens im Touristenmilieu abspielen, sind glaubwürdig und könnten sich in real genauso abspielen. Deshalb:

Fazit: Es macht Spass jedes Jahr einmal mit Carolina Conrads Charakteren für einige gemütliche Lesestunden an der Algarve abzutauchen.
4 Punkte.

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Rezensionen von Goejos:

Märchenhafte Morde

Das Flüstern der Puppen (Thriller) von Gunnar Schwarz

Lena Freyenberg bekommt es nach ihrer Versetzung mit ihrem neuen Partner Henning Gerlach bei ihrem ersten gemeinsamen Fall mit unwahrscheinlichen Mordfällen zu tun. jedem Toten ist eine Puppe beigefügt. Selbst noch vom Tod ihres Ex-Partners etwas traumatisiert, muss sie sich hier beweisen. Außerdem hat sie seit der Übersiedlung mit Beziehungsproblemen mit ihrem Freund zu kämpfen.

Alles in allem kein leichter Beginn der neuen Arbeit. Als sie auch noch persönlich in die Fälle verwickelt wird und weiter vom Täter keine Spur ist, die Morde aber weitergehen, wird es auch für sie persönlich gefährlich. Dem Autor gelingt es, die Spannung immer hoch zu halten und er lässt die Ermittler lange Zeit im Dunkeln tappen. Zum Schluss gibt es eine furioses Finale, üb er das hier natürlich nichts verraten wird. Soviel sei aber gesagt: Es lohnt sich, beim Lesen dran zu bleiben und das Geheimnis der Puppen zu lüften.

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Rezensionen von Vicky:

Tue das Notwendige, dann das Mögliche und letztlich das Unmögliche

Die Drachenschwestern Ein Drachenroman von Virginia Fox

‘Die Drachenschwestern‘ ist ein Fantasy-Roman der Autorin Virginia Fox. Außerdem bildet das Buch den ersten Band der Reihe ‘Ein Drachenroman‘.

Das Cover ist schön und passend zum Inhalt der Geschichte gestaltet. Es gefällt mir gut. Außerdem wird der Stil bei der gesamten Reihe beibehalten.

Das finde ich gut denn so ist der Wiedererkennungswert definitiv gegeben.

Gesprochen wird das Hörbuch von Karoline Mask Oppen. Es handelt sich hier um eine simple Lesung ohne Spezialeffekte, dennoch wird es nicht langweilig. Lara unterhält uns hier fast 16 Stunden lang. Die Sprecherin hat mir gut gefallen und ich finde sie hat ihre Sache sehr gut gemacht. Ich hatte mich immer gut ausgekannt, und wusste genau ob gerade erzählt wird oder die Figuren etwas denken oder sagen, das fand ich gut denn das ist nicht bei jedem Hörbuch der Fall.

Die Geschichte selbst gefiel mir und war bis zum Ende hin spannend. Wir dürfen hier Kaja auf ihrer Reise begleiten als auf einmal ein Drach in ihr Leben stolpert. Dem aber nicht genug, ändert sich auch so einiges in ihrem Leben. Spannend wird es in der Firma in der sie arbeitet, dort passieren eigenartige Dinge und Kaja will sie aufdecken. Gut fand ich auch dass die Autorin immer wieder hervorhebt dass es nie zu spät ist sein Leben umzuorganisieren – man hat es immer selbst in der Hand zu tun was man will und was einem gefällt.

Fazit: Ein absolut bezauberndes Buch! Ich finde die Stimmung die Virginia in ihrer Geschichte erzeugt wunderbar – ich dachte bisher das gelingt ihr nur in Independence! Scheinbar bin ich der Autorin verfallen. Karoline hat ein wunderbares Hörbuch aus der Geschichte erschaffen. Dank der zwei darf man ein wunderbares Hörerlebnis genießen und kann ein paar Stunden von Drachen schwärmen.

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Rezensionen von Claudia R:

erfinderisch ...

Die Drachenschwestern Ein Drachenroman von Virginia Fox

Klappentext:

Die beiden Brüder, Rüdiger und Walter leben zusammen. Rüdiger ist Erfinder. Eines Tages erfindet er die beste Erfindung aller Zeiten: ein kleines Dingsda, das für sie putzt, abspült, aufräumt, kocht und alle mühsamen Hausarbeiten übernimmt. Die beiden sind begeistert. Doch die Zeit vergeht und das Dingsda wird immer schlauer und fleißiger.

Erst viel zu spät erkennen Rüdiger und Walter, dass es sogar ein wenig zu schlau geworden ist … Nur was jetzt mit dieser verflixten Erfindung?
• Eine humorvolle Geschichte über unsere Wünsche und das, was daraus werden kann
• Versetzt mit dem nachdenklichen Unterton darüber, was neue Technologie (AI) und künstliche Intelligenz auch bewirken könnten
• Vom Traumduo „Als Larson das Glück wiederfand“: dem schwedischen Bilderbuch-Bestsellerautor Martin Widmark und der preisgekrönten polnischen Illustratorin Emilia Dziubak
• Für alle großen und kleinen Bilderbuchfans

Cover:

Das Cover wirkt zu Beginn etwas unspektakulär und eher düster. Es zeigt eine Werkstatt mit Werkzeug und einer kleinen Maschine bzw. Erfindung, die ein wenig an einen Fliegenpilz erinnert. Zwar passt das Cover sehr gut zum Inhalt der Geschichte, wenn man diese jedoch nicht kennt ist das Cover für Kinder doch recht düster und weniger neugierig machend, als andere.

Meinung:

Die Idee der Geschichte finde ich richtig toll. Man lernt die Brüder Rüdiger und Walter kennen. Rüdiger ist Erfinder und Walter wünscht sich ein Dingsda, was die ganze Arbeit macht. Freudig sind sie zu Beginn, als sie feststellen, dass ihr Dingsda spricht und funktioniert, als dieses aber mehr und mehr erledigt werden sie skeptisch und lernen die Tücken der Erfindung kennen.

Doch zu viel vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten. Lest und entdeckt am Besten selbst, was es mit dem Dingsda auf sich hat.

Die Geschichte macht aufmerksam auf die Vor- und Nachteile von Technik, Wissenschaft und Entwicklung und zeigt diese auf kindgerechte Weise auf.

Der Text ist gut verständlich und altersentsprechend konzipiert. Die kurzen Text je Seite machen Lust zum weiterlesen. Die Text sind verständlich und gut geschrieben.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Dieser lässt sich gut lesen. Die Geschichte und die Idee dahinter ist toll und teils auch gut durchdacht und umgesetzt. Jedoch fehlt mir eine art Pointe am Schluss. Dieser ist für mich nicht richtig schlüssig und irgendwie fehlt mir da etwas. An sich also eine schöne Geschichte, jedoch ohne passendem Ende.

Die Illustrationen sind sehr liebevoll gestaltet mit sehr viel Liebe zum Detail. Optisch und zeichnerisch einfach wunderschön. Die Bilder laden zum Anschauen ein und geben einen Teil der Geschichte sehr gut wieder. Tolle Bilder für Groß und Klein zum Betrachten.

Die Tücken von Erfindungen laden hier zum Nachdenken ein. Die Charaktere sind gut durchdacht und die Geschichte liebevoll aufgearbeitet.

Fazit:

Eine tolle Idee, mit wundervollen Zeichnungen, nur das Ende fehlt.

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Sehr politisch

Wild Card von Tade Thompson

Weston kommt nach Jahren, die er in London verbracht hatte, zurück in sein Heimat Alcacia zur Beerdigung seiner Tante, bei der er aufgewachsen war.
Weil er vor seine ehemaligen Mitschülern nicht zugeben mag das er nur Wachmann ist, behauptet er Polizist su sein und bekommt prompt den Auftrag einen Mord aufzuklären.

Was so locker klingt ist doch ein sehr politischer Krimi mit einigen Grausamkeiten, die ich schlecht ertragen konnte. Auch mit den ganzen doch sehr gremdklingenden Namen hatte ich so meine Probleme und ich musste manches mal zurückblättern weil ich nicht mehr wusste wer es war.
Teilweise war es mir dann doch zu politisch und erst das letzte Drittel konnte mich so richtig packen. Ich lese aber auch sehr selten Bücher aus diesem Genre.
Für Leser, die in dieser Sparte zuhause sind ist es sicher viel einfacher zu lesen.
Letztendlich konnte es mich doch sehr gut unterhalten und ich fand die Thematik sehr authentisch.

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Rezensionen von Hannah Imara Oitzl:

Fliegen ist nur mit Flügeln möglich - oder vielleicht doch nicht?

Bird Girl - Wie mein Glück fliegen lernte von Sandy Stark McGinnis

HEYN Testleserin
Flügel, das Fliegen, Vögel, frei sein, zu Hause sein, all diese Begriffe spielen auf wunderbare Weise in Sandy Stark-McGinnis‘ „Bird Girl“ zusammen. Stark-McGinnins nimmt uns mit auf einen Spaziergang über einen holprigen Weg, der mit einer Tasse Tee und dem Gefühl von Geborgenheit endet.

Unsere Heldin, die elfjährige Dezember, wechselt von einer Pflegefamilie zu anderen. Doch während dieser Umstand andere Kinder bedrückt und sie sich nichts sehnlicher erhoffen als ein Zuhause, wünscht Dezember sich nur eines: endlich ihre wahre Form als Bird Girl zu entfalten, ihre Flügel zu sehen, die sich aus ihren Narben am Rücken entwickeln werden und davon zu fliegen. Vielleicht wird sie zu ihrer Mutter zurückfliegen, vielleicht wird sie aber auch die ganze Welt erkunden. Dezember bereitet sich mit allen Mitteln auf das Vogeldasein vor, auch das Essen von Sonnenblumenkernen und Würmern gehört dazu. Als sie wieder einmal zu einer neuen Pflegemutter kommt, stellt sie sich auf keinen langen Aufenthalt ein. Doch Eleanor ist anders, sie scheint Dezember mit ihrer Stimme zu locken, sie präpariert tote Tiere in ihrem Schuppen, sie liebt warme Suppe und frisches Brot und sie arbeitet in ihrer Freizeit in einer Rettungsstation für Wildtiere, aber vor allem lässt sie Dezember so sein, wie sie ist. Dezember kann Eleanor nicht einordnen, das Einzige, das sie weiß, ist, dass sie auf einmal nicht mehr von Eleanor und ihrem kleinen Paradies zu Hause weg möchte. Auch in ihrer neuen Schule findet Dezember unerwartet eine Freundin – Cheryllynn. Obwohl Dezember keine Freundschaften möchte – sie muss schließlich darauf vorbereitet sein, jederzeit als Vogel wegzufliegen – kann sie sich dem munteren und lustigen Mädchen nicht entziehen. Als auf einmal Dezembers ganze Welt zusammenzubrechen droht, muss unsere Heldin lernen Vertrauen in gute Menschen zu wahren und mit den Schatten der Vergangenheit umzugehen.
„Bird Girl“ erzählt eine einfühlsame Geschichte von der Suche eines jungen Mädchens nach Liebe und Geborgenheit, von der Kälte der Welt und von der wundersamen Art wie Kinder mit traumatischen Ereignissen umzugehen lernen. Stark-McGinnins Schreib- und Erzählungsstil sind klar verständlich und linear, doch fehlt es dem Buch nicht an Tiefe. An manchen Stellen muss man das Buch kurz beiseitelegen und das Gelesene auf sich wirken lassen. Die Charaktere sind unglaublich lebensnah, teilweise fast zu komplex für ein Kinderbuch, ermöglichen durch ihre Komplexität aber eine direkte Umlegung des Buches auf die eigene Lebensrealität. Die gesamte Geschichte ist in eine warme Herbstumgebung eingebettet, deren Bilder einen sofort dazu einladen, sich selbst mit einer Decke und einer Tasse Tee in eine Ecke zu kuscheln und diese Position dank und mit diesem Buch nicht mehr zu verlassen. Thematisch ist das Buch recht komplex, der Fokus wird erst am Ende auf Traumabewältigung gelenkt, besonders für junge Lesende könnte die recht abrupte Darstellung des Traumas und die fast fehlende Auflösung schwer zu verstehen oder zu verarbeiten sein.
Mit „Bird Girl“ nimmt man ein herzerwärmendes Buch in die Hand, das an grauen, regnerischen Herbst-tagen eine Quelle des Lichts und der Wärme darstellt ohne die Wirklichkeitsnähe durch zu sehr perfektionierte Handlungen und Dialoge zu verlieren. Jedem ab 12 Jahren, der gerne berührende Geschichten liest, ist dieses Buch zu empfehlen.

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Rezensionen von Emmmbeee:

Gemeinsam geht vieles besser

Wir für uns von Barbara Kunrath

Zwei Frauen sind von heute auf morgen auf sich allein gestellt. Kathi verliert ihren Mann an den Tod, und Josie ihren heimlich Geliebten wegen ihrer Schwangerschaft. Bengt ist nämlich verheiratet, bereits Vater und will von einem weiteren Kind nichts wissen. Doch Josie will seinem Rat, abzutreiben, nicht folgen, auch wenn das Baby möglicherweise wie ihre Schwester mit Handicap geboren wird.

Die beiden Frauen treffen aufeinander und merken bald, dass sie einander gut tun und gemeinsam viel bewegen könnten. Doch noch gibt es viel zu überwinden, vor allem Vorurteile, die eigenen und die der anderen. Es geht in diesem Roman um Verantwortung, Entscheidungen, Toleranz, Ehrlichkeit und um das Größte: die Liebe.
In meinen Augen ist Barbara Kunrath eine hervorragende Erzählerin. Sie setzt das Thema glaubhaft und lebensnah um. Leichtfüßig berichtet sie von schwierigen Situationen, von Sprachlosigkeit und ihrer Überwindung, von Müttern und ihren Kindern, vom Leben, von Ängsten und Schicksalsschlägen. Und wie wir über uns hinauswachsen können, wenn wir es nur wollen.
Das schlicht gehaltene Cover ist beileibe kein Eyecatcher, doch mir gefällt es, weil es die Ruhe ausstrahlt, die letztlich angestrebt wird. Die sympathischste Person ist zweifellos Josie, doch auch Kathi kann ich gut verstehen und mit ihr fühlen. Nicht alle Männer sind so deutlich gezeichnet wie Bengt. Vor allem habe ich mehr erwartet über den ehemaligen Freund von Kathis Sohn Max, der Interesse an Josie zeigt.
Das Buch würde ich allen Menschen empfehlen, die Menschen und ihre Schwierigkeiten zu verstehen suchen.

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Rezensionen von Tara:

Intensiv & berührend

Shuggie Bain von Douglas Stuart

„Shuggie Bain“ ist ein wirklich bemerkenswertes Debüt des schottisch-amerikanischen Autors Douglas Stuart.

Die Handlung findet in einer Arbeitersiedlung im Glasgow der 80er Jahre statt. Die Gegend ist trostlos. Die Menschen sind arm und alles wirkt dreckig und verwahrlost. Hier lebt Shuggie mit seiner Mutter Agnes, seinem Vater Shug und seinen beiden älteren Halbgeschwistern.

Shug ist Taxifahrer und Agnes hat ein Alkoholproblem. Shug kann die Sucht seiner Frau nicht ertragen, wird gewalttätig und verlässt sie schließlich. Während die beiden großen Geschwister schon bald in ihr eigenes Leben starten, bleibt Shuggie bei Agnes. Shuggie sieht, dass es seiner Mutter nicht gut geht und versucht alles, um sie zu beschützen.

Der Schreibstil des Autors ist unglaublich intensiv. Erschreckend klar, präzise und mit einer ungeheuren Wucht vermittelt er die Atmosphäre aus einer Zeit, in der die Menschen in einer eingefahrenen und ausweglosen Situation leben. Man kann die Armut und die Hoffnungslosigkeit regelrecht spüren.
Alle Charaktere werden authentisch beschrieben. Beim Lesen hat man den zarten Shuggie, den gewalttätigen Shug und auch die schöne Agnes - deren Äußeres in einem starken Kontrast zu ihrem Inneren steht - äußerlich strahlt sie und innerlich ist sie schwach, klein und unglücklich – direkt vor Augen.

Mich hat das Leben von Shuggie sehr berührt und auch schockiert. Was er ertragen und erleben musste, fand ich oft kaum zum Aushalten. Das Elend ist unglaublich groß und es wird stetig größer. Deswegen konnte ich das Buch auch nicht am Stück lesen, musste es zwischendurch immer wieder zur Seite legen und kam dennoch gedanklich nicht davon los.

Shuggie ist nur eines der Kinder, das in diesem Milieu groß werden musste, aber er steht für viele andere, die ein ähnliches Schicksal teilen. Mich hat dieser intensive und atmosphärische Roman zutiefst bewegt und berührt.

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