Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Novalie:
Sehr persönlich
Sehr persönlich
In „Pageboy – Meine Geschichte“ berichtet Elliot Page von seinem Leben und seiner Identität. Er erzählt dabei ehrlich und offen von seiner Kindheit, reflektiert seine Erfahrungen und setzt sich auch kritisch mit Hollywood und rigiden Geschlechterrollen auseinander.
Ich hatte wirklich mit vielem gerechnet, aber dass er so offen über traumatische Erfahrungen berichtet, hat mich doch überrascht.
Ich hatte beim Hören den Eindruck, als würde er versuchen wirklich nichts auszulassen. Dadurch war die Stimmung allerdings phasenweise sehr gedrückt, da von sehr viel Leid berichtet wurde. Die Emotionen sind bei mir auf jeden Fall zu 100 Prozent angekommen.
Das Buch hat als Hörbuch sehr gut funktioniert, weil die Geschichte auf mich sehr intim wirkt und ich dadurch den Eindruck hatte, dass mir jemand von seinem Leben erzählt. Das hat das Ganze für mich noch persönlicher gemacht.
Durch verschiedene Zeitsprünge und viele verschiedene Namen hat mir ein bisschen die Struktur gefehlt, aber ich habe beim Hören auf jeden Fall viel über Elliot Page gelernt.
Ich finde es sehr wichtig, dass diese Geschichte erzählt wurde, um ihm eine Stimme zu geben und anderen Menschen, die ähnliches durchmachen Mut zu machen, zu sich selbst zu stehen.
Mich hat das Buch und die Geschichte tief berührt.
Rezensionen von Lesemama:
Ich mochte es sehr
Chef's Kiss von Jarrett Melendez
Zum Comic:
Das College ist vorüber, die Freunde Ben, Rachel, Liz und Tom sind in eine WG gezogen. Drei der vier haben schon einen Job bzw. einen Aufbaustudienplatz, nur Ben hat noch nichts. Nach unzähligen Bewerbungen und einigen Vorstellungsgesprächen steht er immer noch ohne Job da.
Dann stößt er auf einen Stellenangebot in einem Restaurant und bewirbt sich dort und bekommt den Job. Und lernt Liam kennen, den schnuckeligen Koch, der Bens Herz höher schlagen lässt.
Meine Meinung:
Ich muss zugeben, das Graphic-Novel erinnert mit an Heartstopper, nur das die Charaktere älter sind. Ben ist total süß und unbedarft, findet leider keinen Job, denn ihm fehlt es an Erfahrung. Dafür findet er Liam. Ich mochte die Story, die Illustrationen udn vor allem die Chataktere. Sie sind so vielschichtig und unterschiedlich und alle absolut liebenswert. Es macht Spaß Ben zu begleiten. Ich habe die Geschichte sehr gerne gelesen, sehr unterhaltsam, romantisch und auch authentisch.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Unterhaltsame Familiengeschichte
Porträt auf grüner Wandfarbe von Elisabeth Sandmann
Die Autorin Elisabeth Sandmann hat einen faszinierenden Familien- und Gesellschaftsroman veröffentlicht, dessen Handlung sich über einen Zeitraum von beinahe 80 Jahren erstreckt und der auf zwei Zeitebenen spielt.
London, 1992: Gwen, Mitte dreißig und frisch von ihrem Freund getrennt, kommt morgens vom Joggen in ihre Wohnung zurück, als sie einen Anruf ihrer betagten Tante Lily erhält.
Lily möchte mit ihr und einer Freundin in die ehemalige DDR und von dort nach Polen reisen. Gwen hat eigentlich vor, gemeinsam mit ihrer Freundin Laura den bereits länger geplanten Urlaub in Italien anzutreten und ist vom Vorschlag der Tante wenig begeistert. Nach reiflicher Überlegung beschließt sie jedoch, Lily ihren Wunsch zu erfüllen und freut sich darüber, dass Laura mit von der Partie sein wird. Es wird nicht nur für Gwen eine emotionale Reise in die Vergangenheit.
In einem zweiten Handlungsstrang begegnen wir im Jahr 1918 der jungen Ella. Ihre Eltern sind arm, sie können kein weiteres Schulgeld mehr für ihre intelligente Tochter zahlen. So tritt Ella mit 13 Jahren eine Stelle bei Frau Huber an, die in Tölz eine Pension führt. Neben ihrer Tätigkeit beschäftigt Ella sich intensiv mit Kräuterheilkunde und geht wenige Jahre später für eine kaufmännische Ausbildung nach München. Anschließend tritt sie im legendären Hotel Schloss Elmau eine Stelle an, wo sie die junge und vermögende Ilsabé kennenlernt, die auf der Suche nach einem reichen Ehemann ist. Die beiden sehr unterschiedlichen Frauen werden zu Schicksalsfreundinnen.
Gwen, deren Mutter Marga bereits in Folge eines Unfalls verstorben ist, weiß wenig über die Geschichte ihrer Familie. Ihr Interesse wird jedoch geweckt, als sie die roten Tagebücher von Ella liest, die diese über mehrere Jahrzehnte hinweg geführt hat. Gwen taucht intensiv ein in Ellas Leben und stößt dabei auf dramatische Geheimnisse. Nach und nach gelingt es ihr mit Hilfe von Briefen, Fotos, der Tagebücher, und durch viele Gespräche die Familiengeschichte aus unzähligen kleinen Puzzleteilen zusammenzusetzen.
Der komplexe Familienroman, in den die Autorin auch viele historische Ereignisse hat einfließen lassen, hat mir gut gefallen. Zu Beginn bedarf es einer gewissen Konzentration, um sich die Namen der zahlreichen Personen und ihre Beziehung zueinander einzuprägen. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es ist in angenehm klarer Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Die interessanten Charaktere sind authentisch und bildhaft gezeichnet. Es war spannend, Gwen bei ihrer Spurensuche und der Aufdeckung der Familiengeheimnisse zu begleiten. Meine absolute Lieblingsfigur war Ella, deren Lebensweg mich am meisten beeindruckt hat.
Ich habe die Geschichte gern gelesen und mich gut unterhalten gefühlt, allerdings fand ich, dass das Buch am Ende leider etwas ins Kitschige abdriftete.
Leseempfehlung für diese unterhaltsame Familiengeschichte!
Rezensionen von brauneye29:
Nicht schlecht
Die Geister von Triest von Christian Klinger
Zum Inhalt:
Der Erste Weltkrieg zieht bereits auf, als in Triest eine Frau bestialisch ermordet aufgefunden wird. Die schrullige Dame wurde von allen nur die Hexe genannt. Gaetano, der Ispettore der Triestiner Polizei begibt sich auf Spurensuche und taucht dabei immer mehr in die Geschichte von Triest und den Kunsthandel ein.
Und mit dabei drei kluge Frauen, von denen eine Gaetanos Leben ganz schon auf den Kopf stellt.
Meine Meinung:
Ich habe ganz schön gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, da ich sowohl mit dem Schreibstil als auch den Namen gehadert habe. Das Setting hat was und ich fühlte mich schon auch in die Stadt und Zeit zurück versetzt, nachdem ich mich dann irgendwann in die Geschichte gefuchst hatte. Das Buch hat mich in den Teilen an klassische Krimis aus England erinnert, aber wirklich nur in Teilen weil das Setting schon auch sehr italienisch geprägt ist.
Fazit:
Nicht schlecht
Rezensionen von readpassion9:
fesselnd
Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel
Zwei Jahre ist es her, dass Evelyn Janckes Bruder Fabian zusammen mit seiner Frau von einem Wohnmobil-Trip nicht mehr nach Hause gekommen ist. Seinen Zielort hat er nie erreicht, nach einer Autopanne in Frankreich verliert sich jede Spur von ihm. Evelyn stand ihrem Bruder sehr nahe, seit seinem Verschwinden ist die forensische Psychologin wie gelähmt und quält sich durch die Tage.
Das ändert sich, als ein Serienkiller in Norddeutschland auf Campingplätzen brutal mordet und die Polizei sie um ihre Hilfe bittet. Der Schock: das Phantombild, das nach der Beschreibung des einzigen Zeugen erstellt wird, sieht Fabian zum Verwechseln ähnlich. Für Evelyn ist klar, dass sie Fabian unbedingt finden muss. Mit Hilfe ihres Kollegen Tillmann begibt sie sich auf eine gefährliche Suche...
Der Thriller hat mich gut unterhalten, er ist flüssig zu lesen und absolut spannend. Evelyns Zerrissenheit kommt glaubhaft rüber, sie weiß nicht wem oder was sie glauben soll und schwankt immer wieder in ihrer Meinung, ob der Mörder tatsächlich ihr Bruder sein könnte oder nicht. Auch wenn die Taten des Serienkillers grausam sind, werden sie nicht allzu deutlich beschrieben. Ich konnte miträtseln und habe je nach Wendung auch geschwankt, ob Fabian der Mörder ist oder nicht. Spannende Thrillerkost.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Großartig
Ich, Sperling von James Hynes
Dies ist die Erzählung von einem namenlosen Jungen, der unter furchtbaren Bedingungen im Römischen Reich aufwuchs und schließlich auf sein Leben zurücksieht, während er alles schriftlich für die Nachwelt festhält. Dabei wechselt die Erzählweise zwischen dem Kind und dem Erwachsenen.
Ich hatte auf eine ungewöhnliche Geschichte gehofft, die es versteht, mich zu fesseln, und ich wurde nicht enttäuscht.
Es sind schockierende Szenen und furchtbare Ereignisse, die großes Mitgefühl für die Hauptfigur hervorrufen. Oft brauchte ich eine emotionale Pause. Generell ist der namenlose Protagonist ein spannender Charakter und ebenso lebendig dargestellt, wie die anderen Figuren.
Es sind die großartigen Beschreibungen, die einen zu hundert Prozent in diese Welt eintauchen lassen und die schönen Momente der Liebe, dass man auch in all dem Schmerz etwas Hoffnungsvolles finden kann. Deshalb macht dieser Roman für mich alles aus, was eine gute Geschichte braucht, die einem ich Gedächtnis bleibt. Ebenso, wie das schöne und sehr passende Buchcover.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Unvorhersehbarer Roman über das Lügen
Die Lügnerin von Friedemann Karig
"Die Lügnerin" von Friedemann Karig erzählt von Clara Konrad (falls sie denn wirklich so heißt), die in einer Klinik ihrer Therapeutin erzählt, dass ihre Lügen wahr werden, da sie so gut sind. Natürlich glaubt ihr die Therapeutin zuerst ihre Geschichten nicht, spürt jedoch, dass sie in den Strudel der Erzählungen der Patientin gezogen wird.
Karig hat es geschafft, dass ich mich ständig fragte, was echt und was gelogen ist. Ich versuchte, Auffälligkeiten zu finden, die die Lügen entlarvten. Der Roman ist ungewöhnlich konstruiert und hat mich gut unterhalten und zum Dranbleiben animiert. Da man praktisch jedes Wort hinterfragen muss, kann man sich auch bei der Hauptfigur nicht sicher sein, denn nur aus ihren Geschichten erfährt man etwas über sie. Da Karin viele Details einbaut, verliert man schon mal den Fanden. Leider ist das Ende sehr offen und es werden kaum Fragen beantwortet. Das hat mich etwas gestört. Insgesamt war es aber eine faszinierende Geschichte über das Lügen und die Suche nach der Wahrheit, die mich mitreißen konnte.
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mich leider enttäuscht
Greta Garbo von Kristina Lüding
Greta Garbo wurde 1905 in Schweden geboren, verlor früh ihren Vater, und machte als 15jährige im Rahmen ihrer Arbeit in der Hutabteilung des bekanntesten Stockholmer Kaufhaus Fotoaufnahmen für Kataloge, was letztlich dazu führte, dass sie Werbefilme drehte und schließlich ein Stipendium für die Theaterakademie erhielt.
Durch ihren Mentor Mauritz Stiller kam sie schließlich in die USA, wo sie sich zu einem der größten Filmstars entwickelte.
Ich kenne einige Filme, die die, auch als „Göttliche“ bekannte, Schauspielerin gedreht hat, besonders gut gefällt mir „Ninotschka“, einer ihrer letzten Filme. So habe ich mich sehr gefreut, einmal etwas mehr über das Leben des Stars zu erfahren. Der Roman ist der neunte Band der Reihe „Ikonen ihrer Zeit“, und ganz sicher war Greta Garbo eine Ikone.
Leider hat mich der Roman sehr enttäuscht. Greta kam mir kein bisschen nahe, es fehlte mir sehr an Emotionen, die zwar zum Teil benannt wurden, die ich aber nicht fühlen konnte. Ich hatte auch den Eindruck, dass der Roman viele Belanglosigkeiten thematisiert, da wird z. B. lange und immer wieder über Gretas Probleme, sich beim Drehen fallen zu lassen, geschrieben, aber vieles, über das ich gerne mehr gewusst hätte, in einem Satz abgetan.
Erzählt wird von den Jahren 1921 - 1941 sehr episodenhaft, mit teilweise großen Lücken dazwischen, sehr oberflächlich, öfter fehlt mir die Entwicklung oder auch nähere Erklärungen. Warum z. B. konnte William Daniels Gretas „persönlicher“ Kameramann werden, das hatte er doch sicher nicht alleine zu entscheiden. Viele Dialoge empfand ich als banal. Tatsächlich habe ich mich im Laufe des Romans immer mehr geärgert, über viel Blabla und darüber, dass ich jetzt immer noch nicht weiß, wer Greta Garbo war, das hat bei anderen Bänden dieser und ähnlicher Reihen wesentlich besser geklappt, als hier. Wenigstens habe ich ein ein bisschen mehr über Gretas Umfeld erfahren, was mich auch zum Googeln animiert hat.
Der Roman hat seinen Sinn und Zweck bei mir leider verfehlt. Greta Garbo, die ich aus einigen Filmen kenne und mag, ist mir als Mensch nicht nahe gekommen, für mich gibt es zu viele Belanglosigkeiten und zu wenige Emotionen. Immerhin habe ich ein bisschen mehr über Gretas Umfeld erfahren, aber das alleine reicht mir nicht. Schade!
Rezensionen von Sorko:
Wenn Pflanzen den Menschen verdrängen
Der Wald von Tibor Rode
Es ist schon ein Horrorfilm, der da im Kopfkino abläuft: eine unbesiegbare Pflanze breitet sich ungehindert und sehr schnell aus, sie kann sogar Menschen töten und niemand weiß, wie man sie aufhalten kann. Eine hochentwickelte KI scheint den Weg der Pflanze zu unterstützen. Die Software wurde zwar von Menschen entwickelt, aber sie wuchs über die Intelligenz ihrer Programmierer hinaus und entzieht sich dem Zugriff ihrer Schöpfer.
Das zusammen genommen lässt der Menschheit kaum eine Chance zum Überleben.
Der Autor entwickelt seinen Roman um zwei große Probleme, der sich die Menschheit in Zukunft gegenüber sehen könnten: das die Natur sich gegen die Eingriffe der Menschen wehrt und das künstliche Intelligenz (KI) eines Tages so weit fortgeschritten sein wird, dass sie den Menschen überlegen ist. Natürlich ist die Geschichte reine Fiktion und die Geschehnisse sind überspitzt, trotzdem sollte dieses Buch den Leser auch nachdenklich werden lassen. Könnten diese Entwicklungen tatsächlich real werden? Nein, so wie beschrieben sicherlich nicht. Doch auf andere Weise können Ereignisse eintreten, die uns unsere Grenzen aufzeigen. Klimawandel, furchtbare Unwetter, Erdbeben, Vulkanausbrüche, gefährliche Viren und ähnliches können das Leben auf der Erde bedrohen. Was die KI betrifft bin ich weniger besorgt, aber was weiß ich schon...
Die Geschichte hat mich fasziniert, sie ist sehr spannend geschrieben. Die oft sehr kurzen Kapitel tragen zur Aufrechterhaltung der Spannung bei. Und am Schluss kann sich der Leser fragen, was denn nun mit dem inzwischen vorhanden Wissen geschehen wird, da kommen durchaus mehrere Optionen infrage.
Interessantes Buch, hat mir gut gefallen, aus meiner Sicht eine unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von Hennie :
Leider nicht spannend wie angekündigt!
Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir
Von diesem isländischen Krimi hatte ich mir mehr erhofft nach dem interessanten und toll klingenden Klappentext sowie der Ankündigung durch den Aufkleber, dass „Verlogen“ ein Bestseller sei.
Ich bin enttäuscht von der gemächlichen Handlung, der schleppend daherkommenden Ermittlungsarbeit und den vielen blassen Charakteren.
In zwei Handlungsebenen versucht die Autorin dem Tötungsdelikt an der jungen Frau nahezukommen. Nachdem alle zunächst nach dem Verschwinden der alleinerziehenden Mutter, und dem Hinterlassen eines Abschiedsbriefes von einem Selbstmord ausgehen, kommt mit dem Auffinden der Leiche nach sieben Monaten die Untersuchung des Falles wieder in Gang. Das Geschehen mit Befragungen und Vernehmungen von Zeugen verläuft ziemlich zäh. Spannend und fesselnd ist wirklich anders.
Parallel dazu erfolgt die Ich-Erzählung einer alleinstehenden Mutter mit ihrem zunächst ungeliebten Kind. Da löst sich für mich ziemlich spät auf, wer die Beiden sind. Ich war auf der falschen Fährte. Beide Erzählstränge führen zum Ende hin zusammen und ergeben Sinn. Jedoch hatte mich da mein Interesse für die Geschichte, die eigentlich Potential hat, schon verlassen.
Eine Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen.
Ich bewerte mit drei von fünf Sternen.










