Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Sandy3333:
Von einem Sohn an seinen Vater
Vatermal von Necati Öziri
Nominiert für den Buchpreis 2023 – zu Recht, meiner Meinung nach.
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, war ich sofort neugierig um was es in diesem Buch wohl gehen mag, der Klappentext hat mich auch sofort angesprochen und schon lag das Buch bei mir zu Hause.
Der Autor schreibt eine Familiengeschichte einer aus der Türkei stammenden Familie aus der Sicht des Sohnes.
Dessen Vater ist seit frühesten Kindheitstagen abwesend ist, nachdem er seine Familie verlassen und zurück in die Türkei gegangen ist.
Arda (Sohn) liegt mit einer Autoimmunerkrankung im Krankenhaus und weiß nicht wie lange ihm noch Zeit zu leben bleibt und er richtet seine Worte an seinen Vater den er nie kennengelernt hat und erzählt ihm aus seinem Leben.
Ich finde, dass die Geschichte sehr wichtige Themen aufgreift, wie Familienprobleme und deren Einfluss aufs weiter Leben, Rassismus und Ungleichheiten im Gesellschaftsleben.
Daher finde ich ist dieses Buch absolut berechtigt für den Nominierung des Buchpreises.
Der Punkteabzuge den ich vergebe ist dafür, dass mich das Buch ganz persönlich emotional nicht erreicht hat, aber das ist natürlich nur ein individuelles Empfinden und empfinde ich das Buch dennoch als Besonders.
Rezensionen von Lerchie:
Immer noch spannend
A Haunting in Venice von Agatha Christie
Joyce Reynolds ist nicht beliebt und als Lügnerin bekannt. Auf eine Halloween-Party erzählt sei, sie hätte einen Mord gesehen, aber niemand glaubt ihr. Dann wird Joyce wenig später tot aufgefunden und Hercule Poirot fragt sich. ob er statt eines Mörders nicht einen Doppelmörder sucht.
Die Halloween-Party ist die Romanvorlage für A Haunting in Venice, das kürzlich verfilmt wurde.
Meine Meinung
Ich kenne sehr viele Agatha-Christie-Romane. Bei diesem Titel wurde ich zunächst nicht stutzig. Aber kaum mit dem Lesen angefangen wusste ich, dass ich dieses Buch schon einmal, nein schon mehrmals gelesen habe. Und doch war ich mir mit der Auflösung nicht ganz sicher. Ich habe es sehr gerne nochmal gelesen. Es gibt in diesem Buch keine Unklarheiten, die meinen Lesefluss stören gekonnt hätten. Auch war ich ganz schnell in der Geschichte drinnen, hatte auch meinen Verdacht (der sich dann zum Teil bestätigt hat, wie gesagt schon mehrmals gelesen). Und doch war es auch für mich noch spannend. Joyce eine notorische Lügnerin behauptet, einen Mord gesehen zu haben. Es ist klar, dass ihr niemand mehr glaubt, denn wer einmal lügt, dem glaubt man nicht. Und sie hat schon des Öfteren gelogen, Märchen erzählt. Niemand hinterfragt ihre Aussage, was wohl ein Fehler war. Aber was ich damit meine, das wird der geneigte Leser selbst lesen müssen, vorausgesetzt er will das wissen. Ich fand dieses Buch immer noch sehr spannend und fesselnd Es hat mir sehr gut gefallen, wie eigentlich fast alle Agatha-Christie-Bücher. Ich kann es empfehlen und vergebe die volle Bewertungszahl.
Rezensionen von heinoko:
Schöne Sprachbilder, aber insgesamt mühsam zu lesen
60 Kilo Kinnhaken von Hallgrímur Helgason
Da ich selbst Islandpferde hatte, war ich stets interessiert an dem Land Island. Obwohl ich nie selbst dort war, hatte ich durch Filme und Fotos eine gewisse Vorstellung von dieser spröden Landschaft. Keine Vorstellung jedoch hatte ich von der Geschichte und von den Menschen mit ihren Besonderheiten.
Deshalb war ich äußerst neugierig auf den vorliegenden, viel gelobten Roman, der als Fortsetzungsband zu „60 Kilo Sonnenschein“ das Leben von Gestur erzählt. Den ersten Band kenne ich nicht, deshalb empfand ich den gewaltigen Umfang des vorliegenden Romans mit fast 700 Seiten als ziemliche Herausforderung. Und ich hatte große Mühe, mich in das Geschehen einzufinden. Die Fülle an Eigennamen, die ich mir erst einmal nicht merken konnte, überforderte mich. Das relativ kurze Glossar am Buchende half mir dabei nicht wirklich.
Gestur, ein Waise, ist in diesem zweiten Teil zum jungen Mann geworden. Er stürzt sich kopfüber in das Leben. Der fiktive Ort Segulfjördur boomt dank der erfolgreichen Heringsfischerei. Der einst einsame Fjord wird überschwemmt von Fremden, von Fabriken, von Geschäftsleuten. Die Isländer in ihren Torfkaten werden zur Minderheit. Und in Europa bricht der Krieg aus. Gestur nimmt alles mit, was sich ihm bietet. Doch wie immer im Leben: Was zu schnell wächst, stürzt irgendwann in sich zusammen. Der Schicksals-Kinnhaken schlägt mit Wucht zu.
Der Autor wird hochgelobt, was ich durchaus verstehe. Denn sein Sprachstil ist besonders und außerordentlich eindrücklich. Hallgrimur Helgason bezeichnet sich selbst als „eine Eule im eigenen Werk, … alles sehend“. Der episch breit angelegte Roman ist imposant, originell, von Sprachbildern sprühend. Und doch war das Lesen sehr anstrengend. Und mir persönlich war der Roman einfach zu dick. Es gab lange Passagen mit ausführlichen Landschafts- und Wetterschilderungen. Und die ich, das muss ich zugeben, teilweise übersprungen habe.
Fazit: Ein Roman in einem besonderen, bildhaften Sprachstil geschrieben, aber die epische Breite des Erzählens überforderte mich streckenweise.
Rezensionen von Ele:
Treu bis in den Tod
Treue hat ihre Grenzen von Ralph Neubauer
Treue hat ihre Grenzen, Südtirol-Krimi von Ralph Neubauer, 272 Seiten, erschienen im Athesia-Tappeiner-Verlag.
Dieser Krimi führt die Leser in die Weindörfer Tramin, Kaltern und Girlan.
Fabio Fameo ist nun Vicequestore, somit ermittelt er nicht mehr selbst. Claudio und Tommaso sehen sich kurz vor ihrer Pensionierung mit einem Mordfall konfrontiert, dessen Ursprung in die Anfangszeit ihrer Karriere zurückreicht.
Ein angesehener Traminer Weinbauer wird in seinem Weingarten erschossen, hat ein rätselhafter Unfall mit dem Verbrechen zu tun, und was weiß der Dekan über diesen Mordfall? Zusammen mit den Carabiniere ermittelt die „Polizia“ hier die Commissario Francesca Giardi, die auch durch private Verwicklungen in diesem interessanten Fall involviert ist.
„Treue hat ihre Grenzen“ hat mir wieder außerordentlich gut gefallen, mich bestens unterhalten. Nachdem die anfänglichen Verwirrungen, durch die Menge der im Fall beteiligten Personen, geklärt waren, konnte ich mich hervorragend in diesen raffinierten Krimi fallen lassen. Ralph Neubauer hat gründlich recherchiert, da ich die Gegend durch meine unzähligen Aufenthalte in dieser Gegend kenne, hat das Kopfkino bestens funktioniert. Die Vinothek der Kellereigenossenschaft Kaltern z.B. ist genau wie im Buch beschrieben. Neubauer schreibt aufregend fesselnd und flüssig.
Der Spannungsbogen beginnt unglaublich hoch und bleibt auf hohem Niveau bis zur Auflösung. Immer wieder dachte ich diesen raffinierten Krimi lösen zu können, aber ungeahnte Wendungen und Verwicklungen haben mich erneut eines besseren belehrt. Die Spuren gehen immer wieder in verschiedene Richtungen viele falsche Fährten haben mich vom Lösungsweg abgelenkt. Erst ganz zum überraschenden Schluss, haben mich die Ermittler geschickt auf die richtige Spur geführt. Eine Freude ihnen bei der Arbeit über die Schulter schauen zu können.
Nebenbei habe ich auch noch eine Menge über Wein und sogar Sektherstellung gelernt. Viele Figuren sind authentisch, so oder ähnlich sind sie im Etschtal anzutreffen, besonders habe ich mich über den Auftritt von Lorenz Martini gefreut, so manche guten Tropfen haben wir in seiner Weinkellerei schon gekauft. Die fiktiven Figuren sind so gut charakterisiert und lebensecht geschildert, dass man meinen könnte sie auch persönlich zu kennen.
Für mich sind die Krimis von Neubauer ein Highlight, Urlaubsfeeling mit Spannung pur. Die Kriminalfälle packend dargestellt, verblüffend eingefädelt und gelöst. Die Figuren sind mir ans Herz gewachsen, der Übergang von Fabio Fameo zu Francesca Giardi und Eduard Taler als Ermittler, haben mich überzeugt.
Es ist nicht zwingend nötig die Südtirol-Krimis in Reihenfolge zu lesen, es ist genügend Information eingestreut um der Handlung problemlos zu folgen und dieses Buch als Einzelband zu lesen, mehr Spaß macht es jedoch die Entwicklung der Figuren mit zu verfolgen.
Von mir eine absolute Leseempfehlung und 5 Sterne.
Rezensionen von Alais:
Zwischen Verzweiflung und Hoffnung – ein einfühlsamer Roman über die Nachkriegszeit und ihre Herausforderungen
Als wir an Wunder glaubten von Helga Bürster
Helga Bürsters feinfühlig erzählter Roman spielt in einem kleinen Dorf kurz nach dem Ende des selbstverschuldeten Zweiten Weltkriegs, als die Lage für die Menschen in Deutschland in vielerlei Hinsicht schwierig war. Zur oft finanziellen Not und der schwelenden Schuld kommen Orientierungslosigkeit, die selbst erlittenen Verletzungen und Traumen der Diktatur- und Kriegszeit.
Die Autorin beleuchtet diese Zeit in dem kleinen, im Moor gelegenen Ort mit Herzensgüte, sehr viel Tiefe und Emotionalität, aber auch oft kritischem Blick.
Nachdem ich bereits ihren ersten Roman „Luzies Erbe“ sehr mochte, konnte sie mich auch in diesem Roman wieder mit ihrem Schreibstil begeistern. Sie schreibt einfach wunderbare Sätze! Sie erzählt auf eine atmosphärische und intensive Weise, sodass ich das Gefühl hatte, alles hautnah miterleben zu können. Auch gelingt es ihr, etwas Humor und menschliche Wärme in eine Romanwelt einfließen zu lassen, die eigentlich entsetzlich ist, von emotionaler Kälte, schwerer Schuld und roher Gewalt gegenüber Mensch und Tier geprägt. Viele Menschen sind in ihrem Unglück gefangen und traumatisiert. Hilfe, beispielsweise für Kriegsversehrte und ihre Familien, gibt es, wenn überhaupt, nur unzureichend. Interessant fand ich unter anderem den Aspekt, dass Ärzte, die sich im Nazireich auf schreckliche Weise schuldig gemacht hatten, zumindest in dieser Erzählung nicht länger das allgemeine Vertrauen der Menschen genießen. Doch gerade das lässt die in dieser Zeit oft tief verzweifelten Menschen leider zur leichten Beute von Heilsversprechern werden …
Die abgeschiedene Dorfwelt wirkte auf mich manchmal regelrecht mittelalterlich. Mehr als in anderen Romanen, die in diesen Nachkriegsjahren spielen, merkte ich hier, wie viel Zeit tatsächlich seitdem vergangen ist, was sicher daran liegt, dass die wenigsten Romane, die ich zu dieser Zeit bisher gelesen habe, einen Blick auf das damalige Landleben werfen, sondern eher in größeren Städten handeln. Gleichzeitig kommen Themen vor, die geradezu beängstigend modern sind, zum Beispiel: Hetzen und seine schrecklichen Folgen.
Trotz all dieser Düsternis und den unglaublich schweren Herausforderungen, vor denen die Menschen in diesem Roman stehen, gelingt es der Autorin aber auch immer wieder das Wunderbare darzustellen – ob im Menschen oder in der Natur – und Momente der Hoffnung einzubauen. Die verschiedenen Handlungsfiguren, von denen es auch neben den Hauptfiguren eine ganze Reihe weiterer Charaktere gibt, die besonders berühren bzw. aufwühlen, werden vielschichtig und einfühlsam geschildert. Überhaupt schreibt Helga Bürster sehr angenehm differenziert. So steht die Moorwelt für das "Alte" mit der Faszination seiner überlieferten Märchen und Sagen, aber auch den schlimmen Verbrechen der nicht allzu fernen Vergangenheit. Gleichzeitig naht der Fortschritt als strahlender, aber möglicherweise zerstörerischer Hoffnungsbringer ...
Mich packte die Erzählung so sehr, dass ich das Buch wie in einem Rausch las – auf der einen Seite diese tiefberührenden Schicksale, die es ja mit Sicherheit im echten Leben zu dieser Zeit in unfassbar hoher Zahl gegeben haben muss, und auf der anderen Seite dieser ansprechende, bildhafte Schreibstil, durch den das Lesen zum Genuss wird.
Rezensionen von PMelittaM:
Sehr gelungener Abschluss der Trilogie
Die Liebe des Pilgers von Petra Schier
1379: Benedikt von Heidenstein hat Koblenz verlassen und ist auf dem Weg nach Amberg, um seine Familie wiederzusehen. Doch, was ihn dort erwartet, hatte er nicht ahnen können.
Palmiro Bongert leidet unter Benedikts Fortgang, doch beim Rest der Familie und dem Freundeskreis blüht die Liebe, auch wenn manche Paarung überraschend ist.
Doch nicht nur Palmiro geht es weniger gut, Oswald von Langenreth muss nicht nur mit seiner veränderten Gesundheit zurecht kommen, was alleine ihm alles andere als leicht fällt.
Es ist wieder viel los, im dritten und abschließenden Band der Pilger-Trilogie, bei der am Ende alle Fäden miteinander verknüpft sind, Offenes aus den Vorgängerbänden, aber auch neue Problematiken werden geklärt, und auch das Kreuz gibt wieder seinen Teil dazu, das Kreuz, das man schon in der Kreuz-Trilogie kennen lernen konnte, und dass immer mehr seine eigene Agenda zu haben scheint. So entkommen ihm auch Menschen, die in der Ferne weilen, nicht.
Da ich bereits die Kreuz-Trilogie gelesen habe, sind mir die Charaktere sehr vertraut, auch, wenn in dieser Trilogie die nächste Generation die Protagonist:innen stellt, spielen natürlich auch die Älteren noch eine Rolle. Die Charaktere sind, wie immer bei der Autorin, liebevoll und tiefgehend gezeichnet, sie wirken nach allem, was man mit ihnen schon erlebt hat, wie Freunde, und ich bin traurig, dass man sich wieder einmal trennen muss. Aber, vielleicht kommt Petra Schier ja noch einmal auf die Bongerts, von Mantens, Wieds und von Langenreths zurück? Ich würde mich sehr freuen.
Die Geschichte spielt im historischen Koblenz, die Autorin hat wie immer gut recherchiert und auch die Sprache angepasst, so dass man sich gut vorstellen kann, mit z. B. Palmiro durchs historische Koblenz zu gehen – die Karte des Koblenz jener Zeit hilft zusätzlich dabei. Petra Schier übt durchaus auch Kritik an den damaligen gesellschaftlichen Verhältnissen, z. B. an der Heiratspolitik, geht aber auch auf gesellschaftliche Veränderungen ein, z. B. der zunehmenden Wichtigkeit der Kaufleute.
Eine Hilfe kann auch das Personenregister sein, neben den Hauptcharakteren gibt es doch eine ganze Reihe weiterer Personen. Ich persönlich habe es nicht benötigt, es spoilert auch ein bisschen. Unbedingt lesenswert ist auf jeden Fall aber das Nachwort der Autorin, hier wird manches in den richtigen Kontext gestellt.
Die Geschichte ist für alle die die Vorgängerbände mochten, ein Muss, denke ich, man will unbedingt wissen, wie es weiter geht. So hat es einige spannende Momente, aber auch ein paar Zufälle. Für mich ist klar, dass auch das wahre Leben oftmals, teils sogar fast unglaubliche, Zufälle bereit hält. Also ja, so lange es nicht zu viele Zufälle sind, kann ich damit in einem Roman gut leben. Hier hatte ich nur gegen Ende, als jemand genau zum richtigen Zeitpunkt am genau richtigen Platz ist, das Gefühl von „vielleicht ein bisschen zu viel Zufall“. Aber immerhin wurde damit eine, wenn auch nur ganz kurz angesprochene, Storyline zu einem Ende geführt. Und, ganz ehrlich, es fühlte sich gut an.
Nun ist also auch die Pilger-Trilogie zu einem Ende gebracht, einerseits freue ich mich, nun alles erfahren zu haben, andererseits bin ich traurig, weil ich mich von liebgewonnenen Charakteren trennen muss. Es ist ein sehr passender Abschluss, der alle Fäden verknüpft, und mich zufrieden das Buch zuklappen lässt. Wie bereits für die beiden Vorgängerbände, gibt es natürlich auch hier volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Fans gut recherchierter historischer Romane.
Rezensionen von _ich.lese_:
Überraschend
Das Glück der Geschichtensammlerin von Sally Page
Janice ist Putzfrau und sammelt Geschichten, aber immer nur eine pro Person. Sie sammelt die Geschichten ihre Kunden, im Bus oder was sie auch immer hört. Dann soll sie für die Schwiegermutter einer Kundin putzen und das ist eine ganz besondere Putzstelle. Mrs. B. erzählt eine Geschichte, die anders ist und nach und nach erfährt man auch mehr über Janice.
Zu Beginn kam es mir eher wie eine Geschichtensammlung vor. Man erfährt für wen Janice Putzt und was die Geschichte desjenigen ist. Erst mit Mrs. B. bekommt die Geschichte eine Wendung. Mrs. B. ist eine Geschichtenerzählerin und hält somit Janice bei der Stange. Lange wusste ich nicht wo die Geschichte hinführen soll und war über die Wendung sehr überrascht, dann kam ordentlich auch Spannung auf und ich mochte das Ende sehr gerne. Eine ruhige Geschichte, die erst langsam wächst. Mich hat es jedenfalls gut unterhalten.
Rezensionen von gerlisch:
Auftakt einer neuen Reihe
Mit kalter Präzision von Michael Tsokos
Dr. Sabine Yao wird zu einem Tatort gerufen. Die Frau des renommierten Berliner Schönheitschirurgen Roderich Kracht wurde erwürgt aufgefunden. Trotz wasserdichtem Alibi wird der Ehemann verdächtigt, denn bei der Obduktion traten Unstimmigkeiten auf. Als weitere teilweise ältere Todesfälle Kracht zugeordnet werden gerät die Rechtsmedizinerin in den Focus des Täters.
Nach Fred Abel und Paul Herzfeld ist nun Dr. Sabine Yao der Star der neuen Rechtsmedizin-Thriller-Reihe von Michael Tsokos. Ich war sehr gespannt auf den ersten eigenen Fall von Dr. Yao. Etwas ausschweifende Personen- und Ortsbeschreibungen machten es mir anfangs schwer in die Story abzutauchen. Mit Informationen zu Obduktionen und Untersuchungen teilweise überladene Sätze erfordern Konzentration beim Lesen. Viele Passagen im Fachjargon bremsten meinen Lesefluss.
Kurze Kapitel mit Zeit- und Ortsangaben erschaffen eine spannende Atmosphäre, allerding hätte ich mir in der Handlung mehr Nervenkitzel gewünscht. Obwohl ziemlich schnell der Täter feststand, fand ich es sehr interessant zu verfolgen, wie Dr. Yao beharrlich und zielstrebig die vorhandenen Spuren untersucht hat und letztendlich den Täter festgenagelt hat.
Rezensionen von _ich.lese_:
Regency Romantik
Eine Lady hat die Wahl von Sophie Irwin
Die junge Witwe Eliza hat auf Wunsch ihrer Familie sen deutlich älteren Lord Somerset geheiratet und dieser ist nun gestorben und hat ihr ein beträchtliches Erbe hinterlassen. Jetzt kann sie das Leben genießen, wäre da nicht der Zusatz ihres verstorbenen Mannes, der sie zu einem traditionellen Verhalten einer Witwe zwingt.
Zur Zeit lese ich sehr gerne Romane die zur Regency Zeit spielen und las auch schon den Vorgänger im letzten Jahr.
Auch dieser Roman konnte mich sehr gut unterhalten. Es ist humorvoll geschrieben und die Vhat waren interessant und vielseitig. Es gibt sicher bessere Romane der Zeit, aber ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten. Ein schöner Schreibstil, gut zu lesen und durchaus unterhaltsam und auch humorvoll. Obwohl es als Buch bzw. Teil zwei beworben wurde, kann man es unabhängig lesen. Ich mag weiterhin gerne Romane aus der Zeit lesen, auch wenn ich es gerne etwas prickelnder mag.
Rezensionen von kabo16:
Wundervolles Buch - zum Lachen, Weinen und Träumen
Die Butterbrotbriefe von Carsten Sebastian Henn
Dieses wundervolle Buch hat mich von der ersten Seite an mitgenommen, auf eine aufregende Reise, bis in die Arktis. Der Leser begegnet nicht nur sehr speziellen Menschen, also die so einen kleinen Spleen haben, sondern erfährt auch, warum dies so ist. Ich habe sie alle in mein Herz geschlossen.
An erster Stelle steht für mich Kati, sie ist die Verfasserin der Butterbrotbriefe. Alles was sie bedrückt, erfreut oder was sie den Menschen unbedingt mitteilen möchte, schreibt sie ihnen und liest es ihnen auch immer persönlich vor. Warum? Da möchte ich nicht vorgreifen. Da fließt so manche Träne, nicht nur in dieser Geschichte.
Die Skurrilität der Menschen, die hier vorgestellt werden und was ihnen passiert ist, machen diesen Roman so lesenswert.
Es ist nie zu spät, zu neuen Ufern aufzubrechen. Wer es nicht probiert, der weiß auch nicht, ob er scheitert oder sein Glück finden wird.
Carsten Henn hat hier einen Roman mit Tiefgang geschrieben, der sich mit einer Leichtigkeit lesen lässt, und gute Laune macht.
Schade, dass wir unsere Brote nicht mehr in Butterbrotpapier einwickeln.











