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Rezensionen von MarcoL:

Biographie und Phantastik vermengen sich zu einem tiefgründenden Roman über die Kunst des Erzählens

Sinkende Sterne von Thomas Hettche

In seinem neuesten Roman entführt uns der Autor in eine Mischwelt aus Autobiographie, Phantastik und gelebte Mythen im Wallis/Schweiz.
Die Eltern des Autors sind verstorben, und er erhält vom Kanton Wallis eine Vorladung. Er reist in den Schweizer Kanton, um die Angelegenheit zu richten, und das Chalet zu verkaufen.

Allein die Anreise verwischt sich zu einem kleinen Strudel aus Biographie und Fiktion. Das Wallis ist nur mehr über die Pässe zu erreichen, denn ein mächtiger Felssturz hat die Rhone aufgestaut, den Tunnel und einige Ortschaften geflutet. Er wird von Soldaten mit Maschinengewehren in Empfang genommen, und so nach und nach kristallisiert sich heraus, dass der Karton mit seinen Dörfern zu einer Eigenständigkeit mit einem mächtigen Kastlan (und Bannherr der Sieben Zenden) an der Spitze zurückgekehrt ist. Alte Familienstämme haben wieder das Sagen, und nichts geht ohne die Bischöfin. Viele Orte sind verlassen, oder nur mehr mit einer Fähre zu erreichen.
Im Haus angekommen, überwältigen Hettche seine Kindheitserinnerungen. Und auch die Begegnung mit seiner Freundin Marietta aus Kindestagen nimmt unerwartete Wendungen. So wird aus einem geplanten Verkauf der Wunsch, in diese Welt und Natur, welche in gewissen Maße zu einer Ursprünglichkeit zurück gezwungen wurde, zu bleiben. Er hilft Marietta auf der Alm so gut er kann, aber die Zeit, sein Ultimatum, läuft ab.
Im Prinzip ist das nur ein grober Rahmen, denn der Autor beschäftigt sich sehr viel mit der Literatur. Was kann, soll, und darf der Schreibbetrieb wirklich? Wo liegt auch hier die Essenz, das Wesentliche. Es wird Rilke zitiert, welcher im Wallis seine letzte Ruhestätte fand. Und es folgen viele Streifzüge durch Homers Odyssee, versucht Parallelen zu Sindbads Abenteuer in den Geschichten aus Tausend und einer Nacht zu finden. Es wird ein Strudel aus Hettches Gedankenwelt, und auch die Walliser Sagenwelt mit dem „Zug der Toten Seelen“ finden Einklang in seinen Überlegungen.

S.91: „Die Alpe fällt nur für wenige Monate im Jahr in das Recht der Menschen. Wenn wir im Herbst wieder hinabgehen ins Tal, beziehen Geister die verlassenen Hütten. Im Winter sollte man nicht hier sein. Wer trotzdem hochkommt, kann ihnen begegnen.“

Der Roman überzeugt sprachlich voll, denn das Schreiben beherrscht der Autor. Auf den Inhalt muss man sich tatsächlich sehr einlassen können. Besonders die vielen gedanklichen Einflüsse und Zitate setzen einen wachen Geist während der Lektüre voraus. Aber nichts desto trotz birgt der Roman ein sehr interessantes Lesevergnügen über das Leben im Allgemeinen, die Literatur im Besonderen. Insofern verschwimmen auch hier die Grenzen. In diesem Fall zwischen Roman und Lang-Essay.
Der Satz im Klappentext: „Ein schwebend abgründiger Roman über den Zauber der Literatur“ bringt es auf den Punkt.

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Rezensionen von Claudia R:

dubtiestastisch ...

Sinkende Sterne von Thomas Hettche

Klappentext / Inhalt:

In "Lilo und die Dubties" wird erzählt, was für ein liebes, aufgewecktes und lustiges Kind Lilo ist. Es wird aber auch nicht verschwiegen, dass Lilo gerne Unfug macht. Das jedenfalls denken Lilos Eltern.
Tatsächlich nämlich kann Lilo gar nichts für die tagtäglichen Unsinnigkeiten, die zu Hause passieren.

Ob es nun die Knete in der Steckdose, die Zahnpasta auf der Türklinke oder der Stift im Toilettenbecken ist, all diese Streiche veranstalten immer die Dubties – kleine Koboldwesen, an die niemand wirklich glaubt. Außer Lilo. Als die Dubties dann auch noch im Urlaub auftauchen, gerät plötzlich alles durcheinander…

Cover:

Das Cover Ost farbenfroh, ein wenig chaotisch, bunt und sehr kreativ. Es ist toll gestaltet und auch von der Aufmachung sehr fröhlich gemacht. Bei genauerer Betrachtung kann man neben einem kecken Mädchen auch noch einige weitere lustige Gestalten entdecken.

Meinung:

Bei Lilo und die Dubties handelt es sich um eine chaotisch, kreative und sehr humorvolle Geschichte, bei der man durchaus auch noch so einiges lernen kann. Neben Spannung und Humor ist hier auch eine gewisse Tiefe zu erkennen und wichtige Themen werden geschickt mit eingebaut.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit genaueren Details dazu bedeckt.

Man wird anfangs direkt ins Geschehen und die Handlungen geschubst und landet schnell bei Lilo und ihren "Monstern", die man jedoch nach und nach besser kennenlernt und erlebt mit den Dubties so einige lustige Sachen. Chaos scheint hier vorprogrammiert. Eine unterhaltsame, lustige und kreativ Geschichte folgt.

Der Schreibstil ist locker und sehr angenehm und lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Kapitelüberschriften sind gut gewählt, ohne zu viel zu verraten. In die Charaktere und Situationen finden man schnell hinein. Die Handlungen werden gut beschreiben und die Geschichte in sich ist fantasievoll, kreativ und lustig. Aber auch ernste und wichtigen Themen werden feinfühlig angesprochen und geschickt mit integriert.

Auch die Illustrationen sind toll gemacht und bringen das Gelesene gut mit rüber. Die Zeichnungen passen gut und auch die farbenfrohe Zeichenweise setzt es sehr gut um.

Die Dubties machen sehr viel Freude und sorgen für so einige Lacher.

Fazit:

Chaotisch, kreative und sehr humorvolle Geschichte, bei der man durchaus auch noch so einiges lernen kann.

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Rezensionen von nil_liest:

Indiens verachtete Unterschicht

Zeit der Schuld von Deepti Kapoor

Wie konnte dieses Buch in den Neuerscheinungen untergehen? Was ein tolles Buch, dass in keine Schublade passt, es steht Roman drauf, ist aber auch spannend, denn der Auftakt ist kriminell! Im Mittelpunkt stehen die drei Protagonisten Sunny Wadia, der Leibeigene Ajay und Sunnys Freundin Neda, die sich das barbarische Verhalten ihres Freundes nicht gutheißen kann.

Sunny, der unerschöpflich Reiche Erbe eines indischen Imperiums rast in der Nacht mit seinem Mercedes über Menschen, die keine Bleibe haben und unter der Brücke hausen. Viele Tode und wer wird als Schuldiger deklariert? Sein Bediensteter Ajay. Schon hier schlägt die indischstämmige Autorin Deepti Kapoor die erste Brücke zwischen ganz unten und ganz oben. Sie zeigt uns die krasse Verteilung des Geldes über die Schichten und Kasten hinweg. Wie erbarmungslos die Oberschicht das Fußvolk behandelt. Die Autorin zeigt Missstände auf und verarbeitet spannend ihre Erfahrungen als Journalistin. Der Roman mit seinen gut 700 Seiten bezieht sich auf die Zeit von ca 1990 bis 2008.
Das Buch wurde sehr gut aus dem Englischen ins Deutsche übertrage von Astrid Finke. Für Geografie-Liebhaber ist vorne auch eine kleine Karte abgedruckt um die Orte des Romans besser einordnen zu können.
Ich kann es euch nur sehr ans Herz legen, wer sich für Indien und die sozialen Verhältnisse dort interessiert macht mit diesem Roman einen guten Fang!

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Rezensionen von qq:

poetisch, aber hatte andere Erwartungen

Tasmanien von Paolo Giordano

poetisch, aber hatte andere Erwartungen

Der Wissenschaftler Novelli, ein Freund des Erzählers Paolo, Tasmanien wäre die letzte Rettung - also der letzte Zufluchtsort -> Süßwasserreserven, Temperaturen usw.
Paolo stürzt sich auf Grund privater Gründe in eine Krise - er sucht Antworten auf alle möglichen Krisen, nicht nur für seine eigenen, sondern die Welt betreffend.

So viel Verzweiflung.
Der Roman hat leider keinen roten Faden. Er springt hin und her - in Raum und Zeit, in verschiedenen Themen. Ich hatte mir hier inhaltlich definitiv etwas anderes erwartet. Es ist keine leichte Kost - die Sinnkrise von Paolo in Kombination mit den Krisen die die ganze Welt betreffen.
Der Schreibstil jedoch gefällt mir - schön poetisch.
Auch das Cover sagt mir von der Gestaltung her zu.
Mich persönlich hat das Buch schon angesprochen, es war jedoch anders wie erwartet und der rote Faden hat mir gefehlt.

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Rezensionen von Claudia R:

malerisch ...

Wo die Libellen tanzen von Leonie Zenk

Klappentext / Inhalt:

Ein tiefgründiger Liebesroman vor malerischer Kulisse.
Valeria hat für ihren Partner Felix ihren Traumjob als Klavierlehrerin aufgegeben, aber mittlerweile steht ihre Beziehung auf wackligem Grund. Um herauszufinden, was sie wirklich will, reist sie zurück in ein kleines Haus im Harz.

Hier, mitten im Wald, hat sie die schönsten, aber auch die schwersten Momente ihrer Kindheit erlebt. Und hier ist sie im Begriff, sich neu zu verlieben, in einen Mann, der für sie die Freiheit schlechthin verkörpert. Valeria muss eine folgenschwere Entscheidung fällen.

Cover:

Das Cover ist sehr naturnah und atmosphärisch. Farblich und optisch sehr schön und ansprechend umgesetzt. Die schöne naturnahe Umgebung macht einen Wohlfühlcharakter aus, den das Cover herüber bringt.

Meinung:

Valeria ist ihrem Freund zu Liebe nach Berlin gezogen und gibt zugleich auch ihren Traumberuf als Klavierlehrerin auf. Inzwischen kriselt es jedoch in der Beziehung und Valeria zieht es in eine kleine Hütte im Wald, um herauszufinden wer sie wirklich ist. Ob sie sich dort ihrer bewusst wird?

Zu viel möchte ich hier jedoch noch nicht verraten und halte mich mit weiteren Details zu Sich zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. In die Charaktere und ihre Gedanken findet man sich schnell und gut hinein. Die Ich-Perspektive lässt tief in die Emotionen und Gefühle hineinblicken und bringt diese sehr gut und authentisch rüber. Durch die bildliche Erzählweise kann man man sich alles sehr gut vorstellen und auch die Hintergründe sind sehr gut durchdacht und beschrieben. Vor malerischer Kulisse erlebt man hier eine emotionale Geschichte, die so einige Auf und Ab´s und Gefühlsschwankungen mit sich bringt.

Die Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen und ist toll umgesetzt. Es ist in etwas längere Teile gegliedert und dieser wiederum in kürzere Kapitel, so dass es sich sehr gut und flüssig lesen lässt. Die Kapitelanfänge und auch die der Teile sind klar ersichtlich.

Die Geschichte selbst steckt voller Emotionen, hat zugleich aber auch eine gute Tiefe und lädt auch zum nachdenken ein. Ein wundervolles Wohlfühlbuch zum genießen. Tolle Atmosphäre, malerischer Hintergrund und liebenswerte Charaktere, die die Emotionen und Gefühle gut herüberbringen. Mir hat es gut gefallen und ich wurde von Anfang bis Ende mitgenommen und berührt.

Fazit:

Tolle Atmosphäre, malerischer Hintergrund und liebenswerte Charaktere...

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Rezensionen von Goejos:

Nichts hat sich geändert

Hashtag #DDR von Holger Kreymeier

Ein irres Buch. Es schildert das Leben im Jahre 2023 in der DDR. Deutschland ist noch immer geteilt. Die DDR ist finanziell am Boden, Gorbatschow ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Aber der Wiederstand in der DDR gegen das Regime ist nach wie vor ungebrochen. Dank moderner Medien, aus der BRD eingeschleust, gelingt es Dank You-Tube dem Blogger Lonzo mit seinem Video "Die Zerstörung der DDR" die wahren Zustände aufzuzeigen.

Dadurch erhält er auch Unterstützung in der westlichen Presse. Da die DDR fast Pleite ist, hofft sie beim einem Treffen der beiden deutschen Regierungschefs in Ost-Berlin auf eine milliardenschwere Finanzunterstützung um den Staat zu sanieren. Doch die Untergrundorganisationen planen auch hier wieder ihre Eingriffe. Da aber Lonzo auch Material gegen den westlichen Regierungschef in der Hand hat, wird er auch hier zum politischen Spielball. Hinzu kommt noch, dass man Niemandem trauen kann. Nicht mal in der eigenen Familie. Dem Autor gelingt es hervorragend, die fiktiven Ereignisse lebensecht darzustellen und auch eine gewisse Prise Humor in die oft Angst einflößende fiktive Handlung hinzuzufügen. Ein Buch, flüssig zu lesen und mit einem fantastischen Finale.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Liebesgeschichte und historischer Tunnelbau - spannend verknüpft

Bergleuchten von Karin Seemayer

Ich frage mich oft, wenn wir durch einen langen Tunnel durch einen Berg fahren, wie das wohl in damaligen Zeiten überhaupt möglich war.
Jetzt habe ich ein wenig Einblick bekommen und meine Achtung ist noch größer geworden.

Es geht um den Bau des Gotthard-Tunnels zu einer Zeit, in der man Waren und Menschen mit Pferdefuhrwerken über die Berge transportierte.

Der geplante Tunnelbau hat in der betroffenen Gegend alles andere als Freude ausgelöst - schließlich sind danach Arbeitsplätze überflüssig. Aber auch die vielen fremden Arbeiter, die zum Tunnelbau kommen, schüren Ängste.

Das Buch hat mich von Beginn an gefesselt und im weiteren Verlauf immer mehr begeistert.
Die Autorin hat es geschafft, auch viele technische Informationen zum Tunnelbau einzuarbeiten, ohne dass es auch nur eine Spur langweilig oder zu komplex wurde.

Besonders gut hat mir der Mix gefallen: ganz viele Informationen über den Tunnelbau, aber auch über die Lebensumstände in der damaligen Zeit.
Die Position der Frau, die Erwartungen der Dorfbevölkerung, die schlimmen Folgen von Krankheiten und Unfällen, für die es noch keine adäquate medizinische Versorgung gab.
Dann die Ängste und Vorurteile den fremden Arbeitern gegenüber - und die schlimmen Arbeitsbedingungen, unter denen die Arbeiter Schwerstarbeit leisten mussten. Aber auch der Blickwinkel auf das, was passiert, wenn kleine Dörfer und Gegenden mit einer extrem großen Menge an temporär Zugezogenen konfrontiert werden, ohne entsprechende begleitende Maßnahmen. Alles weiterhin aktuell.

Begleitet und später auch dominiert wird das Ganze von einer Liebesgeschichte, die zugegebenermaßen sehr vorhersehbar ist.
Aber ich will ehrlich sein: auch wenn es manchmal schon etwas dick aufgetragen war, es hat gepasst und meine Leseerwartungen erfüllt.

Nicht zu vergessen die Beschreibung der Bergwelt - einfach schön!

Ein rundes Buch, das es geschafft hat, mich völlig mitzunehmen. Nicht nur eine ideale Urlaubslektüre, falls man den Tunnel auf der Reise durchfährt oder in der Ecke Urlaub macht.
Atmosphärisch, spannend, lehrreich, unterhaltsam und mit einer schönen Portion Herz-Schmerz.

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Rezensionen von aon.912401633@aon.at:

Nichts hat sich geändert

Hashtag #DDR von Holger Kreymeier

Ein irres Buch. Es schildert das Leben im Jahre 2023 in der DDR. Deutschland ist noch immer geteilt. Die DDR ist finanziell am Boden, Gorbatschow ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Aber der Wiederstand in der DDR gegen das Regime ist nach wie vor ungebrochen. Dank moderner Medien, aus der BRD eingeschleust, gelingt es Dank You-Tube dem Blogger Lonzo mit seinem Video "Die Zerstörung der DDR" die wahren Zustände aufzuzeigen.

Dadurch erhält er auch Unterstützung in der westlichen Presse. Da die DDR fast Pleite ist, hofft sie beim einem Treffen der beiden deutschen Regierungschefs in Ost-Berlin auf eine milliardenschwere Finanzunterstützung um den Staat zu sanieren. Doch die Untergrundorganisationen planen auch hier wieder ihre Eingriffe. Da aber Lonzo auch Material gegen den westlichen Regierungschef in der Hand hat, wird er auch hier zum politischen Spielball. Hinzu kommt noch, dass man Niemandem trauen kann. Nicht mal in der eigenen Familie. Dem Autor gelingt es hervorragend, die fiktiven Ereignisse lebensecht darzustellen und auch eine gewisse Prise Humor in die oft Angst einflößende fiktive Handlung hinzuzufügen. Ein Buch, flüssig zu lesen und mit einem fantastischen Finale.

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Rezensionen von Goejos:

Nichts hat sich geändert

Hashtag #DDR von Holger Kreymeier

Ein irres Buch. Es schildert das Leben im Jahre 2023 in der DDR. Deutschland ist noch immer geteilt. Die DDR ist finanziell am Boden, Gorbatschow ist bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Aber der Wiederstand in der DDR gegen das Regime ist nach wie vor ungebrochen. Dank moderner Medien, aus der BRD eingeschleust, gelingt es Dank You-Tube dem Blogger Lonzo mit seinem Video "Die Zerstörung der DDR" die wahren Zustände aufzuzeigen.

Dadurch erhält er auch Unterstützung in der westlichen Presse. Da die DDR fast Pleite ist, hofft sie beim einem Treffen der beiden deutschen Regierungschefs in Ost-Berlin auf eine milliardenschwere Finanzunterstützung um den Staat zu sanieren. Doch die Untergrundorganisationen planen auch hier wieder ihre Eingriffe. Da aber Lonzo auch Material gegen den westlichen Regierungschef in der Hand hat, wird er auch hier zum politischen Spielball. Hinzu kommt noch, dass man Niemandem trauen kann. Nicht mal in der eigenen Familie. Dem Autor gelingt es hervorragend, die fiktiven Ereignisse lebensecht darzustellen und auch eine gewisse Prise Humor in die oft Angst einflößende fiktive Handlung hinzuzufügen. Ein Buch, flüssig zu lesen und mit einem fantastischen Finale.

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Rezensionen von greenpanda:

Gewohnt spannend

Mit kalter Präzision von Michael Tsokos

Michael Tsokos ist mittlerweile zu einem meiner liebsten Crime-Autoren geworden. Und das nicht nur weil er vom Fach ist und seine Expertise gekonnt in seine Geschichten einzuweben weiß. Sondern auch wegen seiner angenehmen und flüssigen Schreibweise und seinen kreativen Ideen, die ja schließlich das Leben schreibt.

Und genau das hat mich auch in seinem neuesten Werk "Mit kalter Präzision" wieder einmal überzeugt.

Zunächst ein paar Worte zum Cover, das auf den Blick schlicht und klassisch ist, wenn man das Buch aber in die Hand nimmt und über das Cover streicht, mit tollen Veredelungen ausgestattet ist, welche das Skalpell und den Titel noch einmal unterstreichen. Toll gemacht!

"Mit kalter Präzision" ist der Start einer neuer Reihe und damit auch einer neuen Ermittlerin: Dr. Sabine Yao ist Rechtsmedizinerin und bekommt einen besonders spannenden Fall auf den Tisch, der sie in die Welt der Schönheitschirurgie eintauchen lässt. Als sie die verstorbene Frau eines Schönheitschirurgen untersucht, ergibt sich für sie hinsichtlich des Todeszeitpunkts und der Totenstarre gleich ein sehr uneindeutiges Bild. Ihr Mann hat zwar außerdem ein Alibi, hat aber zumindest auf den zweiten Blick ein sehr skrupelloses Wesen und so einige Leichen und Geheimnisse im Keller...

Es gibt einige spannende Entwicklungen und Wendungen, die mich bis zum Schluss gefesselt haben und mitfiebern ließen. Fazit: Wieder ein spannender, gekonnt geschriebener und erdachter Thriller, bei dem ich mich schon jetzt auf die Fortsetzung freue!

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