Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Gesammelte Klassiker
Hundert Klassiker von Steffen Henssler
Hundert Klassiker nach Hennsler. Bestimmt kein einfaches Kochthema. Denn jeder kennt und verbindet mit diesen Gerichten andere Erinnerungen und Emotionen. Auch weichen die einzelnen Rezepte, bestimmt von denen der Mama oder Oma ab. So wird es wohl sehr individuell sein, ob der Geschmack von den Rezepten im Buch überzeugt.
Auf mich aber macht dieses Buch den Eindruck eines sehr guten Grundlagenbuchs. Eine Bibel, die die wichtigsten Rezepte gesammelt enthält und in keinem Haushalt fehlen sollte. Jedes der Kapitel, wie Fleisch, Fisch & Meeresfrüchten, Pasta & Reis, Kartoffeln & Gemüse, Suppen & Eintöpfe, Salate, Eier und & Brot, Desserts & Kuchen, Saucen, Fonds & Dressings beginnt mit Grundlagen, Infos und Tricks zum jeweiligen Lebensmittel. Gemeinsam mit den Rezepten und der Bebilderung macht das Buch einen sehr hochwertigen Eindruck. Das Layout wirkt dabei edel und zeitlos. Ein perfektes Geschenk für den Auszug des flügge werdenden Nachwuchses. Toll!
Rezensionen von Petra Sch.:
Teil 2 um die drei charmanten Hobbydetektivinnen mit britischem Flair, aber eine überzogene Auflösung
Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam von Robert Thorogood
Auch der zweite Fall für Judith Potts, 78, und ihre Freundinnen und Mordclub-Kolleginnen Becks Starling (die Gattin des Pastors) und Suzie Harris (Hundesitterin und Radiomoderatorin des örtlichen Senders in Marlow) ist ein typischer Whodunnit in Agatha-Christie-Manier.
Es gibt einen toten Adeligen, Sir Peter Bailey, der auf der Feier am Tag vor seiner Hochzeit mit Jenny Page, seiner ehemaligen Krankenschwester, stirbt.
Und zwar fällt in seinem Arbeitszimmer, das versperrt ist (Sir Peter hat den Schlüssel in seiner Hosentasche) ein schwerer Schrank auf ihn. Sir Peters Sohn Tristram bricht die Tür auf, doch es ist zu spät.
Judith Potts, die zur Feier eingeladen war, hat wie so oft den richtigen Riecher bzw. eine eingebende Idee, die dann zur Lösung des Falls führt. Teilweise fand ich ihre Eingebungen richtig toll, manchmal aber etwas an den Haaren herbeigezogen. So auch die Auflösung, was ich irgendwie schade fand.
Trotzdem wurde ich wieder soo gut unterhalten, ich mag die alte Dame, die an Miss Marple erinnert. Auch die etwas überzogene Auflösung hat an alte Agatha Christie Krimis erinnert; und auch die Menge an potentiellen Tätern, die alle einen Grund für den Wunsch nach Sir Peters Tod hatten, die im klassischen Ausschlussprinzip minimiert werden. Doch immer wieder werden neue Puzzlestückchen aufgedeckt und die Meinung der Detektivinnen ändert sich laufend.
Die Ermittlungsarbeit fand ich wieder sehr interessant und spannend. Die Polizistin Tanika Malik hätte den Fall ohne die Drei wohl nicht lösen können; schon gar nicht, wenn sie die Weisungen ihres (klischeehaften) mit Scheuklappen behafteten Vorgesetzten befolgt hätte.
Ich habe mich jedenfalls wieder sehr wohl in Marlow gefühlt und freue mich auf ein Wiedersehen mit den drei kauzigen Ladies.
Fazit:
Eine charmante, leicht humorvolle Schreibweise, bei der man sich einfach rundherum wohlfühlt, drei schrullige Hobbyermittlerinnen und britischer Landhaus-Charme lassen über die Schwächen in der Auflösung hinwegsehen.
Rezensionen von Anno:
Wutbuch
Elefant will durch die Wand von Britta Sabbag
Dank ausdrucksstarker, klarer Illustrationen und Texte in Reimform erfahren hier kleine Kinder, wie mit Wut umgegangen werden kann.
Das Buch besitzt einen harten Einband, Seiten aus stärkerem Papier und richtet sich an Kinder ab 3 Jahren. In diesem Alter nabeln sich Kinder von ihren Bezugspersonen ab und erfahren sich selbst und ihre Gefühle immer mehr.
Der Umgang mit den eigenen Empfindungen muss erst erlernt werden.
Dieses Buch widmet sich genau diesem Thema und zeigt einen Elefanten, der in seiner Wut und Dickköpfigkeit gefangen zu sein scheint, Tipps seiner Tierfreunde ausschlägt und sie vor den Kopf stößt, jedoch letztendlich daraus lernt und einen Weg findet seine Wut zu überwinden.
Einen Elefanten als neutralen Stellvertreter zu wählen, in den sich ein Kind gut und ohne eigenen Gesichtsverlust hineinversetzen kann zu wählen, finde ich überaus gelungen. Erzählt wird die Handlung dabei mittels kurzer, auch für Kinder gut verständlicher Reime. Aber auch die Illustrationen des Buches wirken durchdacht. Sie sind ausdrucksstark, modern und mit angenehmer Farbgestaltung. Dazu wirken sie nicht zu überladen. Die Bilder laden das Auge regelrecht ein auf der jeweiligen Seite zu verweilen, die Gesichtsausdrücke der Tiere zu analysieren, sich mit der Handlung des Buches zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Richtig toll umgesetzt!
Rezensionen von Geschichtendrache:
Herzerwärmendes Vorlesebuch für die ganze Familie
Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel, Band 3 von Katharina E. Volk
Mit „Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel“ von Katharina E. Volk erschien das dritte Vorlesebuch rund um Hamster Wilma, ihrem Baumhotel im Schlüsselblumenweg Nummer sieben und ihren Freunden.
Worum geht es?
In diesem Band schildert die Autorin Geschichten der kalten Jahreszeit beginnend mit der Vorweihnachtszeit, über den Advent und Heiligabend, bis hin zu Silvester.
Es werden mehrere Weihnachtstraditionen aus den unterschiedlichsten Ländern aufgegriffen, wie zum Beispiel das Luciafest aus Schweden, oder der Wichtel Julenisse aus Dänemark.
Außerdem zieht ein neuer Nachbar in den Wald, der sich gut einzuleben scheint, weil er gleich in mehreren Geschichten vorkommt.
Auch viele neue Gäste von nah und fern besuchen das kleine Baumhotel und gestalten die Adventszeit mit.
Meine Meinung
Das Cover spricht einen sofort an und vor allem die schimmernden Schneeflocken, sowie der schimmernde Titel, stechen einem gleich ins Auge.
Die gelungenen Illustration von Nora Paehl machen die Geschichten noch lebendiger und unterstreichen das Erzählte.
Die Autorin hat bei dem Buch auf einen gut verständlichen Satzbau gesetzt, damit auch kleinere Kinder beim Vorlesen der Geschichte gut folgen können. Lediglich einzelne unbekannte Wörter müssen beim Lesen besprochen werden.
Der Hauptcharaktere ist die niedliche Hamsterdame Wilma Walnuss, die immer einen guten Rat für ihre Freunde auf Lager hat und der keine Mühe zu viel ist. Sie scheint auch eine Engelsgeduld mit jedem zu haben, sei der Gast noch so anstrengend.
Ihre Freunde Nobbi, der Künstlermaulwurf, Amalie, das Bastelwildschein, Fiona, das Spurensucheichhörnchen, Linda, die Postschnecke, Balduin, der Zimmermannbieber und Dr. Kautz, der Dauergast, sind zum Glück alle am Anfang des Buches in einer Charakterübersicht aufgelistet, sodass man die Freunde bereits vor der ersten Geschichte kennenlernen kann. Auch während der Geschichten kann man so immer wieder nachsehen, wer denn jetzt gerade mitspielt.
Auch gut fand ich die Karte auf der Coverinnenseite. So konnte man immer verfolgen, wo die Geschichte gerade spielt.
Auf dieser Karte kann man auch nach jeder Geschichte ein kleines Bild hinten im Buch ausschneiden und einkleben. Die Idee finde ich super, nur wären hier Sticker sehr viel praktischer.
Die Geschichten sind in sich geschlossen und man kann jede separat lesen, jedoch finde ich es schön, wenn zum Beispiel das Iglu, dass in einer Geschichte gebaut wird, später in anderen wieder auftaucht. Auch als man über Weihnachtsgrußkarten von ehemaligen Hotelgästen hört, war ich ganz begeistert.
In den Geschichten gibt es viele nette Ideen für die Vorweihnachtszeit, die als Inspiration für das eigene Familienleben dienen können. Beim Lesen bekommt man direkt Lust selbst eine Laterne zu basteln, oder die ersten Kekse zu backen.
Fazit
Ich gebe 5 von 5 Sterne für ein richtiges Wohlfühlbuch, in das man sich an kalten Wintertagen gerne zurückzieht. Die herzerwärmenden Geschichten haben genau die richtige Länge zum Vorlesen und entführen in die behagliche Gaststube des Baumhotels zu Wilma und ihren Freunden.
Rezensionen von Anja S:
Lesenswert
Diamantnächte von Hilde Rød-Larsen
Auf sehr anspruchsvolle und sachliche Art wird hier über das Leben von Agnete erzählt. Ihr Mann fährt weg und sie hat Zeit über ihr Leben nachzudenken. Sie wirkt sehr angepasst, will nicht auffallen und hat gelernt ihre Gefühle zu unterdrücken. Eine Meisterin des Selbstbetruges. Agnete musste in ihrem Leben auch negative Erfahrungen machen und hat nie gelernt damit umzugehen.
Sie erzählt uns in diesem Buch von ihrer Jugend, Freundschaft und einer toxischen Beziehung.
Ich empfand die Sprünge in die verschiedenen Zeiten als anstrengend und musste immer kurz überlegen wo wir denn jetzt gerade sind. Dadurch hab ich auch eine Weile gebraucht um in die Geschichte reinzukommen. Die Kapitel sind auch alle kurz bis sehr kurz gehalten. Wenn man sich aber erstmal daran gewöhnt hat liest es sich gut. Es ist ein spannendes Thema aber für mich sind noch einige Fragen offen geblieben.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Okay, aber leider nicht das erhoffte Highlight
Always love you von Hanna Faber
Whitney Houston wird für mich immer eine der grandiosesten, berührendsten Stimmen ever bleiben. Ich liebe viele ihrer Songs, habe mir den Film "Bodyguard" schon so oft angeschaut, dass ich es gar nicht mehr zählen kann und ach, wie sehr hatte ich mich auf diese Romanbiografie gefreut!
Der Debütroman von Hanna Faber konzentriert sich bewusst auf den karrieretechnischen Aufstieg der legendären, unvergessenen Diva – inklusive jeglicher Drogenexzesse.
Natürlich war mir bewusst gewesen, dass Whitney diesbezüglich Probleme gehabt hatte; allerdings hatte ich den Ursprung ihrer Drogensucht stets in Verbindung mit ihrer katastrophalen Beziehung zu Bobby Brown gesehen. Ich muss zugeben, dass ich diesen Gedanken nie hinterfragt habe – vielleicht wollte ich mir auch nicht eingestehen, dass dieses stimmliche Ausnahmetalent, das ich so sehr bewunderte, nicht etwa von einem toxischen, rücksichtlosen Mann, dem sie in blinder Liebe gefolgt ist, quasi nebenbei zum Drogenkonsum verleitet worden ist, sondern dass Whitney bereits lange vor (und nicht aufgrund) ihrer Bekanntschaft mit Bobby fleißig Drogen konsumierte. Nicht er, sondern sie allein war verantwortlich für diese Entscheidung. Es macht mich bis zu einem gewissen Grad echt wütend, wie man sein eigenes Leben dermaßen wegwerfen kann – vor allem wenn einem sämtliche Voraussetzungen für Glück und Erfolg in die Wiege gelegt worden sind (unverwechselbare Stimme, wunderschönes Aussehen, versierte Mutter mit Top-Kontakten in der Branche, loyale Freundin, etc.).
Das vorliegende, in ein traumhaftes Cover gehüllte Werk mag zwar mit den für Unterhaltungszwecke nötigen fiktionalen Elementen angereichert worden sein (so könnten wir beispielsweise nie den exakten Wortlaut privat geführter Gespräche erfahren), stützt sich in vielerlei Hinsicht jedoch auf Originalstimmen aus Whitneys direktem Umfeld, was dem Roman viel Authentizität verleiht. Der Handlungsaufbau besteht aus zahlreichen Rückblicken und Zeitsprüngen, die mich stellenweise etwas im Lesefluss ausgebremst haben. Ich glaube, ich hätte hier einen chronologischen Verlauf bevorzugt, aber das ist reine Geschmackssache.
In einigen Situationen konnte ich über Whitneys teils naives, teils gedankenloses Verhalten nur den Kopf schütteln. Ich mag sie nach wie vor, aber eine große Sympathieträgerin ist sie in dieser Lektüre leider nicht für mich geworden. Ihre charakterliche Ausarbeitung empfand ich – trotz ihrer handlungstechnischen Dauerpräsenz als Hauptfigur – als zu blass. Weitaus interessanter erschien mir die Frau an ihrer Seite: Die mitunter wichtigste Konstante in Whitneys Leben war Robyn Crawford, von der ich bis dato noch nie gehört hatte und die, wie sich nun herausgestellt hat, weitaus mehr als 'nur' eine Freundin von Whitney gewesen war.
Insgesamt konzentrierte sich die ansonsten solide verfasste und mit Sicherheit gut recherchierte Story für meinen Geschmack etwas zu intensiv auf die Schattenseiten von Whitneys Leben. In puncto Emotionalität und Lebendigkeit konnte mich Band 10 der Ullstein'schein Ikonen-ihrer-Zeit-Reihe vergleichsweise nicht ganz so fesseln wie beispielsweise "Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne" (Juliana Weinberg), "Fräulein Mozart und der Klang der Liebe" (Beate Maly) oder "Diana" (Julie Heiland), die mich allesamt enorm bewegt hatten.
Fazit:
Ein leichter Einstieg in die Whitney-Thematik. Es war kein schlechter Read, aber leider ist es nicht das erhoffte Highlight geworden.
Rezensionen von Novalie:
Optisches Highlight
Ever & After, Band 1 - Der schlafende Prinz von Stella Tack
Rain White stammt von Schneewittchen ab und muss wegen einer Tradition einen schlafenden Prinzen küssen. Doch etwas läuft anders, als erwartet und mit dem Prinzen erwacht auch ein uralter Fluch. Um diesen Fluch zu brechen, muss Rain sieben Prüfungen bestehen und dabei auch auf ihr Herz aufpassen.
Über das wunderschöne Cover und den ästhetischen Farbschnitt muss ich wahrscheinlich nichts mehr sagen.
Aber auch innen ist das Buch sehr liebevoll gestaltet und ich habe mich jedes Mal gefreut, wenn ich das Buch in die Hand genommen habe.
Mit der Protagonistin bin ich leider überhaupt nicht warm geworden. Sie ist schrecklich impulsiv, misstrauisch, unfreundlich, unreif und hat eine totale Anti-Haltung. Da das Buch ab vierzehn Jahren sein soll, finde ich es auch suboptimal, wenn sie in einer Stressreaktion daran denkt, dass ein Joint jetzt super wäre.
Die Grundstory und das Setting haben mir aber wirklich gut gefallen. Die Welt, in der die Geschichte spielt, ist sehr vielfältig und es wurden richtig viele Märchenelemente mit eingebaut. Das habe ich total geliebt.
Die Handlung war zeitweise sehr chaotisch und manchmal habe ich kurz den Überblich verloren. Ich hatte eigentlich eine leichte Romantasygeschichte für Jugendliche erwartet, aber die Story ist dann doch etwas eskaliert.
Ein Punkt, der mich positiv überrascht hat, ist, dass die Lovestory hier nicht zu stark im Vordergrund war. Es passiert einfach so viel und an Spannung mangelt es auch nicht.
Das Buch hat mich gut unterhalten und besticht mit einer magischen Welt und unvorhersehbarem Chaos. Ich hoffe aber, dass die Protagonistin im zweiten Band noch eine ordentliche Entwicklung durchmacht.
Rezensionen von Petra:
Altbekanntes mal Anders
Hundert Klassiker von Steffen Henssler
In dieser Sammlung ist aus allen Bereichen des Kochens etwas dabei. Es fängt bei Suppe an und hört bei Kuchen auf. Jedes Gericht haben in der Regel die meisten von uns schon einmal gegessen, entweder selbst zubereitet, bei Muttern, bei Freunden oder auch in einem Restaurant. Als Beispiel: Jeder bereitet Rouladen anders zu.
Die einen mit einer fertigen Paste, die anderen mit fetten Speck oder wie der Autor mit durchwachsenen Speck, auch die Soße bereitet jeder anders zu. Dieses Kochbuch gibt Anregungen mal etwas Neues auszuprobieren ohne zu weit über den Tellerrand zu schauen. Für Leser die schon immer kochen, die ideale Möglichkeit den Horizont zu erweitern und den einen oder anderen Tipp umzusetzen. Aber auch für Neulinge eine schöne Rezepte Sammlung. Es gibt auch einfache Gerichte darin, für den Anfang Spagetti Bolognese ganz ohne Convenience Produkte kochen ist ein geschmackliches Erlebnis. Auch einen Apfelkuchen zu backen erscheint mit dieser Anleitung einfach. Sachlich in verständlicher Sprache, mit Zutaten und Haushaltsgeräten die im Normalfall in jeder Küche zu finden sind ist dieses Kochbuch für jedermann geeignet.
Es ist gutbürgerliche deutsche Küche mit Abstecher ins europäische Ausland.
Eine gelungene Mischung.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Henriette
Henriette lächelt von Andrea Heinisch
Bei diesem Buch ist mir zuallererst die wunderschöne Aufmachung des Picus Verlag aufgefallen. Sowohl die Covergestaltung, als auch die Haptik sind sehr ansprechend!
Der Klappentext hat mich neugierig auf dieses Buch gemacht. Schon zu Beginn des Buches wurde mir klar: Der Schreibstil von Autorin Andrea Heinisch und ich werden keine all zu großen Freunde.
Satzbau und Formulierungen habe ich teils als umständlich und holprig empfunden. Auch waren mir Zeitsprünge nicht immer klar, so dass ich in einigen Kapiteln emhr verwirrt als klar war. Die Kapitel selbst sind sehr kurz, was für mich aber angenehm zu lesen war und den Lesefluss nicht weiter gestört hat.
Henriette selbst ist eine sehr interessante Protagonistin, die einiges im Leben erleiden musste. Vor allem der Umgang der Mutter mit ihr hat mich richtiggehend wütend gemacht. Hier war es für mich schwer auszuhalten und ich musste das Buch öfter beiseite legen.
Ich habe während des Lesens aber dennoch keinen emotionalen Bezug zu Henriette selbst aufbauen können, sowohl sie als auch alle weiteren Charaktere blieben eher blaß, wurden gefühlt mit viel Abstand dargestellt. Nichtsdestotrotz schafft es die Autorin eine Perspektive zu schaffen, die häufig nicht gehört wird, bzw. überhaupt zur Sprache kommt. Das fand ich gut und macht dieses Buch zu etwas besonderem.
Insgesamt stehe ich diesem Buch ambivalent gegenüber, es greift ein wichtiges Thema auf, die zweite Hälfte hat mir auch ingesamt besser gefallen als die erste, dennoch bin ich mit dem Schreibstil und dem emotionalen Abstand zu den Figuren nicht so gut zurecht gekommen.
Rezensionen von Jule:
Nicht meins
Meine Männer von Victoria Kielland
"Meine Männer" von Victoria Kielland beleuchtet das Leben und die Psyche der ersten amerikanischen Serienmörderin.
Damit waren meine Erwartungen hoch gesteckt und ich habe mich auf eine spannende, wenn auch kurze, Reise gefreut.
Doch leider wurde ich enttäuscht, denn erst die letzten Seiten des Buches haben mir gut gefallen.
Dort kam dann alles Schlag auf Schlag und es wurde sich, im Vergleich zum Rest des Buches, wenig Zeit gelassen um die dortige Handlung zu beschreiben. An dem Punkt hätte sich Victoria Kielland gerne mehr Zeit lassen können.
Insgesamt ist der Schreibstil außergewöhnlich, was erstmal nichts schlechtes ist. Irgendwann wurde er mir aber leider zu anstrengend, die verschachtelten Sätze zu lang und ich musste mich immer wieder zwingen das Buch weiter zu lesen.
Während des Lesen habe ich dann, für mich, festgestellt, dass der fast schon poetische Schreibstil nicht dazu passt, die Psyche einer Serienmörderin zu beleuchten. Ein zu starker Kontrast, der Morde in wundervolles Licht rückt.
Immerhin kann man nach dem Lesen einen Bezug zum Cover und dem Titel finden, sodass dies stimmig ist.
Nichtsdestotrotz war es für mich nichts und ich war schlussendlich froh, dass dieses Buch knapp unter 200 Seiten hat.
Für Lesende die einen neuen, außergewöhnlichen Schreibstil und eine Herausforderung suchen, ist dieses Buch allerdings bestimmt etwas.











