Kunden em pfehlungen
Rezensionen von _ich.lese_:
Eine sehr berührende Geschichte
Bei euch ist es immer so unheimlich still von Alena Schröder
Silvia fährt 1989 mit ihrer kleinen Tochter Hannah von Berlin zurück in ihre Heimat in Süddeutschland. Jahrelang gab es zwischen Silvia und ihrer Mutter Evelyn wenig bisngar keinen Kontakt, aber Berlin gibt Silvia nicht das was sie sucht.
Ich las von der Autorin schon "Junge Frau, am Fenster sehend, Abendlicht, blaues Kleid".
Kann mich aber, wenn ich ehrlich bin, nicht mehr an die Protagonisten erinnern. Daher bringt mir persönlich der Zusatz, das diese Geschichte Licht ins Dunkle bringt nichts. Dennoch hat mich dieses Buch sehr gefangen genommen und sehr gut unterhalten. Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil. Mich hat die Mutter-Tochter Geschichte, die meiner Meinung nach keinen bemerkenswerten Bezug auf das erste Buch hat, jedenfalls sehr gut unterhalten. Was wir aus 'Bei euch ist es immer so unheimlich still' lernen können, redet miteinander.
Mich hat es jedenfalls gut unterhalten und ich habe es gerne gelesen.
Rezensionen von _ich.lese_:
Familiengeschichte
Porträt auf grüner Wandfarbe von Elisabeth Sandmann
Ella Blau aus Bad Tölz träumt von einem unabhängigen Leben und füllt rote Hefte mit ihren Träumen und Wünschen. Jahrzehnte später liest die Übersetzerin Gwen diese Hefte die Ella bis 1938 geführt hat. Und diese Hefte führen Gwen auf den Gutshof Schloss Elmau und das Treffen von Ella und Ilsabé, Gwen Großmutter.
Ich habe das Buch mit dem Gemälde und der jungen Frau gelesen und da dieses Buch mit jenem verglichen wurde, was ich sehr neugierig. Und ich mag es gerne, wenn es auf verschiedenen Zeitebenen spielt und man die Geheimnisse erst nach und nach erfährt. Und so ist es auch im dieser Geschichte.
Eigentlich erwartete ich eher Ella als Hauptperson, aber es drehte sich mehr um Gwen. Eine vielschichtige Geschichte über Zeitzeugen, Erinnerungen, Briefe und vieles mehr. Hat mich sehr gut unterhalten. Ich fand es großartig, wie die Geschichte immer klarer wurde und immer mehr verriet.
Rezensionen von _ich.lese_:
Nett zu lesen
Nicht, dass noch einer sitzenbleibt! von Renate Bergmann
Der xte Band der Online Omi. Diesmal geht es um die Schule.
Die Enkelin der Freundin wird eingeschult. Lehrenmangel und Unterrichtsausfall regen Oma Bergmann auf. Da wird aus Renate Bergmann eine Aushilfslehrerin, denn aushelfen kann sie, wie so alles ....
In diesem Buch geht es wieder um ein allzeit bekanntes Problem, den Lehrermangel.
Oma Bergmann weiß zu helfen. Ob das immer gut ist, steht auf einem andern Blatt.
Ich las bisher den ein oder anderen Oma Bergmann Roman und fand auch diese knapp 240 Seiten sehr amüsant. Zwar finde ich den Dialekt, in dem wir das Büchlein lesen müssen, auf Dauer etwas plump, aber wo sie recht hat. Der Autor, der unter dem Renate Bergmann Pseudonym schreibt, trifft oftmals den Nagel auf den Kopf, denn er hat mit einigen Aussagen durchaus recht. Ob es dem Lehrermangel entgegenwirken sei mal dahingestellt aber es ist wieder einmal durchaus amüsant und lustig was Oma Bergmann alles erlebt.
Rezensionen von Marie aus E.:
Für ein kunterbuntes Leben
Die graue Stadt von Torben Kuhlmann
Ein neues Buch von Torben Kuhlmann - ich habe mich sehr darauf gefreut!
Die graue Stadt ist ein wunderschön gestaltetes Kinderbuch - nicht nur für Kinder.
Die Trostlosigkeit, die die Abwesenheit von Farbe bringt, wird gerade optisch sofort vermittelt.
Aber auch, was nur ein Hauch von Farbe für eine Veränderung bringt! Ein kleines Wandgraffiti oder der gelbe Regenmantel, man sieht den Unterschied sofort.
Die Geschichte an sich hat eine schöne Botschaft und zeigt auf, dass man mutig sein muss und sich nicht einfach so der vermeintlichen Mehrheit beugen darf.
Das Buch ist ab acht Jahren empfohlen und ideal zum Vorlesen.
Es hat zwar nur 63 Seiten, aber viel Text, es ist kein Bilderbuch für ganz kleine Kinder.
Man kann es zusammen entdecken und sich austauschen. Zum selbständigen Lesen ist es für Achtjährige noch zu viel und zu klein geschriebener Text.
Aber für mich ist es kein reines Kinderbuch - auch für uns Erwachsene ist es eine Entdeckung.
Ich mag es sehr, ein echter Schatz im "Unbedingt-Behalten-Bücherschrank".
Rezensionen von _ich.lese_:
Zweiter Teil
Fräulein Anna, Gerichtsmedizin von Petra Aicher
Fräulein Anna Zech ist 1914 die einzige Frau in der Münchner Gerichtsmedizin. Zusammen mit dem Reporter Fritz von Weynard ermittelt sie in einem Fall in Schwabing. Ein toter Säugling wurde im Schwabinger Künsterviertel in einem Hinterhof gefunden. Anna und Fritz machen sich gemeinsam auf die Suche nach der Mutter und kommen sich dabei näher, was aber nicht sein darf.
Kommt Anna doch aus äußerst einfachen Verhältnissen und Fritz ist verheiratet.
Es handelt sich um das zweite Buch der Fräulein Anna Reihe. Im ersten freunden sich Anna und Fritz an, auch diesmal ermitteln sie gemeinsam, obwohl es doch Aufgabe der Polizei ist, den Fall aufzuklären. Anna, in einer Männerdomäne die einzige Frau hat es nicht leicht.
Mir gefällt es sehr wie Anna selbstbewusst ihrem Beruf nachgeht, die Zeit des letzten Jahrunderst mag ich besonders gerne, da Frauen endlich weg von Heim und Herd einem Beruf nachgehen und viel selbstständiger werden. Ein schöner Schreibstil, eine spannende, aber auch sehr unterhaltsame Story. Es macht Spaß mit Anna und Fritz durch München zu stromen und den Fall langsam aber sicher aufzuklären.
Rezensionen von begine:
Elegisch erzählt
Der alte Jude und das Meer von Ivan Ivanji
Von dem serbischen Autor Ivan Ivanji habe ich noch nichts gelesen. Ich habe ihn mit seinem Roman Der alte Jude und das Meer, das erste Mal entdeckt, dabei gibt es etliche Bücher von ihm.
Ich hatte erst Angst das der Roman zu grausam oder zu traurig ist.
Der Schullehrer Aaron ist der Protagonist.
Er ist ein Schwimmer, im Wasser ist er in seinem Element. Jetzt erzählt er uns seine Lebensgeschichte. Er weiß, das er einiges falsch gemacht hat, aber aus dem Dilemma kommt er nicht mehr heraus.
Der Autor schreibt das mit ruhiger Sprache. Er hat einen Stil, der den Leser in die Geschichte hineinzieht.
Fazit
Ein brillant erzählter Roman.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Die Biografie von LSD
Der stärkste Stoff von Norman Ohler
Der neue Roman von Norman Ohler ist eigentlich eine Biografie von LSD, einem Psychedelikum, das ursprünglich aus dem Mutterkorn gewonnen wurde
Wir begleiten LSD von seiner Entdeckung im Schweizer Pharmaunternehmen Sandoz vor dem 2. Weltkrieg bis nach Amerika in die 1970er Jahre und weiter in die Gegenwart.
Der Autor führte akribische Recherchen in den USA und Europa sowie in den Archiven von Sandoz durch, die nicht immer ganz einfach waren. Es wird von unzulässigen Menschenversuchen berichtet, die trotz des ethischen Codes seit den Nürnberger Prozessen verboten sind. Weiters von der Prohibitionspolitik der USA, die in der Folge verhinderte, dass LSD als Medikament gegen Depression und Alzheimer auch nur im Ansatz erforscht werden konnte.
LSD wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet: wissenschaftlich, aus der Sicht des amerikanischen Staates und natürlich als Droge. Als „Referenzen“ werden angeführt: Nixon, Elvis, Aldous Huxley, die Mutter des Autors, John Lennon und viele andere mehr. Erst in der jüngsten Vergangenheit wird der Einsatz dieses „Stoffes“ als Medikament wieder angedacht.
Ein informatives und zugleich unterhaltsames Sachbuch über Drogen und Drogenpolitik.
Rezensionen von Miro:
Wunderglaube oder Aberglaube?
Als wir an Wunder glaubten von Helga Bürster
Anni und Edith waren immer Freundinnen und haben es mit gegenseitiger Unterstützung durch die schweren Winter in den Kriegsjahren geschafft. Nun ist der Krieg vorbei, doch ihre beiden Männer kehren nicht nach Hause zurück. Die Zeiten sind noch immer schlecht in Unnenmoor. Es fehlt an allen Ecken und Enden an Arbeit, Nahrung und Geld.
Diese düstere moorige Gegend im Norden Deutschlands bietet einen guten Nährboden für Aberglauben, Hexerei und Wunderheilerei.
Als nach Jahren Anni's Mann nach Hause kommt, beginnt es aber nicht bei ihr bergauf zu gehen. Otto hat seine Beine an der Front gelassen und ist generell schwer traumatisiert. Er findet sich nicht mehr ein im Alltag und beginnt zu trinken. In ihrer Verzweiflung sucht Anni nach einem Sündenbock und die rothaarige Edith wird zur Hexe und für alles Unglück verantwortlich gemacht. Der Spökenfritz weiß diese Situation für sich zu nutzen. Mit seinen Beschwörungen und Zaubereien treibt er die Familie endgültig in die Armut und als das Wunder immer noch ausbleibt, spitzt sich die Situation immer mehr zu.
Helga Bürstner hat sich mit diesem Roman einem spannenden Thema zugewandt. Viele Kriegsheimkehrer fühlten sich unverstanden mit ihrem posttraumatischen Stresssyndromen. Das Leben zuhause war auch nicht einfach und für Zimperlichkeit einfach kein Platz. Ein guter Nährboden für jene, die die Not der Gutgläubigen ausnutzen, denn ein Wunder hätten damals viele gut brauche können.
Das Thema ist spannend aufbereitet. Ich habe das Buch von der ersten Seite an gerne gelesen, aber ab der Mitte baut die Autorin enorm Spannung auf. Meine Sorge um Edith ließ mich fast hastig weiterlesen, denn das Gefühl, dass diese Geschichte nicht gut ausgehen kann hat sich ebenfalls immer mehr zugespitzt.
Leider besitzt diese Geschichte noch immer Brisanz, denn mit der Hoffnung auf ein Wunder lässt sich auch heute noch gut Geld verdienen.
Rezensionen von begine:
G. W. Pabst
Lichtspiel von Daniel Kehlmann
Lichtspiel ist ein interessanter Roman aus der Feder des Autors Daniel Kehlmann.
Erst war ich skeptisch, ob das Thema mich interessiert, aber dann ging es schon gut weiter.
Er führt uns in das Leben des berühmten Regisseur Georg Wilhelm Pabst ein.
Seine ersten Filme waren noch Stummfilme. Er achte die Greta Garbo zur Göttlichen.
Als die Nazis an die Macht kamen, drehte er gerade in Frankreich einen Film. Dann beschloss er nach Hollywood zu gehen. Das klappte nicht so richtig, er wäre wohl besser gewesen, wenn er erst die Sprache gelernt hätte.
Der Autor lässt uns an den Gedankengänge des Regisseurs direkt mitdenken.
Mir hat auch gut gefallen, wie der Autor den Sohn Jakob hineingeschrieben hat.
Immer wenn er in eine neue Schule kam, musste er sich erst beweisen.
Diese ganze Geschichte war fesselnd und brillant vorgegeben.
Der Roman hat mich gut Unterhalten.
Rezensionen von Anno:
Leider nichts Neues
Flowers & Bones, Band 1 - Tag der Seelen von Sandra Grauer
Dank Cover und Buchbeschreibung erwartete ich eine Geschichte rund um den mexikanischen Totenkult und den dortigen dias de los muertos, einer düster melancholischen, aber auch fröhlich bunten Stimmung, Toten und Geistern. Leider aber spannte sich die Handlung in eine völlig andere Richtung in der mexikanische Traditionen eher eine untergeordnete Rolle spielten.
Und spielt nicht einmal in Mexiko. Stattdessen traf man gleich auf mehrere Arten phantastischer Wesen, deren Handlungen für mich nicht immer in Gänze nachvollziehbar waren. Vielleicht aber lag dies auch mitunter daran, dass dies mein erstes Buch der Autorin war. Obwohl Flowers and Bones -Tag der Seelen das erste Band einer Dilogie ist, spielt es in einer gemeinsamen Welt mit anderen Büchern der Autorin, deren Kenntnis durchaus von Vorteil ist. So aber habe ich z.B bis zum Schluss nicht ganz begreifen können welche Hilfe sich Aidens Volk wirklich von den Menschen erhofft hat und wieso es überhaupt zu Auseinandersetzungen kam. Zudem wirkt die Leichgläubigkeit der Menschen recht unglaubwürdig.
Auch den Hauptprotagonisten, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, konnte ich leider nicht viel abgewinnen. Der Funke sprang nicht über, wobei Lili und ihre Herkunft und Mission für mich noch die interessanteste der drei Hauptcharaktere war. Valentina wirkte auf mich teilweise etwas naiv und auch dass auf die Wut und die durchaus berechtigte Skepsis Emilianos nicht recht, bzw auf so verquere Art und Weise eingegangen wurde, gefiel mir wenig. Eine neue Spezies scheinen die meisten Menschen bereitwillig zu akzeptieren, eine andere, geheim gehaltene jedoch macht Angst? Wieso?
Kurz und knapp: Ich habe mit einer völlig anderen Handlung gerechnet. So aber fügt es sich eher in die Reihe durchschnittlicher YA- Phantasy-Romane mit den üblichen magischen Gestalten ein. Schade.











