Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Geschichtendrache:

Mit den Kleinsten verreisen

Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein junior-Lexikon: Urlaub von Peter Nieländer

Der neue Teil der beliebten Wieso Weshalb Warum-Reihe trägt den Titel „Mein junior-Lexikon Urlaub“. Sowohl Text, als auch Illustrationen, stammen von Peter Nieländer.

Worum geht es?
Auf 12 Doppelseiten wird den Kindern das Thema Urlaub näher gebracht. Dabei werden viele verschiedene Arten von Feriengestaltung und Erholung aufgezeigt.

Wie bei dieser Buchreihe gewohnt, gibt es viele Wörter und Klappen zu entdecken.

Meine Meinung:
Ich fand das Buch sehr übersichtlich und gut gegliedert. Angefangen mit dem Einpacken des Koffers, über die verschiedenen Transportmittel, bis hin zu den unterschiedlichsten Urlaubsarten, sind alle essenziellen Themen abgedeckt. Auf der letzten Seite wurde sogar noch über Urlaub zu Hause berichtet. Das einzige, was mir beim Durchdenken des Themas gefehlt hat, war ein Urlaub in einer Therme, oder auf einem Kreuzfahrtschiff. Sonst sehe ich alle Bereiche abgedeckt.
Besonders gut finde ich an der Buchreihe die Bindeart. Durch die Spiralbindung geht das Buch auch bei öfterem Gebrauch nicht kaputt.
Ebenfalls gelungen fand ich die thematische Verknüpfung der einzelnen Seiten. Eigentlich wird von 5 Familien berichtet, wobei der Fokus auf Piet und Lottes Familie, sowie auf Annas liegt.
Auf der letzten Doppelseite findet man dann nochmal alle Kinder, die im Buch vorkommen.
Die optische Gestaltung von Cover und Illustrationen sind sehr ansprechend und laden zum Entdecken ein.

Fazit
Für ein weiteres sehr gelungenes Werk dieser überaus beliebten Reihe vergebe ich 5 von 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch

Weihnachtszeit! Bald ist's so weit von Annette Moser

Mit „Weihnachtszeit! Bald ist‘s so weit!“ erschien ein liebevoll gestaltetes Pappbilderbuch von der Autorin Annette Moser und der Illustratorin Rebecca Mönch, dass die Kinder richtig auf Weihnachten einstimmt.

Worum geht es?
Auf sechs Doppelseiten findet man die Waldtiere Dora Dachs, Kiki Kaninchen, Ibo Igel, Eddi Eichhörnchen und Elfi Eule, die sich auf Weihnachten vorbereiten.

Dabei suchen sie immer etwas Wichtiges dafür, dass dann hinter einer der zahlreichen Klappen versteckt ist.

Meine Meinung:
Das Cover löst schon beim Betrachten Winter- und Weihnachtsvorfreude aus.
Die Illustrationen fand ich farblich sehr ansprechend und detailreich gezeichnet. Kleine Kinder haben hier viel zu entdecken. Besonders gelungen finde ich den gereimten Text, der am Ende zum Öffnen der Klappen animiert.
Beim Text sind mir aber auch Wörter aufgefallen, wie zum Beispiel schusselig oder emsig, die ich nicht im Wortschatz der Zielgruppe sehe. Diese gehören sicherlich mit Kindern besprochen.
Schön finde ich die letzte Doppelseite, wo man nochmals alle Tiere sieht, wie sie gemeinsam Weihnachten feiern. Hier verstecken sich unter den Klappen die Geschenke, die kleine Zuhörer dann zuordnen können.

Fazit
Für wunderschöne detailreiche Illustrationen und schöne gereimte Suchaufträge mit einzelnen schwierigen Wörtern vergebe ich 4 von 5 Sternen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Huuu-morvolle Gespenstergeschichte

Huuu-Berta - Das kleinste Gespenst von allen von Annette Langen

Mit „Huuu-Berta das kleinste Gespenst von allen“ wurde ein besonders liebenswertes Gespenst zum Deutschen Kinderbuchpreis nominiert. Die Geschichte stammt aus der Feder von Annette Langen und wurde mit Illustrationen von Sabine Sauter untermalt. Die Autorin war mir schon durch ihre „Briefe von Felix“-Bücher bekannt, die ich als Kind geliebt habe.

Deshalb war ich auch auf ihr neues Buch sehr gespannt.

Worum geht es?
Huuu-Berta, das kleinste Gespenst von allen, lebt mit den anderen Gespensterfamilienmitgliedern in einem staubigen Hochhaus. Obwohl es 107 Jahre alt ist, besucht es dort erst den Gruselgarten und lernt wichtige Dinge für das „Gruselchen“, den Ausweis, den jedes Gespenst braucht. Nur noch eine Aufgabe fehlt Huuu-Berta, und zwar das Menschen vergruseln auf einer Reise in die Menschenwelt. Aber wie soll sie das schaffen, wenn sie sich selbst vor den Menschen gruselt? Wird das kleinste Gespenst von allen es je schaffen, ihr Gruselchen zu bekommen?

Meine Meinung:
Insgesamt gefiel mir das Buch sehr gut.
Großartig fand ich die Wortkreationen von Annette Langen wie zB Spätstück und Gruselgarten. Mit diesen ausgefallen Wörtern hebt sich das Buch von anderen Gespenstergeschichten ab und bleibt in Erinnerung.
Besonders schön fand ich auch die Werte, die vermittelt werden. Sowohl Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Ehrlichkeit, Mut, seine Fehler/Ängste eingestehen und um Hilfe bitten, wenn man sie braucht, wurden hier in die Geschichte eingebaut.
Die wichtigste Gespensterregel Nummer 1 lautet, dass Gespensterkinder immer mit Problemen und Ängsten zu ihren Eltern gehen sollen. Auch das ist eine sehr essentielle Aussage, die besprochen gehört. Jedes Kind braucht jemanden, bei dem es auch von seinen Sorgen erzählen darf.
Eine weitere schöne Botschaft war, dass man seine Erfolge selbst manchmal nicht so wahrnimmt wie andere. Man denkt, dass seine Leistung nicht gut genug war, doch in Wirklichkeit war sie sogar über dem Durchschnitt. Auch diese Sorge von Huuu-Berta wurde anschaulich geschildert und dann wieder aufgelöst.

Was mich als einzigen Punkt an dem Buch gestört hat, waren ein paar Satzbaufehler, die allerdings sicher bei einer neuen Auflage korrigiert werden können.

Wir haben hier drei wichtige Charaktere. Neben Huuu-Berta und Flitzi, der Fledermaus, gibt es auch noch Ben, den Menschenjungen.
Huuu-Berta überzeugt mit ihrer kindlichen Art und ihren großen und kleinen Sorgen, die auch junge Zuhörer/innen oft haben. Dadurch können sie sich gut in das kleinste Gespenst von allen hineinversetzen. Flitzi, die kleine Fledermaus, ist ein Paradebeispiel für eine beste Freundin. Sie scheut keine Mühen um Huuu-Berta zu helfen, weicht in schwierigen Situationen nicht von ihrer Seite und ist immer mit ihrem guten Ratschlägen zur Stelle. Der Menschenjunge Ben hat am Anfang genauso viel Angst vor Huuu-Berta, wie der kleine Gespenst vor ihm. Doch bald werden sie Freunde und stellen fest, wie schön es ist, wenn man jemanden hat, auf den man sich verlassen kann und der einem hilft.

Das Cover macht auf den ersten Blick einen sehr freundlichen Eindruck. Die lächelnde Huuu-Berta lädt förmlich dazu ein, im Buch zu blättern und es sich genauer anzusehen. Wenn man es dann aufschlägt, erwartet einen gleich einmal eine Zeichnung von einem Dachboden mit Nummern. Hierzu gehören die Sticker, die ganz hinten im Buch zu finden sind. Nach jedem Kapitel kann man eines einkleben und hat so einen Überblick wie viel man schon gelesen hat. Dies wirkt besonders für kleinen Zuhörer/innen motivierend. Danach folgt eine kurze Vorstellung der wichtigsten Charaktere mit Illustrationen. So lernen wir bereits, bevor die Geschichte startet, wer aller mitspielt und haben gleich einen ersten Eindruck. Danach folgen die 18 Kapitel in idealer Vorleselänge. Auf jeder Doppelseite gibt es auch eine Illustration zu entdecken und sei es nur eine kleine Fledermaus, die über die Seiten huscht. So haben jüngere Kinder auch etwas zum Betrachten, während sie der Geschichte lauschen.

Fazit
Diese außergewöhnliche gute Gespenstergeschichte würde ich Kindern ab 8 Jahren zum Selbstlesen oder Kindern ab dem Kindergartenalter zum Vorlesen empfehlen. Dafür gibt es von mir 5 von 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Familienkater und Hamsterzuwachs

Kater Chaos - Au Backe, ein Hamster! von Katja Reider

In „Kater Chaos: Au Backe, ein Hamster!“ thematisiert die Autorin Katja Rieder gekonnt den anfänglichen Konkurrenzkampf und die spätere Freundschaft der beiden Haustiere Kater Pommes und Hamster Mimi. Zauberhaft illustriert wurden die Geschichten von Alexandra Helm.

Worum geht es?
Kater Pommes traut seinen Ohren kaum, als seine Familie beschließt, dass neben den Geschwistern Jonah und Pauline, sowie ihren Eltern, nun auch noch ein Hamster einziehen soll.

Am Anfang ist er sehr skeptisch, doch schnell freundet er sich mit dem kleinen Nager an und sieht ihn als fixen Bestandteil des Rudels.

Meine Meinung:
In zehn Kapiteln erzählt Kater Pommes von seinem Leben im Rudel. Die Sicht des Tieres ist witzig geschrieben und beinhaltet manche katzentypischen Pointen.
Den Titel des Buches, finde ich nicht unbedingt passend, denn Kater Pommes ist alles andere als chaotisch. Ich würde ihn eher als fürsorglich bezeichnen, weil er immer um das Wohl seines Rudels besorgt ist. Auch die übrigen Charaktere machen auf mich einen netten Eindruck. Eine typische Familie mit zwei Kindern und zwei Haustieren in einem Reihenhaus. Da kann man nicht viel falsch machen, weil sich jede(r) Leser/in bzw. Zuhörer/in angesprochen fühlt.
Den Schreibstil fand ich witzig und eher einfach, allerdings sind die Kapitel mit über zehn Seiten meiner Meinung nach etwas lang zum Selbstlesen für Kinder ab 7 Jahren, wie es laut Beschreibung gedacht wäre. Doch die schönen Illustrationen lockern den Text sichtlich auf. Auch das Cover ist schön gestaltet und spricht bestimmt jeden Katzenfan an.
Besonders schön fand ich, dass, bevor der Hamster einziehen darf, genau besprochen wird, was so ein kleiner Nager alles braucht. Oft kommt das zu kurz bei Haustiergeschichten, doch ich finde es wichtig, dass die Kinder lernen, verantwortungsvoll und selbstständig mit Tieren umzugehen.

Fazit
Große und kleine Katzenfans haben hier eine Sammlung an schönen Geschichten rund um Kater Pommes, Hamster Mimi und ihrer Zweibeinerfamilie. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sternen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Fesselnde Detektivgeschichte im tierischen Setting

Meisterdetektiv Sherlock Bones, Band 1 - Die Jagd nach den Kronjuwelen von Tim Collins

Das Buch „Meisterdetektiv Sherlock Bones Band 1. Die Jagd nach den Kronjuwelen“ von dem Autor Tim Collins wurde von Sarah Heidelberger aus dem Englischen übersetzt.

Worum geht es?
Bei Sherlock Bones und Dr. Jane Catson ist gerade alles ruhig, als eines Vormittags der Inspektor vor der Tür steht und die beiden um Hilfe bittet, weil die Kronjuwelen der Königin gestohlen wurden.

Sofort beginnt die Verbrecherjagd und bald darauf haben sie mehrere Verdächtige gefunden.

Meine Meinung
Die Umlegung des berühmten Originals auf ein tierisches und kinderfreundliches Setting ist gut gewählt und auch erfolgreich umgesetzt. Die Namensanpassungen fand ich besonders gelungen. Neben dem Pfotington Palace und Belling Hill gibt es viele weitere lustige Namen, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachten.

Die beiden Hauptcharaktere Sherlock Bones und Dr. Jane Catson sind mit einem Hund und einer Katze klug ausgesucht worden, weil das Buch somit sowohl für Katzen-, als auch für Hundefans interessant ist. Außerdem spielen noch sehr viele weitere Tierarten mit. Auch sehr gelungen fand ich die fünf Polizeiwelpen, die überall Unordnung und Chaos verbreiten. Alle Charaktere, die mit ihnen zu tun hatten hoffen, dass sie nicht mehr vorbeikommen, was ich auch sehr lustig fand. Schön fand ich dann, dass die fünf am Ende auch zur Lösung eines Rätsels beigetragen haben.

Die Illustrationen sind in schwarz-weiß gehalten, was ich für das Genre sehr passend fand. Zwischendurch gab es immer wieder verschieden Rätsel. Ich bezweifle, dass alle genau auf die Altersgruppe 8 Jahre passen, da manche leichter sind und andere haben mich als Erwachsene gefordert. Prinzipiell sollte aber für jeden etwas dabei sein. Hier möchte ich noch anmerken, dass nur ein Rätsel relevant für die Geschichte ist. Alle anderen sind eine Auflockerung zwischen dem Text, man könnte sie aber auch auslassen, wenn sie zu schwierig sind, oder wenn die Geschichte gerade so spannend ist, dass man gleich weiterlesen will.

Fazit
Hier wurde eine wirklich spannende und sehr gut gelungene Geschichte des berühmten Klassikers für Kinder in einem tierischen Setting in London adaptiert. Dafür gibt es von mir begeisterte 5 von 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Schaurige Gespenster und ein spannender Hexenkongress

Petronella Apfelmus - Burggespenst und Hexensümpfe (Band 11) von Sabine Städing

Das erwartet einen bei dem neuesten und elften Teil von Petronella Apfelmus - Burggespenst und Hexensümpfe, von der Autorin Sabine Stäbing. Ich durfte das Hörbuch, gesprochen von Nana Spier, hören. Dankeschön an das Team der Lesejury.

Worum geht es?
Der Herbst ist da und die Apfelernte steht vor der Tür.

Leider kann Petronella dieses Jahr nicht mithelfen, weil sie zu einem Hexenkongress in den Hexensümpfen eingeladen ist. Unterdessen fahren die Zwillinge Lea und Luis auf Klassenfahrt zu einer Burg, wo es spuken soll. Für die kleinen Geisterjäger wird es ganz schön brenzlich, doch zum Glück können sie gerade noch rechtzeitig Verstärkung rufen.

Meine Meinung:
Die altbekannten Charaktere Lea, Luis und Petronella Apfelmus stehen natürlich wieder im Mittelpunkt. Die Apfelmännchen und der Hirschkäfer Lucius kommen dagegen dieses Mal etwas kürzer. Dafür gibt es einige neue Charaktere mit teilweise sehr lustigen Namen, zum Beispiel Tante Müffel.

Die Handlung ist spannend und schaurig zugleich, also nichts für ängstliche Kinder.
Deshalb ist meiner Meinung nach die Altersempfehlung mit 8 Jahren sehr passend gewählt.
In meinen Augen ist es ein sehr gelungenes Buch/Hörbuch. Besonders gelungen finde ich, den Zusammenhalt der Kinder in der Klasse von Lea und Luis. Auch wenn sich ein Kind etwas nicht traut, wird es nicht ausgelacht oder ausgegrenzt, sondern es wird eine andere wichtige Aufgabe für es gefunden. Eine Sache stört mich leider schon. Die Rabenhexe Hexobine Höckerbein schleicht sich beim Hexenkongress ein, stiehlt einen goldenen Hexenzopf, damit ihr eindringen nicht auffällt und dann lügt sie auch noch. Als sie dann doch auffliegt, wird sie nicht bestraft, sondern sogar belohnt, weil sie den goldenen Hexenzopf, der von einer unachtsamen Gebirgshexe verloren wurde, gerettet hat. Deshalb darf sie ihn behalten. Nachdem vorher erwähnt wurde, dass die Oberhexe, die den goldenen Hexenzopf verleiht, eine gute Freundin von Hexobine ist, machen die Kinder hier erste Bekanntschaft mit „Vetternwirtschaft“. Mir als Elternteil gefällt diese Entscheidung überhaupt nicht und ich hätte auf eine andere Lösung gehofft.
Toll fand ich, wie sich die beiden Handlungsstränge, die immer abwechselnd erzählt werden, dann überschneiden. So wurden dann doch aus zwei Geschichten wieder eine.

Die Sprecherin Nana Spier kannte ich schon von anderen Petronella Hörbüchern. Auch bei diesem überzeugt sie mit der unterschiedlichen Sprechweise der verschiedenen Charakteren. So kann man der Geschichte leicht folgen. Sie spricht sehr abwechslungsreich und betont an den richtigen Stellen. Ihre angenehm raue Stimme, die perfekt zu der herbstlichen Hexengeschichte passt, macht es möglich, auch das ganze Hörbuch auf einmal durchzuhören.

Fazit
Für die neueste, gruselige Geschichte von Petronella Apfelmus und ihren Freunden, vergebe ich, passend zur Herbst- und Halloweenzeit, 4 von 5 Hexenhüten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Hübsch illustrierte Gespenstergeschichte

Flitz und Fluse - Gespenster-Training leicht gemacht von Annette Moser

Mit „Flitz und Fluse Gespenster-Training leicht gemacht“ veröffentlichte die Autorin Annette Moser und die Illustratorin Alex Peter ein hübsches Buch für Kinder ab 4 Jahren für die Halloweenzeit.

Worum geht es?
Tante Twister kündigt sich bei Familie Grausewitz an. Sie möchte die beiden Gespensterkinder im Spuken testen.

Mama und Papa finden spuken aber nicht nur altmodisch, sondern auch gefährlich. Deshalb müssen die Kinder Flitz und Fluse Tante Twister überlisten, damit sie die beiden nicht zu ihrer Gespensterschule mitnimmt. Wird es ihnen gelingen Tante Twister von ihren Spukkenntnissen zu überzeugen?

Meine Meinung
Die Charaktere wirken sehr kindgerecht und sind für Gespenster sogar sehr freundlich. Nur die Tatsache, dass der Papa nicht möchte, dass die schwangere Mama mithilft und sich sogar vor ihr fürchtet, wenn sie spukt, finde ich eine etwas veraltete Ansicht. Auch die dicke Körperfigur des Vaters und seines Bruders wird immer wieder betont. Dies sollte meiner Meinung nach nicht in einem Kinderbuch thematisiert werden.

Das Cover und die Illustrationen kommen mit nur wenigen Farben aus und hinterlassen trotzdem einen guten Eindruck. Die gespenstischen Bilder, die meist in den Farben lila, rosa sowie schwarz und weiß gehalten sind, vermitteln eine angenehm passende Atmosphäre. Die Gespenster selbst sind sehr niedlich gezeichnet und somit absolut geeignet für kleine Zuhörer ab 4 Jahren.

Den Schreibstil finde ich altersgemäß und auf das Wichtigste beschränkt. Dadurch sind die Kapitel auch sehr kurz und auch für junge Zuhörer gut geeignet.

Fazit
Ich vergebe 4 von 5 Sterne für eine nette Gespenstergeschichte, die vor allem durch ihre hübschen Illustrationen hervorsticht. Eine Leseempfehlung gibt es für alle mutigen Kinder ab 4 Jahren.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Suche Dinge - finde Freundin fürs Leben

Henry Kolonko und die Sache mit dem Finden von Maja Konrad

Ganz nach diesem Motto erzählt die Autorin Maja Konrad in ihrem ersten Buch „Henry Kolonko und die Sache mit dem Finden“ eine liebenswerte Geschichte über wahre Freundschaft, Mut, aber auch Trauerbewältigung.

Worum geht es?
Der zurückhaltende Junge Henry hat ein ganz besonderes Hobby. Er findet Sachen und bringt sie ihren Besitzern zurück.

Er macht das schon, solange er denken kann, jeden Tag. Bis ein aufgedrehtes Mädchen namens Pippa in das Wohnhaus einzieht. Sie freundet sich mit dem schüchternen Buben an, möchte aber auch andere Sachen mit Henry unternehmen, als nur Fundstücke zurückbringen. Wird es Henry schaffen auch etwas anders zu unternehmen, dass nichts mit seinem Hobby zu tun hat?

Meine Meinung
Sowohl Cover als auch die Illustrationen im Buch aus der Feder von Stefanie Jeschke sind für mich ansprechend. Vorallem das Knopfglas, das auf jeder Seite oben in der Ecke ist und sich im Laufe der Geschichte immer weiter füllt, finde ich eine super Idee. So ist auf einem Blick ersichtlich wie weit die Geschichte fortgeschritten ist.
Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Bilder auf dem Vorsatz (also der Innenseiten des Einbandes) Henrys Regal und Pinnwand im Kinderzimmer darstellen. Vorne findet man es mit all den Fundstücken und hinten dann so, wie es am Ende der Geschichte aussieht.
Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Handlung konnte mich überzeugen.
Henry ist ein schüchterner, zurückhaltender Junge, der alleine mit seinem Vater in einer Wohnung lebt, weil er seine Mutter verloren hat.
Pippa ist das genaue Gegenteil zu Henry. Sie ist aufgeweckt, eine Plaudertasche und immer auf der Suche nach Abenteuern.
Sobald Henry Pippa kennenlernt, merkt man als Leser, dass er beginnt sich zu öffnen. Er macht Sachen, die er sich vorher nie getraut hätte, aber mit seiner Freundin Pippa an der Seite, schafft er es dann doch. Hier ist ganz klar eine wichtige Charakterentwicklung zu beobachten.

Fazit
Die Autorin schafft es in dem Buch das Thema Trauerbewältigung aufzugreifen, ohne, dass man sich als Leser unwohl oder überfordert fühlt. Deshalb gibt es von mir 5 von 5 Sterne, für ein sehr gelungenes Buch mit einem außergewöhnlichem Thema, dass mir sicher lange in Erinnerung bleiben wird.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Herzerwärmendes Vorlesebuch für die ganze Familie

Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel, Band 3 von Katharina E. Volk

Mit „Wilma Walnuss - Winter und Weihnachten im kleinen Baumhotel“ von Katharina E. Volk erschien das dritte Vorlesebuch rund um Hamster Wilma, ihrem Baumhotel im Schlüsselblumenweg Nummer sieben und ihren Freunden.

Worum geht es?
In diesem Band schildert die Autorin Geschichten der kalten Jahreszeit beginnend mit der Vorweihnachtszeit, über den Advent und Heiligabend, bis hin zu Silvester.

Es werden mehrere Weihnachtstraditionen aus den unterschiedlichsten Ländern aufgegriffen, wie zum Beispiel das Luciafest aus Schweden, oder der Wichtel Julenisse aus Dänemark.
Außerdem zieht ein neuer Nachbar in den Wald, der sich gut einzuleben scheint, weil er gleich in mehreren Geschichten vorkommt.
Auch viele neue Gäste von nah und fern besuchen das kleine Baumhotel und gestalten die Adventszeit mit.

Meine Meinung
Das Cover spricht einen sofort an und vor allem die schimmernden Schneeflocken, sowie der schimmernde Titel, stechen einem gleich ins Auge.

Die gelungenen Illustration von Nora Paehl machen die Geschichten noch lebendiger und unterstreichen das Erzählte.

Die Autorin hat bei dem Buch auf einen gut verständlichen Satzbau gesetzt, damit auch kleinere Kinder beim Vorlesen der Geschichte gut folgen können. Lediglich einzelne unbekannte Wörter müssen beim Lesen besprochen werden.

Der Hauptcharaktere ist die niedliche Hamsterdame Wilma Walnuss, die immer einen guten Rat für ihre Freunde auf Lager hat und der keine Mühe zu viel ist. Sie scheint auch eine Engelsgeduld mit jedem zu haben, sei der Gast noch so anstrengend.
Ihre Freunde Nobbi, der Künstlermaulwurf, Amalie, das Bastelwildschein, Fiona, das Spurensucheichhörnchen, Linda, die Postschnecke, Balduin, der Zimmermannbieber und Dr. Kautz, der Dauergast, sind zum Glück alle am Anfang des Buches in einer Charakterübersicht aufgelistet, sodass man die Freunde bereits vor der ersten Geschichte kennenlernen kann. Auch während der Geschichten kann man so immer wieder nachsehen, wer denn jetzt gerade mitspielt.

Auch gut fand ich die Karte auf der Coverinnenseite. So konnte man immer verfolgen, wo die Geschichte gerade spielt.
Auf dieser Karte kann man auch nach jeder Geschichte ein kleines Bild hinten im Buch ausschneiden und einkleben. Die Idee finde ich super, nur wären hier Sticker sehr viel praktischer.

Die Geschichten sind in sich geschlossen und man kann jede separat lesen, jedoch finde ich es schön, wenn zum Beispiel das Iglu, dass in einer Geschichte gebaut wird, später in anderen wieder auftaucht. Auch als man über Weihnachtsgrußkarten von ehemaligen Hotelgästen hört, war ich ganz begeistert.

In den Geschichten gibt es viele nette Ideen für die Vorweihnachtszeit, die als Inspiration für das eigene Familienleben dienen können. Beim Lesen bekommt man direkt Lust selbst eine Laterne zu basteln, oder die ersten Kekse zu backen.

Fazit
Ich gebe 5 von 5 Sterne für ein richtiges Wohlfühlbuch, in das man sich an kalten Wintertagen gerne zurückzieht. Die herzerwärmenden Geschichten haben genau die richtige Länge zum Vorlesen und entführen in die behagliche Gaststube des Baumhotels zu Wilma und ihren Freunden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache

Zauberhaft illustriertes Kinderbuch

Der geheime Garten von Calista Brill

„Der geheime Garten“ von Calista Brill mit den Illustrationen von Adelina Lirius ist eine Kinderbuchneuinterpretation des bekannten gleichnamigen Romans von Frances Hodgson Burnett.

Worum geht es?
Die kleine Mary zieht in ein großes tristes Haus in England. Das Mädchen ist traurig und einsam.

Nachdem der Gärtner Ben ihr von einem geheimen Garten, der versperrt ist, erzählt hat, begibt sich das neugierige Kind, mithilfe ihres Freundes, einem kleinen Rotkehlchen, auf die Suche nach dem Schlüssel. Als sie ihn findet und den Garten das erste Mal sieht, beschließt sie, sich darum zu kümmern und bekommt Hilfe von Dickon, der ihr später auch zum Freund wird. Mit jedem Spatenstich und jeder erblühenden Blume fühlt sich auch Mary wieder fröhlicher und blüht selbst ein kleines bisschen mehr auf.
Eines Tages hört sie ein Weinen in dem großen Haus. Als sie dem Schluchzen folgt, findet sie einen kränklich aussehenden Jungen, der ans Bett gefesselt ist, weil er nicht laufen kann. Dickon und Mary bringen den kleinen Colin in den geheimen Garten an die frische Frühlingsluft. Umso weiter der Frühling voranschreitet, umso mehr blühen der Garten und die drei Kinder auf, bis eines Tages Colin seine ersten Schritte machen kann.

Meine Meinung:
Sowohl das Cover als auch die vollseitigen Illustrationen aus der Feder von Adelina Lirius sind ein Gedicht. Die am Anfang trist aussehenden Bilder werden, genau wie Marys Gemütszustand, immer farbenfroher und lebendiger. Die detailreichen Zeichnungen laden zum Erkunden und Entdecken ein. Vor allem sticht ins Auge, dass es eine Doppelseite gibt, wo die Handlung nicht erzählt, sondern nur gezeichnet ist. Es spricht für die Zusammenarbeit von Autorin und Illustratorin, dass dies so gut geklappt hat und der Text auf der nächsten Seite wieder dazupasst.

Zum Inhalt ist außerdem zu sagen, dass man merkt, dass es eine stark gekürzte Nacherzählung in einem Kinderbuch ist. Ich kannte den Originalroman nicht und hatte trotzdem beim Lesen das Gefühl, dass mir Teile fehlen bzw. wirkte der Text sehr abgehakt.
Als ich im Nachhinein recherchierte und mir die Zusammenfassung des Romans durchlas, stellte ich fest, dass sehr viele, für mich wichtig wirkende Details fehlen. So zum Beispiel, dass Mary Waise ist und deshalb zu ihrem Onkel ziehen musst. Darum ist sie auch so traurig. Außerdem ist Colin ihr Cousin und vom geheimen Garten hat ihr nicht der Gärtner Ben sondern ihr Dienstmädchen Martha erzählt.

Diesen Hintergrundinformationen rücken den Hauptcharakter Mary in ein ganz anderes Licht. Am Anfang dachte ich, so eine griesgrämige Protagonistin. Doch als ich wusste, dass das Mädchen ihre Eltern verloren hat und deshalb trauert, wurde ich viel verständnisvoller und Mary war mir auf einmal sehr viel sympathischer. Im Laufe des Buches macht sie eine totale Wandlung durch. Ist sie am Anfang noch allein und traurig, so sieht man das Mädchen am Ende lachen und mit ihren Freunden spielen. Es scheint so, als hätte Mary mit dem Schlüssel zur Tür auch den Schlüssel zum Herzen gefunden, denn sie wird ab diesem Zeitpunkt offener und freundlicher.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass die Geschichte für mich eine wichtige Kernsussage hat. Wenn man sich nämlich um jemand anderen kümmert (sei es ein Garten, ein Mensch oder vielleicht ein Tier) wirkt sich das auf den Charakter aus.

Fazit
Die schön illustrierte Kinderbuchkurzfassung von „Der geheime Garten“ bekommt von mir 3 von 5 Sterne, da für mich leider wesentliche Elemente vom Original fehlen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Geschichtendrache