Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Leider wird öfter Spannung auf Kosten der Logik aufgebaut
Seelendämmerung von Dirk Trost
Die Investigativjournalistin Thyra König wird in der Dusche ihres Boxclubs überfallen, der Angreifer hat, wenn auch auf sehr kryptische Weise, eine Bitte an sie, sie soll Kinder vor einer Gefahr bewahren, näheres würde sie im Schlaraffenland erfahren.
Thyra fühlt sich vor allem wegen der gefährdeten Kinder angesprochen, recherchiert, und begibt sich mit Folkert Mackensen als Rückendeckung zunächst nach Berlin, denn dort könnte das erwähnte Schlaraffenland zu finden sein.
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Schon der Einstieg in die Geschichte hat mich den Kopf schütteln lassen, Thyra wird überfallen und lässt sich auf ein paar Satzfetzen des Angreifers ein? Schon das ist für mich nicht wirklich logisch, warum konnte sie der Mann nicht auf andere Weise ansprechen, warum wird sie zunächst auf eine Art Schnitzeljagd geschickt, obwohl Kinder in Gefahr sein sollen? Diese Frage habe ich mir immer wieder gestellt. Spannung wird hier leider öfter auf Kosten der Logik aufgebaut.
Sicher, dadurch kommen auch einige interessante Szenen zu Stande, denn in Berlin besucht Thyra den legendären Club Berghain, kommt , nicht nur, in Lebensgefahr, isst vergoldete Currywurst, und wird Mordzeugin. Letztlich führt der Weg dann nach Irland, dem Land, in dem Thyra aufgewachsen ist, wo sie, natürlich, wieder in Lebensgefahr gerät, und sogar, ganz unerwartet auch für die Leser:innen, jemanden trifft, den sie kennt – hier bin ich übrigens sehr unsicher, was ich davon halten soll, mal sehen, wie sich das weiterentwickelt, in beiden Reihen.
Thyra König ist nämlich die Tochter Jan de Fries‘, dem Protagonisten der anderen Reihe des Autors. Aus dieser Reihe stammt auch ursprünglich Folkert Mackensen, der mir hier besser gefällt als dort. Auch Thyra ist nicht unsympathisch, doch in meinen Augen oft zu unvorsichtig. Mackensen erscheint mir da etwas bedachter.
Auf gewisse Weise faszinierend finde ich die Settings, erst der Club, später dann die irische Insel, Valentia Island, die einiges zu bieten hat, hier aber ein bisschen zweckentfremdet wird. Denn dort geschieht heimlich und leise etwas Ungeheuerliches, in dem sich Thyra bald mittendrin befindet.
Der zweite Band um Thyra Königs ist spannend, bietet aber auch einige Möglichkeiten, den Kopf zu schütteln, für mich wird leider öfter Spannung auf Kosten der Logik aufgebaut. Trotzdem habe ich den Roman nicht ungern gelesen, vor allem wegen der interessanten Settings. Band 1 fand ich jedoch deutlich gelungener.
Rezensionen von askyfullofpages:
Hoffnung statt Resignation
Liebe Wilhelmine oder Plädoyer fürs Kinderkriegen in der Klimakrise von Marisa Becker
Marisa Becker ist mit diesem Buch ein beeindruckender Spagat zwischen Mutmachen und einem eindringlich eingeforderten Umdenken gelungen. Ich bin selber Mama einer bald 18-jährigen Tochter und muss sagen, dass ich mir schon oft denke, dass sich die Situationen an vielen Fronten zunehmend zuspitzen. Ich frage mich, wie sie das sieht und ob sie überhaupt irgendwann Kinder bekommen möchte.
Natürlich spielen dabei noch viele weitere Faktoren als nur die Klimakrise eine Rolle, aber dennoch ist das eine Thematik, der wir uns heute nicht mehr entziehen können. Es gibt kein Entkommen mehr und das geforderte Um- und Neudenken ist allgegenwärtig und notwendig.
Die Autorin hat eine starke und zugleich differenzierte Lanze für das Kinderkriegen gebrochen, ohne dabei blauäugig eine romantische Zukunft zu zeichnen. Stattdessen macht sie Mut, indem sie zeigt, dass uns herausfordernde Zeiten bevorstehen und dass es unsere Aufgabe ist, unsere Kinder darauf vorzubereiten und sie dabei bewusst zu begleiten. Gleichzeitig wird deutlich, dass wir uns aktiv und verantwortungsvoll für den Klimaschutz einsetzen müssen.
Ich fand das Buch richtig gut. An manchen Stellen habe ich mich und meine eigenen Gedankengänge klar wiedererkannt, an anderen Stellen bin ich auf neue, kluge Denkansätze gestoßen.
Für mich ist das Buch weit mehr als ein Ratgeber. Es ist ein Begleiter, eine innere Stimme voller Mut und Liebe verbunden mit der eindringlichen Erinnerung daran, Verantwortung zu übernehmen.
Ein Buch das zum Nachdenken anregt und das ich absolut empfehlen kann..
Rezensionen von Immenhof:
Angenehmer Schreibstil
Sommerwind in der Toskana von Karin Seemayer
Bei „Sommerwind in der Toskana“ handelt es sich um einen klassischen Wohlfühlroman. Nach einem klassisch klischeehaften Einstieg erhält man alles, was man von einem Wohlfühlroman erwartet: eine tolle Landschaft und eine Liebesgeschichte.
Was diesen Roman jedoch von anderen des Genres unterscheidet, ist der prägnante Schreibstil, der es schafft, ein klares Bild zu vermitteln, ohne sich in Unmengen an Beschreibungen zu verlieren.
Man hat trotzdem das Gefühl, in der Toskana zu sein, und erlebt die Gerüche, das Essen und die Alltagsgeräusche hautnah mit.
Die Protagonistin überzeugt, weil sie nicht blauäugig handelt. Insgesamt sind die Schilderungen im Buch alltagsnah und realistisch, sodass man sich gut darin wiederfinden kann. Die Kapitellänge ist sehr angenehm, sodass man auch zwischendurch immer wieder gut in die Toskana eintauchen kann.
Ein rundum gelungener Roman, der klassische Elemente des Genres enthält, Schwachstellen jedoch deutlich eleganter und sympathischer löst. Für Fans der Toskana oder von Wohlfühlromanen eine klare Empfehlung.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Einfach einmal loslassen
Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo
Die 39jährige Marlene ist eine erfolgreiche Karrierefrau. Allerdings hat sie wenig Einfühlungsvermögen und eckt immer wieder bei ihren Kolleginnen und Kollegen an. Deswegen wird die von ihrem Chef zu einem Achtsamkeitsseminar geschickt. Das Seminar wird auf einem Brandenburger Schloss von dem Supercoach Alex Grow geleitet.
Dieser befindet sich selbst gerade in einer Krise. Sein finanzieller Engpass könnte durch einen Deal mit Mariannes Chef entschärft werden.
Das Buch enthält einige Klischees. Eigentlich mag ich keine Klischees, aber so wie sie hier untergebracht wurden, fand ich das sehr unterhaltsam und amüsant.
Marlene und Alex stehen im Wechsel im Vordergrund, so lassen sich die Gedanken beider gut nachvollziehen. Zunächst ist Marlene skeptisch, macht das Ganze mehr widerwillig, aber man merkt, dass sich trotzdem etwas in ihr tut.
Zu Beginn habe ich mich amüsiert, dann ändert sich die Dynamik und der Ton wird ernster. Mir hat diese Veränderung ebenso gefallen wie die Entwicklung der Charaktere.
Schön ist auch die Umgebung und ich würde zu gerne auch einmal dorthin reisen.
Die Geschichte zeigt das Leben auf vielfältige Weise mit seinen Herausforderungen und Möglichkeiten uns zu verändern. Es ist ein Buch das unterhält und nachdenklich macht.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Interessant, aber auch herausfordernd
Die Stimmen der Nacht von Tochi Eze
Das Buch war für mich eine echte Herausforderung. Auf der einen Seite ist es total spannend etwas über Nigeria, die Einwohner und deren Sitten, Rituale und Bräuche zu erfahren, aber auf der anderen Seiten war die Anzahl der Charaktere so hoch und mir die afrikanischen Namen, Orte und Begriffe so fremd, dass es mir schwer fiel den Überblick zu behalten.
Die Geschichte umfasst einen Zeitraum von 1905 bis in die Gegenwart. In der Vergangenheit hatten die Familien Nigerias unter der Kolonialherrschaft zu leiden. Diese hat bei den Einwohnern tiefe Spuren hinterlassen, da sie tiefgreifende und oft verheerende Auswirkungen auf die nigerianischen Familienstrukturen und das soziale Gefüge mit sich brachten. Die Auswirkungen reichen bis in die Gegenwart haben. Margaret Okolo ist eine der Nigerianerinnen, deren Familie viel Leid erfahren musste. Sie lernt 1960 den aus Großbritannien stammenden Benjamin Fletcher kennen, der in Lagos auf der Suche nach seinen afrikanischen Wurzeln ist. Gegen den Willen ihrer Eltern heiraten Benjamin und Margaret.
Mit diesem Buch habe ich mich aus meiner Komfortzone hinaus bewegt. Das Lesen war eine Herausforderung, aber eine, die sich gelohnt hat mir mir interessante Einblicke in die nigerianische Geschichte gegeben hat.
Rezensionen von Lesemama:
Alles Lügen
Spiel des Lügners von Jessica S. Olson
Zum Buch:
Lola lebt zusammen mit dem Dieb Enzo. Sein Bruder, der Lügner, und er sind als Schattenbrüder bekannt, aber verstritten. Als Lola und Enzo den Plan fassen, sich beim Lügner in seinem Spielcasino einzuschleichen, wusste Lola noch nicht das ihr ganzes Leben auf Lügen aufgebaut ist. Aber wer lügt sie an? Der Dieb oder der Lügner
Meine Meinung:
Es beginnt mit dem Kennenlernen zwischen Enzo und Lola und ihrem gemeinsamen Herz.
Als Lola vier Jahre später im Lügenpalast versucht hinter das Geheimnis des Lügners zu kommen, beginnt sie auch ihr bisheriges Leben zu hinterfragen. Denn sie fühlt sich einerseits vom Lügner anzogen, andererseits ist da ihre Loyalität zum Dieb.
Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus Sicht von Lola und einzelnen, wenigen Kapiteln aus Sicht von Nic, dem Lügner. Es ist spannend, sehr unterhaltsam und hat eine kleine Lovestory, die nicht ganz so glücklich ist, aber es hat durchaus schöne Momente.
Ein guter Schreisbst, eine durchaus spannende Story. Nur das Ende hat mich echt enttäuscht. Es ist so nichtssagend und offen, macht dadurch aber auch Hoffnung auf eine Fortsetzung.
Ein magisches, fantasievolles Lesevergnügen
Rezensionen von jori1020:
Ein intensives Portrait einer Liebe in Zeiten der Aids-Pandemie
Bildnis eines Unsichtbaren von Hans Pleschinski
Mit 'Bildnis eines Unsichtbaren' zeichnet Hans Pleschinski ein vielschichtiges, komplexes und anspruchsvolles literarisches Portrait seines Freundes und Lebensgefährten Volker Kinnius. Im Mittelpunkt stehen die rund zwanzig gemeinsamen Jahre, die stark von der Aids-Pandemie der 1980er- und 1990er-Jahre geprägt sind.
Der Roman trägt dabei deutlich autobiografische Züge und wirkt an vielen Stellen wie eine sehr persönliche Erinnerungsschrift.
Schonungslos und eindringlich taucht man als Leser*in in die Gefühlswelt des Erzählers ein. Pleschinski vermittelt sehr eindrucksvoll, was es bedeutete, als schwuler Mann diese Zeit zu erleben: die ständige Angst, die gesellschaftliche Stigmatisierung und vor allem die Hilflosigkeit, den körperlichen Verfall geliebter Menschen mit ansehen zu müssen. Diese Passagen gehören zu den großen Stärken des Buches. Sie gehen unter die Haut, berühren und machen die Dimension dieser historischen Erfahrung greifbar.
Gleichzeitig entfaltet der Roman ein lebendiges Bild der Münchner Bohème und ihres kulturellen Umfelds. Kunst, Literatur und Zeitgeschichte sind eng miteinander verwoben und spiegeln das intellektuelle Milieu wider, in dem sich die Figuren bewegen.
An einigen Stellen wirkt der Roman allerdings etwas überfrachtet. Informationen werden teilweise sehr verstreut erzählt, und der Handlungsverlauf weist immer wieder Sprünge und Lücken auf. Auch die Vielzahl der auftretenden Personen verlangt eine gewisse Aufmerksamkeit beim Lesen. Dadurch wirkt die Erzählung gelegentlich etwas fragmentarisch.
Dennoch bleibt Bildnis eines Unsichtbaren ein eindringlicher und bewegender Roman über Liebe, Verlust und Erinnerung. Vor allem als literarisches Zeugnis einer prägenden Zeit ist das Buch sehr lesenswert und hinterlässt einen nachhaltigen Eindruck.
Rezensionen von mo.ni.books:
Grandioser Auftakt!
Der Hof der silbernen Nacht von K. T. Steen
Der Hof der silbernen Nacht ist Auftakt der Romantasy Geschichte rund um die Lichtelfe Niva und den Schattenkönig Valerian von der Autorin K. T. Steen.
Niva ist durch einen Schwur an den Zirkusdirektor Borwin gebunden. Indem sie geheime Aufträge annimmt versucht sie die Freiheit ihrer Schwester Rienne und ihre eigene zu erarbeiten.
Borwin schickt sie auf gefährliche Missionen, weil sie imstande ist ihr Aussehen zu ändern und auch für längere Zeit beizubehalten. Als sie aber ein geheimes Artefakt bei der Übergabe stehlen soll und dabei das Aussehen vom Schattenkönig Valerian Kaelvane annehmen muss, wird der Auftrag brenzlig.
Die Autorin konnte mich mit ihren spannenden Romantasy Roman fesseln und auf eine baldige Fortsetzung hoffen lassen. Die Geheimnisse und Intrigen, in denen sich Niva verstrickt, geben der Handlung die Spannung. Die verbotenen Gefühle, die sich zwischen den Hauptfiguren entwickeln, runden das Geschehen ab
Rezensionen von Ele:
Die tote Joggerin
Der Hof der silbernen Nacht von K. T. Steen
Steirerzwist, Kriminalroman von Claudia Rossbacher, Ebook, Gmeiner-Verlag
Sandra Mohr ermittelt, ihr 15. Fall
Eine Hoteldirektorin wurde beim Joggen ermordet und in die Mur geworfen, unweit davon wurde auch ein Obdachloser ermordet aufgefunden. Stehen die Leichenfunde in einem Zusammenhang und warum mussten die Opfer sterben? Sandra Mohr ermittelt mit ihrem Team mit Hochdruck, bis sie selbst Morddrohungen erhält.
Im bewährten Modus, zuerst ein Mord und die Ermittlungsarbeit beginnt. So schreibt Claudia Rossbacher. Auch im 15. Fall, flüssig und unterhaltsam. Das Werk umfasst 29 Kapitel in idealer Leselänge. Ein spannender Krimi, mit den vertrauten Ermittlern, den man einfach nicht aus der Hand legen mag. Sandra Mohr kompetent und sympathisch, immer wieder hat die Autorin Einblicke in das Privatleben von Sandra geschaffen, das macht sie authentisch. Und ich mag auch Sascha Bergmann, der manchmal mit seinen Späßen etwas daneben liegt, auch mürrisch, aber ebenfalls ein guter Ermittler, die beiden ergänzen sich hervorragend und sind auch erfolgreich.
In den Steirerkrimis wird hauptsächlich die Arbeit der Ermittler beschrieben, deshalb sind sie auch so nachvollziehbar. Genau so stelle ich mir Polizeiarbeit vor. Stück für Stück, kommen die Ermittler der Lösung näher. Raum genug für den Leser um selbst mitzuraten – im whodunnit-Stil, mit überraschenden Wendungen. Erst am Schluss wurde mir langsam klar, wie es gewesen sein könnte.
Immer wieder wird auf vergangene Fälle hingewiesen, trotzdem steht jeder Teil für sich und kann auch in unabhängiger Reihenfolge gelesen werden. Das Setting ist ebenfalls gut beschrieben und so geht die Erzählung wie Kino im Kopf ab. Besonders charmant sind die schlagfertigen Dialoge in Mundart. Im anschließenden Glossar sind österreichische bzw. steierische Ausdrücke erklärt, auch die Abkürzungen, die die Polizeiarbeit betreffen.
Ich fühlte mich rundherum gut unterhalten. Es war spannend zu lesen. Ich hoffe auch, dass es nicht der letzte Steirerkrimi von Rossbacher war, gerne würde ich Mohr und Bergmann bei weiteren Fällen über die Schulter schauen. An einigen Stellen hätte ich mir die Beschreibungen ausführlicher gewünscht. Die Bedrohungen an Sandra waren im Buch so abrupt und plötzlich, doch auf jeden Fall verständlich, aufgeklärt.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung an alle die Krimis im whodunnit-Stil mögen und natürlich an alle Fans der Reihe.
Rezensionen von Streiflicht:
Gute Fortsetzung
Der Kuckucksjunge von Søren Sveistrup
Da ich das Vorgängerbuch "Der Kastanienmann" mit großer Begeisterung gelesen habe und nordische Krimis und Thriller sowieso insgesamt sehr gerne mag, war ich natürlich sehr neugierig auf das neue Werk des Autors Soren Sveistrup. Ich mag es, Fortsetzungen zu lesen, wenn man die Figuren schon kennt und mag.
Auch hier präsentiert sich wieder eine interessante Geschichte, die die Leser mitnimmt nach Dänemark. Leider war das Buch nicht ganz so spannend wie sein Vorgänger und hatte einige Längen. Da habe ich mich gefragt, ob man nicht ein paar Seiten kürzen hätte können, wenn ein Buch sowieso schon fast 700 Seiten hat. Aber abgesehen davon habe ich auch diese Fortsetzung gerne gelesen.
Neben dem schrecklichen Fall kämpfen die beiden Ermittler auch mit jeder Menge privater Probleme. Das mag ich an sich schon, weil es die Protagonisten menschlicher macht, hier hätte es an der einen oder anderen Stelle auch ein bisschen weniger sein können.
Insgesamt eine gute Fortsetzung.










