Kunden em pfehlungen
Rezensionen von rewareni:
Kurzgeschichten
Zwielicht 23 von Algernon Blackwood
Zwielicht 23, das Magazin für Horror und unheimliche Phantastik bietet dieses Mal 16 Geschichten, wo man sich in gewohnter Manier gruseln und auch schmunzeln kann.
Es gibt auch wieder einige Geschichten, die sehr berührend sind, betroffen machen und es ist interessant dabei, wie man daraus eine spannende oder unheimliche Geschichte schaffen kann.
Wie sich dabei die Protagonisten rächen oder sich einfach dann ihrem Schicksal ergeben.
Mir gefallen dabei immer wieder die unterschiedlichen Ideen, wenn es wie bei der Geschichte von Thorsten Küper ,,Vom tiefen Meer unter der Treppe“ eine besondere Vater- Sohn Beziehung gibt, wo man als Leser selber mitleiden muss. Selbst die bereits 1906 erschienene Geschichte ,,Der Sandwanderer“ von Fergus Hume zeigt, dass eine alte und klassische Gruselgeschichte noch immer einen besonderen Reiz versprüht.
Generell gibt es auch in diesem Band einige Geschichten von längst verstorbenen Autoren, die wunderbare und unheimliche Beiträge liefern, wo Algernon Blackwood mit seiner Geschichte ,,Der Dachboden“ trotz traurigem Ende, eine glückliche Mutter zurück lässt.
Erwähnenswert ist aber auch eine witzige, humorvolle und bitter böse Gruselgeschichte von Karin Reddemann wo ,,So eine wunderschöne Pflanze“ man wohl doch nicht zu Hause haben möchte.
Der bunte Mix aus Spannung, Humor, Traurigkeit und Gänsehautgefühl passt perfekt in die Zwielicht Reihe.
Am Ende findet man wieder einige interessante Artikel wie Kannibalismus oder Vampire und runden somit die Ausgabe toll ab.
Die Innenillustrationen sind von Adrian van Schwamen, die einen zusätzlichen Kick geben und Björn Ian Craig hat wieder einmal ein tolles Titelbild beigesteuert.
Wer also gruselige, humorvolle, blutige und geisterhafte Kurzgeschichten mag, wird mit Zwielicht 23 seine Freude haben.
Rezensionen von C. P.:
Emotionale Queer-Romance basierend auf einer chinesischen Legende
Legend of the White Snake von Sher Lee
In einer Welt, in welcher es Magie und Naturgeister gibt, sucht Prinz Xian verzweifelt nach einem Heilmittel für seine Mutter, welche vor Jahren durch den Biss einer weißen Schlange erkrankte. Das Orakel prophezeit ihm, in Changle eine weiße Schlange zu finden, welche seine Mutter heilen könnte. In offiziell politischer Mission macht sich Xian also mit seinem Gefolge auf an den Hof von Changle.
Ebenfalls auf dem Weg dorthin sind Zhen und seine Schwester, um sich am Hof etwas Geld zu verdienen. Was niemand weiß: die beiden sind Schlangengeister. Und Zhen ist eine weiße Schlange.
Natürlich laufen die beiden jungen Männer sich über den Weg, und natürlich kommt es zu einer gewissen Anziehung zwischen den beiden, welche auch eine besondere Bedeutung hat. Ein großer Pluspunkt des Romans an dieser Stelle ist der Perspektivenwechsel zwischen den beiden. Zhen hat seine Geheimnisse, und eines davon bereitet ihm ein so schlechtes Gewissen, dass er mehr darunter leidet, als er überhaupt müsste. Sein emotionaler Part ist sehr einfühlsam und bewegend. Prinz Xian ist hin und hergerissen zwischen der Sorge um seine Mutter, seinen Gefühlen zu Zhen und den Forderungen des Hofmagiers, die Suche nach der Schlange voranzutreiben. Hier ist Xians Charakterentwicklung sehr interessant, welche seine Entscheidungen stark beeinflusst, wenn auch nicht immer in bester Weise, wie er später feststellen muss.
Ein schönes Extra sind die magischen Hintergründe, welche einige Geschehnisse sowie das Handeln mancher Charaktere verdeutlichen. Der Fokus liegt auf den Charakteren, weniger auf dem Weltenbau. Und das ist hier auch völlig ausreichend, da das emotionale Auf und Ab mitsamt allen HIndernissen für ausreichend Spannung sorgt. Eine emotional mitreissende SlowBurn-Romantasy vor fernostasiatischer, historischer Kulisse für Jugendliche und alle Junggebliebenen.
Rezensionen von Ameland:
Eine neue Mission
Die grünen Piraten - Wale in Not von Andrea Poßberg; Corinna Böckmann
Hinter den Grünen Piraten verbergen sich die fünf Freunde Pauline, Lennart, Flora, Jannik und Ben. Die Kinder dürfen dieses Mal an die Ostsee und auf ein richtiges Forschungsschiff, wie spannend. Der Eigentümer untersucht wie sich die Veränderungen der Lebensbedingungen durch Klimawandel, Windkrafträdern und mehr Schiffsverkehr auf die in der Ostsee beheimateten Schweinswale auswirken.
Aber keine Sorge, es wird in dem Buch nicht wissenschaftlich, sondern ganz furchtbar spannend und interessante Infos gibt es noch dazu. Ich wusste z. B. nicht, dass jedes Jahr bis zu 10.000 Netze oder Netzteile der Fischer allein in der Ostsee verloren gehen. Dass das nicht gut für die Tiere im Meer ist, könnt ihr euch sicher gut vorstellen.
Das Abenteuer der Grünen Piraten hat etwas mit diesen sogenannten Geisternetzen und ganz besonders mit dem Schweinswalbaby Hoppla zu tun, das plötzlich vom Radar verschwunden ist. Ganz klar, dass die Freunde alles versuchen, um Hoppla zu finden. Dabei geraten sie selbst in Gefahr. Ihr werdet ganz schön mit ihnen mitfiebern und vor Spannung manchmal vergessen zu atmen. Mir ging es jedenfalls so. Da war es gut, dass ich mir zwischendurch immer mal wieder eine der schönen Zeichnungen von Corinna Böckmann anschauen konnte.
Und wie in jedem Buch dieser Reihe hat jeder Pirat am Ende eine Doppelseite selbst gestaltet. Ihr findet dort weitere Infos, Bastelideen und Anleitungen für eigene Experimente, alles rund um das Thema Wale.
Ich mag diese Reihe sehr gerne. Mir gefällt wie Andrea Poßberg in dem Kinderkrimi immer ganz geschickt ein Umweltthema integriert, ohne es in den Vordergrund zu stellen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung für Kinder ab ca. 8 Jahre, die sich für die Umwelt interessieren.
Rezensionen von PucKker:
Mal wieder ein Einstiegswerk
Unshame von Louisa Dellert
Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an dieses Buch. Was mich besonders interessiert hat, war Louisa Dellerts Perspektive als ehemalige Fitness-Influencerin. Gerade weil sie selbst jahrelang Teil dieser Welt war, hatte ich auf persönliche Einblicke und eine intensive Auseinandersetzung mit Social Media, Körperbildern und ihrem eigenen Wandel gehofft.
Genau das kommt für meinen Geschmack aber viel zu kurz.
Stattdessen versucht das Buch auf knapp 150 eigentlichen Inhaltsseiten eine Vielzahl an Themen unterzubringen. In 15 Kapiteln geht es unter anderem um Diätkultur, Body Positivity, Schönheitsideale, Kleopatra, Mommy Makeovers und viele weitere Aspekte rund um den weiblichen Körper. Das Problem ist nur: Alles wird angerissen, aber kaum ein Thema bekommt den Raum, den es verdient hätte. Dadurch bleibt vieles recht oberflächlich. Besonders schade fand ich, dass Louisa Dellerts eigene Geschichte so wenig Platz einnimmt. Dabei ist genau diese Perspektive für mich der eigentliche Selling Point des Buches. Ihre Erfahrungen als Fitness-Influencerin, der Druck auf Social Media und ihr persönlicher Weg hätten das Buch für mich deutlich spannender gemacht. Stattdessen bleibt es über weite Strecken erstaunlich unpersönlich.
Insgesamt ist das Buch für mich deshalb eher eine Einstiegslektüre zum Thema weiblicher Körper im Patriarchat. Wer sich bisher noch wenig mit Themen wie Diätkultur, Body Positivity oder Schönheitsnormen beschäftigt hat, bekommt hier einen verständlichen ersten Überblick. Ich selbst habe allerdings schon einige Bücher zu diesen Themen gelesen und hatte deshalb auf mehr Tiefe, mehr Einordnung und vor allem mehr persönliche Reflexion gehofft.
Unterm Strich war das Buch für mich deshalb leider nicht das Manifest, das der Verlag verspricht, sondern eher ein Überblick über viele Themen, die jeweils nur kurz angeschnitten werden. Ich hatte mir gerade aufgrund der Autorin deutlich mehr erhofft.
Rezensionen von peppi:
da ist noch "Luft nach oben"
Luft nach unten von Tamara Štajner
Tamara Štajner erzählt in ihrem Roman eine Geschichte, die zwischen Familiengeheimnissen, Trauer und unerwünschten Kinderwunsch pendelt.
Der Prolog mit den Erinnerungen an die verstorbene Marija ist sehr sinnlich und sorgfältig zusammengestellt. Aber schon hier wirkt die Sprache sehr dicht und überfrachtet.
Auch der anschließende Flug von Iva nach Nordmazedonien ist detailreich, für mich aber zu langgezogen. Bereits hier erschien mir Iva, die die Hauptperson des Romans ist sehr anstrengend. Sie reagiert ständig über und verliert sich in Emotionen.
Vieles im Buch konnte ich nicht nachvollziehen. So wirkte die Szene rund um das Öffnen des Sarges für mich überdramatisiert und fast grotesk. Statt stiller Trauer entsteht hier ein Moment der chaotisch und überzeichnet wirkt.
Viel zu viel Raum nimmt die Kinderwunschbehandlung ein. das wurde mit der Zeit schon nervig.
Dieses Buch kann ich leider nicht weiter empfehlen.
Rezensionen von Lerchie:
Unzerstörbare Freundschaft
Idefix und die Unbeugsamen 09 von René Goscinny; Albert Uderzo; Philippe Fenech; Suaëna Airault; Sébastien Viaud; Philippe Clerc; Olivier Serrano; Yves Coulon
General Libenius will unbedingt den Schuldigen finden, der lustige Wandbilder von ihm gemalt hat. er ist wütend und sie erwischen Grautvornix auf frischer Tat. Nun soll dieser ein Wandgemälde zum Ruhme der Legion malen. Klar, dass die Unbeugsamen ihn helfen müssen. Aber auch Dertutnix Frauchen Apfelsine hat Probleme mit den Besatzern, Sie soll ihren Imbisswagen nicht mehr betreiben.
Und zudem landet noch der Fischhändler Verleihnix missverständlich im Gefängnis. Er soll in der Arena um sein Leben kämpfen.
Meine Meinung
Das Einzige, was mich an diesen Comics stört ist, dass sie nur mit Großbuchstaben geschrieben sind. Ab er ich habe festgestellt, dass das bei allen Comics so ist, leider, denn ich finde, normal geschrieben lässt sich das besser lesen. Doch das ist auch das Einzige was ich zu bemängeln habe und es tut dem Buch keinen Abbruch. Die Geschichten sind wieder sehr lustig und ich freue mich, dass die Unbeugsamen, auch wenn es mal Streit gibt, doch immer zusammenhalten. Das Gemälde. Das Labienus so empört hat, fand ich super und auch nach dem Lesen es Textes wirklich passend. Dass es diesem nicht gefiel, ist natürlich nachvollziehbar. Auch die anderen Geschichten in diesem Buch sind sehr humorvoll geschrieben und ich musste nur noch lachen. Es gefiel mir sehr gut, hatte eine gewisse Spannung, mich gefesselt und für die kurze Lesezeit sehr gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung sowie fünf Sterne!
Rezensionen von C. P.:
Wenn ein Cold Case zum Hot Case wird
Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel
Neuer Thriller, neue Spannung. Mit der Reihe UNGELÖST lernen wir Luisa Menkhoff kennen, der auf einem Vermisstenplakat die einstige Partnerin ihres damaligen Entführers Dr. Lichner entgegenblickt. Kurzentschlossen geht sie zunächst privat der Sache nach und meldet einen ersten Verdacht bei der Münchener Polizei.
Dort soll Ramin Brunner den Fall übernehmen. Ramin hat gerade die Zusage erhalten, eine neue Cold Case Abteilung aufbauen und leiten zu dürfen, dieser Fall soll sein letzter in seiner bisherigen Abteilung sein. Dabei staunt er nicht schlecht, als er erfährt, dass Medizinstudentin Luisa ein eidetisches Gedächtnis besitzt und sich an jedes Detail der einstigen Entführung in ihrer Kindheit erinnern kann. Und die simple Vermisstenmeldung entpuppt sich zudem schnell zu ein perfiden Verbrechen.
Mich konnten sowohl die Hauptcharaktere wie auch der Fall selbst überzeugen. Luisa beeindruckt mit ihrer Zielstrebigkeit ebenso wie mit ihrer Gedächtnisleistung, welche sie zugleich auch als Belastung beschreibt. Diese Differenzierung empfand ich als sehr wichtig für ihren Charakter. Wer Arno Strobels weitere Romane gelesen hat, dem wird der Name Menkhoff bestimmt ein Begriff sein, der u.a. auch in der Reihe Mörderfinder vorkommt. Ermittler Ramin Brunner ist nicht nur äusserst fokussiert, sondern kann auch sehr gut mit Menschen umgehen. So bekommt er einen Kollegen zur Seite gestellt, den alle als Problemkollege bezeichnen, während Ramin die Empathie und Toleranz aufweist, um mit ebendiesem Kollegen recht schnell ein gutes Team abzugeben. Zudem eiert Ramin gedanklich nicht so rum wie andere Ermittelnde sondern ist sehr zielgerichtet. Und der Fall selbst bietet ausreichend Spannung mit ein paar Verschnaufpausen und samt einigen gut platzierten Wendungen.
In meinen Augen ein gelungener Auftakt in eine neue Thriller-Reihe mit überzeugenden Charakteren und einer straffen und spanennd gestalteten Handlung.
Rezensionen von evaki:
Am Ende siegt die Liebe
Sommerhaus von Rachel Joyce
Das Sommerhaus von Rachel Joyce ist ein wunderbarer Sommerroman, der uns mit vielen Themen beglückt. Der Einstieg kommt hier „schlappend“ daher – und passt treffend zu unseren heißen Tagen. Vier Geschwister, alle mit Flip Flops an den Füßen schlappen durch die Gassen der italienischen Dörfchens San Giulio am Orta See gelegen, an dem die Familie eine alte Villa besitzt, die gern als Urlaubssitz genutzt wird.
Danach kommt eine Sprung in’s Jahr 2015 nach London, wo die Geschwister, Netta, Susan, Goose und Iris leben, aber auch ihr Vater Vic. Im Laufe der Zeit lernen wir alle Geschwister und auch den Vater besser kennen und erhalten einen guten Einblick in das nicht wirklich einfache Familienleben. Letztlich dreht sich alles um den Vater, der sich zu einem bekannten Künstler hochgearbeitet hat und seine Werke erfolgreich vermarktet. Ein Vorteil, von dem die „Kinder“ auch finanziell profitierten. Aber lässt sich mit Geld alles regeln?
Der Vater zeigt sich als ein lustiger, lebenshungriger Geselle, der fern aller Konventionen seinen Tagesablauf gestaltet und weder finanzielle noch sonstige Einschränkungen erlebt.
Als er sich in die junge Bella-Mea verliebt, die jünger ist als seine jüngste Tochter Iris, zeigt er sich auf einmal von einer völlig anderen Seite und irritiert durch ungewohnte Umstellungen von dandyhaftem Lebe- zu streng kasteitem Ehemann. Ab hier nimmt der Roman richtig Fahrt auf und lässt uns bis zur letzten Seite nicht mehr los. Was bei immerhin 477 Seiten eine ganze Zeit in Anspruch nimmt! Am Ende gibt es viel zum Nachdenken, schon allein deshalb lohnt es sich, sich darauf einzulassen und darin abzutauchen!
Rezensionen von Klassikfan:
ein fantastisches Debüt
Maja & Natascha von Elyse Durham
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Ich bin weder Ballettfan, noch habe ich irgendeine Ahnung von der Welt des Balletts und trotzdem hat mich dieser Roman, der mich genau in diese Welt geführt hat begeistert.
Maja und Natascha sind Schwestern und verlieren nach ihrer Geburt ihre Mutter, die in der Ballettwelt zuhause war. Auch Maja und Natascha treten in diese Welt ein, nicht wissend, dass ihre Geschwisterliebe damit auf die Probe gestellt wird.
Wir befinden uns im Kalten Krieg, in dem Amerika und Russland nicht nur im Wettrüsten in harter Konkurrenz zueinander stehen.
Beide Mädchen möchten Karriere machen und auf Weltbühnen auftreten, doch die Politik schiebt ihnen einen Riegel vor, denn nur ein Familienmitglied darf ins Ausland. Ein Konkurrenzkampf entspinnt und man fragt sich, ob die Geschwisterbeziehung dies aushält.
Mich hat dieses Buch fasziniert, nicht nur,dass ich als Nichtballettkenner in diese Welt eintauchen durfte, sondern ich habe auch viel über die jeweilige politische Situation während des kalten Krieges in Amerika und Russland erfahren und dies auf eine Art und Weise, die mich fasziniert hat und in das Buch hineingesogen hat.
Eine große Leseempfehlung für diesen Debütroman.
Rezensionen von Anonym:
Das Leben kommt dazwischen
Die Mitternachtsreise von Matt Haig
Auch wenn der Name des Buches es nahelegt, muss man „Die Mitternachtsbibliothek“ des Autors nicht davor gelesen haben, denn es sind zwei getrennte, nicht aufeinander aufbauende Geschichten.
Wir begleiten Wilbur nach seinem Tod. Er fährt als Geist mit dem Mitternachtszug sein ganzes Leben chronologisch ab und hält bei allen wichtigen Situationen, die ihn in seinem Dasein geprägt haben.
Spannend fand ich, dass nicht nur große Ereignisse im Mittelpunkt standen, sondern manchmal ein kleiner Augenblick genügte, um etwas zu verändern. Im Fokus ist dabei fast immer die Liebe zu Maggie.
Insgesamt ist das Buch ein Auf und Ab der Gefühle wie das Leben selbst. Man betrachtet Wilbur in guten wie in schlechten Zeiten. Am Anfang habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen, aber spätestens ab der Rückschau auf die Flitterwochen hatte es mich dann gepackt. Ich mochte, dass das Thema Bücher immer wieder aufkam, da Wilbur selbst in der Buchbranche tätig war und oft Bezüge zu älteren Titeln erwähnt wurden.
Ich muss sagen, dass mir „Die Mitternachtsbibliothek“ trotzdem etwas besser gefallen hat, einfach weil ich persönlich mehr daraus mitnehmen konnte. Es war meiner Meinung nach vielschichtiger. Das kleine Crossover zwischen beiden Büchern fand ich aber sehr gelungen und hat mich gefreut.
Der Autor regt auch hier wieder zum Nachdenken und Reflektieren des eigenen Lebens an und es ist vielleicht ein kleiner Weckruf, seine Prioritäten zu überdenken, denn Wilbur bereut Einiges, was er getan oder eben auch gerade nicht getan hat.











