Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Mabla59 :
Vier Frauen und ihre Familiengeschichte
Niemands Töchter von Judith Hoersch
Meine Bewertung bezieht sich auf das Hörbuch "Niemands Töchter", welches im Hörbuch Verlag Hamburg erschienen ist und von der Autorin Judith Hoersch selbst gelesen wurde.
Sie erzählt darin die Geschichten von vier Frauen.
Alma, Isabell, Marie und Gabriele.
Die Handlungsstränge scheinen zunächst aus der Sicht jeder einzelnen Frau zu stehen.
Erst nach und nach erfahren die Lesenden die Zusammenhänge.
Zudem erstrecken sich die Erzählungen auf mehreren Zeitebenen. Von den achtziger Jahren bis in die 2019 - 2020er Jahre
Handlungsorte sind die Eifel und Berlin.
Das Buch ist in einer schönen Sprache geschrieben und erzählt von den komplexen Beziehungen von Müttern und Töchter. Von Liebe und Verlust, von Verletzungen und Wunden.
Judith Hoersch, die mir noch als Schauspielerin bekannt war, hat das Hörbuch eindrucksvoll vorgelesen und mir als Schriftstellerin mindestens genauso gut gefallen.
Rezensionen von flyingmouse88:
Einfach magisch!
The House Witch 1 von Delemhach Emilie Nikota
Im Königreich Daxaria liegt die Macht offiziell bei König Norman – doch hinter den Kulissen gewinnt ausgerechnet der neue königliche Koch zunehmend an Bedeutung. Finlay Ashowan ist nämlich nicht nur ein außergewöhnlich talentierter Koch, sondern auch eine sogenannte Haushexe. Mit seiner besonderen, schützenden Magie bringt er nicht nur Ordnung in die chaotische Schlossküche, sondern schafft auch einen Ort der Wärme und Sicherheit für alle, die dort arbeiten.
Schon bald wird Fin zu einem wichtigen Vertrauten der königlichen Familie. Mit viel Feingefühl kümmert er sich um seine Mitmenschen, setzt sich für seine Gehilfen ein und scheut sich nicht, einzugreifen, wenn jemand ungerecht behandelt wird. Dabei zeigt sich schnell, dass man ihn trotz seiner ruhigen Art nicht unterschätzen sollte. Doch selbst seine Fähigkeiten stoßen an Grenzen, als politische Spannungen und alte Prophezeiungen das Königreich zunehmend ins Wanken bringen. Gemeinsam mit seinen Verbündeten – darunter sein schwarzes Kätzchen Kraken und Annika – gerät er immer tiefer in ein Netz aus Intrigen.
Der Auftakt dieser Reihe überzeugt mit einer originellen Idee rund um Haushexen und einer liebevoll gestalteten Welt. Besonders gelungen sind die detailreichen Beschreibungen, die Daxaria lebendig werden lassen, sowie die vielfältigen, sympathischen Figuren. Fin selbst ist kein typischer Held, sondern eher ein stiller Beschützer, der einfach möchte, dass die Menschen um ihn herum sicher und gut versorgt sind. Gerade diese Mischung aus Fürsorge, Direktheit und leiser Unsicherheit macht ihn besonders nahbar.
Die Geschichte verbindet auf angenehme Weise humorvolle, spannende und berührende Momente und schafft dabei eine gemütliche Atmosphäre. Wer Cozy Fantasy ausprobieren möchte oder einfach eine warme, magische Geschichte für zwischendurch sucht, wird hier definitiv fündig.
Rezensionen von Odina:
Berührend
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Der Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte" wurde von Jacqueline Harpman verfasst und erschien am 14. März 2026 im Klett-Cotta Verlag. Das Buch umfasst 224 Seiten und das Cover ist passend zum Titel gestaltet. In der Geschichte geht es um neununddreißig Frauen, die ohne Erinnerungen in einem unterirdischen Gefängnis leben.
Als ihre Wächter verschwinden, wagt eine von ihnen den Schritt nach draußen. Dort treffen die Frauen auf eine fremde Welt und müssen sich gemeinsam darin zurechtfinden. Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, anschaulich und gefühlvoll. Klassische Kapitel sucht man vergeblich; der Roman ist als fortlaufender, dichter Text gestaltet. Diese Erzählweise verstärkt das Empfinden von Zeitlosigkeit und Orientierungslosigkeit auf eindrucksvolle Weise. Die Spannung ist eher zurückhaltend. Im Mittelpunkt stehen weniger dramatische Ereignisse, sondern vielmehr die dichte Atmosphäre. Die Charaktere sind präzise und nachvollziehbar gezeichnet. Vor allem die Hauptprotagonistin beeindruckt: Ihre Gedankenwelt ist authentisch, ihre Gefühle von Freiheit und Einsamkeit wirken tief und bewegend. Man kann sich mühelos in ihre emotionale Lage hineinversetzen. Insgesamt ist das Buch ein guter, zeitloser Roman, der zum Nachdenken anregt.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Im Krieg kann man nicht unbeteiligt bleiben
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
Auf dem Cover ein Pferd, das seitlich nach hinten blickt. Auf der Rückseite die Information, dass es unter anderem um kriegsversehrte Männer geht in dem Buch. Ein erstes Hineinlesen und es beginnt gleich mit der Beschreibung schrecklicher Entstellungen im Gesicht. Ob das ein Buch für mich sein könnte? Da habe ich länger überlegt und war mir nicht so sicher.
Doch nun habe ich es gelesen und bin sehr froh darüber, denn es ist definitiv eines meiner Jahreshighlights! Diese Tiefgründigkeit, diese Sprache! Wie sich subtil und gleichzeitig wirkstark gewisse Metaphern immer wieder wiederholen, geschickt eingeflochten in den Fortgang der Erzählung. Von der Welt, die einmal so unschuldig gewesen war und es nie wieder sein würde. Von dem einst jungen Adrian, ein Jahr jünger als das Jahrhundert, nie als Soldat im Krieg gewesen, und doch würde auch er seine Unschuld verlieren. Vom titelgebenden ersten Licht des Tages, in dem die Ruhe der Nacht endet, in dem Kriege beginnen, in dem Verräter hingerichtet werden, oder doch Unschuldige?
Es ist ein Buch, das in mir gedanklich und emotional noch lange nachwirken wird - und ein eindringliches Plädoyer, die Schrecken der Kriege - aller Kriege! - niemals zu vergessen. Ein Thema, das gerade in der jetzigen Zeit erschreckend aktuell ist! Im ersten Weltkrieg wurden so viele Menschen verstümmelt oder getötet, ebenfalls im zweiten, in jedem anderen Krieg und auch jetzt passiert das jeden Tag!
Das Buch selbst ist in drei Teile gegliedert und jeder davon ist einem jungen Mann gewidmet, der das Leben von Adrian auf die eine oder andere Art stark geprägt hat.
Adrian Reiter - der selbst nie reitet, genauso, wie er nie in den Krieg ziehen muss - ist ein "Davongekommener", ein "Verschont-Gebliebener", oder nicht? Und heißt das gleichzeitig, er sei unschuldig geblieben und es klebe kein Blut an seinen Händen? Kann man unbeteiligt bleiben in solchen Zeiten, und wo beginnt die moralische, rhetorische, tatsächliche Mittäterschaft?
1901 geboren ist Adrian am Anfang des 1. Weltkrieges noch zu jung, um eingezogen zu werden, doch der Krieg dauert mehrere Jahre und der besorgte Vater, ein Kriegsgegner und Sozialist, sieht den Zeitpunkt, an dem auch sein Sohn einrücken würde müssen, immer näher kommen. Das will er unbedingt verhindern und sorgt mit einer Axt und mangelhafter Wundversorgung für eine Beinverletzung des Sohnes, die diesem ein lebenslanges Hinken bescheren, aber ihm gleichzeitig die Soldatenlaufbahn ersparen würde.
So begegnen wir kurz nach dem ersten Weltkrieg einem jungen Mann, der fröhlich mit seiner Freundin am Seeufer entlang marschiert und in einer Pension dort untergebrachte ehemalige Soldaten kennen lernt, die speziell im Gesicht schreckliche Entstellungen als Folge der Kriegsverletzungen aufweisen, einer davon Ernest Eller. Hier werden sie vor den öffentlichen Blicken versteckt, ihre Familien schämen sich für sie, manche täuschen lieber vor, der versehrte Sohn wäre am Schlachtfeld den Heldentod gestorben. Den Weg in die Gesellschaft zurück werden die wenigsten von ihnen wieder finden, fast alle werden sich früher oder später das Leben nehmen.
Im zweiten Teil ist Adrian mittlerweile Lehrer für Geschichte (und Englisch) und der zweite Weltkrieg naht heran. Vermutlich als Kompensation dafür, selbst nie im Krieg gewesen zu sein, schwärmt er vor seinen Schülern in höchsten Tönen von militärischen Ehren, heldenhaften Kämpfen und dem Reiterbataillon, und macht sich damit mitschuldig, naive junge Menschen für den Krieg zu begeistern. Insbesondere sein Lieblingsschüler Martin Baumgartner meldet sich freiwillig (was dessen Vater dem Lehrer nie verzeihen wird), wird zum Soldaten, zum Täter, zum Verzweifelten. Sucht immer wieder den ehemaligen Lehrer auf, wenn er ein paar Tage aus dem Krieg nach Hause kommt, wie ein lebendiges Mahnmal für dessen Mitschuld.
Schließlich geht es im dritten Teil um die andere Seite. Die beiden großen Kriege sind vorbei, seit einigen Jahrzehnten herrscht Frieden, und Adrian reist nach England, besucht dort ehemalige Bunker und lernt Vivian kennen, die jüngere Schwester von Teddy Stephen, der sich nach öffentlicher Beschämung durch das Überreichen einer weißen Feder durch die Suffragetten freiwillig als Soldat im ersten Weltkrieg gemeldet hat, entsetzt in einer aussichtslosen Schlacht fliehen wollte und dafür als Deserteur von den eigenen Kameraden erschossen wurde, im ersten Licht des Tages. Wie ist das im Nachhinein zu beurteilen? War er ein Held? Ein Verräter? Einfach ein Mensch, dem alles zu viel wurde?
In diesem umfangreichen und tiefgründigen Roman betrachten wir die erschütterndsten Kriege des 20. Jahrhunderts durch die Augen von Adrian Reiter ein bisschen von außen und sind doch tief drinnen. Emotional zeigt das Buch, dass es nicht möglich ist, ganz außen vor zu bleiben, selbst wenn man nicht aktiv in den Krieg zieht. Wir sind immer Teil des Kollektivschicksals unserer Umgebung, dieses berührt uns, und wir haben eine Verantwortung für alles, was wir tun, unterlassen und bezeugen. Und Krieg ist es schrecklich, es gibt keine Sieger.
Es ist ein überwiegend männlich dominierter Blick auf das Kriegsgeschehen und im Zentrum stehen klar (mehrheitlich junge) Männer als Kriegsbegeisterte, Zwangsverpflichtete, Soldaten, Deserteure, Opfer, Täter, Mitläufer, Zuschauer. Die wenigen Frauen, die im Roman vorkommen, nehmen eher Nebenrollen ein, und das Leid, das der Krieg auch über Frauen bringt, ist nur sehr am Rande Teil dieses Romans. Das ist keine Schwäche des sehr guten Buches, da kein Buch alles behandeln kann.
Insgesamt ist es ein großartiges, vielschichtiges, bildendes und nachdenklich machendes Werk, für das man sich Zeit nehmen sollte, um es in seiner Tiefgründigkeit wirken zu lassen. Auf fast jeder Seite finden sich bemerkenswerte Gedanken und eine eingängige Sprache, das Buch ist äußerst dicht und reichhaltig an Querverbindungen und subtilen Bezügen. Man könnte damit problemlos ein ganzes Semester eines literaturwissenschaftlichen Universitätsseminars füllen, und hätte am Ende noch immer nicht alles Diskussionswürdige besprochen. Dabei schafft der Autor aber gleichzeitig den Spagat, so unterhaltsam zu schreiben, dass es nie langweilig wird - auch wenn es sich insgesamt schon klar um ein anspruchsvolles Werk der gehobenen Literatur handelt, dem ich viele Buchpreise wünsche!
Ich kann es allen, die sich für Zeitgeschichte und hochwertige Literatur interessieren, vor detaillierten Schilderungen von Elend und Verstümmelungen nicht zurückschrecken und sich auf ein besonderes Werk einlassen wollen, von Herzen empfehlen. Für mich war es das erste Werk dieses bemerkenswerten Autors, es wird aber sicher nicht das letzte gewesen sein!
Rezensionen von brauneye29:
Nicht meins
Dunkelmann von Lars Findsen; Jacob Weinreich
Zum Inhalt:
Daniel Hartmann, der Analyst des dänischen Geheimdienstes ist, entdeckt, dass ein Mitglied der chinesischen Delegation mit falscher Identität einreisen will. Was hat das zu bedeuten? So muss die noch nicht vom letzten Einsatz genesene Maja sich um den Fall kümmern und scheinbar hängt alles auch irgendwie mit ihrem letzten Auslandseinsatz zusammen.
Meine Meinung:
Ja, ich muss gestehen, so richtig sind Agentenromane nicht mein Ding, aber ich gebe immer wieder eine neue Chance und ab und an, bin ich dann auch schon an welche geraten, die mich überzeugt haben. Hier war das leider nicht der Fall. Sicher ist vieles sehr spannend und interessant geschrieben, aber mir waren es einfach zu viele Handlungsstränge, die ich nicht zusammengebracht habe und eigentlich sogar das Gefühl hatte, dass nicht alle konsequent zu Ende gebracht wurden. Sicherlich wird das Buch Fans haben, ich gehöre leider nicht dazu.
Fazit:
Nicht meins
Rezensionen von clematis:
Moral
Die Schneiderei in der Fliedergasse - Neue Hoffnung von Katharina Oswald
„Wenn deine Prinzipien einen Preis haben, dann sind es keine wahren Prinzipien.“ [kindle, Pos. 2011]
Die zwanzigjährigen Zwillinge Susanne und Leonard gehen ihren Berufungen nach, das Mädchen studiert mit Eifer Jus, während ihr Bruder in der Schneiderei der Mutter flink ans Werk geht. Allein die von der Stadt Tübingen vorgeschriebene Renovierung des Geschäfts- und Wohnhauses wirft Probleme auf, denn dafür fehlt schlicht und einfach das Geld.
Nahtlos schließt Teil 2 an den Vorgänger an, wobei das Lesevergnügen mit Vorkenntnissen bestimmt größer ist als ohne, aber auch für Neueinsteiger gibt es ausreichende Details fürs Verständnis der Handlung. Die Themen der 1970er-Jahre werden auch diesmal aufgegriffen: traditionelle Rollenbilder und deren vorsichtiges Aufbrechen, politische Proteste der (linken) Studenten oder (rechte) Burschenschafter, wodurch die fiktive Handlung eine authentische Kulisse bekommt. Die Figuren sind lebendig gezeichnet, gerne möchte man sich als Leser mit der ein oder anderen auf einen Kaffee treffen und über moralische und vernunftorientierte Entscheidungen plaudern. Eines ist klar, einfach fällt es den Zwillingen nicht, das Geld für die Hausinstandsetzung aus einer passenden Quelle aufzutreiben.
Mit ihrem herzlichen Schreibstil punktet das Autorenduo Andrea Bottlinger und Claudia Hornung, welches sich hinter dem Namen Katharina Oswald verbirgt, auch diesmal, die Szenen sind bildhaft und bestens vorstellbar. Ebenso realistisch stellen sich die Gedanken und Gefühle der Zwillinge dar, sodass man sich bestens in ihre Situation hineinversetzen kann, insbesondere, wenn es um die Begegnungen in Strasbourg geht. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz, mit einer für die Zeit eher unüblichen Leichtigkeit fließt sogar das Thema Homosexualität ins Geschehen ein. So reiht sich ein kurzweiliges Kapitel ans andere, liefert Informationen ohne erhobenen Zeigefinger und lässt die 1970er-Jahre wieder aufleben sowie Erinnerungen hochkommen. Danke für Leonard Cohens Lied Suzanne oder die Portraits von Rosa Parks und Emma Goldmann, um nur einige stellvertretend zu nennen.
Ein vordergründig locker-leichtes Buch, das aber eine Vielfalt an tiefgründigen Fragen beleuchtet und somit gleichsam unterhält und nachdenklich stimmt. Ich empfehle die beiden Bände daher sehr gerne weiter.
Rezensionen von Shilo:
Wer ist Martha wirklich?
Stunden wie Tage von Shelly Kupferberg
Im Zentrum stehen zwei Frauen, deren Leben sich in einem Berliner Mietshaus berühren und über Jahre hinweg miteinander verbunden bleiben. Der Roman spielt während der Kriegsjahre und später in einer Zeit, in der alte Erinnerungen nachhallen.
Martha arbeitet während des Krieges als Hausbesorgerin in Schöneberg.
Sie ist ordentlich, sparsam und hält sich meist im Hintergrund. Einer ihrer Arbeitgeber ist Harry Berkowitz. Dessen Tochter Liane kommt oft zu Besuch. Sie ist neugierig und offen. Mit der Zeit wächst eine enge Verbindung zwischen ihr und Martha.
Während der Alltag in Berlin immer enger wird, erlebt Liane ihre erste Liebe und beginnt, ihre Umgebung bewusster wahrzunehmen. Ihr Weg führt sie in den Widerstand. Diese Entscheidung wirkt nachvollziehbar und ergibt sich aus der Zeit, in der Angst und Mut oft nah beieinanderliegen.
Viele Jahre später taucht Martha wieder auf. Sie zieht durch die Straßen Schönebergs, äußerlich verwahrlost, von den meisten kaum beachtet. Kaum jemand ahnt, wer sie wirklich ist und was sie erlebt hat.
Historische Fakten sind sorgfältig eingebettet und drängen sich nicht in den Vordergrund. Dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, ist spürbar, vor allem in der Zeichnung der Figuren. Sie wirken nah und glaubwürdig, mit stillen Entscheidungen und Brüchen, die man noch lange spürt.
Die kurzen Kapitel unterstützen einen ruhigen Lesefluss. Sie geben dem Text Raum, ohne ihn auszubremsen.
Der Roman wirkt nicht durch Dramatik, sondern durch seine Nähe zu den Figuren und zur Zeit, in der sie leben.
Mein Fazit:
Dieses Buch verdient meiner Meinung nach volle 5 Sterne. Es erzählt eine ruhige, eindringliche Geschichte über zwei Frauen in Berlin während des Krieges, deren Leben miteinander verbunden ist. Die Protagonisten sind glaubwürdig und die historischen Details gut eingebunden. Die Geschichte wird mir mir noch lange im Gedächtnis bleiben.
Wer historische Romane mit authentischen Figuren, leiser Spannung und einer warmen, unaufgeregten Erzählweise schätzt, wird dieses Buch lieben. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne in die Zeit des Zweiten Weltkriegs eintauchen, ohne dass die Handlung übertrieben dramatisiert wird.
Rezensionen von Camilla :
Kaufempfehlung
Von Geld, Gold und Guppys von Andrea Schwendemann
Also... es ist selten, dass ein Sachbuch meine Söhne fesselt... aber dieses hat warum auch immer, beide total abgeholt. Der Ältere (11 Jahre) hat irgendwie schon immer Interesse an Geld gehabt. Der hat das Buch wirklich systematisch durchgearbeitet, anstatt mal hier, mal da was zu machen. Wovon er am Ende ehrlich gesagt nichts rein geschrieben hat.
Weil es halt doch ein Buch und sich nicht wie ein "Arbeitsbuch" angefühlt hat für ihn. Er hatte leider echt skrupel rein zu schreiben,... das hätte das ganze Erlebnis schon noch mal intensiviert.
Der 9 jährige Bruder hat dann, weil der große so auf das Buch abgefahren ist es auch angefangen zu lesen. Und er hat es auch durchgezogen. (obwohl Finanzen normalweise nicht so sein Ding sind ;) - aber deswegen Hut ab, wie auch immer die Autoren es geschafft haben die Kinder abzuholen. Sie waren begeistert. Das was ich quergelesen habe klang für mich echt gut geschrieben und klar verständlich. Topp
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Ein gelunger Überblick, warum Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist
Funkenschwestern von Barbara Blaha
Barbara Blahas Funkenschwestern zeigt auf, dass die Gleichstellung noch lange nicht erreicht ist.
In dem Buch wird auch mit Zahlen, Daten und Fakten belegt, wie es um die Verteilung von Gerechtigkeit - in allen beruflichen und privaten Bereichen – bestellt ist. Das Ergebnis? – ist nicht unerwartet nach wie vor äußert bescheiden.
In sieben Kapiteln werden sämtliche Lebenswelten von Frauen durchforstet, die aufzeigen, an welchen Schrauben noch gedreht werden muss: Frauen werden weniger kompetent empfunden, daher wird ihn auch weniger zugetraut; sie werden abgewertet. Nach wie vor bekommen Frauen weniger Geld für die gleiche Arbeit Durch Care-Arbeit bleibt ihnen für ihre Interessen kaum Zeit und Energie. Sie beleuchtet Sexismus, häusliche Gewalt und Femizide und wie ungleich die Rollen in Beziehungen verteilt sind.
Mit persönlichen Anmerkungen, dass auch Barbara Blaha keine perfekte Feministin ist, wird das Buch aufgelockert und an manchen Stellen ist sie auch wütend. All das liest sich sehr gut.
Es ist das richtige Buch für den Einstieg zum Thema, weil es wahnsinnig plastisch beschreibt, fundiert aufklärt und erklärt.
Rezensionen von Camilla :
sehr interkativ
Die Bibliothek der unendlichen Abenteuer (Band 1) - Das gestohlene Drachenei von Nicola Anker
Das Buch hat meinem Sohn (9 Jahre) viel Spaß beim Lesen bereitet. Es ist sehr interaktiv, aber das kann alles "ignoriert" werden. Er liest so was gerne, aber "aktiv mitmachen" mag der dann doch nicht (fühlt sich komisch an z.B. das Buch auf "Anweisung" schräg zu halten etc.
) war flüssig geschrieben und er hat es schnell durch gehabt.
Seinem 11 Jährigen Bruder hat es an sich auch gefallen, fand es aber zu wenig spannend.











