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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Petra:

Handeln

33 Place Brugmann von Alice Austen

Belgien 1939, kurz vor der Besetzung. Die Bewohner des Hauses 33 Place Brugman, sind gewöhnliche Menschen, Familien, Witwer, alleinstehend überwiegend gehören sie der jüdischen Religion an. Bisher war das für niemanden wichtig, da sie moderat religiös sind. Trotzdem sind sie sehr aufmerksam auf das Geschehen, Sie sehen die Gefahr und was besonders zu anderen Romanen aus dieser Zeit ist, sie agieren aktiv und warten nicht ab, sie erwarten das Schlimmste und denken nicht, so können Menschen nicht handeln.

Es wird immer von einer Partei berichtet, den Raphaels die auf einmal verschwunden sind. Charlotte und ihr Vater oder der Madmoiselle die als Schneiderin ihre Lebensunterhalt verdient.
Durch diese verschiedenen Perspektiven die anscheinend erstmal nichts miteinander gemein haben ( außer dem gemeinsamen Wohnsitz ) ist es nicht einfach einen roten Faden zu finden. Dann verfolgt man aber gespannt die Schicksale, dieses nicht aufgeben, dieses Kämpfen auch wenn wenig Aussicht auf Erfolg oder unter großer Gefahr, es ist eine andere Sichtweise auf die Zeit. Vor allem weil es immer mit dem Blick auf Kunst geschieht. Kunst ist überall, in Bildern, in der Natur, manchmal im Handeln gegenüber den Mitmenschen.
Der Blick richtet sich auf Mut, Feigheit und Verrat.
Die Autorin beobachtet ihre Protagonisten, lässt sich ihre Eindrücke und Gefühle berichten und gibt sie ungeschirmt an uns Leser weiter. Eine andere Art des Schreibens, fast wie ein Dokummentarfilm.

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Rezensionen von Ameland:

Tierisch spannende Ferien

Die Langohrbande von Traudl Bünger

Ella und ihre Freundinnen verbringen die Ferien auf dem Birkenhof. Hier werden verletzte und alte Tiere und solche, die keiner mehr haben will aufgenommen. Das bringt viel Arbeit mit sich und kostet auch viel Geld. All das wird in der Geschichte sehr gut zur Sprache gebracht.

Mich hat sehr berührt, wie viel den vier Freundinnen am Birkenhof und seinen tierischen Bewohnern liegt.

Sie sind mit Liebe und Freude dabei und das nicht nur beim Streicheln und Kuscheln mit Eseln, Schweinen und Katzen, sondern auch bei der täglichen Arbeit wie Füttern und Ausmisten.

Dramatisch wird es als die gesamte Kasse geklaut wird und der Hof vor dem finanziellen Ruin steht. Mit großem Einfallsreichtum begeben sich die Mädchen auf die Suche nach dem Dieb. Gleichzeitig entwickeln sie einige Ideen wie der Hof z. B. durch Tier-Patenschaften finanziell auf Dauer unterstützt werden kann.

Traudl Bünger hat einen spannenden und unterhaltsamen Wohlfühlkrimi geschrieben. Anders kann ich es nicht sagen. Ich habe mich auf dem Birkenhof irgendwie wie zuhause gefühlt. Dazu haben auch die niedlichen und teilweise witzigen Illustrationen von Christina Mäckelburg beigetragen.

Ein Kinderkrimi, bei dem wichtige Werte wie Freundschaft, auch mit Tieren, Verantwortung und besonders das Tierwohl im Mittelpunkt stehen.

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Rezensionen von verhei:

wie man durch eine Ermittlung im heißen Sizilien stolpert

39 Grad Mord von Jenny Lund Madsen

Das Leben als Krimiautorin ist nicht immer einfach – was tun, wenn man einen Roman abliefern soll, aber unter einer Schreibblockade leidet. Noch dazu hat man den gesamten Vorschuss schon verjubelt. Manchmal hat man Glück und wird von seinem Lektor nach Sizilien geladen, um dort bei heißen Temperaturen den Roman voranzubringen.

Doch man muss auch die Umgebung erkunden, und so trifft die Schriftstellerin Hannah Krause-Bendix auf ein schwedisches Ehepaar. Nach der Übernachtung in deren Villa, wird am nächsten Tag die Hausherrin tot aufgefunden und der Mann ist verschwunden. Hannah selbst ist verkatert und wird ob der Umstände rasch zur Tatverdächtigen. So ermittelt sie rasch in ihrem eigenen Fall.

Hannah als Protagonistin blieb für mich den ganzen Roman über eher eigen, wie man so schön sagt. Sie ist ein sehr direkter Charakter, die auch ab und an den Personen vor den Kopf stößt. Ihr Alkohol-und Zigarettenkonsum sind wohl eher zweifelhaft, schon ob der reinen Menge aber auch der danach getroffenen Entscheidungen. Beratungsresistenz und eine gewisse Portion Unsicherheit kann man dem Charakter wohl auch noch attestieren. Etwas eigen ist auch eine Geschichte aus dem Privatleben um ihre Geliebte, die vor allem im Vorgängerband behandelt wurde. Zugutehalten kann man dem Charakter, dass er authentisch ist und mit allen Ecken und Kanten wohl auch im Alltag auftreten könnte. Auch die Betrachtung auf sich selbst, ist durchwegs auch reflektiert, da selbstironisch.
Die Ermittlungen laufen etwas unbeholfen, wie wenn eine Zivilistin eben plötzlich ermittelt. Zugegeben hätte ich mir bei einer Krimiautorin mehr Struktur erwartet, als schließlich vorkommt. Im Prinzip springt der Zufall einfach sehr oft hilfreich ein, um weiter ermitteln zu können. Manches erscheint etwas konstruiert.

Generell werden im Buch auch etliche Klischees verarbeitet wie eine eher träge Polizei und bei italienischen Settings die oft bemühte Mafia. Man mag dazu stehen, wie man möchte. Gut gelungen, ist es meiner Meinung nach die drückende Stimmung der Situation zu transportieren. Die Hitze und erbarmungslose Sonne liegen schwer auf allem.

Mein Favorit der Autorin ist definitiv der Vorgängerroman 30 Tage Dunkelheit, der für mich schlichtweg unterhaltsamer war. Ich würde dem Roman als kurzweilige Urlaubslektüre dennoch empfehlen, da es trotz allem eine aberwitzige unterhaltsame Geschichte ist.

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Rezensionen von carola1475:

Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte

Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber

Bohm lebt seit fünf Jahren auf der Straße und wird von der Journalistin Alina Alev angesprochen, die eine Dokumentation über Obdachlosigkeit drehen will. Über Bohms Hintergrund erfährt man zunächst nur, dass er trinkt, um abends einschlafen zu können und oft Albträume hat. Alinas anfangs vielversprechende Karriere ist ins Stocken geraten und ihre Mitarbeit an einem neuen Format ihres Fernsehsenders ihre wahrscheinlich letzte Chance, im Rahmen von Sparmaßnahmen nicht entlassen zu werden.

Bohm wird sich eine Woche lang tagsüber von Alina begleiten lassen, er braucht die angebotenen 1000 Euro.

Christian Huber schreibt bildhaft und atmosphärisch, er wertet nicht, beobachtet genau und lässt an Alinas beruflichen Sorgen, die sie nicht mehr schlafen lassen, genau so teilhaben wie an Bohms Leben auf der Straße mit Kälte, der täglichen Suche nach einem sicheren Schlafplatz, der Ablehnung durch andere Menschen, die der Alkohol abmindert, wie er auch beim Einschlafen hilft.
Alina verändert Bohms einsame Welt, es gibt beglückende Momente, Empfindungen, die er sich sofort verbietet, und auch bei Alina entwickeln sich unerwartete Gefühle.
Der Beschreibung dieser sehr menschlichen Beziehung stehen die ebenso glaubhaften wie erschreckenden Einblicke in die Ziele und das skrupellose Vorgehen des kommerziellen Fernsehsenders gegenüber, die der Autor vermittelt.

Alle Charaktere erscheinen authentisch, die Figurenzeichnung ist durchweg gelungen. Erzählt wird abwechselnd aus Bohms und Alinas Perspektive, beide Protagonisten sind nahbar und ich erlebe Bohm als fürsorglichen Menschen mit Zweifeln, die niemandem fremd sind. Die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich glaubhaft und kommt ohne Kitsch aus.

Christian Hubers neuer Roman hat mir sehr gut gefallen und mich bei allem Lesevergnügen auch nachdenklich gemacht.
Das Cover gefällt mir von den Farben her, die parallel angeordneten Linien könnten Streichhölzer sein, genau so gut auch Gitterstäbe... die Bedeutung des brennenden Streichholzes wird im Lauf der Geschichte klar.

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Rezensionen von Eternal-Hope:

Wann ist man nicht mehr radikal?

fundamentalös von Nussaibah Younis

"Fundamentalös" wurde in der englischsprachigen Originalausgabe für die Shortlist des Women's Prize for Fiction nominiert. Die Autorin Dr. Nussaibah Younis ist Friedensforscherin, hat selbst irakisch-pakistanische Wurzeln, verfügt über jahrelange Erfahrung in der Friedensarbeit im Irak und hat selbst als Beraterin für die irakische Regierung in Deradikalisierungsprogrammen mitgearbeitet.

Sie ist selbst streng religiös erzogen worden und hat sich später von der islamischen Religion abgewandt, bezeichnet sich nun als nicht religiös.

Warum erwähne ich das so detailliert in meiner Rezension? Weil es sich zwar um einen fiktiven Roman handelt, bei dem es der Autorin wichtig war, die Leserinnen und Leser mit ihrem Humor auch gut zu unterhalten (was bestens gelungen ist), aber es durchaus auch so einige Parallelen zwischen der fiktiven Nadia und der Autorin gibt.

Die Hauptfigur Nadia stammt nämlich ebenfalls aus einer muslimischen Familie, ist religiös aufgewachsen, hat lange das Kopftuch getragen und als Jugendliche sogar Workshops bei einem charismatischen Prediger besucht (ebenfalls wie die Autorin selbst), der sich später dem IS-Umfeld zugewandt hat. Leicht hätte es also passieren können, dass auch sie verblendet als jugendliche IS-Braut in Syrien oder im Irak gelandet wäre. Doch im Laufe ihres Universitätsstudiums hat sie das freiere Leben schätzen gelernt, das Kopftuch abgelegt, sich von der Religion distanziert und sich in die Welt wilder und freier Sexualität mit Männern und Frauen, Alkohol, Drogen und Partys gestürzt, wodurch es auch zu einem Bruch mit ihrer Mutter und einer jahrelangen Phase ohne Kontakt zur Herkunftsfamilie kam.

Nun hat sie ihr Doktorat beendet, unterrichtet an einer Uni und hat einen Artikel über mögliche Deradikalisierungsprogramme für ehemalige IS-Anhängerinnen und Anhänger geschrieben, der weite Beachtung fand und ihr einen Job im UN-Umfeld im Irak verschafft, bei dem sie insbesondere ausländische Mädchen und junge Frauen, die radikalisiert in den Irak gereist sind, mit Kämpfern verheiratet waren und nun, meist verwitwet, unter schlechten Bedingungen in einem irakischen Lager festsitzen und wieder in ihre westlichen Heimatländer zurückkehren möchten, deradikalisieren und bei der Rückkehr unterstützen möchte.

Voll von Idealismus und mit hohen Erwartungen reist Nadia also in den Irak, muss aber schnell feststellen, dass nicht alles so leicht geht wie erwartet. Auch das Umfeld der internationalen Organisationen ist voll von Korruption und Konkurrenz und nicht alle verfolgen die selben hehren Ziele. Schnell lässt sich sowieso mal nichts bewerkstelligen, die westlichen Länder haben wenig Interesse daran, ihre radikalisierten Bürgerinnen zurückzunehmen (und damit terroristische Aktionen oder Anschläge oder zumindest den Vorwurf, diese in Kauf zu nehmen, zu riskieren) und auch im Irak selbst interessiert sich kaum jemand für das Schicksal dieser Frauen, die sich nach weit verbreiteter Meinung ihre Situation selbst zuzuschreiben haben, auch wenn sie ursprünglich als verblendete Teenager eingereist sind.

Besonders am Herzen liegt Nadia die junge Sara, die so wie sie in Großbritannien aufgewachsen ist und sich mit 15 Jahren dem IS angeschlossen, mittlerweile 19 Jahre alt, verwitwet und Mutter eines kleinen Mädchens ist, das ihr weggenommen wurde und nun bei den Eltern väterlicherseits irgendwo im Irak lebt. Sara ist intelligent und auf eine sarkastisch-zynische Art witzig, doch hat sie wirklich den radikalen Ideologien abgeschworen?

Neben der praktischen Arbeit Nadias im Irak gibt es immer wieder Rückblenden auf Nadias früheres Leben, ihr religiöses Aufwachsen und die Distanzierung von ihrer Religion. Viel Raum nehmen auch ihre wilden sexuellen Eskapaden mit Männern und Frauen ein, sowie ihre Traurigkeit über das Ende ihrer lesbischen, nicht-ausschließlichen Beziehung mit Rosy. Ganz ehrlich, diesen Teil hätte man nach meinem Geschmack auch gut aus dem sonst hervorragenden Buch kürzen können und es hätte mir nichts Wesentliches gefehlt, sondern das Buch hätte dadurch für mich noch an Fokus und Tiefe gewonnen. Offenbar scheint es aber dem Zeitgeist zu entsprechen, dass sehr viele Bücher nun explizite, nicht ausschließlich heterosexuelle Sexualität miteinbauen müssen, vielleicht macht das den Erfolg oder die Auszeichnung durch Buchpreise in diesen Zeiten wahrscheinlicher, ich weiß es nicht.

Abgesehen von diesem Faktor, der mich etwas genervt hat, handelt es sich aber um ein kluges, humorvolles, sehr unterhaltsames und nachdenklich machendes Buch, dem man anmerkt, dass die Autorin sich die Geschehnisse nicht nur komplett ausgedacht hat, sondern diese, auch wenn es sich um einen fiktiven Roman handelt, durchaus auf viel Erfahrung und Wissen basieren. Damit ist es ein originelles Werk zu einem spannenden Thema, das ich gerne gelesen habe und allen, die sich dafür interessieren, jedenfalls empfehlen kann.

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Rezensionen von flyingmouse88:

Abenteuer, Freundschaft und jede Menge Fahrspaß

SUPERBIKES Das große Vorlesebuch von Hanna Sörensen

„Superbikes – Das große Vorlesebuch“ kam bei uns richtig gut an. Schon das Cover macht neugierig: schön bunt, lebendig und genau so, dass Kinder es am liebsten sofort aufschlagen wollen. Innen geht es genauso liebevoll weiter – die Illustrationen sind detailreich und laden immer wieder dazu ein, gemeinsam innezuhalten und Dinge zu entdecken.

Die Idee, Fahrräder zu den Hauptfiguren zu machen, fanden wir anfangs ungewöhnlich, aber genau das macht den Reiz aus. Mein Sohn hat dies erst nicht ganz nachvollziehen können, wie klingeln denn die Fahrräder oder warum hat es Hände? Die SUPERBIKES wachsen einem aber schnell ans Herz, weil jede Figur ihren eigenen Charakter hat und das Zusammenspiel im Team sehr stimmig wirkt. Besonders gefallen hat uns, wie Themen wie Freundschaft, Mut und Zusammenhalt ganz selbstverständlich in die Geschichten eingebaut sind, ohne dass es belehrend wirkt.

Inhaltlich geht es unter anderem um ein großes Rennen, bei dem sich Jump gegen seinen Rivalen behaupten muss – natürlich nicht ohne die Unterstützung seiner Freunde. Die Geschichten sind abwechslungsreich, verständlich erzählt und bieten genug Spannung, damit Kinder gerne zuhören.

Was das Buch für uns besonders praktisch macht: Die einzelnen Geschichten haben eine angenehme Länge und eignen sich perfekt zum Vorlesen zwischendurch oder am Abend.

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Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Dieses Buch hallt lange nach

Einatmen. Ausatmen. von Maxim Leo

Marlene Buchholz, Hauptfigur dieses Romans, wird von ihrem Chef zu einem Coaching geschickt nach Brandenburg. Fachlich kompetent ist sie in ihrem Beruf hundertprozentig – aber auf menschlicher Ebene klappt es mit ihr nicht so gut; so die Meinung aller ihrer Kollegen.
Die Figuren des Buches, allen voran natürlich Marlene, sind greifbar und authentisch – gespickt mit einer Prise Sarkasmus ist Marlene eine Figur, die sich abgrenzt und sich und ihre Grenzen sehr wahrt.

Ihre familiären Hintergründe dazu sind sehr interessant und lassen verstehen, warum Marlene ist, wie sie ist.
Ich bin sehr schnell und sehr gut in das Buch gestartet und mochte den Schreibstil von Maxim Leo sehr : ab und an waren es gerade die leisen Töne, die das Buch ausgemacht haben und mich sehr zum nachdenken und selbstreflektieren gebracht haben – denn alle Figuren und Situationen hatten eine wunderschöne Tiefe, so dass ich oft an mich selbst denken musste.
Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht; die Figuren untereinander und die jeweiligen menschlichen Verbindungen fand ich total authentisch.
Eine ganz klare Leseempfehlung für diesen tollen Roman !

Das Buch „Einatmen. Ausatmen.“ von Maxim Leo ist am 12. März 2026 bei Kiepenheuer & Witsch erschienen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Viele offene Fragen

Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman

Bei diesem Klappentext bin ich direkt neugierig auf die Geschichte geworden und habe mir erhofft eine tolle, spannende Story zu bekommen die mit mitreißen kann. Am Ende kann ich sagen, dass die Handlung schon interessant war, mich aber nicht so in den Bann ziehen konnte wie erhofft und vorallem bleiben zu viele Fragen am Ende offen.

In einem unterirdischen Gefängnis sitzen neununddreißig Frauen. Was übertage geschehen ist, wissen sie nicht: Wurde die Welt verlassen, von einem Virus verwüstet? Die Frauen können sich nicht erinnern, wie sie in den Käfig gelangt sind, haben jegliches Zeitgefühl verloren und nur eine vage Ahnung von ihrem alten Leben. Ihre Aufseher, sechs schweigsame Männer in Uniform, sprechen nicht mit ihnen und berühren sie nur, um sicherzustellen, dass keine von ihnen versucht, sich das Leben zu nehmen. Eines Tages ertönt ein Alarm, und die Wachen verschwinden; die Tür steht offen. Als erste wagt jene vierzigste Gefangene den ersten Schritt, die nichts als das Gefängnis kannte. Doch anders als erhofft, finden die Frauen draußen nicht die Freiheit, sondern eine Welt, die sie nicht wiedererkennen und in der sie lernen müssen, sich gemeinsam zurechtzufinden.

Der Schreibstil war anfangs ungewöhnlich und ich musste erst einmal reinfinden, dann jedoch habe ich die Geschichte gerne gehört. Der Schreibstil war stellenweise sehr einnehmend und mitreißend, teilweise aber auch etwas langatmig und einiges hat sich auch immer wieder wiederholt und der Geschichte. Die Protagonistin wurde authentisch beschrieben und ich konnte ihre Gedanken- und Gefühle meist nachvollziehen, die anderen Frauen sind aber teilweise auch sehr blass geblieben.

Auch der Inhalt des Buches war ein wenig ein auf- und ab, es gab spannende Stellen im Hörbuch aber auch solche die sich wiederholt haben und dann zäh gewesen sind. Vorallem gestört hat mich aber, dass die Geschichte im enteffekt sehr nebulös war, es kommen während des Hörens viele Fragen auf, die einfach nicht beantwortet werden. Es gibt sicher Menschen die finden so ein offenes Ende schön für eigene Gedanken, ich habe mich aber eher mit all den Fragen allein gelassen gefühlt. Das fand ich schade, daher auch 3 Sterne. Ich empfehle das Hörbuch an alle, die mit offenen Fragen gut zurecht kommen.

Die Sprecherin kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen, sie hat wirklich fesselnd und schön vorgelesen, die Stimme war sehr angenehm und konnte mich mitnehmen.

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Rezensionen von DoraLupin:

Locker-leichte Zeitreise

You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees

Dieser Klappentext hat sich sehr interessant angehört, eine Mischung aus Zeitreise und Liebesgeschichte und ich fand die Story wirklich sehr süss und gut geschrieben!

Es war die große Liebe, als Adam und Jules sich 1989 kennengelernt haben. 35 Jahre später ist ihre Ehe längst im Alltagstrott festgefahren.

Zwischen Jobs, Kindern und kleinen und großen Sorgen ist die Liebe irgendwie auf der Strecke geblieben. Oder vielleicht doch nicht? Eines Tages stolpert Adam über eine Kiste alter Mixtapes, die er und Jules füreinander aufgenommen haben, als sie jung und frisch verliebt waren. Was würde er dafür geben, um sich noch einmal so unbeschwert zu fühlen? Kurzerhand legt Adam eine der Kassetten ein, drückt auf Play – und das Unglaubliche geschieht: Sein Wunsch wird wahr, und er reist für wenige Stunden in der Zeit zurück, zu einem der schönsten und unvergesslichsten Tage in ihrer Beziehung. Von nun an können er und Jules zu den Klängen ihrer Lieblingssongs wichtige Momente aus ihrer Vergangenheit erneut erleben. Ist dies die Chance auf einen Neubeginn? Um sich wieder jung zu fühlen? Um sich daran zu erinnern, warum sie sich ineinander verliebten? Aber vielleicht auch, um ein paar klitzekleine Änderungen vorzunehmen, die ihr Leben in der Gegenwart verbessern könnten …

Der Schreibstil war sehr locker und leicht, deshalb hatte ich keine Probleme bei diesem Hörbuch mitzukommen. Schön fand ich auch, dass es zwei Sprecher gegeben hat, die jeweils Adam und Jules gelesen haben. Beide Stimmen waren angenehm und haben gut gepasst zu den Personen.

Die Handlung beginnt etwas klischeehaft indem es der Ehe der beiden nicht gut geht und das Paar dann eine Chance auf einen Neubeginn erhält, Die Zeitreise startet in den Teenager Jahren, wird dann aber richtig interessant und auch berührend, als beide ihre damals jungen Kinder wiedersehen und sich überlegen das sie auch Chancen verpasst haben. Ausserdem wird die Geschichte sehr interessant und spannend, als beide Kleinigkeiten in der Vergangenheit zu ändern beginnen und ein "Was wäre wenn" startet, das fand ich dann richtig toll zu hören!

Fazit: eine locker- leichte Liebesgeschichte mit Zeitreisefaktor, die teilweise aber auch richtig tiefgründig werden kann. Gerne empfehle ich sie weiter, ich hatte viel Spaß dabei!

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Rezensionen von DoraLupin:

War nicht meine Geschichte

Liebe,1 Audio-CD, 1 MP3 von Thomas Hettche

Der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört, denn der Beruf des Okularisten hört sich spannend an und hat mich interessiert und ich hatte mir eine sehr bewegende Liebesgeschichte erhofft. Leider muss ich aber sagen, dass die Geschichte mich so gar nicht packen konnte und es einfach nicht das richtige (momentan) für mich war.

Es geht in der Geschichte um Max, dieser stellt künstliche Augen her. Er ist Okularist. In seiner Praxis, über der Flamme des Bunsenbrenners, formt er feine Glaskugeln, versieht sie mit farbigen Äderchen, Iris und Pupille. Max weiß von der stillen Sprache der Blicke. An den Blitzschlag der Liebe aber glaubt er mit Anfang sechzig nicht mehr. Bis er eines Sommerabends Anna begegnet und ihn die Gefühle in ungekannter Wucht überwältigen. Anna geht es genauso, doch sie ist verheiratet, und so bleiben den beiden immer nur Tage, das zu leben, was nicht sein darf. Und immer sind da die Erinnerungen, die Träume, die Schatten. Das stürzt Max in Verzweiflung, denn er weiß, er hat seine große Liebe gefunden. Und er ahnt, dass sie ihn auf eine unheimliche Probe stellen wird.

Der Schreibstil war nicht so locker- und leicht wie ich das gedacht hatte, dennoch konnte man die Geschichte recht gut hören. Gestört hat mich, dass es relativ häufig zu elektronischen Nachrichten gekommen ist, diese sind immer mit Datum und Uhrzeit vorgelesen worden und haben meinen Hörfluss tatsächlich etwas gestört, da hätte ich es schöner gefunden wenn man die Nachrichten einfach hintereinander wegliest, da es ja auch zwei Sprecher für das Hörbuch gab. Die Geschichte wird aus Sicht von Max erzählt und Anna kommt immer nur kurz in den Nachrichten zu Wort.

Die Liebesgeschichte hat mir leider nicht gefallen, ich habe da keine Verbindung gespürt und konnte ihre Gefühle nur schwer nachvollziehen, vielleicht habe ich einfach etwas ganz anderes erwartet oder der Zeitpunkt war falsch. Aber leider konnte die Geschichte mich gar nicht packen. Einzig als über den Beruf von Max kurz erzählt wird, fand ich das interessant. Es war mir in Teilen auch zu philosophisch und hat mir deshalb nicht so recht gefallen.

Ich mochte die Stimme von Anna, die die Nachrichten gelesen hat sehr gerne und war enttäuscht, dass sie nicht mehr gelesen hat. Sie war sehr angenehm und hat gut gepasst. Die Stimme von Max war ganz okay, aber der Sprecher konnte mich leider nicht so mitreißen.

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