Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Klassikfan:
ein tolles und wichtiges Stück Zeitgeschichte
Sonnenberg von Brigitte Glaser
„Sonneberg“ von Brigitte Glaser trifft genau meinen Buchgeschmack, weil es einen Teil der Siebziger Jahre widerspiegelt, der mich sehr interessiert.
Johanna und Luzie sind Freundinnen, die gemeinsam in Freiburg studiert und zusammen in einer WG gelebt haben.
Durch einen Zwist zwischen ihnen beiden , führen ihre weiteren Wege in konträre Richtungen.
Johannes Vater stirbt und so kehrt sie nach Hause zurück, um die Winzerei weiterzuführen. Luzie geht aus Forschungszwecken nach Marokko.
Als in Wyhl ein Atomkraftwerk gebaut werden soll, treffen sie wieder aufeinander und engagieren sie sich gemeinsam , um es zu verhindern.Auch Luzie, die mittlerweile aus Marokko zurück ist, tut alles, um ihre Freundin in der gemeinsamen Sache zu unterstützen.
Das Lesen dieses Buches hat mir viele Einblicke in die damalige Zeit offenbart, die auf eine sehr gute Recherche schließen lassen.Brigitte Glaser beschreibt diese Zeit sehr lebhaft und interessant, sodass man nur so durch das Buch rast. Auch die beiden Protagonistinnen in ihrer Unterschiedlichkeit werden sehr gut beschrieben, sodass nie langweilig wurde.
Für mich sind nach dem Lesen des Buches viele Dinge verständlicher geworden, dabei ist es noch flüssig und unterhaltsam geschrieben.
Dicke Leseempfehlung!
tiefe Freundschaft
Honey und Blondie von Ubin Eoh
Obwohl ich wohl nicht zu der Zielgruppe dieses Buches gehöre, habe ich das Buch vonUbin Eoh „Honey& Blondie sehr gerne gelesen.
Spielen tut das Ganze in Berlin, was mit der charmant schnoddrigen „Berliner Schnauze“immer wieder zum Tragen kommt.
Die Geschichte erzählt von zwei engen Freundinnen und ihrer besonderen Beziehung zueinander, deren Empathie das Gefühlsleben der Anderen erspüren lässt, was besonders bei einer Erkrankung der beiden zum Tragen kommt.
Diese Situation wird so atmosphärisch beschrieben, dass man jedem Menschen in solch einer Situation solch eine Freundin wünscht.
Der Schreibstil ist frech, frisch und spritzig und man freut sich immer auf die nächste Seite, denn die Seiten fliegen nur so dahin. Schmunzelmomente gibt es genug in diesem Buch und am Ende schließt man das Buch mit einem warmen Gefühl im Bauch und einem Lächeln im Gesicht.
ein sehr berührendes Buch
Dem Meer entgegen von Lidija Hilje
„Dem Meer entgegen“ ist ein Buch, dass berührt, den Sommer an der kroatischen Küste einfängt und über verpasste Chancen, Neuanfang und die Frage, wohin man im Leben will, handelt.
In diesem wunderbaren Setting verfolgt der Leser eine Liebesgeschichte, die sehr authentisch wirkt, weil sie auch die Tücken des Lebens einfängt.
Eine Liebe, die nicht immer gradlinig verläuft, mit der Zeit immer reifer wird und verschiedene Perspektiven aufzeigt.
Der Autorin gelingt es neben der wunderbaren Sprache, die Gefühlswelt der Protagonistin Ivona so emphatisch rüberzubringen, dass ich mich als Leser dieser Person sehr nahe fühlte. Ich habe mit ihr gehofft, gezweifelt und habe sie sehr gut verstanden.
Für mich ist das für das Gelingen eines Romans von solchen Dingen immer sehr abhängig und ich war froh, es hier präsentiert zu bekommen und das in diesem tollen Sprachstil.
Dicke Leseempfehlung.
ein Buch das nachhallt
Die Träume, die wir hatten von Christiane Hoffmann
Christiane Hoffmann ist Erste Stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, der schon öfter interessiert bei Marcus Lanz zuhören durfte, hat ein Buch vorgelegt, das ich gerne empfehle.“ Die Träume, die wir hatten“ ist ein Buch das auch gut zu ihrer Familiengeschichte passt, denn Frau Hoffmann stammt aus einer Flüchtlingsfamilie, väterlicherseits aus Schlesien, mütterlicherseits aus Ostpreußen.
Das Buch das Einblicke in das Leben einiger junger Frauen in Russland gibt, aufgewachsen in gebildeten Familie , mit dem großen Wunsch in einer Demokratie zu leben.
Fantastisch recherchiert, erlebt der Leser hier eine Geschichte , die berührt, die historische Ereignisse mit persönlichen Erlebnisse kombiniert und dadurch noch überzeugender und nahbarer wird. Das Buch macht sensibel und weckt Verständnis für die russische Geschichte und die Bevölkerung dieses Landes, setzt aber schon politisches Interesse des Lesers voraus.
Der Schreibstil ist klar, flüssig und verständlich.
Ein empfehlenswertes Buch.
spannender Thriller
Was sie nicht weiß von Shari Lapena
spannender Thriller
" Was sie nicht weiß" von Shari Lapena ist ein Buch in dessen Schreibstil man sich erst einmal einlesen muss, dass dann aber an Spannung keine Wünsche offen lässt.
Sam und Bryden sind verheiratet und haben eine Tochter. Als Bryden ihre Tochter von Kindergarten abholen will und dann spurlos verschwinden, weiß keiner so genau, was los ist.
Eine fieberhafte Suche beginnt und die ermittelnden Kommissare, aber auch der Leser erfährt, dass nichts ist, wie es scheint. Ist das Paar wirklich so glücklich , wie es den Anschein hat, haben die Nachbarn etwas zu verbergen ?
Und vor allem , wo ist Bryden ?
Der Thriller von Shari Lapena ist wirklich ein sehr spannender Fall, der immer wieder neue Perspektiven eröffnet und damit die Spannung manchmal ins unermessliche steigert.
Man braucht etwas, um sich an den zu Anfang etwas emotionslosen Schreibstil zu gewöhnen, der im Gegensatz zu diesem doch so emotionalen Thema steht, aber im Laufe des Buches entwickelt sich immer mehr eine Sogwirkung, die einen das Buch schlecht aus der Hand legen lässt.
Absolute Leseempfehlung !
ein fantastisches Debüt
Maja & Natascha von Elyse Durham
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Ich bin weder Ballettfan, noch habe ich irgendeine Ahnung von der Welt des Balletts und trotzdem hat mich dieser Roman, der mich genau in diese Welt geführt hat begeistert.
Maja und Natascha sind Schwestern und verlieren nach ihrer Geburt ihre Mutter, die in der Ballettwelt zuhause war. Auch Maja und Natascha treten in diese Welt ein, nicht wissend, dass ihre Geschwisterliebe damit auf die Probe gestellt wird.
Wir befinden uns im Kalten Krieg, in dem Amerika und Russland nicht nur im Wettrüsten in harter Konkurrenz zueinander stehen.
Beide Mädchen möchten Karriere machen und auf Weltbühnen auftreten, doch die Politik schiebt ihnen einen Riegel vor, denn nur ein Familienmitglied darf ins Ausland. Ein Konkurrenzkampf entspinnt und man fragt sich, ob die Geschwisterbeziehung dies aushält.
Mich hat dieses Buch fasziniert, nicht nur,dass ich als Nichtballettkenner in diese Welt eintauchen durfte, sondern ich habe auch viel über die jeweilige politische Situation während des kalten Krieges in Amerika und Russland erfahren und dies auf eine Art und Weise, die mich fasziniert hat und in das Buch hineingesogen hat.
Eine große Leseempfehlung für diesen Debütroman.
ein Buch das niemanden kalt lässt
Freunde fürs Leben von Fredrik Backman
Frederik Brackmann’s Bücher sind für mich immer wieder Wunderschöne Leseerlebnisse, die von Menschen , ihre Problemen , aber auch von Freundschaft und dem Besonderen im Leben handeln.Gerade Freundschaft hat immer wieder einen hohen Stellenwert, so auch in diesem Buch.
Hier erzählt der Autor rückblickend die Geschichte von vier Freunden, die alle in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen und einen letzten gemeinsamen Sommer zusammen verbringen.
Jeder hat sein Schicksal und für jeden sind die Zukunftsaussichten nicht unbedingt rosig, aber sie sind zusammen und sich gegenseitig eine Stütze.
Das Buch , das auf zwei Zeitebenen geschrieben ist ist, berührt das Herz, lässt einen lachen und weinen, hat aber wie häufig bei Frederik Brackmann immer einen positiven Beiklang, der manch traurige Geschichte erträglicher macht.
Ein Buch das ich nicht vergesse und das sicherlich zu meinen Highlights in diesem Jahr gehört.
was für ein tolles Buch
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
„Guten Morgen, schönes Wetter heute“ von Tanja Kokoska, ist ein Buch wie eine warme Umarmung im richtigen Moment. Es lässt das Leben schöner erscheinen und den Glauben an das Gute im Menschen unterstreichen.
Viele kleine Geschichte aus der Hausgemeinschaft eines Hauses werden erzählt, jeder hat sein Schicksal, man kennt sich, aber jeder lebt für sich allein.
Man klappt das Buch auf, ist gleich im Geschen und mittendrin in dieser Gemeinschaft.Man fühlt sich jedem einzelnen dieser Menschen nahe, die man fast alle mag und mit denen man mitfühlt, hofft und nur das Beste für sie will.
Herr Bello war für mich ein Held, der über sich hinauswächst und zeigt, was alles möglich ist, wenn man den richtigen Anstoß hat.
Schön war es zu sehen, wie nach und nach aus Einsamkeit Einzelner eine Gemeinschaft wurde, der man auch gern angehört hätte.
Für mich ein Lesehighlight in diesem Lesejahr.
ein Haustier mit großer Auswirkung
Eine Maus namens Merlin von Simon Van Booy
Helen Cartwrigt ist 83 Jahre alt und kehrt nach 60 Jahren aus ihrer Wahlheimat Australien nach England zurück. Ihr Mann und ihr Sohn sind beide verstorben und haben Helens Lebenswillen sterben lassen, genauso wie ihre Liebsten gestorben sind. Sie warten nur noch auf den Tod, damit sie wieder mit ihnen vereint ist.
Doch dann verändert eine kleine Maus ihr ganzes Leben. Stellt sie zu Anfang noch eine Mausefalle auf, die sie in einem Baumarkt kauf, folgt danach ein Kontakt mit den Angestellten einer Bücherei, denn sie will mehr über Merlin erfahren, wie sie die Maus nennt, denn den Tod von Merlin möchte sie nicht, weil das zu grausam ist. Sie überlegt ihn ihn in ein Tierheim zu brinegen, indem er gut gepflegt wird und vielleicht mit anderen Mäusen zusammenleben kann.
UNd so bekommt Helen durch Merlin immer mehr Kontakt zu anderen Menschen. die ihre Einsamkeit beenden und sie auf andere Gedanken bringt.
Noch nie ist meines Wissens das Thema Alterseinsamkeit so warmherzig umgesetzt werden, sie in diesem Buch. Eine kleine Maus, die den Lebenswillen einer einsamen Frau wiederbelebt, nur durch ihre reine Anwesenheit.
Ein wunderbares Leseerlebnis in einem flüssigen Schreibstil und mit einer mehr als sympathischen Protagonistin.
eine berührende Geschichte
Elbland von Claudia Rikl
"Elbland " von Claudia Rikl ist für mich eines der wenigen Highlights im noch neuen Lesejahr 2026. Ich kenne schon ihr Buch " Wellenkinder" was mir damals auch sehr gut gefallen hat und was sie unter dem Namen Liv Marie, Bahrow geschrieben. Welches ihr wahrer Name ist und welcher Pseudonym, wiß ich leider nicht.
In "Elbland erzählt Claudia Rikl eine Familiengeschichte, angelehnt an das Schicksal ihrer Großmutter, die sicherlich kein Einzelfall ist. Traumatische Erlebnisse, die nie aufgearbeitet wurden und somit an weitere Generationen weitergegeben wurden.
Wir lernen Nina kennen, die ihre schwer depressive Mutter bis zu ihrem Tod gepflegt hat. Ihre Schwester hat das Elternhaus schon früh verlassen und auch ihr Vater ging und gründete eine neue Familie. Alles schmerzhafte Erlebnisse für Nina. Sie erinnert sich, dass dieser Bruch mit einem Urlaub im Jahhr 1987 zusammenhing, dem Urlaub nachdem ihre Familie zerbrach.
Sie will unbedingt herausfinden , was geschah und begibt sich auf Spurensuche im Heimatland ihrer Mutter.
Auf drei Zeitebenen 1945/1987 und in der Gegenwart ist diese Geschichte geschrieben, die Stück dür Stück aufklärt, was geschehen ist und warum diese Familie zerbrach.
Mit vielen interessanten Informationen aus der Vergangenheit und in einem sehr emphatischen Erzählstil, erlebt der Leser das Schicksal einer Familie, die sicherlich kein Einzelfall ist. Menschen, die für ihr Leben gezeichnet sind und ihre Erlebnisse nie verwinden können und in nachfolgende Generationen weitergeben.
Eine dicke Leseempfehlung











