Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gänseblümchen :
Perfekt für die nächste Normandie-Reise - Super informativ, übersichtlich und absolut grandios
MICHAEL MÜLLER REISEFÜHRER Normandie, m. 1 Karte von Ralf Nestmeyer
Bei diesem Normandie-Reiseführer bleiben keine Fragen und Wünsche offen. Sehr informativ, gut gegliedert und mit schönen Karten und Bildern überzeugt er absolut und ist sowohl bei der Reisevorbereitung, als auch beim Erkunden vor Ort sehr hilfreich. Wichtige Informationen lassen sich hierbei auf Grund der übersichtlichen Struktur der einzelnen Kapitel schnell finden.
Auf den Umschlagklappen, sowie im ersten Kapitel finden sich kurze, wichtige Fakten und Sehenswürdigkeiten, die für die Normandie wichtig sind. Ebenso sind Straßenkarten vorhanden und Tipps, sowie Ausflugsziele für das Reisen mit Kindern werden sogar extra erwähnt. Bereits beim Lesen kommt Reisefieber auf und die kulturelle Vielfalt mit tollen Kathedralen, Schlössern und schönen Städten, sowie die wunderschöne Natur mit ihrer Küste wird spürbar.
Mir gefällt es super gut, dass historische und wissenswerte Informationen zu den einzelnen Städten und Regionen im Fließtext sehr angenehm zu lesen sind und allgemeine Fakten zu Einwohnerzahl, Verkehrsmitteln und zum Beispiel Markttagen übersichtlich in Stichpunkten extra aufgelistet sind. Die wunderschönen Fotos von Städten und wichtigen Sehenswürdigkeiten bereichern den Reiseführer, machen Lust die Ziele zu erkunden und die Karten mit eingezeichneten Sehenswürdigkeiten sind fantastisch. Zudem gibt es jede Menge Tipps zu Restaurants und Übernachtungsmöglichkeiten. Allgemeine Informationen zu Geschichte, Politik, Klima usw zur gesamten Region Normandie finden sich in einem separaten Kapitel und für alle Wanderfreunde gibt es 14 mögliche Wanderrouten.
Alle Informationen wirken sehr gut von Ralf Nestmeyer recherchiert und von ihm getestete Restaurants werden vorgestellt. Besonders interessant und hilfreich finde ich auch die persönlichen Tipps in den jeweiligen Kapiteln.
Für mich bietet dieser Reiseführer die perfekte Mischung aus allen wichtigen historischen und regionalen Informationen, wunderschönem Layout mit tollen Fotos, praktischem Kartenmaterial und vielen wichtigen Tipps für alles Wichtige vor Ort.
Ein super empfehlenswerter und übersichtlicher Begleiter für die Reise in die Normandie!
Rezensionen von hexenaugen:
Millennium Kingdom: Der Wikinger von Tonny Gulløv
Meinung:
Ein großartiges Buch, und das ist erst der Teil 1.
Abgesehen davon, dass es rasant und sehr kurzweilig ist, werden die Protagonisten des Buches dargestellt als würde man sie kennen.
Man bekommt einen Eindruck vom Dänemark der Wikingerzeit.
Des Autors Geschichte möchte man sich nicht entgehen lassen.
Es beginnt etwas langsam; ich musste mich erst an die Sprache gewöhnen, da sie sehr altertümlich ist.
Aber plötzlich explodiert die Geschichte und dann wird es richtig spannend
In diesem Teil ist es Ulv Palnatoke, der die Geschichte selbst erzählt.
Die Kämpfe wurden so gut geschildert, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Fazit
Ich habe erfahren, wie die Wikinger gelebt, gekämpft und gedacht haben.
Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen und ich empfehle es gerne weiter.
Rezensionen von Jazz:
Prioritäten
Alles gut von Cecilia Rabess
Jess, schwarz und liberal trifft auf Josh, weiß und republikanisch an der Uni und da bleibt es nicht. Er ist auch ihr Mentor in ihrem ersten Job. Sie können sich nicht leiden. Konnten es schon im Studium nicht. Ihre Ansichten sind zu verschieden. Nicht kompatibel. Aber ist das wirklich relevant, wenn alles andere stimmt? Wenn man sich auf jeder anderen Ebene sympathisch findet und sich perfekt ergänzt? Kann das funktionieren?
Ich habe ein paar historische Aspekte nicht verstanden, da ich mich nicht allzu sehr für die US-amerikanische Geschichte interessiere.
Ein paar Finanzaspekte ebenfalls nicht, da ich nicht in diesem Sektor arbeite. Das waren aber wenige Randnotizen. Im Großen und Ganzen hat mir der Roman sehr gefallen. Denn im Grunde geht es darum, dass eine emanzipierte, intelligente Frau sich in der Welt zurechtfinden will. Sie ist schwarz, definiert sich sehr darüber und gleichzeitig hängt das sehr an der Erziehung durch ihren Vater. Denn selbst hängt sie nur mit Weißen ab, steht auf Weiße. Ihre innere Zerrissenheit zwischen ihrer Ideologie, ihrem Denken und Verstand und ihrem gegensätzlichen Handeln wird sehr deutlich. Auf jeden Fall sehr spannend zum Lesen. Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Sago:
Wenn Götter sprechen lernen
Der Rabengott von Ann Leckie
"Vielleicht war die Dauer des eigenen Lebens nicht wichtig. Vielleicht kam es nicht darauf an, wie lang oder kurz die eigene Zeit war, sondern mit wem man sie verbrachte."
Was für ein Leseerlebnis! Endlich wieder ein Fantasy-Roman, der aus der Masse heraussticht. Die Autorin Anne Leckie wird auf dem Buchumschlag von Patrick Rothfuss hochgelobt.
Und tatsächlich erzählt Leckie wunderbar anders. Das beginnt schon bei der Perspektive, die am Anfang rätselhaft bleibt. Denn stets wird hier der Protagonist Eolo vom Erzähler direkt angesprochen:"Als ich dich das erste Mal sah, kamst du zu Pferde zwischen den Bäumen hervor."
Wer berichtet hier? Es dauert eine Weile, bis man die Antwort erhält. Zunächst folgt man Mawat, dem Sohn des Statthalters von Iraden, und seinem Adjudanten Eolo, die nach Iraden zurückkehren. Mawats Vater ist verschwunden, dabei hätte er sich als Sprachrohr des Rabengottes selbst opfern müssen. Obwohl Mawat sein Nachfolger gewesen wäre, hat sich sein Onkel bereits dazu ernannt...
Geheimnisse, Intrigen und eine fast mystische Erzählung über erwachende Götter - eine Geschichte die in vielerlei Hinsicht an Originalität kaum zu überbieten ist. Die Hobbit Presse hat sie zudem, vor allem in der ersten Auflage mit Farbschnitt, wunderschön verpackt.
Rezensionen von nanu?!:
Bodenständige Köstlichkeiten vom Land
Vom Kochen und Leben auf dem Land von Julius Roberts
Julius Roberts hat genug vom stressigen Leben in der Stadt. Er liebt seinen Job als Koch in einem Londoner Restaurant zwar sehr, aber mit den Arbeitszeiten kommt er nicht klar.
Er beschließt sein Leben völlig umzukrempeln und kauft einen verlassenen, heruntergekommenen Hof im Südwesten Englands, den er wieder flott macht.
Er möchte zurück zum Ursprünglichen.
Davon erzählt er voller Begeisterung und sehr bildlich in einigen Kapiteln in seinem Kochbuch. Die Leidenschaft die er für seine neue Arbeit auf seinem eigenen Hof empfindet, ist in jeder Zeile spürbar.
Aber, trotz der ganzen Schwärmerei vom Landleben, dies ist ja immer noch ein Kochbuch und das Kochen hat Julius Roberts ja nicht plötzlich verlernt, weswegen auch bald der große Rezepteteil beginnt.
Aufgeteilt sind die Rezepte nach Jahreszeiten in vier Kapitel. Wirklich sortiert sind die Gerichte innerhalb dieser Kapitel trotzdem nicht. Es herrscht ein gewisses Durcheinander, nur die süßen Sachen befinden sich immer am Ende eines Kapitels.
Bei den Gerichten handelt es sich meist um einfache, aber modern interpretierte Hausmannskost.
- Besonders das WINTERkapitel bietet Eintöpfe, Gerichte mit Linsen oder auch Pasta, Quiche und Gemüse-Lasagne, Schmorgerichte mit Schweinebauch, Rippchen oder auch Lamm, ... Hauptsache bodenständig!
- Im FRÜHLING gibt es dafür viel mehr Gemüse. Der Autor arbeitet hier gerne mit Spinat, Spargel, Zucchini und Erbsen. Verpackt ist das ganze dann auf Blätterteig, als Suppe, im Fischbrötchen, als Risotto , mit Muscheln, usw.
- Im SOMMER wird es richtig bunt mit viel frischem Gemüse, Kräutern und oft wird auch mit Obst kombiniert. Leichte Fischgerichte, Pasta, Frittata, Galette, usw. Aber auch selbstgemachte Limonade darf nicht fehlen.
- Bei den HERBSTgerichten wird wieder mehr auf Deftigkeit und Saucen gesetzt. Es gibt ein wunderbares Brathähnchen mit Estragon, Hähnchen als Ricotta-Bällchen, es gibt Lammspieße, knusprigen Schweinebauch. Nur Pilze gibt es seltsamerweise nicht. Vielleicht mag er die auch einfach nicht?
In allen vier Kapiteln gibt es auch Desserts und Tartes.
Ungefähr ein Drittel der Rezepte ist auch für Vegetarier geeignet. Es wird aber viel wert auf eine gute Qualität beim Fleisch gelegt.
Der Autor ist Engländer, da war ich echt überrascht, denn von seiner Art zu kochen und bei den Produkten, die der Autor am liebsten verwendet, bin ich erst von einem italienischen Koch ausgegangen.
Es gibt eine Vielzahl an Fotos. Nicht nur die Teller mit den Gerichten werden prima präsentiert, auch Roberts Hof, die Tiere und Gärten und überhaupt die Umgebung, werden ganz toll in Szene gesetzt.
Die Anweisungen sind nicht wie üblich in Schritt-für-Schritt-Anleitungen verfasst zum abhaken, sondern in einem laufenden Text integriert. Das ist Gewöhnungssache. Man muss den Text nur aufmerksam lesen, dann entgeht einem eigentlich nichts.
Leider wird nie die Arbeitszeit angegeben. Bei dem einen oder anderen Rezept habe ich die Zeit völlig unterschätzt und das Abendessen wurde viel später fertig, als geplant.
Mir gefällt dieses Buch sehr gut, vor allem weil die meisten Rezepte für mich völlig neu sind, aber trotzdem alltagstauglich, und die Lebensmittel nie zu exotisch.
Ich bin sehr zufrieden damit und werde es noch oft nutzen.
Rezensionen von Hennie :
Deutsche Geschichte, lebendig erzählt
Für immer, dein August von Barbara Leciejewski
Nach nunmehr vier Monaten kam ich jetzt in den Genuss, Teil 2 der Mühlbachsaga zu lesen.
Es geht dort weiter, wo es im vorigen Buch endete. Der erzählerische Bogen reicht von 1914 bis 1946. Die furchtbare Zeit der zwei Weltkriege sowie die ebenso hoffnungsvollen wie abscheulichen Jahre dazwischen, werden mit den Schicksalen der Familien Borger und Schäfer und vieler weiterer Menschen realistisch gestaltet.
Nachdem im ersten Band Karl und Lina, die Urgroßeltern der Autorin, weitgehend im Mittelpunkt stehen, geht es nun mit den Großeltern Charlotte und August weiter.
Die Erzählung, die im wesentlichen im Wechsel zwischen dem kleinen pfälzischen Dorf Mühlbach und der Hansestadt Bremen erfolgte, empfand ich hier noch intensiver. Zeit und Ort wechselte in den Überschriften, auch Kriegsschauplätze und Augusts Kriegsgefangenschaft wurden nachdrücklich dargestellt.
Die Umsetzung der Familiengeschichte im Kontext mit der deutschen Geschichte ist hervorragend gelungen. Ich bin begeistert von der Authentizität der Charaktere. Barbara Leciejewski stellte alles sehr gut und bildhaft dar. Die Situationen waren für mich immer nachvollziehbar. Die Beschreibungen zogen mich in ihren Bann und nahmen mich gerade bei der Judenverfolgung emotional ganz schön mit. Es ist lebendig erzählte deutsche Geschichte mit viel Herzblut und Liebe zum Detail. Ich war oft ergriffen, zu Tränen gerührt, ich litt und freute mich mit, war zutiefst betroffen und erschüttert.
Obwohl der Roman 464 Seiten umfasst, hatte ich ihn schnell weggelesen und ich bin traurig, dass ich Charlottes und Augusts Lebensweg und die Lebenswege ihrer Nachfahren nicht weiter verfolgen konnte. 1946 endete das Buch. Vielleicht schreibt B. L. noch einen dritten Teil? Wie geht es weiter?
Fazit:
„Für immer, dein August“ ist ein sehr lesenswerter historischer Roman in sensiblen, warmherzigen Schreibstil und das mit authentischen Charakteren. Hier wird lebendiger Geschichtsunterricht geboten. Ich könnte mir beide Bücher auch als Verfilmung vorstellen!
Ich vergebe meine unbedingte Leseempfehlung mit der Höchstbewertung. Vorher lieber noch den ersten Teil „In Liebe, deine Lina" lesen, um die wunderbaren Personen näher kennenzulernen!
Rezensionen von bakerstreetbabe:
Eine bewegende Familiengeschichte
Annas Lied von Benjamin Koppel
Annas Lied erzählt die Geschichte von Hannah Koppelmann, von ihrer Kindheit in der großen und turbulenten Familie, bis zu den späteren Jahren. Wie der Titel des Buches bereits verrät, ist Musik ihre größte Leidenschaft und bleibt in ihrem bewegten Leben eine beruhigende Konstante.
Mit Annas Lied erzählt der Autor Benjamin Koppel auch seine eigene Familiengeschichte anhand des Lebenswegs der Protagonistin Anna.
Dieser ist von den traumatischen Erfahrungen der Flucht während des Kriegs, aber auch einer großen Einsamkeit geprägt. In kurzen Ausschnitten erleben wir Annas Entwicklung, ihre Sehnsüchte, Ängste und - natürlich - ihre Träume, die seit ihrer Jugend eine besondere Rolle für sie spielen.
Leider konnten der Schreibstil und die Art der Erzählung diese bewegende Geschichte aus meiner Sicht nicht optimal rüberbringen. Der Autor beschreibt Annas Emotionen oft, zeigt sie aber wenig. Einige Erlebnisse, die große Veränderungen in Annas Leben bedeuten, werden nur am Rande und in wenigen Sätzen abgehandelt. Dadurch entstand für mich eine Distanz zur Protagonistin. In Kombination mit den von ihr getroffenen Entscheidungen, die zwar aufgrund ihrer Vergangenheit und Prägung nachvollziehbar sind, war es teilweise etwas frustrierend, der Handlung zu folgen.
Dennoch ist Annas Lied eine lesenswerte Geschichte über Verlust, Einsamkeit und dem Verzicht auf die eigene Selbstentwicklung zugunsten anderer Werte.
Rezensionen von spozal89:
Robin Hut und seine Banditenbande
Nussknacker-Bande 1: Drei Chaoten auf vier Pfoten von Heike Eva Schmidt
"Die Nussknacker-Bande" hat mir und meinem Sohn außerordentlich gut gefallen. Mein Sohn wird bald sieben, einen Teil konnte er schon gut selber lesen, aber überwiegend hat uns diese Geschichte als Vorlese-Geschichte am Abend gedient. Die drei Eichhörnchen Schnick-Schnack-Schnuck gründen aus Langeweile eine Banidten-Bande, die sich an Robin Hood orientiert.
Dabei geben sie sich neue lustige Namen - Robin Hut die Anführerin, begleitet von Bruder Schnack und Merry. Mein Sohn hat während des Vorlesen ziemlich viel Lachen müssen. Die Geschichte ist sowohl humorvoll, als auch spannend und abenteuerlich. Auch die passenden Bildern, die man immer mal zwischen den Texten findet, passen hervorragend zur Story. Während ihres Falles, lernen die drei Eichhörnchen auch noch drei Lamas kennen, welche ich ebenso toll fand. Daher werden wir sicherlich auch noch die anderen Bücher der Autorin lesen und hoffen, dass es einen weiteren Band der Nussknacker-Bande geben wird.
Rezensionen von begine:
Ungewöhnliche Familie
Wort für Wort zurück ins Leben von Beth Miller
Das Buch, Wort für Wort zurück ins Lehen, von Beth Miller, besticht mit seinem schönen Cover.
Der Roman wird aus der Sicht dreier Personen erzählt. Anfangs war es nicht so schlüssig.
Die 52jährige Pearl hat sich mit ihrem Mann in einem Landhaus in Frankreich zurückgezogen. Anfangs war ich etwas irritiert, das fast eingeschlossen lebt.
Dann stirbt ihr Vater, der die Frau und seine drei Kinder verlässt und eine neueFamilie gründe. Aber ist das ein Grund sich nicht mehr um die Kinder zu kümmern?
Pearl erbt vom Vater sein Tagebuch, das er in Kurzschrift verfasst hat. Nur Pearl kann das lesen.
So erfährt man von seinem neuen Leben und Problemen.
Auch hat Perl ein Geheimnis, von dem ihr Mann nichts weiß. Das ist eine große Belastung.
Die Autorin schreibt das alles mit gutem Stil. Im Endeffekt ist es ein netter angenehmer Roman, der gut unterhält und fesseln konnte..
Rezensionen von Gaby 2707:
Meine letzten Ermittlungen mit Max Raintaler und Franz Wurmdobler
Letztes Busserl im Hofbräuhaus von Michael Gerwien
„Schweinsbraten und Bier gehören zusammen wie Reifen zum Fahrrad“. Für solche und ähnliche Sprüche liebe ich den kleinen dicken HK Franz Wurmdobler, Chef der Abteilung Mord und Gewaltverbrechen bei der Kripo in München, der seinen Abschied aus dem Polizeidienst in einem Münchner Biergarten mit seinen engsten Freunden feiert.
Die Stimmung ist feucht-fröhlich und ausgelassen bis jemand am Tisch in der Abendzeitung die Schlagzeile sichtet. Franz soll in seiner Studentenzeit auf dem Heimweg von einem Faschingsball ein Mädchen vergewaltigt haben. Ist dieser gemütliche Genussmensch wirklich zu einer solchen Tat fähig? Niemals! Da sind sich seine Freunde einig und ganz sicher. Sein engster früherer Kollege und bester Freund seit dem Kindergarten, Ex-Kommissar Max Raintaler, und sein langjähriger Kollege HK Bernd Müller, den alle wegen seiner manchmal etwas groben Ermittlungstaktiken nur „den scharfe Bernd“ nennen, beginnen in dieser fiesen Verleumdungssache zu ermittel.
Max hat aber auch noch eine andere Baustelle. Er und seine Moni wollen in drei Wochen standesamtlich heiraten und er hat die Organisation übernommen. Auch da gibt es noch allerhand zu tun.
Diesmal komme ich bei den Ermittlungen, die sich wahrlich nicht als einfach erweisen, sogar in die Münchner Gesellschaft der Reichen und Schönen und zu einem ansässigen Trachtenverein. Da Sommer ist in der Weltstadt mit Herz ist ja klar, dass das Brainstormen über diesen Fall zumeist im Biergarten stattfindet, wo ich direkt nebenan sitze und die Gedanken der Ermittler hautnah mitbekomme. Aber ich darf auch bei einer Shoppingtour von Moni, Annie, Sandra und Marion dabei sein, wo neben Brautkleidern aussuchen auch das ein oder andere Glas Champagner auf dem Plan steht. Ich habe das lustige Zusammensein mit den Damen sehr genossen. Da hier Jemand aber nicht nur dem Franz ans Leder will, sondern auch Max sich anscheinend jemanden zum Feind gemacht hat, ist auch Monika Schindler in Gefahr. Ob das alles gut geht?
Ich hatte jedenfalls wieder einen Mordsspaß bei den Ermittlungen. Was auch daran lag, dass die für diesen Fall neuen Protagonisten, egal ob die Hochzeitsplanerin, ein mieser Schreiberling der AZ, die Mitglieder einer Neuperlacher Rockergang, ein sympathischer Taxifahrer oder drei Scheichs im Hofbräuhaus so farbig und lebensnah beschrieben sind, dass ich sie sofort in mein Kopfkino einfließen lassen konnte. Den Fall selbst finde ich sehr gut durchdacht, manche Szenen etwas schräg, wie ich es hier und da vom Autor kenne. Die Spannung steigt bis zum Schluss kontinuierlich an und ich war froh, dass es bei der Hochzeit nicht spannend wurde, sondern feucht-fröhlich gefeiert werden konnte.
Wer einen ausgeklügelten, spannenden Kriminalfall lesen will, ohne großes Blutvergießen, bei dem man auch mal ins Schmunzeln kommt, der ist hier genau richtig. Mir hat dieser leider letzte Krimi der Reihe ein paar interessante, ermittlungsintensive und unterhaltsame Lesestunden geschenkt.











