Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Kapitel60:
Ein Buch über Diskriminierung
Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen von Olaolu Fajembola; Tebogo Nimindé-Dundadengar
Worum geht's?
Mit Kindern über Diskriminierungen sprechen von Olaolu Fajembola und Tebogo Niminde-Dundadengar ist ein umfassender Ratgeber zum Thema Diskriminierung. Es informiert über die verschiedenen Formen von Diskriminierung und gibt Tipps wie man damit umgehen kann.
Cover und Schreibstil
Das Cover ist passend und der Schreibstil ist aufklärend, aber nicht belehrend.
Das Buch ist sehr übersichtlich und gut gegliedert. Es eignet sich auch bestens als Nachschlagewerk.
Fazit
Wer sich mit dem Thema näher beschäftigen will oder muss, der trifft mit diesem Buch die richtige Wahl. Hier wird viel sensibilisiert und aufgeklärt, vor allem im Umgang mit Kindern. Ein Thema, das auch aufgrund zunehmender Zuwanderungen immer wichtiger wird und schon bzw. vor allem im Kindesalter besprochen werden sollte. Schön ist, dass es viele Tipps zu weiterführender Literatur, Filmen etc. gibt.
Rezensionen von Kapitel60:
Geht mitten ins Herz
Ein Zuhause für deinen Drachen von Ulrike Felber
Ein Zuhause für deinen Drachen stammt aus der Feder der österreichischen Autorin Ulli Felber und umfasst ca. 36 Seiten.
Worum geht’s?
Die kleine Mari ist die Hüterin eines Drachen. Eines Tages trifft sie auf eine
uraltejunge Frau, die ihr hilft ihren Drachen zu bändigen.
Cover, Illustrationen und Schreibstil
Bei diesem Buchen verliebt man sich sofort in das Cover.
Hier ist Mari zu sehen, wie sie sich an ihren Drachen kuschelt. Das Buch ist komplett illustriert und die Bilder passen auf jeden Fall zum Text. Der Text ist sehr umfangreich für ein Buch dieser Altersgruppe. Der Schreibstil ist zwar kindgerecht, aber dennoch anspruchsvoll und fast schon poetisch. Das Buch ist klimaneutral gedruckt, weshalb die Seiten matt sind und auch der Einband ist rau und ebenfalls matt.
Fazit
Die Geschichte gefällt mir sehr gut. Es wird ausführlich auf die verschiedenen Gefühle eingegangen und die Zeilen gehen definitiv mitten ins Herz. Das ist meine Meinung als erwachsene Leserin. Meine Zuhörer*innen sind 5 und 7 und die Geschichte wurde definitiv besser vom älteren Kind verstanden, als vom jüngeren. Für das jüngere Kind war das Buch etwas langatmig und fast schon langweilig. Ich würde hier die Altersangabe etwas hochschrauben. Ein absoluter Pluspunkt ist die umweltfreundliche Herstellung des Buches und dass man mit dem Kauf benachteiligten Kindern etwas Gutes tun kann.
Rezensionen von yellowdog:
Briana und Jacob
Yours Truly von Abby Jimenez
Der Roman ist stark im Plot und in der Figurenführung.
Es ist fast unmöglich, Briana und Jacob nicht zu mögen. Briana ist eine beliebte Oberärztin in einem Krankenhaus und bewirbt sich dort auf die Leitung. Als Jacob neu im Krankenhaus als Arzt anfängt, wittert sie Konkurrenz. Doch Jacob hat nur gewechselt, um sich von einer gescheiterten Beziehung zu erholen.
Die ersten Treffen zwischen Briana und Jacob verlaufen holprig, doch auch sofort gibt es viel Wortwitz, was ich als Leser sehr schätze.
Es gibz aber auch ein paar Passagen mit Briefwechseln, die sprachlich nicht so gelungen fand.
Auch wird ein beliebter Romankniff im Romancegenre verwendet, den ich abgedroschen finde. Briana soll Jacobs Freundin spielen, damit er die Hochzeit seiner Exfreundin besser übersteht. Klar, dass sich Briana und Jacob näher kommen.
Abby Jimenez ist eine erfolgreiche US-Amerikanische Schriftstellerin, die ich bisher noch nicht kannte.
Das Buch ist in erster Linie für Fans von Liebesromanen gemacht und hat doch mit Organtransplantation ein wichtiges Thema integriert.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Leider nicht so spannend wie erwartet
White Zero von Thilo Falk
"White Zero", das neue Buch von Thilo Falk, ist ein Klimathriller. Das auffallend schön gestaltete Cover und der vielversprechende Klappentext weckten mein Interesse, aber so richtig glücklich bin ich mit meinem ersten Klimathriller nicht geworden.
Die Geschichte beginnt spannend. Die Menschen in Deutschland erleben eine neue Eiszeit.
Obwohl der März bereits begonnen hat, ist es immer noch eiskalt, es herrschen Temperaturen von -28 Grad. Die Straßen sind vereist, die Bevölkerung kann sich die hohen Energiepreise kaum noch leisten. Menschen erfrieren, die Versorgung mit Lebensmitteln ist gefährdet, Lieferdienste stellen ihren Betrieb ein. Niemand kennt die Ursache für diese nun bereits seit Monaten anhaltenden Tiefsttemperaturen.
Die wichtigsten Figuren des Buches sind die Geophysikerin Dr. Jana Hollmer, ihr Freund Clemens Bach und Titus van Dijk. Jana ist stellvertretende Leiterin des Bundeswehr-Forschungszentrums für Geophysik, Clemens betreibt einen Verlag für Grußkarten, und Titus leitet eine Reederei in den Niederlanden. Um die Ursache für die neue Eiszeit herauszufinden und eine Lösung der Probleme herbeizuführen, wird ein Krisenstab gebildet, dem neben Jana weitere Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer angehören.
Der Klimathriller ist in angenehmem Stil geschrieben und liest sich flüssig. Die interessanten Charaktere sind sehr gut skizziert, neben den drei wichtigsten Figuren lernen wir in weiteren Erzählsträngen zahlreiche weitere Personen aus Kiel, Freiburg, Peking, Amsterdam und Tschad kennen. Die Personen und die Schauplätze wechseln ständig, die Kapitel sind eher kurz gehalten, daher ist schon eine gewisse Konzentration erforderlich. Es dauert einige Zeit, bis sich alle Puzzleteile zu einem Ganzen fügen und die Zusammenhänge erkennbar sind.
Leider fand ich das Buch nicht sehr spannend, es hatte zwar durchaus spannende Momente, vor allem zu Beginn, aber der Spannungsbogen konnte nicht hoch gehalten werden, flachte immer wieder schnell ab. Die Kürze der einzelnen Erzählstränge und der ständige Wechsel störten meinen Lesefluss. Sehr gut gefallen haben mir die Zeitungsartikel und Beiträge aus den Nachrichten, die der Autor immer wieder in seine Geschichte hat einfließen lassen. Was mich zunehmend genervt hat, war neben den Gendersternchen die ständige Anwesenheit von Janas Hündin. Es gibt kaum eine Szene um Jana, in der der Beagle nicht dabei ist.
Es ist so schade, aber trotz der interessanten Thematik konnte das Buch mich leider nicht so fesseln, wie ich es erwartet hatte.
Rezensionen von Bücherfreundin:
Thriller mit Längen
Schneesturm von Tríona Walsh
Ich liebe Thriller, die vor eisiger Kulisse spielen und habe mich daher sehr auf "Schneesturm" der irischen Autorin Tríona Walsh gefreut, die den Leser auf die kleine irische Insel Inishmore entführt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Cara. Die 34-Jährige ist als einzige Polizistin auf Inishmore für 900 Bewohner zuständig.
Da sie nicht auf der Insel geboren ist und kein Gälisch spricht, begegnen ihr die Inselbewohner mit Vorsicht und Skepsis. Cara lebt mit ihren beiden Kindern bei ihrer Großmutter, einer Einheimischen. Kurz vor Silvester trifft sie sich mit ihren fünf Freunden. Sie alle waren seit Kindertagen eine verschworene Gemeinschaft, die nach einer schrecklichen Tragödie auseinanderbrach. Drei Freunde sind nicht auf der Insel geblieben. Nun sind 10 Jahre vergangen, und die Gruppe, die aus 3 Männern und drei Frauen besteht, will gemeinsam den Jahrestag des tragischen Ereignisses begehen. Bald schon tobt ein heftiger Schneesturm auf der Insel und schneidet sie völlig von der Außenwelt ab, es gibt keinen Strom, kein Telefonnetz, keinen Fährverkehr. Als eine Leiche aufgefunden wird, wachsen Angst und Misstrauen innerhalb der Gruppe.
Der Thriller ist in angenehmer Sprache erzählt und liest sich sehr flüssig. Nach und nach lernen wir Cara und ihre Freunde näher kennen. Außer Cara leben noch Daithi, der Wirt des Pubs, sowie die Lehrerin Maura auf der Insel. Seamus lebt als Drehbuchautor im Hollywood, während Ferdy und Sorcha, die miteinander verheiratet sind, nach London gezogen sind und sich dort eine Existenz aufgebaut haben. Schnell ist zu erkennen, dass die Gruppe sich fremd geworden ist, die alte Vertrautheit nur noch in Teilen vorhanden ist. Vor dem Hintergrund des Verbrechens müssen die Freunde sich nun fragen, ob sich der Mörder unter ihnen befindet.
Wir begleiten die von der Ermittlungsarbeit völlig überforderte Cara, es werden Geheimnisse aufgedeckt, Konflikte brechen auf, Lügen kommen ans Tageslicht. Cara verhält sich mehrmals nicht gerade professionell, ihre Handlungsweisen sind nicht immer logisch und nachvollziehbar.
Leider war mir der Thriller nicht durchgängig spannend genug, er hatte einige Längen, auf die Anwesenheit des Filmteams und das etwas kitschige Ende hätte ich gut verzichten können. Faszinierend fand ich dagegen die Beschreibung der Insel und ihrer teilweise recht abergläubischen Bewohner, die unter extremen Wetterbedingungen leben und den Naturgewalten ausgesetzt sind.
Rezensionen von Petra:
Magie + reale Welt
Hummelbi - Der geheime Elfenzauber von Tanya Stewner
" Hummelbi " ist eine fantasievolle und niedliche Geschichte .
Florentine Buchmacher lebt mit ihren Eltern und ihrer Zwillingsschwester Pauline in einem kleinen Fachwerkhaus am Waldrand. Im Erdgeschoß hat die Mutter ein kleines Buchgeschäft. In dem alten roten Lesesessel lasen Florentine und ihre Mutter jeden Abend aus ihrem Lieblingsbuch.
Es ist ein Elfenbuch. Tatsächlich gelingt es Florentine eine Elfe namens Hummelbi zu sehen. Von ihr erfährt sie, dass die Elfenwelt in Gefahr ist. Alle wollen nur noch Geschichten von den hübschen Feen lesen und so geraten die Elfen in Vergessenheit und fallen in einen tiefen Schlaf. Florentine will die kleinen Wesen retten. Aber dazu braucht sie die Hilfe ihrer nervigen Schwester.
Ein Buch , dass Magie und reale Welt verbindet und den Zusammenhalt von Geschwistern, Freundschaft, Liebe zur Natur und zu Büchern zum Thema hat.
Leseempfehlung!
Rezensionen von Lesebienchen36:
Eine bewegende Fortsetzung
Für immer, dein August von Barbara Leciejewski
Nach der Veröffentlichung „In Liebe, deine Lina“ hat Barbara Leciejewski mit „Für immer, dein August“, der im März 2024 im List Verlag erschienen ist, den zweiten Band vorgelegt. Nachdem ich den ersten Teil mit großer Begeisterung gelesen habe, wartete ich voller Vorfreude auf die Fortsetzung.
Endlich geht die Reise nach Mühlbach weiter.
Wie schon beim vorherigen Band konnte mich auch hier der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin verzaubern. Kaum hatte ich den ersten Satz beendet, so fand ich mich in Charlottes Geschichte wieder. Für mich war es wie eine Art nach Hause kommen. Sofort traf ich auf alte und neue Bekannte, die mir schon damals meine (Lese)- Reise verschönert haben. Barbara Leciejewski bezaubert nicht nur mit ihrem einfühlsamen Erzählstil, sondern auch mit ihren facettenreichen Charakteren, die diese Geschichte zu einem besonderem Lesehighlight machen. Während des Lesens hatte ich immer das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Zu den Darstellern darf die brillante und einzigartige Kulisse von Mühlbach und Bremen nicht fehlen, die perfekt eingefangen und widergespiegelt wurde.
In ihrem neuen Roman erzählt die Autorin nun die Geschichte ihrer Großmutter und deren große Liebe Namens August. August Schönborn ist Musiker, aber im ersten Weltkrieg wird er in ein britisches Internierungslager gesteckt. Von dort aus hält er Kontakt zu seinen Eltern und Charlotte (Lotte). Als er 1919, nach Beendigung des Krieges, endlich nach Hause darf, trifft er auf Lotte und schnell wird klar, dass aus der einstiegen Freundschaft Liebe geworden ist. Doch diese steht unter keinem guten Stern. Lotte wohnt in Bremen und August muss nach Mühlbach in die Pfalz zurück, wo seine Eltern leben. Dort war auch mal Lotte zuhause, aber ihre Mutter Lina musste das Dorf damals verlassen, denn Charlotte wurde als „Bankert“ geboren. Auch August hat es in dem Dorf schwer, denn er ist der einzige junge Mühlbacher, der den Krieg unversehrt überlebt hat. Wie soll es für die beiden weitergehen? Ein Schicksalsschlag trifft für die beiden eine Entscheidung, aber ist es auch die richtige?
Mit ihrem Fortsetzungsroman hat Barbara Leciejewski wieder meinen Nerv getroffen. Bewegend, einfühlsam und auch schockierend erzählt sie die Liebes- und Lebensgeschichte ihrer Großeltern. Auch wenn sie an manchen Stellen ein paar fiktive Einfügungen eingebaut hat bzw. einbauen musste, die Lesefreude wird nicht im Geringsten geschmälert. Eher das Gegenteil! Zu jedem Zeitpunkt wollte ich wissen, wie es mit Lotte und August weitergeht. Wie schon erwähnt, handelt es sich hierbei auch um eine Lebensgeschichte, die durch den zweiten Weltkrieg stark beeinflusst wird. Schockierend erzählt die Autorin von der Machtergreifung der Nazis, die Judenverfolgung oder Bombenangriffen, die, die Welt erschüttern. An manchen Stellen musste ich das Bach einfach zur Seite legen, um das Gelesene zu verarbeiten. Aber nicht nur die düsteren Zeiten des Krieges finden einen Schauplatz auch die Liebe, Hoffnung, Ängste und den unermüdlichen Mut, den die Menschen damals aufbrachten, um diese schwere Zeit zu überleben spürt der Leser.
Schade, dass die Geschichte nach 462 Seiten ein Ende fand, zu gerne hätte ich einfach weitergelesen.
Für mich ein 5 Sterne Buch und ein Lesehighlight 2024! Ich kann und möchte die beiden Bände nur weiterempfehlen, denn sie müssen einfach gelesen werden. Einfühlsam und bewegend zugleich!
Rezensionen von Kokoloreslot:
Vorlesebuch zum Mitmachen
Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt von Louise Fitzgerald
"Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt" hat uns gut gefallen. Das Buch hat ein großes Format und die unterschiedlichen Tiere habe ganz verschiedene Vorlieben. Das schläfrige Eichhörnchen sorgt für Lacher und hat uns am besten gefallen. Überhaupt ist es lustig und spannend, denn immer wieder fängt der Satz an, und dann kommt doch noch was dazwischen.
Die Bilder sind toll und die Tiere niedlich. Der Vorlesetext lädt zum Mitmachen ein. Die Tiere zeigen dann, wie es geht, und so kann man nochmal Energie rauslassen, bevor geschlafen wird. Super Idee und eine spaßige Umsetzung. Zu Beginn muss ein verbindliches Versprechen abgegeben werden und es gibt noch andere Ideen, die wir nun öfter ins Abendritual einbinden.
Wir haben es bisher 3x gelesen und machen das bestimmt noch öfter. Ich kann das Buch also empfehlen. Nur eine Sache fand ich wirklich schade. Die allerkürzeste Gutenachtgeschichte der Welt besteht aus einem Satz. Zehn Worte soll dieser Satz haben, aber wer aufmerksam ist, wird merken, es sind elf Worte. So ganz kann ich mir das nicht erklären, denn bei sinngemäßer Übersetzung ins Englische sind es sogar noch mehr. Die englische Originalausgabe zum Vergleich habe ich nicht. Testet man hier die Aufmerksamkeit der Kinder oder einfach ein Fehler? Etwas unglücklich, da oft erwähnt wird, dass es genau zehn Worte sind, nämlich im Buch und im Klappentext.
Rezensionen von Kokoloreslot:
Macht, Moral und die Natur
Der Wald von Eleanor Catton
Endlich mal ein origineller Umweltthriller, der mit Brisanz, Anspruch und Originalität überzeugt. Eleanor Catton spielt alle literarischen Vorteile talentiert aus, die sich bieten. Ihre Stil ist komplex und einnehmend. Deshalb sind die Charaktere tiefgründig, ihre verschiedenen Ambitionen und ihr Handeln nachvollziehbar.
Dadurch baut sich immer mehr Substanz auf. Sei es die abgelegenen Farm als Schauplatz, moralische Umwelt- oder Wirtschaftsfragen, Aktivismus, die Beziehungen der Charaktere untereinander oder das eigentliche Drama. Hier fließen viele Themen ineinander. Es entstehen Konflikte, die man nicht unbedingt kommen sieht, und die Spannung steigt stetig. Mit zunehmender Seitenzahl wird es immer fesselnder. Das Ende ist dann einfach meisterhaft. Ein intelligenter Plot, der einen nicht so leicht loslässt. Hat mir richtig gut gefallen, weil viel Raum für Interpretation gelassen wird und wichtige Fragen aufgegriffen werden. Ein mitreißender Lesetipp, der zum Bestseller werden könnte.
Rezensionen von alicii:
Eine Königin für Berlin
Das Lächeln der Königin von Stefanie Gerhold
In diesem Roman gewährt uns die Autorin einen Einblick in die Irrungen und Wirrungen der Berliner Kunst- und Archäologieszene zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einer Zeit, in der ebenjene Kunstwerke gefunden wurden, die wir heute in den Museen bewundern können.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht der jüdische Textilunternehmer und Mäzen James Simon und seine Familie.
Er finanzierte die Ausgrabungen Ludwig Borchardts in Tell el-Amarna, die zum Fund der Nofretete führten. Am Beispiel der Simons zeichnet die Autorin die geschichtlich bedeutenden Ereignisse, aber auch die gesellschaftlichen Strömungen und Tendenzen dieser Zeit nach. So wird an Simons Beispiel auch deutlich, wie tief verwurzelt der Antisemitismus schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Gesellschaft war.
Auch die archäologischen Ausgrabungen waren nicht frei von politischen und gesellschaftlichen Verwicklungen. Dort liegen auch die Gründe dafür, dass die Nofretete erst nach Jahren im Museumslager erstmalig öffentlich ausgestellt wurde.
Durch den Fokus auf die Kunst- und Archäologieszene entsteht ein neuer Blickwinkel auf eine bereits vielfältig nacherzählte Periode deutscher Geschichte.
Ein gut recherchierter Roman voller Details, das interessante Thema trägt auch über kleine Schwächen im Erzählfluss. Auf nach Berlin zur Nofretete!











