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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von alicii:

Eine Königin für Berlin

Das Lächeln der Königin von Stefanie Gerhold

In diesem Roman gewährt uns die Autorin einen Einblick in die Irrungen und Wirrungen der Berliner Kunst- und Archäologieszene zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einer Zeit, in der ebenjene Kunstwerke gefunden wurden, die wir heute in den Museen bewundern können.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der jüdische Textilunternehmer und Mäzen James Simon und seine Familie.

Er finanzierte die Ausgrabungen Ludwig Borchardts in Tell el-Amarna, die zum Fund der Nofretete führten. Am Beispiel der Simons zeichnet die Autorin die geschichtlich bedeutenden Ereignisse, aber auch die gesellschaftlichen Strömungen und Tendenzen dieser Zeit nach. So wird an Simons Beispiel auch deutlich, wie tief verwurzelt der Antisemitismus schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Gesellschaft war.
Auch die archäologischen Ausgrabungen waren nicht frei von politischen und gesellschaftlichen Verwicklungen. Dort liegen auch die Gründe dafür, dass die Nofretete erst nach Jahren im Museumslager erstmalig öffentlich ausgestellt wurde.

Durch den Fokus auf die Kunst- und Archäologieszene entsteht ein neuer Blickwinkel auf eine bereits vielfältig nacherzählte Periode deutscher Geschichte.
Ein gut recherchierter Roman voller Details, das interessante Thema trägt auch über kleine Schwächen im Erzählfluss. Auf nach Berlin zur Nofretete!

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Rezensionen von Petra:

Drei Generationen

Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt von Julie Heiland

Dresden, die Elbmetropole und Anziehungspunkt für Kunstliebhaber wird im Jahr 1945 in nur einer Nacht in Schutt und Asche gelegt. Die Menschen sind verzweifelt. Es gibt kaum Wohnraum und die Lebensmittel sind knapp. Aber die Menschen haben auch Hoffnung und fangen an ihre Stadt wieder aufzubauen, Unter ihnen ist die Trümmerfrau Lotte.

Die junge Frau wurde nach dem Tod der Eltern von Tante und Onkel aufgenommen. Nach dem Krieg lebt sie mit der Tante unter menschenunwürdigen Bedingungen in einem fast zerstörten Haus. Lotte ist seit Jahren auf der Suche nach ihrem Geliebten Leo. Der plötzlich aus ihrem Leben verschwand . Sie gibt die Hoffnung nicht auf, dass er als Jude die Nazizeit überlebt hat. Als sie einen jungen Mann vom Selbstmord abhalten kann und ihn bei sich aufnimmt, beginnt ihr Leben sich zu ändern.
Viele Jahre später findet ihre Enkelin Hannah , die am Wiederaufbau der Frauenkirche arbeitet, ein Foto ihrer bis dahin unbekannten Großmutter. Da die Ähnlichkeit zu ihrer Mutter sehr groß ist, beginnt sie nachzuforschen
Die Autorin hat die Familiengeschichte der drei Frauen gekonnt mit den historischen Ereignissen verknüpft.
Ein großes Lesevergnügen!

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)

Schneekinder von Andreas Langer

Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (13 Jahre, Innsbruck)

In dem kleinen Dorf Kyrfjall leben nur noch Kinder und zwei Alte. Elin ist mit vierzehn Jahren die einzige, die kein Kind mehr ist. Die Eltern müssen an der Front helfen und alle jugendlichen Jungen, so auch Elins Zwillingsbruder Kjell, müssen im Bergwerk arbeiten.

Die Jugendlichen sind es Leid, so schuften zu müssen und erweitern eine Spalte im Fels. Doch aus dieser treten schwarze Schwaden aus, die giftig sind. Als dann auch noch Steinmonster auftauchen und Kjell sich den Fuß verstaucht, lassen ihn die anderen zurück. Die Bewohner Kyrfjalls fliehen vor den Wesen und den Schwaden. Elin übernimmt notgedrungen die Anführererolle. Doch wer sind die Diebe, die Vorräte stehlen und was ist mit Kjell passiert?

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend ist.

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Rezensionen von Kathie:

Aktuelle Teeniethemen

Mathilda - Wie style ist das denn?! von Silke Antelmann

"Mathilda - Wie style ist das denn?" ist ein passendes Buch für meine 10-jährige Enkelin. Als erster Band einer neuen Mädchenreihe behandelt es nicht nur äußere Schönheit, sondern auch innere Stärke, Selbstakzeptanz und einen reflektierten Umgang mit den sozialen Medien. Der Roman ist leicht zu lesen, humorvoll und unterhaltsam - genau richtig für ihre Altersgruppe.

Mathilda wird von Mitschülern mit Fragen zu Beauty und Style überschwemmt, da ihre Schwester eine Influencerin ist. Zunächst unsicher, erkennt sie später die Ängste ihrer Mitschüler und bietet ihnen Beratung an, wobei sie nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich stärkt. Dabei lernt sie selbst, zu sich selbst zu stehen.
Besonders die Fragen zum Ankreuzen und Eintragen sprechen junge Mädchen direkt an und binden sie aktiv in die Handlung ein. Meine Enkelin war begeistert davon.

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Rezensionen von Jule:

Ausbaufähig

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1) Crowns of Nyaxia von Carissa Broadbent

3,5 von 5

Mit "The Serpent and the Wings of Night" entführt Carissa Broadbent uns in eine sehr dunkle Welt voller Vampire und zu einem Turnier, das mehr bereit hält, als man denkt.

Mit Vanida Karun wurde eine Sprecherin gewählt, die die düstere Atmosphäre, die Emotionen und Gefühle der Protagonisten auf hervorragende Weise rüberbringt.

Sie zieht uns mit ihrer Stimme in einen Bann, sodass man immer weiter hören möchte, obwohl die Story im Ganzen, für mich, noch ausbaufähig ist.
Dies liegt vor allem an dem Worldbuilding und unfassbar vielen fehlenden Informationen. Beim hören hatte ich nie eine komplette Welt vor Augen. Es waren immer nur einzelne Orte zu denen man gesprungen ist. Vergeblich habe ich etwas Zusammenhängendes gesucht, und das ist schade, denn diese Welt hat einfach viel Potenzial. So geht es mir auch mit den verschiedenen Vampirclans mit denen ich nie wirklich zurecht gekommen bin. Unterscheiden wie welcher Clan mit einem anderen in Verbindung steht, fiel mir schwer. Mehr Informationen hier und da hätten es einfacher gemacht sich zurechtzufinden.

Dazu kommt das Kejari. Das tödliche Turnier, mit Prüfungen die oft nichts neues dargestellt und an die Tribute von Panem erinnert haben. Das Spannende hierbei war die Zeit zwischen den Prüfungen, denn wer am Ende im Finale steht ist eigentlich von Beginn an klar.
Mit Oraya hat dieses Buch eine Protagonistin, die mutig auftritt und deren Gefühle oft sehr nachvollziehbar sind. Allerdings war sie mir oft ein wenig zu naiv und ich habe mir immer wieder gewünscht, dass sie mehr für sich selbst einstehen kann.
Mit Raihn findet man einen weiteren Hauptprotagonisten vor, der, bis zum Ende, immer für Überraschungen gut ist. Wenn man meint ihn zu kennen, dann wird man eines Besseren belehrt.
Doch am meisten Überzeugen konnten mich die Nebenprotagonisten, die viel aus der Geschichte herausgeholt, und sie aufgewertet haben.

Ebenfalls gefallen hat mir der Fakt, dass die Vampire in dieser Welt nicht weichgezeichnet werden. Sie sehen die Menschen als Nahrungsquelle bzw. Vieh an und stehen zu ihrem Tun. Dies trägt enorm zur Atmosphäre bei, die durchweg eher düster ist.

Schlussendlich gibt es trotzdem viel verschenktes Potenzial, gerade auch im Hinblick auf das Ende, das mich etwas enttäuscht hat.
Für mich ist es kein Highlight, hat aber gute Ansätze, die nur leider viel zu selten genutzt wurden.

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Rezensionen von Ele:

Die fassbare Schrift

Eine Fingerkuppe Freiheit von Thomas Zwerina

Eine Fingerkuppe Freiheit, Romanbiografie von Thomas Zwerina, erschienen im HarperCollins Verlag
Ein Roman über Louis Braille, den Erfinder der Sechs-Punkt-Schrift.
Der 1809 geborene Louis der Sohn des Sattlers Braille, verletzt sich mit drei Jahren die Augen und erblindet infolge. Zum Glück hat der Junge Wohltäter, den Pfarrer und den Lehrer seines Wohnortes, die ihn fördern, ihm erstes Wissen vermitteln und sie finden in ihm einen hochbegabten Schüler.

Das INJA Institut für Blindenbildung in Paris, ermöglicht es ihm Musiker und Lehrer zu werden. Angeregt durch den Artillerieoffizier Charles Barbier, entwickelt Braille, trotz der Widerstände die ihm immer wieder entgegengebracht werden, die taktile Blindenschrift, die auch heute noch auf der ganzen Welt genutzt wird.
Das Buch besteht aus 25 überschaubaren Kapiteln, diese sind mit einem Titel versehen, der auf den jeweiligen Inhalt hinweist. Mir ist aufgefallen, dass das Buch sehr poetisch, mit einer seltsamen Wortwahl geschrieben ist. Manche Phrasen wirken etwas linkisch, ich dachte das wäre einer eventuellen unvorteilhaften Übersetzung geschuldet, doch das Buch lag mir in Originalsprache vor. Hier einige Beispiele: „Den Nasenmuskel genießerisch ausstrecken", "seine Auffassung in das unschuldige Porzellan klöppeln", "das Papier gab einen humorlosen Laut von sich".
Doch dann ist mir etwas klar geworden, was mir vor meiner Lektüre nicht bewusst war. Thomas Zwerina ist selbst im Alter von 13 Jahren erblindet. Dieses Buch, das Setting und auch den Plot, erfahre ich durch die „Augen“ eines Blinden. Ich bin beeindruckt.
Ich habe das Buch weiterhin genossen, ich bin sehr angetan von der Geschichte, des hochbegabten Braille, die Entstehung dieser Sechs-Punkt-Schrift ist ein geniales Meisterstück und obwohl er zeitlebens gegen die Widerstände ankämpfen musste die seiner neuartigen Methode entgegengebracht wurde, ist sein Namen auch heute noch weltberühmt. Braille konnte den weltweltweiten Erfolg seiner Erfindung allerdings nicht mehr miterleben. Er starb mit nur 43 Jahren an Tuberkulose.
Der Plot ist spannend und nachvollziehbar, die meisten Figuren sind sympathisch. Einige, vor allem den Protagonisten würde ich sogar als charismatisch bezeichnen. Die Figuren handeln plausibel und authentisch. Brailles Gegner Dufau, dagegen war mir unangenehm, statt den blinden Schülern das erleichterte Lesen nach Brailles Methode zu ermöglichen, hat er aus Neid und Missgunst, auf die Beschulung mit der schwer zu erlernenden Prägeschrift bestanden.
Der Titel und der Autorenname auf dem Umschlag sind in erhabener Schrift gedruckt, immer wieder habe ich bei der Lektüre versucht Buchstaben zu ertasten. Zusätzlich wäre es eine gute Idee gewesen, dies auch in Braille-Schrift zu tun.
Von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mich nicht überzeugt

Die Flucht von Fuminori Nakamura

Zum Inhalt
Kenji kommt in den Besitz der legendären Teufelstrompete. Diese soll die Macht haben Menschen zu begeistern und fanatisch zu machen. Bei Recherchen verliebt er sich in Anh, die dann gewaltsam stirbt. Während er trauert wird Kenji zudem von einer Sekte verfolgt, die die Trompete für sich nutzen will.

Meine Meinung:
Mir fällt es schwer dieses Buch zu rezensieren, denn irgendwie habe ich immer wieder den roten Faden in dem Buch vermisst und blieb am Ende ratlos, was das Buch mir eigentlich vermitteln wollte. Für mich am Ende ein Buch, dass etwas wollte, aber nicht konnte, das trifft es für mich am besten. Der Schreibstil war ganz okay, konnte das Buch aber nicht retten.
Fazit:
Hat mich nicht überzeugt

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Rezensionen von brauneye29:

Außergewöhnlich

Das andere Tal von Scott Alexander Howard

Zum Inhalt:
Odile lebt an einem außergewöhnlich Ort, ein Tal, dass man nur in Trauerfällen verlassen darf. Zudem findet man sowohl im Osten als auch im Westen die gleichen Häuser, Hügel und Straßen, aber alles ist um 20 Jahre zeitversetzt. In einem Besucher aus der Zukunft erkennt Odile die Eltern ihres Freundes Edme und erkennt, dass er bald sterben wird.

Soll sie es ihm sagen?
Meine Meinung:
Tja, was würde man tun, wenn man 20 Jahre in die Zukunft sehen könnte, alles einfach geschehen lassen oder etwas tun und somit die Zukunft zu verändern ohne zu wissen,was man damit unter Umständen anrichtet. Schwierig, dass zu entscheiden. Insgesamt habe ich die Geschichte als interessant, aber auch als sehr düster empfunden. Alles in allem fand ich den ersten Teil stärker als den zweiten Teil, da hätte ich ein wenig Straffung gut gefunden. Die Idee und den Schreibstil fand ich sehr gut.
Fazit:
Außergewöhnlich

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Rezensionen von spozal89:

spannende Geschichte, aber eher für ältere Kinder

Drei Wasserschweine brennen durch von Matthäus Bär

Mein Sohn, knapp sieben Jahre, und ich haben uns sehr auf dieses Buch gefreut. Die Leseprobe fanden wir recht vielversprechend. An sich ist die Idee des Buches wirklich gut, aber die Altersangabe finden auch wir nicht passend. Als Leseanfänger tat sich mein Sohn hier sehr schwer, da die Buchstaben recht klein geschrieben sind, zu viele schwierige Wörter im Text vorkommen und auch die Kapitel sehr, sehr lang sind.

Zudem gibt es leider viel zu wenige Illustrationen im Buch. Also haben wir das Buch als Vorlesebuch für abends genommen. Die Abenteuer der drei kleinen Capybaras hat mein Sohn sehr gerne verfolgt und er musste zum Teil ziemlich lachen, aber viel hat er auch nicht verstanden. Das mit dem Mehr an Möglichkeiten hat er dann zwar irgendwann mit viel Hilfe verstanden, aber ich glaube das kommt besser an, wenn man es selbst liest. Einige Themen wie Mut, Schubladendenken und über den Tellerrand schauen hat er zwar schon verstanden, aber ich fand es für ein Kinderbuch fast zu viel auf einmal. Auch die Sache, dass die Meerschweinchen hier die "bösen" sind, fand ich und auch mein Sohn sehr gruselig, da wir schon Fans dieser niedlichen Haustiere sind. Das hätte ich besser gefunden, wenn es nicht ganz so krass umgesetzt gewesen wäre. Daher vergeben wir leider "nur" drei Sterne.

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Rezensionen von Austrian Bookaholic :

Kreuzfahrtfeeling

Ocean Hearts - Capture the Stars von Isabel Clivia

Das Beste an dem Buch ist für mich definitiv das Setting. Ich stelle mir Kreuzfahrten richtig toll vor und kann mir vorstellen, selbst mal an einer teilzunehmen. Es ist toll beschrieben, sodass man fast das Gefühl hat, mit von der Partie zu sein. Noch dazu werden in capture the stars zwei Seiten einer solchen Kreuzfahrt und damit auch zwei Seiten des Lebens gezeigt.

Die Protagonisten gefallen mir sehr gut, sie wirken authentisch und man bekommt das Gefühl, sich gut in sie hineinversetzen zu können. Da beide eine eher ungewöhnliche Geschichte haben, ist das bemerkenswert. Die Dialoge und die Schwingungen zwischen den beiden sind richtig gut getroffen.

Generell ist die Beziehung der beiden, die sich im Laufe der Geschichte entwickelt, gut durchdacht aufgebaut. Die folgt den typischen Regeln eines Liebesromans. Einzig das Liebeshindernis gegen Ende des Buchs hätte für meinen Geschmack etwas mehr ausgebaut werden können. Es wurde dann doch recht schnell und relativ wenig dramatisch gelöst. Allerdings ist auch nicht jeder ein Fan von Drama-Kitsch. Ich finde, es gehört irgendwie zum Genre.

Der Spannungsbogen haltet den Leser am Ball und ist perfekt aufgebaut. Man wartet nicht zu lange, es passiert aber auch nichts zu früh. Alles passt zeitlich super in die Erzählung und macht ein stimmiges Bild.

Das Buch ist im Gesamten wirklich lesenswert und ich freue mich auf den nächsten Teil.

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