Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Dresden und drei Frauen
Schicksalsjahre. Die Frauen vom Neumarkt von Julie Heiland
Lotte, Marlene und Hannah, drei Frauen drei Generationen und eine Stadt. Dresden und die Liebfrauenkirche stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Erzählt wird sie überwiegend von Lotte und Hannah während Marlene das Bindeglied zwischen den beiden ist. Denn Lotte ist Marlenes Mutter und Marlene ist Hannahs Mutter.
Lotte erlebt den Krieg in Dresden, in der Nachkriegszeit lernt sie Jacob kennen, einen überlebenden Juden. Gemeinsam versuchen sie das Trauma der vergangenen Jahre zu überwinden.
Hannah ist Historikerin und an dem Wiederaufbau der Frauenkirche beteiligt. Jedes Detail wird dokumentiert und viele Fotos sortiert. Auf einem dieser Bilder ist eine Frau die ihrer Mutter sehr ähnlich ist. Bei den Nachforschungen wächst Hannah an ihren Aufgaben. Aus der etwas unsicheren jungen Frau wird eine selbstbewusste zielstrebige Person die jetzt für sich einstehen kann.
Die Autorin erzählt anhand der Geschichte von Dresden, die Entstehung der DDR und die Folgen für die gebeutelten Menschen in der zerstörten Stadt.
Mit Lotte hat sie eine Figur geschaffen die mutig nach vorn schaut und den Optimismus auch auf andere übertragen kann. Marlene dagegen trägt an den Trauma des Unausgesprochenen. Da ihre Mutter nie etwas erzählt hat, fehlen ihr wichtige Teile ihrer Vergangenheit, ihrer Wurzeln. Nun ist es an Hannah beide zusammen zubringen und die Wunden der Vergangenheit zu heilen.
Die Autorin bringt uns die Stadt näher, die Arbeit der Historiker und das finde ich wichtig auch das Trauma der Nachkriegsgeneration.
Rezensionen von Petra:
Mal was Neues
Liebe kann doch jedem mal passieren von Anne Sanders
Julie braucht eine Auszeit, von ihren Eltern, von ihrem Beruf von allem . Sie geht nach Brighton, ein berühmtes Seebad und mietet dort ein halbes Zimmer.. Eigenartige Bezeichnung aber sie geht von einem sehr kleinen Zimmer aus, daher ist die Überraschung riesengroß als ein Mann sich vorstellt und die andere Hälfte des Zimmers gemietet hat.
Die Vermieterin besteht auf den bestehenden Mietvertrag für ein halbes Zimmer. Alex ihr Zimmerpartner kennt solche Situationen aus seinem Studium. Beide machen angesichts der Wohnungsnot gute Miene nu diesem Spiel.
Die Ausgangssituation ist ungewöhnlich und beinhaltet sehr viel Spaß. Julie gehört eher zu den chaotischen Typen, während Alex das genaue Gegenteil von ihr ist. Sie jobbt als Kellnerin nebenbei und er fährt nachts Taxi. Das sich trotzdem etwas zwischen den beiden entwickelt, ist der Verdienst der eigenartigen Vermieterin, Julies Chef und Alex Oma.
Auch der Schreibstil ist etwas anders. Es gibt wenig direkte Situationen und Gespräche. Der Großteil der Handlung wird von den Gedanken von Alex und Julie erzählt. Ihre Gedanken über den jeweils anderen sind voller Sticheleien und Anspielungen. Es ist schön wie die Autorin ihren Protagonisten in die Köpfe schaut und alles was sie erfährt uns Leser teilhaben lässt. Dazu kommen dann die Gespräche mit den anderen Figuren. Alex redet mit seiner Oma und den Restaurantbesitzer. Julie spricht mit ihrem Chef dem Besitzer des italienischen Restaurants und Hannah einer Freundin. Es wirkt wie eine bunte Schüssel und wenn sie denn leer ist, hat sich aller Stress in Luft aufgelöst und es wird eine wunderbare Zukunft geben.
Rezensionen von Sheilo:
Ein spannendes Kinderbuch
Anderwald (Band 1) - Das Geheimnis der Silberwölfin von Julie Leuze
Fiona liebt es mit ihren Freunden Jakob und Olivia die Zeit im Wald zu verbringen. Doch eines Tages taucht auf der Lichtung, dort wo sonst die große Ulme steht, ein Steintor auf. Fiona kann nicht widerstehen und möchte herausfinden, wohin es führt. Plötzlich befindet sie sich in einer anderen Welt, mitten im Anderwald.
"Anderwald - Das Geheimnis der Silber Wölfin" ist ein beeindruckendes Kinderbuch ab 8 Jahren. Zusammen mit Fiona tauchen die jungen Leser in die Welt des Anderwald ein und treffen dort auf die Krafttiere. Wofür diese stehen, musst du jedoch selbst heraus finden.
Julie Leuzes Schreibstil ist sehr flüssig und bildhaft, wodurch man sich die Welt im Anderwald sehr gut vorstellen kann. Unterstützt wird dies durch die enthaltenen Zeichnungen im Buch, welche in den Farben grün und grau gehalten sind und von Stefanie Klaßen illustriert wurden. Das Cover des Buches ist wunderschön und passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte.
Den Kindern wird durch das Buch vermittelt, wie wichtig die Natur und auch die Tiere sind und das wir behutsam mit diesen Dingen umgehen müssen, um sie zu erhalten. Zudem werden wichtige Themen wie Freundschaft und Mobbing angesprochen, ohne diese zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen. Natürlich besitzt die Geschichte auch Fantasy-Anteile, beispielsweise magische Wächter oder das magische Geflüster.
Wir haben die Geschichte und Fiona sehr ins Herz geschlossen, sie ist perfekt für naturverbundene Kinder. Wir selbst sind natürlich sehr gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird, da das Ende dieses Buches auf jeden Fall die Neugier in uns weckt.
Rezensionen von Miro:
Jäger, jagen, Gejagte
Trophäe von Gaea Schoeters
Aufgrund des Klappentextes habe ich eine Weile überlegt, ob ich mich an dieses Buch wegen möchte und ich kann sagen, ich bereue es nicht. Dieses Buch ist definitiv ein Highlight in diesem Lesejahr. Es ist ein schriftstellerisches Meisterwerk!
Gaea Schoeters entführt uns nach Afrika an die Seite von Hunter White - Spekulant, Immobilienmagnat und Hobbyjäger.
Endlich kann er sich seinen Traum erfüllen und die Big Five vollmachen. Er hat eine Lizenz erstanden und kann ein Spitzmaulnashorn schießen. Die Trophäe will er seiner Frau zum Hochzeitstag überreichen.
Doch alles kommt anders als gewünscht. Wilderer schnappen ihm sein Tier vor der Nase weg und die Erregung der begonnenen Jagd lässt einen schalen, unbefriedigten Beigeschmack zurück. Überraschend bietet ihm sein Freund und Jagdveranstalter Van Heeren eine ganz spezielle Trophäe an. Er stellt ihm die Big Six vor.
Sehr geschickt geht die Autorin an dieses Dilemma heran. Van Heeren und Hunter sind knallharte Geschäftsleute. Sie sind skrupellos und äußerst manipulativ. In ihren Argumenten spielt die Autorin so gekonnt mit den Facetten der Wahrheit, dass man als Leser*in fast bereit ist, sämtliche Werte über Bord zu werfen. Ich fühlte mich beinahe manipuliert bei der Lektüre und kann mir gut vorstellen, wie eine Diskussion mit Hunter verlaufen würde. Er schafft es wirklich alles schön zu reden; wohl auch ein bisschen für sein Gewissen. Er ist sich ja sicher, einer von den Guten zu sein.
So verliert sich Hunter in einer Jagd, bei der er eigentlich nicht gewinnen kann. Heimgesucht wird er dabei von Erinnerungen an seinen Großvater, der ihn schon früh in die Jagd und deren Grausamkeiten eingeführt hat. So erfahren wir, wie aus Hunter der Mann wurde, der schließlich in Afrika jagt.
Beeindruckend fand ich auch, dass mir dieser Jäger nicht von Grund auf unsympathisch war. Er hat durchaus brauchbare Ansichten, zeigt Respekt vor der Natur und der Tierwelt und weiß zu schätzen, was ihm da geschenkt wird bzw. was er nehmen darf. Doch schlußendlich nützt ihm das alles nichts. Er überschreitet eine Grenze, die er besser nicht überschritten hätte. Doch diese Erkenntnis kommt zu spät.
Dieser Roman ist eine schriftstellerische Meisterleistung. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so geschickt mit den Grauschattierungen von Gut und Böse spielt, so gekonnte die Wahrheit verdreht und unsere koloniale Denkweise so behände in die Irre führt. Großer Applaus von meiner Seite! Ich empfehle, sich den Abgründen dieses Romans unbedingt zu stellen!
Rezensionen von S.:
Neues von der Pflägekraft
Sie haben Ihren Rollator beim Zumba vertauscht von Sybille Bullatschek
Gewohnt locker plaudert die schwäbische Pflägekraft Sybille Bullatschek über sowohl ihren als auch über den Alltag der Einwohner in ihrem Seniorenheim Sonnenuntergang. Sie mag ihre Arbeit mit den Senoras, Senioritas und Senioren. Auch wenn diese mitunter sehr eigene Vorstellungen von ihren Befindlichkeiten haben.
In den normalen Wahnsinn platzen aber so einige Ärgernisse: ein Parkplatzblockierer, ein Konkurrenzkampf um Fördergelder, ein überheblicher Vorgesetzter und eine humorbefreite Chefin, nervige Eltern obendrauf. Aber mit einigen Tricks, kleinen oder größeren Intrigen und Situationskomik wird fast alles gewuppt.
Genau das beschreibt o.g. Sybille humorvoll, schont sich selber nicht und tritt zielsicher in jedes mögliche Fettnäpfchen. Das nervt in ständiger Wiederholung und Vorhersehbarkeit allerdings, gibt der Originalität einen kleinen Abstrich.
Authentisches und Unterhaltsames aus dem Haus Sonnenuntergang!
Rezensionen von _ich.lese_:
Nic Blake
Nic Blake - Die Prophezeiung der leuchtenden Welt von Angie Thomas
Nic Blake lebt mit ihrem Vater zusammen und die beiden sind anders. An Nics 12. Geburtstag hofft sie, daß sie ihre Gabe, die sie besitzt, auch endlich nutzen bzw. beherrschen kann, dass ihr Vater sie endlich lehrt, wie sie diese umsetzen kann. Aber wie immer sagt er später. Dann erscheint eine alte Prophezeiung und die Ereignisse überschlagen sich.
Mich sprach schon das Cover total an, der Schreibstil ist sehr gut zu lesen, die Story ist sehr spannend und unterhaltsam. Interessante Charaktere nic war mir jedenfalls gleich total sympathisch, auch der Höllenhundwelpe Cocoa fand ich toll. Mir gefiel auch das mystische, die flotte Tempo. Für Jugendliche eine spannende, unterhaltsame Geschichte, die mir richtig gut gefallen hat. Auch für ältere Leser noch durchaus unterhaltend. Und es ist der erste Band, es wird also weitere Nic Abenteuer geben. Ich freue mich schon darauf
Rezensionen von _ich.lese_:
Kunterbunte klasse
Wir sind (die) Weltklasse von Tanya Lieske
Adam ist mit seinen Eltern nach Deutschland gezogen und kommt neu in die Igelklasse. Eine kunterbunte Klasse, deren Schüler und Schülerinnen aus vielen verschiedenen Ländern kommen. Frau Meister, die Lehrerin, ist eine einfallsreiche Persin, die viele, zum Teil verrückte, Ideen hat.
Im Buchvorsatz sind Bilder der einzelnen Kinder, so kann man sich besser vorstellen, wer wer ist und lernt die Kinder schonmal kennen.
Die Geschixhte wird total warmherzig und humorvoll erzählt. Frau Meister, die Lehrerin der Igelklasse, ist eine Lehrerin, die man sich nur wünschen kann. Sie hat tolle Ideen, die die Kinder aus den verschiedenen Ländern zusammenführt. Mit gefiel die Vorstellung, wie die Kinder alle zusammenhalten, wie unterschiedlich sie alle sind.
Toller Schreibstil, kurzweilig und sehr unterhaltsam. Hat mir viel Spaß gemacht. Und es ist ein Auftakt, also kann man mit der Igelklasse noch mehr Abenteuer erleben.











