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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesebienchen36:

Die magische Welt der Buks

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel von Nina George; Jens J. Kramer

Wer kennt die Bestsellerin - Autorin Nina George nicht? Jetzt hat sie zusammen mit ihrem Ehemann Jens J. Kramer ihr neustes Werk „Die magische Bibliothek der Buks“, dass im Juli 2024 bei Planet! (Thienemann-Esslinger Verlag GmbH) erschienen ist, vorgelegt. Allein das Cover und der dazugehörige Buchtitel sind ein wahrer Eye-Catcher und haben meine Neugierde mehr als nur geweckt.

Nachdem ich den Klapptext gelesen hatte, wusste ich, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss und so ging meine Reise in die Buks Bibliothek. Wenn man dieses Buch aufschlägt, schauen einem 15 Buks, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, entgegen. Sofort fiel mir auf, mit wieviel Liebe zum Detail sie erschaffen worden sind.

Von Beginn an hat mich der flüssige und leichte Schreibstil des Autoren - Duo in einem wahren Sog gezogen und ich wollte, nein, konnte diesen Roman kaum noch aus den Händen legen. Zu jedem Zeitpunkt musste ich wissen, wie es mit den vier Freunden und den Bibliotheksbewohnern weitergehen wird. Aber nicht nur der Schreibstil konnte mich restlos begeistern, sondern auch die bildhafte Erzählung. Vor meinem geistigen Auge lief ein einzigartiger Film ab. Eine magische Kulisse, die N. George & J.J. Kramer kreiert haben. Zu dieser grandiosen Kulissen dürfen sich auch noch die tollen Charaktere, wozu natürlich auch die kleinen Buks zählen, gesellen. Detailliert und kindgerecht wurden diese dargestellt.

Die Handlung spielt in einer alten Villa, die als Bibliothek genutzt wird, aber dies ist keine gewöhnliche Bibliothek: sie wird von Buks geführt. Wer sind die Buks? Buks sind kleine Buchschutzgeister, die Bücher bewahren, die es in der normalen Welt nicht mehr gibt. Leider sind die Bücher in großer Gefahr. Bei einigen ist die Bleichkrankheit ausgebrochen und lässt Wörter oder sogar ganze Absätze in den Büchern verschwinden. Die Buks sind ratlos. Als ihr verrücktes Orakel eines Tages prophezeit, dass fünf Menschenkindern in ihre geheime Welt kommen, um die Bücher zu retten, sind die Buks völlig überrascht. Wie sollen die Kinder ihre Bücher retten? Plötzlich und unerwartet tauchen Nola, Finn, Mira und Thommy tatsächlich in ihre magische Welt auf. Weder Die vier Freunde noch die Buks wissen, wie sie die mysteriöse Buchkrankheit in den Griff bekommen sollen. Das spannende Abenteuer beginnt

N. George und Jens J. Kramer haben mit ihrer magischen Bibliothek eine Welt erschaffen, die heute (Gott sein Dank) undenkbar ist: eine Welt ohne Bücher! Zum Glück gibt es die Buks und ihre menschlichen Freunde, die diese Bücherwelt retten wollen. Finn, Nola, Mira und Thommy verbindet eine dicke Freundschaft und genau diese lässt sie durch dick und dünn gehen. Jeder ist für den anderen da. Der Mut und die Neugierde lässt sie Abenteuer erleben, die für andere Kinder undenkbar sind. Gerade dies ist es, was Kinderherzen höherschlagen lässt: Freunde, auf die man sich in der Not verlassen kann und dies wurde hier sehr gut dargestellt. Was mir ebenfalls sehr gut gefiel, war die Nennung von verschiedenen (u.a. Kinder- bzw. Jugend-) Büchern und wer weiß, vielleicht ist beim Lesen der Anreiz gekommen, das eine oder andere Buch mal zu lesen oder sogar nochmals lesen zu wollen. Auch die zahlreichen kleinen und großen Illustrationen, die sich zwischen den Buchseiten befinden, machen das Lesen zu einem absoluten Highlight. Zudem möchte ich noch den Spannungsbogen erwähnen, der mich von Beginn an fesselte und kaum mehr losließ. Allerdings gefiel mir der fiese Cliffhanger am Ende des Buches weniger, denn hier hätte ich zu gerne weitergelesen. Leider muss ich mich in ein wenig Geduld üben und dies bis Frühjahr 2025. Jetzt warte ich voller Vorfreude…

Ein fantastischer und magischer Auftakt, der den Leser von Anfang bis zum Ende in seinen Bann zieht. Eine Leseempfehlung für Jung und Alt.

5 Sterne und dieses Buch ist (bis jetzt) mein Lesehighlight 2024!

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Rezensionen von peppi:

bewegend

Die Unvollkommenheit des Glücks von Clara Maria Bagus

Clara Maria Bugus Roman " Die Unvollkommenheit des Glücks" erzählt die Geschichte von Ana und Lew.
In den kurz gehaltenen Kapiteln wird abwechselnd aus der Sicht von Ana und Lew erzählt.
Ana ist 42 Jahre. Wir lernen sie zu dem Zeitpunkt kennen, an dem sie von ihrem Partner, für den sie sich jahrelang verbogen hat, verlassen wird.

Im Job ist sie erfolglos. Sie beginnt über den Sinn des Lebens nachzudenken und versucht mit einem Neuanfang ihr Glück zu finden.
Lew ist 45 Jahre. Sein bisheriges Leben ist eher eintönig, ohne größere Aufstiege oder Abstürze. Er liebt das Fliegen und zieht deshalb als Kampfpilot in den Krieg. Spät erkennt er , das es das Schlimmste war, was er tun konnte, aber er macht auch das Beste in seinem Leben.
Beide Protagonisten treffen sich zwei mal. Die erste Begegnung ist kurz und beide sind fasziniert voneinander. Bei ihrer zweiten Begegnung ist ihre Welt eine andere und sie finden zueinander.
Die Autorin nennt in ihrem Buch keine Zeit und benennt auch nicht die Orte. Ich glaube das ist auch nicht notwendig, wir kennen Zeit und Ort.
Ein wundervolles Buch, meine unbedingte Leseempfehlung!

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Rezensionen von robertp:

Freiheit gesucht

Das Lied des Propheten von Paul Lynch

Eilish Stack, Wissenschaftlerin, Mutter von vier Kindern und verheiratet mit Larry wohnt in einem nicht weit entfernten Irland.
Larry wird bei einer Demo von der Polizei inhaftiert und verschwindet im Dschungel der Gerichtsbarkeit. Notstandsgesetze werden einberufen und immer stringenter angewendet.

Die Schwester von Eilish, vor Jahren nach Kanada verzogen, bittet diese sich ins Ausland abzusetzen, aber die verzweifelte Frau will weder Heimat noch Ehemann verlassen. Der ältere Sohn geht in den Widerstand, ihr dementer Vater wird nach Kanada überführt, das Eigenheim liegt alsbald in einer Kriegszone und wird teilweise zerstört. Immer noch hält Eilish daran fest zu bleiben, da geschieht das nächste Unglück.
Paul Lynch schreibt von einer Zukunft, die schon eingetreten ist. Kriege in Syrien, aktuell in der Ukraine und Israel bedrohen die Menschen. Per Gesetz werden demokratische Werte abgeschwächt wie zuletzt in Amerika und Ungarn. Somit ist die Geschichte keine Utopie sondern eine Wahrheit und sie zeigt, dass der Mensch sich selbst der größte Feind ist.
Der Autor beschreibt in aufwendiger Bildsprache die Geschehnisse - "Du kannst den Wind nicht aufhalten, .. und der Wind wird durch das ganze Land wehen, .." S. 134 oder " .. das ist ein schwarzes Loch, das sich vor uns auftut, .. und selbst wenn das Regime gestürzt wird, das schwarze Loch wird weiter wachsen und dieses Land auf Jahre verzehren .." S. 155.
Ich habe einige Seiten gebraucht, um mich in die Sprache des Autors einzulesen, je weiter das Geschehen fortschreitet, desto schwieriger wird es die Gedanken von Eilish von der Wirklichkeit zu unterscheiden. Man ist erschüttert zu lesen wie schnell Bürgerrechte zu leeren Worthülsen verkommen und Menschen zu Dingen werden.
In der Geschichte die völlig aus der Sicht von Eilish erzählt wird, war mir ihr dementer Vater die liebste Figur. Der Mann ist so realistisch dargestellt, so als würde er neben einem stehen. Ich habe mich gefreut als klar wurde, dass er nicht verschollen sondern in Kanada gelandet ist.
Für alle, die über die gegenwärtige Weltlage, ihre Kriege etc. literarisch aufbereitet lesen wollen. Alles Leid, dass ein Krieg mit sich bringt wird geschildert und man hofft, dass dies einen selbst nicht betreffen wird - aber schnell kann. Ein weiteres Buch zum Thema kann ich noch empfehlen - John Lanchester: Die Mauer.

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Rezensionen von chabli:

Grausamer Fall in schöner Kulisse

Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi von Maarten Vermeer

Liz de Vries, eine niederländische Kriminalermittlerin, wird wegen umstrittenen Schusswaffengebrauchs im Dienst vorerst nach Zeeland versetzt, um dort einen Vermisstenfall in Veere aufzuklären. An ihrer Seite wird Noemi Bogaard, eine junge Ermittlerin mit Migrationshintergrund, gestellt und gemeinsam versuchen die beiden Frauen, den Fall zu lösen.

Dabei dringen sie immer weiter vor und stellen Verbindungen zu einem 10 Jahre zurückliegenden Fall und Vorfällen aus dem Jahr 1944 her .

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Obwohl ich noch die Gegend besucht habe, hatte ich permanent ein Bild vor Augen und konnte mir aufgrund des spannenden und plastischen Schreibstils immer alles vorstellen. Die Figuren besitzen genug Tiefe und selbst zu den Nebenfiguren entwickelt man nach kurzer Zeit Sympathien – oder eben Abneigungen. Trotz der 500 Seiten kam kein einziges Mal Langeweile auf, sondern nur Vorfreude darauf, schnell weiterlesen zu dürfen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Kollegin Noemi zu stark als Nebenfigur dargestellt und regelrecht farblos ist. Die war die Einzige, zu der sich keine Verbindung herstellen ließ. Durch den letzten Satz des Buches bin ich sehr gespannt, wie der zweite Band sein wird, den ich mir definitiv auch zulegen werde.

Dieser Krimi ist realistisch, nimmt Bezug auf die aktuellen politischen Aspekte und fesselt, obwohl es kein großes Blutvergießen gibt. Jeder, der diese Literatur oder die Niederlande mag, wird das Buch lieben. Ich gebe eine klare Empfehlung

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Rezensionen von woolbooksandcoffee:

Würdiger Nachfolger!

Signum von John Ajvide Lindqvist

Der erste Teil der Reihe um Julia Malmros und Kim Ribbing fiel mir durch Zufall in einem offenen Bücherschrank im Urlaub in die Hände und sprach mich direkt an. Tolles Cover, super Klappentext - und ein spannender Kriminalfall im einem tollen Team! Dementsprechend habe ich mich auf Teil 2 der Reihe sehr gefreut und konnte das Lesen kaum erwarten.

Das Ermittlerduo besticht durch seine Individualität und unterscheidet sich deutlich von den Protagonist:innen in anderen Kriminalromanen. Irgendwie alles andere als nahbar und sympathisch und dadurch aber doch besonders und einprägsam. Der Kriminalfall selbst ist fesselnd, temporeich und spannend bis zum Schluss. Für mich zog sich die Geschichte an keiner Stelle in die Länge, so dass man von Seite eins an richtig im Lesefluss war.
Ich würde definitiv empfehlen mit Band 1 der Stormland-Trilogie anfangen, da Teil 2 nahtlos an diesen anknüpft. Zwingend erforderlich ist dies jedoch nicht, da in Teil 1 immer wieder Hinweise auf die Handlung des ersten Teiles geliefert werden. Bei mir ist jedenfalls die Vorfreude auf Teil 3 groß!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Das Leben passiert, wenn man andere Pläne macht

Warte auf mich am Meer von Amy Neff

So ergeht es auch Evelyn und Joseph Myers, die beschlossen haben, ihrem Leben gemeinsam in einem Jahr ein Ende zu machen. Warum? Das solltet ihr beim lesen dieses wundervollen, gefühlvollen Romans unbedingt selbst herausfinden.

Allein schon beim Anschauen des Covers höre ich das Meer rauschen, spüre den Sand unter meinen Füßen und den Wind in meinen Haaren.

Und so geht es mir bei vielen bildhaften Beschreibungen während der Lektüre. Ich meine mitten drin zu sein.
„Warte auf mich am Meer“ ist der Debütroman von Autorin Amy Neff. Und ich hoffe sehr, dass ich noch weitere Bücher von ihr zu lesen bekomme. Sie nimmt mich mit nach Stonybrook, einen kleinen Ort an der Nordküste von Long Island im US-Bundesstaat New York zur Familie von Evelyn und Joseph Myers, die hier bis auf wenige Jahre schon ihr ganzen Leben verbracht haben. Nach 60 gemeinsamen Jahren bekommt Evelyn die Diagnose schnell fortschreitende Parkinsonerkrankung mit einhergehender Demenz und gemeinsam überlegen die Eheleute, wie sie damit umgehen wollen.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Ab dem Jahr 1942 arbeiten sie abwechselnd ihre Vergangenheit auf. 2001 beginnt mit der schockierenden Ansage, die die Eheleute den Kindern machen, die hier auch zu Wort kommen, und endet 2002…
Es ist ein sehr bewegender Roman, den Autorin Amy Neff uns hier vorlegt. Mit einem Erzählstil, der mir immer wieder wunderschöne Bilder in den Kopf zaubert, mir aber auch hier und da die Tränen fließen lässt. Das Leben und die Ehe der Beiden liegt nicht immer nur auf der Sonnenseite. Es gab immer wieder Hochs und Tiefs, die hier beleuchtet werden. Hauptsächlich ist es Joseph, der ruhende Fels in der Brandung, dessen Liebe alles erträglich macht und zusammenhält. Während Joseph, dessen Liebe sich nichts anderes wünscht als an der Seite von seiner Evelyn zu sein, hat sie weitere Träume und Wünsche. Doch auch sie weiß, dass sie ohne Joseph und das Oyster Shell Inn nicht leben kann und will. Gut gefallen haben mir die gesellschaftlichen Rückblicke, die das Leben der beiden mit geprägt haben.
Ich lerne ihre Kinder Jane, Thomas und Violet kennen, von denen jeder mit dem Beschluss der Eltern anders umgeht. Amy Neff hat sie alle, auch die 5 Enkel, wie ich finde, sehr individuell mit ihren kleinen Eigenheiten, sehr gut in Szene gesetzt.
Das letzte Jahr, in dem die Familie im Vordergrund steht, hat nochmal einiges an Höhepunkten zu bieten und geht doch viel zu schnell vorbei. Evelyns schneller körperlicher und geistiger Abbau hat mich hier wirklich schockiert.
Ein wundervoller Roman, der zeigt, dass gerade Höhen und Tiefen eine Ehe beständiger machen und festigen können. Und dass auch die Kinder und Enkel einen großen Teil dazu beitragen.

Ich habe mich in Stonybrook am Meer sehr wohl gefühlt. Ich durfte bei einer Geschichte voller Liebe und Gefühl dabei sein, die mich berührt und nachdenklich gemacht hat. Die noch lange in mir nachwirken wird.

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Rezensionen von Gavroche:

Endlich ein neuer Fall

Jenseits des Grabes von Fred Vargas

Viel zu lange hat es gedauert, bis Fred Vargas ihre Fans mit einem neuen Fall des eigenwilligen Kommissars Adamsberg beglückt hat, aber wie schön, dass es nun endlich weitergeht.
Schon auf den ersten Seiten habe ich schmunzelnd die Rettung eines Igels gelesen, der Adamsberg wichtig war, gefühlt wichtiger als seine Arbeit, aber gerade das macht Adamsberg eben aus.

Danglard glänzt sofort wieder mit enzyklopädischem Wissen, Froissy sorgt für das leibliche Wohl und Retancourt trifft auf einen Mann, der von ihrer Größe und Stärke sehr beeindruckt ist.
Man merkt es sofort: neben den verzwickten, spannenden und ungewöhnlichen Fällen, begeistert mich immer wieder und vor allem die Figurenzeichnung der Autorin und ihr ganz eigener Schreibstil.
Ja, man kann dieses Buch bestimmt auch ohne Vorkenntnisse lesen, aber es ist so viel schöner, wenn man lieb gewonnene Charaktere wieder trifft.
Dieser Fall führt Adamsberg in die Bretagne, wo ein Ebenbild des berühmten Schriftstellers Chateaubriand des Mordes bezichtigt wird. Aber Adamsberg glaubt an dessen Unschuld. Eigentlich fällt der Fall ja nicht in seine Zuständigkeit, aber schon bald wird er abgeordnet und gemeinsam mit dem Kommissar aus Rennes und weiteren Polizisten ermitteln sie in einem kleinen bretonischen Dorf. Auch hier spielen wieder alte Bräuche und Geschichte eine Rolle.
Zwischenzeitlich geht es eher gemächlich zu, der Wirt Johan bereitet Leckereien zu, Adamsberg meditiert auf einem Menhir, aber dann überschlagen sich wieder die Ereignisse.
Adamsberg schafft es auch dieses Mal wieder mit seinen eigenwilligen, kombinatorischen Fähigkeiten den Fall zu lösen.
Ein wunderbares Buch, dessen letzte Seite ich mit Bedauern gelesen habe, weil es schon wieder ausgelesen war und ich hoffe, dass wir nicht wieder so lange warten müssen, bis Adamsberg und seine Truppe wieder ermitteln werden.

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Rezensionen von Gavroche:

Zu überfrachtet

VIEWS von Marc-Uwe Kling

Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, weil ich im Vorfeld schon viele kontroverse Meinungen dazu gehörte hatte, aber zum Glück nicht gespoilert wurde.
Das Buch ist relativ kurz und flott gelesen und deshalb werde ich auch nur in Ansätzen auf den Inhalt eingehen.
Yasira Saad arbeitet beim BKA, ist geschieden und lebt mit ihrer 16jährigen Tochter Zara in Berlin.

Als sie sich gerade mit einem Tinderdate trifft, geht ein schockierendes Video viral. Ein Mädchen wird vergewaltigt. Yasira und ihr Team werden mit der Ermittlung beauftragt, es muss schnell gehen, denn das Thema ist hochbrisant und ruft schnell Rechtsextreme Reaktionen hervor, denn die Vergewaltiger sind alle POC.
Marc-Uwe Kling kann gut schreiben und auch hier musste ich an mancher Stelle über seinen Wortwitz und die Anspielungen schmunzeln. Dennoch ist das Buch ein ernstes Buch. Leider ist es überfrachtet mit zu vielen Facetten und Themen auf relativ wenigen Seiten.
Das Ende gefiel mir so leider gar nicht.
Für mich war es leider bisher das schlechteste Buch des Autors; vielleicht passen andere Genre doch besser?

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Rezensionen von Julchentim:

Empfehlung für Fans von dichter Fantasy

When The Moon Hatched von Sarah A. Parker

"When the Moon Hatched" von Sarah A. Parker ist ein fesselnder Roman, der mit seiner originellen Handlung und lebendigen Charakteren überzeugt und mich von Anfang bis Ende in seinen Bann gezogen hat. Die Autorin entführt uns in eine faszinierende und einzigartige Welt voller mystischer Geheimnisse und Überraschungen.

Viele dichte Fantasy-Details schaffen eine neue Welt, führen allerdings ab und an auch zu leichter Verwirrung. Besonders beeindruckend sind die detaillierten Beschreibungen und die tiefgründigen Emotionen, die die Geschichte bereichern. Obwohl es gelegentlich kleinere Unstimmigkeiten in der Logik gibt, mindern diese kaum das Gesamtvergnügen.

Mein Fazit:
Es ist in spannendes und gut geschriebenes Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. Eine Leseempfehlung von mir für fortgeschrittenere Fantasy-Fans.

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Rezensionen von Kwinsu:

Beeindruckender griechischer Generationenroman

Bittersüße Mandeln von Hanna von Feilitzsch

Stella befindet sich im Krankenhaus in Athen, ihre Mutter hatte einen Schlaganfall. Sie versucht einen Krankentransport zu organisieren, zu sehr misstraut sie dem griechischen Gesundheitssystem und weiß um die gute medizinische Versorgung in ihrer Heimat Deutschland. Während des Wartens auf den Transport lernt sie ihren Onkel Oddy besser kennen und er beginnt ihr die griechische Geschichte ihrer Familie zu erzählen.

Mittelpunkt der Schilderungen ist Stellas Großmutter Anna, die sich während der Zeit des Bürgerkriegs in den 1940er Jahren auf die Flucht begeben musste, es danach schaffte, alleine ihre fünf Kinder groß zu ziehen und nebenbei eine erfolgreiche Gemüseanbaufirma zu etablieren. Als ihr Mann aus der Kriegsgefangenschaft zurück kommt, ändert sich ihr Leben schlagartig - Anna wird daran erinnert, dass Manolis, ihr Mann, nun wieder das Sagen hat. Trotzdem er sie und die gesamte Familie in den Abgrund zu stoßen droht, bleibt Anna die starke Säule ihrer Familie...

Hanna von Feilitzsch nimmt uns in "Bittersüße Mandeln" mit in die griechische Zeitgeschichte. Die Hauptprotagonistin Anna bewältigt dabei die allergrössten Schwierigkeiten - sei es die Flucht als Schwangere mit vier kleinen Kindern, die drohende Armut, die sie trotz der Tatsache, dass sie weder lesen noch schreiben kann, erfinderisch und ehrgeizig werden lässt und allen voran die patriarchale Gesellschaft, derer sie sich beugen muss, als ihr Ehemann wider erwarten aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt. Oft blieb mir der Atem weg, wie Manolis ihr Schaffen ignoriert, negiert und schließlich auch zerstört, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, wie es Anna wohl damit gehen mag. Der Mann hat das Sagen im Haus und kann tun und lassen, was er für richtig hält. Dass er dabei mit starken Depressionen zu kämpfen hat, ausgelöst durch den Krieg und das verräterische Hintergehen eines Verwandten, wird immer mehr klar und auch, dass die Krankheit in dem behandelten Zeitraum (1950er, 1960er) schlicht nicht als solche erkannt wurde. Anna schlägt sich tapfer und fügt sich, immer in der Überzeugung, dass es für ihre Familie das Beste sei. Dieses Sich-Ergeben in den vorherrschenden Strukturen schmerzt beim Lesen sehr, vor allem, weil Anna kaum Anzeichen erkennen lässt, dass sie sich dem widersetzen möchte, zu sehr ist sie in dem Gewohnten verhaftet. Im Laufe der Zeit allerdings erkämpft sie sich durch kleine Schritte eine gewisse Art von Freiheit und schließlich darf sie im Alter einen unerwarteten zweiten Frühling erleben.

Der Erzählstil der Autorin ist recht nüchtern aber gleichzeitig eingängig, sodass ich mich sehr gut in die schwierige Zeit, die geprägt von politischen Kämpfen, Armut und den patriarchalen Strukturen war, hineinversetzen konnte. Es wird dadurch eine ganz besondere, realistische Atmosphäre geschaffen, die die Schlichtheit des Alltags und die Komplexität der politischen Situation anschaulich wiedergibt. Auch die verkrusteten Strukturen des Familienverbands werden in all ihren negativen, aber auch positiven (Stichwort: Zusammenhalt) Facetten beleuchtet. Fällt es mir grundsätzlich schwer, mir viele verschiedene Charaktere zu merken, machte es mir die Autorin in "Bittersüße Mandeln" durch die eindrücklichen Schilderungen der Charaktere ziemlich leicht, mir diese zu merken. Besonders hervorheben möchte ich, dass man nie ahnt, welche Wendungen die Geschichte nehmen wird und so kommt es immer wieder zu überraschenden Ereignissen, die die Handlung in eine unerwartete Richtung laufen lassen. Auch weiß man lange Zeit nicht, welche der Töchter Annas nun Stellas Mutter ist. Die komplexen politischen Vorkommnisse werden so geschickt und einleuchtend in die Geschichte eingebaut, dass man getrost darauf verzichten kann, bei Wikipedia nachzuschlagen. Somit liest man nicht nur einen spannenden und vielschichtigen Generationenroman, sondern lernt auch viel über die griechische Zeit- und Kulturgeschichte, ohne belehrt zu werden.

Mein Fazit: "Bittersüße Mandeln" ist ein komplexer aber eingängiger Generationenroman über eine griechische Familie, der den Weg einer starken Frau und ihrer Familie von den 1940ern bis in die 70er Jahre nachzeichnet. Man lernt nicht nur viel über griechische Zeit- und Kulturgeschichte, sondern trifft auch wunderbare, vielschichtige Charaktere, die im Laufe der Zeit unterschiedliche und überraschende Entwicklungen durchmachen. Die Geschichte der Familie ist noch nicht aus erzählt und so bleibt zu hoffen, dass uns bald eine Fortsetzung dieses tollen Romans beglücken wird!

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