Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Die Geschichte hinter dem Monster
Mythen der Monster 1: Medusa von Katherine Marsh
Das Cover hatte mich hier tatsächlich weniger angesprochen als der Titel und der Klappentext. Diese konnten mich dann ganz von sich überzeugen, denn ich lese liebend gerne Bücher über die mystische Götter-Monster-und Sagenwelt und dieses Buch war wirklich ein wunderbarer Einstieg für Kinder, die Monstergeschichten in der griechischen Mythologie zu hinterfragen und neu zu entdecken!
Die Geschichte handelt von Ava, die immer wieder in rasende Wut gerät, wenn sie von ihren Mitschülern mies behandelt wird.
Nach einem solchen Wutausbruch hat einer ihrer Mitschüler einen Anfall und Avas Mutter reagiert daraufhin sofort und schickt sie gemeinsam mit ihrem Bruder auf die Accademia del Forte in Venedig. Hier stammen alle Kinder von mythologischen Monstern ab! Ava blüht in der Schule richtig auf, es gibt Schulstunden die sich um griechische und römische Mythologie drehen und sie lernt ihre Emotionen zu kontrollieren! Nach und nach jedoch merkt Ava immer mehr, dass Wiederworte in der Schule nicht willkommen sind und ein wichtiger Besucher stellt die Ansichten von Ava ebenfalls auf den Kopf. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden versucht Ava, den Geheimnissen der Accademia del Forte auf die Spur zu kommen.
Der Schreibstil ist kindgerecht und altersentsprechend leicht verständlich, gewisse Vorkenntnisse im Bereich der Mythologie sind von Vorteil, aber wenn sich das Kind noch gar nicht mit dem Thema beschäftigt hat, gibt es am Ende des Buches noch ein kleines Lexicon, indem die wichtigesten Begriffe nochmal erklärt werden. Ich habe anfangs ein paar Seiten gebraucht um richtig in die Geschichte reinzukommen, Ava und die Schule werden erst einmal in aller Ruhe beschrieben und Freundschaften werden geknüpft, bevor es mit der Spannung losgeht. Dann jedoch konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es regelrecht verschlungen. Das Buch kann einerseits von Kindern und Jugendlichen gelesen werden, aber auch aufgeschlossene Erwachsene werden hier ihre Freude haben, denn die Mythologie wird auf eine sehr spannende und interessante Art und Weise "auf den Kopf gestellt". Mich hat das Buch sehr an eine kindgerechte Form von Büchern wie "Stone Blind-der Blick der Mudusa" oder auch "Elektra, die hell Leuchtende" erinnert, bei denen auch mal die Sicht der Frau und die Sicht des "Monsters" zu Tragen kommt.
Ava ist zunächst ein Mädchen, dass ungerne auffällt und versucht es den Lehrern recht zu machen. Ihre neue Freundin Fia dagegen trägt ihr Herz auf der Zunge und hinterfragt immer wieder den Unterricht auf, für die Lehrer, fordernde Weise. Sie ist sehr mutig und unerschrocken, dass es Ava schon fast unangenehm ist, hilft und unterstützt Ava aber auch immer wieder in schweren Situationen. Das Leben in der Schule und der Unterricht werden sehr lebendig und interessant beschrieben, toll finde ich aber vorallem auch die Message des Buches. Einerseits, dass man sich immer zum positiven verändern kann, aber dass man sich und seine Herkunft auch nicht verleugnen sollte und Dinge auch immer wieder hinterfragen- und von einer anderen Sichtweise betrachten sollte. In diesem Buch ist nichts so wie es anfangs scheint und es gibt viele Überraschungen.
Fazit: Ein Buch voller Frauenpower und viel Mythologie, dass aber auch sehr gut von Jungs gelesen werden kann, da auch die Jungs eine große Rolle spielen. Sehr spannend und faszinierend zu lesen, sowohl für Fans der Mythologie als als für Einsteiger in dieses Thema. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung die die volle Sternezahl von mir.
Rezensionen von begine:
Eindrucksvoll
Juli, August, September von Olga Grjasnowa
Olga Grjasnowa stammt aus Russland und kam als Kind nach Deutschland.
Der Roman Juli, August, September, ist eine Fantasiegeschichte, aus Russland stammender Juden.
Lou hat eine kleine Tochter. Ihr Mann ist Musiker und viel unterwegs.
Gemeinsam mit hier Mutter und Tochter fährt sie nach Gran Canaria.
Dort feiert eine Tante ihren 90. Geburtstag.
Es kommen alle Verwandte. Die anderen kommen aus Israel. Mit ihrer Tochter
Es gibt einige Missverständnisse und Reibereien zwischen den Verwandten.
Lou will mehr von den Vorfahren erfahren. Dafür fliegt sie gleich noch nach Israel, um im Archiv zu forschen. Die Familienverhältnisse sind eindrucksvoll. Es ist eigentlich auch normal. Die Erinnerungen sind oft verschieden.
Die Autorin schreibt leicht und locker. Der jüdische Glaube wird nur nebenbei erwähnt. So wird es ein unterhaltsamer Roman, den ich gerne gelesen habe.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Tolles Sachbuch!
Mapmatics von Paulina Rowińska
Als Geodätin habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen. Grundsätzlich habe ich nicht viel Neues erfahren, denn die mathematischen Grundlagen und unterschiedlichsten Kartenprojektionen sind mir natürlich bekannt. Trotzdem finde ich dieses Buch höchst interessant, denn die Autorin erklärt sehr geschickt im Plauderton zahlreiche Fachbegriffe wie das sphärische Dreieck oder die Mercator-Projektion, Azimuthaler Projektion winkel- oder längentreu sowie eurozentrisches Weltbild usw.
. Dabei dürfen ein paar Anekdoten auch nicht fehlen.
Die Autorin zieht Vergleiche zwischen der Tabula Peutingeriana und dem Netzplan der Londoner U-Bahn, und erklärt sowohl die Entstehungsgeschichte als auch ihren Zweck.
Die Darstellung der Karten für unterschiedliche Zwecke wird hier sehr gut erklärt, ebenso wie Generalisierung des Karteninhalts in Bezug auf den Maßstab. So sind im Maßstab 1:1000 noch einzelne Häuser mit Details erkennbar, während auf einer Karte 1:50.000 nur mehr Signaturen verwendet werden.
Erschreckend ist für mich zu lesen, wie das Gerrymandering in den USA die Menschen manipuliert und segregiert (siehe Kapitel 6). Apartheid durch die Hintertür? Diese willkürlich Einteilung von Wahlbezirken, die der Wahlmanipulation Tür und Tor öffnet, ist furchteinflößend. Der Aufschrei ist immer groß, wenn ein Autokrat (vornehmlich im Osten oder in Afrika) mit 98 oder 99,5% „gewählt“ wird. Da wird sofort der Vorwurf der Wahlmanipulation erhoben. Doch viel seriöser scheinen Wahlen in den USA auch nicht abzulaufen.
Interessant auch zu lesen, wie das Über-den-Tellerrand-blicken und interdisziplinäres Denken einzelner Wissenschaftler zu überraschenden und neuen Erkenntnissen geführt haben. Die Erforschung des Ursprungs der Cholera-Epidemie von 1854 in London durch Dr. John Snow ist vielen Lesern bekannt (Kapitel 7). Hier wird die Bedeutung des Visualisierens von Erkrankungen und Todesfällen deutlich.
Auch die Erkenntnisse der Seismologin Inge Lehmann (1888-1993), die noch im Alter von 99 Jahren publiziert hat, und der Geologin und Mathematikerin Marie Tharp (1920-2006), die sich um die Meeresbodenkartierung verdient gemacht, finden in diesem Buch ihre Würdigung (Kapitel 8). Zu ihren Lebzeiten finden die Erkenntnisse der beiden Wissenschaftlerinnen wenig Beachtung.
Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, die den Text unterstreichen. Im Anhang findet sich eine lange Liste weiterführende Literatur.
Respekt und Achtung muss auch Susanne Warmuth gezollt werden, die dieses Buch ganz toll aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt hat.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem breit gefächerten Buch, das die innige Verbindung zwischen Karten und Mathematik auch für jene Leser sehr gut lesbar macht, die Mathematik nicht zu ihrem Lieblingsfach zählen, 5 Sterne.
Rezensionen von Bücherwurm78:
Bewegende deutsche Geschichte
Als wir nach den Sternen griffen von Theresa Herold
Tobias flieht mit seiner dreijährigen Tochter Jasmin im Sommer 1989 über die tschechische Grenze in die Botschaft in Prag. Dort sind bereits mehrere Flüchtlinge vor Ort, die eine Ausreise in die BRD möchten, und es werden immer mehr. Die Botschaftsmitarbeiterin Judith und Tobias fühlen sich zueinander hingezogen, aber hat ihre Liebe eine Chance?
Mich hat die Inhaltsbeschreibung auf das Buch neugierig gemacht.
Da ich selbst in der DDR aufgewachsen bin, finde ich Bücher über dieses Kapitel der deutschen Geschichte immer sehr interessant und die Ereignisse von damals rund um die Prager Botschaft sind mir auch immer noch präsent. Mir hat dieser Roman auch richtig gut gefallen. Theresa Herold hat die seinerzeitigen Ereignisse umpackt mit einer Liebesgeschichte auch sehr gut um Buch umgesetzt. Die Unzufriedenheit der Flüchtlinge, die mit dem System in der DDR nicht mehr klargekommen sind, sind sehr gut dargestellt. Auch die Hauptpersonen Tobias und Judith kommen bei mir als Leser sympathisch an und man fühlt mit ihnen mit. Der Schreibstil hat mir auch gut gefallen, es ist flüssig geschrieben und es gibt keine langweiligen Passagen. Es war spannend von der ersten bis zur letzten Seite, so dass ich den Roman innerhalb von 2 Tagen gelesen hatte.
Auch das Cover des Buches finde ich schön und ansprechend gestaltet.
Fazit: Ein sehr empfehlenswerter und bewegender Roman.
Rezensionen von clematis:
McGrath
Die Frauen jenseits des Flusses von Kristin Hannah
Eine 20jährige Krankenschwester aus Coronado, Kalifornien, fasst den Entschluss, sich als Feldschwester für den Vietnamkrieg zu bewerben, nachdem schon ihr älterer Bruder Finley als Pilot in den Kampf gezogen ist. Erschütternd, was sie in den dortigen Evac-Hospitals erleben muss, aber ebenso erschütternd, was sie bei ihrer Rückkehr erwartet.
Frances McGrath, genannt Frankie, wird von Kristin Hannah dermaßen gut beschrieben, sodass man als Leser sofort an ihrer Seite ist und das Grauen im Kriegslazarett sowie ihre Rückkehr ins „zivilisierte“ Leben mit Gänsehaut mitverfolgen darf. Von 1966 an bis zum Jahre 1982 begleiten wir diese überaus mutige und unerschrockene Frau, welche sich stets verantwortlich fühlt für andere. In zwei große Abschnitte gegliedert, erzählt Teil Eins direkt aus dem vietnamesischen Kriegsgebiet, während sich Teil Zwei dem Leben „danach“ in Nordamerika widmet. Es ist nicht einfach, dieses herausragende Zeitzeugnis mit eigenen Worten zu bewerten, so realistisch, erschütternd und überaus gelungen sind die Darstellungen der Angriffe der Bomber, die auch Krankenhäuser nicht verschonen, der Verwundeten, welche schrecklich entstellt ins Evac-Hospital eingeliefert werden, der beschwingten Tanzabende im O-Club mit toller Musik, ohne die man vermutlich völlig verrückt geworden wäre in dieser ausweglos scheinenden Hölle. [Danke für die Nennung der Musiktitel, nicht nur an dieser Stelle!] Es ist bewegend, zu lesen, wie Frankie lernt, mit Situationen zurechtzukommen, auf die sie in keiner Weise vorbereitet worden ist, wie sie wächst an den Herausforderungen, welche über sie hereinbrechen. Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, kann sie zwei Jahre später, zurück auf Coronado Island, kaum an ihr altes Leben anknüpfen, kämpft mit Vorurteilen, wird bespuckt und als „Babykiller“ beschimpft. Frauen können auch Helden sein? Frankie spürt nichts davon und Kristin Hannah erzählt schonungslos und realistisch, wie man mit einem Kriegstrauma weiterlebt.
Voller Emotionen, voller Leid und Schmerz, aber auch voller Freundschaft und Liebe steckt dieses herausragende Buch, das man kaum ohne Tränen in den Augen beenden kann. Ich habe einige Pausen gebraucht und bin immer noch mitgenommen von dieser Achterbahn der Gefühle. Unerwartete Wendungen haben diese nur noch weiter angefacht, die Spannung hält vom Anfang bis zum Ende, welches zum Glück noch Raum für eigene Spekulationen offen lässt. Ich bin überwältigt und kann diesen traurigen, aber dennoch hoffnungsvollen Roman nur weiterempfehlen.
Rezensionen von Ele:
Der Deserteur
Und später für immer von Volker Jarck
Und später für immer, Historischer Roman von Volker Jarck, 208 Seiten, erschienen im Insel-Verlag.
Eine beinahe wahre Geschichte über die Menschlichkeit in unmenschlicher Zeit.
In den letzten Wochen des 2. Weltkriegs desertiert der junge Feldwebel Johann Meinert, er will nach Hause zu seiner jungen Frau und dem neugeborenen Kind.
Er versteckt sich nicht weit von zuhause bei Onkel und Tante in einer Scheune. Er wird von Frieda dem jungen Nachbarsmädchen entdeckt. Wird sie ihn an die Feldjäger verraten?
Das Buch besteht aus acht Teilen. In den einzelnen Teilen, geht es in der Zeit unregelmäßig hin und her. Gegenwartsbeschreibungen wechseln mit Rückblicken und Tagebucheintragungen, die Handlungsstränge wechseln abrupt, deshalb habe ich mich relativ schwer getan dem Geschehen zu folgen, abgehackte Sätze, ein Lesefluss hat sich nicht eingestellt. Obwohl der Text nicht sehr umfangreich ist kam ich nur sehr langsam vorwärts. Die Dialoge zwischen den Kameraden wie auch zwischen Johann und Frieda, waren unübersichtlich. Für mich nicht ganz einfach nachvollziehbar. Dazwischen kursiv, Liedtexte, Filmtitel, Zitate aus Filmen und mundartliche Phrasen für mich nicht immer verständlich.
Bei der Vorstellung des Buches habe ich mich auf einen ganz anderen Verlauf gefasst gemacht, was zwischen Johann und Frieda eigentlich genau passiert ist, ist mir unklar. Zwischendurch jedoch immer wieder emotionale und ans Herzen gehende Abschnitte, die Gefahr bei Kriegseinsätzen, der Abschied an Bahnhöfen, die Nachrichten von gefallenen und vermissten, Brüdern Männern oder Söhnen. Ich hätte mir einen Protagonisten gewünscht, der hin und hergerissen zwischen Treue fürs Vaterland und zu seiner Frau handelt. Das hat der Autor nicht geschafft rüberzubringen. Solch spannende Szenen, als Johann auf der Leiter ein Näherkommen eines Menschen und Schritte bemerkt hat, so hätte ich mir das gesamte Buch gewünscht. Keine der Personen konnte ich charakterlich einschätzen, sämtliche Figuren sind mir fremd geblieben.
Das Buch beruht wohl auf die Erlebnisse des Großvaters des Autors. Etwas mehr Ordnung in den Geschehnissen, einige Szenen ausführlicher geschildert, etwas mehr Ordnung in der Zeitabfolge. So hätte mir der Roman gefallen. Die Grundlage dafür war wohl gegeben.
Es gibt sicher Leser, die vom Buch überzeugt sind. Von mir 2,5 wenn nötig 3 Sterne.
Rezensionen von fitman:
Rätselhaft
Invictum von Danielle Trussoni
Mike Brink hat nach einem schweren Unfall bei einem Footballspiel das Savant-Syndrom bekommen. Seit diesem Zeitpunkt ist für ihn kein Rätsel mehr unlösbar. Doch diese seltene Gabe hat für den zum Mathematik-Genie gewordenen nicht nur Vorteile. Es belastet ihn auch, Alles lösen zu wollen. Doch dann tritt die japanische Königsfamilie in Gestalt von Sakura mit einer ungewöhnlichen Bitte an ihn heran.
Er soll die sagenhafte Drachenrätselbox öffnen. Ein Unterfangen, welches bis jetzt jeden, der es versucht hat, das Leben gekostet hat. Trotz der Warnung seiner Freundin Rachel und des unerwarteten Todes seines Arztfreundes kann er nicht wiederstehen und er nimmt das Angebot an und reist in Begleitung von Sakura nach Japan. Es gelingt ihm trotz einiger gefährliche Schwierigkeiten, die Drachenboxschatulle zu öffnen, doch er ist noch lange nicht am Ziel. Es warten noch viele Prüfungen auf ihn und Sakura, welche in der Zwischenzeit, neben seiner Freundin Rachel, eine große Hilfe geworden ist. Bis zum großen Finale, mit einem unerwarteten Ende, ist aber noch ein weiter und gefährlicher Weg. Eine spannende Geschichte, meisterhaft erzählt, und mit vielen Details über die japanischen Lebensumstände , die überlieferten Bräuche und die damit verbundene Geschichte. Nicht nur für Japan-Fans auf jeden Fall zu empfehlen.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Winterzauber auf dem kleinen Bücherschiff - Roman (Das kleine Bücherschiff 2) von Tessa Hansen
Ich fand den Titel sehr ansprechend. Die Idee eines Bücherschiffs und der Schauplatz Hamburg haben mich gleich angesprochen und diese Aspekte haben mich auch im Laufe der Handlung sehr angesprochen. Die Anspielung auf reale Bücher und Autoren fand ich gelungen und das eine oder andere kannte ich auch - was ich immer nett finde.
Was die Handlung maßgeblich geprägt hat, waren die Liebesgeschichten der Inhaberinnen des schwimmenden Bücherschiffes. Während die Hauptprotagonistin der Geburt ihrer Tochter sowie der Hochzeit entgegenfiebert, sieht sich Katja etwas leid und hofft auf ein wenig mehr eigenes Liebesleben. Als dann im männlichen Trauzeugen Mathis ein potentieller Kandidat auf die Bühne tritt, kommt immer mehr aus Katjas Vergangenheit auf, dass es ihr schwermacht, sich wieder auf die Liebe einzulassen.
Mir hat das Buch vom Schreibstil gut gefallen, wenngleich es aufgrund der 3. Person etwas unnahbarer wirkte als manchmal in anderen Liebesromanen. Auch war mit Mathis Werben zu Beginn nicht gleich nachvollziehbar - die Anbahnung einer Liebesgeschichte ging recht schnell. Als das Tempo der Dates zunahm, wurde mir Katja leider etwas unsympathisch und auch Mathis Reaktionen waren nicht immer nachvollziehbar. Vielleicht lag es auch an der Handlung in Hamburg - Norddeutschland ist für mich als Südösterreicherin auch kulturell doch weit weg, dass ich wenig Zugang zu den beiden fand. Dass zum Schluss auch noch etwas Spannung eingebaut wurde und eine ältere Kundin eine so prominente Rolle eingenommen hat, hat mir wieder sehr gut gefallen. Insgesamt eine nette Lektüre für verregnete Tage.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Akte Wendland von Klaas Kroon
Wer einen packenden Kriminalroman sucht und sich obendrein für die Vergangenheit interessiert, vor allem die Zeit des geteilten Deutschlands, wird mit diesem Buch gut versorgt sein. Es erzählt spannend und mit zwei verschiedenen Zeitebenen von einer Person der Gegenwart, deren Identität erst mit der Zeit gelüftet wird.
Für die Ermittlungen sind 4 sehr unterschiedliche Persönlichkeiten von großer Bedeutung, die mir zwar unterschiedlich sympathisch waren, aber alle sehr authentisch geschildert wurden. Attila fand ich persönlich etwas schwach und sehr unerfahren und naiv geschildert, was mich zwischenzeitig auch ein wenig geärgert hat. Durch die Zeitebenenen und die vielen Decknamen in den Schilderungen musste man schon gut mitdenken und auch etwas kombinieren - wenn man das machte, konnte man schon gut miträtseln und das eine oder andere vermuten. Gerade diesen Aspekt mag ich an Krimis immer sehr und das machte für mich auch die Erzählweise des Buches aus. Ich fand das Buch sehr gelungen und war fasziniert, wie am Ende vieles noch aufgelöst wurde und was es noch für kleine Wendungen gab. Ein fesselnder Krimi!
Rezensionen von Marie aus E.:
Wühlmaus an Flugmaus, bitte kommen!
Earhart von Torben Kuhlmann
Ein neues Mäuseabenteuer aus der Feder von Torben Kuhlmann, das kann ja nur gut sein.
Inzwischen ist es schon der fünfte Band - und ich hoffe, es folgen noch viele weitere Bände.
Bislang standen nur berühmte Männer Pate (Lindbergh, Armstrong, Edison, Einstein), diesmal war Amelia Earhart Patin.
Wie bei allen Büchern ist es nicht einfach ein Bilderbuch, sondern ein Gesamtkunstwerk. Text und Illustrationen verbinden sich meisterlich und ich liebe die Zeichnungen.
Bei dem Buch ganz besonders, die historischen Bilder aus längst vergangener Zeit aus der Mäuseperspektive sind einfach traumhaft schön.
Dazu noch die Technikzeichnungen, man kann richtig hineintauchen in das Mäuseabenteuer.
Die kleine mutige Wühlmaus mit ihrem Entdeckerwillen hat viele Herausforderungen zu meistern, bevor sie in die Lüfte steigen kann. Und dann beginnt das Abenteuer ja erst!
Es ist ein Bilderbuch für Kinder ab sechs Jahre, ja, aber ich finde, es ist auch ein Buch für Erwachsene. Nicht, weil es so kompliziert ist, sondern weil es so schön und detailverliebt ist. Man kann es aber auch sehr gut zusammen entdecken und es hat richtig viel Text. Ideal für den Herbst und lange Schmökerstunden.
Ein Schatz im Bücherregal, der ganz bestimmt immer wieder herausgeholt wird und eine unbedingte Empfehlung.











