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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesebegeisterte:

Der unglaubliche Erfolg des Dietrich Mateschitz!

Die Red-Bull-Story von Wolfgang Fürweger


Dietrich Mateschitz hat es geschafft, binnen weniger Jahre einen großen Konzern aufzubauen. Wer kennt heutzutage nicht die Marke Red Bull? Red Bull hat sich mittlerweile überall ein Standbein aufgebaut. Sei es in der Formel 1, Fußball oder beim Eishockey.
In diesem Buch erfährt man sehr genau wie alles angefangen hat.

Kapitelweise wird man durch die einzelnen Zweige von Red Bull geführt.

„Red Bull verleiht Flügel!“

Von Inhaltsstoffen, Wirkung bei zuviel Konsum bei Red Bull und wo dieses Getränk überhaupt hergestellt wird. All dies und noch viel mehr erfahren Sie in diesem Buch. Auch über die Person Dietrich Mateschitz erfährt man so einiges.



Lesen tut es sich eher wie ein spannender Krimi als ein Sachbuch. Ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und habe es binnen eines Nachmittages verschlungen. „Die Red Bull Story“ ist voller interessanter Dinge.

Der Autor Wolfgang Fürweger, der übrigens in Wels geboren ist, hat ja schon so einige Firmenporträts verfasst. Auch dieses Mal ist ihm ein tolles Sachbuch gelungen und ich kann es nur empfehlen dieses Buch zu lesen!

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Rezensionen von Kathie:

Intensive Erzählung

Und später für immer von Volker Jarck

"Und später für immer" erzählt die Geschichte von Johann, der kurz vor Kriegsende desertiert und sich bei seiner Tante versteckt. Der Autor greift dabei auf das Tagebuch seines Großvaters zurück, der selbst Deserteur gegen Kriegsende war. Die Handlung ist spannend, vor allem, als die Nachbarin Frieda auftaucht und mehr als Freundschaft will.

Johann steht vor der Frage, ob sie ihn verraten wird.
Der Roman wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen, was Aufmerksamkeit verlangt, aber gerade Johann als Protagonist wird sehr lebendig, glaubwürdig und nachvollziehbar beschrieben. Man kann sich gut in ihn hineinversetzen und mit ihm fühlen, während er zwischen Angst und Hoffnung schwankt. Trotz des ernsten Themas ist das Buch leicht geschrieben und bleibt im Gedächtnis. Es ist atmosphärisch, emotional und regt zum Nachdenken an. Kann ich nur empfehlen!

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Rezensionen von Lesebegeisterte:

Ein Wahnsinnsbuch!!!!! Für alle Leser von „Die Tribute von Panem“

Legend (Band 1) – Fallender Himmel von Marie Lu

Los Angeles im Jahr 2013. Eine Seuche verbreitet sich rasend schnell in der Stadt und nicht alle Bewohner können sich den teuren Impfstoff leisten.

In dem Buch geht es um zwei Personen:
Day und June. Day ist der meist gesuchte Verbrecher der Republik. June wurde ausgebildet um zu Töten sie dient der Republik.

Eines Tages wird Junes Bruder bei einem Einsatz getötet. Ein wahres Drama, da June nur noch ihren Bruder hatte, da deren Eltern bei einem Unfall getötet wurden. Deshalb hat June nur noch ein Ziel: den Mörder zu finden!!!

Der erste Teil von insgesamt drei Büchern

Für June ist die Republik alles und sie steht voll und ganz hinter ihr. Während Day die Republik verachtet und hasst. Damit June Day findet, muss sie in einem Undercovereinsatz auf die Strasse. June ist entsetzt über die Zustände dort! Es ist sehr schlimm. Day findet sie auch ein paar Tage später zufällig, da er ihr das Leben bei einem Strassenfight rettet! Da sie dabei verletzt wurde, bleibt sie ein paar Tage bei Day und einem Mädchen namens Tess.

Wenn man sich in den Feind verliebt?

Diese kennt sich sehr gut mit Heilmittel aus und versorgt Junes Wunde. Die Beiden lernen sich natürlich näher kennen und June kann sich schon bald gar nicht mehr vorstellen dass er der Mörder ihres Bruders sein soll. Sie ist hin und her gerissen. Soll sie ihn der Republik ausliefern? Mehr will ich nicht mehr verraten!


„Legend“ ist ein geniales Buch! Ich war von der ersten Seite weg gefesselt. So spannend und aufregend! Wahnsinn! Das Buch wird aus der Sicht von June und Day geschildert, dadurch erhält man einen besseren Einblick in die Geschichte. Die Ereignisse überschlagen sich und ich war absolut begeistert. Dystopische Romane sind ja momentan sehr im Trend. „Legend“ ist das ideale Buch für „Tribute von Panem“ Fans!

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Rezensionen von Lesebegeisterte:

Die Tote am Watt von Gisa Pauly

Mein erster Sylt Krimi! Empfehlenswert!

Erik Wolfs ist Hauptkommissar auf der Ferieninsel Sylt. Seine Ehefrau ist verstorben. Zusammen mit seinen zwei Kindern versucht er das Leben so einigermaßen zu meistern.

Hilfe kommt aus Umbrien

Und nun kommt Mamma Carlotta ins Spiel. Die rüstige 55-jährige Italienerin aus Umbrien reist nach Sylt um den Schwiegersohn unter die Arme zu greifen.

Anfangs ist Erik froh, das ihm jemand hilf. Doch Mamma Carlotta aus seinen Ermittlungen raus zu halten ist gar nicht so einfach. Da sie ja sehr neugierig ist und kaum etwas für sich behalten kann.

Ein Mord passiert auf Sylt

Und dann passiert auch schon ein Mord. Eine ältere Dame wird ermordet in ihrem Haus aufgefunden. Das komische an dieser Sache, es fehlt ein großer Geldbetrag den die Tote kurz vorher von der Bank geholt hat. Erik und sein Kollege Sören fangen mit den Ermittlungen an. Schnell sind ein paar Verdächtige gefunden …
Mamma Carlotta will es sich natürlich auch nicht nehmen lassen, ihre eigenen Nachforschungen an zustellen. So nehmen die Dinge ihren Lauf.

Eine temperamentvolle Italienerin mischt Sylt auf!

Da ich ja schon so einige Regionalkrimis gelesen habe, dacht ich probiere mal etwas anderes. Das Cover finde ich ja sehr witzig gestaltet und der Buchrücken hörte sich auch vielversprechend an. Die Geschichte selbst ist witzig, spannend und man erfährt etwas über Land und Leute auf Sylt. Also ideal für all jene, die mal dort Urlauben wollen oder es vor haben. Der Schreibstil ist flüssig und locker und somit bestens geeignet als Urlaubslektüre.

Ich finde diese Reihe nicht schlecht und alleine wegen Mamma Carlotta habe ich die anderen Bände auch gelesen. Für zwischendurch eignen sich die Bücher von Gisa Pauly hervorragend. Als wer Lust auf etwas anders hat! Probieren Sie „Die Tote am Wat“ aus.

Fazit: Witziger Krimi der auf Sylt spielt.

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Rezensionen von Tara:

Aktuell, fesselnd & außergewöhnlich

Das große Spiel von Richard Powers

„Das große Spiel“ ist ein wirklich bemerkenswerter Roman des in den Appalachen lebenden Autors Richard Powers.
Handlungsort ist die Koralleninsel Makatea. Evelyne Beaulieu, Ina Aroita, Rafi Young und Todd Keane haben nichts miteinander gemeinsam, außer der kleinen Insel, auf der sie Leben.
Die Perspektive wechselt zwischen den vier Protagonisten.

Evie taucht, um mehr um die Mantras zu erfahren, Ina sucht nach Material aus dem Meer für ihre Kunstwerke, Rafi liebt Bücher und Todd ist ein Nerd. Jeder dieser Charaktere ist einzigartig, gut ausgearbeitet und füllt seine Rolle in der Handlung perfekt aus.
Der Schreibstil von Richard Powers ist kraftvoll und sprachgewaltig.
Hier sitzt jeder Satz und jedes Wort.

Die Fragilität unserer Welt ist erschreckend und dennoch steckt auch Hoffnung in diesem Buch. Durch die unterschiedlichen Charaktere werden verschiedene aktuelle Themen wie die Verschmutzung des Wassers und der technologische Fortschritt in die Geschichte mit eingebunden.

Das Buch ist kaum in Worte zu fassen, da hier unendlich viel Wahres und Aktuelles zwischen den Zeilen steckt. Dadurch erfordert es ein wenig Konzentration und dennoch hat mich das Buch so gefesselt, das ich es innerhalb kürzester Zeit gelesen habe.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Anndlich:

Vom Wu zum Yue!

A Song to Drown Rivers von Ann Liang

Um das Jahr 500 lebt Xishi mit ihren Eltern in einem kleinen Dorf in China. Xishi ist von einer Schönheit gesegnet, die im ganzen Dorf bekannt ist und selbst den Berater des Königs auf sie aufmerksam macht. Fanli möchte sie als Spionin ausbilden und sie als Geschenk in das verfeindete Nachbarkönigreich Wu einschleusen, um dieses zu Fall zu bringen.

Xishi, die einen persönlichen Groll gegen das Königreich Wu hegt, da es ihr vor einigen Jahren ihre kleine Schwester nahm, ist von Fanlis Angebot angetan und sie lernt von ihm alles, was sie für ihre Spionagearbeit in einem Königshaus benötigt.

Im Hof der Wu angekommen, setzt Xishi alles daran, dass sie nicht enttarnt wird. Für das Königreich der Yue und für ihre große Liebe.

A Song to Drown Rivers von Ann Liang besticht von der ersten Seite mit einer poetischen, zarten Schreibstil, der eine gewisse Leichtigkeit übermittelt, die inhaltlich gar nicht immer präsent ist und dadurch eine berührende Wirkung erzielt.

Das zarte behält die Geschichte auch bei den Protagonisten, die beiden - Xishi und Fanli - sind sehr eindimensional gezeichnet, was mich insgesamt aber gar nicht gestört hat, weil die raueren und für mich interessanteren Charaktere u.a. durch Zhengdan, König Fuchai und seinem Berater Wu Zixu auch ihren Platz fanden und insgesamt auch präsenter waren.

Im Nachhinein habe ich mich auch mit der Legende beschäftigt, die als Inspiration für dieses Buch gilt und empfinde die Verbindungen durchaus sehr gelungen und verstehe, warum Zhengdan die interessantere Frau der Geschichte darstellt.

Nur das Ende von A Song to Drown Rivers konnte mich leider nicht abholen.

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Rezensionen von Tara:

Ein intensives Buch voller Emotionen

Between My Worlds von Basma Hallak

„Between My Worlds“ ist der erste Band der Romance-Dilogie und das Debüt von der Autorin und Buchbloggerin Basma Hallak.
Kalima ist Fotografin und ihre erste Ausstellung endet mit einem Shistrom. Um diesen zu entkommen macht sie sich auf den Weg von Berlin nach Island.
Dort lernt sie Nói kennen, der vorübergehend das Lokal seiner Eltern führt und Blumen mag.

Die beide spüren direkt eine tiefe Verbundenheit zueinander.

Mit Kalima und Nói hat die Autorin zwei wirklich tolle Protagonisten geschaffen. Da die Story im Wechsel aus der Perspektive von Kalima und Nói erzählt wird, werden die Gefühle beider gut und nachvollziehbar transportiert. Lima steht allerdings im Vordergrund und der Kontrast ihrer inneren Zerrissenheit und äußeren Stärke hat mich sehr berührt.
Der Schreibstil von Basma Hallak ist sehr intensiv, einfühlsam und voller Emotionen, aber auch humorvoll und leicht, so dass ich mich beim Lesen einfach wohl gefühlt habe. Es macht Spaß in das Leben der Charaktere einzutauchen, dabei die kleinen und großen Alltagsprobleme zu erleben und die grandiose Kulisse von Island mit Wörtern aufgemalt zu bekommen.
Inhaltlich geht es um aktuelle und wichtige Themen wie Vorurteile, der Suche nach Identität, Unsicherheit, Rassismus, Hass, Ablehnung, Social Media und mehr, die zum Nachdenken anregen.
Auch wenn es sich hier um den ersten Teil einer Romance-Dilogie handelt und durchaus romantische Elemente enthalten sind, liegt der Schwerpunkt auf Limas Leben, ihrer Kultur und Religion.
Durch den wunderschönen farbigen Buchschnitt, die gelungenen Illustrationen zum Kapitelbeginn und treffende, aussagekräftige Kapitelüberschriften, die neugierig machen, ist das Buch in sich rund und stimmig. Hier passt einfach alles zusammen.
Das Buch bietet viel mehr als Romantik und Unterhaltung. Es berührt, ruft intensive Gefühle hervor, regt zum Nachdenken an und hat wundervolle Protagonisten, von denen ich einfach mehr erfahren möchte. Nun kann ich es kaum noch erwarten bis Band zwei - „Between Your Memories“ im November 2024 erscheint.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Penibel recherchiert und gekonnt erzählt

Captain Nelson - Unter der Flagge des Königs von Mac P. Lorne

Mac P. Lorne widmet sich in seinem Zweiteiler rund um Horatio Nelson dem Leben und Aufstieg des wohl bekanntesten Seehelden des Napoleonischen Zeitalters.

Zunächst begleiten wir Horatio, den jüngeren Sohn eines anglikanischen Pfarrers, der kein Erbe zu erwarten hat, auf seinen Weg zu den Kleinen Antillen, damals in englischem Besitz, wo er den sogenannten Navigation Act, also jenes Gesetzeskonvolut, das unter anderem den Handel zwischen England und den Kolonien regelt, zu überwachen hat.

Denn derzeit umgehen zahlreiche vorwiegend amerikanische Schmuggler die Vorschriften. So entgehen dem Mutterland jede Menge Steuern und Zölle. Nutznießer des Schmuggels sind auch die britischen Statthalter auf den diversen Inseln, die ein komfortables Leben führen und natürlich ihre Privilegien nicht aufgeben wollen. Und genau mit diesen Statthaltern und Teilen der Bevölkerung, die vom Schmuggel profitieren, legt sich der junge Nelson an, denn er hält sich strikt an seine Befehle. Während die beschlagnahmten Schiffe der britischen Flotte einverleibt werden, gehört ein Anteil an der Schmuggelware ihm und seiner Mannschaft. Diese Vorgabe der britischen Krone soll die Kosten für eine stehende Flotte gering halten, denn die Kapitäne werden auf Halbsold gesetzt, wenn sie kein Kommando über ein Schiff führen.

So ist es nicht ganz verwunderlich, dass Horation Nelson jede unverheiratete oder verwitwete Frau nach ihrem zu erwartenden Vermögen taxiert. Dabei stellt er sich nicht unbedingt geschickt an und so muss er nach der Hochzeit mit Frances „Fanny“ Nisbet, einer Witwe, entdecken, dass weder die Mitgift noch die monatliche Rente seinen Erwartungen entspricht. Das Paar kehrt nach England zurück und muss sich fünf Jahre einschränken.

Erst 1793 als Frankreich England den Krieg erklärt und es gilt, die französische Flotte im Mittelmeer zu besiegen, erhält Horatio Nelson sein Kommando zurück. Die Belagerung von Toulon beschert ihm einen Todfeind: Napoleon Bonaparte und ein Aufenthalt in Neapel, eine neue Liebe, Emma Hamilton, die blöderweise mit dem britischen Botschafter verheiratet ist.

Wobei die nächsten vier Jahre hat Nelson nicht allzu viel Zeit für Liebschaften, denn er hat einige Seegefechte zu bestehen, bei denen er auch verwundet wird.

Meine Meinung:

Wie Autor Mac P. Lorne in seinem Nachwort erzählt, gibt es zwar einige historische Romane rund die Royal Navy während der Napoleonischen Kriege, doch keinen, der sich eingehend mit Horatio Nelson beschäftigt. Das hat er bei seinen Recherchen zu seinem anderen Roman „Jack Bannister“ entdeckt. Was lag daher näher, als einen eigenen historischen Roman über den Seehelden zu schreiben, der in der Seechlacht vor Kap Trafalgar 1805 seinen Tod findet? Aber, soweit sind wir ja noch nicht.

Dieser erste Teil widmet sich dem Aufstieg, der auf Grund Nelsons geradlinigem Charakter nicht ganz friktionsfrei verläuft. Kein Vorgesetzter, im Zivilleben und schon gar nicht beim Militär, kann es akzeptieren, wenn seinen Anordnungen nicht Folge geleistet wird. Mehrmals steht er knapp vor einem Verfahren wegen Insubordination dem Kriegsgericht. So auch 1797 vor Kap St. Vincent als er eine günstige Gelegenheit wittert, sich über alle Befehle hinwegsetzt und die spanische Flotte zerstört. Dass er die Schlacht gewinnt, rettet Nelson vor dem Kriegsgericht, bringt ihm aber, eine Menge Feinde ein wie auf S. 361 zu lesen ist. Denn nicht alle Kapitäne der Flotte stehen auf seiner Seite, wie Admiral John Jervis:.

„Mag sein, Mr. Calder. Der Unterschied ist nur: Admiral John Byung hat die Schlacht verloren, wir sie gewonnen. Eine unvorschriftsmäßige Abweichung von der vorgeschriebenen Angriffsmethode waren Commodore Nelsons Handlungen gewiss. Doch wenn Ihr jemals auf diese Weise gegen Eure Befehle verstoßen solltet, könnt Ihr sicher sein, dass ich Euch ebenfalls vergeben werde.“

Einige Handlungen von Nelson muss man im dem historischen Kontext sehen. In den Familien mit mehreren Söhnen erbt nur der Älteste, die anderen müssen schauen wo sie bleiben. Bei Nelson kommt noch dazu, dass sein Vater nur anglikanischer Pfarrer ist und über wenig Vermögen verfügt. Daher beleibt ihm nur wenig übrig, als reich zu heiraten, was auch nicht ganz so einfach ist, denn die Klassen blieben unter sich. Als er sich in die hübsche Witwe Fanny Nesbit verliebt, glaubt er das große Los gezogen zu haben, denn ihr Onkel ist ein reicher und gewiefter Kaufmann. Doch der hält sein Vermögen zusammen und düpiert Nelson mit der bescheidenen Mitgift und kargen Rente. Viel schwerer wiegt, dass Fanny ihm verschwiegen hat, dass sie nach der Geburt ihres Sohnes aus erster Ehe, keine Kinder mehr bekommen kann. Das wäre sogar nach katholischem Recht ein Grund die Ehe annullieren zu lassen. Dass er das nicht tut, ist vermutlich seinem strengen Ehrgefühl geschuldet.

Sehr gut sind seine Führungsqualitäten herausgearbeitet. Dort, wo üblicherweise die Peitsche regiert, setzt er auf den Ehrgeiz der Männer. Bei Exerzieren schenkt er seinen Männern nichts, denn jeder Handgriff muss einfach sitzen. Die Mannschaft muss sich blind aufeinander verlassen können. Nelson macht genau dasselbe, wie Napoleon aus den verwahrlosten Truppen seiner Italienarmee oder auch Arthur Wellington aus deinen Bataillonen.

Der Schreibstil ist lebendig und die Schlachtszenen sind nicht voyeuristisch beschrieben. Die langjährige Recherche beschert uns authentische Seegefechte.

Fazit:

Ich freue mich schon auf den zweiten Teil, auch wenn ich weiß, wie Horatio Nelsons Leben endet. Dem ersten Teil gebe ich 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von Alo:

Identitätssuche

Juli, August, September von Olga Grjasnowa


Lou ist mit dem Konzertpianisten Sergej verheiratet. Sie sind kommen beide aus der ehemaligen Sowjetunion und sind beide jüdisch, auch wenn sie ein säkulares Leben führen. Ihre Ehe läuft nicht besonders gut und als ihre 5-jährige Tochter Rosa mit einem Buch über Anne Frank konfrontiert wird, fragt sich Lou nicht nur, was sie ihrer Tochter über ihre jüdische Identität vermitteln möchte, sondern fängt auch an ihre Identiät, ihre Familiengeschichte und ihr Selbstverständnis zu hinterfragen.

Da kommt eine Einladung nach Gran Canaria zum 90. Geburtstag ihrer Tante, die zusammen mit der restlichen Familie in Tel Aviv wohnt, gerade recht...

Olga Grjasnowas Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ich bin geradezu durch die kurzen Kapitel gefolgen und habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Besonders gerne mochte ich das unterschwellig Zynische und den Humor, gerade bei den Begnungen mit der Familie musste ich oft schmunzeln und habe mich in das Haus meiner Schwiegerfamilie versetzt gefühlt.
Ihre Figuren sind gut ausgearbeitet, interessant und vielschichtig. Ich konnte sie mir bildlich vorstellen. Die Beziehungsdynamiken innerhalb der Familie sind super dargestellt.

Die Autorin lässt viele Fragen offen und regt den Leser dadurch zum Nachdenken an und lässt viel Spielraum für Interpretation. Mir war das an manchen Stellen etwas zu viel und ich hätte mir gewünscht, dass ein paar der angestupsten Themen weiter ausgeführt werden.

Das Cover finde ich super ansprechend und nach der Lektüre ist es noch passender.

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Rezensionen von MarcoL:

Eine beeindruckende Reise durch die Vergangenheit des Autors. Packend erzählt.

Tabak und Schokolade von Martin R. Dean

Der Autor präsentiert uns hier ein sehr persönliches Buch. Es ist ein sprachlich wunderbar formulierter autobiografischer Roman, der uns weite Reisen durch die Weltgeschichte machen lässt, und dann wieder so nah ist.
Nach dem Tod seiner Mutter findet Dean ein Album mit Bildern seiner Kindheit. Es ist ein Aufwachsen auf der Insel Trinidad und Tobago, an das er sich kaum erinnern kann.

Seine Mutter verließ damals, getrieben von Abenteuerlust, den heimatlichen Aargau in der Schweiz, und kam über London auf die Karibikinsel. Mit dem Kleinkind im Arm und nur mit dem was sie bei sich trug war sie eines Tages gezwungen, Hals über Kopf die Flucht vom indigenen Vater des Kindes anzutreten. Nach ein paar Jahren kehrte sie wieder zurück in die Schweiz. Und dennoch ließ sie die Insel nie wieder los, auch wenn die Familie akribisch versuchte, die Erinnerungen klein zu halten.
Der Autor beginnt zu forschen. Reist selbst nochmal auf die Insel, wird bei seinen ortsansässigen Verwandten herumgereicht.
Im Kern des Buches stecken sehr viel gesellschaftskritische Punkte. Z.B. über den unsäglichen Kolonialismus‘ der Briten, die die Insel mehr als ausgebeutet hatten. Oder die Situation im 19. Jhdt. in Indien, von wo sich Arbeitssuchende auf den beschwerlichen Weg in die Karibik gemacht hatten. Auf der Insel trafen sie auf Schwarze. Es waren Sklaven, die aus Afrika zu den Zuckerrohrplantagen verschleppt wurden. Aber anstatt Solidarität zu erwarten, waren beide Bevölkerungsgruppen auch nicht immer gut Freund miteinander.
In eindrücklichen Szenen wandern wir mit, erleben das misogyne Verhalten der Inder gegen Frauen, und eine Armut, die zum Greifen ist.
S.51: „Als Heranwachsender wäre es mir nie in den Sinn gekommen, dass mein Leben von indischem Kastendenken, einer Familienfehde, unterschiedlichen Klassenzugehörigkeiten im vorletzten Jahrhundert beeinflusst sein könnte.“
S.53: „Das meine Mutter in London an einen Westinder geraten war, dessen Abkunft Ostindien war, und dass seine Kultur von Rassismus und Kastendünkel geprägt war, machte die Sache unübersichtlich.“
Zurück in der Schweiz, heiratete seine Mutter (wieder). Das Verhältnis zu seinem Stiefvater war auch nicht das Beste.
S.96: „Familien sind ja keine safe spaces, sondern oft schlecht beleuchtete Terrorzellen.“
Vieles erzählt uns der Autor in diesem Roman, auch von seiner von der Insel Rügen stammende Großmutter, zu der er ein besonderes Verhältnis pflegte. Auch durch ihr Leben pflügte der Alltagsrassismus, der, und da staunte ich nicht schlecht, in der Schweiz allgegenwärtig war. Besonders den vielen Fremdarbeitern, vornehmlich Italienern, gegenüber. Die arbeitende Schicht hatte es nicht leicht, wie sonst auch nirgendwo. Aber die Familie, und besonders seine Mutter, waren sehr darum bemüht, ein wohlhabenderes Leben zu bekommen. Sein Stiefvater war Arzt, was das Bestreben, zu den „Oberen“ zu gehören, wesentlich erleichtert hatte.
S.167: „… ging ein Ruck durch meine Mutter: Sie wollte noch weißer werden, strebte nur nach Anerkennung im Dorf …“
All diese Themen, und noch viele andere, branden über die Zeilen, die ich aufgesogen habe. Verblüffende Erkenntnisse über die Lebensriten in der ländlichen Schweiz, die ich bis jetzt so noch nicht wahrgenommen habe (und nicht unbedingt das allerbeste Licht auf die Eidgenossen werfen), und sehr detailreiche Schilderungen über den Wahnsinn von Kolonialismus und Klassen – bzw. Kastenkämpfe, aufgearbeitet in einer Suche nach der eigenen Identität und Vergangenheit, sind das „Um und Auf“ in diesem Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Es ist natürlich schwierig, hier die richtigen Worte in einer Buchbesprechung zu finden, zumal es um sehr persönliche Dinge des Autors Martin R. Dean geht, ohne ihm zu nahe zu treten.
Auf alle Fälle kann ich für dieses Werk eine absolute Leseempfehlung aussprechen und drücke Verlag und Autor fest die Daumen, denn der Roman ist für den Schweizer Buchpreis 2024 nominiert.

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