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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Das Rom der Marie Louise Kaschnitz

Herzlandschaft von Juliane Ziegler

Dieses bei Ebersbach & Simon erschienene Buch bietet gleich zwei Vorzüge. Zum einen erzählt es über Marie Louise Kaschnitz Leben, von dem ich bisher kaum etwas gelesen habe. Zum anderen zeigt es Rom!
Es sind anfangs die dreissiger Jahre. Kaschnitz war 32 Jahre alt und veröffentlichte erste Texte.

Das Buch beinhaltet Fotos, z.B. auch einen Brief von Thomas Mann an Maire Louise Kaschnitz und eins von Ingeborg Bachmann, mit der Kaschnitz bekannt und befreundet war.
Es sind dann die fünfziger Jahre die sie in Rom verbringt und literarisch produktiv ist.
1955 erhält sie den Georg Büchner-Preis.
Auch das Werk wird in Herzlandschaft erwähnt. Einiges ist von Rom beeinflusst. Vor allen aber vermittelt das Buch ein Lebensgefühl.

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Rezensionen von yellowdog:

Schweizerkind

Allianz der Heimatlosen von Armin Strohmeyr

Allianz der Heimatlosen ist ein ansprechendes, gut gemachtes Buch.
Über Erika und Klaus Mann wurde bereits sehr viel geschrieben. Deswegen ist die heute fast vergessene Annemarie Schwarzenbach die interessante Figur des Buches. Sie war eine Schweizer Schriftstellerin.
Sie war mit Klaus und Erika befreundet und ebenso queer wie diese beiden.

In Erika war sie verliebt, nannte sie älterer Bruder.
Leider starb Annemarie Schwarzenbsch durch Unfall jung. Ihr Briefwechsel mit den Manns wurde grösstenteils verbrannt, darunter auch Briefe von Thomas Mann. Das ist sehr bedauerlich. Umso verdienstvoller vom Autor Armin Strohmeyer hier nun doch ein Bild von ihr zu schaffen.
Das Buch bildet Annemarie als sensible Person zwischen den sehr selbstbewussten "Mann-Twins" ab.

Mich hat das Buch animiert, einen Roman von Annemarie Schwarzenbach zu bestellen.

Einige eindrucksvolle schwarzweiss-Fotos ergänzen das Buch.

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Rezensionen von Ruth:

Liebe, Krankheit, Literatur

Die vorletzte Frau von Katja Oskamp

Katja Oskamp, 1970 in Leipzig geboren, hatte schon drei Bücher veröffentlicht, bevor sie mit ihren Erzählungen über den Alltag einer Fußpflegerin, „ Marzahn, mon amour“, 2019 einen Riesenerfolg landete. Darin versammelt sie die Geschichten ihrer Marzahner Kundschaft, Portraits von ganz normalen Menschen.

Ihre Bücher sind allesamt autobiografisch begründet, so auch ihr neuestes „ Die vorletzte Frau“ . Darin geht es um ihre Liebesbeziehung zum Schweizer Schriftsteller Thomas Hürlimann, im Buch kurz „ Tosch“ genannt.
Sie, die dreißigjährige Ich- Erzählerin, lernt ihn am Leipziger Literaturinstitut kennen. Er, ein arrivierter Schweizer Schriftsteller, ist als Gastdozent ihr Lehrer. Die Schülerin bewundert den neunzehn Jahre älteren Mann. Beide stecken in unglücklichen Beziehungen fest und sehen im anderen die Rettung. „ Tosch sagte: Bevor ich dich traf, war ich tot. Mein Schwanz war tot.“ „ Ich sagte: Ich war toter als du, Tosch.“
Es beginnt eine leidenschaftliche Beziehung, aber keine des Alltags. Es gibt getrennte Wohnungen; in der einen lebt die Ich- Erzählerin mit ihrer Tochter, in der anderen der Schriftsteller, der einen ganz anderen Lebensrhythmus braucht. Die Begegnungen finden meist an den Wochenenden statt, im sog. „ Lotterbett“.
Sexualität ist von Beginn an elementar für die beiden. Voller Leidenschaft und ohne Tabus, das ist ihnen wichtig. Aber die zweite Säule der Beziehung ist die literarische Arbeit. Tosch ist Lehrer und Mentor; er unterstützt, berät, korrigiert und ermutigt. Kein Text von Katja Oskamp, der nicht durch seine Hände geht. „ Sex und Text“ nennen sie folgerichtig ihr Miteinander. „ Tosch liebte meine Texte und meinen Hintern. Ich liebte Toschs Pranken und sein Lektorat.“
Aber als Tosch die Diagnose „ Prostatakrebs“ erhält, ändert sich beinahe alles. Die Krankheit stellt die Partnerschaft auf eine harte Probe. Aus der Geliebten wird die Pflegerin. Auch hier kennt die Autorin keine Tabus. Sie beschreibt gnadenlos ehrlich, ohne jegliche Rührseligkeit, wie eine tödliche Krankheit das Leben verändert. Dabei geht es nicht nur um die emotionale Verfassung, sondern um ganz konkrete körperliche Probleme und Handgriffe.
Da kommt das anfangs gegebene Versprechen erneut zum Tragen. „ Ich mute mich dir zu. Du mutest dich mir zu.“ Ging es damals um Geständnisse, was die eigenen Schwächen und Macken betrifft, so bekommt es hier noch eine viel tiefere Dimension.
Tosch kämpft um sein Leben, die Ich- Erzählerin ist für ihn da. Doch dabei bleibt sie selbst auf der Strecke. Beruflich in einer Sackgasse, die Tochter flügge und aus dem Haus. Das ist der Zeitpunkt, in dem Katja Oskamp beschließt, eine Ausbildung zur Fußpflegerin zu machen. Tosch unterstützt den Vorschlag. Obwohl beiden bewusst ist, dass sie dann nicht mehr immer zur Verfügung stehen wird.
Der Schweizer Schriftsteller ist zu diesem Zeitpunkt bereits zurück in seine Heimat gezogen. Dort ist sein Arztfreund, dort kann er zwischen den Krankenhausaufenthalten arbeiten. Die Beziehung geht ihrem Ende zu; ohne großen Szenen, ohne Knall. „ Eine Trennung in Häppchen, in Loopings, in Etappen. Ein warmer Entzug.“ Bald stellt sich ihre Nachfolgerin ein; sie selbst ist mal wieder „ die vorletzte Frau“.
Neunzehn Jahre betrug der Altersunterschied, neunzehn Jahre dauerte die Beziehung. „ Im ersten Fall galt neunzehn als viel, im zweiten als wenig.“ Gleich auf der ersten Seite stellt sich die Autorin die Frage, „ ob alles so gekommen wäre, wie es gekommen war, wenn Tosch während der neunzehn Jahre nicht krank und ich während der neunzehn Jahre nicht alt geworden wäre.“
Katja Oskamps Roman ist nicht nur die Liebesgeschichte zwischen einer jüngeren Frau und einem älteren Mann. Der Altersunterschied ist nicht der einzige Gegensatz zwischen ihnen. Er entstammt dem Schweizer Bürgertum. Mit einem Politikervater und einer eleganten und kühlen Mutter weiß er sich in den sog. „ besseren Kreisen“ zu bewegen. Sie dagegen kommt aus dem Osten Deutschlands, lebt mit der kleinen Tochter in einem Reihenhaus . Da der erfolgreiche Großschriftsteller, sie die Studentin mit ersten Schreibversuchen.
Doch Katja Oskamp leidet nicht unter dem Gefälle. Sie war gern unten, wie sie freimütig bekennt. Das wird ihr so richtig wieder bewusst, als sie als Fußpflegerin arbeitet. „ Mein Job war das Gegenteil von dem, was er oberste Liga nannte. Ich war unten im doppelten Sinn: anatomisch ( bei den Füßen) und sozial ( als geringfügig Beschäftigte mit Mindestlohn).“
Und sie neidet Tosch nicht seine schriftstellerischen Erfolge, denn sie ist sich bewusst, wie viel sie bei ihm gelernt hat.
So liest sich das Buch nicht nur als Geschichte einer Liebe und nicht nur als Krankheitsgeschichte, sondern erzählt gleichsam von der Entwicklung einer Frau zur Schriftstellerin.
Katja Oskamp ist zu bewundern für ihren Mut und ihre Offenheit. Aufrichtig und ohne sich und andere zu schonen schreibt sie von Sexualität und Krankheit. Auch wenn man sich fragen mag, ob man das immer so genau wissen will. Doch wovon sie schreibt, das gehört zum Leben und will benannt und angenommen werden.
Ihr Schilderungen sind lakonisch, voller Selbstironie und Witz, dabei ergreifend und zu Herzen gehend. Klug und reflektiert seziert sie Liebe und Krankheit, so dass man das Gelesene noch lange in Erinnerung behält.

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Rezensionen von PeWie:

Trauer

Für immer und ein Jahr von Stefanie Hansen

Kaya ist an Krebs gestorben, zurück bleibt ihr Mann Jan und die beiden Kinder. Er gibt sich große Mühe den Alltag zu meistern, den Kindern zu helfen, den Job aus zu üben und er muss den Geburtstagskalender seiner Frau weiter führen. Das heißt er muss nun die Personen anrufen, die Kaya immer zum Geburtstag gratuliert hatte.

Er der so ungern mit Menschen persönlich redet, muss nun etwas Nettes zu den Personen sagen, die seine Frau gekannt hatten. Er muss Verständnis aushalten, gute Tipps anhören, auch das es weitergeht ohne Kaya. Was es eben nicht tut.
Es ist sehr berührend wie Jan versucht den letzten Wunsch seiner Frau zu erfüllen. Seine Trauer ist spürbar, die seiner Kinder auch. Die hilflosen Versuche der Familie, die augenscheinlich wenig Verständnis haben für seine Trauer.
Eigentlich denke ich das Trauer etwas sehr Persönliches ist. Es ist intim, diese Gefühle anderer zu erleben. Gleichzeitig ist da Dankbarkeit das man seine Lieben noch hat. Hilfslosigkeit weil man nicht trösten kann.
Die Autorin hat all das zwischen den Zeilen vermittelt. Genau wie die Hoffnung das es doch weitergeht. Das man die Verstorbenen in eine Zukunft integrieren kann, das sie nicht vergessen werden aber trotzdem es neue Menschen im Leben geben darf und wie in diesem Buch, Kaya es sich für ihren Mann und ihre Familie gewünscht hat.
Ein Angst machendes Thema, behutsam und mit realistischen Charakteren erzählt.

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Rezensionen von Petra:

Trauer

Für immer und ein Jahr von Stefanie Hansen

Kaya ist an Krebs gestorben, zurück bleibt ihr Mann Jan und die beiden Kinder. Er gibt sich große Mühe den Alltag zu meistern, den Kindern zu helfen, den Job aus zu üben und er muss den Geburtstagskalender seiner Frau weiter führen. Das heißt er muss nun die Personen anrufen, die Kaya immer zum Geburtstag gratuliert hatte.

Er der so ungern mit Menschen persönlich redet, muss nun etwas Nettes zu den Personen sagen, die seine Frau gekannt hatten. Er muss Verständnis aushalten, gute Tipps anhören, auch das es weitergeht ohne Kaya. Was es eben nicht tut.
Es ist sehr berührend wie Jan versucht den letzten Wunsch seiner Frau zu erfüllen. Seine Trauer ist spürbar, die seiner Kinder auch. Die hilflosen Versuche der Familie, die augenscheinlich wenig Verständnis haben für seine Trauer.
Eigentlich denke ich das Trauer etwas sehr Persönliches ist. Es ist intim, diese Gefühle anderer zu erleben. Gleichzeitig ist da Dankbarkeit das man seine Lieben noch hat. Hilfslosigkeit weil man nicht trösten kann.
Die Autorin hat all das zwischen den Zeilen vermittelt. Genau wie die Hoffnung das es doch weitergeht. Das man die Verstorbenen in eine Zukunft integrieren kann, das sie nicht vergessen werden aber trotzdem es neue Menschen im Leben geben darf und wie in diesem Buch, Kaya es sich für ihren Mann und ihre Familie gewünscht hat.
Ein Angst machendes Thema, behutsam und mit realistischen Charakteren erzählt.

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Rezensionen von Sophie H.:

Der Schlunz als Comic

Der Schlunz - Action, Wumms und Schleuderwippe von Harry Voß

Der Schlunz hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht, wie er heißt und woher er kommt. Zurzeit lebt er deshalb bei Familie Schmidtsteiners, einer religiösen Familie, die regelmäßig Gottesdienste besucht und auch sonst sehr aktiv in der Gemeinde ist. Da der Schlunz schlicht und ergreifend alles vergessen hat, muss er die Welt und ihre Begriffe erst wieder erlernen.

Dabei kommt es zu urkomischen Situationen, z.B., wenn er den Heiligen Geist für ein Gespenst hält. Die Schmidtsteiners werden nicht müde, dem Schlunz ihren Glauben zu erklären. Und Schlunz wird nicht müde, den einen oder anderen Streich zu spielen.

In diesem Sammelband sind 30 Geschichten enthalten, die jeweils über drei Seiten gehen. Sie greifen Situationen in der Kirchengemeinde auf (z.B. Freizeiten, Familiengottesdienste, Kindergottesdienste), spielen aber auch in der Schule oder im Fußballverein. In allen Geschichten geht es jeweils um ein religiöses Thema. Ein schöner Anlass, mit seinem Kind diese Geschichten gemeinsam zu lesen und über den Inhalt zu sprechen. Die Comicgeschichten sind sehr farbenfroh gezeichnet und machen einfach Spaß. Sie vermitteln mit viel Humor Basiswissen über das Christentum. Ich kann diese Comics wärmstens empfehlen!

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Rezensionen von stina23:

Märchen mal anders, aber nicht besser

Ich fürchte, Ihr habt Drachen von Peter S. Beagle

Die Geschichte ist in einem Setting angesiedelt, die typisch für alte Märchen ist. Königinnen und Könige in alten Burgen, Ritter in Rüstung und hoch zu Ross, zwielichtige Magier mit Bart und wallendem Gewand, hart arbeitende Untergebene… und Drachen! Doch so ein ganz typisches Märchen ist „Ich fürchte, Ihr hab Drachen“ dann doch nicht.

Die Drachen sind klein, oft nur handtellergroß, und werden als Ungeziefer angesehen. Robert geht ihnen als Drachenjäger an die Schuppen, obwohl er sehr viel lieber als Diener eines Prinzen die Welt erkunden würde. Auch Prinzessin Cerise hat mit Prinzen zu tun, denn sie soll sich einen zum Mann nehmen, wobei sie trotz der großen Auswahl keinen findet, der ihr in Sachen Wagemut und Intelligenz das Wasser reichen kann. Und dann kommt er doch, der ideale Prinz. Reginald von Corvinia hat alles, was ein Edelmann so braucht, nur will er überhaupt kein Prinz sein.
Es ist das erste Buch, das ich von Peter S. Beagle gelesen habe. „Das letzte Einhorn“ ist mir jedoch als Film bekannt. Der Autor hat für mich mit Cerise, Robert und Reginald sympathische Charaktere erschaffen, die für das Märchen recht modern wirken, aber eher wenig Tiefgang haben. Die Mischung aus alt und neu, besonders in der Sprache und dem darin enthaltenen Witz erkennbar, macht einen Teil des Reizes des Buches aus. Leider bin ich beim Lesen immer wieder aus dem Fluss gerissen worden, weil ich bei einigen Sätzen, deren Satzbau besonders poetisch war, einen zweiten Blick riskieren musste. Ein einfaches Dahinlesen und Versinken in der Story war für mich nicht möglich. Die Geschichte hat einige Wendungen parat, ist humorvoll, hat liebenswerte Figuren, sie hat mich aber nicht ganz so begeistert, wie es andere Bücher aus dem Genre Fantasy schon getan haben. Es kam für mich zu wenig Spannung auf, war oft zu vorhersehbar und an anderen Stellen verwirrend geschrieben. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne.

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Rezensionen von clematis:

Augenkiller

Tränengrab von Roman Klementovic

Evelyns Ehemann Hans ist verstorben, Tochter Manuela sieht es als ihre Pflicht, die Mutter für einige Zeit bei sich aufzunehmen, um deren Trauer ein wenig zu zerstreuen. Seit Hans‘ Krebserkrankung ist Evelyn nicht mehr in dem malerischen Städtchen gewesen, vieles hat sich hier verändert, bis hin zur mittlerweile 17jährigen Enkelin Anja.

Und das Schlimmste: ein Mörder geht in der Gegend um und verstümmelt seine Opfer, insbesondere auf die Augen hat er es abgesehen.

Vom Prolog weg erzeugt Roman Klementovic eine derart fesselnde Spannung, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Gekonnt schildert er auf ruhige, aber eben doch packende Weise die Geschehnisse, welche großteils chronologisch ablaufen, da und dort aber auch mit klugen Vorgriffen und Rückblenden die Neugierde des Lesers anfachen. Zur Verfügung stehen Evelyns Blickwinkel und Anjas Tagebucheinträge, ob die daraus gezogenen Schlüsse wahr sind, ist allerdings immer wieder fraglich. Augenscheinliches und falsche Fährten verschwimmen derart miteinander, dass man bald nicht mehr weiß, was man für bare Münze nehmen darf. Insbesondere die Empfindungen und Gedanken Evelyns sind ausgesprochen gut spürbar, die anderen Figuren bleiben eher im Schatten, was sehr gut zur Handlung passt. Die Atmosphäre spiegelt sich durch das Waldstück hinter dem Haus und die lähmende Hitze bildlich wider. Und – was nicht zuletzt zum gelungenen Lesevergnügen beiträgt – das Ende, das ist ganz genau nach meinem Geschmack!

Kurzum: ein mitnehmender Schreibstil, der die unheilvolle Stimmung perfekt transportiert, eine kürzlich verwitwete Frau, der möglicherweise die Phantasie durchgeht, ein Mörder, der immer wieder brutal zuschlägt – ein hervorragender Thriller in gewohnter Klementovic-Manier. Lesenswert!

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Rezensionen von litwelt:

Cozy Fantasy für Liebhaber*innen

Spellshop von Sarah Beth Durst

"Sarah Beth Durst's „The Spellshop"" ist ein Buch, das in der gemütlichen Fantasy angesiedelt ist und sich an erwachsene Leser richtet. Es besticht durch seine warme, atmosphärische Erzählweise, hat aber auch Schwächen, die nicht übersehen werden können. Im Folgenden werde ich auf die wichtigsten Aspekte des Buches eingehen.

Gestaltung und Cover Das Cover des Buches vermittelt ein märchenhaftes und charmantes Bild, das sofort an gemütliche Fantasy erinnert. Es ist liebevoll gestaltet und passt gut zum Thema des Buches, welches sich um Gemeinschaft, Natur und Magie dreht. Insgesamt unterstützt es die harmonische Stimmung, die das Buch über weite Strecken vermittelt.

Thema und Geschichte Die Geschichte folgt der introvertierten Kela, die sich nach politischen Unruhen aus der Stadt Alysium auf eine kleine Insel zurückzieht, auf der sie ihre Kindheit verbracht hat. Begleitet wird sie von ihrer Pflanze Cass, die fast wie ein tierischer Begleiter wirkt. Was das Buch besonders macht, ist die friedvolle, beinahe meditative Atmosphäre. Es geht weniger um große, weltbewegende Konflikte als vielmehr um Kelas persönliche Entwicklung und das Leben auf der Insel. Sie lernt, sich in die Gemeinschaft einzufügen, obwohl sie eigentlich allein sein möchte, und beginnt, magische Fähigkeiten einzusetzen, um die Natur der Insel zu heilen. Diese ""Low Stakes""-Geschichte fühlt sich leicht und gemütlich an, was für viele Leser eine willkommene Abwechslung sein dürfte.

Schreibstil Durst verwendet eine sehr bildhafte Sprache, die es dem Leser leicht macht, sich in die Welt einzufühlen. Die Naturbeschreibungen sind lebendig und man kann sich die Insel mit ihren magischen Pflanzen und Tieren gut vorstellen. Man riecht förmlich den Salzgeruch des Meeres und den Duft von Kelas selbstgemachter Marmelade. Allerdings ist der Stil manchmal etwas zu langsam und detailverliebt, was dazu führen kann, dass die Handlung träge wirkt.

Figuren Kela ist eine komplexe, wenn auch nicht sofort sympathische Figur. Ihre introvertierte, misstrauische Art macht sie anfangs zu einer schwierigen Protagonistin, doch im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter. Besonders ihre Einsamkeit und ihre Schwierigkeiten, sich in die Dorfgemeinschaft einzufügen, wirken authentisch. Dennoch fand ich, dass einige Nebenfiguren – insbesondere der potenzielle Liebesinteressent – zu blass blieben. Die Romantik im Buch bleibt eher im Hintergrund und ist weder besonders tiefgründig noch packend.

Positives und Negatives Was das Buch gut macht, ist die Schaffung einer warmen, einladenden Atmosphäre, in der Themen wie Gemeinschaft und Selbstfindung im Vordergrund stehen. Die ruhige, besinnliche Erzählweise könnte jedoch für Leser, die auf mehr Spannung und Konflikte hoffen, enttäuschend sein. In der zweiten Hälfte des Buches wird versucht, mit einem neuen Handlungsstrang mehr Dynamik zu erzeugen, doch dieser wirkt aufgesetzt und stört eher den harmonischen Fluss der Geschichte. Auch das Worldbuilding lässt zu wünschen übrig. Zwar gibt es viele interessante, magische Elemente, doch vieles bleibt unerklärt, was den Leser ratlos zurücklassen kann.

Fazit und Empfehlung ""The Spellshop"" ist ein Buch für Leser, die gemütliche, langsame Geschichten mit einer starken Atmosphäre und leichten magischen Elementen mögen. Es hat seine charmanten Momente, besonders für Fans von ""Slice of Life""-Erzählungen und für Menschen, die sich mit introvertierten Protagonisten identifizieren können. Wer jedoch auf tiefgehendes Worldbuilding und spannungsgeladene Handlung hofft, könnte enttäuscht werden. Insgesamt ist es ein Buch, das die Gemüter spalten könnte – einige werden es für seine Ruhe lieben, andere wegen der fehlenden Dynamik als langweilig empfinden.

Empfehlung: Ideal für Leser*innen, die sich in eine ruhige, fast schon meditative Welt zurückziehen wollen, aber nichts für Fans epischer Spannung."

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Rezensionen von litwelt:

Fantasy in der Welt von 1001 Nacht

We hunt the Flame von Hafsah Faizal

"Hafsah Faizals Debütroman entführt uns in eine faszinierende Welt, die von einem geheimnisvollen Fluch und dem Verlangen nach verlorener Magie geprägt ist. Der erste Band der Young-Adult-Duologie kombiniert packende Fantasy-Elemente mit einer reichhaltigen, orientalisch inspirierten Welt und einem spannenden Konflikt zwischen seinen Hauptfiguren.

Der Weltaufbau ist einer der großen Stärken des Buches. Die Welt von Arawiya ist detailliert und von einer geheimnisvollen, märchenhaften Atmosphäre durchzogen. Die verschiedenen magischen Kreaturen wie Ifrit und Djinn sowie die detaillierte Geschichte der Magie verleihen der Welt Tiefe und Authentizität. Die Beschreibungen des verzauberten Waldes und der magischen Insel sind lebhaft und bildreich, was das Eintauchen in diese Welt erleichtert.

»We hunt the flame« ist ein packender und atmosphärisch dichter Auftakt einer orientalisch inspirierten Fantasy-Duologie. Trotz einiger Schwächen in der Handlung und der Charakterentwicklung bietet das Buch eine fesselnde Mischung aus Magie, Abenteuer und emotionalem Drama. Die märchenhafte Welt und die komplexen Figuren machen es zu einer unterhaltsamen Lektüre, die vor allem Fans von orientalisch inspirierten Fantasygeschichten begeistern dürfte."

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