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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anndlich:

Wünsche aus Everwish

Wishkeeper, Band 1 - Das Land der verborgenen Wünsche von Barbara Laban

Everwish ist in Gefahr und mit dem Land, die unerfüllten Wünsche der Menschen, welche dort gehütet werden. Die unerfüllten Wünsche gleichen Schmetterlingen und nur Wishkeepern ist es möglich, die Schmetterlinge zu erkennen. Milo und Lexi treffen sich zufällig und erkennen, dass sie beide diese besondere Gabe besitzen.

Zusammen folgen sie den Schmetterlingen nach Everwish und sollen als Wishkeeper dafür sorgen, dass das Gleichgewicht erhalten bleibt. Doch Everwish ist in großer Gefahr…

Das Land der verborgenen Wünsche von Barbara Laban ist der erste Band der Wishkeeper-Reihe der sich auf knapp 320 Seiten erstreckt und uns die beiden Wishkeeper Milo und Lexi kennenlernen lässt. Durch eine angemessene Schriftgröße und kurze Kapitel, liest sich das Buch jedoch auch für die Rezipienten sehr gut. Ebenso ist der Schreibstil angenehm und für die Zielgruppe entsprechend einfach gehalten, sodass das Folgen der Geschichte ohne Probleme möglich ist.

Inhaltlich würde ich auch einer jüngeren Leserschaft die Geschichte zutrauen, was u.a. daran liegt, dass ich es für Kinder ab 10 Jahren etwas zu ruhig empfinde. Spannende Elemente werden sehr schnell geklärt und erst gegen Ende kommt eine etwas langfristigere Spannung auf. Trotzdem war die Geschichte interessant zu verfolgen und wurde durch die schwarz-weißen Zeichnungen der Illustratorin Alessia Trunfio hervorragend abgerundet. Wiederholungen einzelner Zeichnungen - außer die zur Einleitung des Kapitels - hätte es für uns jedoch nicht gebraucht.

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Rezensionen von PMelittaM:

Entwickelt sich in eine unerwartete Richtung

Ich fürchte, Ihr habt Drachen von Peter S. Beagle

Prinz Reginald hat es nicht leicht, sein Vater besteht darauf, dass er auf eine Abenteuerreise geht um ein Held zu werden, etwas, was ihm so gar nicht liegt.

Prinzessin Cerise soll heiraten, eine Menge Prinzen freien um sie, doch keiner erfüllt ihre Erwartungen. Als Prinz Reginald, mit ganz anderer Absicht, am Hof auftaucht, verliebt sie sich in ihn.

Robert Thrax hat ganz andere Sorgen. Er hat die Nachfolge seines Vaters als Drachenjäger angetreten, eine Aufgabe, die ihm gar nicht liegt.

Kurze Zeit später sind Reginald, Cerise und Robert unterwegs, einen größeren Drachen zu jagen und zu töten, wobei letzteres natürlich Reginald zufallen soll. Man wird schnell fündig, doch dann läuft die Sache stark aus dem Ruder.

Der Titel und der Klappentext lassen einen leichten Roman mit Humor erwarten, jedenfalls war das beim mir der Fall. Peter S. Beagle ist bekannt als Autor von „Das letzte Einhorn“, von dem ich allerdings bisher nur die Verfilmung kenne. Diese hat aber auch traurige und tragische Töne, die man letztlich auch hier finden kann. Zu Beginn ist der Roman tatsächlich leicht und auf gewisse Weise humorvoll, doch nach einiger Zeit ändert sich der Ton, es wird gefährlich und auch blutiger. Ich fand es dennoch passend, und auch im weiteren Verlauf mochte ich die Geschichte, auch wenn ich ihre Entwicklung so nicht erwartet hatte. Ein Roman, der überraschen kann und nicht vorhersehbar ist, ist oft ein guter Roman, dies empfand ich auch hier so.

Die drei Protagonist:innen sind sehr unterschiedlich, am nächsten kam mir Robert, den man auch im Kreis seiner liebenswerten Familie und Freunde kennenlernt, und dessen Emotionen man gut nachvollziehen kann. Cerise hat mich ein bisschen genervt, aber eine Prinzessin, die sich selbst das Schreiben beibringt, hat auch meinen Respekt verdient, ganz abgesehen von ihrem Mut. Reginald ist der, den man am wenigsten greifen kann, er scheint vor allem nicht besonders talentiert. Ihn lernt man auch zunächst, im Gegensatz zu den beiden anderen, nicht im privaten Umfeld kennen. Doch auch in ihm steckt mehr als zunächst vermutet.

Peter S. Beagles Welt ist mittelalterlich und an unsere angelehnt, es gibt aber Magie und vor allem Drachen. Die meisten davon sind klein, weniger gefährlich, eher lästig, und werden Drachlinge genannt. Diese sind überall in der Stadt und am Hof zu finden, größere gibt es weiter draußen. Es gibt viele verschiedene Arten, manche davon findet man auf der Illustration des Vor- und Nachsatzpapiers. Die Geschichte ist märchenhaft und glänzt mit einigen herrlichen Satzbildungen, wie zum Beispiel: „Stattdessen verneigte sich Kronprinz Reginald vor König Antoine und Königin Hélène mit aller Gravitas seiner illustren Abstammung und sank mit der Zielsicherheit und Anmut eines Sonnenuntergangs auf die Knie. Der dunkle Stoff seines feinsten Umhangs senkte sich um ihn wie abendliche Wolken über dem Meer“ (Seite 118).

Der Roman entwickelt sich anders als erwartet, die märchenhafte Geschichte wird düsterer und gefährlicher. Mir hat das gut gefallen. Ich mochte auch den Erzählstil, der gut zur Geschichte passt, hin und wieder mit herllichen Sätzen punktet und verschiedene Perspektiven liefert. Und nun habe ich Lust, weitere Romane Peter S. Beagles zu lesen.

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Rezensionen von manu63:

Es wird heftiger

Städte so leuchtend von Sabine Schulter

Städte so leuchtend Blutwächter ist der zweite Teil der Vampires of Eden Reihe der Autorin Sabine Schulter. Das Buch ist eine inhaltlich gleiche überarbeitete Neuauflage des zweiten Bandes der Melody of Eden Reihe mit dem Titel Blutwächter.

Mel findet sich immer mehr in das Leben ihrer Gruppe ein und die Beziehung zu Eden festigt sich, dennoch ist Rufus eine ständige Bedrohung die immer wieder für Gefahr sorgt.

Sabine Schulter erzählt in gewohnt guter Manier die Geschichte rund um Mel weiter. Die Charaktere reifen und die Beziehung zwischen Eden und Mel wird immer tiefer.

Die Mitglieder der anderen Gruppen werden gut skizziert und man kann sich die einzelnen Protagonisten gut vorstellen. Der Spannungsbogen wird in der Geschichte gut gehalten und auch die ruhigeren Passagen sind immer nur eine kurze Verschnaufpause vor der nächsten fatalen Lage.

Der Schreibstil ist flüssig und ich habe die Geschichte nur ungern weg gelegt, wenn ich keine Zeit mehr hatte weiter zu lesen. Einmal angefangen wollte ich wissen wie es weiter geht und musste am Ende einen bösen Cliffhanger ertragen.

Man sollte als Leser auf jeden Fall den ersten Band Nächte so dunkel kennen um alle Zusammenhänge erfassen zu können.

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Rezensionen von Frechdachs:

Ein spannender Ausflug zu den Berggorillas im Bwindi Nationalpark

Mukiza von Hannes Jaenicke

Kann man diesen neugierigen, noch etwas ängstlichen Augen eines neugeborenen Berggorilla-Babys namens Mukiza auf dem Cover wirklich widerstehen?

"NEIN!" lautete unsere Antwort als Familie einstimmig. Wir sind dem Sanftmut und der Mimik von Mukiza auf dem Cover leider sofort verfallen.

Das neue Kinderbuch "Mukiza - Die wahre Geschichte eines Berggorillas" von Hannes Jaenicke trifft aber auch genau unseren Geschmack und Mukiza, der Dreh- und Angelpunkt des Buches, eroberte unsere Herzen im Sturm.

Als Familie, die sich im Wildlife- und Naturbereich ganz besonders gut zuhause fühlt, ist "Mukiza" aus dem Verlagshaus CalmeMara einfach ein Kleinod, in das man sehr schnell ein- und tief abtauchen kann. Wir haben sowieso ein großes Faible für das südliche Afrika, die dortigen Naturlandschaften sowie die beeindruckende Flora und Fauna. Also kein Wunder, dass wir unsere Sachen für dieses sehr spannende Gorilla-Trekking-Abenteuer in Buchform gepackt haben.

Zuvorderst wirken auf uns die sehr genialen und durchweg bunten Illustrationen von Julius Brümmer. Das großformatige Kinderbuch (23,8 x 30,8 cm) kommt bereits von der äußeren Aufmachung und Anmutung mit dem matten Einband sehr hochwertig daher.

In der kindgerechten und ausgeklügelten Storyline begleiten wir den neugeborenen Berggorilla-Jungen Mukiza bei seinen allerersten Schritten, verfolgen den Kreislauf des Lebens im Dschungel und sehen den Nachwuchs unserer nächsten Verwandten auch heranwachsen.

Die Bebilderung geht dabei mit der eigentlichen Story eine sehr enge Symbiose ein, so dass beide Teile zu einer genialen Geschichte verschmelzen, die insbesondere bei den Lesekindern dann sehr schnell verfängt.

Jaenicke trifft dabei jeweils einen durchweg passenden Ton und verharmlost dabei auch das wilde sowie gefährliche Leben der letzten Berggorillas nicht. Vielmehr macht er in der Geschichte auch auf die sprichwörtlichen menschlichen Fallstricke für die Berggorillas aufmerksam.

Summa summarum eine äußerst spannende Erzählung, die das wahre Leben der Berggorillas in Uganda wie eine Dokumentation für Kinder erzählt.

Abgerundet wird das Werk von der Geschichte rund um den wahren Mukiza im Bwindi Nationalpark in Uganda. Dort erhält man dann über die eigentliche Geschichte hinaus nochmals einen richtig guten Einblick in den Alltag der aktuell noch lebenden ungefähr 1.000 Berggorillas.

Mit Kauf des Buches unterstützt man dann zusätzlich auch noch direkt die Berggorillas in Uganda über die Berggorilla & Regenwald Direkthilfe e.V. mit einem Euro pro verkauftem Buch.

Schließen möchte ich meine Rezension mit einem ausdrucksstarken Zitat von Jane Goodall.

"Und so wage ich es, mir eine Welt zu wünschen, in der die Menschen in Harmonie miteinander und mit der Natur leben, und mit all den wunderbaren Tieren, mit denen wir den Planeten teilen."

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Rezensionen von cosmea:

Familie ist kompliziert

Intermezzo von Sally Rooney

In Sally Rooneys neuem Roman “Intermezzo“ geht es um die Brüder Peter und Yvan, deren Vater kurz zuvor an Krebs gestorben ist. Sie trauern, aber auf sehr unterschiedliche Weise. Zu Beginn der Geschichte ist Peter Anfang 30, Yvan knapp 23. Als Yvan ein Junge war, hatten sie ein sehr gutes Verhältnis.

Inzwischen haben sie sich auseinandergelebt. Der Jüngere hasst den Älteren, denn dieser spielt mit großer Arroganz seine Überlegenheit aus. Er ist Menschenrechtsanwalt, während Ivan seinen Lebensunterhalt mit Gelegenheitsjobs wie Datenanalyse verdient. Schon als Junge war er ein sehr guter Schachspieler, aber in den letzten beiden Jahren ist sein Ranking immer schlechter geworden. Peter wirkt nur nach außen sehr erfolgreich, befindet sich aber tatsächlich in einer tiefen Krise, die er nur mit Medikamenten, sehr viel Alkohol und Drogen übersteht. Er sieht keinen Sinn mehr in seinem Leben, denkt immer häufiger an Selbstmord. Vor Jahren hat sich Sylvia, die Liebe seines Lebens von ihm getrennt, als sie durch einen Unfall schwer verletzt wurde und seitdem unter unerträglichen Schmerzen leidet. Sie wollte nicht bemitleidet werden und Peter eine normale Beziehung mit einer neuen Partnerin ermöglichen. Peter hat sich in die 23jährige Studentin Naomi verliebt, kann aber Sylvia nicht aufgeben. Er will mit beiden in enger Verbindung bleiben. Bei einem Simultanschachturnier lernt Ivan Margaret, die Leiterin des Kulturamts kennen. Die beiden beginnen eine Beziehung mit einander, die sie nur kurze Zeit geheim halten können. Margaret hat sich kürzlich von ihrem Mann getrennt und ist mit 36 deutlich älter als ihr Partner. Sie fürchtet, nun Zielscheibe von Klatsch und Verachtung zu werden.
Rooney erzählt die Geschichte aus Peters, Ivans und Margarets Perspektive. Es geht um Liebe und Trennung, Verlust und Trauer und vor allem um die Komplexität von familiären Beziehungen. Da ist nicht nur die Entfremdung zwischen den Brüdern, alle haben auch ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihren Müttern. Neben dem Thema Familie geht es auch um andere Dinge z.B., dass die Beziehung eines Mannes zu einer deutlich jüngeren Frau problemlos akzeptiert wird, während im umgekehrten Fall der Ruf der Frau ruiniert ist. Der umfangreiche Roman liest sich nicht leicht, vor allem wegen des besonderen Stils der Autorin. Sie kennzeichnet nicht nur wörtliche Rede nicht durch die Interpunktion, sondern reiht auch seitenlang ohne Absätze Gedanken und Empfindungen in einer Art Bewusstseinsstrom aneinander, was manchmal künstlich und überstrapaziert wirkt. Das betrifft vor allem die Kapitel, in denen es um Peter geht. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist der Roman trotzdem lesenswert.

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Rezensionen von cosmea:

Der Wunsch nach ewiger Jugend

Bis in alle Endlichkeit von James Kestrel

Privatdetektiv Lee Crowe entdeckt eines Tages auf dem Dach eines Rolls Royce die Leiche einer attraktiven jungen Frau. Sie muss aus großer Höhe gestürzt sein, um das Auto dermaßen zu beschädigen. Der Gerichtsmediziner und die Polizei glauben an einen Suizid und ermitteln nicht ernsthaft. Ihre Mutter, die einflussreiche und sehr wohlhabende Olivia Gravesend glaubt nicht daran und engagiert Crowe, um den Tod ihrer Tochter aufzuklären.

Für den Detektiv wird es schnell gefährlich. Als er Claires Wohnung in Boston untersuchen will, versucht ein Unbekannter ihn zu ermorden. In einer weiteren Unterkunft von Claire trifft er auf eine junge Frau, die der Toten zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch sie hat die seltsamen kreisrunden Narben entlang der Wirbelsäule. Crowe stößt auf eine geheime Gruppe, die sich über Möglichkeiten, für viel Geld ewige Jugend zu erlangen informiert. Wie das geschehen soll, wird im Laufe der Geschichte beschrieben. Lee Crowe entdeckt bei seinen Ermittlungen, dass der Anwalt Jim Gardner, der ihm nach seinem tätlichen Angriff auf den Partner seiner Ex-Frau, einen Richter am kalifornischen Supreme Court, der das Ende seiner eigenen Karriere als Anwalt bedeutete, Aufträge verschafft, selbst in sehr zweifelhafte Machenschaften verwickelt ist.
Ich hatte nach der Lektüre des Romans “Fünf Winter“ von James Kestrel sehr hohe Erwartungen an dieses Buch und bin etwas enttäuscht. Es liest sich nicht schlecht, aber es enthält zu viele unrealistische Elemente, und mir fehlt der historische Kontext, der “Fünf Winter“ diese überragende Qualität verleiht. Tatsächlich handelt es sich hier ja auch nicht um den Nachfolger des vielfach ausgezeichneten Romans, sondern um ein Buch, das vorher nicht unter dem Pseudonym James Kestrel, sondern unter dem Namen des Autors Jonathan Moore erschienen ist. Am Ende des vorliegenden Titels wird Crowe von einer Figur des Romans ein neuer Fall angeboten, so dass mit einer Fortsetzung zu rechnen ist.

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Rezensionen von Gavroche:

Neuer Schabernack

Pumuckl, Tiergeschichten von Uli Leistenschneider; Ellis Kaut

Wer kennt ihn nicht, den kleinen, frechen Kobold Pumuckl, der bei Meister Eder in der Werkstatt lebt und diesem das Leben schwer macht, aber dem man dennoch nie (lange) böse sein kann?
In diesem neuen Buch - verfasst von Uli Leistenschneider - geht es wieder turbulent zu. Denn Pumuckl hat sich in den Kopf gesetzt, dass er auch ein Haustier haben möchte.

Das geht natürlich nicht gut. Weder der Entführungsversuch von Enten und einer Gans, noch der Besuch einer Schildkröte. Auch der Besuch im Wald ist nicht einfach für Meister Eder, weil dieser vor seiner Schwester und Nichte geheim halten muss, dass Pumuckl da ist. Dann bringt Pumuckl eine Tierhandlung ordentlich durcheinander und auch auf dem Reiterhof wird es turbulent.
Da werden wirklich Kindheitserinnerungen wach. Tolle Geschichten und sehr schön illustriert. Uli Leistenschneider hat die Geschichten von Ellis Kaut wirklich toll erweitert.

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Rezensionen von Gavroche:

Eine Wühlmaus als Pionierin

Earhart von Torben Kuhlmann

Zehn Jahre Mäuseabenteuer und dieses Mal ist das Vorbild mit Amelia Earhart eine Frau, eine Flugpionierin. Doch über sie erfahren wir erst ganz am Ende des Buches etwas, denn immerhin hat es eine mutige Wühlmaus schon vor ihr mit einem Flugzeug um die Welt geschafft. Die abenteuerlustige Maus, die für ihre Erfindungen bekannt ist, nimmt die Briefmarke mit dem Bild eines Löwen zum Anlass, ihr Abenteuer zu beginnen.

Das ist nicht immer ungefährlich, vor allem der Waschbär möchte sie reinlegen. Aber sie hat auch Unterstützer und so beginnt ein neues, wunderbares Mäuseabenteuer.
Die Illustrationen sind unglaublich und wechseln sich gekonnt mit dem Text ab. Hier muss man einfach immer wieder innehalten, um die Bilder zu betrachten. Und so taucht man völlig ein in dieses Mäuseabenteuer und fiebert mit, ob denn auch wirklich alles gut gehen wird. Auf den Illustrationen entdeckt man immer wieder kleine Details; so mochte ich zum Beispiel die Briefmarken aus aller Welt gerne.
Ein neues Mäuseabenteuer - wunderbar! Ein Buch, das man einfach immer wieder anschauen und lesen möchte. Am besten gemeinsam, denn so entdeckt man noch viel mehr.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungen Romanbiografie

Henriette - Ärztin gegen alle Widerstände von Sabine Trinkaus

Sabine Trinkaus erzählt in diesem historischen Roman die Geschichte von Henriette Hirschfeld-Tiburtius (1834-1911), der ersten niedergelassenen Zahnärztin in Deutschland.

Henriette ist die dritte Tochter eines Pastors auf Sylt, die nachdem, ihr Vater auf Grund einer Intrige seinen Posten und damit den Wohnsitz verloren hat, mit knapp 19 Jahren den wesentlich älteren Conrad Hirschfeld, den Sohn eines wohlhabenden Gutsbesitzers heiraten muss.

Sie erhalten ein bäuerliches Anwesen zur Pacht. Doch Conrad Hirschfeld ist entpuppt sich als schwerer und gewalttätiger Alkoholiker, der das Gehöft binnen dreier Jahre in den Bankrott treibt.

Sehr ungewöhnlich für diese Zeit, verlässt Henriette ihren Mann und zieht zu ihrer Freundin Friederike nach Berlin, wo sie eine Stelle als Gesellschafterin annimmt, obwohl sie kaum über nennenswerte Bildung verfügt. Ihr Vater hat es für nicht notwendig erachtet, ihr mehr als ein wenig schreiben und lesen beizubringen, was sie für sehr ungerecht gehalten hat.

Schon in ihrer Kindheit wird sie von Zahnschmerzen geplagt und als sie den amerikanischen Zahnarzt Abbott in Berlin aufsuchen muss und sie von den Ärztinnen Elizabeth und Emiliy Blackwell liest, reift in ihr der Wunsch, Zahnärztin zu werden. Doch dafür muss sie 1867 nach Amerika gehen, denn in Preußen werden Frauen erst 1908 zum Medizinstudium zugelassen.

Natürlich gibt es auch am Pennsylvania College of Dental Surgery zahlreiche Hindernisse und Widerstände, die Henriette mit Beharrlichkeit überwindet. Sie kehrt nach Berlin zurück und öffnet ein zahnärztliches Atelier, das recht schnell bekannt wird. Zu ihren Patientinnen (sie behandelt nur in Ausnahmefällen Männer) zählen die deutsche Kronprinzessin und deren Kinder.

Spät, aber doch findet sie auch ihr privates Glück mit dem Militärarzt Dr. Carl Tiburtuis (1834-1910) und wird Mutter zweier Söhne. Gemeinsam mit ihrer Schwägerin Franziska Tiburtius, die 1871 in der Schweiz Medizin studiert, eröffnet Henriette eine Praxis für Arbeiterfrauen in Berlin-Mitte, die später zu einer Poliklinik wird.

Meine Meinung:

Sabine Trinkaus verquickt die Fakten dieser interessante Lebensgeschichte, der Henriette Hirschfeld Tiburtius sehr geschickt mit den damals historischen Gegebenheiten. Sie lässt Henriette schon in jungen Jahren gegen die Benachteiligung der Mädchen und Frauen rebellieren. Sie, die intelligent und wissbegierig ist, darf nicht Latein oder Mathematik lernen, sondern muss zahlreiche Servietten und Taschentücher mit Monogrammen und Mustern besticken. Eine Arbeit, der sie nichts abgewinnen und deren Sinn sie nicht versteht.

Ausführlich sind die Schwierigkeiten in Amerika dargestellt, denen sie auf dem College begegnet. Die Mär vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem alles gelingt, ist schnell ausgträumt.

Trotzdem hat Henriette neben ihrer Willensstärke und Beharrlichkeit auch Glück, was aber ihre Leistungen nicht schmälern soll. So ist ihre Freundin aus Jugendtagen, die anfangs ein wenig oberflächlich wirkende Friederike durch ihre Kontakte und Verbindungen eine große Stütze.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der sich mit einer außergewöhnlichen Frau des 19. Jahrhunderts beschäftigt, 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Interessantes Sachbuch

easy eating - Keine Angst vor den Wechseljahren von Ursula Vybiral

„easy eating - Keine Angst vor den Wechseljahren“ ist der dritte Teil einer Reihe rund um das körperliche Wohlbefinden. In diesem Band widmet sich Autorin Ursula Vybiral dem Thema Veränderungen des weiblichen Körpers während der Wechseljahre und wie frau damit umgehen soll und kann.

Dazu hat sie zahlreichen Expertinnen und Experten aus der Medizin gezielt Fragen gestellt, die auch für medizinische Laien verständlich beantwortet werden.

Dabei werden auch höchst intime Fragen, wie Sex in den Wechseljahren besprochen

In 29 Kapiteln werden die unterschiedlichsten Themen abgehandelt. Man merkt, dass Ursula Vybiral eine Ernährungsberaterin und Abnehmexpertin ist, denn das richtige Abnehmen, das Gewicht-halten sowie Ernährungstipps inklusive 100 Rezepte nehmen hier großen Raum ein.

Das Buch ist sehr gut strukturiert und muss nicht von vorne bis hinten durchgeackert werden. Man kann das eine oder andere Kapitel zunächst einmal getrost auslassen und später lesen. Gut gefällt mir, dass bei den beigezogenen Experten die Kontaktdaten angegeben sind, so dass man diese Fachleute im Bedarfsfall auch kontaktieren kann.

Das Buch kann helfen, bei auftretenden Beschwerden einerseits die richtigen Fragen zu stellen und andererseits das passende Fachgebiet der Medizin auszuwählen.

Fazit:

Ein übersichtliches Buch über die komplexen Veränderungen des weiblichen Körpers während der Wechseljahre. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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