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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Vobabooks:

Toller Viveca Sten-Krimi!

Blutbuße von Viveca Sten

Blutbuße ist der dritte Fall der schwedischen Ermittlerin Hanna Ahlander von der bekannten schwedischen Krimiautorin Viveca Sten. Die Immobilienentwicklerin Charlotte Wretlind wird brutal in einem Hotel in Äre ermordet. Ihr aktuelles Immobilienprojekt, der Bau eines Luxushotels im Gebirge, führte sie dorthin.

Die Pläne des Luxushotels stießen nicht nur auf Zustimmung - und auch Charlottes Familie und Privatleben wird genau unter die Lupe genommen. Die feinfühlige und hartnäckige Hanna Ahlander und ihr teilweise impulsiver Kollege Daniel Lindskog ermitteln gemeinsam.
Der Krimi wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass wir beim Lesen einen Einblick in die unterschiedlichen Menschen und Geschehnisse erhalten. Auch gibt es einige Rückblenden in die Vergangenheit.
Ich war sofort in den Krimi eingetaucht, es war unterhaltsam und er beinhaltete einige spannungsvolle Momente.
Ein typischer Viveca Sten - Krimi, für alle ihre Krimifans absolut zu empfehlen.

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Rezensionen von clematis:

Elfen und Wunder

Kalter Sturm von Anne Nordby

Auf der Flucht vor der Rechtsradikalengruppe Åsgards Söhne landet Tom Skagen in Island und wird sogleich in einen neuen Fall verwickelt: ein fünfjähriger Urlauberbub ist auf der Halbinsel Dverganes verschwunden, die Mythen rund um Elfen und Zwerge erleichtern die Suche nicht gerade. Es wird empfindlich kalt in der Nacht und bald wäre das Überleben des Kindes ein Wunder.

Gewohnt lebendig und atmosphärisch geht es auch in Band Vier der Tom Skagen – Reihe weiter, nicht zuletzt tragen die baumlose, karge Lavalandschaft und die abgelegenen Schafhöfe dazu bei. Die beiden etwas sonderbaren deutschen „Arbeit-für-Urlaub“-Familien runden die Stimmung der Handlung perfekt ab. Dazu kommen Szenen mit Figuren, deren Namen bewusst nicht genannt werden, sodass der Leser vorerst einmal rätseln muss, wer sich da wohl unterhält. Raffinierte Schachzüge der Autorin, welche den gesamten Thriller spannend werden lassen, dennoch gibt es am Ende noch eine Zugabe, bei der einem der Atem stockt. Anne Nørdby gelingt es stets, ihre Figuren authentisch ins Geschehen einzubetten, erzählt dabei locker von Land und Leuten, den Gepflogenheiten in Island und versetzt einen damit direkt an den Schauplatz.

Auch diesmal habe ich die Zeit mit dem Skanpol-Ermittler Tom Skagen und einem nervenaufreibenden Fall sehr genossen. Ein mitnehmender Schreibstil (trotz Präsens, welches ich nicht unbedingt favorisiere), glaubwürdige Charaktere und eine schlüssige Handlung liefern alles, was ein packender Thriller braucht. Leseempfehlung!

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Hat mich nicht erreicht

Das Wohlbefinden von Ulla Lenze

Das Buch befand sich auf der Longlist des deutschen Buchpreises und lockt außerdem mit einem wahnsinnig spannenden, historischen Setting, was mich direkt neugierig gemacht hat. Ich muss sagen, dass das Buch meine Erwartungen eher nicht erfüllt hat, sondern mich eher ratlos zurücklässt.

Zum Inhalt: Die Fabrikarbeiterin Anna erholt sich in den Heilstätten Beelitz von einer Lungenerkrankung und gilt unter den anderen Frauen als hellsichtig.

Als die Schriftstellerin Johanna Schnellmann nach Beelitz kommt um für einen Roman zu recherchieren treffen die beiden Frauen aufeinander. Eine Bekanntschaft, die beide nicht loslassen und eine von ihnen ins Verderben stürzen wird.

Die Geschichte wird in drei Zeitsträngen erzählt, was ich anfangs schwierig zu verfolgen fand. Die Abschnitte sind zwar entsprechend überschrieben, sodass man sie immer eindeutig zuordnen kann, aber mich haben diese schnellen Sprünge sehr im Lesefluss gestört. Die Geschichte wird daher für mein Empfinden sehr zerrupft und episodisch erzählt, was nicht so ganz meinen Geschmack getroffen hat.

Die Geschichte fordert den Leser, es gibt viel zu erkunden und man muss schon konzentriert lesen, um alle Nuancen und Untertöne zu erfassen. Und trotzdem hatte ich zwischendurch immer das Gefühl etwas überlesen oder nicht mitbekommen zu haben.

Die Charaktere waren allesamt schwer greifbar, so ein richtiger Sympathieträger war für mich nicht dabei, was ich insgesamt nicht schlimm finde. Viel eher hat mich gestört, dass die Figuren selbst eher blass bleiben, ihre Motive bis zum Schluss nicht klar. Besonders am Ende blieb für mich alles irgendwie seltsam in der Schwebe oder wurde nur kurz abgehandelt anstatt ordentlich auserzählt zu werden und lässt zu viel Raum für Interpretation. Ich mag das ja eigentlich, wenn man sich als Leser selbst Gedanken machen kann, aber hier habe ich gefühlt immer wieder den roten Faden verloren und war am Ende nicht mal sicher, ob ich verstanden habe, was uns die Autorin eigentlich mitteilen wollte.
 
Was ich super interessant und erzählerisch gut umgesetzt fand war, die Heilstätten als Institution in Szene zu setzen. Die Beschreibungen der für ihre Zeit sehr modernen Einrichtung haben mir gut gefallen und ein tolles Setting gestellt. Daher fand ich es schade, dass man die Heilstätten ab circa der Hälfte des Buches als Schauplatz hinter sich lässt.

Insgesamt hat es das Buch nicht geschafft mich zu packen und mitzureißen. Ich hatte mir vom Setting und dem Thema Okkultismus irgendwie mehr erwartet. Sprachlich zwar schön erzählt, inhaltlich aber für mich nicht überzeugend.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

nicht mein Buch

Reise nach Laredo von Arno Geiger

Ich habe Arno Geiger erst im letzten Jahr als Autor für mich entdeckt und mochte vor allem seine nahbare Erzählweise, „Reise nach Lareto“ fand ich vom Klappentext her für mich nicht ganz so ansprechend, war aber neugierig, welchen Ton Geiger für diese Geschichte anschlagen würde. Erzählerisch hats mir wieder gut gefallen, inhaltlich hat mich diese Geschichte aber nicht so ganz erreicht.

Zum Inhalt: Karl ist ein König im wahrsten Sinne. Doch er ist seiner Ämter und des Lebens allgemein müde. Von Krankheit und anderen Zimperlein geplagt, sich selbst und anderen überdrüssig, zieht sich Karl in Kloster in Spanien zurück. Dort trifft er auf einen Jungen und gemeinsam beschließen sie, zusammen nach Laredo zu reisen.

Sprachlich gewaltig, reflektiert und philosophisch erzählt die Geschichte vom Ende eines Lebens und dem Blick auf dieses. Die Geschichte strotzt vor eloquenten Weisheiten und Redewendungen. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und fand den Sprecher perfekt geeignet für die Vertonung dieses Werkes. Die ruhige, angenehm weiche Erzählstimme hat dazu beigetragen, Karls inneren Monolog, seine Beobachtungen und seine Sicht auf die Welt eindrücklich zu vertonen und mich als Zuhörer einzuhüllen.

Es gibt viele kleine, detailverliebte Beschreibungen, durch die ich Karl gut vor Augen hatte. Alles rund um Karls körperlichen Zustand war dagegen für mein Empfinden fast schon ordinär beschrieben, so viele Informationen hätte ich persönlich nicht benötigt. Auch die vielen Referenzen auf Gott, den Glauben und das Innere selbst waren nicht ganz leicht verdaulich, wodurch das Buch für mich keines war, dass ich mal eben in einem Rutsch durchlesen bzw. in meinem Fall hören konnte.
Gleichzeitig ist die Geschichte selbst eher handlungsarm, im Fokus stehen die Gespräche und Gedanken an denen Karl beteiligt ist.

Ich glaube ich habe mich einfach zu sehr in den sprachlichen Aspekten der Geschichte verloren und hatte öfter mal das Gefühl gar nicht verstanden zu haben, was der Autor hier eigentlich rüberbringen will. Vielleicht muss ich das Buch einfach nochmal selbst lesen, um den Kern des ganzen wirklich zu erfassen.

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Rezensionen von lesen=liebe:

Gänsehautfeeling

Die Geisterhelfer - Traue sich, wer kann! von Tina Blase

Wer das Buch „Die Geisterhelfer“ von Tina Blase in den Händen hält wird begeistert sein. Das Cover wirkt nicht nur mystisch und gruselig, es ist auch mit einem coolen Leuchteffekt ausgestattet, den man direkt ausprobieren muss.
Aber nicht nur äußerlich leuchtet dieses Buch, nein auch der Inhalt strahlt.

Leo Helsing Krüger hat eine besondere Gabe. Er kann Geister sehen und nicht nur das, er kann sogar mit ihnen sprechen. Ausgerechnet er, wo er doch Angst im Dunkeln hat. Zum Glück lernt er Antonia – das Nachbarsmädchen – kennen. Gemeinsam steifen sie durch die Nacht, um den Geistern zu helfen.
Die Geschichte ist einfach wunderbar. Die Protagonist*innen Leo und Antonia sind äußerst sympathisch und glänzen in ihrer Außenseiterrolle. Zugegebenermaßen ist einige Male Gänsehautfeeling aufgekommen, aber die Geschichte ist so aufgebaut, dass sie nicht wirklich angsteinflößend wirkt. Dennoch sollten die jungen Leser*innen nicht schwach besaitet sein und sich mit dem Thema Tod auseinandersetzen wollen/können.
Mir gefällt die Idee dieses Buches überragend gut. Sie beinhaltet eine perfekte Mischung aus Herz, Grusel und Spannung. Ich freue mich auf den nächsten Band.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

So schön, so traurig

Alles, was ich geben kann - The Last Letter von Rebecca Yarros

ch kannte von Rebecca Yaros bisher nur die Fantasy-Bücher und war gespannt, ob sie auch Romance kann. Da ich das Thema des Romans sehr ansprechend fand, hab ich mich richtig auf dieses Buch. Und ich wurde nicht enttäuscht. So ein herzliches, aber auch tragisches Buch, einfach wundervoll.

Zum Inhalt: Als Ellas Bruder Ryan sie bittet, auch einem seiner Kameraden Briefe zu schreiben, fühlt sie sich schnell zu dem anonymen Soldaten Chaos hingezogen.

Und als Ryan im Gefecht stirbt, braucht sie Chaos mehr denn je, doch er antwortet nicht mehr. Als plötzlich Ryan bester Freund Beckett bei ihr auftaucht, will sie nichts mit ihm zu tun haben. Dabei weiß sie nicht, dass er Chaos ist und eine große Last auf ihm liegt.

Ich liebe alles an dieser Geschichte und habe mich darin sofort Zuhause gefühlt. Die Figuren sind einfach so dermaßen herzlich und auch wenn Beckett und Ella einige Differenzen überwinden müssen, hatte ich zu keinen Zeitpunkt das Gefühl, dass es überdramatisiert wurde. Und oh mein Gott, diese Kinder sind einfach Zucker. Ich hatte eigentlich permanent Pipi in den Augen.

Die Briefe zwischen Chaos und Ella, die zwar nicht chronologisch, dafür aber passend zu den Kapiteln eingestreut werden, fand ich eine wundervolle Idee um das Innenleben der Protas zu offenbaren. Auch die wechselnden Perspektiven haben mir sehr gut gefallen.

Das Buch hat mich in absolutes Gefühlschaos gestürzt. Ich habe geweint, gelacht, geschmunzelt, mitgefiebert und mitgelitten. Bei Romance passiert mir das eigentlich eher selten, dass ich so dermaßen mitgerissen werde. Rebecca Yaros hat hier auf der emotionalen Schiene echt abgeliefert.

Ganz großes Kino, ich freu mich auf das nächste Buch von ihr

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Rezensionen von Sandra :

Wo ist der grüne Faden?

Die Zukunft der Skigebiete: Das weiße Gold wird grün!. Life is a Story - story.one von Markus Redl

Eine Zusammenreihung von Blogs, Zeitungsartikeln und Studien, die keine Lust aufs Lesen machen!

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Rezensionen von MarcoL:

Very british! Spannungsgeladen eingebauter Familienauflauf, wie man ihn niemandem wünscht.

Der lange Schatten von Celia Fremlin

Imogen ist seit zwei Monaten Witwe, wohnt in einem großen Haus mit vielen Zimmern, und ist etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite ist ihr Verlust über Ivor noch schmerzlich, besonders so alleine im Haus, auf der anderen Seite richtet sie es sich gerade im Leben neu ein, denn ihr Verschiedener war nicht unbedingt ein Prachtexemplar von Ehemann.

S. 15: „O Gott, murmelte sie – und näher an einem Gebet war wohl nichts, was Imogen jemals geäußert hatte – bitte lieber Gott, lass mich nie vergessen, was für ein Ekel er sein konnte.“ (very british)
Während sie noch so darüber nachsinnt, das ein oder andere Zimmer zu vermieten, wird ihr Wunsch schneller erfüllt, als ihr lieb ist. Ihre anverheiratete Verwandtschaft kommt mehr überraschend denn eingeladen über die Weihnachtsfeiertage vorbei und richtet sich häuslich ein. Denn man könne ja schließlich Imogen besonders zu Weihnachten in ihrer Trauer nicht alleine lassen. Stiefsohn Robin ist ein selbstgefälliges Ekel, und Stieftochter Dot reist mit ihren beiden Söhnen an, im verzögernden Schlepptau erscheint noch ihr Ehemann, den Dot lieber wo anders gesehen hätte. Es wird gestritten, was das Zeug hergibt. Und zu allem Überfluss kommt dann auch noch Cynthia direkt von den Bermudas, die zweite Ehefrau von Imogens verstorbenem Ehemann. Und die ist so, wie man sich eben diese reiche Tanten aus Übersee vorstellt: über jeden Zweifel erhaben, bestimmend und arrogant und trotzdem mit einer latenten Fähigkeit zur Gefühlsduselei.
Es ist ein wahres Tollhaus, in dem sich Imogen wiederfindet. Aber sie hält sich tapfer, verwünscht die ganze Bagage manchmal zum Teufel, auf der einen Seite glaubt sie, an deren Anteilnahme und Fürsorge dankbar sein zu müssen. Die Gründe für die Besuche könnten aber auch anders geartet sein … denn Weihnachten ist schon Wochen vorbei und der Besuch hält sich hartnäckig.
Zu allem Überdruss wird sie von einem jungen Herrn belästigt, der strikt und stur behauptet, Beweise zu habe, dass Imogen ihren Mann getötet hat. Man könne sich ja dennoch unter der Hand einigen … gegen eine gewisse Summe ...
Imogen versteht die Welt nicht, denn ihr Mann verstarb bei einem Autounfall, zweihundert Meilen entfernt von zu Hause und seiner Frau. Und dennoch, durch ihr Blackout an jenem Tag, wohl hervorgerufen durch den Schock, … wäre es möglich gewesen … oder was steckt hinter all diesen Behauptungen? Es löst sich natürlich am Schluss alles auf … mehr wird nicht verraten.
Celia Fremlin (1914-2009) versteht es perfekt, eine schwelende Spannung aufzubauen. Nur hin und wieder wird man als Leser mit den Vorwürfen des Mordes konfrontiert, bekommt ein paar Happen zugeworfen. Es gibt seltsame Dinge, die im großen Haus passieren, und für die es keine Erklärungen geben mag. Frische Schriftstücke tauchen in der Handschrift von Ivor auf, manche Dinge sind nicht mehr dort, wo sie eben noch waren, usw. Den Rest der Handlung geht es darum, die sich parasitär sesshaft machende Verwandtschaft zu verteufeln.
Trotz des großen Tohuwabohus im Haus und dem Fakt, dass die „Aufklärung“ der Beschuldigungen stark in den Hintergrund treten, wird das ganze Zeilenspiel nie langweilig. Die Charaktere sind sehr fein stilisiert, man erhält perfekte Abbildungen. Die Autorin stellt alle handelnden Personen plastisch und sehr authentisch dar, man wähnt sich mitten im Haus, und alle wuseln um einen herum und sind einem besser bekannt als die eigene Verwandtschaft. Das ist eine ganz große Erzählkunst. Nebenbei setzt Fremlin sehr gezielt eine erfrischende Komik ein, die, wie schon erwähnt, teilweise bitterböse britisch ist.
Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diesen sehr unterhaltsamen Roman.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Richtig coole, moderne Adaption einer absoluten Lieblings-Saga

Jewel & Blade, Band 1 - Die Wächter von Knightsbridge von Anne Lück

Ich glaube König Artus und seine Ritter der Tafelrunde sind so ziemlich jedem ein Begriff, weil es eine der bekanntesten Sagen ist, die auch bis heute ihre Anziehungskraft nicht verloren hat. Anne Lück hat das Thema aufgegriffen und etwas absolut cooles und umwerfend magisches daraus gemacht. Ein Auftaktband voller Geheimnisse, Verrat und Spannung.

Zum Inhalt: nach dem Unfall ihrer Schwester hat Harper ihr Studium auf Eis gelegt und in der Goldschmiede ihrer Mutter ausgeholfen um die Familie zu unterstützen. Und dabei hat sie ihr Talent für Schmuck erkannt, doch ihr Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, als ein gutaussehender Fremder aus London ihr einen Ring zeigt, der etwas tief in Harper Verborgenes zum Schwingen bringt.

Die Geschichte ging eher gemächlich los aber meine Güte nimmt sie schnell Fahrt auf. Anne Lück legt hier ein ordentliches Erzähltempo vor und ich war im Verlauf fast sicher, dass es sich gut um einen Standalone handeln könnte, aber es gibt so viele überraschende Wendung und so ein dermaßen geniales Finale, das gleichzeitig absolut gar nichts verrät, dass ich froh bin, dass noch mindestens ein weiterer Band erscheinen wird.

Die Figuren sind toll ausgearbeitet und besonders auch Harpers Visionen waren ein tolles Stilmittel, um nicht nur mehr über die Artus-Sage zu erfahren, sondern auch einige gut gehütete Geheimnisse zu lüften. Generell wird hier viel mit der Außenwirkung der Charaktere gespielt und einige verbergen mehr, als sich anfangs erahnen lässt, was ich toll umgesetzt finde.

Harper ist eine absolute Sympathieträgerin und eine Protagonistin, mit der man gut mitfiebern kann. Durch die Schicksalsschläge, die ihre Familie gezeichnet haben, wirkt sie nahbar und gleichzeitig sehr stark und selbstbewusst, was mir gut gefallen hat. Natürlich gab es auch Andeutungen einer Lovestory, aber ich mochte, dass sich das nicht in den Vordergrund der Geschichte gedrängt hat, sondern der Fokus ganz klar auf der Bestimmung der Wächter und der Erfüllung der Prophezeiung lag.

Ich fand die Geschichte sehr stimmig geplottet, die Fantasy-Elemente sind gut integriert und überfordern den Leser nicht, was das Buch auch super geeignet für Fantasy-Einsteiger macht. Ich fand den Handlungsverlauf durchgehend authentisch und trotzdem sehr spannend, was das Buch zu einem echten Lesegenuss macht.
Ich fieber jetzt definitiv Band 2 entgegen.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Eine gefährliche Schwärmerei

Love Letters to a Serial Killer von Tasha Coryell

Ich war mir bei diesem Buch super unsicher, ob ich die Idee absolut genial oder als eine eindeutige Red Flag empfinde. Bin mir auch immer noch nicht 100% schlüssig, denn einerseits gibts ein klares Nein von mir zu Protagonistin Hannah und gleichzeitig hatte die Geschichte eine absolute schräge Sogwirkung, der ich mich nicht entziehen konnte.

Zum Inhalt: Hannah, frisch getrennt und von ihren Freundinnen zugunsten derer Beziehungen vernachlässigt, findet zunehmend Trost und Erfüllung in einem True Crime Internetforum, dass sich mit den Morden an jungen Frauen in Georgia beschäftigt. Als Willian, ein gut aussehender Anwalt aus einer angesehenen Familie verhaftet wird, beginnt Hannah ihm briefe ins Gefängnis zu schreiben und sich in ihn zu verlieben.

Cool fand ich, dass der Briefwechsel zwischen Hannah und William vor allem anfangs rege war und wir auch ihre Ent- und Verwürfe zu Gesicht bekommen haben, auch wenn die Briefe selbst eher wenig Raum innerhalb der Handlung einnahmen. Generell fand ich das Thema rund um True Crime, Internetforen über Verbrechen und Briefwechsel mit einem Strafgefangen sehr interessant angelegt, vor allem da man das ja in Anlehnung an wahre Fälle aus der Realität kennt. Das Thema wirkt also durchaus authentisch und es werden beispielsweise auch Referenzen zu Ted Bundy gezogen- das Buch spielt also aktiv mit dem Klischee, das es bedient.

Was aber in meinen Augen gar nicht ging war Hannah als Charakter selbst. Ihre unsichere Art, sich permanent in Abhängigkeit von Männern zu stürzen und gleichzeitig super missgünstig mit ihren Freundinnen zu sein, fand ich wahnsinnig unangenehm. Am liebsten hätte ich sie geschüttelt. Natürlich sind diese Charakterzüge quasi die Prämisse dafür, dass die Handlung so stattfinden konnte, aber so wahnhaft kann man ja eigentlich nicht sein und dieses Verhalten fand ich wahnsinnig triggernd.

Den Twist zum Ende habe ich ehrlich gesagt bereits kommen sehen, was den Plot aber nicht weniger spannend und abgründig macht. Es wird ja auch bereits zu Beginn des Buches angeteasert, welchen Verlauf die Bekanntschaft von Hannah und William nehmen wird. Ich fand es tatsächlich schade, dass das schon so vorweg genommen wurde.

Als psychologischer Thriller bietet das Buch eine spannender Perspektive und war mir kleinen Anzügen eigentlich durchweg unterhaltsam.

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