Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
finaler Band der Trilogie
Die Weltenbrücke von Sarah Vaalen
Klappentext / Inhalt:
Die Idylle in der Schmetterlingshalle ist in dem Moment vorbei, als Elben in das von Fatisha geschützte Tal auf Terra eindringen. Während Fatisha die Angriffe abwehrt, können alle Bewohner fliehen. Ihre bereits erwachsenen Enkelkinder Tamina und Julan nutzen die Situation aus, um ihren Bruder Bangi aus dem Bergarbeiterdorf zu befreien.
Der ist zuvor allerdings in Ungnade gefallen und in den Todesgürtel gesteckt worden, in dem die hungrigen Klushunde lauern …
Werden Fatisha und ihre Enkelkinder es schaffen, vor ihren Häschern über die Weltenbrücke zu fliehen?
Der 3. und letzte Band der Trilogie mit dem finalen Ende
Cover:
Das Cover ist geheimnisvoll und faszinierend gestaltet, In wunderschönen Grüntönen macht es einen sehr natürlichen und warmen Eindruck. Optisch ist es toll gestaltet und auch die Verbindung zu den anderen Covern der Reihe ist hier erkennbar.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den dritten und finalen Band der Reihe. Um alle Zusammenhänge und das Ganze zu verstehen, ist hier ein Lesen in Reihenfolge schon sehr zu empfehlen und auch für das Hineinempfinden in Charaktere und Situationen. Die kurze Zusammenfassung zu Beginn ist toll und hilfreich, wenn man zwischen den einzelnen Bänden etwas anderes gelesen hat oder etwas Zeit vergangen war, denn hier werden den bisherigen Ereignisse gut und kurz zusammengefasst, was sehr hilfreich ist.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht weiter ins Detail gehen und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen zurück, empfehle diese tolle Reihe, aber sehr gern weiter.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut uniflüssig lesen. Schnell findet man sich in Charaktere und Ereignisse hinein und auch die Spannung wird wieder gut und schnell aufgebaut und der Verlauf ist toll umgesetzt. Die wechselnden Perspektiven bringen zudem Spannung und Tempo hinein und machen es fesselnd. Die einzelnen Abschnitte und Kapitel haben eine schöne und angemessene Länge. Die Anfänge sind gut ersichtlich und die Überschriften kurz gewählt. Die Namen am Beginn sind hilfreich für die Zuordnung der Perspektive.
Die Charaktere sind facettenreich und schnell schließt man diese ins Herz und begleitet diese gern auf ihrer Reise und dem Abenteuer. Man bangt und fühlt mit ihnen mit und kommt so sehr gut in Geschehnisse und Ereignisse hinein. Einige Wendungen sorgen für Überraschungen und auch die Spannung nimmt nicht ab. Die losen Ende werden verknüpft und eine wunderschöne Trilogie findet hier ihr Ende, welches für mich sehr gut gelungen ist.
Fazit:
Ein spannender, fesselnder und bewegender finaler Band.
Rezensionen von Claudia R.:
Impulskarten
Blumen im Kopf Mutmachkarten: Gute Gedanken für jeden Tag von Lisa Wirth
Klappentext / Inhalt:
Affirmationskarten die das Selbstbewusstsein stärken.
Tauche ein in die Welt der positiven Gedanken mit unseren liebevoll gestalteten "Blumen im Kopf Mutmachkarten". Dieses Kartenset ist speziell für Kinder entwickelt und bietet tägliche Affirmationen, die eine positive Grundhaltung fördern.
Ideal für den Einsatz zu Hause, in der Schule oder im Kindergarten, sind diese Karten eine wertvolle Ergänzung zum gleichnamigen Kinderbuch "Blumen im Kopf".
Unsere Mutmachkarten sind ein Schatz voller positiver Affirmationen und kleiner Aufgaben, die Kinder jeden Tag begleiten und inspirieren. Durch das tägliche Ziehen einer Karte können Kinder immer wieder neue, ermutigende Botschaften entdecken. Diese positiven Impulse fördern nicht nur die Achtsamkeit, sondern auch die emotionale Intelligenz und die Resilienz der Kinder.
Cover:
Das Cover ist ähnlich dem des Buches und der CD gestaltet. So ist hier ein Wiedererkennungseffekt und eine Zuordnung sehr gut vorhanden. Optisch und auch farblich ist die Box der Mutmachkarten sehr schön und ansprechend gestaltet.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um Affirmationskarten, die Mut und Selbstwertgefühl vermitteln und herüberbringen sollen. Die Karten sind passend zum Buch und CD mit gleichen Namen gestaltet. Die Kartenbox hat ein handliches Format und lässt sich gut auch für unterwegs mitnehmen und verstauen.
Die Katen sind sehr schön, einfach und liebevoll gestaltet. Das Design ist einfach und zugleich sehr passend. Die bunten Blumen auf der Vorderseiten enthalten einen wichtigen und stärkenden Impuls, welcher auf der Rückseite noch etwas genauer und weitreichender ausgeführt wird. Zugleich befindet sich auch auf der Rückseite immer eine kleine Aufgabe, welche zusätzlich das Ganze sehr gut abrundet und stärkt. Die Impulse sind toll formuliert und stärken das Selbstvertrauen und die positiven Gedanken.
Die 28 Karten sind toll und liebevoll gestaltet und ausgewählt und die Botschaften und Impulse sind sehr wichtig und positiv stärkend. Es macht viel Freude täglich eine Karte zu ziehen und diese in den Alltag einzubeziehen, daraus lassen sich tolle kleine Rituale entwickeln und nicht nur Kinder profitieren von diesen positiven Impulsen und Gedanken. Eine wunderschöne Geschenkidee und lässt sich prima in den Alltag integrieren. Für Groß und Klein gut geeignet um positiv in den Tag zu starten und schöne Impulse ins Leben zu integrieren.
Fazit:
Stärkende und mutmachende Impulskarten, die sich toll in den Alltag integrieren lassen.
Rezensionen von DoraLupin:
Habe ich mir emotionaler vorgestellt
Im Warten sind wir wundervoll von Charlotte Inden
Als ich den Klappentext der Geschichte gelesen habe, war ich gleich Feuer und Flamme für dieses Buch und wollte es unbedingt lesen. Ich hatte vorher noch nicht so viel von den War Bride gelesen und hatte da richtig große Lust drauf und eine Erwartung an eine sehr emotionale und romantische Geschichte! Ich habe das Buch auch recht gerne gelesen, aber es konnte mich leider nicht ganz so begeistern und mitnehmen wie ich mir dies gewünscht habe.
Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, einmal begleiten wir Luise Adler dabei wie sie sich kurz nach dem zweiten Weltkrieg in einen amerikanischen Soldaten verliebt und die nach langer Wartezeit 1948 endlich die Chance erhält ihrem Geliebten nach Amerika zu folgen, als sogenannte "War Bride". Doch obwohl die letzten Briefe der beiden voll zärtlicher Worte waren, taucht ihr Verlobter nicht am Flughafen auch und einige New Yorker Zeitungen schreiben über die junge Frau die einsam am Flughafen steht. Schon bald flattern Angebote von anderen Männern ins Haus. Wie wird Luise sich entscheiden?
Die andere Geschichte spielt in der Gegenwart und Luises Enkelin ist auf dem Weg in die USA zu ihrem Freund. Auf dem Flug dorthin lernt sie einen sehr netten Mann kennen und erzählt ihm von der romantischen Geschichte ihrer Großmutter.
Die Geschichte startet sehr interessant mit Luises Ankunft am Idlewild Flughafen 1948 und man ist direkt in der Geschichte dabei! Kurz darauf jedoch springt das Buch in der Zeit zurück und die Geschichte erzählt lange Zeit vom Kennenlernen Luises und ihrem Verlobten kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs. Tatsächlich geht es nur ungefähr das letzte Drittel der Geschichte wirklich um die Zeit in New York und ihre Erlebnisse und ihr Bangen und Warten dort. Ich hatte mir hier gewünscht dass es weniger darum geht wie sich die die beiden kennen gelernt haben sondern mehr um das Schicksal der War Bride.
Normalerweise stören mich Geschichten auf zwei Zeitebenen nicht sehr, aber bei dieser war ich manchmal verwirrt wusste ich teils nicht n welcher Zeit im mich genau befinde. Gegen Ende der Geschichte hat sich das aber dann gegeben. Leider muss ich sagen, dass mich der Strang in der Gegenwart überhaupt nicht berühren konnte, ich fand ihn kitschig und sehr vorhersehbar. In meinen Augen hätte man diesen komplett weglassen können, er hat der Geschichte keinen Mehrwert gegeben.
Aber auch Luise und ihrem Verlobten Hunter bin ich emotional leider nicht so nah gekommen wie ich mir dies gewünscht hatte und so war es eine nette Geschichte, die man durchaus gut lesen kann, die mich aber nicht so abgeholt hat wie andere historische Romane.
Fazit: Vielleicht war es einfach die falsche Geschichte zur falschen Zeit, aber ich hatte mir das Buch emotionaler vorgestellt. Dennoch ist es eine empfehlenswerte Geschichte für Leser, die eine leicht zu lesende Leküre suchen und ein wenig mehr von den War Bride erfahren möchten. Das Nachwort fand ich interessant zu lesen und aufschlussreich.
Rezensionen von ReiShimura:
Übertraf meine Erwartungen
Immortal Longings von Chloe Gong
Ich gebe es ehrlich zu, ich war doch sehr skeptisch bezüglich des Buches. Einerseits die Tatsache, dass die Autorin als Tik Tok Sensation beworben wird, andererseits habe ich beim Lesen des Klappentextes sofort an eine ‚Tribute von Panem‘ Kopie denken müssen. Da die Geschichte aber trotz all dieser Vorbehalte durchaus interessant klang, habe ich mich zum Lesen entschieden.
Das Buch startet gleich mal mit einem Interview mit Autorin Chloe Gong. Dieses hat dann aber durchaus meine Neugier geschürt und meine Erwartungen ein wenig nach oben geschraubt. Die Stadt Kowloon sagte mir zwar nichts, doch eine kurze Recherche hat mir auf die Sprünge geholfen und dem Buch eine neue Tiefe gegeben.
Der Einstieg ins Buch war für mich ein wenig schwierig und ich brauchte ein wenig um mich mit den Personen und der Umgebung vertraut zu machen. Eine Besonderheit des Buches ist ja, dass einige Personen zwischen Körpern hin- und herspringen können. Manche tun dies auch regelmäßig und verändern somit immer wieder ihr Aussehen. Chloe Gong beschreibt die Personen zwar gut, trotzdem muss man ständig seine Vorstellung der Charaktere anpassen. Für mich war das anfangs sehr ungewöhnlich und auch ein wenig anstrengend. Mit der Zeit legte sich dieses Gefühl aber und die Körperwechsel, auch wenn das ganze System meiner Meinung nicht immer Sinn machte, wurden zum Alltag.
Der Schreibstil der Autorin empfand ich als angenehm flüssig. An manchen Stellen hätte ich mir tiefergehende und detailliertere Beschreibungen und Ausführungen gewünscht. An anderen Stellen kam die Geschichte dafür ein wenig langatmig daher. Nach den wie bereits erwähnten Anfangsschwierigkeiten bin ich gut in die Geschichte gekommen. Einige Fragezeichen, die während dem Lesen entstanden sind, wurden im Laufe des Buches aufgeklärt. Manche sind leider noch immer vorhanden. Ich vermute, diese werden auch nicht im zweiten Teil aufgeklärt werden.
Das Konzept mit dem Körperspringen und Qi ist eine sehr gute Idee, die Umsetzung leider an manchen Stellen ein wenig mangelhaft bzw. nicht zu Ende gedacht. Das finde ich schade, denn meiner Meinung nach wäre da noch Potenzial gewesen.
Der ‚Tribute von Panem‘ Vergleich, der sich beim Lesen des Klappentextes noch aufgedrängt hat, rückte beim Lesen des Buches in den Hintergrund. Auf die eine oder andere Art gibt es Parallelen, aber wenn man jedes Buch bis ins kleinste Detail analysiert, findet man immer irgendwelche Ähnlichkeiten.
‚Immortal Longings‘ weist einige Schwächen auf, aber im Großen und Ganzen handelt es sich meiner Meinung nach um eine sehr solide Geschichte. Schade, dass das Potential der Geschichte nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Teil zwei.
Rezensionen von DoraLupin:
Spannendes, raues Abenteuer
Klippo von Tobias Goldfarb
Das Cover mit dem schemenhaften Jungenabbild zwischen den Klippen wirkt sehr geheimnisvoll und passt mit seiner Durchsichtigkeit ausgesprochen gut zur Geschichte! Es hat mich sehr neugierig gemacht auf den Inhalt und ich musste das Buch deshalb einfach lesen.
Die Geschichte handelt von Klippo, der mit seinen Eltern vor den gefürchteten Salpetern fliehen muss.
Schutz bietet ihnen nur die raue, mystische Insel Narom Rok. Doch ist Klippo hier wirklich in Sicherheit oder tun sich noch ganz andere Geheimnisse und Abenteuer auf?
Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen, einerseits ist dieser sehr einfach und leicht verständlich und eignet sich daher unglaublich gut für die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, anderseits ist das Buch aber auch sehr spannend und mitreißend geschrieben, sodass man am liebsten immer weiter lesen möchte und kaum einmal das Buch auf der Hand legen kann da es so spannend ist. Ausserdem versteht der Autor es die raue Insel und das tiefe Meer sehr lebendig und bildhaft zu beschreiben!
Das Buch ist voller Geheimnisse und allen voran geht es immer darum wer genau Klippo ist und was für Geheimnisse ihn umgeben. Als Leser kann man sehr gut miträtseln und mitfiebern und so bietet das Buch ein tolles Abenteuer!
Ein kleines Extra ist das Daumenkino mit Klippos Fellfreund Red, einem Hermelin. Die Kapitel im Buch sind erstaunlich lang für ein Kinderbuch und hätten in meinen Augen etwas gekürzt werden dürfen. Auch einige Beschreibungen der Meerestiere fand ich etwas eklig und hätte sie mir in einem Kinderbuch gekürzt gewünscht. Aber dennoch fand ich die Idee und die Geschichte so gelungen das ich trotzdem die vollen fünf Sterne gebe, sowie eine Leseempfehlung. Mich konnte das Buch sehr begeistern.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Mut in Zeiten des Terrors
Wie ein junger Anwalt Tausende Juden rettete von Robert Lackner
Robert Lackner, Historiker und Projektleiter im Ludwig-Boltzmann-Institut in Graz. Als er für sein Buch „Camp Ritchie und seine Österreicher“ in verschiedenen Archiven recherchiert, entdeckt er den Namen des Wiener Rechtsanwaltes Willy Perl (1906-1998), der einer dieser Ritchie-Boys ist. Doch was er weiter über Willy Perl findet, ist erstaunlich und wird in diesem Buch der breiten Öffentlichkeit dargestellt.
Wer ist er nun dieser Willy Perl, den bislang kaum jemand kennt?
Willy Perl, ist als Sohn des Textilkaufmanns Rudolf Perl 1906 in Prag geboren, er studiert in Wien Jura und schließt sich der Ivria, einer jüdischen Selbstschutzorganisation an, da Wien als Hochburg der Deutschnationen gilt. Während seines Gerichtsjahres in der Wiener Leopoldstadt lernt er einige Mitglieder des Zionismus kennen. Diese Kontakte werden ihm dann später für sein doch sehr gewagtes Unternehmen nützen, dem eine unangenehme Begegnung mit dem damals noch unbedeutenden SS-Mann Adolf Eichmann und seiner Pistole vorangeht (S. 8).
Ab 1936 beginnt die illegale Einwanderung zunächst in kleinen Gruppen nach Palästina, das britisches Mandatsgebiet ist und nur wenige, ausgewählte Juden ins Land lässt. Wenig später organisiert Willy Perl Geld zur Auswanderung von vornehmlich jüdischen Geldgebern. Dass dann ausgerechnet das Deutsche Finanzministerium Devisen bereitstellt, um den verfolgten Juden eine Ausreise zu finanzieren, ist wohl ein kleiner Treppenwitz der Geschichte.
Doch die Schwierigkeiten beginnen erst: Visa, Schiffe sowie Verpflegung müssen beschafft werden. Dann kommen stehen wesentlich mehr Personen im Hafen als ausgemacht. Wen zurücklassen? Wen mitnehmen? Werden die Schiffe von den Briten aufgebracht? Müssen sie wieder umkehren oder können sie doch ihre Passagiere abliefern?
Das eine oder andere Mal wied Willy Perl von den Menschenschmugglern um das im Voraus bezahlte Geld gebracht.
Nachdem das „Unternehmen“ letztlich viel Erfolg hat und Willy Perl Tausende Juden retten kann, treten natürlich Konkurrenten und Neider aus den eigenen Reihen auf. Anstatt gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wird Perl ausgebootet. Zwar wird die von ihm aufgebaute Organisation von anderen fortgeführt. Doch wegen interner Querelen verpasst man die große Chance noch mehr jüdische Flüchtlinge zu retten.
Letztlich wird Willy Perl 1940 in Griechenland von der Gestapo verhaftet. Es gelingt ihm über Portugal nach Mozambik zu fliehen, wo er 1941 ein Visum nach Amerika erhält.
Nach dem Angriff auf Peral Harbour im Dezember 1941 tritt er in die US-Army ein und kehrt als „Ritchie Boy“ nach Europa zurück. Bei einem nicht autorisierten Ausflug nach Wien 1945 trifft er auf sein Frau Lore, die das KZ Ravensbrück überlebt hat wieder.
Erst sehr viel später, kurz vor seinem Tod werden Willy Perls Verdienste um die Rettung verfolgter Juden gewürdigt.
Meine Meinung:
Robert Lackner ist hier eine fesselnde Hommage an einem fast Vergessenen gelungen. Er arbeitet mit diesem Buch die wirklich bewegenden Jahre Perls von 1937 bis 1940 auf.
Die Zahlen, Daten und Fakten sind, wie es sich für einen Historiker gehört, penibel recherchiert! Ich finde ja die Chuzpe mit der Willy Perl sein Unternehmen startet sehr beeindruckend!
Dass Willy Perl für seinen Mut in den Zeiten des Terrors von den eigenen Leuten angefeindet worden ist, ist wirklich beschämend. Die Rolle diverser anderer jüdischer Fluchthelfer wäre noch zu hinterfragen und vermutlich Thema für ein anderes Buch. Aber, wie heißt es so schön? Neid musst du dir verdienen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Buch, das diese dramatischen Jahre in Will Perls Leben eindrücklich beschreibt und ein wichtiges Stück Zeitgeschichte ist, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von brauneye29:
Spannend
Wintersonnenwende von Pascal Engman; Johannes Selåker
Zum Inhalt:
Schüsse in der Silvesternacht und eine nackte Frau flieht durch den Schnee und verschwindet. Zurück bleibt ein Toter mit einem Kopfschuss. Ermittler Wolf beginnt mit den Nachforschungen zu dem Toten. Die Journalistin Vera Berg recherchiert in einem Vermisstenfall, dessen Spuren Wolf in ein sonderbares Licht rücken.
Meine Meinung:
Zunächst ein Wort zu der tollen Gestaltung von Cover und dem ins Cover übergehenden Buchschnitt. Das sieht richtig toll aus. Das Buch erzählt eine brutale, spannende Geschichte, die enorm düster ist und einen fast die Kälte mit spüren lässt. Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Obwohl ich den ersten Teil noch nicht gelesen habe, hatte ich nicht das Gefühl, dass man den ersten Teil unbedingt lesen muss um diesen Band zu lesen. Teilweise gibt es natürlich Infos aus dem Vorgängerband, aber das erklärt sich dann irgendwie doch. Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt.
Fazit:
Spannend
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Weihnachten 1941 - Ein tödliches Fest?
Dezember 41 von William Martin
Nachdem die kaiserliche Japanische Armee am 7. Dezember 1941 völlig überraschend Pearl Harbor angegriffen hat, tritt die USA unter Präsident Roosevelt am 11. Dezember in den Weltkrieg ein. Bodentruppen nach Deutschland werden noch nicht entsandt.
Während die amerikanische Welt die Augen auf das Kriegsgeschehen in Europa und auf den Pazifik richtet und gleichzeitig in den USA Kommunisten jagt, übersehen die Behörden, absichtlich oder nicht, dass antidemokratische und antisemitische Kräfte in Amerika um sich greifen.
Vor allem in Hollywood wollen viele die einflussreichen jüdischen Filmemacher loswerden. Wie schon in der Vergangenheit gibt es mehrere Verschwörer, die ein Attentat auf den amtierenden Präsidenten planen. Einer von ihnen ist der Deutsche Martin Browning, der auf seiner Reise von Hollywood nach Washington, eine blutige Spur hinterlässt. Ihm auf den Fersen sind der FBI-Agent Carter sowie der schlecht bezahlte Lektor in Hollywood Kevin Cusack, ein Spion, der sich eigentlich zur Ruhe setzen will.
Und was spielt Vivian, die aussieht wie Marlene Dietrich und gerne Schauspielerin sein möchte, für eine Rolle?
Wird im Weißen Haus der Weihnachtsbaum in hellem Glanz erstrahlen?
Meine Meinung:
Es dauert ziemlich lange bis alle Mitwirkenden vorgestellt worden sind. Nicht immer ist die Rolle, die sie hier spielen von Beginn an klar, denn es gibt Agenten und Doppelagenten. Es scheint, als wäre die zukünftige Attentäter den Behörden immer einen Schritt voraus.
Sehr gut ist das politische Umfeld in den USA dargestellt. Der Angriff auf Pearl Harbour trifft die USA am falschen Fuß, weshalb die Gegner von Franklin D. Roosevelt ihn gerne ersetzen wollen. Den einen reicht es, ihn abzusetzen, die anderen wollen ihn gleich töten. Mord an einem Präsidenten ist ja in Amerika nicht gar so selten (wie man auch aktuell sieht) und Feinde hat Roosevelt genug. Vor allem die amerikanischen Nazis, die ihn und seine Politik hassen, üben für den Ernstfall.
Interessant finde ich den Schwenk nach Hollywood, wo wir einigen Schauspielerinnen und Schauspielern begegnen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen.
So erleben wir mit, wie der fiktive Kevin Kusack am 8. Dezember 1941 aus der Fülle von eingesandten Büchern und Manuskripten, soeben eines lesen muss, das wenig später ein Welterfolg werden sollte: Es handelt sich um das bislang unproduzierte Theaterstück Everybody Comes to Rick’s (Jeder geht in Ricks Bar) von Murray Burnett und Joan Alison aus dem Jahr 1940. Der reale Lektor heißt Stephan Karnot und prophezeit dem „anspruchsvollen Kitsch“ ein großes Potential. Er wird auch Humphrey Bogart für die Hauptrolle vorschlagen. Der Titel des Films ist „Casablanca“.
Das Cover ist gut gelungen, denn man sieht das Weiße Haus durch das Zielfernrohr eines Scharfschützen.
Manche Stellen hätten für meinen Geschmack ein wenig gekürzt werden können, aber das ist jammern auf hohem Niveau-
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Thriller, der durch ein gutes Setting und viel Spannung besticht, 5 Sterne.
Rezensionen von Meli:
Heilige Wunder oder Ketzerei?
Der Vertraute von Leigh Bardugo
Die wechselnden Erzählperspektiven und kleine Reisen in die Zukunft in Form von unheilvollen Voraussagen für den Fortgang der Geschichte fand ich meistens schon spannend, aber manchmal auch ein wenig verwirrend. Ich konnte mich auch deswegen nicht ganz eindeutig entscheiden, welche Charaktere ich abgesehen von Luzia selbst noch mögen wollte.
Insgesamt sind die meisten Charaktere schon so komplex, dass man sie nicht bedingungslos sympathisch findet, doch ihre Motive kann man meistens trotzdem gut verstehen.
Luzia selbst ist auch nicht perfekt. Sie kämpft schon mit den Herausforderungen die es mit sich bringt, als Frau geboren zu sein, und hat oft Angst um ihre Sicherheit und Zukunft. Es ist auch eine Mischung aus Angst und Verzweiflung, aber auch Hoffnung und Entschlossenheit, die sie dazu bringt, an einem magischen Wettkampf teilzunehmen, wo der Grat zwischen heiligen Wundern und Ketzerei nur sehr schmal ist.
In der ersten Hälfte geht es darum, wie sich Luzias Alltag nach und nach ändert, wie sie vom Küchenmädchen zur Attraktion wird und erst ihre Herrin und danach immer mächtigere Gestalten sie nutzen wollen, um selbst aufzusteigen. Nach einem gemütlichen Start wird es dann immer turbulenter: Zwischen Intrigen und Magie ist auch noch Platz für unerwartete Gefühle, die die Geschichte abrunden.
Alles in allem hat mir das Erzähltempo gut gefallen und die vielschichtigen Charaktere bieten ein abwechslungsreiches und auch ernstes Abenteuer, das sicher nicht zu vorhersehbar ist.
Rezensionen von xsarangbooks:
Süße Idee!
Mein Lichter-Klappen-Buch - Ins Bett gehüpft, unter die Decke geschlüpft von Katja Richert
Bei diesem Kinderbuch handelt es sich um ein Klappbuch mit einer Lichterfunktion. Es wird ab einem Alter von zwei Jahren empfohlen. Es werden verschiedene Tierarten als Kind und Eltern oder auch mal zu Abwechslung Großeltern abgebildet. Diese bringen ihre Kinder ins Bett bzw. decken dann quasi ihre Kinder mit den "Klappen" zu und währenddessen gehen auch die drei LED-Lichter aus.
Die Lichter sind also mit der Geschichte verbunden und somit für die Kinder beim Zubettgehen etwas besonderes. So eine süße Idee!
Der Inhalt des Textes ist sehr einfach und altersgerecht. Dieser ist wie ein Reim aufgebaut, sodass man das eigene Kind quasi beim Vorlesen in den Schlaf "singt". Die Illustrationen sind auch sehr gut und passend und auch schön bunt. Auch ist es sehr handlich, sodass die Kinder auch selber im Buch blättern können. Süße Einschlafbegleitung, mein Neffe mochte es sehr! (4/5).











