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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Carmen19994:

Viele Facetten

Antichristie von Mithu Sanyal

Der Erzählstil der Autorin bleibt auch nach der Leseprobe weiterhin rasant- man wird förmlich in die rießende Geschichte hineinkatapultiert. Der Spannungsbogen baut sich rasend schnell auf, in dem Buch gibt es kein langsames dahindümpeln!

Ich finde es auch toll, wie die Autorin es geschafft hat, die Zeitreise (von mir zu Beginn noch kritisch betrachtet) in die Geschichte einzubauen.

Es wirkt nicht gezwungen. Die Autorin schafft es auch hier gekonnt, verschiedene Welten und Erfahrungen miteinander verschmelzen zu lassen.

Der Roman ist humorvoll und trotzdem behandelt er unglaublich ernste Themen und liefert auch viele Informationen dazu. Ich finde jedoch, dass der Roman manchmal leider etwas verwirrend war, eben wegen dieser Informationsdichte und nach meinem Geschmack wurden auch ein paar Themen zu viel mit eingearbeitet. Etwas weniger Dichte hätte meiner Meinung nach an manchen Stellen nicht geschadet. Trotzdem ist es ein sehr lesenswerter Roman!

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Rezensionen von Lilli33:

Auch der 20. Fall kann noch fesseln

Im kalten Licht des Morgens von Wolfgang Burger

Auch der 20. Fall kann noch fesseln

Inhalt:
Eigentlich ist der Heidelberger Kripochef Alexander Gerlach nach den Ereignissen im letzten Mai noch krankgeschrieben. Doch als er beim morgendlichen Joggen die Leiche einer jungen Frau findet, nimmt er sich selbst des Falles an. Denn die Sache ist kurios.

Während Gerlach die Kollegen informiert, verschwindet die Frau und stattdessen liegt ein bewusstloser älterer Mann da.

Meine Meinung:
Ich habe viele Jahre in Heidelberg und Umgebung gelebt. Da sind die Krimis von Wolfgang Burger für mich fast schon Pflicht. Einige Schauplätze kenne ich, anderes hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Zurechtfinden kann man sich bei Burgers Beschreibungen auf jeden Fall, auch wenn man die Gegend nicht kennt.

Nun gibt es schon 20 Bände um den sympathischen Kriminalpolizisten, und ich hoffe, es werden noch viel mehr. Man kann die einzelnen Bände ohne Vorkenntnisse lesen, aber möglichst in der richtigen Reihenfolge, da öfter mal etwas aus einem früheren Fall erwähnt wird.

„Im kalten Licht des Morgens“ beginnt sehr stark mit einer mysteriösen Szene und geht spannend weiter. Der Kriminalfall entpuppt sich bald als vielschichtig und verworren. Doch die Polizei bleibt hartnäckig dran. Deren Arbeit wirkt ziemlich authentisch. Der neue junge Kollege Tim Kurtz gefällt mir. Er ist ziemlich gewieft und hat Biss. Dass Klara Vangelis plötzlich wieder auf der Matte steht, kommt überraschend. Ihr Motiv scheint mir allerdings an den Haaren herbeigezogen zu sein. Das konnte mich absolut nicht überzeugen.

Alexander Gerlach kämpft immer noch gegen die Nachwirkungen des letzten Falles und leidet zudem unter der Trennung von Theresa. Auch mit den Töchtern läuft es nicht ohne große Sorgen. Diese Probleme lassen Gerlach sehr menschlich und sympathisch wirken und nehmen zum Glück auch keinen zu großen Raum ein.

Fazit:
Auch wenn es vielleicht nicht gerade der beste Band der Reihe ist, wurde ich wieder mal spannend unterhalten.

Die Reihe:
1. Heidelberger Requiem
2. Heidelberger Lügen
3. Heidelberger Wut
4. Schwarzes Fieber
5. Echo einer Nacht
6. Eiskaltes Schweigen
7. Der fünfte Mörder
8. Die falsche Frau
9. Das vergessene Mädchen
10. Die dunkle Villa
11. Tödliche Geliebte
12. Drei Tage im Mai
13. Schlaf, Engelchen, schlaf
14. Die linke Hand des Bösen
15. Wen der Tod betrügt
16. Wenn Rache nicht genügt
17. Der sanfte Hauch des Todes
18. Am Ende des Zorns
19. Als die Nacht am tiefsten war
20. Im kalten Licht des Morgens

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Rezensionen von tenorschramme:

Roman+Manga= Leuchtende Kinderaugen

School of Beastly Island Band 1 - Gestrandet von Christian Tielmann

Es ist ja immer etwas schwierig Kinder die nicht das "Leseratten-Gen" haben zum lesen zu animieren.
Da kommt dann immer der Wiederwillige Kopromiss es soll ein Comic oder Manga sein.
Zum Glück gibt es da einige Buchvertreter wie zb. Gregs Tagebuch oder die Lotta-Leben- Reihe die es geschickt schaffen einen Roman mit einem Comic zu verbinden.

Ähnlich ist es hier bei School of Beastly Island. Es werden verschieden Möglichkeiten genutzt, neben dem reinen Manga-Stil gibt es auch größere Fließtexte die zb. mit entsprechend halbseitigen Illustrationen ergänzt werden um das stupide Blocktext-Schema zu durchbrechen und vor allem Wenigleser zu animieren schnell voran zu kommen.

Dazu kommt eine tolle Story um ein Geschwister-Paar das auf einer (gar nicht so) einsamen Insel strandet und dort eine Schule für Magiebegabte findet. Doof nur das Tapio, der Junge der beiden Geschwister, gar keine Magie beherrscht.

Alles in allem eine sehr schöne Geschichte mit super Motivationselementen um vor allem Wenig-Leser einen guten Zugang zur Buchwelt zuschaffen und durch das leichte und schnelle vorrankommen zu motivieren.

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Rezensionen von Bianca:

Spannendes Winterabenteuer mit großartiger Sprecherin

Winterjunge Winterjunge von Henni Liz Borßdorff

Ich bin völlig in den Bann gezogen und freue mich schon auf die nächsten Teile. Die Geschichte ist faszinierend und die Sprecherin erweckt sie mit ihrer Art, jedem einzelnen Charakter eine unverwechselbare Stimme zu geben, zum Leben.

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Rezensionen von Kwinsu:

Sehr nützliches Buch für ein gendern ohne Offensichtlichkeit

Dudenkonform gendern ohne Genderzeichen von Andrea Görsch; Katja Rosenbohm

"Dudenkonform gendern ohne Genderzeichen - eine Anleitung" ist ein kurzes Handbuch zum Gendern der beiden Autorinnen Andrea Görsch und Katja Rosenbohm, das nicht nur äußerst praktisch, sondern auch informativ und gedankenanregend ist. In kurzen Kapiteln bieten die Autorinnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sonderzeichen beim Gendern vermieden werden können und zeigen leicht verständliche Beispiele auf.

Zu jedem Vorschlag liefern sie auch die Vor- und Nachteile der jeweiligen Ausdrucksweise. Im hinteren Teil des Buches finden sich auch zahlreiche Übungen samt Lösungsvorschlägen, bei denen gleich selbst erprobt werden kann, was zuvor gelehrt wurde. Zudem liefert es auch hervorragende Argumente, weshalb Gendern richtig und wichtig ist. Außerdem gibt es genügend Raum für eigene Notizen.

Ich bin von diesem Handbuch sehr angetan, weil es kurz und prägnant tolle Alternativen für gelingendes Gendern bietet, das vielen Widerrednern und Gegnerinnen der geschlechtergerechten Formulierungen den Wind aus den Segeln nimmt. Auch grafisch ist es sehr ansprechend und übersichtlich gestaltet und die große Schreibweise des Textes baut Barrieren ab. Ich habe das Buch schon im Freundeskreis herumgezeigt und bin auf viel positive Resonanz und Begeisterung gestoßen. Ich kann es nur allen empfehlen, die gerne abwechslungsreich und inkludierend Schreiben und offen für neue Denkanstöße und alternative Schreibweisen sind.

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Rezensionen von Sago:

Kalter Wind, der Regen mit sich trägt

Intermezzo von Sally Rooney

"Und was, wenn das Leben nur eine Ansammlung von im Grunde unzusammenhängenden Erfahrungen ist? Warum muss sich eines aus dem anderen bedeutungsvoll ergeben?"

Das Leben des 32jährigen Peter, Anwalt in Dublin, scheint nach außen erfolgreich. Sein zehn Jahre jüngerer Bruder Ivan kann dagegen an seine frühen Triumphe als Schachgenie nicht mehr anknüpfen, seit der Vater an Krebs erkrankte.

Nach dem Tod des Vaters rutschen die ungleichen Brüder in das titelgebende Intermezzo, in dem es gilt, neue Orientierung zu finden. Im Schach bedeutet Intermezzo einen Zwischenzug, wenn ein Spieler den Gegner durch einen unerwarteten Zug in Bedrängnis bringt. Alte Konflikte zwischen den Brüder brechen auf, als sich die Rollen zu verkehren scheinen. Während der bisher zurückgezogen lebende Ivan mit der etwas älteren Margaret eine Liebesbeziehung eingeht, taumelt Peter, haltlos betäubt von Tabletten, zwischen seiner Exfreundin und einer jüngeren Studentin, die er aushält.

Liebe und Trauer bestimmen den Roman und bilden einen stimmigen Gegensatz, mehr als Liebe und Hass. Sally Rooney hat einen messerscharfen Blick für Menschen, ihre Beziehungen und das Leben, das manchmal zwischen Höllenqual und Bedeutungslosigkeit zu mäandern scheint.

Rooney findet hier ihre einzigartige Erzählstimme. In einem Stream of Consciousness fließen Ivans und Peters Gedanken und Leben jeweils absatzlos und unverwechselbar ineinander. Wörtliche Rede verliert ihre Anführungszeichen, Sätze verirren sich im Nirgendwo und sind doch unmissverständlich, von unvergesslicher Wucht. Was mich auf den ersten Seiten kurzfristig irritierte, wurde zu einem einzigartigen Leseerlebnis voller unvergesslicher Sentenzen und tiefer berührender Einblicke.

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Rezensionen von Kwinsu:

Traue der Trauer nicht!

Das Haus in dem Gudelia stirbt von Thomas Knüwer

Gudelia sieht das Leben an ihr vorbeifließen. In einer tragischen Flut schwimmen nicht nur hunderte von Schweinen an der über-80-Jährigen vorbei, sondern auch Menschenleichen. Alle haben das Dorf verlassen, nur Gudelia bleibt in ihrem geliebten Haus. Schließlich verbirgt sich dort ein wohl gehütetes Geheimnis, das nicht ans Licht kommen sollte.

..

Thomas Knüwer gelingt mit "Das Haus in dem Gudelia stirbt" ein schwarzhumoriger und kurzweiliger Debutroman, der im Entfernten an einem Krimi erinnert, in Wahrheit aber die jahrelange, festsitzende Trauer der Hauptprotagonistin nachzeichnet. Sie hat vor vierzig Jahren ihren Sohn verloren und ist über dessen Tod nie hinweggekommen. In drei Erzählzeiten, nämlich 1984, 1998 und 2024, erfahren wir mehr über das Leben der alten, eigenwilligen Dame, die auf den ersten Blick bösartig erscheint, eigentlich aber ob der ihr passierten Schicksalsschläge eine gebrochene Frau ist. Sie wirkt hart, berechnend und zielstrebig, in ihr weilt aber eine zarte Seele, die sie mit aller Macht verdrängen möchte. Der Autor legt viele Fährten, um den Lesenden genügend Stoff zum Spekulieren um das Geschehene zu bieten und auch wenn einige im Sande verlaufen oder sich als irrelevant herauskristallisieren, ist es doch eine Freude den Gedankengängen der Protagonistin zu folgen. Etliche Vorkommnisse muten krankhaft an und wer keinen Sinn für morbiden Humor hat, sollte um dieses Buch einen großen Bogen machen.

Der Autor besticht regelmäßig mit einer Flut an einfallsreichen, auch tiefgründigen Aussagen und kreativen Metaphern, die oft mit Humor gespickt sind. Seine Sätze sind immer wieder abgehakt, bestehen mitunter aus nur zwei Wörtern und wurden mitunter hart formuliert, das verleiht dem Roman eine ganz eigene Sprachatmosphäre. Beispiele dafür sind: "Ich schreie. Aus voller Kehle. Schreie das Wasser an, das sich nicht für mich interessiert." (S. 286) oder "Ullmann sagt viel und nichts. Das CDU-Feuerzeug, dass er mir letzten Sommer geschenkt hat, wird sein wertvollster Beitrag zu meinem Leben sein." (S. 211) oder "Früher, als Kinder, mussten wir draußen spazieren gehen, damit das Christkind die Geschenke unter den Weihnachtsbaum legen konnte. Heute gehe ich raus, damit mein Mann sich volllaufen lassen kann. Geheimnisse ändern sich." (S. 79) Das Ende ist in gewisser Hinsicht offen, was einigen unbefriedigend erscheinen mag, für mich hätte es aber keinen passenderen Abschluss der Erzählung geben können.

Mein Fazit: "Das Haus in dem Gudelia stirbt" ist ein morbides Psychogramm einer alternden Frau, die nie über den Verlust ihres Sohnes hinweggekommen ist. Es überzeugt durch einen eigenwilligen Schreibstil mit Tiefe, Humor, Übertreibungen und wunderschön formulierten Sätzen und teils abstrusen Handlungen. Ein absolutes Lesemuss für alle, die morbid-humorvolle und etwas abwegig erzählte Geschichten lieben.

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Rezensionen von Petra Sch.:

zwei Welten prallen aufeinander

Pi mal Daumen von Alina Bronsky

"Pi mal Daumen" ist mein erstes Buch von Alina Bronsky und die Autorin hat mich mit ihrer humorvollen Mischung aus Mathe (urks), Humor und vielen Emotionen abgeholt und ich wurde sehr gut unterhalten.
Die beiden Protagonisten Moni Kosinsky (53, hält sich mit mehreren Jobs über Wasser und quasi hauptberuflich Oma) und Oscar Maria Wilhelm Graf von Ebersdorff (fast 17, Mathegenie mit Sozialphobie) sind sehr überzeichnet.

Aber genau das macht den Charme dieses Romans aus, ebenso wie das Überbetonen von Klischees.

Oscar erzählt dem Leser in ich-Form die Geschehnisse, seit er an die Uni gekommen ist, um Mathe zu studieren. Er sieht sich als jemand, der schon fast alles kann und alle anderen Studenten werden sowieso aufgeben. (Gut, viele machen es auch.) Da man aus seiner Sicht liest, kann man sich eher in ihn hineinversetzen. Was aber dennoch schwierig ist, denn er ist eben anders, hat autistische Züge. Er lebt allein in einer großen Wohnung, die ihm seine Eltern extra gekauft haben, damit er Mathe genau an der Universität studieren kann, wo sein Idol Daniel Johannsen promoviert hat und wieder tätig ist.
Die schrille Moni hingegen kommt aus einer sozial benachteiligten Schicht; sie konnte sich ihren Traum eines Studiums nie verwirklichen und ist ständig für ihre Tochter bzw. die drei Enkelkinder da und versucht sich, mit diversen Jobs über Wasser zu halten.
Die beiden landen im Hörsaal zufällig nebeneinander und Moni sieht alles andere als wie eine Mathematik-Studentin aus. Eher wie die Putzfrau an der Uni.
Aber genau diese klischeehafte Gegenüberstellung der sozialen Schichten macht das Buch lebendig. Einerseits fühlt man sich mittendrin, andererseits fühlt es sich überzogen an.
Was mir nicht so gefiel, war das teilweise unglaubwürdige Verhalten einiger Professoren. Und ich konnte auch nicht nachvollziehen, warum Oscar seine eigene Abschlussarbeit darüber vergisst, dass er Moni bei ihrer hilft. Das war ihm doch immer das wichtigste: lernen und bei den Prüfungen gut abschneiden.

Doch es war so emotional zu verfolgen, wie die alles überrennende Moni, die es endlich wagt, ihren lang gehegten Wunsch wahr werden zu lassen, mit ihrer offenen und lauten Art den stillen und in sich gekehrten Oscar, der nichts mit anderen Menschen und besonders mit Moni zu tun haben will, langsam aus seinem Schneckenhaus holt. Sie lässt ihn gar nicht verschlossen sein, und er nimmt es auch (teilweise) an. Die kleinen Rituale und Neckereien fand ich sehr amüsant.
Eine für mich schöne Passage war, als Oscar die beiden jüngeren Enkel von Moni nicht mehr Kevin 1 und Kevin 2 nennt, sondern bei deren richtigen Namen. (Im inneren Buchdeckel findet man übrigens einen von Oscar gemalten Stammbaum von Monis Familie. Nur Enkel Nr. 3, Justin, findet er außergewöhnlich und deshalb nennt er ihn von Anfang an bei seinem richtigen Namen.)
Leider hat mir das Ende bzw. der Prolog nicht gefallen, weil ich es wahrscheinlich einfach nicht verstanden habe. Schade, das hat mir das tolle Buch ein bisschen verleidet.


Fazit:
Kurzweilige Unterhaltung mit zwei außergewöhnlichen und besonderen Protagonisten, vielen Klischees, viel Emotion, aber auch Humor und einer guten Entwicklung der Protagonisten.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Kauzig britisch und viel besser als der Vorgängerband

Das mörderische Christmas Puzzle von Alexandra Benedict

Ich mag britische Krimis im Agatha Christie Style und war auch vom Klappentext des Vorgängerbands schon sehr angetan - vom Buch selbst dann leider gar nicht mehr.
Trotzdem hat mich die Leseprobe vom Mörderischen Christmaspuzzle wieder angesprochen - und diesmal wurde ich nicht enttäuscht.

Edie O´Sullivan ist speziell.

Achtzig Jahre alt und direkt und verletzend, lässt sie keine echte Nähe zu und stößt ihr Umfeld immer gewaltig vor den Kopf. Nur bei Ziehsohn Sean und der alte Nachbarin Riga lässt sie etwas Nähe zu, aber auch nur so fein dosiert, dass es kaum wahrnehmbar ist.
Und trotzdem (oder gerade deshalb?) ist sie mir in dem aktuellen Band ans Herz gewachsen!

Überhaupt mag ich das Buch wegen der Charakter, auch der Nebencharakter Riga ist klasse getroffen.

Nun aber zum Krimifall, der mir ebenfalls gut gefallen hat.
Ausgerechnet kurz vor Weihnachten bekommt Edie ein Puzzleteil mit einer bedrohlichen Botschaft: Löse das Rätsel, ansonsten werden bis Weihnachten Menschen sterben. Edie tappt im Dunkeln aber schließlich ist sie die Queen der Kreuzworträtsel und nach dem ersten Todesfall wird klar, dass bitterer Ernst hinter dem Rätsel steckt.
Nicht nur Edie, auch ich tappte bis zum Buchende im Dunkeln und war sehr gespannt auf die Auflösung.
Auch die war für mich gut und schlüssig - und hat dann auch noch den Bogen zu Weihnachten meisterlich gesponnen.

Zwischendrin war es manchmal etwas zähflüssig, darum wurden es nicht die vollen fünf Sterne. Aber nur knapp verfehlt, ein wirklich schöner Weihnachtskrimi.

Ach ja - für Rätselfans gibt es nicht nur den Kriminalfall, sondern auch mehrere echte Rätsel im Buch versteckt. Eines auch passend zur Kreuzworträtselkönigin, fand ich auch hübsch.

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Rezensionen von clematis:

Wahl - Kampf

Lückenbüßer von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Interims-Polizeipräsident ist Adalbert Kluftinger und gleichzeitig auf einem unwählbaren Listenplatz für den Gemeinderat. Während bei einem Übungseinsatz ein Toter zu beklagen ist und routinemäßige Untersuchungen stattfinden, findet Klufti aber auch an der Politik Gefallen.

Humorvoll und mit Wortwitz lädt auch dieser Teil der legendären Kluftinger-Reihe zum Lesen und Lachen ein.

Diesmal steht die Wahl ziemlich stark im Vordergrund, der Krimi verschwindet mitunter irgendwo zwischen den Pilzen im Wald. Dennoch sind die Szenen abwechslungsreich, die Dialoge lebendig und spiegeln die Redensart im Allgäu wider. Wahlwerbung, Konkurrenzkampf und ein Wirtshaus mit Abneigung gegen die Coronamaßnahmen lassen viele unterschiedliche Themen aufkommen, langweilig wird es jedenfalls nicht. Flott geht es von einem Kapitel zum nächsten, der Schreibstil des Autorenduos ist gewohnt zugespitzt und klischeebehaftet. Und genau das ist es, was diese Krimiserie so einzigartig werden lässt.

Klufti als Interimspräsident und Gemeinderatskandidat marschiert an kaum einem Fettnäpfchen vorbei und löst trotzdem auch diesen Kriminalfall souverän. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und bin gespannt, wie die Wahl ausgeht, denn alle Fragen sind noch nicht beantwortet!

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