Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Alexithymie
Mandel von Won-pyung Sohn
Hier gibt es eine vorher noch nicht übersetzte koreanische Schriftstellerin zu entdecken. Won-Pyung Sohn.
Der Roman beschreibt das Leben eines Jungen, der Alexithymie hat und somit Gefühle nicht wahrnehmen oder empfinden kann. Er versucht mit seinem Zustand umzugehen und zu verstehen. Dabei setzt er sich mit einem gewalttätigen Mitschüler auseinander und mit einer Schulfreundin.
Auf die Handlung möchte ich sonst nicht eingehen, aber es wird nie langweilig.
Es wird aus der Perspektive des Jungen erzählt.
Das gibt ein ungewöhnliches, interessantes Leseerlebnis.
Rezensionen von peedee:
Ein schöner Ausflug nach Busby
Winterzauber in der kleinen Teestube zum Glück von Anne Labus
Kleeblatt-Träume, Band 5: Jessies Tante Maura, die sie aufgezogen hat, ist verstorben. Sie hinterlässt Jessie ihre Teestube, die sie jahrzehntelang voller Stolz geführt hat. Jessie kündigt ihren Job und will fortan die Teestube für Maura weiterführen. Und für Busby. Und für sich selbst. Sie steht vor grossen Herausforderungen, die noch zunehmen, als der mysteriösere Bauunternehmer Trevor auftaucht.
Was will er in Busby? Und wieso verhält sich Edward, der örtliche Tierarzt, zuweilen so merkwürdig?
Erster Eindruck: Ein winterliches Cover – gefällt mir.
Dies ist Band 5 einer Reihe, kann jedoch unabhängig von den Vorgängerbänden gelesen werden. Wer jedoch einmal Busby-Luft geschnuppert hat, will mehr davon.
Jessie hat mit Maura das letzte Stück Familie verloren, das sie noch hatte. Nun ist sie ganz allein. Nein, doch nicht ganz, denn Claire, Mauras beste Freundin, und deren Familie sind weiterhin für sie da. Das war sehr schön mitanzusehen. Wie soll Jessie alles managen? Sie hat sich immer dagegen gesträubt, wenn Maura ihr zeigen wollte, wie sie die verschiedenen Kuchen und Torten zubereitet. Sie macht sich Vorwürfe. Aber dann rafft sie sich auf und macht ihre ersten Backversuche. Jetzt muss sie nur sich selbst überzeugen, dass sie das schaffen kann, denn die Unterstützung der Stadt ist ihr sicher. Trevor, ein attraktiver und sehr selbstbewusster Bauunternehmer, weiss, wie er etwas erreichen kann. Er kennt die Knöpfe, die er drücken muss – auch bei Frauen. Jessie wird von seinem persönlichen Interesse an ihr überrumpelt. Er ist ganz anders als Edward. Edward ist ruhig, zurückhaltend und macht eher zwei Schritte vor und drei zurück. Aber er gefällt ihr sehr…
Die Geschichte hat sich wiederum flüssig lesen lassen. Mir gefallen Kleinstadt-Romane sehr gut, zudem bin ich ja ein klitzeklein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig, daher habe ich mich in Busby sehr wohl gefühlt. Mir gefällt insbesondere der Zusammenhalt der Bewohner. Von mir gibt es 4 Sterne.
Rezensionen von nessabo:
Interessantes Thema, aber zähe und charakterlich schwache Umsetzung
Glück von Jackie Thomae
Ich finde Bücher rund um das Thema Mutterschaft bzw. die gesellschaftlichen Erwartungen einer solchen immer sehr interessant. Der Roman nimmt hier vor allem Frauen Ende 30/Anfang 40 in den Fokus und damit eine Gruppe, die zudem einen biologischen Druck verspürt.
Entgegen dem Klappentext geht es nicht nur um Marie-Claire und Anahita, sondern auch noch um einige weitere Frauen, die wiederum auf irgendeine Art mit den beiden ersten verbunden sind.
Und hier befindet sich für mich bei aller Relevanz des Themas die größte Schwäche des Romans: in der Vielzahl an Charakteren, die teilweise nur ein Kapitel lang Aufmerksamkeit bekommen und so schlicht viel zu viel angeschnitten wird, ohne dass ich die Chance hatte, eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Phasenweise hatte ich sogar Schwierigkeiten, sie voneinander zu unterscheiden. Und sobald ich mit einer Frau mitgefühlt habe, wurde ich durch Zeitsprünge und/oder Perspektivenwechsel schon wieder völlig entfremdet.
Ich bin hier schnell zum Hörbuch gewechselt, weil mir das reine Lesen viel zu zäh gewesen wäre. Die Kapitel, die stets aus verschiedenen Perspektive erzählt werden, sind einfach zu lang und ich hatte gleichzeitig nicht das Gefühl, die Figur danach wirklich besser zu kennen. Dabei sind sie alle grundlegend wirklich spannend und in ihren Lebensrealitäten divers, wenngleich Mutterschaft bzw. das Fehlen dieser das zentrale Thema bleibt. Der Epilog war für mich das beste Kapitel, weil es sich endlich wie eine Entwicklung mit konkreter Message anfühlte, während ich bei der Handlung davor zunehmend den Eindruck hatte, dass nichts wirklich vorangeht und sich die Figuren extrem langatmig um die immer gleichen Gedanken kreisen.
Für mich persönlich war die Kinderfrage mit Ende 20 geklärt, vielleicht bin ich deshalb auch nicht die optimale Zielgruppe des Romans. Trotzdem hätte ich mir zugänglichere Figuren gewünscht und vor allem auch weniger isolierte Charaktere. Das hat mich nämlich ganz schön runtergezogen, obwohl im Alleinsein sicher auch viel Positives stecken kann, das mir hier aber schlicht nicht vermittelt wurde.
Das Thema finde ich wichtig und die Hörbuchsprecherin hat wirklich enorm viel aus dem Buch herausgeholt, aber die allgemeine Umsetzung des Romans konnte mich nicht erreichen und ich war am Ende froh, dass es geschafft war.
2,5 Sterne
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Tod am Nussdorfer Wehr von Mina Albich
Manuel Lienhart, ein etwas in die Jahre gekommener Musiker, DJ und Frauensammler, fällt während einer rauschenden Party vom Balkon seiner Wohnung. Felix Grohsmann und Joe Kettler stellen sich die Frage nach Unfall, Suizid oder Fremdverschulden? Möglich ist alles, ist doch der Mann ziemlich alkoholisiert, sein Stern ist im Sinken und ganz so beliebt war er vor allem bei den Ehemännern seiner zahlreichen Freundinnen auch nicht.
Als dann ein Befund auftaucht, dass er an einem Gehirntumor gelitten haben soll, scheint sich die Waage Richtung Suizid zu neigen, obwohl kein Abschiedsbrief gefunden wird. Das erinnert Inspektor Grohsmann fatal an den Suizid seines Freundes vor 25 Jahren, der sich just von der in der Nähe befindlichen Schemerlbrücke am Nussdorfer Wehr gestürzt hat. Auch damals gab es keinen Abschiedsbrief und dessen Schwester ist noch heute auf Grohsmann wütend.
Je tiefer die Ermittler in das Leben des toten Musikers eintauchen, desto mehr Ungereimtheiten und Zweifel tauchen an der Selbstmordtheorie auf, zumal Nicky Witts aktueller Klient behauptet, Lienhart vom Balkon gestoßen zu haben. Blöderweise unterliegt die Beichte der ärztlichen Verschwiegenheitspflicht. Kann Nicky ihren Klienten überzeugen, zur Polizei zu gehen?
Und hat der verschwundene Steuerberater Benning, der zahlreiche Bekannte (und damit Verdächtige) Lienharts bei ihren Steuerfragen berät, mit Lienharts Tod zu tun?
Als dann noch völlig unerwartet ein Testament auftaucht, werden die Karten nochmals neu gemischt.
Meine Meinung:
Dieser dritte Fall für Felix Grohsmann, Joe Kettler und Nicky Witt ist ein komplexer Krimi, bei dem wenig so ist, wie es scheint. Nur der Personalengpass und der ewig nörgelnde Vorgesetzte bei der Abteilung Leib und Leben sind echt. Die hohen Anforderungen lassen die einzelnen Teammitglieder gereizt und auch unvorsichtig agieren.
Wir Leser dürfen den einen oder anderen Blick in den Kopf des Täters machen, was aber zunächst einmal nicht wirklich weiter hilft. Der häufige Perspektivenwechsel lässt weder den Ermittlern noch den Lesern viel Zeit zum Verschnaufen.
Die Charaktere sind gut durchdacht und haben so ihre Ecken und Kanten. Gut gefällt mit Felix‘ Neffe, das Mathe-Genie, das neben dem Gymnasium schon auf die Uni geht. Ich hoffe, er darf ebenso bleiben wie seine Freundin, eine Super-Recognizerin. Die unbekümmerte und erfrischende Art der beiden jungen Menschen gefällt mir sehr gut.
Als Wienerin Iiebe ich Krimis, deren Schauplätze ich gut kenne. Erst unlängst bin ich mit einer Freundin zur Schemerlbrücke spaziert und habe in den, nach dem Hochwasser von Mitte September, wieder ruhig dahin fließenden Donaukanal geschaut.
Das Cover zeigt die Schemerlbrücke beim Nussdorfer Wehr. Die Brücke ist nach dem Wasserbautechniker und Architekt Joseph Maria Schemerl von Leythenbach (1754-1844) benannt.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem flotten Krimi, der mit einer unerwarteten, aber schlüssigen Lösung aufwartet, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von peppi:
Auf den spuren des Vaters
Suche liebevollen Menschen von Julian Borger
Im Jahr 1983 scheidet der Vater des Autors Julian Borger freiwillig aus dem Leben.
Erst nach seinem Tod entdeckt der Sohn eine Anzeige im " Manchester Guardian" aus dem Jahr 1938. Nach dem "Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich war es für viele jüdische Eltern aus Österreich der einzige Ausweg ihre Kinder zu retten.
Sie schalteten Anzeigen, um für ihre Kinder ein rettendes Exil bei fremden Menschen zu finden. Julian Borger findet auch eine Anzeige , die seine Großeltern für seinen Vater aufgaben. Der Vater konnte den Nazis entkommen, aber um welchen Preis?
Julian Borger recherchiert die Fluchtumstände und das Leben nach der Rettung seines Vaters und sieben weiterer Kinder aus Wien, deren Eltern ebenfalls versucht haben sie durch ein Inserat aus dem Land zu bringen .
Ein sehr gut recherchiertes Buch, das emotional berührt.
Rezensionen von div:
außergewöhnliches Vogelbuch
Birding – Entdecke die Wunderwelt der Vögel. von Silke Hartmann
außergewöhnliches Vogelbuch
„Birding“ von Silke Hartmann - ein spannendes und intuitives Abenteuer-Buch über Vögel aller Art. Bereits das Cover ist toll gelungen und ein wirklicher Hingucker.
Das Buch ist wirklich außergewöhnlich und sehr toll auferbeitetet - jede Seite ist äußerst individuell gestaltet und bietet wahnsinnig viel neues zu entdecken - für Anfänger ohne Vorwissen zu Vögel, aber auch für bereits erfahrene Vogelbeobachter ist hier sicher allerhand neues mitdabei.
Es sind auch einige Aufgaben enthalten, die dazu animieren sollen, gleich mitzumachen.
Das Buch fällt definitiv in die Kategorie "Buch für die ganze Familie".
Toll, dass auch der Vogelschutz erwähnt wird, sowie auch, dass man beim Beobachten Rücksichtsvoll sein soll.
Uns hat das Buch sehr gut gefallen, wir werden es sicher immer wieder zur Hand nehmen. Von uns gibt es eine Empfehlung.
Rezensionen von Rinoa:
Wichtiges Thema, toll umgesetzt
Death. Life. Repeat. von Louise Finch
Die Idee, einen Protagonisten einen bestimmten Tag immer und immer wieder erleben zu lassen, ist nicht neu und doch gelingt es der Autorin, ihr einen ganz eigenen Stempel aufzudrücken, der mich wirklich begeistert hat.
Kurz hatte ich ein paar Anlaufschwierigkeiten, denn am Anfang war der Sprachstil des (zugegebenermaßen noch recht jungen) Ich-Erzählers Spence doch sehr umgangssprachlich und fast schon lapidar, aber das hat sich glücklicherweise schnell geändert und dann ließ es sich echt gut lesen.
Die Tage sind unterschiedlich lang und unterschiedlich ausführlich beschrieben, das hat mir gut gefallen, auch ändern sich gewisse Kleinigkeiten, so dass es mir nie langweilig wurde und ich nie das Gefühl hatte, die Geschichte wird künstlich in die Länge gezogen, im Gegenteil. Eine gewisse Entwicklung bei Spence war die ganze Zeit spürbar, nur in welche Richtung diese gehen sollte bzw. um was es hier wirklich geht, für diese Erkenntnis braucht er eine Weile.
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, die Geschichte entwickelte eine richtige Sogwirkung und ich habe mich mittendrin gefühlt in Spences Leben. Möglicherweise gab es hier und da ein paar Logikschwächen bzw. einige Fragen, die für mich unbeantwortet geblieben sind, da aber das gesamte Konstrukt eines sich immer wiederholenden Tages nicht besonders logisch oder auch realistisch ist, konnte ich darüber gut hinwegsehen.
Ich finde jedenfalls das Thema und die damit verbundene Botschaft sehr wichtig und aus einer vielleicht etwas ungewöhnlicheren Perspektive wirklich toll erzählt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Büchermensch:
Nicht nur optisch ein Hingucker - gut geschrieben und inspirierend
Über die Kraft der Einfachheit in turbulenten Zeiten von Jörg Bernardy
Die Lektüre dieses erzählenden Sachbuchs war für mich sehr spannend. In jedem Kapitel teilt der Autor eigene Erfahrungen und persönliche Erkenntnisse, bevor es dann um die eigentliche philosophische Einsicht geht.
Die Themen, die den 22 philosophischen Einsichten zugrunde liegen, beschäftigen mich seit vielen Jahren und ich erfahre und betrachte sie von spiritueller Seite her (Meditation und Kontemplation).
Daher war es für mich sehr anregend zu lesen, wie ein Philosoph, der zusätzlich intensiv Yoga betreibt, diese Aspekte sieht und erlebt.
Ich konnte neue Erkenntnisse gewinnen, in Resonanz gehen und habe bei manchen Einsichten in meinem Leben andere Erfahrungen gemacht.
Eine durchweg bunte und bereichernde Erfahrung. Vielen Dank für dieses schöne und tolle Buch.
Rezensionen von MariaU:
Phantasievoll, spannend und humorvoll
FRIZZI von Etelka Kuprian
Ich wurde durch den Tipp einer Freundin auf dieses Buch aufmerksam und habe es dann für meine zwei Mädels 9 und 11 Jahre alt besorgt. Die beiden waren total begeistert. Wochenlang drehte sich alles nur noch um Mr. Tootsi, den schwarzen Kater und nun wird sehr ungeduldig auf den zweiten Teil gewartet.
Rezensionen von ReiShimura:
Mittelmäßige Geschichte mit sehr wichtigen Botschaften
Bonds and Curses- Flammengezeichnet von Anne Oldach
Keltische Mythen, magische Wesen, Seelenverwandtschaft, überraschende Momente und funkensprühende Momente. Dies waren einige der Schlagwörter, mit denen das Buch angekündigt wurde. Klingt zu gut, um wahr zu sein? Ist es in meinen Augen leider auch. Auch wenn einige der Dinge wirklich vorkommen, muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht wirklich restlos überzeugen konnte.
Der Erzählstil von Anne Oldach ist im Großen und Ganzen ganz angenehm, trotzdem gab es einige Passagen, die sich wirklich arg in die Länge gezogen haben. Mehrmals habe ich das Buch weggelegt und musste mich wirklich überwinden es wieder in die Hand zu nehmen. Die Grundgeschichte ist solide konstruiert, nur wollte der Funke bei mir einfach nicht überspringen.
Mit den Protagonisten bin ich nur bedingt warm geworden. Gerade Erin hat mich am Anfang sehr genervt und frustriert und es dauerte, bis ich ihr gegenüber Sympathie empfinden konnte. Der Autorin muss ich zugutehalten, dass sie die Charakterentwicklung wirklich gut umgesetzt hat und so wie Erin und Conor im Buch über sich hinausgewachsen sind, so wuchs auch mein Verständnis für die beiden.
Der Spannungsbogen des Buches erinnert mich an eine Sinuskurve, mal geht es mehr oder weniger steil bergauf und dann wieder steil bergab. An der einen Stelle überschlagen sich die Ereignisse und man würde sich ein wenig mehr Details wünschen, an der nächsten Stelle zieht sich die Geschichte wie alter Kaugummi. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Ausgleich gewünscht.
Besonders hervorheben möchte ich aber, dass Anne Oldach in ihrem Buch einige sehr wichtigen und wertvollen Botschaften vermittelt. Allen voran der Gedanke, dass man für sich selbst einstehen muss und sich selbst treu bleiben soll, auch wenn dies nicht immer ganz so einfach ist. Dies empfinde ich gerade in Bezug auf das empfohlene Lesealter als sehr wichtige Botschaft.
Des Weiteren geht die Autorin einen weiteren mutigen Schritt und macht den Klimawandel und die Umweltzerstörung zu dem eigentlichen Hauptthema des Buches. Gerade diesen Punkt hat sie wunderbar ansprechend umgesetzt und regt zum Nachdenken an.
Auf die Liebesgeschichte bzw. den Aspekt der Seelenverwandtschaft hätte man meiner Meinung nach komplett verzichten können. Diese passt für mich nicht richtig ins Bild und ein Funken sprühen habe ich auch nicht bemerken können.
Alles in allem hätte ich mir persönlich ein wenig mehr Spannung und Romantik erwartet; ich gehöre aber alterstechnisch auch nicht unbedingt in die Zielgruppe.











