Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lerchie:
Schöne Erzählung mit historischem Hintergrund
Herrliche Zeiten - Die Himmelsstürmer von Peter Prange
In Karlsbad im Jahr 1871 begegnen sich drei junge Menschen. Vicky, Tochter einer Londoner Industriellenfamilie, die die Ambition hat, den Ärmelkanal untertunneln zu wollen. Vicky selbst will die Welt mit allen Sinnen entdecken. Dann Paul, ein Ingenieur aus Berlin, möchte den Kurfürstendamm mitbauen, doch die Familienfirma erleidet einen schweren Schlag.
Die dritte Person ist Auguste Escoffier, seines Zeichens Koch, will als Meisterkoch aus Paris die französische Küche entscheidend prägen. Noch werden seine Künste nicht gewürdigt. Diese drei glauben fest an zukünftige herrliche Zeiten, obwohl dunkle Wolken über Europa aufziehen. Sie ahnen nicht, dass politische Umbrüche den Frieden erschüttern und auch ihr Leben verändern werden. Das schciksal von drei Menschen, eine Welt in der ein offenes Europa möglich zu sein scheint, bis es sich selbst zerstörte.
Dies ist der erste Band einer Duologie über die Jahrhundertwende.
Meine Meinung
Das Buch ließ sich wieder leicht und flüssig lesen, so wie ich es von dem Autor gewohnt bin. In die Geschichte bin ich gut hineingekommen. Zu Anfang erschien es mir etwas langatmig. Drei junge Menschen, zwei männliche eine weibliche Person. Werden zwei davon irgendwie zusammenfinden? Mit Fortschreiten der Erzählung wurde es dann doch zunehmend spannender. An einer Stelle war ich etwas enttäuscht, denn es gab ein Zeitbruch bei Vicky von ein paar Jahren und man konnte zwar etwas vermuten, doch die Gewissheit bekam man erst viel später. Weiter kann ich dazu nichts schreiben sonst spoilere ich. Dann das Tunnelprojekt, gab es das damals wirklich schon? Ja laut Wikipedia gab es das damals schon, wieder was gelernt. Doch ich musste dies bei Wiki nachlesen, ich hätte mich gefreut, darüber im Nachwort etwas zu lesen. Dass es den Meisterkoch Auguste Escoffier tatsächlich gab, das wusste ich schon aus einem anderen Buch. Alles in Allem war die Geschichte der drei betroffenen Personen sehr schön geschrieben und bar auch einiges an Spannung. Auch hat mir der Ausgang sehr gut gefallen und ich bin auf den zweiten Band, der ja im Hebst nächsten Jahres erschienen soll, sehr gespannt. Es gibt auch ein Personenregister, dabei sind die historischen Personen mit einem Stern versehen. Von mir trotz der winzigen Mängel fünf Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von MariasBooks:
Grandiose Fortsetzung
Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss von Julia Dippel
Die Queen of Fantasy, Julia Dippel, hat es wieder mal getan. Mit A Storm to kill a kiss, dem 2. Teil der Sonnenfeuer-Ballade, hat sie wieder neue Maßstäbe für Fantasybücher geschaffen!
Schon Band 1 habe ich in kurzer Zeit verschlungen und konnte es deswegen kaum erwarten, wie es weitergeht. Und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Band 2 setzt direkt am Ende von Band 1 an, und die ganze Reihe fühlt sich bisher so perfekt ausgearbeitet an, wie ich schon länger nicht mehr gelesen habe.
Design:
Das Cover der ganzen Trilogie ist in weiß, rot und schwarz gehalten, was sehr gut zur Stimmung und zu den Themen des Buches passt. Sin's weiße Haut und helle Haare, Arez' dunkle Haare und Kleidung sowie das Blut zwischen ihnen. Die Eule spielt auf die Widersacher in diesem Buch an, was ich eine gute Lösung finde, da diese in bildlicher Sprache zwischen den beiden Protagonisten steht, die sich auf den Cover von Band 1 und 3 befinden.
Charactere:
Ich liebe diese unvergleichliche Art und Weise, wie die Autorin Charactere schreibt. Sie gibt ihnen wirkliche Gedanken, und starke, tiefgehende Wesenszüge und lässt sie stets realistisch reagieren, auch wenn man als Leser selbst was anderes getan hätte. Ich fand es so gut nachvollziehbar, wie Sin's Gefühl unter Einfluss ihres Odems reagierten und wie sich ihre Gedanken entsprechend verändert haben.
Was mir besonders gut gefallen hat:
Das Ganze Buch an sich ist ein Meisterwert. Die Charactere und ihre Dynamik war so unbeschreiblich gut ausgearbeitet.
Der Plottwist war großartig umgesetzt und hat jetzt mein Vertrauen in die Autorin zerstört. Wenn sie sowas im 2. Teil schon schreibt, wie will sie dass dann noch im 3. Teil toppen? Ich habe Angst und freue mich gleichzeitig so sehr, auf den nächsten Band.
Eine Sache, die in diesen Bücher vorkommt, die ich in Zukunft in allen mehrteiligen Buchreihen sehen möchte, ist eine Zusammenfassung der vorherigen Teile, sodass man auch nach längerer Pause zwischen den Teilen perfekt wieder einsteigen kann.
Toll fand ich auch, dass wie bereits im ersten Teil der Spice wia QR-Code optional herunterladbar ist. So kann jeder selbst entscheiden, ob man diesen lesen möglich oder nicht.
Zudem gibt es ein ausführliches Glossar über QR-Code zum Download. Die Codes führen zur Verlagswebsite, wo die Dokumente auf under Unterseite der Buchreihe gefunden werden können.
Was mir weniger gut gefallen hat:
Ich befinde mich immer noch in diesem post-read delirium und kann zum aktuellen Punkt nichts sagen, was mich an dem Buch gestört hat, außer vielleicht, dass es mich ein Stück weit gebrochen hat.
Das Buch ist für Fans von
*High Fantasy
*ausgeklügeltem Worldbuilding
*nie dagewesenen Fantasy-Wesen
*viel Tension
*emotionalen Achterbahnen
*Plottwists
*Politischen Intrigen
*Bücher, die dich catchen
Das Buch ist nicht geeignet für
*cozy Fantasy
*gemütliche Reads zwischendurch
*Lesende die nur über Fae oder Vampire lesen möchten
*Menschen, die keine Überraschungen mögen
Fazit:
Die Autorin hat die Reihe großartig begonnen und ebenso stark weitergeführt. Sie hat wieder mal gezeigt, dass auch Fantasy aus Deutschland großartig sein kann. Ich kann es kaum erwarten, wie die Geschichte von Arez und Sin weitergeht!
Rezensionen von Julchentim:
Packender Auftakt mit Drachen und Intrigen: "Burning Crown" überzeugt mit Spannung und Potenzial
Burning Crown von Marie Niehoff
„Burning Crown“ von Marie Niehoff ist ein starker Auftakt zur Dragonbound-Trilogie, der mich als Fan von Drachen-Fantasy begeistert hat, auch wenn noch Luft nach oben bleibt. Die düstere, von Militär und Intrigen geprägte Welt zieht den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann. Besonders gelungen sind die beiden Perspektiven – die von Yessa, der entschlossenen Drachenreiterin, und Cassim, dem rebellischen Drachenwandler.
Der Wechsel zwischen den Perspektiven der beiden Protagonisten erlaubt tiefe Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle, was der Geschichte zusätzliche Spannung verleiht.
Die Handlung startet direkt und packend, doch gerade beim Worldbuilding hätte ich mir persönlich zu Beginn etwas mehr Erklärungen gewünscht. Man wird schnell ins Geschehen geworfen, und es dauerte einige Zeit, bis ich mich in der Welt Eldeyas wirklich zurechtfinden konnte. Trotz dieser Herausforderung ist die Atmosphäre von Leid, Verrat und Unterdrückung faszinierend und zieht einen in die komplexen Beziehungen zwischen Reitern und Drachenwandlern. Yessa und Cassim kämpfen für das gleiche Ziel, doch das gegenseitige Misstrauen und die drohende Todesstrafe bei schon kleinsten Verstößen machen ihre Verbindung gefährlich – ein Spannungsbogen, der sich durch das ganze Buch zieht.
Niehoffs Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und atmosphärisch. Die Balance zwischen actiongeladenen und ruhigeren Momenten ist sehr gut gelungen, und die Charaktere, besonders die Drachen, sind tiefgründig und facettenreich. Was mich besonders fasziniert hat, war die geschickte Darstellung der Drachenwandler, die mühelos zwischen menschlicher und tierischer Form wechseln.
Trotzdem gibt es einige kleinere Schwächen. Die Liebesgeschichte zwischen Yessa und Cassim entwickelt sich für meinen Geschmack etwas zu schnell, und einige Plot-Twists waren vorhersehbar. Dennoch bleibt das Buch spannend, besonders dank des Cliffhangers am Ende, der definitiv Lust auf den zweiten Band macht.
Mein Fazit: „Burning Crown“ bietet eine spannende Mischung aus Fantasy und Romantik mit einer düsteren, aber faszinierenden Welt und noch viel Potenzial für die Fortsetzung. Empfehlenswert für Fans von Drachen und politischen Intrigen, die sich auf eine mitreißende Geschichte einlassen wollen!
Rezensionen von ReiShimura:
Höhen und Tiefen
Burning Crown von Marie Niehoff
Die meisten Liebesromane laufen nach einem gewissen, wohlbekannten Schema ab, Galway Girl ist hierbei keine Ausnahme. Dies würde ich persönlich nicht als Nachteil sehen, sondern man weiß genau, worauf man sich einlässt.
Die wichtigere Frage in diesem Zusammenhang ist dann, wie glaubhaft ist die Liebesbeziehung, wie sympathisch sind die Charaktere und wie gut ist das Setting der Geschichte.
Galway Girl hatte da für mich bereits einen großen Pluspunkt, indem die Geschichte zumindest teilweise in Irland spielt. Leider hat Autorin Nadine Gerber hier nicht das komplette Potenzial ausgeschöpft. Meiner Meinung nach hätte sie die Landschaft und die Umgebung noch intensiver beschreiben können. So ging ein wenig von dem Zauber Irlands verloren. Der Fokus der Autorin lag aber scheinbar weniger bei der Umgebung und mehr bei den Charakteren.
Diese sind ihr dafür gut gelungen, zumindest die beiden Hauptprotagonisten Mila und Ben. Die Nebencharaktere sind dafür ein wenig nebensächlich. Schade eigentlich, denn gerade Bens Familie fand ich sehr angenehm und hätte gerne noch ein paar Zeilen mehr über sie gelesen.
Der Erzählstil der Autorin war für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig. Die Sätze hörten sich in meinem Kopf zu Beginn ein wenig abgehakt an. Dies liegt vor allem daran, dass Nadine Gerber sehr kurze Sätze verwendet. Mich hat die Schreibweise ein wenig an ein Tagebuch erinnert. Mit der Zeit konnte ich mich aber daran gewöhnen und es störte mich nicht mehr. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass sich der Erzählstil im Laufe der Geschichte ein wenig geändert hat und ‚reifer‘ geworden ist, so wie auch die Charaktere reifen konnten.
Spannend fand ich auch die Perspektivenwechsel zwischen Mila und Ben. In vielen Büchern ist es mittlerweile üblich kapitelweise die Erzählersicht zu ändern und dies auch durch den Namen des Charakters zu kennzeichnen. Hier wählt die Autorin einen anderen Weg und ändert auch mal abschnittsweise und ohne Kennzeichnung die Sichtweise. Gewöhnungsbedürftig ja, aber auch spannend.
Da der Claddagh Ring eigentlich das zentrale Element des Buches ist, fand ich es sehr schön, dass die Autorin auch die Informationen zur (angeblichen) Entstehungsgeschichte des Ringes eingebaut hat.
Emotional konnte mich die Geschichte im Vergleich zu anderen Büchern des gleichen Genres nur bedingt abholen. Trotzdem für mich ein solides, aber ausbaufähiges Debüt von Nadine Gerber.
Rezensionen von Julchentim:
Fesselnde Hexenfantasy: Ein Must-Read voller Spannung, Magie und slawischer Mythologie
Tage einer Hexe von Genoveva Dimova
„Tage einer Hexe“ von Genoveva Dimova hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und überrascht. Was auf mich zunächst wie ein eher unscheinbarer Fantasy-Roman wirkte, entpuppte sich schnell als tiefgründige, atmosphärische und meisterhaft erzählte Geschichte, die Elemente der slawischen Mythologie und Urban Fantasy nahtlos verwebt.
Die Protagonistin Kosara ist eine unglaublich vielschichtige Figur. Ihre Selbstzweifel, ihr sturer Charakter und ihre Fähigkeit, trotz all ihrer Fehler weiterzukämpfen, machen sie nicht nur nahbar, sondern auch extrem spannend. Ihre Reise, sich ihren verlorenen Hexenschatten zurückzuholen, ist geprägt von düsteren Momenten, packenden Wendungen und unerwarteten Krimi-Elementen, die dem Buch eine besondere Dynamik verleihen. Besonders faszinierend fand ich die Welt, die Dimova erschaffen hat: Chernograd, die Stadt der Monster, und Belograd, die Stadt der Reichen, sind durch eine unüberwindbare Mauer getrennt – diese Spannung zwischen den beiden Welten ist perfekt inszeniert.
Das Buch lebt von seinen tollen und starken Charakteren und dem gelungenen Worldbuilding. Die Monster aus der slawischen Mythologie werden wunderbar in die Handlung integriert, und der Anhang mit den Beschreibungen der Wesen war eine tolle Ergänzung, die mir half, noch tiefer in die Geschichte einzutauchen.
Auch der Schreibstil der Autorin hat mich überzeugt. Er ist detailreich und atmosphärisch, aber gleichzeitig leicht verständlich und unterhaltsam. Besonders die humorvollen Dialoge lockern die oft düstere Handlung angenehm auf.
Besonders positiv empfand ich, dass die Liebesgeschichte sehr dezent gehalten wurde und die Handlung nicht dominierte – etwas, das in vielen Romantasy-Romanen oft anders ist.
Alles in allem ist Tage einer Hexe für mich ein unglaublich gelungenes Hexenabenteuer, das sich nicht nur für Fans der slawischen Mythologie lohnt, sondern auch für Leser, die gerne düstere, aber mitreißende Geschichten mit Krimi-Elementen mögen. Ich freue mich jetzt mega schon auf die Fortsetzung und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen!
Rezensionen von begine:
Ein vorher und ein Nachher
Endlich das ganze Leben von Roberta Recchia
Die Italienische Schriftstellerin Roberta Recchia hat mit dem Roman, Endlich das ganze Leben, ein ergreifendes Werk.
Das Hörbuch wird von der Sprecherin Tanja Formaro gelesen. Das macht sie mit guter Stimme und die lässt die Stimmung perfekt Revue passieren.
Es ist eine Familiengeschichte der Familie Ansolda 1980.
Die 16jährige Betta und ihre Cousine Miriam schleichen sich nachts an den Strand. Die beiden werden vergewaltige und Betta stirbt. Miriam schleicht sich nach Hause. Betta wird gefunden, für die Eltern ist das Leben nur noch ein danach. Miriam wird von der Großmutter zu ihrem Elternhaus geschickt. Für Miriam wird das Leben nur noch eine Qual, denn keiner weiß von ihrem Martyrium.
Dieser Roman ist außergewöhnlich eindrucksvoll und erschütternd.
Rezensionen von Frechdachs:
Umwelt-/Klimaaktivisten außer Rand und Band
Broken Crystal von Tobias Miller
Tobias Miller schlägt mit seinem aktuellen Thriller "Broken Crystal" ein neues Kapitel auf.
Ich kannte bereits den Autor zuvor durch andere Thrillerbücher, mit denen er mich gut unterhalten hatte.
Der eigentliche Plot seines aktuellen Projekts klingt unheimlich spannend und auch hochaktuell.
Dreh- und Angelpunkt der Story ist eine Umwelt-/Klimaaktivistengruppe namens Eternal Earth Group, die unser aller Zukunft sichern wollen und dazu auch vor extremen Aktionen nicht Halt machen - so weit so gut.
Mastermind hinter dieser Verbindung ist, die aus einer wohlhabenden Industriellenfamilie stammende, Crystal McCray. Die Familie ist alles andere als begeistert von den Ambitionen ihrer Tochter und möchte sie von der Klimaaktivistengruppe lieber heute als morgen wieder zurück gewinnen.
Auf diesen speziellen Job wird ein erfahrener Legionär angesetzt, der sich eigentlich zur Ruhe setzen wollte. Nun nimmt er diesen für sich "letzten" Auftrag an, um die gutbetuchte Tochter aus den Fängen der Klimaaktivisten zu retten. Dafür wird der Fast-Ruheständler in die Klimaaktivistengruppe eingeschleust und ist ziemlich schnell mittendrin statt nur dabei.
Der Thriller beginnt auch bereits sehr spannend mit einem längeren Prolog.
Ich hatte auch sehr hohe Erwartungen an das Werk, welche leider nicht gänzlich erfüllt wurden.
Die Geschichte selbst wird aus der Sichtweise eines Informanten, der selbst als Legionär (eher wahrscheinlich ein Söldner) beschrieben wird, erzählt. Dieser unbekannte Mister X wird aktuell vom FBI verfolgt und gesucht. Er konnte dem Massen(selbst)mord der Umweltaktivisten entfliehen und packt nun gegenüber einem Medienvertreter aus. Sein Ziel ist es, seine Sicht der Dinge zu schildern, damit diese möglichst öffentlichkeitswirksam publiziert werden.
Will er sich mit seinen Ausführungen vielleicht, von manchmal auch sehr verstörenden Vorkommnissen, nur rein waschen?
Wie gesagt, von der Ausgangslage her hatte ich hier mit einem sehr mitreißenden und spannenden Thriller gerechnet. Extrem kurzweilig erzählt ist "Broken Crystal" auf alle Fälle vom Anfang bis zum Ende.
Leider hielt mich die hier gewählte Erzählperspektive immer wieder zu stark auf Distanz, als dass ich mich komplett in die Gemengelage fallen lassen konnte. Einige Protagonisten sind für mich dann leider auch viel zu stereotyp und zu eindimensional gezeichnet. Mir waren die einzelnen Schicksale über weite Strecken herzlich egal und so konnte ich mich auch mit den unterschiedlichen Handelnden nie richtig identifizieren.
Gewünscht hätte ich mir vielmehr unterschiedliche Erzähl-Perspektiven (aus Sicht der jeweils Handelnden), die dann die richtige Würze und auch noch mehr Spannung in den Plot hätten bringen können.
Die Story selbst hat unheimlich viel Potenzial, die sie für mich persönlich leider nie so richtig auszuspielen vermag. So blieb der Thriller für mich zwar kurzweilig zu lesen, allerdings fehlte mir leider die enge Bindung an die verschiedenen Charaktere sowie die Handlung selbst.
Summa summarum ein Thriller, der mich leider nie so richtig packen konnte und daher für mich persönlich auch eher blass blieb.
Rezensionen von Herbert :
Fesselnd, aufwühlend
Schwarze Magnolie von Hyeonseo Lee; David John
E
ines der besten Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Sehr aufwühlend und fesselnd geschrieben, von einer einzigartigen, mutigen Frau. Ich habe es in kürzester Zeit ausgelesen, weil es so viel Spannung vermittelte. Unglaublich, was Menschen aushalten können. Ich kann dieses Buch jedem nur empfehlen!
Rezensionen von Arambol:
Mysteriös und hochspannend
Finster von Ivar Leon Menger
"Es geschah am helllichten Tag. Und wieder hat niemand etwas gesehen."
Zunächst vewirrt die Vielzahl an eingeführten Charakteren etwas, doch nach und nach findet man sich immer besser in Katzenbrunn, einem knapp fünfzig Einwohner zählenden Dorf im Odenwald zurecht. Die Geschichte selbst spielt im Jahr 1986, es ist die Zeit von Asbach Uralt, Katzenzungen und Weinbrandbohnen.
Wir begleiten Kommissar a.D. Hans J. Stahl auf seine letzte große Suche. Er will den geheimnisvollen "Greifer" stellen, und damit das Geheimnis um mehrere spurlos verschwundene Kinder lösen.
Auf seinem Ermittlungsweg treffen wir auf viele, sehr skurille und zwielichtige Gestalten wie den verwirrten Schugge, Oskar und seine alkoholkranke Mutter Anneliese, den Pfarrer Kaltbach, den Leiter der psychiatrischen Waldfrieden-Klink Dr. Krumbiegel, dann Schwester Annegret und noch viele andere mehr.
Die zahlreichen, und gleichzeitig auch extrem kurzen Kapitel, die jeweils aus der Sicht verschiedener Protagonisten geschrieben sind, leiten zügig und abwechslungsreich durch die überaus spannende Erzählung.
Der außergewöhnliche Sprachstil war anfänglich für mich irgendwie etwas gewöhnungsbedürftig, schnell kann man sich dann aber doch "einlesen" und wohlfühlen.
Immer wieder werden Begegnungen zunächst aus der Sicht der einen, und unmittelbar darauf aus der Sichtweise und Wahrnehmung der zweiten Person geschildert. Das wirkt sehr gelungen und lässt den Leser tief in das Geschehen eintauchen.
Jeder beobachtet jeden: Katzenbrunn ist ein Dorf voller Misstrauen, Neid und Missgunst. Und wirklich alle Einwohner haben etwas zu verbergen und hüten mindestens ein düsteres Geheimnis.
Fazit:
Interessant anders und durchgängig unterhaltsam spannend. Der Thriller hat mich mit überraschenden Ereignissen positiv beeindruckt.
Ich weiß jetzt endlich, wer der "Greifer" ist und kann jedem nur empfehlen, dies selbst auch herauszufinden.
Unbedingt Lesen!
Rezensionen von DoraLupin:
Die Feder ist schärfer als das Schwert
Die Goldene Schreibmaschine von Carsten Sebastian Henn
Emily lebt bei ihren Großeltern, seit ihre Eltern beruflich im Ausland arbeiten müssen. In der Schule hat sie es nicht immer ganz leicht, denn ihr Lehrer Herr Dresskau hat sie ständig auf dem Kiker. Ablenkung findet sie in der Bibliothek, in der ihre Oma arbeitet. Eines Tages sieht sie dort einen goldenen Schimmer und findet eine zweite, geheime Bibliothek, in der sich auch eine goldene Schreibmaschine befindet.
Bald findet Emily heraus, wenn man auf dieser Schreibmaschine Dinge schreibt und sie in die Bücher in der verborgenen Bibliothek einklebt, ändert sich nicht nur die Handlung in den Büchern sondern es hat auch noch andere Auswirkungen auf die Realität. Emilys Lehrer Dresskau ist ebenfalls hinter der Schreibmaschine her und Emily müsste darauf eigentlich dringend Acht geben, doch sie selbst träumt davon ihr eigenes Leben umzuschreiben...
In die Geschichte habe ich sehr leicht reingefunden, der Schreibstil ist einfach zu lesen aber dennoch strahlen die Worte immer wieder eine große Kraft aus was mir sehr gut gefallen hat. Ich kenne den Autor schon vom Bereich der Erwachsenenbücher und mag auch hier den träumerischen und magischen Schreibstil, der auch hier im Kinderbuch wieder auftaucht. Das Buch ist größtenteils aus Emilys Sicht geschrieben, doch es gibt auch einige Kapitel die sich um den Lehrer Dresskau und seine Gedanken drehen.
Ich mochte Emily anfangs sehr gerne, sie liebt Bücher, Geschichten, ist für ihre Freunde da. Leider muss ich sagen, dass sich diese Sympathie im Laufe der Geschichte etwas geändert hat, sie reagierte hier immer wieder sehr egoistisch und hat den Blick auf die wichtigen Dinge in ihrem Leben ziemlich verloren. Dennoch wurden Emilys Gedankengänge gut beschrieben, sodass ich sie nachvollziehen wenn auch nicht immer gutheißen konnte.
Die Idee der Geschichte ist wirklich großartig und das Setting in der Bibliothek holt Buchliebhaber natürlich ab, auch die Frage nach "Was passiert wenn ich etwas in den Büchern ändere" fand ich sehr interessant zu lesen. Ich empfand aber den Lehrer Herr Dresskau etwas zu stereotyp und teilweise auch wirklich zu überzogen. Etwas weniger hätte diesen Charakter in meinen Augen glaubwürdiger erscheinen lassen.
Dennoch ist es eine tolle Geschichte über Bücher und die Frage "Was wäre wenn", die mich gut unterhalten konnte und die ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.










