Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anno:
Faszinierende Dunkelheit
Tiefsee-Monster von Matt Ralphs
Hat man ‚Tiefseemonster‘ zum ersten Mal in den Händen, wird man sofort auf die tolle Haptik dieses Buches aufmerksam werden. Der Fisch, seine Zähne und die Körperform sind ertastbar und auch der im Maul des Tieres befindliche Titel hat eine erhabene Oberfläche. Allein das macht dieses Buch schon sehr ansprechend.
Das Innere des Buches setzt auf den selben Illustrationsstil und nimmt uns mit in die Tiefe. Nachdem die einzelnen Schichten des Meeres im Überblick dargestellt wurden, werden Portraits vom wirklich wunderlichen Lebewesen sortiert nach ihrem Lebensraum vorgestellt. Jedem Tier ist dabei eine eigene Doppelseite gewidmet. Mittig und naturgemäß auf oft dunklen oder blauen Hintergrund wird eine Illustration vom Tier präsentiert und dieses mit darum herum angeordneten kurzen Texten beschrieben. Hierbei wurden auch schöne Vergleiche eingebaut, die Kindern helfen Mengen zu erfassen. Ein Beispiel: die Japanische Riesenkrabbe hat mit ihren Beinen eine Spannweite von 4 Metern- so lang wie ein Auto. Ob jedoch Kinder die Lebensspanne eines Grönlandhais mithilfe des Vergleichs zu Marin Luther besser begreifen, bezweifle ich. Doch dies ist nur eine Ausnahme. Größtenteils wird wirklich gut und interessant erklärt- selbst Fachbegriffe, zu denen sich zusätzlich auch ein Glossar am Ende des Buches befindet.
Mir und auch meinem Kind gefällt dieses Buch ausgesprochen gut. Auch weil es eine Welt zeigt, die uns Menschen so nicht wirklich geläufig ist. Man trifft hier auf Tiere, von denen man mitunter noch nie gehört hat und erfährt von ihren erstaunlichen Fähigkeiten. Wirklich beeindruckend!
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Spannung in Venedig
Dark Venice. Deep Water von Antonia Wesseling
Das Cover von Dark Venice ist wunderschön und edel gestaltet und passt sehr gut zur Story. Auch der Farbschnitt ist passend gestaltet und passt perfekt zu Venedig.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, so dass man schnell in die Geschichte eintauchen kann. So hab ich das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen.
Merle und Matteo gefallen mir als Protagonisten sehr gut und ich finde die Charakteren sehr gut ausgearbeitet. Man leidet mit ihnen und man freut sich mit ihnen.
Zum Ende des Buches hat sich ein großes Rätsel gelöst, aber dafür hab ich doch noch andere Fragen, die hoffentlich in Band 2 geklärt werden.
Ich hoffe, dass Band 2 nicht allzu lange auf sich warten lässt, da das Buch mit einem Cliffhanger endet.
Wer ein spannendes Buch mit tollem Setting im geheimnisvollen Venedig sucht, ist bei Dark Venice Band 1 genau richtig.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Schatten der Vergangenheit
Spiegelberg von Christof Gasser
Dieser dritte Krimi rund um die Journalistin Cora Johannis eröffnet einen tiefen Blick in die Abgründe der Schweizer Gesellschaft.
Worum geht’s?
Auf einer Veranstaltung in Solothurn treffen sich Cora Johannis und Françoise Gravier, die ehemalige Botschafterin Frankreichs, wieder. Wenig später erleidet Françoise einen schweren Unfall.
Am Krankenbett ersucht sie Cora, sich um ihre Tochter Camille zu schützen. Das ist gar nicht so leicht, denn zahlreiche Un- und Zufälle scheinen Cora von ihrer Aufgabe abhalten zu wollen.
Doch niemand rechnet mit der Sturheit von Cora. Die Recherchen führen Cora Johannis ist eine längst vergangen geglaubte düstere Vergangenheit der Schweiz.
Meine Meinung:
Christof Gasser hat mit diesem Krimi nach „Schwarzbubenland“ und „Blutlauenen“ einen weiteren, bis zur letzten Seite fesselnden Krimi geschrieben. Wie immer ist die Handlung sehr komplex und Ermittler wie Leser wissen lange nichts oder nur wenig über die Zusammenhänge.
Obwohl ich historisch sehr interessiert bin, ist mir der Jura-Konflikt nicht wirklich geläufig. Da muss ich noch ein wenig recherchieren.
Autor Christof Gasser versteht es meisterlich, historische Ereignisse mit der Gegenwart zu verknüpfen. Auf zwei Zeitebenen begleiten wir Täter und Opfer sowie Nutznießer des Konfliktes.
Die Charaktere sind sehr gut und detailliert ausgearbeitet. Als Leser kann man den Figuren ihre Dialoge sowie Taten abnehmen.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem komplexen Krimi, der bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne.
Rezensionen von S.:
Jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne …
Das Buch der neuen Anfänge von Sally Page
Jedem neuen Anfang wohnt ein Zauber inne …
James hat Jo verlassen. Jo nutzt die Gelegenheit zum Wechsel und vertritt den kranken Onkel in seinem kleinen altmodischen Papeterie-Shop. Sie leidet, wünscht sich James zurück.
Sally Page lässt das aber nicht lange zu. Ganz behutsam schließt ihre Heldin Freundschaft zu Geschäftsnachbarn und einigen Kunden.
Das tut sowohl ihr als auch den Kunden gut. Da wären die verschwundene Vikarin, Wikinger Eric oder Frau Karamellkonfekt. Allein die Namen!
Jo ist sehr sympathisch beschrieben, ihre Geschichte beginnt so typisch: Frau passt sich Mann an, gibt eigene Interessen auf und wird gegen jüngeres Modell ausgetauscht. Was für ein Glück für sie!
Herzerwärmend, wunderbar beschrieben, natürlich auch mit einer Portion Kitsch, einer Portion Drama, aber das passt. Ganz nebenbei erfährt man auch Spannendes über Personen, die auf dem berühmten Londoner Highgate Friedhof begraben wurden.
Ganz klare Leseempfehlung!
Rezensionen von Ruth:
Voller Wärme und Menschlichkeit
Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan
Isabel Bogdan hatte sich längst einen Namen als Übersetzerin ( z.B. von Jane Gardam ) gemacht, bevor sie 2016 mit ihrem ersten Roman „ Der Pfau“ einen Bestseller landete. Ernstere Töne schlug sie mit ihrem nächsten Buch an; in „ Laufen“ schreibt sie über eine Frau, die den Suizid ihres Lebensgefährten mit Laufen verarbeitet.
„ Wohnverwandtschaften“ nun erzählt von einer Wohngemeinschaft, die zu einer Art Ersatzfamilie für alle wird. Jörg ist mit Ende Sechzig der Älteste, ihm gehört die Wohnung. Doch nach dem Tod seiner Frau ist sie ihm zu groß, außerdem lebt er nicht gerne allein. So sind Anke und Murat bei ihm eingezogen. Und zu ihnen gesellt sich zu guter Letzt noch Constanze. Die dreißigjährige Zahnärztin hat nach dem Heiratsantrag ihres Freundes die Flucht aus ihrer so spießigen wie langweiligen Beziehung ergriffen und findet auf die Schnelle keine Wohnung. Als Übergangslösung war das gedacht, schließlich träumt sie weiterhin von einer eigenen Familie. Doch Constanze findet zunehmend Gefallen an der neuen und für sie ungewohnten Situation. Denn die Vier verstehen sich gut, bis auf ein paar Eifersüchteleien , obwohl sie völlig unterschiedliche Typen sind.
Jörg war früher Journalist und träumt nun von einer langen Reise. Bis nach Georgien will er mit seinem alten VW-Bulli fahren. Da kommt ihm die Miete der anderen gerade recht für seine Reisekasse.
Die Schauspielerin Anke steckt in einer richtigen Krise. Mit Anfang Fünfzig bekommt sie keine Rollenangebote mehr. Das kratzt an ihrem Selbstwertgefühl und bringt sie in eine finanzielle Schieflage.
Murat ist der Sonnenschein der Truppe. Immer gut gelaunt, immer ein offenes Ohr für die Nöte der anderen, ein Liebling der Frauen und ein Kumpel für seine Fußballkollegen. In seiner Freizeit werkelt der IT- Spezialist mit Begeisterung in seinem Schrebergarten und verarbeitet danach dessen Erzeugnisse zu phantasievollen Gerichten, sehr zur Freude seiner Mitbewohner. „ Darin ist er echt gut, genießen kann er. Was auch immer. Essen, die Sonne, das Leben.“ so denkt, beinahe neidisch, Constanze, der diese Lockerheit fehlt.
Die Autorin schreibt vom Alltag dieser Wohngemeinschaft wechselweise aus den Perspektiven der vier Protagonisten. So entstehen aus der Innensicht und der Außenperspektive glaubhafte und lebendige Charaktere, die dem Lesenden bald vertraut sind. Dazwischen gestreut finden sich immer wieder lebensnahe Dialoge zwischen den Figuren. Das alles wird in einem lockeren, flapsigen Stil erzählt.
Doch dann schleicht sich zusehends ein ernsterer Tonfall ein. Denn Jörg gibt Anlass zur Sorge. Seine Schusseligkeit wird immer schlimmer. Gut, etwas verpeilt war Jörg schon immer. So versucht er und versuchen es seine Mitbewohner abzutun. Doch es häufen sich die Situationen, wo Jörg nicht mehr weiß, wo er sein Auto abgestellt hat oder nicht nach Hause findet. Manchmal erkennt er nicht mal mehr seine Freunde, versucht das aber geschickt zu verbergen. Aber irgendwann ist seine zunehmende Demenz für alle offensichtlich. „ Mir fallen die Wörter nicht mehr ein, wo sind meine Wörter hin, meine Schätze? …Sie fehlen mir, die Wörter. Die schönen. Und die hässlichen. Meine Schätze, Wortschatz, Wortschätze. Wo sind sie hin, meine Wörter?“ Dieses Defizit macht Isabel Bogdan durch Lücken im Text greifbar.
Für die Wohngemeinschaft stellt sich nun die Frage, wie sie mit Jörgs Erkrankung umgehen sollen. Sie wollen zusammenhalten, denn schließlich sind sie so etwas wie eine Familie geworden. Alle bringen sich ein, wechseln sich ab mit der Betreuung, suchen Hilfe von außen. Aber wie lange können sie das? Und welche Konsequenzen hat das für jeden von ihnen? Sie sehen mit Sorge, dass ihr Zusammenleben in Gefahr ist.
Isabel Bogdan verhandelt in diesem Roman ernste Themen. Sie zeigt, dass es Rücksicht braucht und ein Verantwortungsbewusstsein, wenn eine solche selbst gewählte Wohngemeinschaft auch in Krisenzeiten funktionieren soll. Gleichzeitig stellt ein solches Lebensmodell eine Alternative dar angesichts der vielen unfreiwilligen Singles und den horrenden Mieten in den Städten.
„ Wohnverwandtschaften“ ist ein unterhaltsamer Roman, der zugleich Stoff zum Nachdenken liefert. Ein Buch, das mit seiner Menschlichkeit und Wärme berührt und Hoffnung gibt.
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Ein hochinteressanter Text
Kissinger & Unseld von Willi Winkler
Das Buch erzählt die fast lebenslange Freundschaft zwischen Henry Kissinger und Siegfried Unseld.
Unseld, ehemaliger deutscher Wehrmachtssoldat, und Kissinger, aus Deutschland vertriebener Jude, könnten unterschiedlicher nicht sein.
Heinz Kissinger flieht mit seinen Eltern 1938 vor den Nazis nach Amerika.
Sein Leben lang wird er sich für die deutsche Kunst und Kultur, insbesondere Literatur interessieren. Besonders für Ingeborg Bachmann und Max Frisch konnte Kissinger sich begeistern, ebenso für Martin Walser und Uwe Johnson.
1955 besucht Siegfried Unseld aufgrund eines Empfehlungsschreibens von Hermann Hesse die von Professor Henry Kissinger ins Leben gerufene International Summer School in Harvard. Vielversprechende, aufstrebende Persönlichkeiten werden dorthin eingeladen. Dies gleicht einer Auszeichnung und ist auch der Auftakt für eine Freundschaft über Jahrzehnte.
Das Buch beschreibt anhand der beiden Biografien das Weltgeschehen der 1950, 60er und 70er Jahre. Bei Kissinger, der nach seinem Studium zum Experten für Atomwaffen avanciert, werden noch Jahre ins Land ziehen bis er echte politische Macht im Weißen Haus erlangt hat. Unseld übernimmt demgegenüber Ende der 1950er Jahre den Suhrkamp Verlag. Der Verlag steht anfangs noch für die bürgerliche Mitte in Deutschland, rückt aber aufgrund der Weltgeschehnisse nach links. Unseld wird zum mächtigsten deutschen Verleger.
Während Amerika sich in der Zeit des Kalten Krieges für einen Atomkrieg rüstet, den Kissinger immer wieder prophezeit, kämpft Deutschland gegen den Eisernen Vorhang. Durch den Vietnam-Krieg ändert sich das Ansehen von Kissinger bei den Suhrkamp-Autoren. Sie verurteilen den Krieg aufs Schärfste, wissen jedoch nie genau, welche Rolle Kissinger dabei spielt.
Unselds Wunsch, dass Kissinger ein Suhrkamp Autor wird, sollte sich trotz seiner literarischen Publikationen leider nie erfüllen.
Interessant fand ich schließlich auch, wie die deutsche Nachkriegszeit bis Anfang der 1970er Jahre aus diesen beiden Blickwinkeln dargestellt wird. Ein unglaublich interessantes Buch, in vielerlei Hinsicht: die beiden Protagonisten zu sehen, ja zu spüren, eingebettet in den historischen Kontext und gänzlich unterschiedlich politischen Zugängen und Zwängen ausgesetzt.
Rezensionen von Lilli33:
Emotionales Jugendbuch
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly
Emotionales Jugendbuch
Inhalt:
Vor dreizehn Monaten kam Ashers Mutter bei einem Autounfall ums Leben. Seitdem ist Ashers Welt aus den Angeln. Er findet einfach nicht in ein normales Leben zurück, sondern wird von seiner Trauer, seinem Schuldgefühl und seinem Hass gegenüber dem Unfallverursacher überwältigt.
Als er anfängt, Trauergruppen zu besuchen, findet er dort überraschend Freunde: die etwa gleichaltrigen Will und Sloane sowie den 80-jährigen Henry. Die vier begeben sich zusammen auf eine lange Reise von New Jersey nach Tennessee, deren wahren Zweck Asher den anderen aber geflissentlich verschweigt. Er beabsichtigt nämlich, den „Mörder“ seiner Mutter zu töten.
Meine Meinung:
Das Thema dieses tollen Jugendbuchs ist ein ziemlich ernstes. Doch schon am Cover und am Titel kann man erkennen, dass da auch noch eine heitere Seite dabei ist. So wird man beim Lesen nicht runter gezogen, sondern immer wieder von Lebensmut und Hoffnung erfüllt. Das Buch ist sehr emotional und damit dem Thema absolut angemessen. Ich habe mit den Protas geweint und mich gesorgt, aber auch das ein oder andere Mal über sie geschmunzelt und mit ihnen gelacht.
Der Schreibstil ist sehr lebendig und die Gefühle der Protas werden sehr gut dargestellt. Man nimmt sie ihnen total ab. Eigentlich hätte ich gerne 5 Sterne vergeben, aber manches lief mir dann einfach zu glatt, um noch irgendwie realistisch zu sein. Das hat mich persönlich ein wenig gestört, soll aber niemanden davon abhalten, das Buch selbst zu lesen. Dabei denke ich nicht, dass es man es unbedingt lesen sollte, wenn man selbst gerade in tiefster Trauer steckt. Da wird man sich kaum drauf einlasen können. Aber man kann durchaus einige Anregungen mitnehmen, die einem irgendwann im Fall der Fälle weiterhelfen können.
Rezensionen von inya:
sehr interessant
Empathie und Widerstand von Kristina Lunz
Ich kannte vor diesem Buch die Autorin noch nicht und das Buchcover finde ich auch nicht besonders spannend. Aber manchmal soll man sich von diesen Dingen nicht beeindrucken oder abhalten lassen und dies bestätigt mal wieder dieses Buch. Denn es ein sehr gehaltvolles Buch und die Autorin ist überaus interessant und eine Persönlichkeit aus der Gegenwart die man kennen sollte.
Denn sie setzt sich für die Gleichberechtigung der Frauen ein und natürlich auch für andere Belange. Dieses Buch zeigt viele Facetten des weiblichen Widerstandes und wie man es schafft trotz des Widerstands Empathie zu bewahren bzw. in welchen Zwiespalt die Frauen schon immer stehen. Es ist eine gute Mischung und könnte für meinen Geschmack sogar an manchen Stellen noch etwas mehr in die Tiefe gehen. Ich kann es allen interessierten Leser:innen empfehlen.
Rezensionen von inya:
super für alle Fans
Pokémon Handbuch: Pokémon: Timelines von Kristina Lunz
Ich bin schon immer ein Pokemon Fan und das ist ein Teil meiner Kindheit und Jugend. Deshalb fand ich dieses Buch so toll, um zum einen in Erinnerungen zu schwelgen und zum anderen um mich in der neuen und erweiterten Pokemon Welt zurecht zu finden. Ich finde dieses Buch hat alles ganz toll vereint. Denn es zeigt die komplette Reise von Ash von Beginn an bis zum Ende und es ist einfach super aufbereitet.
Es ist mit ganz vielen Bildern untermauert und macht einfach total Lust sich in den Kosmos der kleinen Pokemons und ihrer Freunde zu begeben. Denn natürlich sieht man in dem Buch auch ganz viele Pokemons. Ich möchte mit diesem Buch die Pokemons meinen Kindern näher bringen, denn das Pokemon Fieber hat sie noch nicht ganz erfasst. Dieses Kinderbuch habe ich mir als Mama gekauft und bin mir sicher dass es meine Kinder genau so begeistern wird.
Rezensionen von Julia:
Für mich leider kein Krimi
Verbrannte Gnade von Margot Douaihy
Bei dem Klappentext habe ich mich total auf einen spannenden Krimi mit einer ermittelnden Nonne gefreut, ein bisschen wie Sister Act. Vielleicht hatte ich da einfach schon zu viele Vorstellungen und wurde deshalb vom Buch etwas enttäuscht.
Man ist ziemlich schnell in der Geschichte und direkt beim ersten Brandanschlag und Todesopfer.
Danach tröpfelt das Buch aber leider vor sich hin. Wir erfahren immer wieder etwas über Schwester Holidays Vergangenheit, die alles andere als gewöhnlich ist und nicht unbedingt mit einer Nonne in Verbindung gebracht wird. Aber so richtige Ermittlungsarbeiten kommen leider nicht auf, weder auf Seiten von Holiday noch auf Seiten der Polizei. Während Holiday mehr oder weniger irgendwelche Anschuldigungen, ohne wirkliche Beweise, in den Raum wirft, wird die Arbeit der Polizei klischeehaft als schlecht dargestellt.
Die einzelnen Personen werden für mich leider nicht greifbar und auch für Holiday konnte keine Sympathie aufbauen. Klar, eine lesbische Nonne mit Tattoos ist sicherlich ein interessanter Charakter, jedoch wird auf diesem Thema gefühlt auf jeder Seite herumgeritten, ohne Tiefgang. Irgendwann hat es mich einfach nur noch genervt.
Da man keine wirklichen Ermittlungsarbeiten hat, tappt man natürlich auch als Leser durchgehend im Dunkeln und hat nie auch nur den Hauch einer Ahnung, wer denn nun eigentlich der Täter sein könnte. So rückt die Tat meiner Meinung nach mehr oder weniger in den Hintergrund. Das Ende kommt dann abrupt, die Auflösung des Falles erfolgt eher zufällig.
Für mich war dieses Buch leider alles andere als ein Krimi. Weder hat sich für mich Spannung aufgebaut, noch wollte ich irgendwie die Entwicklung von Holiday miterleben, da sich für mich dabei nicht genug Interesse aufgebaut hat. Das übrige hat dann der gewöhnungsbedürftige Schreibstil getan. Für mich wird dies das einzige Buch dieser Reihe bleiben.











