Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Ein hochinteressanter Text
Kissinger & Unseld von Willi Winkler
Das Buch erzählt die fast lebenslange Freundschaft zwischen Henry Kissinger und Siegfried Unseld.
Unseld, ehemaliger deutscher Wehrmachtssoldat, und Kissinger, aus Deutschland vertriebener Jude, könnten unterschiedlicher nicht sein.
Heinz Kissinger flieht mit seinen Eltern 1938 vor den Nazis nach Amerika.
Sein Leben lang wird er sich für die deutsche Kunst und Kultur, insbesondere Literatur interessieren. Besonders für Ingeborg Bachmann und Max Frisch konnte Kissinger sich begeistern, ebenso für Martin Walser und Uwe Johnson.
1955 besucht Siegfried Unseld aufgrund eines Empfehlungsschreibens von Hermann Hesse die von Professor Henry Kissinger ins Leben gerufene International Summer School in Harvard. Vielversprechende, aufstrebende Persönlichkeiten werden dorthin eingeladen. Dies gleicht einer Auszeichnung und ist auch der Auftakt für eine Freundschaft über Jahrzehnte.
Das Buch beschreibt anhand der beiden Biografien das Weltgeschehen der 1950, 60er und 70er Jahre. Bei Kissinger, der nach seinem Studium zum Experten für Atomwaffen avanciert, werden noch Jahre ins Land ziehen bis er echte politische Macht im Weißen Haus erlangt hat. Unseld übernimmt demgegenüber Ende der 1950er Jahre den Suhrkamp Verlag. Der Verlag steht anfangs noch für die bürgerliche Mitte in Deutschland, rückt aber aufgrund der Weltgeschehnisse nach links. Unseld wird zum mächtigsten deutschen Verleger.
Während Amerika sich in der Zeit des Kalten Krieges für einen Atomkrieg rüstet, den Kissinger immer wieder prophezeit, kämpft Deutschland gegen den Eisernen Vorhang. Durch den Vietnam-Krieg ändert sich das Ansehen von Kissinger bei den Suhrkamp-Autoren. Sie verurteilen den Krieg aufs Schärfste, wissen jedoch nie genau, welche Rolle Kissinger dabei spielt.
Unselds Wunsch, dass Kissinger ein Suhrkamp Autor wird, sollte sich trotz seiner literarischen Publikationen leider nie erfüllen.
Interessant fand ich schließlich auch, wie die deutsche Nachkriegszeit bis Anfang der 1970er Jahre aus diesen beiden Blickwinkeln dargestellt wird. Ein unglaublich interessantes Buch, in vielerlei Hinsicht: die beiden Protagonisten zu sehen, ja zu spüren, eingebettet in den historischen Kontext und gänzlich unterschiedlich politischen Zugängen und Zwängen ausgesetzt.
Rezensionen von Lilli33:
Emotionales Jugendbuch
Das Verhalten ziemlich normaler Menschen von K. J. Reilly
Emotionales Jugendbuch
Inhalt:
Vor dreizehn Monaten kam Ashers Mutter bei einem Autounfall ums Leben. Seitdem ist Ashers Welt aus den Angeln. Er findet einfach nicht in ein normales Leben zurück, sondern wird von seiner Trauer, seinem Schuldgefühl und seinem Hass gegenüber dem Unfallverursacher überwältigt.
Als er anfängt, Trauergruppen zu besuchen, findet er dort überraschend Freunde: die etwa gleichaltrigen Will und Sloane sowie den 80-jährigen Henry. Die vier begeben sich zusammen auf eine lange Reise von New Jersey nach Tennessee, deren wahren Zweck Asher den anderen aber geflissentlich verschweigt. Er beabsichtigt nämlich, den „Mörder“ seiner Mutter zu töten.
Meine Meinung:
Das Thema dieses tollen Jugendbuchs ist ein ziemlich ernstes. Doch schon am Cover und am Titel kann man erkennen, dass da auch noch eine heitere Seite dabei ist. So wird man beim Lesen nicht runter gezogen, sondern immer wieder von Lebensmut und Hoffnung erfüllt. Das Buch ist sehr emotional und damit dem Thema absolut angemessen. Ich habe mit den Protas geweint und mich gesorgt, aber auch das ein oder andere Mal über sie geschmunzelt und mit ihnen gelacht.
Der Schreibstil ist sehr lebendig und die Gefühle der Protas werden sehr gut dargestellt. Man nimmt sie ihnen total ab. Eigentlich hätte ich gerne 5 Sterne vergeben, aber manches lief mir dann einfach zu glatt, um noch irgendwie realistisch zu sein. Das hat mich persönlich ein wenig gestört, soll aber niemanden davon abhalten, das Buch selbst zu lesen. Dabei denke ich nicht, dass es man es unbedingt lesen sollte, wenn man selbst gerade in tiefster Trauer steckt. Da wird man sich kaum drauf einlasen können. Aber man kann durchaus einige Anregungen mitnehmen, die einem irgendwann im Fall der Fälle weiterhelfen können.
Rezensionen von inya:
sehr interessant
Empathie und Widerstand von Kristina Lunz
Ich kannte vor diesem Buch die Autorin noch nicht und das Buchcover finde ich auch nicht besonders spannend. Aber manchmal soll man sich von diesen Dingen nicht beeindrucken oder abhalten lassen und dies bestätigt mal wieder dieses Buch. Denn es ein sehr gehaltvolles Buch und die Autorin ist überaus interessant und eine Persönlichkeit aus der Gegenwart die man kennen sollte.
Denn sie setzt sich für die Gleichberechtigung der Frauen ein und natürlich auch für andere Belange. Dieses Buch zeigt viele Facetten des weiblichen Widerstandes und wie man es schafft trotz des Widerstands Empathie zu bewahren bzw. in welchen Zwiespalt die Frauen schon immer stehen. Es ist eine gute Mischung und könnte für meinen Geschmack sogar an manchen Stellen noch etwas mehr in die Tiefe gehen. Ich kann es allen interessierten Leser:innen empfehlen.
Rezensionen von inya:
super für alle Fans
Pokémon Handbuch: Pokémon: Timelines von Kristina Lunz
Ich bin schon immer ein Pokemon Fan und das ist ein Teil meiner Kindheit und Jugend. Deshalb fand ich dieses Buch so toll, um zum einen in Erinnerungen zu schwelgen und zum anderen um mich in der neuen und erweiterten Pokemon Welt zurecht zu finden. Ich finde dieses Buch hat alles ganz toll vereint. Denn es zeigt die komplette Reise von Ash von Beginn an bis zum Ende und es ist einfach super aufbereitet.
Es ist mit ganz vielen Bildern untermauert und macht einfach total Lust sich in den Kosmos der kleinen Pokemons und ihrer Freunde zu begeben. Denn natürlich sieht man in dem Buch auch ganz viele Pokemons. Ich möchte mit diesem Buch die Pokemons meinen Kindern näher bringen, denn das Pokemon Fieber hat sie noch nicht ganz erfasst. Dieses Kinderbuch habe ich mir als Mama gekauft und bin mir sicher dass es meine Kinder genau so begeistern wird.
Rezensionen von Julia:
Für mich leider kein Krimi
Verbrannte Gnade von Margot Douaihy
Bei dem Klappentext habe ich mich total auf einen spannenden Krimi mit einer ermittelnden Nonne gefreut, ein bisschen wie Sister Act. Vielleicht hatte ich da einfach schon zu viele Vorstellungen und wurde deshalb vom Buch etwas enttäuscht.
Man ist ziemlich schnell in der Geschichte und direkt beim ersten Brandanschlag und Todesopfer.
Danach tröpfelt das Buch aber leider vor sich hin. Wir erfahren immer wieder etwas über Schwester Holidays Vergangenheit, die alles andere als gewöhnlich ist und nicht unbedingt mit einer Nonne in Verbindung gebracht wird. Aber so richtige Ermittlungsarbeiten kommen leider nicht auf, weder auf Seiten von Holiday noch auf Seiten der Polizei. Während Holiday mehr oder weniger irgendwelche Anschuldigungen, ohne wirkliche Beweise, in den Raum wirft, wird die Arbeit der Polizei klischeehaft als schlecht dargestellt.
Die einzelnen Personen werden für mich leider nicht greifbar und auch für Holiday konnte keine Sympathie aufbauen. Klar, eine lesbische Nonne mit Tattoos ist sicherlich ein interessanter Charakter, jedoch wird auf diesem Thema gefühlt auf jeder Seite herumgeritten, ohne Tiefgang. Irgendwann hat es mich einfach nur noch genervt.
Da man keine wirklichen Ermittlungsarbeiten hat, tappt man natürlich auch als Leser durchgehend im Dunkeln und hat nie auch nur den Hauch einer Ahnung, wer denn nun eigentlich der Täter sein könnte. So rückt die Tat meiner Meinung nach mehr oder weniger in den Hintergrund. Das Ende kommt dann abrupt, die Auflösung des Falles erfolgt eher zufällig.
Für mich war dieses Buch leider alles andere als ein Krimi. Weder hat sich für mich Spannung aufgebaut, noch wollte ich irgendwie die Entwicklung von Holiday miterleben, da sich für mich dabei nicht genug Interesse aufgebaut hat. Das übrige hat dann der gewöhnungsbedürftige Schreibstil getan. Für mich wird dies das einzige Buch dieser Reihe bleiben.
Rezensionen von Lesemama:
Eine berührende Geschichte
Der Bademeister ohne Himmel von Petra Pellini
Zum Buch:
Linda ist fünfzehn und hat nur zwei Freunde. Den dreizehnjährigen Kevin und den sechsundachtzigjährigen Hubert. Hubert ist dement und auf bitte seiner Tochtee verbringt Linda drei Nachmittage mit ihm um die Pflegerin Ewa zu entlasten.
Meine Meinung:
"Es gibt zwei Menschen, die mich von der Sache mit dem Auto abhalten.
Kevin und Hubert. Kevin wohnt um die Ecke, ist voll intelligent und Hubert wohnt im dritten Stock und ist voll dement."
Das sagt eigentlich schon alles aus. Linda hegt den Wunsch vor ein Auto zu laufen und ihrem Leben ein Ende zu setzen, aber Kevin und vor allem Hubert halten sie davon ab. Man erfährt wie Linda Kevin kennengelernt hat, wie sie zu Hubert kam und vor allem erfährt man von ihrer Zeit mit Hubert, dem sie mit ihrer Art sehr zu Seite steht. Huberts Tochter hat die Verantwortung einer Pflegerin übertragen und damit diese auch mal Zeit für sich hat, verbringt Linda drei Nachmittage bei Hubert.
Mich hat es sehr berührt wie Linda mit Hubert umgeht, wie sie sich um ihn kümmert und wie sie sich sorgt. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, manchmal fand ich es ein bisschen wirr, aber trotzdem konnte mich die Geschichte sehr gut unterhalten und vor allem sehr berühren. Erzählt wird mit der Ich-Perspektive aus Sicht von Linda. Ich mochte das Buch sehr gerne, auch wenn es sehr ruhig erzählt wird.
Rezensionen von kuhasi:
Nett aber traurig
Die Abende in der Buchhandlung Morisaki − Roman (Bücherliebe in Tokio 2) von Satoshi Yagisawa
Fortsetzung
Nachdem mir Band eins so gut gefallen hatte war das Buch eine absolute Pflichtlektüre. Der Schreibstil ist etwas eigen und es werden recht viele japanische Namen verwendet, trotzdem ist das Buch sehr angenehm zu lesen.
So wie es am Bucheinband als schnörkellos und leichtfüßig beschrieben wird kann ich das nicht bestätigen und Teil zwei der Geschichte ist auch ziemlich traurig.
Aber trotzdem war es schön die Geschichte weiterzulesen.
Takako-chan, die Hauptprotagonistin im Roman, hat ihre Liebe gefunden und ist mittlerweile auch gut im Sozialleben integriert. Onkel und Tante führen das Buchantiquariat und wann immer Takako kann hilft sie im Laden mit und besucht die Beiden.
Doch alles wird anders, als sie erfährt, dass Tante Momoko einen Rückfall der Krebserkrankung erleidet.
Der Autor führt uns schön durch die Erzählung und gibt Anstoß, manches im Leben zu ändern und gleich anzusprechen.
Mir persönlich hat Band 1 besser gefallen, aber trotzdem war auch dieses Buch echt nett, wenn auch ich mir ein erfreulicheres Ende erwartet hatte.
Rezensionen von JJ:
Das schlechteste Buch seit langem
Nachricht von Dad von Matt Haig
Sehr langatmig, es passiert nichts, seltsame Schreibweise, mühsam zu lesen....macht keinen Spaß...habe trotzdem fertig gelesen, ich dachte da muss noch was kommen...Fehlanzeige
Rezensionen von robertp:
Postkoloniale Verwerfung
Antichristie von Mithu Sanyal
Das Titelbild ist oben und unten mit einem indischen Ornament geschmückt, ein riesiger Tiger scheint die Queen Elizabeth II anzugreifen. In diesem Buch wird England und die Geschichte Indiens eine große Rolle spielen.
Durga ist Deutsche mit indischem Vater. Ihre Mutter eine emanzipierte Unabhängigkeitskämpferin, sei es für Frauenrechte oder später für die indische Unabhängigkeit, stirbt gleich am Anfang und beim Verstreuen ihrer Asche spürt Durga nochmals ihre Mutter zwischen den Zähnen.
Die Erinnerung an Sie dominiert die Kindheit der jungen Drehbuchautorin und auch noch in ihren späteren Jahren wird ihre Begeisterung für den Freiheitskampf der Inder ihr Leben beeinflussen. Wie?
Nun knapp nach der Beerdigung (besser Verschüttung der Asche) reist Durga zu einem Workshop nach London. Im Agatha Christie Writers Room sollen neue Ansätze für eine politisch korrekte Verfilmung von Hercule Poirots Romanen erarbeitet werden. Durga findet sich aber plötzlich als Mann und im indischen Widerstand gegen die Kolonialmacht England im Jahre 1905 wieder. Im India House lernt sie all die Helden des Befreingskampfes kennen, die ihre Mutter in ihrem Leben idealisiert hatte. Im Verlauf des Romans wechselt sie nun laufend (wirklich rasant) die beiden Epochen.
Der Roman spielt nun zwischen den beiden Zeitebenen. Als junger Inder Janjeev lernt sie, dass gewaltloser Widerstand zunächst von Gewalt (Attentate, Bombenbau) angetrieben werden muss, als Durga, dass Agatha Christie sakrosankt in England ist. Die Zeiten wechseln für mich als Leser so abrupt, dass ich (und auch Durga) stellenweise nur durch den Namen der Protagonisten feststellen kann in welcher Gestalt ich mich befinde – .. Welche Zeit war real? Die Kutschentaxis-und-Bombenbau-India-House-Zeit oder die Poirot-umschreiben-und-vor-der-Tür-dafür-beschimpft-werden-Zeit-im-Florin-Court?. S. 224. Beim Lesen erfährt man viel über Aufstände, Massaker und Attentate, die überlagert wurden von DER Geschichte des gewaltfreien Marsches von Mahatma Gandhi und Kurzweiliges darüber einen Film kulturhistorisch richtig zu inszenieren. Gott sei Dank ergänzt das Buch ein Glossar mit den wichtigsten Personen, dennoch ist es schwierig den langen Passagen über den Freiheitskampf zu folgen.
Ein Buch für alle die sich über den Freiheitskampf der Inder informieren wollen und nicht zögern langatmige Passagen über den Widerstand zwischen verschiedenen Fraktionen der Freiheitskämpfer zu lesen. Für mich war es schwierig bis zum Schluss durchzuhalten.
Rezensionen von Lesender:
Linn ermittelt
Nuss und Schluss | Ein cosy Hansel & Pretzel Herbst-Krimi von Dani Baker
Für Linn verläuft der erste Arbeitstag in der deutschen Bäckerei, in der kanadischen Kleinstadt Kitchener, ganz anders als geplant.
Sie entdeckt im Hof eine weibliche Leiche.
Daraus entwickelt sich eine aufregende Suche nach dem Täter. Was nicht so einfach ist, da es jede Menge verdächtige Personen gibt.
Aber wer war es wirklich?
Linn sucht eigentlich etwas Ruhe für einen Neuanfang, aber davon ist sie weit entfernt. Sie lernt einige neue Menschen kennen, die sehr individuell sind. Ihre Schwäche für attraktive Männer kommt hier voll zum Tragen, was mir manchmal zu viel war. Aber so wurde die Figur der Linn angelegt.
Ein Krimi der seine spannenden Momente hat, aber auch seine humorvollen Seiten.
Lässt sich leicht lesen und ist unterhaltsam.
Allerdings muss ich sagen, dass mir manchmal entfallen ist, dass die Geschichte in Kanada spielt. Das kam nicht so richtig rüber.
Die Backrezepte am ende des Buches gefallen mir!











