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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von mari_liest:

Eine besondere Gemeinschaft

Wohnverwandtschaften von Isabel Bogdan

„Wohnverwandtschaften“ von Isabel Bogdan hat mich durch seine ruhige, dennoch tiefgehende Erzählweise sofort in seinen Bann gezogen. Das Buch beschreibt das Zusammenleben von vier sehr unterschiedlichen Menschen in einer Wohngemeinschaft: Constanze, die sich nach einer Trennung dort wiederfindet, Jörg, der nach dem Tod seiner Frau etwas mit dem Leben und seiner Krankheit kämpft; Anke, eine Schauspielerin ohne festen Job, und Murat, der für seine kulinarischen Fähigkeiten innerhalb der WG bekannt ist.

Diese Gemeinschaft zu Beginn wie eine Zweck-Gemeinschaft, entwickelt sich zu einer echten Wahlfamilie.

Das Buch vermittelt, dass Familie nicht nur durch Blutverwandtschaft definiert wird, sondern durch die Verbindungen, die Menschen im Alltag füreinander schaffen. Bogdan zeigt auf feinfühlige Weise, wie fragil und gleichzeitig stark diese Wahlverwandtschaften sein können, vor allem, wenn sich die Mitbewohner*innen ihrer Verantwortung füreinander bewusst werden. Es gibt viele stille Momente, in denen scheinbar nichts passiert, doch gerade diese Ruhe erlaubt es, die emotionalen Stärken der Figuren zu spüren. Besonders berührt hat mich der respektvolle Umgang aller mit Jörgs Krankheit und wie sie trotz eigener Probleme zusammenhalten.

Die Geschichte berührt, und das Krankheitsthema wird einfühlsam und dennoch nie bedrückend behandelt. Trotz der stillen Erzählweise empfand ich den Roman nie als langatmig, im Gegenteil: Gerade das Fehlen großer Dramen empfand ich als sehr angenehm. Die Frage, was Familie ausmacht, wird hier auf wunderschöne Weise beantwortet – es sind nicht die Blutsbande, sondern die Fürsorge und das Miteinander, die zählen.

Für mich ist „Wohnverwandtschaften“ ein leises und intensives Buch, das ich jedem empfehlen würde, der eine Geschichte voller Menschlichkeit, Wärme und leiser Melancholie sucht.
Gerne eine Leseempfehlung!

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Rezensionen von mari_liest:

Ein Echo über das Leben - wenn es keine Antworten gibt

Mein drittes Leben von Daniela Krien


#danielakrien hat mit #MeinDrittesLeben erneut etwas geschaffen, das mich sehr, sehr, sehr be- und gerührt hat. Die Geschichte von Linda, die nach dem tragischen Unfalltod ihrer Tochter Sonja den Boden unter den Füßen verliert, hat mich in ihrer rohen und unverblümten Darstellung von Schmerz und Trauer umgehauen.

Die Fähigkeit, Lindas innere Zerrissenheit zu schildern, machte es mir leicht, mich in etwas einzufühlen, auch wenn ich solch einen Verlust selbst nie erlebt habe. Ihr Rückzug aufs Land wirkt nicht wie ein klassischer Neuanfang, sondern wie ein verzweifelter Versuch, den erdrückenden Gefühlen zu entkommen, die sie in der Stadt umgeben; den Erinnerungen auszuweichen, die sie täglich emotional erschlagen würden, Menschen zu entgehen, die sich sorgen und denen man nicht erklären kann, dass man nichts mehr ist. Das einfach nichts mehr übrig ist. Jeder Tag wird zur Prüfung, jede Handlung zur Herausforderung, und doch vermittelt Krien subtil die Möglichkeit eines neuen Lebens, selbst wenn es ein anderes ist als das, das Linda sich jemals gewünscht hätte oder welches sich in unseren Köpfen auftut.

Besonders wirkend fand ich die Dynamik zwischen Linda und ihrem Mann Richard. Obwohl sie beide den gleichen Verlust erlitten haben, gehen sie so divergent damit um, dass es unausweichlich scheint, dass sie sich voneinander entfernen. Während Linda sich in ihrer Trauer verliert und die Nähe zu ihrem früheren Leben meidet, sucht Richard weiter nach Halt im Leben. Seine Versuche, Linda zu erreichen, werden von ihr mit Ablehnung beantwortet. Die Spannungen zwischen den beiden spiegeln die Frage wider, wie Menschen gemeinsam trauern können, wenn jeder eine andere Art der Bewältigung benötigt. Die Schilderungen dieses emotionalen Konflikts wirken zutiefst ehrlich, ungefiltert und für mich vollkommen nachvollziehbar, ohne dass es immens sentimental erscheint.

Auch die langsame, beinahe zähe Art, in der Lindas Leben quasi wieder in eine Art Gestalt annimmt (auf dem Hof, den sie gemietet hat), finde ich stark. Katatonisch ist der Zustand für lange Zeit. Doch sie arbeitet sich auf völlig andere Art, anders als ihr Leben bisher war, wieder „an ein Leben“ heran. Retrospektiv lesen wir über ihre Kindheit, ihre Mutter, Sonia, ihren Job, ein Leben mit Richard. Rückblenden auf ihr „altes“ Leben und eine völlig andere Linda. Es gibt keinen Moment der plötzlichen Heilung, keinen klaren Wendepunkt. Stattdessen zeigt Krien, wie Trauer ein ständiger Begleiter bleibt und Linda nach und nach lernt, damit zu leben, auch wenn der Schmerz nie ganz verschwinden wird. Das Buch strahlt trotz der tiefen Traurigkeit einen feinen Funken Hoffnung aus: Die Zeit heilt nicht alle Wunden, aber sie lässt sie verblassen und erlaubt es, dass das Leben (irgendwann) weitergeht – wenn auch in einer anderen Form.

Manche Kritikpunkte an der Geschichte, die ich gelesen habe, wie bspw. Lindas vermeintlich übertriebene moralische Handlungen, empfinde ich als nicht störend, da sie für mich wie ein Teil ihrer Selbstfindung wirken. Sie spendet Geld und unterstützt andere nicht aus moralischer Überlegenheit, sondern als Teil ihres Versuchs, Kontrolle über ein Leben zurückzugewinnen, das ihr vollständig entglitten ist. Ein weiterer Kritikpunkt, den einige nannten: sie wirkt unsympathisch und man konnte keine Beziehung zur Protagonistin aufbauen. Ist es denn, angesichts dieses Plots, wichtig, dass die Protagonistin, die das für sich schlimmste erlebt, nämlich, dass ihr Kind stirbt, sympathisch ist? Denn in diesem Fall tut es nichts für oder gegen die Geschichte, ob wir Leser*innen diese Figur sympathisch finden. Dies ist eine Kritik, die ich nicht nachvollziehen kann. Und ist es denn immer wichtig, dass Figuren sympathisch sind – was lerne ich denn aus gewissen Romanen, Schilderungen, Erzählungen, wenn immer alles so läuft, wie in meiner Denke, nichts. In welche Reflexion kann ich mich begeben, wenn die Figur in einem Buch alles tut wie ich es (vermeintlich) tun würde!?


Dieses Buch ist für mich eines der bewegendsten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Die Feinfühligkeit im Ton, mit dem Krien den Umgang mit Trauer, Schuld und Verzweiflung beschreibt, hat mich wieder volle gekriegt. Mich hat das Buch u.a. auch so aufgewühlt, weil viele von Lindas Handlungen meine Gedankengänge treffen. Ich weiß, dass mein Papa irgendwann sterben wird. Das ist unumgänglich. Das ist in irgendeinen göttinnenverdammten Stein gemeißelt. Und wenn ich darüber nachdenke, dass dieser Tag X kommen wird, dann wird’s mir ganz eng um den Hals, mein Puls erhöht sich und die Brust wird mir extrem eng – dennoch kann ich mir vorstellen, dass ich eine Person wäre, oder auch bin, die den „Linda-Weg“ geht, weil ich keine Ahnung davon habe, wie dieser Verlust, dieser Schmerz, je wieder gut werden kann; wie dieses Gefühl in meinem Herzen jemals verschwindet. Aber jetzt habe ich zumindest eine Idee, die sich gut anfühlen könnte ….

Auch dieses Buch ist für mich eines, das wie ein Echo ist … es schreit ein Thema raus, und es hallt lange, mehrfach retour … es tut weh und es stellen sich so viele Fragen auf einmal, auf die es keine Antwort gibt – Antworten erst, wenn „es“ passiert ist.

#leseempfehlung von Herzen für ein #jahreshighlight!

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Rezensionen von Leser:

Der Gärtner war ... das Opfer.

Agatha Raisin und der tödliche Biss von M. C. Beaton



Vor diesem Buch habe ich noch nie etwas von Agatha Raisin gehört, gelesen oder gesehen.

Die Autorin ist bereits verstorben und hat in ihren Leben sehr viele Bücher geschrieben. Nach mehr als 100 Büchern, die vorwiegend im 19. Jahrhundert spielen, wechselte sie zu Kriminalromanen.
1992 startet ihre Detektivreihe um Agatha Raisin.

Die Geschichte ist unterhaltsam und wartet mit vielen Charakteren, vornehmlich den Dorfbewohnern, auf.
Einer davon ist der Gärtner, der diesen Mal nicht der Mörder, sondern das Opfer ist.

Sein Fundort war jetzt nicht sehr schön, da fragt man sich, wer und warum hat ihn ermordet und dort versteckt?

Natürlich stürzt sich Agatha in die Aufklärung des Falls, war doch George der Mann, in die sich verliebt und auf eine Beziehung mit ihm gehofft hatte.

Verdächtige lassen nicht lange auf sich warten. Es wird aufregend und unterhaltsam, bei den doch recht unorthodoxen Ermittlungsmethoden der Hobbydetektivin.

Mit Agatha bin ich allerdings nicht wirklich warm geworden. Sie sorgt zwar für heitere und einige spannende Momente, hat aber auch ihre anderen Seiten.
Diese machen ihren Charme in dieser Reihe aus, haben aber nicht immer meinen Nerv getroffen.

Ein netter Cosy-Crime für zwischendurch.

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Rezensionen von nessabo:

Langatmige Handlung, die Erzählstränge nicht auserzählt und charakterlich oberflächlich bleibt

Das Wohlbefinden von Ulla Lenze

Leider konnte mich der Roman trotz seines sehr interessanten Settings und einem Aufbau über mehrere Zeitebenen, was ich prinzipiell sehr gern mag, nicht überzeugen. Das hat für mich sprachliche, handlungstechnische und charakterliche Gründe.

Sprachlich fand ich das Buch eher anspruchsvoll. Die Autorin wechselt den Sprachstil passend zur Zeitebene, sodass mensch in den Kapiteln um 1907-1909 mit einer altertümlichen, steifen Sprache konfrontiert ist.

Literarisch halte ich das für sehr geschickt, dadurch aber auch wenig zugänglich. Wer eine anspruchsvolle, atmosphärische Sprache mag, wird hier mehr Freude haben als ich.

Die Heilstätten Beelitz waren mir vor der Lektüre völlig unbekannt und damit ein spannendes Setting. Und obwohl die Handlung zu Beginn auch vor allem dort spielt und ein paar Informationen zur Modernität und zum Behandlungsansatz des Ortes vermittelt werden, verliert sich der Roman im Weiteren zu sehr. Die Heilstätten spielen am Ende eine eher untergeordnete Rolle, was meine Erwartungen enttäuscht hat.

Und auch sonst werden mir viel zu viele Handlungsstränge eröffnet und große Schlüsselmomente angedeutet, denen der Roman am Ende nicht gerecht wird. Phasenweise wird ausschweifend und für mich langatmig erzählt, um eine Spannung zu erzeugen. Das hat manchmal sogar auch funktioniert und ich habe angespannt weitergelesen. Viel zu oft verlor sich die Handlung dann aber einfach und meine Spannung verpuffte. Das Okkultistische war für mich rückblickend viel mehr eine extrem ausgeprägte Religiosität, Anna stellte zunehmend eine Art gottgesandte Heilsbringerin dar, was der vorherigen Charakterzeichnung widersprach. Die vielen gottbezogenen Aussagen waren mir auch schlicht zu viel. Ich kann zwar auch mit Okkultismus nichts anfangen, würde dazu aber unter kritischen Gesichtspunkten trotzdem etwas lesen. Doch auch dieses erwartete Hauptthema verlor sich zunehmend im Buch.

Schließlich habe ich bis zum Schluss keine Beziehung zu den Figuren aufbauen können. Anna und Johanna sowie die Beziehung zwischen den beiden bleiben mir ein Rätsel. Besonders am Ende werden die Charaktere noch einmal ordentlich durcheinandergeworfen, sodass ich gar nicht mehr wusste, wer jetzt eigentlich wie wirklich war. Vanessa hatte als Urenkelin Johannas viel Potenzial, bleibt aber enorm oberflächlich und scheint einzig den Zweck zu erfüllen, Informationen aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu bringen. Da hätte es sicher elegantere Wege gegeben. Auch weitere Nebenfiguren bekommen kurzzeitig viel Raum, um dann im Nichts zu verschwinden.

Ich kann abschließend keine Leseempfehlung aussprechen. Der Roman ist literarisch herausfordernd, für manche Menschen vielleicht auch deshalb sehr ansprechend. Er kommt mit etlichen historischen, literarischen und philosophischen Referenzen daher, die ich oft nicht zuordnen konnte und deshalb zusätzlich wenig Freude hatte. Mit mehr Vorwissen in diesen Bereichen macht das Lesen vielleicht auch noch einmal mehr Spaß. Meine Kritik der vielen offenen Fragen und nicht greifbaren Figuren bleibt dann aber trotzdem noch stehen.

2,5 Sterne

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Rezensionen von peedee:

Winterlich-romantisch

Vier Wochen im Dezember von Laura Jane Williams

Bestseller-Autorin Evie Bird wurde vertraglich verpflichtet, bei der Verfilmung ihres neusten Buches in Deutschland dabei zu sein. Das gefällt ihr gar nicht, denn sie lebt und arbeitet sehr zurückgezogen. Die Romantische Strasse und das bevorstehende Weihnachtsfest sollten doch positive Gefühle hervorrufen, oder? Als sie auf Duke Carlisle, der die Hauptrolle übernimmt, trifft, ist nur eine Sache sicher: Sie können sich nicht leiden.

Die Streitereien sorgen für negative Schlagzeilen, daher werden sie von den Produzenten dazu verknurrt, eine Fake-Beziehung für die Dauer des Drehs zu führen. Die erzwungene Nähe sorgt aber für zarte Gefühle…

Erster Eindruck: Das gezeichnete Cover vermittelt romantisch-winterliche Emotionen – gefällt mir.

Evie ist berühmt, aber trotzdem kennt man sie nicht. Sie schreibt wohl viele Bestsellers, aber sie gibt keine Lesungen oder macht Autogrammstunden. Sie ist nicht einmal selbst auf Social Media aktiv. Sie will einfach nur in Ruhe schreiben, Geld verdienen, das Pflegeheim für ihre Mutter bezahlen und sich schöne Dinge kaufen können. Von Männern hat sie die Nase voll – sie enttäuschen einfach immer. Ja, immer. Ihr Vater, ein in Hollywood bekannter Mann, hat die Familie früh verlassen. Und Evies letzter Freund hat sich ebenfalls verabschiedet.
Duke ist Fan von Evie, obwohl er sie noch nie persönlich getroffen hat. Er liebt ihre Bücher und hat darum dafür gesorgt, dass sie beim Filmdreh anwesend sein muss. Evies Ablehnung macht ihm sehr zu schaffen, denn er will anderen immer gefallen. Er will geliebt werden – allen voran hätte er die Liebe seiner Mutter gebraucht.
Die Dreharbeiten gestalten sich schwierig, wenn die Stimmung zwischen Autorin und männlichem Hauptdarsteller explosiv ist. Und man kann nicht einfach der Laune ihren Lauf lassen, denn es hat zu viele Paparazzi, die für möglichst unvorteilhafte Fotos im Netz sorgen…

Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Mir haben die Beschreibungen von Orten und Stimmungen sehr gut gefallen. Interessant fand ich, dass die männliche Seite hier sehr empfindsam – und das meine ich nicht abwertend – beschrieben wurde. Besonders hervorheben möchte ich Evies Freundin Magda: Es ist ein grosses Geschenk, eine solche Freundin zu haben! Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir winterlich-weihnächtliche Momente beschert. Von mir gibt es 4 Sterne.

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Rezensionen von Meli:

Tödliche Magie, Verzweiflung und Intrigen

To Gaze Upon Wicked Gods - Falsche Götter von MollyX. Chang

Ich hatte am Anfang schon Schwierigkeiten, in die Welt einzusteigen, weil Bekanntes mit neuen Ideen gemischt wurde. So sind die Kolonisten Römer, die über Technologie verfügen und aus einer Welt stammen, die zunehmend verschmutzt wurde. Dazu kommen sie durch Portale nach Er-Lang, wo die Natur noch intakt ist, und halten die Bevölkerung unter anderem durch importierte Drogen unter Kontrolle.

Auf den ersten Blick war mir das etwas zu verwirrend, trotzdem versteht man die Geschichte und das Leid eines Landes, deren Bewohner unterdrückt werden.

Ruying versucht, ihre Familie zu beschützen, und als ihre eigene magische Gabe von den römischen Prinzen entdeckt wird, bleibt ihr keine andere Wahl, als den Befehlen von Prinz Antonius Folge zu leisten, sonst setzt sie das Leben ihrer Großmutter und ihrer Schwester aufs Spiel. Antonius scheint ihr auch noch das kleinste Übel zu sein, da er keinen Krieg zwischen den Reichen wünscht und Ruying mit Freundlichkeit begegnet. Aber wem kann Ruying wirklich vertrauen?

Man kann gut sehen, wie verzweifelt Ruying ist und wie sie sich selbst belügt, um noch irgendwie mit ihrer Situation klarzukommen. Sie ist eigentlich eher distanziert und rational und nach dem Wohl ihrer eigenen Familie liegt ihr auch das Schicksal von Er-Lang am Herzen. Aber die Handlungen, zu denen sie gezwungen wird, stehen in einem starken Kontrast zu ihrem Selbstbild, was mich frustriert hat und dadurch fand ich Ruying auch ziemlich anstrengend.

In der Geschichte geht es meist um Ruying, die an ihren Entscheidungen zweifelt und doch nichts ändert oder ändern kann, und so dreht sich die Handlung im Kreis und kommt nur langsam voran. Die Magie ihrer Welt sieht man hauptsächlich, wenn sie ihre kurzen Aufträge erledigt und diese sind in der Regel auch schnell abgeschlossen. Alles, was man darüber hinaus gesehen hat, fand ich aber schon ganz interessant. Ich bin insgesamt schon neugierig, wie es mit den beiden Welten weitergeht.

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Rezensionen von Harakiri:

interessant und spannend

Nordlicht - Das kalte Grab von Anette Hinrichs

Wer hat einen Grund, das Ehepaar Dahlmann zu töten? Dieser Frage müssen Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg von der Sondereinheit an der Deutsch-Dänischen Grenze nachgehen. Dahlmann war kein netter Mensch und hat sich viele Feinde gemacht. Doch welcher von denen hatte einen Grund zum Mord? Oder war es doch ganz anders?
Die Lösung liegt, wie schon so oft, in der Vergangenheit.

Doch, wie immer, gut verborgen. Und so haben es die beiden Ermittler nicht leicht, die Verdächtigen in eine Reihe zu bekommen. Es gibt viele Unnette, doch reicht das für einen Mord?
Hinrichs schreibt wie aus dem Leben gegriffen. Und nimmt – wie meist in ihren Büchern – einen wahren Hintergrund mit in die Handlung. Dieses Mal den Winter 1978/1979, als ein Schneesturm in Dänemark und im Norden Deutschlands das Leben lahm gelegt hat.
Die Story ist spannend erzählt und als Leser hat man keine Ahnung, wer denn nun der Täter sein könnte. Zu vielen Spuren gilt es nachzugehen, zu viele Verdächtige türmen sich auf. Und wieder einmal ist es ein kleiner Zufall, der schlussendlich doch zur Aufklärung führt. Ich liebe solche Krimis, bei denen man so gut miträtseln kann und am Ende dann überrascht wird.
Auch die persönliche Seite der Kommissare kommt zum Tragen, aber nicht überhand nehmend.
Fazit: Ein Krimi mit einem historischen Hintergrund. Interessant und spannend geschrieben.

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Heiße Weihnachts-Romance

The Christmas Fix von Lucy Score

Lucy Score schreibt für mein Empfinden meist Bücher, die viel Spice, aber wenig echte, authentische Handlung besitzen. Ist halt Geschmacksache, ob man das mag. Bei einigen ihrer Bücher ist es für mich too much, aber da ich weihnachtliche Romane über alles liebe, war ich hier sehr neugierig. Und ich muss sagen, dass die Story durchaus sehr stimmungsvoll und gelungen ist.

Hat mir gut gefallen.

Zum Inhalt: nachdem ein schwerer Sturm die Kleinstadt Merry kurz vor Beginn der Weihnachtszeit und damit der Haupteinnahmezeit vieler lokaler Geschäfte verwüstet hat, hat Reality-TV-Star Catalina King nur ein Ziel: die Stadt passend zum großen Weihnachtsfest wieder herrichten. Doch ihre Hartnäckigkeit stößt auf Gegenwehr, vor allem von Bürgermeister Noah Yates, der seine Stadt nicht vor die Kamera gezerrt sehen will.

Die Idee mit der Heimwerker- und Einrichtungsshow fand ich richtig gut ich liebe solche Sendungen tatsächlich total und liebe vor allem die Vorher/Nachher-Momente. Daher fand ich das Thema total ansprechend und fand auch cool, dass mit Catalina die Protagonistin kein klassisches Fernseh-Püppchen ist, sondern richtig zupacken konnte.

Catalina spielt zwar anfangs die unnahbare, aber sie war mir eigentlich von Beginn an sympathisch, weil sie weiß was sie will und ihr Leben zu ihren Bedingungen führt. Natürlich sprühen zwischen ihr und Noah die Funken und ich fand dieses Enemies to Covers sehr ansprechend umgesetzt. Was mir auch sehr gefallen hat: für Lucy Scores Verhältnisse ist das hier schon fast Slow Burn und Spice gibt es nur im letzten Drittel und auch nicht übermäßig viel.

Stattdessen geht es viel um Zusammenhalt, darum etwas zurückzugeben und seine Träume zu verwirklichen. Damit greift das Buch für einen weihnachtlichen Roman ein paar wirklich tolle Themen auf und das Wintersetting kommt super gut durch und ist sehr stimmungsvoll umgesetzt.

Ich habe die Leichtigkeit der Geschichte sehr genossen, mochte die wundervollen Dates zwischen Noah und Catalina und hatte einfach insgesamt großen Spaß mit der Geschichte.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Fesselnder Roman über eine Frauenfreundschaft

Wie wir waren von Heike Duken

In ihrem neuen Roman "Wie wir waren" erzählt Heike Duken die Geschichte zweier Frauen, die seit Kindertagen enge Freundinnen sind.

Paula und Zett sind 19 Jahre alt, als sie 1986 zum ersten Mal Urlaub auf einer griechischen Insel machen. Die beiden sind sehr verschieden, die ruhige Paula ist eher ängstlich und zurückhaltend, während die impulsive Zett mutig und beherzt durchs Leben geht.

Die Zeit auf der Insel ist nicht nur unbeschwert, und die beiden entzweien sich, als Paula sich gegen Zetts Rat dazu entschließt, zu ihrem handgreiflich gewordenen Freund zurückzukehren. Zwei Jahre der Funkstille vergehen, bis Paula ihre Freundin anruft, um sie mit schönen Neuigkeiten zu überraschen ....

Die Geschichte ist in schöner Sprache geschrieben und liest sich sehr flüssig. Es hat mir sehr gut gefallen, dass sie aus den wechselnden Perspektiven von Paula und Zett in der Ich-Form erzählt wird. Das ermöglicht dem Leser einen tiefen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistinnen. Die Freundinnen sind authentisch und bildhaft skizziert, wir lernen sie während eines Zeitraums von 18 Jahren immer besser kennen, begleiten sie im Alltag und erleben ihre Höhen und Tiefen. Die Freundschaft der beiden hält nicht allen Krisen stand, es kommt zu Zerwürfnissen und Versöhnungen. Die Entwicklung der Freundinnen über die Jahre ist sehr gut dargestellt. Während Paula, die in ihrer schwierigen Ehe gefangen ist und es immer allen recht machen will, im Laufe der Handlung immer selbstbewusster wird und endlich Entschlossenheit zeigt, blicken wir auf Zetts zunehmende Probleme, deren erschütternde Gründe sie Paula erst spät offenbart.

Mir hat das Buch über zwei Frauen, die mehr als eine reine Bilderbuchfreundschaft verbindet, sehr gut gefallen. Es ist keine leichte Lektüre, es geht nicht nur um Freundschaft und Liebe, sondern auch um Alkoholsucht, Untreue und Gewalt in der Ehe. Ich habe oft mit Paula und Zett mitgelitten, und ihre Handlungsweisen konnte ich nicht immer nachvollziehen. Sehr berührend fand ich Zetts liebevollen Umgang mit Lou, Paulas Tochter.

Ich habe den beeindruckenden Roman sehr gern gelesen, er hat mich gefesselt und nachdenklich gemacht. Leseempfehlung!

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Rezensionen von Lies_ein_Buch:

Wow, absolut nervenaufreibend

Everything We Never Said - Liebe lässt uns böse Dinge tun von Sloan Harlow

Ich finde Romantic Suspense ein super interessantes Genre-Crossover, das es eigentlich immer schafft, mich mitzureißen. Ich hatte bei der Aufmachung dieses Buches ein bisschen die Befürchtung, dass es sich als Dark Romance mit viel Smut entpuppen könnte, aber ich lag damit ja sowas von daneben. Dieses Buch hat mich sehr überrascht und wirklich beeindruckt zurückgelassen.

Zum Inhalt: nach einer Partynacht ist Ellas Lebens unwiederbringlich zerstört, denn ihre beste Freundin ist tot und Ella gibt sich selbst die Schuld daran. Trost findet sie ausgerecht bei Sawyer- Hayleys Freund, der vermutlich als einziger Ellas Verlust nachempfinden kann. Doch als Hayleys Tagebuch in Ellas Hände fällt, wirft dieses ein ganz anderes Licht auf Hayleys Beziehung- und damit auch auf Ellas aufkeimendes Glück.

Dieses Buch ist eigentlich von Beginn an richtig stark geplottet und absolut einnehmend. Ich war zuerst überrascht, dass die Figuren so jung sind, aber trotzdem sind die Charaktere toll ausgearbeitet und besonders Ella wirkt von ihrem Schmerz und ihren Schuldgefühlen sehr nahbar.

Die Themen sind echt nicht ohne, gleichzeitig finde ich es eigentlich total stark, dass sowas in Romance Büchern thematisiert und junge Frauen auf diese Themen sensibilisiert werden. Das Buch hält einige überraschende Wendungen bereit, die ich überhaupt nicht habe kommen sehen und die mich absolut schockiert und begeistert haben.

Das Buch ist toll geschrieben, wird hauptsächlich aus Ellas Perspektive erzählt. Aber daneben fand ich vor allem die Tagebucheinträge sehr gelungen, die viel zur bedrohlichen Stimmung beitrugen und eine gewisse Sogwirkung auf mich hatten. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, weil ich es nicht weglegen konnte und wollte.

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