Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Guter Reihenstart
Weihnachten im Himmelfjell Hotel von Kjersti Herland Johnsen
Himmelfjell Hotel, Band 1: Ingrid Berg hat ihre Karriere als Bergsteigerin und Expeditionsleiterin nach einem Lawinenunglück beendet. Sie kehrt in ihre norwegische Heimat zurück, um das Familienunternehmen, das Himmelfjell Hotel, zu leiten. Sie will ihre Grossmutter entlasten, die bis anhin die Leitung innehatte.
Um das Hotel und die Finanzen steht es jedoch nicht gut. Ihre Bemühungen, zu Weihnachten möglichst viele Gäste zu haben, werden torpediert. Wer hat etwas gegen sie? Dann kommt sie auch noch einem Geheimnis auf die Spur…
Erster Eindruck: Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut – richtig winterlich-weihnächtlich!
Die Geschichte wird in der Gegenwart und mit Rückblicken ins Jahr 1962 erzählt.
Ingrid hat das Unglück, das einen Wendepunkt in ihrem Leben darstellt, noch nicht verarbeitet. Sie lässt die Trauer nicht zu. Bei dem Lawinenunglück hat sie einen guten Freund verloren – und die Liebe zu Preben, ihrem Bergsteigerkollegen und damaligen Lebenspartner. Sie kann ihm seine Entscheidung nicht verzeihen. Ihre Grossmutter Borghild freut sich, dass Ingrid wieder da ist. Sie ist schliesslich bereits Anfang achtzig, aber noch täglich im Dienste des Hotels auf den Beinen. Als Gäste aus Amerika kommen, ist Borghild äusserst wortkarg, fast abweisend, was so gar nicht zu ihr passt. Was steckt dahinter? Ingrid ist frustriert, dass es finanziell so schlecht um das Hotel steht. Überall gäbe es etwas zu erneuern, doch fehlen dafür zahlende Gäste. Hotelketten machen ihr immer wieder Übernahmegebote. Aber noch will sie darauf nicht eingehen. Noch nicht.
Die Geschichte war sehr ruhig. Es fliessen immer wieder Erinnerungen ans Bergsteigen ein – eine Faszination, die, wenn sie einen einst gepackt hat, meist ein Leben lang nicht wieder verschwindet. Auch wenn Ingrid im Moment alles tut, um die Erinnerungen zu verdrängen. Das Geheimnis, das Borghild all die Jahre hütete, war schwer und schmerzvoll. Mir hat Borghild sehr leid getan.
Üblicherweise erwähne ich Schreibfehler in einer Rezension nicht, ausser sie sind sehr zahlreich. Bei der mir vorliegenden E-Book-Version hat es etliche Fehler (z.B. Wilkens bzw. Wilkins) – eventuell sind es technische Fehler bei der Aufbereitung des E-Books: immer wieder fehlen Wortteile. Das ist sehr schade, hat es doch meinen Gesamteindruck stark getrübt.
Nichtsdestotrotz, da ich ein ganz klein-wenig-fast-nicht-spürbar reihenanfällig bin, freue ich mich auf die Fortsetzung. Von mir gibt es 3 Sterne für diesen Reihenstart.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Ohne Rubens kein Rambo oder Rocky. Oder: Kunst verändert unser Leben
Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist Kunst von Jakob Schwerdtfeger
Der Autor – Comedian und Kunsthistoriker – nimmt den Leser mit in seine ganz persönliche Ausstellung. In 10 Kapiteln erklärt er Epochen, stellt kurz und knapp Künstler und Stile vor und ganz nebenbei erfährt man zahlreiche Funfacts und Anekdoten aus der Kunstwelt oder aus dem Leben des Autors.
Eine Kombination, die kurzweiliges Lesevergnügen garantiert.
Was mir allerdings besonders gut gefallen hat, ist die Tatsache, dass er vieles in diesem seltsamen Kunstuniversum hinterfragt – oft sehr witzig, aber nie respektlos. Er liebt „Kunst“ und das merkt man auf jeder Seite. Er begeistert und möchte Welten eröffnen. Denn bei ihm ist Kunst nie abgehoben, langweilig oder gar elitär. Ganz im Gegenteil! Nach seinem Verständnis macht Kunst das Leben bunter, witziger und interessanter. Sie bietet große Abenteuer und ist ein Geschenk für Kopf , Herz und Seele!
Kurz: ein amüsantes Buch für Kunstbanausen, staunende Laien und all jene, die in dieser seltsamen Kunstwelt den vollen Durchblick haben!
Lesenswert!
Rezensionen von Kwinsu:
Ein Spiel mit Schwächen
Das große Spiel von Richard Powers
Vier Protagonist:innen, die im Laufe der rund 500 Seiten auf vielen Zeit- und Irrwegen zueinanderfinden. Im Zentrum steht der Ozean, aber er ist nur ein kleiner roter Faden durch die Geschichte.
Rafi - ein hochintelligenter, bibliophiler junger Schwarzer, der aus seinem sozialen Milieu ausbricht. Todd, der sein Freund wird, obwohl seine Herkunft nicht unterschiedlicher sein könnte.
Sie beide verbindet eine seltsame Art der Freundschaft, die vor allem durch gemeinsames Spielen getragen wird. Diese endet, als der Ernst des Lebens beginnt, doch die intensive gemeinsame Zeit soll sie noch lange beschäftigen. Die Künstlerin Ina wohnt und schafft auf der kleinen französisch-polynesischen Insel Makatea und sieht, wie die Übermacht des Menschen die Natur zerstört. Die Kanadierin Evie lebt für das Tauchen in den Ozeanen, um ihre faszinierenden Geschöpfe kennen- und verstehen zu lernen. Alle sind Teil der großen Veränderungen unserer Zeit. Und ihre Schicksale hängen stärker zusammen, als es möglich schien.
Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, wie ich Richard Powers "Das große Spiel" fassen kann. Das Ende ist atemberaubend und lässt mich etwas ratlos, aber euphorisiert zurück. Der Weg dorthin hatte für mich aber teilweise extreme Längen, die auch mit Langeweile und Unmut verbunden waren, sodass ich zwischendurch immer wieder zu einem anderen Buch greifen musste.
Der Schreibstill Powers ist sensationell - wunderschön, philosophisch und stellenweise tiefberührend. In der Erzählung wird zwischen den Protagonist:innen abgewechselt. Todd spricht direkt zu den Lesenden, die anderen Figuren werden aus dritter Person erzählt. Ich habe bei "Das große Spiel" bemerkt, dass ich mit zwei Erzählinhalten nicht sonderlich viel anfangen kann: religiöse Welten - auch wenn es wie in diesem Fall Naturreligionen sind - sowie kapitalistische Narzissten. Beide Erzählstränge (Todd & die Inhalte auf Makatea) fand ich immer wieder sehr mühsam zu lesen, besonders weil sie ziemlich ausschweifend beschrieben werden.
Voll in den Bann gezogen hat mich hingegen die Erzählung um Evie - ihre Beschreibungen der Tauchgänge, was sie dort sieht und fühlt, waren für mich zu tiefst berührend und ich konnte mich zu hundert Prozent in die Figur hineinfühlen. Auch ihre schwierige Beziehung zu anderen Menschen, allem voran ihrem Mann und ihren Kindern, sind absolut nachvollziehbar. Der Aufbau der Freundschaft zwischen Rafi und Todd fand ich ebenfalls gut gelungen, auch weil sie wechselseitig zwischen Todd als Erzähler und der distanzierteren Beschreibung von Rafi geschildert wurde. Der plötzliche Bruch, den die Beziehung der beiden erlitt, kann ich ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen. Zudem gibt es einen weiteren Protagonisten - den Bürgermeister von Makatea, der eine wesentliche, wenn auch keine verbindende Rolle in der Geschichte spielt. Seinen Unmut gegen sein eigenes Amt und den damit einhergehenden, zu treffenden Entscheidungen fand ich erfrischend und mitunter sogar lustig.
Die zeitlichen Sprünge sind teilweise so unverhofft, dass es einige Zeilen oder auch Seiten dauerte, bis ich sie halbwegs zuordnen konnte und stellen oft einen Bruch in der Geschichte dar, der für mich ab und an zu konstruiert und unnötig wirkte. Wenig nachvollziehen konnte ich die Gewichtung des Erzählten - weshalb wir z.B. zwar viel über die Entwicklung der Freundschaft von Todd und Rafi und Todds weiteren Werdegang erfahren, allerdings kaum etwas über das Post-Freundschaftsbruch-Leben von Rafi und Ina. Beide bleiben für mich im gesamten leider zu wenig gezeichnete Figuren.
Mein Fazit: "Das große Spiel" besticht mit einer großartigen Sprache und einer interessanten Storyline, die leider immer wieder durch langatmiges Erzählen unterbrochen wird. Die Charaktere werden unterschiedlich ausgearbeitet, die Gewichtung des Erzähltes konnte nicht immer nachvollzogen werden. Trotz einiger Schwachpunkte werden mir die Szenen mit der Taucherin Evie und dem nachhallenden Ende noch lange in Erinnerung bleiben.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Berührende wahre Geschichten aus dem Berufsalltag einer Hospizschwester
Zwischen den Welten von Hadley Vlahos
"Zwischen den Welten" von Hadley Vlahos ist ein ganz besonderes Buch einer mutigen und einfühlsamen jungen Frau, das in mir sicher noch lange emotional nachwirken hat und transformiert hat, wie ich über den Prozess des Sterbens und damit das Ende des Erfahrungsprozesses im menschlichen Körper und den Übergang in ein unbekanntes Danach denke.
Sterben und der Tod - das sind Themen, mit denen sich viele Menschen lieber nicht so genau befassen, solange sie es nicht müssen. Und die uns doch immer wieder im Leben einholen, in Form geliebter Menschen, die wir durch den Tod verlieren, bis wir schließlich selbst an der Reihe sind. Hadley Vlahos wurde schon jung mit heftigen Themen konfrontiert: als Jugendliche hat sie den plötzlichen Tod eines guten Freundes miterleben müssen, dann wurde sie im Alter von 20 Jahren ungeplant alleinerziehende Mutter, hatte mit sozialer Ausgrenzung durch ihre sehr religiöse Familie und mit Armut zu kämpfen, und musste ihr Studium abbrechen, um ganz alleine für ihren Sohn zu sorgen.
Das ursprünglich von ihr geplante Studium und ihre ursprünglichen Berufswünsche (einer davon Schriftstellerin - wie schön, dass sie sich dem mit diesem Buch doch noch annähern konnte) ließen sich erst einmal nicht mehr realisieren... aber was möglich war, war die Ausbildung zur Krankenschwester und schließlich zur Hospizschwester. Im jungen Alter von 22 begann Hadley also, als Hospizschwester sterbenden Menschen zur Seite zu stehen, ihre Schmerzen zu lindern, für sie da zu sein und für einen möglichst angenehmen, sanften und selbstbestimmten Übergang aus diesem Leben zu sorgen.
Sehr persönlich und berührend erzählt Hadley in dem Buch sowohl aus ihrem eigenen Leben als auch aus ihrem Berufsalltag. Dazu schildert sie insgesamt etwa zwölf Fälle von sterbenden Menschen, die sie als Hospizschwester begleitet hat, meistens zu Hause bei den jeweiligen Menschen, gelegentlich auch im Spital. Wir erleben die Begleitung dieser Menschen hautnah mit, ab dem ersten Kontakt, den Hadley als Hospizpflegerin mit ihnen hatte, über die laufenden Kontakte bis zu ihrem Tod.
Dabei wird deutlich, wie einfühlsam, menschlich und mutig Hadley ist, wie sie mit all diesen Menschen eine nahe Beziehung eingeht und sich berühren lässt, aber gleichzeitig auch sich selbst reflektiert und daran arbeitet - zeitweise auch mit therapeutischer Unterstützung - an diesem fordernden Beruf, den die meisten nach kurzer Zeit wieder verlassen, zu wachsen statt auszubrennen.
Wir erleben mit, wie Hadley aus jeder Begegnung etwas für sich persönlich mitnimmt, daran wächst und reifer wird und wie sie es am Ende auch schafft, gegen Ungerechtigkeiten und unnötige Formalismen und Hierarchien aufzubegehren und sich bedingungslos für das Wohl ihrer Schützlinge einzusetzen.
Auf der einen Seite kann das Buch also auch als Memoir über Hadley und ihren persönlichen Entwicklungs- und beruflichen Emanzipationsprozess gesehen werden.
Auf der anderen Seite vermittelt es aber auch über die Fallgeschichten viel Wissen über den Sterbeprozess und über die teilweise unerklärlichen Phänomene, die dabei immer wieder auftreten, unabhängig von vorigen religiösen Überzeugungen der Sterbenden: so gibt es zum Beispiel bei sehr vielen Sterbenden aller möglichen religiösen Hintergründe und auch bei Atheisten und Atheistinnen das Phänomen, dass diese am Ende ihres Lebens den Eindruck haben, von wohlmeinenden schon verstorbenen Angehörigen begleitet, getröstet und abgeholt zu werden, und zwar in einer Form, die sich von sonstigen Halluzinationen oder Wahnvorstellungen deutlich abgrenzt.
Und wir erfahren auch, dass der Tod, wenn er auf natürlichem Weg eintritt, oft ein gradueller Prozess ist, ein Immer-Weniger-im-Leben-sein, ein schrittweiser Abbau von Körperfunktionen und Bewusstsein, bis schließlich der tatsächliche Tod eintritt. Und dass dieser Prozess oft zeitlich relativ genau eingrenzbar ist: für mit dem Thema Erfahrene gibt es oft eindeutige Zeichen, dass der Sterbeprozess begonnen hat und der Tod sehr wahrscheinlich innerhalb der nächsten ca. 72 Stunden eintreten wird.
Es ist also ein in vielerlei Hinsicht lehrreiches und berührendes Buch, das wertvolle Informationen für alle bietet, die bereit sind, sich nicht nur intellektuell, sondern auch emotional (ich habe beim Lesen der Geschichten immer wieder weinen müssen) auf ein zwar dunkles und tiefgehendes, aber doch auch transformatives Thema einzulassen, das uns früher oder später alle betrifft. Absolute Leseempfehlung für alle, die mutig genug für diese Konfrontation sind!
Rezensionen von Lilli33:
Für den Anfang ein empfehlenswerter Ratgeber
Typgerechte Hundeerziehung von Eva Birkenholz; André Vogt
Für den Anfang ein empfehlenswerter Ratgeber
Die erste Hälfte des Buches beschäftigt sich eher mit der Theorie: Wie „funktioniert“ ein Hund, wie funktioniert Erziehung, wie Training? Was sollten wir dem Hund unbedingt beibringen, was braucht es nicht? Die ausgewählten Übungen halte ich dabei für sehr sinnvoll.
Es sind alles Dinge, die ich in meinem Alltag mit Hund gerne nutze. Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt das Buch nicht. Untermauert wird die Theorie mit vielen Beispielen, oft aus dem Alltag der Autor*innen. Sehr anschaulich wird alles ausgeschmückt mit ansprechenden Fotos.
In der zweiten Hälfte kommen wir dann zu den konkreten Übungen.
Wie schon in André Vogts Ratgeber „Typgerechtes Welpentraining“ gibt es auch in diesem Buch Tipps für das Training mit bestimmten Hunde-Charakteren, dem Draufgänger, dem Sturkopf, dem Sensiblen und dem Gemütlichen, wobei natürlich klar ist, dass die wenigsten Hunde sich lediglich einer einzigen Kategorie zu hundert Prozent zuordnen lassen. Im Gegenteil sind die meisten Misch-Charaktere, wobei aber vielleicht ein Typ vorherrschend ist. Je nachdem, was wir gerade üben wollen, können wir es bei ein und demselben Hund auch mit unterschiedlichen vorherrschenden Typen zu tun haben. Auf jeden Fall helfen die differenzierten Tipps, feiner auf unseren Hund einzugehen.
Die Trainingsabläufe sind nachvollziehbar erklärt und werden durch online abrufbare Videos noch zusätzlich veranschaulicht.
Für Hundehalter*innen, deren Hund quasi noch ein unbeschriebenes Blatt ist, finde ich diesen Erziehungsratgeber ganz gut gelungen. Wessen Hund aber bereits ein wie auch immer geartetes Problemverhalten zeigt, wird dieses hiermit nicht unbedingt ändern können.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Spekulatius, der Weihnachtsdrache. Spekulatius und das Abenteuer im Herbstwald von Tobias Goldfarb
Herbstzeit ist Jagdzeit. Das bekommen die Kinder Mats und Matilda am eigenen Leib mit, als sie einen Ausflug in den Wald mit der Klasse unternehmen wollen und dabei aus dem von einem gewissen Freiherrn von Freysinn gekauften Wald vertrieben werden. Denn der Freiherr möchte den Wald einzäunen und eine riesige Jagd veranstalten.
Wie sollen die Kinder den Tieren helfen? Wie gut, dass sie dabei nicht alleine sind und ein Weihnachtsdrache bei großer Not auch außerhalb von Weihnachten die Weihnachtsinsel verlassen darf...
Mir hat das Thema sehr gefallen, auch wie es behandelt wurde. Neben vielen herbstlichen Eindrücken mit Drachensteigen, Kürbissuppe und bunten Blättern kommen die Tiere des Waldes nicht zu kurz und man erfährt so nebenbei das eine oder andere, etwa über die Essensgewohnheiten der Tiere. Das Ganze kommt aber nicht fad uns sachlich daher, sondern mit viel Witz und lustigen Szenen, an denen sich bei uns die Kinderherzen immer erfreuen, wenn es um Spekulatius geht. Alleine, wenn "Specki" mit seinem Sprachfehler zu Wort kommt, wird es schon lustig :-) Ein buntes Abenteuer, dass auch farbig illustriert ist - was für uns ein weiterer Pluspunkt ist! Die Illustrationen ziehen sich durch alle Bände, haben Wiedererkennungswert und helfen, sich die eine oder andere schräge Situation auch vorzustellen (Stichwort Drachen steigen lassen oder auch Kostüme). Uns hat die Geschichte vollends begeistert.
Rezensionen von Marie aus E.:
Eigenartiges Buch
Kleine Monster von Jessica Lind
Das Buch beginnt noch, wie im Klappentext angegeben: Pia und Jakob, die Eltern des siebenjährigen Luca, wurden in die Schule geordert.
Es gab einen Vorfall (der auch später nicht konkretisiert wird).
Während Jakob schnell wieder zur familiären Tagesordnung übergeht, wachsen in Pia immer mehr Zweifel.
Ist Luca wirklich der unschuldige, brave Junge?
Dann wechselt die Handlung zu Pias Kindheit und einem Kindheitstrauma. Die Beziehung zu Eltern und Geschwistern - um dann wiederum zu Jakobs Familie zu springen, zurück zu Luca und wieder weiter tief in Pias Kindheit.
Es lässt ein Gefühl von unguter Spannung im Sinne von "Was wird noch Schreckliches passieren und was geschah Furchtbares" immer weiter gären.
Um mich dann mit einem schalen Gefühl von "Hm. So endet die Geschichte also" zurückzulassen.
Ich habe mir hier mehr erwartet.
Rezensionen von Claudia R.:
rasant und skurril
Die rauen Nächte von Graz von Robert Preis
Klappentext / Inhalt:
Düster und melancholisch, nervenzerreißend und tiefgründig.
Weihnachten in Graz: Schneeflocken tanzen durch die Luft, Glühweinduft weht durch
die Straßen, Sonderermittler Armin Trost ist verliebt – es könnte alles so schön sein. Wäre da nicht ein Serienmörder, der die Stadt in Angst und Schrecken versetzt.
Seine Opfer sind junge Frauen, sein makabres Markenzeichen ist ein Blumenstrauß, den er an den Tatorten hinterlässt. Trost ermittelt undercover und findet sich bald auf einem Höllentrip wieder, der ihm alles abverlangt. Bis er selbst mehr tot als lebendig ist.
Cover:
Das Cover zeigt eine dunkle düstere Gasse und vermittelt so bereits einen spannenden Eindruck. Optisch und farblich ist dies sehr gut und passend umgesetzt. Das Interesse wird durch das Cover auf jeder Fall geweckt.
Meinung:
Es handelt sich hierbei bereits um den neunten Fall für Armin Trost. Dieser ist mir bereits durch einige seiner vorherigen Fälle gut bekannt und so kann ich ihn und auch den Schreibstil des Autors gut fassen und greifen. Man kann die Bücher aber auch gut unabhängig voneinander lesen, da die Fälle in sich geschlossen sind. Um jedoch in Hintergründe, Verwicklungen und das Private hineinzuziehen kommen, sind Vorkenntnisse schon von Vorteil. Auch die Charaktere sind so besser greifbar.
Inhaltlich möchte ich hier an dieser Stelle nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück, da ich nicht spoilern oder gar zu viel erzählen möchte.
Der Schreibstil ist speziell und fesselt zugleich an Geschehnisse und Ereignisse. Auch die Charaktere sind gut durchdacht. Spannung wird aufgebaut und man kommt in das Gesamte gut hinein. Teils nimmt es ein wenig zwischendurch ab, wird dann aber wieder recht gut aufgenommen und bleibt auch bis zum Schluss extrem interessant und spannend. Die Ermittlungsmethoden sind teils etwas unkonventionell und skurril, aber genau das macht es auch aus.
Die Kapitel sind teils recht kurz und machen es so sehr spannend und bringen Tempo hinein. Gliederung, Struktur und Gestaltung sind toll umgesetzt. Die Anfänge gut erkennbar und die Überschriften passend gewählt.
Fazit:
Rasant, unterhaltsam, skurril und spannend umgesetzt.
Rezensionen von nislin:
Innere Mitte
Die Kunst des InnSæi von Hrund Gunnsteinsdóttir
Das Buch "Die Kunst des InnSæi" besteht aus fünf Kapiteln, in welchen unter anderem der Begriff des Innsaei näher ausgeführt wird. Gunnsteinsdóttir hebt hervor, wie uns die moderne Welt einnimmt und damit eine Entfremdung von unserem Bewusstsein einhergeht. Daher ist die Auseinandersetzung mit der Innenwelt und Achtsamkeit so bedeutsam.
Es werden verschiedene Achtsamkeits- und Atemübungen beschrieben und weitere Tipps gegeben, um die eigene Innenwelt besser kennenzulernen und sich mit dieser zu befassen.
Mir hat die Herangehensweise der Autorin durch die Übungseinheiten als auch die biographischen Elemente zugesagt. Ich fand es nicht belehrend, sondern konnte ihr inhaltlich gut folgen und für mich einige Anregungen mitnehmen. Für Einsteiger in Themen wie Achtsamkeit und die innere Mitte ist das Buch eine gute Lektüre.
Rezensionen von nuean:
L wie Lafer, leider enttäuschend
L wie Lafer von Johann Lafer
Ich liebe Kochbücher und habe eine Menge davon. Auch das neue Kochbuch von Johann Lafer hat mich auf den ersten Blick begeistert. Ich liebe das schlichte aber edle Design. Ich habe schon Kochbücher des Kochs und war sehr gespannt auf die Lieblingsrezepte.
Leider hat sich beim ersten Durchblättern des Buches schnell Ernüchterung breitgemacht.
Ich habe mir unter Lieblingsrezepten schon klassische, zur Jahreszeit passende deftige Gerichte vorgestellt, die aber vielleicht neu interpretiert werden. Ein paar wenige sind dabei wir Rheinischer Sauerbraten oder Szegediner Gulasch. Allerding sind auch viel vegetarische Rezepte und auch Tofu Rezepte dabei, womit ich gar nicht gerechnet habe. Auch die teils englischen Bezeichnungen haben mich verwirrt.
Der Aufbau des Buches ist gut. Es beginnt mit einem kurzen Vorwort, danach folgen Suppen, Kleine Gerichte, Fisch, Fleisch, Vegetarische Gerichte, Desserts und Gebäck. Die Bilder sind sehr ansprechend und machen schon Appetit. Die Rezepte sind sehr genau beschrieben, schon eher für Kochanfänger, da wirklich jeder kleinste Schritt erwähnt wird. Die Schritt-für-Schritt Anleitungen sind ganz nett, aber manche auch irgendwie etwas zu viel für mich.
Alles in allem werde ich eventuell ein paar Rezepte ausprobieren, aber ich habe mir deutlich mehr erhofft und bin schon etwas traurig. Aber wenigstens sieht das Buch toll in der Küche aus.
Fazit: Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt.











