Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine herbe Enttäuschung

Manolo Blahnik und der Traum vom Erfolg von Charlotte Jacobi

Ich habe schon mehrere Bücher von Charlotte Jacobi (Hinter diesem Namen verstecken sich Eva-Maria Bast und Jørn Precht) gelesen, unter anderem die Trilogie „Das Haus der Perlen“, die mir sehr gut gefallen hat. Da ich, wegen meiner Schuhgröße (35,5) kaum schöne und bequeme Schuhe finde, habe ich einen Schuhfimmel und deshalb zu vorliegender Romanbiografie von Manolo Blahnik gegriffen.

Doch leider bin hier herb enttäuscht worden! Vom Inhalt her habe ich nicht mehr erfahren als in Wikipedia zu finden ist. Noch dazu wird Blahniks kindliche Passion, einer Eidechse silberne Schuhe anzumessen, gefühlte 100 Mal wiederholt. Auch wenn das ein Schlüsselerlebnis ist, nach der dritten Wiederholung können wir Leser uns das merken.

Ich hätte mir mehr Beschreibung zur Materialauswahl erwartet. Wo findet Blahnik seine Rohstoffe wie Leder und Zubehör? Wie erstellt er den Leisten für seine Modelle? Alle diese technischen Details interessieren mich. Davon ist leider wenig bis gar nichts zu lesen. Da habe ich die Website des Designers zu Rate ziehen müssen. Okay, das Autoren-Duo erwähnt, dass Blahnik das Schusterhandwerk erlernt hat.

Zudem widerspricht sich der Designer selbst, wenn er davon spricht, einen bequemen Schuh, der nicht drückt, zu konstruieren. Für Herrenschuhe mag es zutreffen, Stil und Bequemlichkeit zu vereinen. Aber Damenschuhe? Ich habe einen Blick auf seinen Online-Shop gemacht. Wer behauptet, dass spitz zu laufende Stilettos mit einer Absatzhöhe von 15 cm bequem sind, der oder die sollte zur Strafe eine Marathondistanz (42,8 km) bei 30 Grad im Schatten auf Stilettos gehen müssen, zumal die schmalen Riemchen überhaupt keinen Halt geben. Die Modelle Zaera, Martebal, Mayesalepump und Vices scheinen noch am ehesten den Anspruch an „bequem“ zu erfüllen, auch wenn sie den Zehen wenig Platz bieten. Und was schön ist, liegt im Auge des Betrachters. Manolo Blahnik hat recht, wenn er wie beschrieben sagt, ein passender Schuh perfektioniert das Aussehen und den Auftritt.

Auch die Person Manolo Blahnik kommt für mich persönlich sehr eindimensional herüber. Keine Silbe über sein Privatleben. Es ist natürlich durchaus möglich, dass er seine private Seite geheim halten möchte. Aber, das hätte auch erwähnt werden können.

Fazit:

Leider hat mich diese Romanbiografie enttäuscht, daher gibt es nur 2 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Bellis-Perennis

Rezensionen von S.:

Mit zu Mode

Neue Zeiten auf der Kö – Die Designerin von Bettina Lausen

Mut zur Mode
Londonerin Grace fährt 1954 zur Hochzeit ihrer Freundin nach Berlin. Gegen den Willen ihrer Eltern. Sie hat heimlich Deutsch gelernt, findet sich gut zurecht. Die Bekanntschaft mit Luciano, einem Schneider, verändert alles. Düsseldorf gefällt ihr gut und eine unerwartete Möglichkeit gibt ihr die Chance, zu bleiben.

Man erfährt viel über die Mode der 50er Jahre, die Modewelt überhaupt. Das ist interessant. Ob eine mit Mühen ausgerichtete Modenschau Erfolg bringt?
Bettina Lausen schildert eine Liebesgeschichte, die Liebe zu einem Mann, aber auch zu Mode und Design. Es gibt Höhen und Tiefen, nachvollziehbar, verständlich. Ihre Grace ist eine mutige und kreative Frau, sie wird glaubhaft beschrieben. Der in lockerem Stil gehaltene Roman liest sich angenehm, vermittelt ein Stück Zeitgeschichte, ist unterhaltsame Lektüre.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von S.

Rezensionen von nessabo:

Selbstironisch, freundschaftszentriert und rundum liebevoll

I am cringe, but I am free von Verena Bogner

Ich hatte echt einige Erwartungen an diesen Roman, weil ich eine so deutliche Empfehlung bekommen habe. Und Verena Bogner hat mit ihrem literarischen Debüt jede einzelne erfüllt, wenn nicht gar übertroffen! Dieses Buch gehört definitiv zu meinen Jahreshighlights.

Die Ich-Erzählerin bleibt namenlos und mir gefällt der Gedanke, dass die Autorin hier irgendwie selbst erzählt.

Es bleibt zwar ein fiktionales Werk, aber es wirkt auf jeden Fall sehr authentisch und echt.

Die Schreibweise ist super flüssig, ich war von Anfang bis Ende ganz nah bei der Protagonistin und habe einfach viel zu viel selbst fühlen können. Die spezielle Atmosphäre der 00er-Jahre wird gut in Szene gesetzt, auch wenn sie für mich sogar noch intensiver hätte sein können. Doch beim Lesen hatte ich an etlichen Stellen das benannte Magazin selbst in der Hand oder den erwähnten Song im Ohr.

Und auch das Kernthema, also der Cringe und die Scham rund um das eigene Selbst, hat mich im positivsten Sinne getroffen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich irgendjemensch nicht irgendwo von dieser Geschichte angesprochen fühlt. Ob es die Scham für die eigenen langweilig scheinenden Interessen, den Körper oder das eigene Wissen ist - ich habe heftigst mitgefühlt.

Am wundervollsten ist jedoch der Fokus dieser Geschichte. Der liegt ganz klar auf den platonischen Beziehungen unseres Lebens, wodurch der Roman ein Appell für die Priorisierung ebendieser Beziehungen ist. Ich liebe es, wie bedingungslos die Freund*innenschaften der Protagonistin sind und ich habe mich mehrfach dankbar dabei ertappt, dass ich mittlerweile auch so tolle Menschen in meinem Leben haben darf. Menschen, die mich mit allem nehmen, wie ich bin und die sich von meinen Ängsten nicht vertreiben lassen.

Dieses Werk ist eine unglaubliche Wohltat. Es ist so nahbar und glaubhaft geschrieben, dass ich mich an so vielen Stellen einfühlen konnte. Dabei setzt es auf einen tollen selbstironischen Ton, der die Lesefreude nur noch einmal gesteigert hat. Die Geschichte ist liebevoll, wertschätzend und eine der klarsten Empfehlungen von mir in diesem Jahr.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nessabo

Rezensionen von Ryria:

Unter der Oberfläche verborgen

Weavingshaw von Heba Al-Wasity

Weavingshaw verbirgt so einiges: Illustrationen unter dem Cover (die Sonderedition von Thalia ist besonders schön!), unzählige Geheimnisse, Geister und die Seele der Autorin.
Genau wie Leena im Buch ist auch Heba Al-Wasity das Kind von Flüchtlingen und so wirken die Beschreibungen der verschiedenen Kulturen und der dazugehörigen Gefühle oft sehr persönlich.

Generell mochte ich diesen Aspekt der Buchwelt echt gerne, nur eine Karte hätte alles noch schön ergänzt, diese war leider nicht vorhanden.
Aber von Anfang: Leena hat die seltsame Gabe, Geister sehen zu können. Als ihr Bruder schwer erkrankt, geht sie einen Deal mit dem mysteriösen und bedrohlichen Saint Silas ein und arbeitet fortan für ihn. Ehrlich gesagt habe ich diesen Einstieg (Geschwister erkranken schwer) in letzter Zeit zu oft gelesen, aber zum Glück wurde nicht allzu viel Zeit darauf verwendet.
Das restliche Konzept hat mir dafür gut gefallen, beim Saint können die Menschen ihre Geheimnisse eintauschen, Leenas Fähigkeit ist hierbei natürlich besonders nützlich.
Nach und nach lernt man so mehr von der Welt kennen, enthüllt lange Verborgenes und blickt hinter die Fassade der Charaktere.

Die Atmosphäre wurde wundervoll eingefangen, sehr gothic wie versprochen, zwischendurch recht düster, der Geister-Aspekt toll eingewebt.
Die Handlung ist zwischendurch dafür recht langsam, statt auf schnelle Fortschritte wird auf stetigen Aufbau gesetzt. Besonders am Anfang konnte mich dies noch nicht so ganz packen, auch wenn ich durchaus neugierig war.
Zu der Entwicklung der Beziehung zwischen Leena und Silas hat dies aber gut gepasst, generell mochte ich beide Charaktere echt gerne, auch wenn es bei Silas natürlich etwas länger gedauert hat.
Auch Themen wie Rebellionen, die Kluft zwischen arm und reich und natürlich auch einige Fantasy-Elemente wurden spannend eingebaut.
Ein gelungener Auftaktband, ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Ryria

Rezensionen von Tina:

Wohlfühlroman mit ganz viel Herbstzauber

Oakfell Autumn Nights von Mimi Heeger

"Oakfell - Autumn Nights: Pumpkin Pies & Promises" hat mich total begeistert. Ich habe mich von der ersten Seite an in Oakfell und die wunderschöne herbstliche Atmosphäre verliebt.

Die Geschichte von Everlee und Cooper hat mich berührt und ich habe die beiden einfach gerne auf ihrem Weg begleitet.

Es gibt viele emotionale Momente, aber auch Szenen zum Schmunzeln, sodass für mich die Mischung einfach perfekt war.

Der Schreibstil lässt sich super leicht lesen und ich war viel zu schnell am Ende. Am liebsten wäre ich noch länger in Oakfell geblieben.

Schon das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich liebe den Kontrast zwischen dem schwarzen Buch und den leuchtenden Herbstfarben, das sieht einfach richtig schön aus. Und der Farbschnitt ist einfach ein Traum. Zusammen ist das Buch ein absoluter Hingucker und passt perfekt zur gemütlichen Herbststimmung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Tina

Rezensionen von Igela:

Machtkämpfe...

Ein unerhörter Wunsch von Ann Packer

Claire ist krank - todkrank. Mit Eliot verbindet sie 40 gemeinsame Jahre, zwei erwachsene Kinder, Enkelkinder und ein erfülltes und wunderbares Leben.

Eliot pflegt seine krebskranke Frau seit langer Zeit, nun möchte er ihr die letzte Zeit so angenehm wie möglich machen.

Doch Claire hat andere Pläne.

Sie möchte im Beisein ihrer besten Freundinnen, Michelle und Holly, die letzten Wochen verleben und in deren Beisein sterben.




Ist der Wunsch in Begleitung der Freundinnen zu sterben, statt mit dem eigenen Ehemann, unerhört? Ist das wirklich so empörend, unverschämt und unglaublich, wie die Bedeutung des Wortes "unerhört" suggeriert?

Nach vierzig gemeinsamen Jahren habe ich Elliots Empörung, die sich in Frust über die Zurückweisung gewandelt hat, verstanden. Ich habe stellenweise auch Claires Wunsch nachvollziehen können. Vor allem da ich hoffe, dass Claire das Sterben im Beisein der Freundinnen vorzieht, als Schutz für ihren Ehemann zu deuten ist. Mir haben beide Sichtweisen eingeleuchtet und damit hat mich die Geschichte berührt und auch langanhaltend beschäftigt. Bei solchen Schicksalserzählungen kommt man ja nicht drumherum zu denken, was wäre, wenn ich in der Situation stecken würde?

Sterben - Abschied nehmen - Loslassen sind die Themen in "Ein unerhörter Wunsch". Nicht nur Eliot muss loslassen, sondern auch die erwachsenen Kinder. Tochter Abby und Sohn Josh blieben für mich zu blass. Ich hätte mir gewünscht vermehrt ihre Sicht und mehr über ihre Gefühle zu erfahren.

Bedauerlicherweise konzentriert sich Ann Packer sehr auf Ehemann Eliot. Seine Sicht ist sehr dominant und omnipräsent. Er ist einer, der alles gibt, um seiner Frau ihre letzte Zeit so angenehm wie möglich zu machen. Oder besser gesagt: zu geben bereit ist.

Claire weiss das oft weder zu schätzen, noch honoriert sie das. Sie zieht ihr Ding mit ihren Freundinnen durch. Ich fand sie oft undankbar und egoistisch. Nun stellt sich die Frage, ob man an der Schwelle des Todes egoistisch und undankbar sein darf. Das muss wohl jeder für sich entscheiden. Mir jedenfalls war sie nicht sehr sympathisch. Ich konnte vieles, was das Frauen- Dreiergespann so abzog, nicht nachvollziehen, verstehen und gutheissen.

Die Krebserkrankung und die Hoffnungslosigkeit, dass Claire es genesen aus der Geschichte schafft, sind zweifelsohne emotional. Die Machtkämpfe zwischen Eliot, Michelle und Holly verwässern die emotionale Tiefe. Als positiv werte ich trotz meiner Kritikpunkte, dass der Plot völlig anders ist als in Büchern mit dem Thema Sterben sonst üblich.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Igela

Rezensionen von Doris:

Ein empfehlenswertes Kochbuch für alle, die gesund, regional, traditionell und mit Freude kochen möchten

Alpine Vitalküche von Karin Hofinger

Alpine Vitalküche von Karin Hofinger verbindet traditionelle alpine Küche mit einer modernen, gesunden Ernährungsweise. Die Rezepte sind abwechslungsreich, alltagstauglich und setzen auf regionale sowie saisonale Zutaten.

Besonders gelungen sind die interessanten Informationen über heimische Lebensmittel und nachhaltigen Genuss.

Die ansprechende Gestaltung und die schönen Fotos machen Lust, die Gerichte selbst auszuprobieren.

Fazit: Ein empfehlenswertes Kochbuch für alle, die gesund, regional, traditionell und mit Freude kochen möchten.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Doris

Rezensionen von Brombeere:

es geht so

Summer Heat von Solveig-Marie Kastner

Worum geht es?
Mia und Yanis arbeiten beide in einem Ferienresort und kommen sich dort näher. Doch beide scheinen in dieser Beziehung etwas anderes zu sehen und geraten immer mehr in Misstrauen.

Worum geht es wirklich?
Geld, Gewalt und Vergangenheit.

Lesenswert?
Nein, hat mich leider nicht überzeugt.

Die CHARAKTERE sind teilweise eher schwach, handeln naiv und scheinen nur nach einem schwarzweiß Schema gebaut zu sein.
Die ATMOSPHÄRE hingegen ist gut vorstellbar, aber irgendwie auch nichts besonderes und wirkt beliebig austauschbar.
Hinsichtlich SCHREIBSTIL war die Lektüre dann wieder in Ordnung und gut und schnell lesbar.
Die HANDLUNG ist leider die ersten 80% eher öde und erst Richtung Ende kommt Fahrt auf, nimmt dann aber eine ganz andere Richtung ein als ich ursprünglich dachte. Dann wirkt alles eher hektisch und unausgereift.
Wirklich SPANNEND fand ich das ganz auch nicht, aber irgendwie wollte man die Auflösung schon kennen. Der Klappentext greift meiner Meinung nach leider viel zu weit vor.
Hinsichtlich LOGIK kamen mit die Figuren eher unausgereift vor, der Rest war halbwegs okay.
Mein LESESPASS bei der Lektüre würde ich ebenfalls nur als okay beschreiben. Hat mich teilweise wütend gemacht und es ging mir zu oft nicht voran.
Meine Bewertung ist nach der CAWPILE-Methode aufgebaut und ergibt dann doch bei durchschnittlich 4,86 Bewertungspunkten knappe 3 Sterne für dieses Buch.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Brombeere

Rezensionen von clematis:

Was unmöglich scheint

Die Nachbarin. Lass sie nicht in dein Haus. von Nova Winter

Smilla und Jonas wagen einen Neuanfang im Schwarzwald. Durch einen Zufall rettet Smilla den Nachbarsohn aus einem See, aber statt Dankbarkeit schlägt ihr Ablehnung entgegen. Zudem kommt ihr der Bub merkwürdig vertraut vor. Welche Geheimnisse verbergen die Menschen rund um sie?

Kurzweilig mit knappen Kapiteln und wechselnden Blickwinkeln fließt das Geschehen flott dahin, die wenigen wesentlichen Charaktere – Smilla, Jonas und das benachbarte Ehepaar Lou und Quentin mit Sohn Moritz – sind rasch vorgestellt, schon kann das Verwirrspiel beginnen.

Bei diesem Thriller geht es nicht um blutrünstige Gewalt, sondern um fein gesponnene psychologische Winkelzüge. Physische und psychische Erkrankungen spielen eine gewisse Rolle, das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung wird mitunter infrage gestellt. Was heute noch unmöglich scheint, kann morgen schon Realität sein. Exkurse in die Vergangenheit unterbrechen die sonst chronologische Handlung, um aktuelle Geschehnisse zu verstehen. Smilla, die im Mittelpunkt der fesselnden Geschichte steht, nimmt einen sofort für sich ein, wie man die Hauptfiguren aber in „gut“ und „böse“ klassifizieren kann, bleibt bis zum Schluss offen. Nicht immer ganz glaubwürdig, ergibt die Auflösung aller Rätsel am Ende dann doch durchaus Sinn.

Ein spannender, unterhaltsamer Thriller, bei dem die Psychologie eine große Rolle spielt. Wer wissen möchte, wie das Unmöglich möglich wird, sollte das Buch zur Hand nehmen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis

Rezensionen von clematis:

Villa Aurelia

Die Millionärsvilla am See: Herzenskuss von Lotte R. Wöss

Trennung statt Heiratsantrag nach neun Jahren Beziehung, das ist Jessie zu viel. Kurzerhand kündigt sie ihren interessanten Job in einem Wiener Luxushotel, um am Attersee neu anzufangen. Die Stelle im Seehotel Villa Aurelia wird ihr vom bekannten Sänger Mike Ryder vermittelt, dessen Sohn dort die Leitung innehat.

Dieser vermutet in Jessie eine flüchtige Affäre seines Vaters und begegnet ihr entsprechend kühl.

Ein wunderbares Ambiente am Attersee, ein großartiges Seehotel der gehobenen Klasse und überaus glaubwürdige Charaktere bilden die gelungene Mischung für diesen lesenswerten Serienauftakt. Szenen, die dem echtem Leben entstammen könnten – Verwicklungen, Missverständnisse und Probleme – begleiten die Zeit, die wir gemeinsam mit Jessie und Moritz verbringen, bis zum Ende hin bleibt die wohldosierte Spannung bestehen. Flüssig im Stil, einfühlsam in der Diktion, erzählt Schriftstellerin Lotte R. Wöss in unregelmäßigem Wechsel aus den Blickwinkeln der beiden Hauptfiguren und lässt auch den Leser hautnah spüren, wie es ihnen geht, was sie fühlen und erwarten.

Kein oberflächliches Beziehungsgeplänkel erwartet die Leser mit diesem liebenswerten Roman, nein, vielmehr ist es eine romantische Geschichte mit viel Tiefgang rund um eigene Ziele im Leben, Krankheit und Haushalten mit den eigenen Kräften. Ein wahres Lesevergnügen, dem ich recht bald Band 2 folgen lassen möchte.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis