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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Lesender:

Wenn nichts ist, wie es zu sein scheint

Die Psychopathin - Wer manipuliert dich wirklich? von Rose Klay

Wer ist hier die Psychopathin? Jemand von dem Karolin bedroht wird oder wird sie selber dazu?

In ihrem Alltag häufen sich merkwüdige Ereignisse, die sich sich nicht erklären kann. Zufall oder Absicht? Manipulation oder Paranoia?

Die Atmosphäre wurde von der Autorin gut eingefangen. Der Blick über die Schulter, in den dunklen Garten oder auf die Menschen, die sie kennt, aber plötzlich nicht mehr richtig einordnen kann.

Wem kann sie trauen? Dem Nachbarn, dem Kollegen oder ihrem Freund?

Der Geschichte liegt eine Spannung zugrunde, die oftmals unterschwellig daherkommt. Es sind die kleinen Momente, die Fragen aufwerfen, zweifeln lassen und auch Gänsehaut mit sich bringen.

Der Prolog ist der Anfang vom Ende des Buches. Alles was dazwischen liegt ist der Weg der dorthin führt. Das ist richtig gut gemacht, denn man meint zu wissen wie es endet, aber noch ist nichts entschieden.

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Rezensionen von Lesemaus:

Guter Einstieg ins Fermentieren mit sehr ausführlichem Theorieteil

Fermentieren - Twist your Taste! von Nadine Schünemann

Das Fermentierbuch ist sehr anschaulich erklärt und liebevoll gestaltet, man bekommt direkt Lust aufs Fermentieren. Ich hatte bisher keine Erfahrung damit, aber hier wird es verständlich vermittelt. Viele Bilder, Tabellen und Schritt-für-Schritt-Darstellungen helfen beim Verständnis. Besonders für Anfänger ist der Einstieg dadurch leicht, aber es ist bestimmt auch für Fortgeschrittene inspirierend.

Es enthält viele klassische Fermentationsrezepte wie z. B. Kimchi, Sauerkraut, Kombucha. Zusätzlich gibt es kreative und ungewöhnliche Ideen für Getränke, Bowls und auch Desserts. Ich mag es, Lebensmittel selbst herzustellen und dabei neue Aromen zu entdecken. Auch Rezepte zur Weiterverarbeitung der fermentierten Lebensmittel sind dabei.
Darüber hinaus gibt es hilfreiche und umfangreiche Informationen und Tipps zu Fehlern, Schimmel, Haltbarkeit und typischen Problemen. Ein rundum gelungenes Buch für Fermentier-Einsteiger und Fortgeschrittene.

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Rezensionen von PeLi:

ein wunderbares Buch

The Artist von Lucy Steeds

„The Artist – Die Farben des Lichts“ von Lucy Steeds ist ein Buch, das mich auf eine ganz besondere Weise berührt und nachhaltig beeindruckt hat. Zwar habe ich zu Beginn ein wenig Zeit gebraucht, um vollständig in die Geschichte hineinzufinden und mich mit dem Erzähltempo sowie den Figuren vertraut zu machen, doch genau dieses langsame Eintauchen hat sich letztlich als große Stärke des Romans erwiesen.

Nach und nach entfaltet sich eine unglaublich atmosphärische und feinfühlige Geschichte, die von der ersten leisen Ahnung bis hin zu ihrer vollen emotionalen Tiefe immer intensiver wird. Lucy Steeds schreibt mit einer eindringlichen, beinahe poetischen Sprache, die es schafft, Bilder im Kopf entstehen zu lassen und Emotionen greifbar zu machen.
Man spürt förmlich die Farben, das Licht und die Stimmungen, die den Roman durchziehen ,genau das macht den besonderen Zauber dieses Buches aus.
Die Figuren sind vielschichtig und glaubwürdig gezeichnet, sodass man schnell eine Verbindung zu ihnen aufbaut. Ihre Entwicklungen wirken authentisch und nachvollziehbar, was dazu führt, dass man mit ihnen mitfühlt, hofft und leidet. Gerade diese emotionale Nähe hat mich immer tiefer in die Geschichte hineingezogen, bis ich das Gefühl hatte, ein Teil davon zu sein.

Besonders beeindruckt hat mich, wie die Autorin es schafft, Themen wie Kunst, Wahrnehmung und persönliche Entwicklung miteinander zu verweben, ohne dass es jemals überladen wirkt. Stattdessen entsteht eine harmonische Erzählung, die zum Nachdenken anregt und gleichzeitig wunderbar unterhält.
Als ich einmal richtig in die Geschichte eingetaucht war, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Seite für Seite wurde ich stärker gefesselt, und am Ende fiel es mir schwer, Abschied zu nehmen. Tatsächlich war ich ein wenig traurig, als ich die letzte Seite gelesen hatte, ein Gefühl, das für mich immer ein Zeichen dafür ist, dass ein Buch etwas ganz Besonderes ist.

Für mich ist „The Artist – Die Farben des Lichts“ ganz klar ein Lese-Highlight dieses Jahres. Ein Roman, der nicht nur erzählt, sondern spüren lässt und der noch lange nach dem Lesen nachwirkt.

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Rezensionen von verhei:

Spannung und Beklemmung durch den Zeitdruck

Noch fünf Tage von Helena Falke

Lis ist Köchin für eine sehr wohlhabende Familie und bereitet ein entsprechendes Festmahl für die Silvesternacht zu. Doch etwas läuft schief, die Familie samt Kinder wird durch einen Giftanschlag getötet. Auch Lis schwebt in Gefahr – denn einerseits bleiben auch ihr nur 5 Tage, da auch sie Gift aufgenommen haben dürfte und andererseits gerät sich in Verdacht, Täterin zu sein.

Sie ist fest entschlossen den Fall zu klären auch um ihre Tochter Cosima zu schützen.

Erzählerin dieses Romans ist Lis, die vom Krankenbett aus ermittelt. In relativ kurzen Kapiteln, eingeleitet durch die jeweilige Uhrzeit der Handlung, bekommt man Einblick in Lis Gedankenwelt und Erinnerungen. Durch diesen Kniff hat man einerseits einen leichten Überblick und spürt, wie die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt, man ist mitten in der Spannung. Bedrückend ist vor allem auch die Angst um ihre Tochter, etwas das nachvollziehbar wirkt und authentisch ist.

Schrittweise, aber nicht unbedingt immer chronologisch erinnert sich Lis an verschiedenste Begebenheiten in der Vergangenheit- ihre Arbeit bei der Familie Harmanns, ihre Arbeit in der Spitzengastronomie und dem Universum, in dem sich Multimillionäre bewegen. Man erfährt wie die Familie Harmann zu ihren Nachbarn und Angestellten steht, und welche Rolle Lis für sie einnimmt. Schritt für Schritt ergeben diese Rückblicke Hinweise wie sich diese Geschichte zugetragen haben könnte.
Etwas fraglich für mich war, ob ich an Lis Stelle, meine letzten Tage ebenfalls mit Ermittlungen zubringen würde. Auch die Tatsache, dass Lis den Tod doch recht rasch akzeptiert hat – es fehlen die so bekannten 5 Phasen der Trauer – scheint etwas schwer glaubhaft. Natürlich hätte es keinen Zweck und die Zeit ist gedrängt und man möge vielleicht nach Gerechtigkeit trachten, allerdings hätte ich mir zumindest etwas mehr in diese Richtung erwartet.

Der Thriller ist empfehlenswert, wenn man Bücher mag, in denen sich die Spannung aus einem packenden Erzählstil ergibt und der Ausweglosigkeit und dem Stress der. Action reiche Szenen sind nicht enthalten, aber es war für mich dennoch ein Pageturner.

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Rezensionen von Ecinev:

emotionale Achterbahnfahrt

Narbenmädchen von Lilly Bogenberger

Die 15-jährige Lara soll 4 Wochen in eine Kurklinik für verhaltensauffällige Jugendliche verbringen. Sie weiß warum sie dort ist, schließlich hat sie selbst Rasierklingen in die Klinik geschmuggelt da sie sich selbst schneidet. Allerdings fühlt sie sich dort nicht verstanden und kann kein klares Konzept erkennen.

Die Psychologen labern blödes Zeug und die anderen Jugendlichen sind ebenfalls komisch. Zum Glück lernt sie Neo und Finn kennen mit denen sie häufig abhängt, verbotene Zigaretten raucht, viel redet und sich endlich geborgen fühlt.

Das Verhalten der Jugendlichen sowie der Betreuer wird eindrucksvoll geschildert. Die Hilflosigkeit kommt gut zur Sprache und machen das Buch zu keiner leichten Lektüre. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und erlebt die schwere Zeit von Lara die selbst aus einer zerrütteten Familie kommt hautnah mit. Zwischendrin musste ich Pausen einlegen da mir das ganze schon recht nahe ging.

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Rezensionen von Ecinev:

Anders als erwartet

Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell

Als die Kunstgutacherin Eve in ihrem Büro einem alten Mann die Hand schüttelt hat sie gleich ein Deja Vu Gefühl. Doch woher sollte sie den alten Mann kennen? Sie lebt eher zurückgezogen und trägt immer schwarze Sachen. Sie trägt ein Octopus Tattoo das lebendig wird und über ihren Körper wandert.

Der alte Mann gibt ihr eine kleine Octopus Skulptur und erzählt ihr von einem heute verlassenen Hotel in den Schweizer Bergen, dem White Octopus Hotel. Eve macht sich auf den Weg um das geheimnisvolle Hotel zu suchen.

Mit ihr reist wie fast immer, das Schuldgefühl Schuld am Tod ihrer kleinen Schwester zu haben und der darauffolgenden Ablehnung ihrer Mutter. Sie findet das Hotel und bald beginnt für sie ein rätselhaftes Abenteuer. Sie findet sich plötzlich zu den Glanzzeiten des Hotels Ende der 1930 Jahre und trifft den damals jungen Musiker dessen Musik sie heute noch vergöttert.

Dieses Buch ist wirklich außergewöhnlich und irgendwie so anders als ich es erwartet hätte. Ich habe mir anfangs sehr schwer getan dem Abenteuer Zeitreise zu folgen. Immer wieder geht es um Octopusse und Eves eigenes Schuldgefühl das in Form eines weißen Kaninchens auftritt.

Der Schreibstil ist gut, die Personen werden gut beschrieben, jedoch kann ich mich mit der Protagonistin nicht anfreunden. Sie ist besessen davon ein Rätsel zu lösen um mit dem Gewinn die Vergangenheit umzuschreiben.

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Rezensionen von Ecinev:

Alle glücklich?

Happy Head von Josh Silver

Der 16-jährige Seb erhält einen Brief in dem ihm die Teilnahme an einem Pilot Projekt 'Happy 'Head teilnehmen zu dürfen. Die Teilnahme ist verpflichtend! Schon diese Ansage sollte eigentlich reichen um hellhörig zu werden. Aber Seb der es schwer in der Schule und der Familie hat ist ebenso begeistert wie seine Familie die ihn an den abgelegenen Ort an der schottischen Küste bringt.

Dort trifft er auf 99 andere erwartungsvolle Jugendliche. Eine eigenartige Mischung trifft dort aufeinander und auf die Veranstalter. In Gruppen sollen sie verschiedene Aufgaben bestehen und werden pausenlos überwacht. Besonders Finn hat es Seb angetan, spürt er doch eine Verbundenheit zu ihm.

Ein fast gruselig anmutendes Near Future Experiment mit aufgesetzter Fröhlichkeit. Die beiden merken schnell das mehr hinter dem Projekt steckt. Als die Gründerin spurlos verschwindet begeben sie sich auf eine gefährliche Reise. Der Schreibstil ist sehr lebendig und für ein Young-Adult Buch genau richtig. Auch mich hat dieses Buch irgendwie fasziniert. Wie leicht Menschen zu beeinflussen sind. Negativ war das Ende das offen ist. Ich wußte nicht, dass es sich um eine Dilogie handelt und man noch bis Herbst warten muss um das Ende zu lesen. Die Personen, angefangen von den Jugendlichen und dem psychologischem Personal werden gut beschrieben, die einzelnen Challenges teilweise etwas schräg was die Dynamik jedoch erhöht.

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Rezensionen von Ecinev:

Zwischen Köln und Nazaré

Die Tote von Nazaré von Miguel Silva

Die Kommissarin Maren Berger hat mit Glück einen Kopfschuss überlebt und jetzt nach dem Koma braucht sie Erholung. Dazu reist sie im Januar nach Portugal, Nazaré, der Surferhotspot mit den Riesenwellen. Doch kaum angekommen stolpert sie am Strand über eine Tote. Als sie wenig später mit der Polizei zurück kehrt, ist die Tote verschwunden und keiner glaubt ihr.

Zum Glück ist da Inspetor Ferreira der sowohl deutsch spricht und ihr glaubt.
Wenig später gibt es weitere Tote in dem sonst so beschaulichen Küstenort.

Das Buch ist eine interessante Mischung aus portugiesischem Flair und der Kölner Unterwelt die in einer brisanten Enthüllung endet. Man merkt, dass der Autor ein Pseudonym eines deutschen Autors ist, denn so wird der portugiesische Lebensstil zwar recht gut beschrieben, bleibt mit der Hauptfigur und den Verbrechen in Köln eher ein Urlaubskrimi.

Das Buch lässt sich gut und schnell lesen, die Beschreibungen bleiben jedoch eher farblos. Als Urlaubsbuch gut geeignet jedoch ohne großen Nachhall.

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Rezensionen von Ecinev:

Hochaktuell und spannend

Wellengrab von Stefan Ahnhem

Nach einem rätselhaften Stromausfall in Südschweden stehen die Ermittler um Fabian Risk vor einem Rätsel. Ein kurioser Einbruch in einem Bargeld Depot, der Tod einer alten Frau und eine Kindesentführung. Wie kann das zusammenhängen? Nach und nach entwickelt sich das Buch zu einem komplexen Thema.

Die Zeugen mauern und wollen urplötzlich nichts mehr gesehen haben. Immer mehr Vorfälle geben Rätsel auf. Eine Notrufzentrale ist plötzlich längere Zeit unbesetzt während eine Amokfahrt eine Stadt in Auffruhr versetzt.

Es dauert lange bis eine Gemeinsamkeit erkennbar ist und man hinter eine verschworene Gemeinschaft blickt. Die Kapitel enden fast immer mit einem Cliffhänger was es einem fast unmöglich macht das Buch aus der Hand zu legen. Der Spannungsbogen wird sehr hoch gehalten und hat trotz seiner über 600 Seiten kaum Längen nur zum Ende hin wirkt es etwas aufgesetzt und zu viel des Guten. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher dieser Reihe gut lesbar.

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Rezensionen von hyakinthos:

Zwischen Flucht und Erinnerung

Wassermann von Lukas Hoffmann

Der Roman „Wassermann“ von Lukas Hoffmann erzählt die Geschichte über einen jungen Mann, der versucht, seinem Leben und seinen inneren Konflikten zu entkommen und dabei doch immer wieder zu sich selbst zurückgeführt wird.
Im Zentrum steht Luk, der nach Barcelona geht, um Abstand zu gewinnen: von der Krankheit seiner Mutter, von der Enge seines bisherigen Lebens und von sich selbst.

Doch die erhoffte Leichtigkeit stellt sich nicht ein. Stattdessen begleitet ihn eine wachsende innere Unruhe, die sich durch die gesamte Handlung zieht. Auch die politischen Spannungen in Barcelona verstärken dieses Gefühl des Kontrollverlusts und lassen seine persönliche Krise noch deutlicher hervortreten.
Besonders eindrucksvoll ist der Schreibstil des Romans. Hoffmann arbeitet mit einer klaren, reduzierten Sprache, die oft fragmentarisch wirkt und gerade dadurch eine große emotionale Kraft entfaltet. Vieles bleibt unausgesprochen, schwingt aber zwischen den Zeilen mit.
Für mich als Spanischstudierenden war es dabei besonders spannend, in die Atmosphäre des Buches einzutauchen und gedanklich durch Barcelona zu reisen. Die Stadt wirkt nicht nur als Schauplatz, sondern fast wie ein eigener Charakter, der die Handlung mitprägt. Dadurch entstand beim Lesen das Gefühl, selbst Teil dieser Umgebung zu sein und die Stadt mit all ihren Stimmungen mitzuerleben.
Insgesamt ist „Wassermann“ ein ruhiges, nachdenkliches Debüt, das weniger durch große Handlungsmomente als durch emotionale Tiefe überzeugt. Es ist ein Roman über Fluchtbewegungen (äußere wie innere) und darüber, dass man sich selbst nicht so leicht entkommen kann.

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