Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Ecinev:
Alle glücklich?
Happy Head von Josh Silver
Der 16-jährige Seb erhält einen Brief in dem ihm die Teilnahme an einem Pilot Projekt 'Happy 'Head teilnehmen zu dürfen. Die Teilnahme ist verpflichtend! Schon diese Ansage sollte eigentlich reichen um hellhörig zu werden. Aber Seb der es schwer in der Schule und der Familie hat ist ebenso begeistert wie seine Familie die ihn an den abgelegenen Ort an der schottischen Küste bringt.
Dort trifft er auf 99 andere erwartungsvolle Jugendliche. Eine eigenartige Mischung trifft dort aufeinander und auf die Veranstalter. In Gruppen sollen sie verschiedene Aufgaben bestehen und werden pausenlos überwacht. Besonders Finn hat es Seb angetan, spürt er doch eine Verbundenheit zu ihm.
Ein fast gruselig anmutendes Near Future Experiment mit aufgesetzter Fröhlichkeit. Die beiden merken schnell das mehr hinter dem Projekt steckt. Als die Gründerin spurlos verschwindet begeben sie sich auf eine gefährliche Reise. Der Schreibstil ist sehr lebendig und für ein Young-Adult Buch genau richtig. Auch mich hat dieses Buch irgendwie fasziniert. Wie leicht Menschen zu beeinflussen sind. Negativ war das Ende das offen ist. Ich wußte nicht, dass es sich um eine Dilogie handelt und man noch bis Herbst warten muss um das Ende zu lesen. Die Personen, angefangen von den Jugendlichen und dem psychologischem Personal werden gut beschrieben, die einzelnen Challenges teilweise etwas schräg was die Dynamik jedoch erhöht.
Rezensionen von Ecinev:
Zwischen Köln und Nazaré
Die Tote von Nazaré von Miguel Silva
Die Kommissarin Maren Berger hat mit Glück einen Kopfschuss überlebt und jetzt nach dem Koma braucht sie Erholung. Dazu reist sie im Januar nach Portugal, Nazaré, der Surferhotspot mit den Riesenwellen. Doch kaum angekommen stolpert sie am Strand über eine Tote. Als sie wenig später mit der Polizei zurück kehrt, ist die Tote verschwunden und keiner glaubt ihr.
Zum Glück ist da Inspetor Ferreira der sowohl deutsch spricht und ihr glaubt.
Wenig später gibt es weitere Tote in dem sonst so beschaulichen Küstenort.
Das Buch ist eine interessante Mischung aus portugiesischem Flair und der Kölner Unterwelt die in einer brisanten Enthüllung endet. Man merkt, dass der Autor ein Pseudonym eines deutschen Autors ist, denn so wird der portugiesische Lebensstil zwar recht gut beschrieben, bleibt mit der Hauptfigur und den Verbrechen in Köln eher ein Urlaubskrimi.
Das Buch lässt sich gut und schnell lesen, die Beschreibungen bleiben jedoch eher farblos. Als Urlaubsbuch gut geeignet jedoch ohne großen Nachhall.
Rezensionen von Ecinev:
Hochaktuell und spannend
Wellengrab (Ein Fabian-Risk-Krimi 7) von Stefan Ahnhem
Nach einem rätselhaften Stromausfall in Südschweden stehen die Ermittler um Fabian Risk vor einem Rätsel. Ein kurioser Einbruch in einem Bargeld Depot, der Tod einer alten Frau und eine Kindesentführung. Wie kann das zusammenhängen? Nach und nach entwickelt sich das Buch zu einem komplexen Thema.
Die Zeugen mauern und wollen urplötzlich nichts mehr gesehen haben. Immer mehr Vorfälle geben Rätsel auf. Eine Notrufzentrale ist plötzlich längere Zeit unbesetzt während eine Amokfahrt eine Stadt in Auffruhr versetzt.
Es dauert lange bis eine Gemeinsamkeit erkennbar ist und man hinter eine verschworene Gemeinschaft blickt. Die Kapitel enden fast immer mit einem Cliffhänger was es einem fast unmöglich macht das Buch aus der Hand zu legen. Der Spannungsbogen wird sehr hoch gehalten und hat trotz seiner über 600 Seiten kaum Längen nur zum Ende hin wirkt es etwas aufgesetzt und zu viel des Guten. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher dieser Reihe gut lesbar.
Rezensionen von hyakinthos:
Zwischen Flucht und Erinnerung
Wassermann von Lukas Hoffmann
Der Roman „Wassermann“ von Lukas Hoffmann erzählt die Geschichte über einen jungen Mann, der versucht, seinem Leben und seinen inneren Konflikten zu entkommen und dabei doch immer wieder zu sich selbst zurückgeführt wird.
Im Zentrum steht Luk, der nach Barcelona geht, um Abstand zu gewinnen: von der Krankheit seiner Mutter, von der Enge seines bisherigen Lebens und von sich selbst.
Doch die erhoffte Leichtigkeit stellt sich nicht ein. Stattdessen begleitet ihn eine wachsende innere Unruhe, die sich durch die gesamte Handlung zieht. Auch die politischen Spannungen in Barcelona verstärken dieses Gefühl des Kontrollverlusts und lassen seine persönliche Krise noch deutlicher hervortreten.
Besonders eindrucksvoll ist der Schreibstil des Romans. Hoffmann arbeitet mit einer klaren, reduzierten Sprache, die oft fragmentarisch wirkt und gerade dadurch eine große emotionale Kraft entfaltet. Vieles bleibt unausgesprochen, schwingt aber zwischen den Zeilen mit.
Für mich als Spanischstudierenden war es dabei besonders spannend, in die Atmosphäre des Buches einzutauchen und gedanklich durch Barcelona zu reisen. Die Stadt wirkt nicht nur als Schauplatz, sondern fast wie ein eigener Charakter, der die Handlung mitprägt. Dadurch entstand beim Lesen das Gefühl, selbst Teil dieser Umgebung zu sein und die Stadt mit all ihren Stimmungen mitzuerleben.
Insgesamt ist „Wassermann“ ein ruhiges, nachdenkliches Debüt, das weniger durch große Handlungsmomente als durch emotionale Tiefe überzeugt. Es ist ein Roman über Fluchtbewegungen (äußere wie innere) und darüber, dass man sich selbst nicht so leicht entkommen kann.
Rezensionen von Katja K.:
Ja, das Buch hat Potenzial, aber...
A Fire in the Sky - Feuerschwur-Chroniken, Band 1 von Sophie Jordan
Dass das Buch überraschend ist und großes Potenzial hat, das habe ich im Vorhinein am häufigsten gehört. Und es stimmt, es hat Potenzial. Ich fand sogar das erste Viertel richtig grandios und bin durch die Seiten geflogen. Die Idee des Prügelmädchens war innovativ.
Aber dann... Irgendwann fing es an mit den inneren repetitiven Monologen, sowohl aus der Sicht von Tamsyn als auch von Fell.
Diese haben mich aus dem Lesefluss gebracht und ich war mir von da an meistens bewusst, dass ich gerade eine Geschichte lese statt in sie einzutauchen.
Die Sprache an sich fand ich stellenweise sehr schön und bildhaft, außerdem passend zu Fantasy ein bisschen altertümlich. Dann wiederum jedoch wurde es richtig holprig. Ich werde nie verstehen, weshalb es irgendwie inzwischen zum guten Ton von Fantasy/ Romantasy gehört, durch Worte wie "Fuck" oder "Ich bin sowas von am Arsch" aus dem Rahmen zu fallen. Zu einer modernen Romance oder Urban Fantasy passt das, aber doch nicht hier.
Die Autorin hat einige Überraschungen eingebaut, die für mich dann aber doch nicht so überraschend kamen. Am Ende erschien mir die Handlung teilweise etwas arg konstruiert.
Gleichzeitig war ich stellenweise auch gebannt und könnte mir sogar vorstellen, den zweiten Band noch zu lesen. Den Einzug ins Regal erhält die Reihe jedoch definitiv nicht.
Fazit: Eine originelle Ausgangsidee, in der viel Potenzial liegt, die Umsetzung war für mich jedoch holprig. Trotzdem kann die Story für Drachenliebhaber ein netter Snack zwischendurch sein.
Rezensionen von LeserinLu :
Wertschätzend
Wie gut, dass ich ICH bin von Britta Kiwit
„Wie gut, dass ich ICH bin“ ist ein liebevoll gestaltetes Bilderbuch, das Kindern viel Wertschätzung entgegenbringt und vermittelt. Im Mittelpunkt stehen kurze, eingängige Reime und kindgerechte Affirmationen, die leicht verständlich sind und sich gut zum Mitsprechen eignen. Besonders schön finde ich die Kombination aus positiven Botschaften und kleinen Impulsfragen, die man zum Anlass nehmen kann, mit Kindern über Gefühle, Selbstwahrnehmung und Erlebnisse zu sprechen.
Auch die Gestaltung hat mich überzeugt: Die Seiten sind stabil, übersichtlich aufgebaut und gleichzeitig detailreich illustriert. In den Bildern gibt es viel zu entdecken, sodass sich auch hier immer wieder neue Gesprächsanlässe ergeben. Besonders hervorzuheben ist die vielfältige Darstellung der Kinder. Unterschiedliche Lebensrealitäten werden ganz selbstverständlich gezeigt, sodass sich viele Kinder wiederfinden können und gleichzeitig alle lernen, dass Vielfalt ganz normal ist.
Insgesamt ist das Buch nicht nur schön anzusehen, sondern auch pädagogisch sinnvoll umgesetzt, ohne dabei belehrend zu wirken. Es stärkt spielerisch Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl und schafft gleichzeitig wertschätzende gemeinsame Momente beim Vorlesen. Für mich ein rundum gelungenes Kinderbuch, das ich jederzeit weiterempfehlen würde!
Rezensionen von peedee:
Nett für zwischendurch
Der Küstenhof - Kleine Kühe, großes Glück von Sonja Flieder
Der Küstenhof, Band 1: Bei Alice dreht sich alles um ihren Job in einer Hamburger Marketingagentur. Und wenn es nicht um die Arbeit geht, geht es um ihren Freund. Für sich selbst hat sie so gut wie keine Zeit. Als ihr geliebter Onkel Ernst stirbt, reist sie zurück an die Nordseeküste, um ihrer Tante Elisa und ihrer Schwester Caro zur Seite zu stehen.
Der kleine Küstenhof ist nicht mehr gut in Schuss, doch es fehlt das Geld, um die nötigen Arbeiten vornehmen zu lassen. Auf dem Hof gibt es seit neustem Mini-Kühe und zwei störrische Esel, was Alice sehr überrascht. Sie ist auch überrascht, dass sie plötzlich zur Ruhe kommt, entschleunigt. Die Begegnung mit ihrer Jugendliebe Tom treibt ihren Puls in die Höhe... wieso?
Erster Eindruck: Mit diesen süssen Kühen auf dem Cover hatte man mich schon gepackt – ich „musste“ dieses Buch lesen!
Alice ist in einem Hamsterrad gefangen: Der Job in der Agentur verlangt ihr alles ab, es bleibt kaum Zeit für etwas anderes. Und wenn sie dann doch mal einen Abend frei hätte, muss sie ihren Freund Maximilian, der als Schönheitschirurg arbeitet, auf irgendwelche wichtigen Events begleiten, zu denen sie so gar keine Lust hat. Der letzte Besuch bei Tante Elisa und Schwester Caro liegt auch schon über ein Jahr zurück, denn Maximilian hasst es, auf dem Land zu sein. Und das lässt er die anderen auch spüren. Nun ist also ihr Onkel verstorben und sie muss zurück – ein trauriges Wiedersehen. Ihre Tante und ihr Onkel haben den Schwestern so viel gegeben, denn sie haben sie aufgenommen, als ihre Eltern verstorben sind. Die drei Frauen haben mir gut gefallen: Alice, bei der man merkt, dass sie nicht mehr lange in diesem Tempo weitermachen kann; Caro, die halbtags als Tierärztin arbeitet; Elisa, die versucht, sich durch die Tiere auf dem Hof vom Verlust ihres Mannes abzulenken. Der Zustand des Hofes ist besorgniserregend. Eine zündende Idee muss her, ansonsten übernimmt die Bank! Alice und Caro machen sofort einen Plan (Stichworte Crowdfunding und Social Media)…
Dies war mein erstes Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, war jedoch ziemlich vorhersehbar, keine Überraschungen, für mich etwas zu wenig Mini-Kuh-Content. Nett für zwischendurch – 3 Sterne.
Rezensionen von Katrin:
Besessenheit oder Realität?
Mein zärtlicher Schatten von Johanna van Veen
Ein wunderschönes Buch durch und durch. Das Cover und der Farbschnitt halten auf schöne Art diese düstere Stimmung fest, welche ab der ersten Seite fühlbar ist.
Story:
Roos lebt bei ihrer Ziehmutter, die sie Maman nennen soll, damit es in den Séancen die sie abhält, mystischer und geheimnisvoller wirkt.
Maman beutet sie seitdem sie sich zurückerinnern kann aus. Ob als Schauspielerin in den Sitzungen selbst oder als Gehilfin, Hunger leidend oder eingesperrt in einem kleinen Loch unter den Dillen, damit sie bei den richtigen Wörtern, wortwörtlich die richtigen Fäden ziehen kann.
Roos hat in diesem kleinen Loch Angst, generell hat sie Angst im Dunkeln. Als die Angst sie wieder einmal vollkommen einnahm und sie begann sich selbst zu verletzen, tauchte plötzlich Ruth auf. Ruth ist ein Geist, gestorben vor langer langer Zeit. Der Geist hilft ihr die endlos wirkende Zeit unter den Dillen irgendwie zu überstehen und ist ab sofort ihr Kontrollgeist, ihre Beschützerin.
Als Maman das erfährt, dient ihr Roos in den Séancen nun als Medium, Geisterbeschwörerin. Manchmal werden sie als Lügnerinnen oder Besessen abgetan, doch immer wieder kommen Menschen zu den Sitzungen um mit kürzlich Verstorbenen zu sprechen.
Frau Agnes Knoop, eine wohlhabende Witwe, wurde von Maman als sehr Geldbringend eingestuft und Roos soll in der Sitzung mit ihr alles geben. Roos tat wie ihr befohlen und spielte alles ab was möglich war. Einige Tage nach dieser Sitzung kaufte sie Agnes ihrer Maman ab und die beiden fuhren zu ihren Anwesen. Wie sich herausstellte haben Agnes und sie jede Menge gemeinsam...
Fazit:
Richtig tolles Buch, das mich ab den ersten Kapiteln vollkommen gefesselt hat. Alles wird wahnsinnig detailliert erzählt. Ein wirklich toller Schreibstil. Die Kapitel, welche mit den Arztsitzungen gespickt sind, haben mich besonders zum immer weiterlesen motiviert. Das Ende hatte ich in dieser Art und Weise nicht erwartet. Von mir eine totale Leseempfehlung!
Rezensionen von Neobook:
Geheimnisse und Abgründe
Das letzte Buch von Marceau Miller von Marceau Miller
Mir hat Das letzte Buch von Marceau Miller insgesamt gut gefallen. Die Ausgangslage ist irgendwie ganz interessant, da der Autor dieses Buches sich auch selbst so nennt. Und Marceau ist im Roman ein erfolgreicher Schriftsteller, der gleich zu Beginn von einem Kletterfelsen tödlich abstürzt. Alle glauben an einen Unfall, nur seine Frau Sarah nicht.
Diese Beginnt eine verbissene Suche nach der Wahrheit. Denn ihr Mann hatte so einige Geheimnisse und ihre gemeinsamen Freunde erscheinen auch in einem anderen Licht. Ihr Handeln ist schon ziemlich selbstzerstörerisch und da sie noch zwei Kinder hat irgendwie nicht ganz realistisch. Die Geschehnisse wirken etwas konstruiert. Aber trotzdem fand ich es spannend zu lesen, da die Handlung durch das rege Treiben Sarahs schnell vorankommt. Es tut sich immer etwas. Und man will einfach wissen welche Geheimnisse Marceau denn nun verbarg und wer der Mörder ist. Auch die Gegend am Genfer See wird sehr schön und anschaulich beschrieben, nur manchmal schon zu gewollt lyrisch.
Insgesamt hab ich den Krimi gern gelesen und hab mich gut unterhalten gefühlt.
Rezensionen von Anjulia :
Trial of Thieves
The Crane and the Nightjar von Ada Bailey
Zara Nightjar, verurteilt wegen Diebstahls, wartet in den Kerkern von Raspa auf ihren Tod. Der Gewinn eines gefährlichen Trials könnte ihre Rettung sein. Da sie allerdings keine Diebin ist, stellt ihre einzige Chance zum Überleben eine Allianz mit Crane dar. Dem Mann, der die Schuld an ihrer Verhaftung trägt.
Undurchschaubar, gefährlich und viel zu attraktiv. Wie weit kann sie ihm trauen?
The Crane and the Nightjar von Ada Bailey ist düstere Romantasy in einer Welt voller Nebel und tödlicher Gefahren. Ich lese unglaublich gerne Romantasy und Trials, aber nicht nur deswegen konnte mich das Buch begeistern. Das Setting ist sehr düster, allein schon weil durch Nebel kein Sonnenlicht mehr auf Raspa fällt. Die Nutzung von Magie macht aus Magiebegabten über kurz oder lang tödliche Monster. Der König des Landes ist grausam und brutal. Entsprechend tödlich sind auch die Wettkämpfe. Zara ist keine Diebin, muss sich aber gegen solche im Stehlen und Schlösser knacken durchsetzen. Ich mochte ihren Charakter, auch weil sie Mitgefühl zeigt. Auch die Romanze mit Crane hat gut gepasst. Man spürt die Anziehungskraft, aber auch Zaras Misstrauen. Lange habe ich gehofft, dass Crane besser ist, als er sich selbst darstellt. Zum Ende gibt es einen unerwarteten Twist, der mich neugierig auf die Fortsetzung zurücklässt.











