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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von la_stellina:

Anders als erwartet

Über Leben und Tod von Florian Klenk

In "Über Leben und Tod" erfahren Lesende sowohl mehr über die Person von Gerichtsmediziner Christian Reiter, bekommen den ein oder anderen Einblick in seine Tätigkeit als solcher und auch ein Rundgang in der gerichtsmedizinischen Sammlung seines Institutes in Wien wird beschrieben. Ich hatte mir vorgestellt bei diesem Buch einen genaueren Einblick in einige Fälle bzw.

die eigentliche Arbeit in der Gerichtsmedizin und einige Anekdoten dazu zu bekommen. Lesenden wird auch die ein oder andere Anekdote präsentiert, meistens jedoch sehr oberflächlich und nur mit einigen Infos am Rande, dann wird schon zum nächsten Thema gesprungen. Den Schreibstil und die Länge des Buches empfand ich als angenehm.
Die behandelten Themen sind an sich recht interessant, jedoch wurde ich mit dem Buch aufgrund meiner Erwartungshaltung nicht richtig warm.

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Rezensionen von Ele:

Das Bettelarmband

Das Vermächtnis der Apfelblüte von Livia Rose

Das Vermächtnis der Apfelblüte, Roman von Livia Rose, EBook, ‎ between pages by Piper
Romantischer Liebesroman mit Familiengeheimnis
Eliza ist Historikerin, völlig überarbeitet ist sie dem Burnout nahe. Auf Anraten ihrer Großtante Mildred kehrt sie in ihre Heimat Appleton Valley in Virginia zurück um sich zu erholen.

Hier trifft sie auf ihre Jugendliebe Harrold. Tante Mildred kann sie zu einem Spiel überreden, sie soll die verlorenen Anhänger des Bettelarmbands ihrer Vorfahrin Josephine finden und damit das Leben ihrer Ahnin rekonstruieren, vielleicht sogar für immer bleiben. Gemeinsam mit Harrold löst sie das Geheimnis ihrer Vorfahren, das die beiden eng miteinander verbindet.
Das Buch besteht aus 28 Kapitel in angenehmer Leselänge. Die Kapitel sind im auktorialen Stil verfasst, aus der Sicht Elizas abwechselnd mit denen aus der Sicht Harrolds. Dazwischen in einer zweiten Zeitebene, die Rückblicke in die Zeit Josephines. Da die Kapitel an besonders spannenden Stellen wechseln, hat das, das Lesetempo bei mir enorm gesteigert. Ich konnte das Buch ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen. Das Geschehen im Roman und die Handlungen und Gedanken der Figuren wird somit von allen Seiten beleuchtet. Der Schreibstil ist flüssig und bildhaft. Schlagfertige, lustige Dialoge beleben den Plot. Witzige Gedanken erscheinen kursiv und haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.
Die Charaktere handeln zwar nicht immer nachvollziehbar, besonders das Liebespaar in der Gegenwart stellt sich mitunter tölpelhaft an, dafür hat mich der Vergangenheitsstrang super gefallen und neugierig auf mehr gemacht. Josephine war meine Lieblingsfigur, eine starke und überzeugende Frau die ihr Leben in die Hand nimmt und besonnen agiert. Auch Nathaniel war ein sehr sympathischer Charakter. Gut gefallen haben mir die beiden Tanten Mildred und Agathe, zwei besonders listige, liebenswerte ältere Damen, die von Harrold gerne als Hexen bezeichnet werden, sie haben das Spiel perfekt geplant.
Die Geschichte, ganz besonders der Plot der Geschichte vor 100 Jahren ist glaubhaft und gut ausgeführt, die Kapitel greifen angenehm ineinander und vermitteln Informationen die zum Rätsel des Bettelarmbands passen. Klug gemacht und fesselnd geschrieben. Eine kurzweilige Lektüre bis zur letzten Seite, der Epilog war zudem erheiternd. Eine Empfehlung für Leser die neben einer leichten und heiteren Liebesgeschichte noch ansprechende Unterhaltung suchen. Gut gemacht. Deshalb 5 Sterne.

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Rezensionen von Schlafmurmel:

Ein fesselnder Thriller voller Abgründe und Geheimnisse

Die Villa von Jess Ryder

In Die Villa Floriana entführt uns Jess Ryder in eine Geschichte voller Spannung, Intrigen und dunkler Geheimnisse. Der Roman beginnt mit einem Junggesellinnenabschied, den die Freundinnen Tiff, Beth, Dani und Celine zusammen mit der Braut Aoife in einer abgelegenen Villa in Marbella verbringen. Schon zu Beginn fragt man sich, warum gerade diese einsame Villa als Ort gewählt wurde – eine Frage, deren Antwort sich erst nach und nach offenbart.

Doch die wahre Handlung setzt drei Jahre später ein, als die vier Frauen an den Ort des damaligen Geschehens zurückkehren. Dani, eine der Freundinnen, hat aufgrund eines schweren Gedächtnisverlusts keine Erinnerung an die damalige Zeit und ist entschlossen, endlich die Wahrheit herauszufinden. Was ist wirklich in jener verhängnisvollen Nacht passiert? Wer hat Aoife ermordet? Und warum ist der Täter noch immer auf freiem Fuß?
Der Thriller entfaltet sich wie ein Puzzle. Aus verschiedenen Perspektiven – sowohl aus der Gegenwart als auch aus der Vergangenheit – lernen wir die Freundinnen und ihre Geheimnisse kennen. Jede von ihnen verbirgt etwas, das die Harmonie in der Gruppe immer wieder gefährdet. Während sich Dani verzweifelt bemüht, die Lücken in ihrer Erinnerung zu schließen, kochen alte Spannungen und Konflikte zwischen den Freundinnen hoch. Die Rückkehr in die „Unglücksvilla“ bringt nicht nur schmerzhafte Erinnerungen zurück, sondern enthüllt auch die dunklen Seiten jeder einzelnen Frau.
Besonders beeindruckt hat mich Jess Ryders Schreibstil, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen hat. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Spannung konstant zu steigern und den Leser bis zum Finale im Dunkeln zu lassen. Jede Enthüllung, jedes neue Puzzlestück war wie ein kleiner Schock, der die Geschichte in eine neue Richtung lenkte.
Bis zum Schluss habe ich mitgerätselt, wer Aoifes Tod auf dem Gewissen haben könnte – und wurde dennoch überrascht. Die vielen Wendungen und Geheimnisse, die sich nach und nach entfalteten, haben mich regelrecht gefesselt. Vor allem Danis Gedächtnisverlust und die düsteren Wahrheiten, die hinter ihrer Amnesie lauerten, sorgten für zahlreiche Gänsehautmomente.
Besonders beeindruckend fand ich, wie die Autorin es geschafft hat, die Abgründe eines scheinbar harmlosen Ereignisses wie eines Junggesellinnenabschieds aufzuzeigen. Was als fröhliches Beisammensein beginnt, endet in Verrat, Lügen und schließlich einem Mord, der noch Jahre später das Leben aller Beteiligten überschattet.
Die Villa Floriana ist ein absolut gelungener Psychothriller, der zeigt, wie zerbrechlich Freundschaften sein können, wenn sie von dunklen Geheimnissen untergraben werden. Jess Ryder hat eine Geschichte geschaffen, die nicht nur spannend, sondern auch emotional tiefgründig ist. Ich kann dieses Buch allen Thriller-Fans wärmstens empfehlen – es wird Sie bis zur letzten Seite nicht loslassen!

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Rezensionen von LeserinLu :

Liebesroman des Jahres

Für Polina von Takis Würger

Der Roman wird vom Verlag auf dem Klappentext als „Liebesroman des Jahres“ angekündigt, worauf ich erst mit innerem Augenrollen reagiert habe - nach dem Lesen muss ich zugeben: Es stimmt, vielleicht ist es sogar zusätzlich noch der Coming-of-age-Roman des Jahres!

Erzählt wird die Geschichte des in sich gekehrten Hannes Prager, der mit der intelligenten Polina aufwächst und sich in sie verliebt.

Hannes’ Talent ist das Klavierspielen und er komponiert Polina deshalb eine Melodie, die ihre ganze Persönlichkeit einzufangen scheint. Durch einen Schicksalsschlag leben sich die beiden auseinander. Jahre später spürt Hannes die Leere in seinem Inneren so stark, dass er sich mit Hilfe seiner Musik auf die Suche nach Polina macht.

Takis Würger hat eine so einfühlsame und intensive Geschichte geschrieben, dass ich den Roman in nur zwei Tagen verschlungen habe. Die Figuren sind liebevoll und detailliert gezeichnet, auch die Nebencharaktere wie Hannes‘ Mutter, der alte Nachbar Heinrich oder der loyale Kollege Bosch. Alle tragen dazu bei, die Welt von Hannes lebendig und glaubwürdig zu machen. Besonders gelungen fand ich auch das Setting in Hamburg – die Stadt spielt eine spürbare Rolle in weiten Teilen der Geschichte, die Details wirken authentisch und atmosphärisch.

Die Stimmung des Romans ist oft melancholisch, was gut zu Hannes‘ innerer Reise und den Themen des Romans passt. Trotzdem wird diese Melancholie immer wieder durchbrochen, sei es durch Momente der Hoffnung, menschliche Verbundenheit oder humorvolle Augenblicke. Gerade dieser Balanceakt hat mich an Benedict Wells erinnert, einer meiner Lieblingsautoren, und er sorgt dafür, dass der Roman trotz Schwere niemals erdrückend wirkt.

„Für Polina“ ist ein Roman über Verlust, Sehnsucht und die Kraft der Musik und der Liebe – ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen konnte. Ich freue mich schon darauf, mehr von Würger zu lesen, das war nämlich mein erstes Buch von ihm, aber definitiv nicht mein letztes.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Was wir mit unseren Gedanken bewirken können

Das kleine Hotel, wo Wünsche wahr werden von Anjana Gill

Die Erzählerin, die ich nicht mit Namen kennenlerne, will nur eine kurze Auszeit in einem kleinen Hotel genießen und ihren Stress abbauen. Schon bei der Ankunft ist sie fasziniert von dem Haus, dem steinernen Glückselefanten, der vor dem Eingang steht und vor allem von der charismatischen Sita, die dieses kleine Hotel führt.

Sita, die aus einem kleinen Dorf am Fuße des Himalaya stammt, offenbart ihr nach und nach die sieben Geheimnisse der Wunscherfüllung. Dieses uralte, verborgene Wissen, das sie auf der ältesten Universität der Welt kennengelernt hat und seitdem praktiziert, hat die Kraft das Leben von Grund auf zu verändern.

„Das kleine Hotel, wo Wünsche wahr werden“ ist das erste Buch, das ich von Autorin Anjana Gill gelesen habe. Und ich muss sagen, sie hat mich mit ihrem unterhaltsamen und leicht zu lesenden Erzählstil total begeistert. Ich habe mich mit ihr auf eine ganz besondere Reise begeben, vollgepackt mit Lebensweisheiten und einer lebensverändernden Kraft der Gedanken, die mich noch lange beschäftigen wird. Die Spiritualität und das Glückswissen, das sie mir hier vermittelt, haben mich stark beeindruckt.
Genau wie die Erzählerin habe ich mich schnell von der Aura, die von diesem Hotel und speziell von Sita ausgeht, gefangen nehmen lassen. Ich lerne die Treppe zum Glück mit den sieben Geheimnisse der Wunscherfüllung und den Manifestationstipps und -tricks kennen. Ich schaue durch die Erkennungslupe und lerne meine Glückszahl kennen. Man erwartet ja von einer Professorin wie Sita eigentlich komplizierte wissenschaftliche Erklärungen. Aber sie bringt alles mit einem Lächeln und ganz viel Witz und Humor rüber. Ich hatte beim lesen immer wieder ein Schmunzeln im Gesicht. Einige ihrer praktischen Übungen und Visualisierungen mache ich auch nachdem ich das Buch gelesen habe noch. Mal sehen, ob sich so auch meine Träume erfüllen lassen.

"WUNSCHERFÜLLUNG" - ein sehr interessanten, herzerwärmendes Thema, das mal wieder zeigt, dass es so viel mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir uns im ersten Moment vorstellen können.

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Rezensionen von Harakiri:

wer ist die Leiche?

Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir

Ein Familientreffen in einem abgelegenen Hotel, viele Geheimnisse und ein Toter – das ist die Quintessenz in Aegirsdottirs neuem Roman. Als Krimi würde ich das Buch fast nicht bezeichnen wollen, da es mehr auf dem Familiendrama aufbaut, denn auf Spannung setzt.
Spannung entsteht lediglich durch die Frage: wer ist denn eigentlich die Leiche? Denn dies wird erst relativ spät aufgedeckt und falsche Fährten sollen den Leser dazu verführen, sich seine Gedanken zu machen.

Und die macht man sich natürlich unwillkürlich. Mich haben mit der Zeit aber die vielen Kapitelwechsel genervt: immer, wenn man meinte, jetzt würde endlich mal ein Schnipsel aufgedeckt, endete das Kapitel.
Die Kapitel sind aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt: Petra, die erfolgreiche Unternehmerin, Lea, ihre unglückliche Tochter (warum sie so unglücklich ist, wurde übrigens nicht thematisiert), Oddin und Tryggvi, der natürlich auch ein Geheimnis hat und Irma, der freundlichen Hotelangestellten.
Durch die vielen Familienmitglieder und die Szenewechsel muss man schon genau aufpassen, wer jetzt gerade der ICH-Erzähler ist.
Am Ende war ich überrascht, wie alles zusammenlief, fand diese Tatsache aber teilweise auch etwas konstruiert.
Fazit: Ein Prequel zu den bisherigen Büchern der „Mörderisches Island“ Reihe, aber eher ein schwächerer Band.

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Rezensionen von Anno:

Verborgen vor aller Augen

Spellcraft, Band 1 - Die Magie der silbernen Flamme von R. L. Ferguson

Wintermesse, Lügenlöffel, Suchestab, Spellcrafter, Äther, lebendige Stoff- und Holztiere, magische Kleidung und dazu noch verschiedene Arten von Septs. Allein die ersten Kapitel sind schon voll von neuen Informationen, die erst einmal gedanklich geordnet gehören um sich in dieser einzigartigen Welt zurechtzufinden.

Gleichzeitig aber wurden diese Begriffe hervorragend in die Handlung integriert, so dass diese Flut an Infos dann doch gut zu bewältigen ist.
Lucy ist eine der Spellcrafter dieser Geschichte und bereitete sich gerade darauf vor ihre Arbeit auf der Wintermesse zu präsentieren, als ihre geliebte Großmutter und ein Sept vor ihren Augen entführt werden. Rasch ist klar, dass sie Oma Serena nicht ihrem Schicksal überlassen kann und so macht sie sich mit ihrem besten Freund auf die beiden Gefangenen aus den Fängen des Eisenordens zu befreien.
Nach und nach aber kommen mehr Erkenntnisse ans Licht, die ihren Weg jedoch in eine ganz andere Richtung lenken werden. Auch bekommen die Zwei Verstärkung von weiteren Jugendlichen. Und dies ist auch zwingend notwendig, denn große Abenteuer stehen ihnen bevor. Abenteuer voller Magie und Rätsel, die die Macht haben ihre ganze bisherige Welt zu verändern.

Vom Aufbau dieser Welt, auch auch von der überaus faszinierenden Magie und ihren Wesen bin ich absolut begeistert. Sie erscheint mir außergewöhnlich und komplex. Durchdacht baut das Geschehen aufeinander auf und schreitet zügig und voller Spannung voran. Immer tiefer dringt man dabei in die Geheimnisse dieser Welt vor, die verborgen vor aller Augen in London existiert. Aber auch die Charaktere der Jugendlichen wurden gut und glaubhaft herausgearbeitet. Sie schaffen es im Laufe der Handlung sich anzunähern, Vorurteile zu überwinden und Freundschaft zu schließen. Ganz besonders aber gefiel mir persönlich auch der drollige Patches, der in den verschiedensten Szenen seinen Auftritt hat. Mehr oder genauestes zur Geschichte möchte ich hier eigentlich gar nicht verraten. Nur soviel: es wird wunderbar magisch, gefährlich und spannend!

Dieses Buch wird vom Verlag für junge Leser ab 10 Jahren empfohlen. Dank der Fülle an Informationen aber, würde ich es eher älteren oder fortgeschrittenen Lesern empfehlen.

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Rezensionen von Anno:

Hörbuch als Ergänzung

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 15 - Mein Körper von Sandra Noa

Dieses Hörbuch scheint als Ergänzung zum Buch gesehen zu werden. Es wird in unterschiedlichen Geschwindigkeiten präsentiert, so dass je nach „Modi“ die Kinder mitlesen können oder sich „nur“ auf das hören von Informationen konzentrieren. Ich persönlich finde dies sehr gut, auch wenn es bedeutet, dass ich mich nun doch noch nach einem Buch umsehen muss, denn es animiert und unterstützt dadurch Kinder sehr schön in ihrer Lesefähigkeit.

Die Kapitel sind ausgesprochen bunt und lebendig und enthalten neben körperlichen Informstionen auch viele weitere nützliche soziale Tipps, wie dass sich Kinder bei Mobbing Hilfe holen sollen oder ihr Körper ihnen gehört und nur sie über ihn bestimmen. Es setzt auch ein Zeichen gegen Bodyshaming und für Diversität und wirkt dadurch sehr zeitgemäß. Die Texte sind zudem kurz und bringen die Informationen auf den Punkt. Dank mehrerer Sprecher ist das Hörbuch zu keiner Zeit langweilig und schafft es sogar die im Buch enthaltenen Rätsel recht gut umzusetzen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Fesselnd bis zur letzten Seite

Grenzfall - Ihre Spur in den Flammen von Anna Schneider

Dieser 5. grenzüberschreitende Fall für Alexa Jahn und Bernhard Krammer hat es wieder in sich. Zunächst gibt es einmal in Bad Tölz einen tödlichen Autounfall, bei dem der Lenker in den Flammen seines Jaguars umkommt. Die Meinungen wieso, weshalb und warum es zu diesem Unfall gekommen ist, gehen bei Alexa Jahn und ihrem Kollegen Huber weit auseinander, zumal die Augenzeugin von ihrem Mann als nicht ganz glaubwürdig diffamiert wird.

Wenig später brennt ein Chalet, bei dem das afrikanische Au pair-Mädchen stirbt sowie ein Container in einer Flüchtlingsunterkunft. Doch nicht nur in Bad Tölz sondern auch in Innsbruck kommt es zu mehreren Brandstiftungen.

Ist hier ein grenzüberschreitender Feuerteufel am Werk?

Meine Meinung:

Dieser Krimi schließt ziemlich nahtlos an seinen Vorgänger („In den tiefen der Schuld“) an und löst das damalige plötzliche Verschwinden von Krammers Kollegin Roza Szabo auf.

Während Jahn in Deutschland und Krammer in Österreich den Brandstiftungen nachgehen, dürfen wir dem Feuerteufel mehrmals über die Schulter schauen. Das Motiv ist dadurch erkennbar und wir Leser wissen früher als die Ermittler, welchen Zusammenhang es zwischen den Brandstiftungen gibt. Nur wer dahintersteckt, ist noch ein Geheimnis, das in einer dramatischen Aktion von Bernhard Krammer enthüllt wird.

Der Krimi ist, durch seine, wieder bilateral angelegte Handlung. spannend. Das Tochter-Vater-Duo ergänzt sich sehr gut. Beide haben ihre Ecken und Kanten sowie Narben des bisherigen Lebens, erkennen aber ihre Gemeinsamkeiten, auch wenn sie sich erst vor einiger Zeit überhaupt kennengelernt haben. Diese Familienkonstellation ist recht interessant. Auch die anderen Charaktere sind gut gelungen. Alexa darf sich privat und beruflichen weiterentwickeln.

Anna Schneiders Schreibstil ist spannend. Ich habe den Krimi in einem gelesen, weil ich unbedingt die Auflösung wissen wollte.

Das Cover passt ausgezeichnet zu den vier vorherigen Büchern.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem fünften Fall 5 Sterne und freue mich auf den 6. Fall, der Anfang 2026 erscheinen wird.

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Rezensionen von Petra Sch.:

der allererste Vampirroman

Carmilla von Sheridan Le Fanu

In der grünen Steiermark in Österreich lebt das junge Mädchen Laura nur mit ihrem Vater und wenigen Bediensteten in einem abgelegenen Schloss mitten im Wald, abseits jeder sozialer Kontakte.
Als dann eine Kutsche in einer hellen Mondnacht vor dem Schloss einen Unfall hat, gelangt die junge, verletzte Frau Carmilla zur Pflege ins Schloss, denn deren Mutter muss dringend weiter.

Laura ist natürlich hocherfreut, denn sie wünscht sich nichts sehnlicher als eine Freundin.

Und dieses Bedürfnis nutzt Carmilla dann auch schamlos aus; zuerst auf unterschwellige, charmante und für sich einnehmende Art. Doch der Leser merkt schnell, dass Laura abhängig von Carmilla wird und dass mit dieser etwas nicht stimmt. Es mutet höchst seltsam an, dass die junge Frau immer erst mittags aus ihrem Zimmer kommt und dafür des Nachts beim Spaziergang im Mondschein gesehen wird.
Auch Lauras Alpträume von einem dunklen Lebewesen an ihrem Bett, die Druckgefühle auf der Brust und die beiden kleinen Wunden sowie die täglich zunehmende Schwäche bescheren Grusel und Gänsehaut.

Leider bemerkt man erst nach der Hälfte des Buches, dass es sich bei Carmilla um einen Vampir handelt (wäre es nicht im Untertitel angeführt, den es im Original jedoch nicht gab), denn hier gibt es keine "typischen" Anzeichen, die man heutzutage mit Vampirismus in Verbindung bringt. Man merkt zwar, dass mit Carmilla etwas nicht stimmt, dies könnte jedoch alles mögliche sein.

Die Geschichte erinnert sehr an den bekannteren Vampirroman Dracula, der jedoch erst einige Jahrzehnte nach Carmilla geschrieben wurde. Auch dort sind Abhängigkeit, Besessenheit und Erotik zentrale Themen.
Obwohl neu übersetzt, mutet die Schreibweise von "Carmilla" alt an und man ist sich sofort gewiss, dass diese Geschichte schon vor langer Zeit verfasst wurde.
Schade fand ich, dass nie aufgeklärt wurde, wer die Frau war, die sich als Carmillas Mutter ausgab.


Fazit:
Der allererste Vampirroman mit einer weiblichen Protagonistin: Carmilla - die die junge Laura von sich abhängig macht und ausnutzt.

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