Kunden em pfehlungen
Rezensionen von EvaLiest:
Enttäuschend
In einem Zug von Daniel Glattauer
In einem Zug von Daniel Glattauer handelt von einer Zugfahrt zwischen Wien und München, bei der sich der Schriftsteller Eduard B und die Therapeutin Catrin Meyr zufällig gegenübersitzen und nach kurzer Zeit ins Gespräch kommen.
Was eine interessante psychologische Studie hätte werden können, war für mich einfach nur langweiliges, triviales Geplänkel und die egozentrischen Gedanken eines fragilen männlichen Egos.
Keine der beiden Figuren war mir sympathisch (bei ihr scheint das gewollt, den Protagonisten soll man aber glaube ich schon mögen) und ich habe die angepriesene literarische Qualität schmerzlich vermisst. Die Sprache ist angelehnt an mündliches Sprechen (was bei einem Buch über eine Unterhaltung ja vielleicht noch Sinn ergibt), aber es funktioniert nicht. Es wirkt auf mich zu konstruiert, zu gewollt lässig. Die gedanklichen Sprünge und Abweichungen sollen den Protagonisten vermutlich nahbar erscheinen lassen; bei mir hatte es eher den Effekt, dass ich ihn zunehmend arrogant und nervig fand.
Ich bin ehrlich, hätte ich dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar für Vorablesen gewonnen, hätte ich es vermutlich abgebrochen. Und zwar spätestens an der Stelle, an der der Autor seine Liebe zum Alkohol verharmlost und sich darüber echauffiert, dass er darüber kein Buch schreiben durfte. Vermutlich aber wohl schon früher. Vielleicht als Catrin Meyr ihre Reisebegleitung raten lässt, wie man denn nun ihren Namen schreibt. Oder nachdem Eduard zum gefühlt hundertsten Mal das Lächeln seiner Gesprächspartnerin klassifiziert.
Rezensionen von PMelittaM:
Lesenswerter historischer Roman
Die Tochter der Drachenkrone von Sabrina Qunaj
Der Roman erzählt ein Stück walisischer Geschichte aus Sicht Gwenllians, einer Tochter Rhys ap Gryffydds, des Fürsten von Südwales. Die Erzählung setzt ein im Jahr 1196, Gwenllian ist zwölf Jahre alt, und endet 1219.
Sabrina Qunaj nimmt einen vom ersten Satz an gefangen, sie erzählt bild- und lebhaft und lässt die damalige Zeit lebendig werden.
Gwenlillan macht sich ihre eigenen Gedanken über ihr Volk, dessen Probleme mit den Freinc, den Fremden, die im Rest der Insel sesshaft geworden sind, diese beherrschen und sich auch Wales einverleiben möchten. Im Laufe der Geschichte wird sich diese Meinung wandeln, Gwenllian wird erwachsener, blickt tiefer, bleibt aber ihrem Volk eng verbunden. Als Frau muss sie damit rechnen „gewinnbringend“ eingesetzt zu werden, und so muss sie sich auch mit Heiratskandidaten auseinandersetzen.
Immer wieder gibt es Zeitsprünge, jedoch jeweils nur von wenigen Jahren. Der Roman ist insgesamt ein umfangreiches Werk, das aber nie langweilig ist und mich oft zum googeln anregte. Gwenllian, aber auch andere Charaktere sind mir nahe gekommen, der Autorin ist es sehr gut gelungen, mich in die damalige Zeit zu entführen. Lediglich das Ende ist etwas kitschig, aber irgendwie auch passend.
Zu Beginn des Romans befindet sich ein Personenverzeichnis, in dem historische Personen gekennzeichnet sind, und das einem auch die Aussprache der walisischen Namen näher bringt. Ebenso gibt es Stambäume sowie eine Karte, die ich selbst aber kaum zu Rate gezogen habe. Das Nachwort der Autorin ist lesenswert und sollte nicht überblättert werden.
Der Roman hat mir nicht nur das Leben im Wales jener Zeit, sondern auch einige der damals lebenden historischen Persönlichkeiten nahe gebracht, und ich habe viel über den Kampf der Waliser gegen die für sie Fremden, die normannischen Herrscher über England, erfahren. Zudem hat mich der Roman gut unterhalten. Wer historische Romane mag, sollte hier zugreifen.
Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :
Wieso? Weshalb? Warum? Meine Vorlesegeschichten, Band 2 - Was passiert in Wald und Wiese? von Anna Pooch
Sachgeschichten mit ein wenig Abenteuer und Spannung rund um das Thema Wald und Wiese findet man in diesem Geschichtenband mit 15 verschiedenen kurzen Geschichten. So lernt man viele Tiere kennen, von bekannteren wie Krähen oder Eichkätzchen zu für manche Kinder eher unbekannten wie dem Siebenschläfer.
Mit vielen Bildern werden die Vorlesegeschichten begleitet. Die Geschichten sind vielschichtig, kurzweilig und abwechslungsreich. Wir haben meist gleich mehr als eine gelesen mit 5, weil sie schon recht kurz für nur eine Geschichte waren. Besonders gefallen haben uns die Illustrationen. Ich finde, dass man den Kindern ihre Abenteuerlust und Neugierde richtig ansieht. Auch die Sprache empfanden wir als super altersgerecht - auch wenn wir typisch deutsche Ausdrücke wie Möhre ???? "übersetzten" und uns dementsprechend nicht ganz an den Text hielten. Eine nette Sammlung mit viel Sachwissen für Kinder!
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Eine tolle Fantasystory
Der 6. Kreis von Robert Deiss
„Der 6. Kreis: Fremde“ von Robert Deiss
Qiunns Geschichte beginnt in Ghorka. Einem Ort, in dem abgeschottet durch einen Bannzauber, Verbrecher aller Art verstoßen werden. Doch seit der Bannzauber gesprochen wurde, befindet sich die Welt im Ungleichgewicht.
Um den Bann zu zerstören und das Gleichgewicht wieder herzustellen, muss Qiunn alle Kreise der Magie betreten.
Doch so einfach ist das nicht, denn für jeden Kreis muss der junge Magier sich neue Fähigkeiten erarbeiten und sich schwierigen Aufgaben stellen.
Wir begleiten Qiunn auf seinem Weg, der ihn nicht nur zu den sechs Kreisen der Magie, sondern auch auf eine Reise zu sich selbst führen wird.
Ich bin sehr schnell in die Handlung eingetaucht, denn der Schreibstil von Robert Deiss ist lebendig und sehr angenehm zu lesen.
Normalerweise lese ich am liebsten Romantasy, also Fantasy mit einem kleinen oder großen Romance Anteil. Für mich war das deshalb schon fast ein Blick über den Tellerrand, denn eine Liebesgeschichte sucht man hier vergebens.
Doch ich habe die Entscheidung, mich auf die Story einzulassen nicht bereut. Im Gegenteil.
Ich habe mich wunderbar unterhalten und Qiunn gerne bei seinen Abenteuern begleitet.
Das Worldbuildung ist sehr lebendig und detailliert beschrieben worden. Ich hatte keine Schwierigkeiten, mir die Schauplätze vorzustellen.
In vielen Storys erhalten die Protagonisten ihre Fähigkeiten von selbst und müssen nichts dafür tun. Doch bei Qiunn ist das anders. Der Heiler und Magier Marten entdeckt, dass er Magie in sich trägt und nimmt ihn unter seine Fittiche. Qiunn muss sich alle magischen Fähigkeiten hart erarbeiten.
Um die Kreise der Magie zu erlernen und sie anschließend zu betreten, begibt er sich auf die Reise. Auf seinem Weg lernt er, (und wir natürlich auch) viele unterschiedliche Völker, ihre Lebensweisen und sehr unterschiedliche Charaktere kennen. Obwohl wir mit ziemlich vielen Protagonisten konfrontiert werden, sind sie gut durchdacht und facettenreich und lebendig gestaltet,
ohne dabei zu klischeehaft zu wirken.
Besonders das Volk des Wassers fand ich sehr spannend.
Wir wissen zu Beginn so gut wie nichts über die Vorgeschichte von Quinn. Doch der Autor verspricht, dass wir im nächsten Teil etwas mehr über ihn und seine Vergangenheit erfahren werden.
Auf einigen Abschnitten begleiten ihn Thorwald, Orin, Marten und die kleine Trollfrau Maki (die ich besonders ins Herz geschlossen habe). Sie alle werden im Laufe der Reise zu guten Freunden. Doch einige Erfahrungen muss Qiunn auch alleine machen. Er wächst mit jeder Prüfung und bekommt immer mehr Selbstvertrauen. Auch wenn ich oft Mitleid mit ihm hatte, konnte ich seine immer wieder aufflackernde Wut jedoch nicht richtig nachvollziehen.
Obwohl das Buch fast 600 Seiten hat, habe ich es innerhalb weniger Tage beendet.
Am Ende bleiben jedoch viele Fragen offen. Woher kommt Qiunn eigentlich und wohin wollte er? Wer oder was steckt hinter der Obrigkeit, die für die Bannzauber verantwortlich ist?
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und vergebe für Band 1 verdiente 5 Sterne
Rezensionen von Eternal-Hope:
Wenig Ermittlungsarbeit und kaum Spannung
Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir
"Verlassen" ist der vierte Island-Krimi von Eva Björg Aegisdóttir, ist aber problemlos zu lesen, ohne die vorigen drei Krimis zu kennen. Auch ich habe diese noch nicht gelesen, für mich war es das erste Buch der Autorin.
Es geht um die schwerreiche und in Island sehr bekannte, fiktive Familie Snaeberg, die sich für ein ganzes Wochenende zu einem exklusiven Familientreffen in einem entlegenen isländischen Hotel einfindet, um den 100.
Geburtstag des vor ein paar Jahren verstorbenen Familienpatriarchen zu feiern. In dieser Familie sind die Abstände zwischen den Generationen kurz, weshalb sich vier Generationen locker ausgehen, samt Verzweigungen mit Tanten, Onkeln, Cousins und Cousinen, angeheirateten neuen und älteren Partnern und Adoptivkindern. Gleich am Anfang des Buches findet sich praktischerweise ein Stammbaum der Familie, auf den ich während des Lesens auch immer wieder mal geschaut habe, um den Überblick über die Verwandtschaftsverhältnisse zu bewahren.
Die Familie hat also sehr viel, hauptsächlich ererbtes, Vermögen, das auf das vom verstorbenen Patriarchen gegründete Familienunternehmen zurückgeht. Besonderen Stil oder Klasse hat die Familie nicht, im Gegenteil, das ganze Wochenende über wird sich ständig besoffen, das geht von den ältesten Familienmitgliedern über die mittleren Alters bis zu den jüngeren, und von einigen auch Drogen genommen. Würde nicht immer wieder erwähnt werden, dass es sich um die schwerreiche Familie Snaeberg handelt, hätte ich vom Verhalten und Habitus der beteiligten Personen nicht darauf geschlossen, dass es sich hier um eine gehobene Gesellschaftsschicht handeln könnte.
Der Krimi ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben: wir erleben das Wochenende durch die Augen mehrerer Familienmitglieder: die Mitte 30-jährige und jung Mutter gewordene Petra, die mit ihrer leidenschaftslos gewordenen Beziehung zu ihrem Mann und den ihr entgleitenden Teenager-Kindern, insbesondere der ihr fremd gewordenen Tochter Lea, kämpft. Die jugendliche Lea, die sich nach Liebe und Zugehörigkeit sehnt, viel auf Social Media postet und dabei noch kein Bewusstsein für die damit verbundenen Risiken entwickelt hat. Tryggvi, der neue Partner an der Seite von Oddny, Petras Tante und Leas Großtante, mit einer eigenen schweren Vergangenheit, beruflich Tischler und sich in diesem reichen Milieu noch nicht sehr angekommen fühlend. Eine junge Frau vom Serviceteam des Hotels, die durch ihre Tätigkeit viel beobachtet und mitkriegt. Und schließlich zwei seltsam blass bleibende Ermittler, die am Sonntag eine Leiche gefunden haben, Spuren sammeln und die Familie befragen.
Das Buch war ganz nett und unterhaltsam zu lesen, richtige Spannung hat sich bei mir aber lange nicht aufgebaut. Es war auch kein typischer Krimi, bei dem man viel miträtseln kann, dazu sind die Ermittler und ihre Arbeit viel zu blass geblieben und kamen immer nur zwischendurch in sehr kurzen Kapiteln vor. Milieustudie ist es auch keine so richtige, dafür war mir das geschilderte schwerreiche Milieu insgesamt in der Charakterisierung der Personen und ihrer Beziehungen zueinander zu wenig glaubhaft. Am meisten im Gedächtnis bleiben wird mir wohl noch die isländische Kulisse aus Lavalandschaft, verschneiten Bergen im Hintergrund, Klippen, Nebel, Schneestürmen und Meer sowie das reduktionistisch gebaute, moderne Hotel darin.
Es war ein ganz nettes Buch, das man mal zwischendurch zur Unterhaltung lesen kann, aber das mir darüber hinaus nicht besonders viel gegeben hat.
Rezensionen von Ruth:
Ein leises und poetisches Buch
Über allen Bergen von Valentine Goby
Es ist mitten im Winter des Jahres 1942, als der 12jährige Vincent in Vallorcine, einem Bergdorf im Schatten des Mont Blanc ankommt. Der Junge hat Asthma und die klare Bergluft wird seinen empfindlichen Bronchien guttun. Doch seine Krankheit ist nicht der einzige Grund, warum er mutterseelenallein in die französischen Alpen geschickt wurde.
Sein Leben wäre in Gefahr, wenn er weiterhin in Paris bliebe. Dort ist er als Vadim in einem Arbeiterviertel aufgewachsen, mit einem russischen Vater und einer französischen Mutter. Sein Vater und seine Großeltern sind Juden. Und obwohl Vadim katholisch getauft wurde, muss er nun seine frühere Identität abstreifen und als Vincent ein neues Leben führen.
Die Familie, die ihn aufnimmt, behandelt ihn wie einen Sohn. Und auch die Dorfbewohner und der Pfarrer heißen ihn willkommen.
Aber für das Stadtkind ist hier alles fremd und neu. Zum ersten Mal in seinem Leben sieht er so viel Schnee, zum ersten Mal die Berge. Der Junge ist fasziniert von den majestätischen Gipfeln und dem vielen unterschiedlichen Weiß des Schnees. Langsam wird er vertraut mit dem Alltag der Dorfbewohner. Es ist ein einfaches und mühsames Leben, geprägt vom Rhythmus der Natur. Vincent hilft mit bei den Arbeiten auf dem Hof, ist dabei, als ein Kalb geboren wird. Und als das Frühjahr kommt, gibt es für die Kinder des Dorfes einiges zu tun. Vincent hat eine eifrige Freundin, die ihm alles zeigt und erklärt. Die 10jährige Moinette amüsiert sich über seine Unwissenheit . „ Noch nie Huflattich gesehen?“ „ Noch nie Kröteneier gegessen?“ „ Noch nie Vögel singen gehört!“ So nimmt sie ihn unentwegt auf den Arm, aber Vincent ist ein gelehriger Schüler. Er saugt alles Neue begierig auf, versucht einer von hier zu werden. .
So begleitet der Leser diesen liebenswerten Protagonisten durch drei Jahreszeiten. Und in drei große Kapitel ist der Roman auch eingeteilt. „ Weiß“ für Winter, „ grün „ für Frühling, „ gelb“ für Sommer. Jede Jahreszeit bringt für den Jungen neue Erfahrungen. Alles nimmt er intensiv wahr, Farben, Bilder, Töne, Gerüche. Vor allem die Farben spielen eine große Rolle, denn Vincent ist Synästhetiker. Jeder Buchstabe steht für ihn mit einer bestimmten Farbe in Verbindung. So wundert es nicht, dass der Junge seine Umgebung in selbstgemalten Bildern festhält.
Auch die Autorin spricht mit ihrem Roman die Sinne an. In unendlich vielen Variationen werden die Eindrücke des Jungen geschildert. Die vielen Weißtöne, das frische Grün des Frühlings, das Gold der Felder im Sommer, überhaupt die Schönheit der Natur -all das wird mit viel Poesie beschrieben. Wir sehen alles durch den offenen und unverfälschten Blick eines Kindes.
Vincents Entwicklung steht im Zentrum des Romans. Weg von zuhause muss er sich in eine fremde Umgebung integrieren. Die intensive Begegnung mit der Natur, die Gemeinschaft im Dorf, Freundschaften und eine erste zarte Liebe machen aus dem schüchternen Jungen aus der Stadt ein Kind der Berge. Das alles wird liebevoll und mit viel Empathie geschildert.
Der Krieg selbst steht im Hintergrund. Das isolierte Tal hält vieles fern. Die italienischen Besatzer im Dorf scheinen wenig bedrohlich. Doch die ziehen nach der Niederlage Italiens ab und auf sie werden die deutschen Soldaten folgen. Nun ist es auch hier nicht mehr sicher für Vincent.
„ Über allen Bergen“ ist ein leises Buch, das von seinen intensiven Beschreibungen lebt. Wer lyrische Landschaftsbetrachtungen liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Für mich hätten es etwas weniger sein dürfen. Auch war es mir zu viel Idylle im Dorf. Das Böse war etwas, das es nur außerhalb gab.
Trotzdem habe ich den Roman gerne gelesen.
Rezensionen von clematis:
Brautmord
Die Villa von Jess Ryder
Dani leidet noch immer unter der Tatsache, dass der Mörder ihrer besten Freundin Aoife nicht gefunden werden konnte. Nun, drei Jahre später, organisiert sie eine Rückkehr nach Marbella, wo sie, gemeinsam mit drei weiteren Freundinnen, Aiofes Junggesellinnenabschied gefeiert hat. Wird sie am dritten Todestag dem Geheimnis näherkommen, die Abläufe in Andalusien rekonstruieren können?
Aus den Blickwinkeln der fünf Freundinnen Aoife, Dani, Tiff, Beth und Celine wird abwechselnd erzählt, teils auf aktueller Zeitebene, teils drei Jahre zuvor, beim ausgelassenen Junggesellinnenabschied.
Dani möchte so viel wie möglich ganz ähnlich gestalten wie damals, um ihrem Gedächtnisverlust endlich beizukommen. Die Ungewissheit um den grausamen Mord an Aoife soll endlich ein Ende haben. Wir treffen die fünf jungen Frauen also am Flughafen, besteigen einen weißen Seat Ibiza und fahren die kurvenreiche Straße zur Villa Floriana hinauf. Dort hat sich kaum etwas geändert und somit sprudeln ganz unterschiedliche Gefühle hervor. Während es Rufe gibt nach sofortiger Abreise, wünscht sich Dani zumindest eine gemeinsame Nacht im Unglückshaus.
In knappen Sequenzen führt uns Jess Ryder durch die Handlung und gibt manchmal mehr Rätsel auf als gelöst werden. Obgleich man für eine solche Reise fünf eng befreundete Frauen erwartet, gibt es doch einige Differenzen, ja sogar Geheimnisse und Hinterlistigkeiten, die natürlich nicht gleich offenbar werden. Und auch im heißen Andalusien sind nicht nur ehrenwerte Einheimische unterwegs. Spannende Stunden mit einem steten Hin und Her zwischen den Jahren, unterhaltsame Spielchen und strömender Alkohol, sowie Trauer und die Suche nach Klarheit beherrschen die Handlung, welche den Leser stets mitnimmt in ein weiteres Kapitel, weil die Neugierde einfach groß ist.
Ein tödlicher Junggesellinnenabschied und die Suche nach dem „warum“ – unblutig, aber spannend und wendungsreich.
Rezensionen von begine:
Das vierte Schachteln
Die verborgene Tochter von Soraya Lane
Die verbprgene Tochter ist der vierte Teil einer Familiensaga von der Autorin Soraya Lane .
Es ist eine interessante Geschichte über ein Frauenhaus in London.
Es wurden sieben Kästchen gefunden, in denen die Mütter ihren Kindern eine Nachricht hinterließen.
Die Autorin versteht es gut , das Ganze spannend zu erzählen und es ist immer eine Portion Liebe dabei.
Ich habe jetzt den vierten Roman gerne gelesen und freue mich auf die nächsten Drei.
Es sind Wohlfüllromane, die ich gerne weiter empfehlen möchte.
Rezensionen von Jule:
An der Oberfläche gekratzt
A Bookboyfriend for Christmas von Freya Miles
„A Bookboyfriend for Christmas“ von Freya Miles ist ein Buch, von dem ich mehr erwartet habe. Tiefere Gefühle, mehr Humor. Irgendwie wurde immer nur an der Oberfläche gekratzt – insbesondere bei den Protagonisten.
Doch gab es auch positive Dinge: Der Schreibstil zum Beispiel ist wirklich sehr angenehm, durch einfachen Satzbau und unkomplizierte Wortwahl.
Zwar wurden mir viele englische Begriffe und der Begriff „Bookboyfriend“ quasi zu inflationär verwendet, dennoch habe ich mich irgendwann daran gewöhnt.
Auch das Setting mit dem eingeschneiten Buchladen und der gemütlichen Atmosphäre hat mir gefallen. Doch wirkten viele Dinge und Geschehnisse sehr konstruiert und waren eher unpassend. Wegen möglichen Spoilern möchte ich diese nicht nennen.
Mia war mir als Protagonisten zu Beginn recht sympathisch und man hat einen wirklich guten ersten Eindruck von ihr bekommen. Leider blieb es auch dabei und tiefere Gefühle waren kaum spürbar. Dafür hat sie gefühlt nur an Sex gedacht als feststand, dass Nick für eine geraume Zeit bei ihr im Buchladen bleiben würde, und das war definitiv zu viel. Mehr Emotionen und tiefere Gefühle wären definitiv angebrachter gewesen, gerade auch, weil Nick super viel Potenzial für eine starke Entwicklung hatte. Dieses wurde aber nicht aufgegriffen.
Insgesamt muss ich leider sagen, dass mir von dieser Geschichte recht wenig im Gedächtnis bleibt du sie für mich zu schnelllebig und an manchen Stellen zu undurchdacht war. Schlussendlich kann ich nur festhalten, dass man dieses Buch lesen kann, aber definitiv nicht muss und keine allzu hohen Erwartungen haben sollte.
Rezensionen von Jule:
Voller Überraschungen
Hug me, Mr. Grinch von Amelia Lemon
„Hug me Mr. Grinch“ von Amelia Lemon ist ein Buch, das die eine oder andere Überraschung bereithält. Man begegnet Charakteren, die auf den ersten Blick vielleicht etwas oberflächlich erscheinen, doch immer mehr Tiefen offenbaren. Es entwickeln sich Freundschaften, die man nicht erwartet hat und am Ende entsteht doch etwas recht besonders.
Es muss gesagt sein, dass für diese Geschichte mit der Weihnachtszeit und New York das perfekte Setting gewählt wurde. Dieses schnelllebige in Verbindung mit dem gemütlichen der Weihnachtszeit hat einfach sehr gut harmoniert. Ebenfalls ist der Schreibstil sehr angenehm, was besonders durch die einfache Sprachwahl beeinflusst wurde. Wenn man einmal in der Geschichte drin ist, dann kommt man nicht so schnell wieder raus.
Dennoch hat sich die Geschichte an manchen Stellen etwas gezogen und hat repetitiv gewirkt. Verwundert hat mich dies allerdings nicht, da die Geschichte wirklich ziemlich schnell an Tempo gewinnt und ich mich schon nach wenigen Seiten gefragt habe, was denn jetzt noch alles passieren soll. Aber ja, es passiert trotz mancher Phasen definitiv noch genug.
Genug passiert auch zwischen Connor und Rachel, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Er Anwalt, sie professionelle Kuschlerin – und das finde ich mega. Denn Rachel sticht aus der Masse heraus und es war irgendwie super interessant mal darüber etwas zu lesen. Abweichend davon hat man im Verlaufe der Geschichte immer weiter gemerkt, wie sie ihre Emotionen etwas rauslassen. Die Kommunikation auf der anderen Seite, war dann zwischendurch doch eher Mangelware.
Nichtsdestotrotz hat mir die Geschichte gut gefallen, weil es die ein oder andere Überraschung gab, manche Dinge aber auch vorhersehbar waren. Alles in allem ist es eine tolle Geschichte für zwischendurch.











