Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Novalie:
Why Choose
Viermal Santa All My Lovers von Vivi Parker
Why Choose
Die Journalistin Robin will eigentlich nur eine Reportage über eine Whiskey-Destillerie in Schottland machen. Doch die vier attraktiven Eigentümer haben nicht mit einer Frau gerechnet. Und dann wird sie auch noch eingeschneit und es passiert genau das, was man erwartet.
Ich weiß ehrlicherweise auch nicht, was ich von dem Buch halten soll.
Es war genau das, was man bei dem Titel erwartet. Es wird seeeehr spicy und ein bisschen Handlung kommt ab und zu auch vor.
Die Männer sind natürlich sehr verschieden und entsprechen unterschiedlichen Stereotypen. Robin ist eine knallharte Karrierefrau, die sich von den Männern mal überhaupt nichts sagen lässt. Sie fühlt sich aber sofort von ihnen angezogen und auch die Männer finden Robin attraktiv. Damit ist ihr Schicksal in diesem Genre wohl besiegelt.
Mich hat ein bisschen gestört, dass das gesamte Buch in einem extrem kurzen Zeitraum spielt, in dem für mich eigentlich keine intensiven Gefühle entstehen können und der Mangel an emotionaler Intelligenz der Männer war phasenweise schon ziemlich schockierend.
Die spicy Szenen waren sehr explizit und die Wortwahl hat nicht immer meinen Geschmack getroffen.
Als Lesesnack für Zwischendurch war es aber sehr unterhaltsam.
Rezensionen von Lesemama:
Anders als erwartet
Dem Sturm entgegen von Cecelia Ahern
Zum Buch:
Die Ärztin Enya fährt in einer stürmischen Nacht durch eine einsame Gegend. Dann wird sie angehalten, ein Junge liegt bewusstlos auf der Straße. Sie reanimiert ihn und fährt dann nach Hause.
All das lässt Enya zweifeln, sie verlässt ihren Mann und ihren Sohn, beginnt im Landesinneren neu und kann doch nicht loslassen.
Meine Meinung:
Das Buch bzw. die Geschichte ist so ganz anders als alles was ich bisher von Cecelia Ahern gelesen habe, vor allem im ersten Teil, der um die Wintersonnenwende und Weihnachten spielt, der den Unfall beschrieben hat, hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen, ich brauchte lange, bis ich in die Geschichte reinfand. Die irischen Worte, der ungewöhnliche Erzählstil hat etwas gedauert, bis ich reingefunden hatte. Es hatte auch einen spannenden Anteil, wer war Schuld am Unfall, was hat Enya in der Nacht tatsächlich getan, findet sie zu ihrem Sohn zurück. Es ist zwar anders aber durchaus lesenswert. Es hat nur etwas gedauert, bis ich in der Geschichte angekommen bin.
Rezensionen von Novalie:
Süße Geschichte
Exklusiv nicht zusammen von Ina Taus; Katharina Wolf
Süße Geschichte
Der charismatische Finn und der ruhige, romantische Anton sind seit Ewigkeiten beste Freunde. Es gab da einen Moment, in dem aus beiden mehr werden hätte können, aber sie haben ihn verpasst. Als dann Antons Beziehung in die Brüche geht, ergibt sich eine neue Chance. Aber was wird aus ihnen werden? Freundschaft, Freundschaft Plus oder vielleicht doch die große Liebe?
Die beiden Protas sind wirklich sehr gut ausgearbeitet und ich konnte sie mir richtig gut vorstellen.
Sie sind verletzlich, authentisch und fühlen sich total nach echten Menschen an. In Kombination mit sehr exzentrischen Familienmitgliedern und sympathischen Mitbewohner:innen, ergeben sich dadurch viele unterhaltsame Situationen.
Leider wurde ich am Anfang von der Triggerwarnung ziemlich gespoilert. In gedruckten Büchern kann man das ja überblättern, aber im Hörbuch wurde ich leider komplett vom Spoiler überrumpelt. Vor allem, da auch gesagt wurde, was passieren wird und wem. Ich finde Triggerwarnungen extrem sinnvoll, aber für meinen Geschmack wäre eine generelle Triggerwarnung am Anfang, und die Details am Ende vom Hörbuch, besser geeignet.
Ich fand die Geschichte von Anton und Finn echt unterhaltsam, auch wenn bei beiden sehr viel Selbsterkenntnis nötig war. Gegen Ende hat es sich dann leider etwas gezogen, weil ich durch den Spoiler eh schon wusste, worauf es hinausläuft.
Aber trotzdem war es eine süße Geschichte, die ich gerne gehört habe.
Rezensionen von Sheilo:
Ein Buch, welches sehr zum Nachdenken anregt
Ein Ohrensessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst von Tanja Köhler
Das Buch "Ein Ohrsessel, zwölf Fragen und eine Reise zu dir selbst" von Tanja Köhler hat mich wirklich sehr zum Nachdenken gebracht. Mit insgesamt 12 Fragen schafft es die Autorin, uns genau die richtigen Fragen zu stellen, um sich selbst zu sehen und die eigenen Unstände zu hinterfragen.
Sind wir glücklich, wie wir im Moment leben? Machen uns die Menschen glücklich, die wir um uns haben? Was sind unsere eigenen Wünsche?
Sie zeigt ebenfalls auf, dass es meist am schwierigsten ist, sich selbst ggf. vorhandene Probleme einzugestehen, bevor man etwas zu deren Änderung in Angriff nehmen kann.
Der Schreibstil des Buches ist angenehm und flüssig. Ich selbst mag die Illustrationen im Buch sehr, welche jede Frage von der nächsten trennt. So kann man sich auch innerlich auf die neuen Gedanken einstimmen.
Ich habe dieses Buch sehr genossen, da es jetzt gerade zum Start des neuen Jahres dazu anregt, seine eigenen Vorsätze zu überdenken oder sich ggf. welche zu setzen. Ich habe mir viel mitgenommen und hoffe, dass ich diese Punkte erfolgreich meistern werde, denn "der Moment der Überwindung kostet die meiste Energie".
Rezensionen von Bellis-Perennis:
flott, frech und feministisch
Not your Darling von Katherine Blake
Die 20-jährige Trickdiebin Loretta, die sich die Überfahrt von England und Einreise in die USA erschlichen hat, trifft 1950 in Los Angeles ein, um in Hollywood Maskenbildnerin zu werden. Das ist interessant, denn die meisten jungen Frauen wollen Schauspielerin werden.
Doch wie zu erwarten, ist LA nicht unbedingt die Stadt in der Milch und Honig fließen.
Recht bald muss sie allerdings erkennen, dass die Traumfabrik überwiegend aus Sperrholzkulissen und übergriffigen Männern besteht.
Doch mit einer gehörigen Portion Chuzpe geht sie ihren Weg und nennt sich nun Loretta Darling. Ihr Wissen um bestimmte (Heil)Kräuter hilft nicht nur bei Blessuren aller Art, der Herstellung von besonderen Hautcremen und Lippenpomade.
Meine Meinung:
Dieser Roman erzählt von der dunklen Seite der Traumfabrik Hollywoods. In der vor allem Frauen ausgenützt, unter Drogen gesetzt und, sobald eine neue willfährige junge Schönheit erscheint, gnadenlos fallen gelassen wird. Doch Loretta, die mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen hat, ist bereit, sich auf ihre Weise zur Wehr zu setzen.
Der Roman ist ein interessanter Mix aus Zeitgeschichte und feministischer Literatur, der die Verlogenheit Hollywoods aufs Korn nimmt. Stellenweise ist der Roman bitterböse und bedient sich an Sex & Crime, um die Protagonistin ihre Ziele erreichen zu lassen.
Katherine Blake hat sich einige reale Ereignisse als Vorlage genommen. Dadurch entsteht, auch durch den opulenten Schreibstil, der wunderschön übersetzt worden ist, ein lebhaftes Bild des Moloch Hollywood.
Fazit:
Wer einen feministisch-bissigen Roman über die Abgründe in der Traumfabrik Hollywood lesen möchte, ist hier richtig. Gerne gebe ich diesem Buch 4 Sterne.
Rezensionen von yellowdog:
Ein unsteter Mann
Frühstück in Helsinki von David Schalko
Ein dick vorgetragener Monolog eines Mannes, der seine Heimatstadt Wien vermisst und seine frühere Liebe Nina, obwohl er in den letzten 10 Jahren 8 Beziehungen und 36 Seitensprünge hatte. Auch den Job hat er oft gewechselt.
Der Erzähler wirkt wie aus einem Philippe Djian-Roman entsprungen mit einer Spur Bukowski.
So ganz kaufe ich David Schalko seine großspurige Hauptfigur nicht ab. Er ist dann auch viel unterwegs auf der Suche nach Nina, Beirut, London, Amsterdam … Man spürt seine Ruhelosigkeit.
Manchmal ist es ein amüsantes Buch, aber auch ein derbes und gelegentlich fehlt es an Tiefe.
Dennoch kann man David Schalko eine erzählerische Frische und Kraft nicht absprechen.
Rezensionen von LeserinLu :
Tolles Konzept
Tunesisch vegan von Malek M'hiri
„Tunesisch vegan“ bietet eine spannende Reise durch die tunesische Küche – authentisch, vielfältig und rein pflanzlich interpretiert. Mit 60 Rezepten, die von Frühstücksideen über einfache und aufwendigere Hauptgerichte bis hin zu Gebäck reichen, richtet sich das Kochbuch an alle, die die Aromen Tunesiens entdecken wollen.
Besonders gelungen sind die einführenden Kapitel: Sie erklären nicht nur die typischen Gewürze und Zutaten, sondern setzen sich auch kritisch mit kultureller Aneignung auseinander. Solche Gedanken findet man selten in Kochbüchern und sie verleihen dem Buch zusätzliche Tiefe. Es hat mir großen Spaß gemacht, das Kochbuch nicht nur zu nutzen, sondern tatsächlich von vorne bis hinten durchzulesen – was bei mir eine Seltenheit ist!
Allerdings bleibt „Tunesisch vegan“ hinter seinem Potenzial zurück. Der Verzicht auf Fotos für jedes Rezept ist ein großer Schwachpunkt, besonders bei einem Kochbuch, das sich auf weniger bekannte Gerichte konzentriert. Oft bleibt die Vorstellungskraft gefragt, da viele Seiten neben den Rezepten nur mit dekorativen Zeichnungen gefüllt sind. Das wirkte auf mich unfertig. Auch die Vielfalt der Rezepte hätte durch geschickteres Zusammenfassen und Ergänzen noch besser zur Geltung kommen können – gerade die zahlreichen Shakshuka-Varianten hätten auf einer Doppelseite gebündelt werden können. Auch wenn das Buch auf Authentizität setzt, hätte ich mir generell mehr Flexibilität und Variationsvorschläge gewünscht, etwa wie man bestimmte Zutaten ersetzt, die man vor Ort nicht bekommen kann, oder wie man das Nährstoffprofil der Gerichte mit oft wenigen Zutaten durch die Zugabe von Gemüse oder frischen Kräutern anreichern kann. Für Leser*innen ohne Zugang zu spezialisierten Märkten wären solche Hinweise hilfreich gewesen. Die Gerichte, die ich ausprobiert habe, habe ich tatsächlich selbst noch ergänzt, weil mir oft etwas Frisches gefehlt hat, ich wäre neugierig gewesen, was hier die Vorschläge des Autors gewesen wären.
Insgesamt ist „Tunesisch vegan“ ein ambitioniertes Kochbuch mit einem tollen Konzept, das aber in der Umsetzung noch Luft nach oben hat. Ich hoffe sehr, dass es eine zweite, überarbeitete Auflage geben wird. Das Potenzial ist definitiv da, denn ich finde sowohl den Löwenzahn Verlag als auch den Autoren des Kochbuchs ganz großartig!
Rezensionen von LeserinLu :
Entzückend wie immer
Mama Muh. Willst du mein Freund sein? von Jujja Wieslander
Mit „Mama Muh – Willst du mein Freund sein?“ kehrt die liebenswerte Kuh Mama Muh mit einer warmherzigen Geschichte über Freundschaft zurück. Der neuste Band der Reihe beleuchtet, was wahre Freundschaft ausmacht, und erzählt dabei von einem Missverständnis zwischen Mama Muh und ihrer besten Freundin, der frechen Krähe.
Als die Krähe die Tochter der Bäuerin als ihre „einzige Freundin“ bezeichnet, weil sie ihr Essen hingestellt hat, ist Mama Muh tief enttäuscht. Es folgt ein Auf und Ab der Emotionen bei Krähe und Mama Muh, bis schließlich alles gut wird.
Ich mag an der Reihe, wie einfühlsam und gewitzt die Dialoge geschrieben sind, sodass Kinder und Erwachsene sich darüber freuen. Dazu trägt auch die durchdachte Übersetzung von Maike Dörries bei. Die Zeichnungen von Sven Nordqvist sind wie immer ein Highlight: Sie fangen die gesamte Bandbreite an Emotionen – von Enttäuschung über Wut bis hin zu Freude – detailreich und ausdrucksstark ein. Ein schöner Pluspunkt an der Geschichte ist für mich, dass Mama Muhs vorherige Abenteuer in den neuen Band eingeflochten werden: Ihre Fähigkeiten, die sie in anderen Geschichten gelernt hat, kommen hier erneut zum Einsatz, wie etwa ihr Fahrradfahren.
„Mama Muh – Willst du mein Freund sein?“ ist eine wunderbar illustrierte und herzerwärmende Geschichte, die vermittelt, wie wichtig es ist, Enttäuschungen in einer Freundschaft zu überwinden, einander zu verstehen und gut zu kommunizieren. Ein Must-have für alle kleinen und großen Fans von Mama Muh – und für alle, die Geschichten über Freundschaft lieben.
Rezensionen von manu63:
Ergänzung zur Lombardenreihe
Die Wächterin von Köln von Petra Schier
Das Buch Die Wächterin von Köln ist für mich eine Ergänzung zur Lombardenreihe der Autorin in dem sie noch einmal die Geschehnisse der Reihe aufnimmt und die Ereignisse aus der Perspektive von Elsbeth erzählen lässt.
Elsbeth taucht immer mal wieder in den Büchern der Autorin auf, die im historischen Köln angesiedelt sind.
Nun ist Elsbeth die Hauptakteurin und man erfährt mehr von ihrer Lebensgeschichte.
Die Handlung ist in zwei Zeitebenen angesiedelt, welche gut markiert sind, so das ich immer wusste wann und wo ich mich gerade in der Geschichte befinde. Zum Einstieg bekommt man ausführliche Szenarien aus dem Bordellleben von Elsbeth zu Kenntnis, die vielleicht nicht jedem so gefallen werden, weil sie etliche explizite Stellen enthalten. Das wird aber im Laufe der Geschichte weniger.
Das Netzwerk, welches Elsbeth im Laufe der Zeit aufbaut fand ich interessant beschrieben und man bekommt auch noch mal Hintergrundwissen zu einigen Charakteren der Lombardenreihe. Ich fand es schön noch mal in diese Welt abzutauchen und habe das Buch mit Vergnügen gelesen.
Der Schreibstil ist flüssig und ich finde die Geschichte gut lesbar. Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und die Historie scheint gut recherchiert.
Das Buch kann auch unabhängig von der Lombardentrilogie gelesen werden.
Rezensionen von clematis:
Sieg
Die Anwältin von Bonnie Kistler
Zielstrebig, konsequent und unerbittlich ist Kelly McCann als Anwältin, spezialisiert auf die Verteidigung von Männern, welche für Sexualdelikte angeklagt werden. Ihr Ziel ist es stets, die Vorwürfe zu entkräften, Beweise als falsch darzustellen und einen Freispruch zu erwirken, einen Sieg einzufahren.
Als sie allerdings selbst zum Opfer wird, sinnt Kelly nach Rache.
Tempo und Überraschungen stehen bei diesem Thriller im Mittelpunkt, Bonnie Kistler versteht es, Spannung aufzubauen und hoch zu halten bis hin zur letzten Seite. Das Motiv, möglicherweise schuldige Männer zu verteidigen, wird ebenso herausgearbeitet wie das Bestreben vieler Frauen, sich nicht an die Behörden zu wenden, um sich vor weiteren Demütigungen zu schützen. Dazu kommen noch andere wesentliche Themenkomplexe, denen ich hier nicht vorgreifen möchte. Mit diesem bestens konzipierten Grundgerüst schafft die Autorin ein überaus realistisches Szenario, das den Leser kaum zu Atem kommen lässt und völlig gefangen nimmt von der Materie. Obwohl die ganze Angelegenheit bald abgehandelt zu sein scheint, hängt Kistler raffiniert noch etliche Kapitel an und verblüfft einen immer wieder, genau so, wie auch Kelly ob der Geschehnisse am Ende erstarrt.
Ein überaus gelungenes Buch, welches durch Bonnie Kistlers Zeit als Prozessanwältin realitätsnah und lebendig wird, somit kommt von mir eine klare Leseempfehlung.











