Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lara:
Thriller, der die Schattenseiten von Social Media aufzeigt
Die Influencerin von Rebecca Russ
Die Influencerin Sarah ist am Höhepunkt ihrer Karriere als sich ein depressives Mädchen wegen ihren fitnessorientierten Inhalten das Leben nimmt. Aus Betroffenheit und Schuld deaktiviert sie ihr Profil, was einigen Leuten gehörig gegen den Strich geht. Allen voran ihrem unbekannter Stalker, ihrem Ehemann und Manager Raphael und einigen Kritikern, die dies als Flucht ansehen.
In weiterem Verlauf muss sie sich gegen jeglichen Gegenwind behaupten, der sogar von ihrer eigenen Tochter kommt, und muss schmerzlich erfahren, dass viele in ihrem Umfeld nicht so sind wie sie vorgeben zu sein.
Rebecca Russ hat in diesem Buch ein sehr aktuelles Thema aufgegriffen. Viele, vor allem junge Menschen, sehen oftmals nur die guten Seiten des Internets und Social Media. Was jedoch passieren kann, wenn sich die Meinung auf gewissen Plattformen, wie beispielsweise Instagram, gegen dich wendet, oder wenn Sachen bekannt werden die man nicht zeigen wollte wird oftmals ignoriert. Auch die Lügen, Filter und vorgespielten Lebensweisen von Influencern beeinflussen viele Kinder, wie beispielsweise Leonie, der es in diesem Buch zum Verhängnis geworden ist. Diese Schattenseiten des Internets sind in diesem Buch hervorragend aufgezeigt.
Die Figuren sind zu Beginn des Buches sehr oberflächlich erschienen. Je tiefer man jedoch in der Geschichte drinnen war, desto mehr kamen Hintergründe und Motivationen der Charaktere ans Licht. Auch wenn ich Sarah zu Beginn nicht wirklich mochte, gegen Ende wird sie immer sympathischer und man fängt an richtig mit zu fiebern mit ihrer Geschichte.
Der Schreibstil ist einfach gehalten, was das Buch jedoch recht schnell lesbar macht. Im Großen und Ganzen hat mir "Die Influencerin" sehr gut gefallen und ist für Thrillerfans unbedingt weiter zu empfehlen.
Rezensionen von Petra Sch.:
tödliche Nachbarschaft
Sie wird dich finden The Housemaid von Freida McFadden
3,5 Sterne
Es sind etliche Jahre vergangen, seit wir Millie das letzte mal getroffen haben.
Sie ist mittlerweile mit Enzo verheiratet, und die beiden haben eine 11jährige Tochter und einen 9jährigen Sohn und sind vor Kurzem nach Long Island in ein Haus mit Garten gezogen. Millie liebt dieses Haus sehr!
Doch ihre neuen Nachbarinnen sind äußerst seltsam.
Die eine ist alleinerziehend und führt ihren Sohn immer an der Leine zur Busstation und wartet mit ihm, bis der Schulbus kommt (der Bursch ist so alt wie Millies Sohn) und sie spioniert auch die gesamte Nachbarschaft aus.
Und Suzette von nebenan schmeißt sich schamlos an Enzo ran, obwohl sie selbst verheiratet ist. Sie und ihr Mann haben keine Kinder, und prahlen mit ihrem Vermögen - an dem es Millie und Enzo jedoch fehlt.
Leider werden einige Dinge immer wieder wiederholt, was etwas nervig ist, zB dass es AUF Long Island heißt, dass Millie Bluthochdruck hat (darauf reitet Enzo ständig herum und dieses Problem löst sich gegen Ende von ganz allein-total unglaubwürdig) oder die finanziellen Probleme und dass Millie und Enzo sich dieses Haus eigentlich gar nicht leisten können, obwohl sie es weit unter Wert bekommen haben. Aber dann besteht Enzo, der sich als Landschaftsgärtner selbständig gemacht hat und viel in der Nachbarschaft unterwegs ist, auf Entlastung seiner Frau, die teilzeit als Sozialarbeiterin im Krankenhaus arbeitet, und stellt Suzettes Putzfrau ein, die Millie von Anfang an suspekt war??
Ich konnte Enzos Verhalten nicht nur hier nicht nachvollziehen; er verhält sich auch manchmal so eigenartig, v.a. auch Millie gegenüber; und als es aufgelöst wurde, konnte ich ihn schon gar nicht verstehen. Warum hat er Millie belogen?
Und Millie fragt nie nach, wenn sie über etwas erstaunt ist (auch das plötzliche eigenartige Verhalten ihres Sohnes) und lässt wieder über sich drüberfahren und verhält sich (wie schon immer) total unterwürfig.
Als dann irgendwann Suzettes Ehemann tot aufgefunden wird, kommt auch endlich der Thrill ins Spiel und man rätselt mit Millie mit, wer der Täter ist und warum, denn dieser Mann ist unscheinbar und unauffällig.
Leider hat mir hier die Spannung, die das nervige und nicht nachvollziehbare Verhalten von Millie in den anderen Bänden ausgeglichen hat, gefehlt. Es wurden auch nicht alle offenen Fragen, die im Laufe der Geschichte aufkamen (und das waren nicht wenige), aufgelöst. Somit hat mir das (gesamte) Motiv gefehlt. Aber die Auflösung war dann doch überraschend und nachvollziehbar.
Diesmal wird die Geschichte außer wie bisher von Leonie Landa (Millies Part) noch von zwei weiteren Sprecherinnen gelesen.
Fazit:
Das Finale ist leider der schwächste Band der Reihe um das ehemalige Hausmädchen Millie.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Ein Muss für Disney-Fans - aber ihr braucht vieeele Farben
Disney - Malen nach Zahlen: Love Stories von
"Malen nach Zahlen" stand schon seit Langen auf meiner Möchte-ich-unbedingt-mal-ausprobieren-Liste … und was wenn nicht das Stichwort 'Disney' könnte mich endlich dazu bewegen, den Malpinsel zu zücken?!
Für mich als Disney-Fan klang dieses entspannte Zeichnen für Erwachsene wie ein Match made in Heaven - die perfekte Möglichkeit, in Disney-Nostalgie zu schwelgen und selbst ein wenig kreativ zu werden.
Kurzum: Ich musste es einfach ausprobieren!
Die Motivauswahl ist immens - und die meisten Bilder fand ich in puncto Wiedererkennungswert und Niedlichkeitsfaktor (Stichwort: Dumbo und seine Mama) wirklich prima ausgewählt … allerdings waren auch einige Motive dabei, die mir gänzlich unbekannt waren, z.B. von Filmen wie "Rot", "Der Schatzplanet" oder "Atlantis - Das Geheimnis der verlorenen Stadt". Das ist natürlich Geschmackssache, aber ich hatte mir irgendwie ein Werk mit einem Fokus auf die großen Disney-Klassiker gewünscht - und hätte stattdessen lieber ein paar zusätzliche Szenen aus z.B. "Cinderella", "Susi & Strolch" oder "Arielle" gehabt.
Im Innencover findet sich eine Klappe zum Testen der Farben. - An sich eine gute Idee; in meinen Augen wäre es jedoch hilfreicher gewesen, wenn das Vorwort einen Tipp enthalten hätte, welche Stifte oder Marken sich für das Projekt gut eignen. Das wäre ein echtes Plus gewesen, speziell für Zeichen-Neulinge wie mich - denn halloooo, wer von uns (der nicht professionell zeichnet) hat daheim spontan ein Farb-Set mit bis zu 50 verschiedenen Farben parat, inklusive mehrerer Nuancen von einer jeweiligen Farbe? Das hat mich anfangs schon ein wenig überfordert bzw. kurzzeitig frustriert, weil ich direkt loslegen wollte und mich aufgrund der Vielzahl an benötigten Farben etwas ausgebremst fühlte.
Fazit: Ein zauberhaftes Buch für Disney-Liebhaber und alle Malbegeisterten, die sich an detaillierten Vorlagen austoben möchten und in puncto Farbgestaltung experimentierfreudig bzw. improvisationswillig sind (- oder zu den Glücklichen gehören, die ohnehin bereits eine große Auswahl an Farben besitzen).
Rezensionen von Natalie:
Anders als die Vorgänger
Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir
Ein abgelegenes Hotel in den Lavafeldern Islands ist die Kulisse für eine große Feier der reichen und mächtigen Familie Snæberg. Der Aufenthalt beginnt zuerst wie geplant, man feiert, macht Ausflüge. Doch schon bald wird klar, dass die Familie bei weitem nicht so innig ist, wie es nach außen den Anschein hat.
Als ein Schneesturm aufzieht und eine Person vermisst wird, wächst das Misstrauen bei jedem Einzelnen…
Bei „Verlassen“ handelt es sich um den vierten Krimi aus der Reihe „Mörderisches Island“. Schnell wird aber klar, dass sich der Krimi in einem unterscheidet - die Ermittlerin Elma fehlt. Zusätzlich liegt diesmal das Hauptaugenmerk nicht auf den Ermittlungen der Polizei, sondern ganz auf der Familie und ihrem Zusammentreffen. Wir lesen dabei aus den unterschiedlichsten Sichten der Familienmitglieder und einer der Hotelangestellten. Zwischendrin gibt es immer wieder Kapitel mit den Ermittlungen, die gefühlt aber nur eine kleine Nebenrolle spielen. Vielleicht genau aus dem Aspekt heraus finde ich die Herangehensweise zu diesem Krimi erfrischend anders, die Spannung war für mich gegeben und das Setting war sowieso wieder toll beschrieben. Einen kurzen Auftritt bekommt die aus den Vorgänger-Bänden bekannte Kommissarin Elma dann doch noch und von daher hoffe ich beim nächsten Band auch wieder auf die gekonnte und spannende Ermittlungsarbeit der drei.
Rezensionen von Tara:
Magisch, abenteuerlich & spannend
Magic Island - Ruf der Seelentiere. Eine magische Insel und sprechende Seelentiere: Fantasy-Buchreihe ab 11 Jahren (Magic Island, Bd. 1) von Andreas Suchanek
„Magic Island - Ruf der Seelentiere“ ist der erste Band der Magic Island Fantasy-Buchreihe des Autors Andreas Suchanek.
Der 15-jährige Julian lebt in Berlin. Durch ein Portal gelangt er auf eine Insel, wo er zunächst seinen Seelenschatten - einen Husky namens Askan - kennenlernt. Im weiteren Verlauf der Handlung lernt er drei weitere Teenager - Aiko aus Japan, Kiana aus Ghana und Cally aus New York - und ihre Seelentiere kennen.
Sie haben die Aufgabe die Welt zu retten. Dabei wird es schnell gefährlich, abenteuerlich und fantastisch.
Der Schreibstil des Autors ist sehr lebendig und leicht zu lesen. Seine Charaktere sind facettenreich und jeder von ihnen hat eine ganz eigene Persönlichkeit. Die Handlung steckt voller Magie, Fantasie und spannender Momente, da von Beginn an bedrohliche Situationen auf die Protagonisten zukommen.
Das Cover und die Zeichnungen im Buch wurden mit viel Liebe zum Detail durch den Illustrator Timo Grubing gestaltet und runden das Leseerlebnis perfekt ab.
Ich hatte es nicht anders erwartet, da es typisch für den Autor ist, das Buch endet mit einem Cliffhanger und nun kann ich es kaum abwarten bis Band zwei im Sommer des Jahres erscheint.
Rezensionen von Island :
Loretta goes to Hollywood
Not your Darling von Katherine Blake
Bei diesem Roman passt die Covergestaltung mit den, auf den ersten Blick, nicht besonders harmonischen Farben und dem Schwarz-Weiß-Foto einer perfekt geschminkten Frau mit einem sehr ausdrucksstarken Blick sehr gut zu den 50er Jahren und der Thematik.
Die 20-jährige Loretta trifft 1950 in Los Angeles ein, um dort ihrem Traum näher zu kommen, Maskenbildnerin in Hollywood zu werden.
Dafür nimmt sie Entbehrungen in Kauf, findet aber auch immer wieder Möglichkeiten, die sie ihrem Ziel doch wieder ein kleines Stück näher bringen. Zugleich ist sie manchmal aber auch etwas naiv und gerät so in teils sehr ungute Situationen. Ihre Rache ist dann aber meist ebenfalls nicht gesetzeskonform.
Der Roman schildert, abgesehen von einigen Längen mit z. B. einem zu intensiven Fokus auf Schminktipps, auf eine recht unterhaltsame und authentische Art, wie es im Hollywood der 50er Jahre zuging und worauf Frauen sich oft einlassen mussten, um dort beruflich voranzukommen. Der Schreibstil war dabei gut lesbar, allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die weiblichen Nebenfiguren noch etwas greifbarer gestaltet worden wären. Wer Romane mag, die in den USA der 50er und 60er Jahre spielen, wird aber sicher gut unterhalten werden.
Rezensionen von Anno:
Interessante Charaktere
Dark Cinderella von Anya Omah
Fast wäre mir dieser Roman entgangen, denn dieses Cover empfand ich als nichts sagend und unspektakulär. Eines, das sich in die Reihe vieler, heute moderner Cover einreiht ohne aus dem Einheitsbrei herauszustechen. Dass dieses mein Interesse dann aber doch noch wecken konnte, war eher zufällig. Und ich wurde überrascht!
Sofia ist ein sehr interessanter Charakter, der von einer ernsten Erfahrung angetrieben wird und alles dafür tut um Seelenfrieden zu erlangen.
Es quält sie in Ungewissheit Leben zu müssen und ihr Tatendrang imponierte mir sehr. Doch auch Prinz Maximilian, durch seine Abstimmung privilegiert scheint dennoch „Mensch“ geblieben zu sein und sich und seine Position ernsthaft zu reflektieren. Das gefällt mir. Trotz seiner Position verliert er sich nicht in Macho-Gehabe, sondern versucht tatsächlich Sofia soweit es ihm möglich ist respektvoll zu begegnen. Und das mag ich sehr! Kurzum die Charaktere- selbst die widerspenstige und mit sich kämpfende Linea, gefielen mir ausgesprochen gut. Die Handlung wurde dank ihnen sehr greifbar und nachvollziehbar, wenig märchenhaft und dennoch ergreifend. Die Annäherung der beiden Hauptakteure läuft und verlief jedoch eher schleppend, aber realistisch. Auch wenn ich zeitweise das Gefühlvolle etwas vermisste habe ich es sehr genossen, die beiden in ihrem Kampf um Neutralität zu beobachten. Und auch ganz allgemein wirkte das Geschehen sehr erfrischend und interessant. Nur die Tatsache, dass ein von Anfang an thematisiertes Geschehen und grundsätzlicher Teil der Handlung NICHT aufgeklärt wurde, hat mein Vergnügen gebremst. Dies Unwissenheit fördert natürlich die Spannung und Vorfreude aufs nächste Band, dennoch hätte ich mir etwas mehr Informationen gewünscht um die Handlung für mich vorerst gedanklich abschließen zu können.
Rezensionen von Amena25:
Schwelende Konflikte
Verlassen von Eva Björg Ægisdóttir
Die schwerreiche isländische Familie Snæberg versammelt sich an einem Wochenende in einem abgelegenen Luxushotel zu einem Familientreffen. Während es zu Beginn so aussieht, als könnte es ein gelungenes und harmonisches Familienfest werden, enthüllen nach und nach einige der Familienmitglieder ihr wahres Gesicht.
Das liegt vor allem am Alkohol, der in Strömen fließt, aber auch an der Situation, dass man sich an diesem Wochenende nicht aus dem Weg gehen kann. Und so brechen schwelende Konflikte auf und vergangene und gut verdrängte Ereignisse kommen ans Tageslicht. Als dann auch noch einer der Gäste tot draußen in den Lavafeldern aufgefunden wird, weiß niemand mehr, wem man trauen kann.
Durch ständig wechselnde Perspektiven verschiedener Beteiligter wird die Handlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt und wie Mosaiksteinchen setzt sich die Wahrheit nach und nach zu einem Gesamtbild zusammen.
Der Autorin Eva Björg Ægisdóttir gelingt es so, die Spannung, die sich auch zwischen den Familienmitgliedern anstaut, allmählich zu steigern, bis zur großen Auflösung am Ende. Die Abgeschiedenheit des Hotels, die unwirtliche Natur und der aufziehende Sturm tragen zur düsteren und beklemmenden Atmosphäre bei.
Für Fans der drei Vorgängerbände gibt es allerdings eine kleine Enttäuschung. Denn hier spielen die polizeilichen Ermittlungen nur eine Nebenrolle. Und zudem kommt Elma erst ganz am Ende ins Spiel. Da wird sie nämlich als neue Kollegin angekündigt, die bald das Team von Sævar und Hördur verstärken wird. Schade, denn ihre Teamarbeit habe ich in den drei Vorgängerbänden sehr gerne verfolgt. Insofern ist ,,Verlassen“ genau genommen die Vorgeschichte zu ,,Verschwiegen“, ,,Verlogen“ und Verborgen“. Bleibt zu hoffen, dass uns die isländische Autorin noch mit ein paar Fortsetzungen, mit Sævar und Elma, gönnt.
Rezensionen von gabiliest:
Liebesträume und Liebeswirren
PS: Du bist ein Traum! (PS: Du bist die Beste! 5) von Natalie Buchholz
Im fünften Band der Reihe “PS: Du bist die Beste” hat die bekannte Spiegel- Bestsellerautorin Nathalie Buchholz wieder ein wunderbares Buch über Freundschaft, Familie und Teenagerträume vorgelegt. Das fröhlich- bunte Hardcover zieht mit seinen phantasievollen Illustrationen von Inka Vigh sofort die Blicke auf sich und nicht nur jugendliche Leser*innen werden neugierig zu diesem Buch greifen.
Wer die Reihe nicht kennt, findet schon auf den ersten Buchseiten eine Beschreibung der Figuren, ihrer Hobbys und Charaktereigenschaften. Hauptpersonen sind aber wie in den vorangegangenen Bänden die beiden Herzfreundinnen Lore und Emma, und was bei einer so tiefen Freundschaft nicht verwundert, auf beide Mädchen warten neben Liebeswirren auch große Überraschungen.
Zeitgleich schreiben die Freundinnen einander einen langen Brief, denn Lore lebt in Kiel und Emma in Rosenheim. Und beide sind an diesem Tag nicht in der Schule. Lore hatte einen seltsamen Traum, den sie nicht deuten kann, nicht einmal, als ihr ihre Mutter ein Buch über Traumdeutung gibt, das Siegmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, geschrieben hat. Sehr hilfreich ist es aber nicht. Daher will Lore ihren Traum für Emma aufschreiben. Lore hat von Sternbildern und ihrem Schwarm Aiko geträumt und von einem festlich gedeckten Tisch. Als ihr Vater sie zum Mittagessen ruft, verspricht er ihr eine große Überraschung. Wer steht da in der Küche? Ist das alles ein Traum oder doch real?
Auch Emma steckt im Gefühlschaos, denn sie ist in Alex verliebt, aber sie sind kein Paar. In der Vergangenheit hat Alex Emmas Vertrauen missbraucht, aber Emma hat ihm längst verziehen. Jetzt versucht Emma mit witzigen Situations- Auswirkungs- Emotions- Skizzen Ordnung in ihre Empfindungen zu bringen. Doch was Emma nicht weiß: Leon-der-beste-Stiefbruder-ever hat eine Überraschung für sie vorbereitet. Und wer steht in der Küche vor einem festlich gedeckten Tisch? Alles ist fast wie ein Traum. Oder ist es doch real?
Beide Mädchen wissen jedoch auch, dass Familie nicht immer einfach ist. Lores Eltern sind getrennt, aber sie hat einen süßen kleinen Bruder und eine Katze, die Katze heißt. Emma hingegen hat mit Ruth die beste Stiefmutter-ever und mit Leon den besten Stiefbruder. Leider ist Leon unglücklich verliebt und Emma kann hier nicht helfen, sondern nur trösten.
In diesem witzigen und flott geschriebenen Buch für Jungen und Mädchen ab elf Jahren finden sich verwirrte Gefühle und Situationskomik genau so wie einfühlsame Szenen über die Schwierigkeiten, die die Liebe mit sich bringt. Bildhaft und heiter wird sowohl die Verunsicherung, aber auch die überschäumende Freude beschrieben, wenn sich Träume erfüllen. Und über allem steht natürlich das Wissen, dass man seiner Traumfreundin alles anvertrauen kann.
Langeweile kommt hier niemals auf, denn Emma und Lore berichten im Tagebuchstil, in Chats oder in Briefform von ihren Gedanken und Gefühlen. Wunderbar unterstützt wird dieser lebhafte Austausch durch die gelungenen Illustrationen von Inka Vigh, die diese Geschichte leicht lesbar machen und damit beitragen, dass dieses modern gestaltete Buch zu einem Lieblingsstück im Regal werden wird. Daher eine absolute Leseempfehlung von mir und verdiente fünf Sterne.
Rezensionen von PMelittaM:
Gut recherchierter historischer Roman
Die Wächterin von Köln von Petra Schier
Köln, 1423: Elsbeth Biremaker ist nicht nur die Wirtin des Dirnenhauses „Schöne Frau“ in Köln, sondern auch die illegitime Schwester eines mächtigen Mannes. Niemand weiß davon, doch Elsbeth sieht es als ihre Pflicht, dessen Familie zu schützen. Damit hat sie viel zu tun, doch sie hat auch einiges an Macht.
Ich bin ein großer Fan der historischen Romane Petra Schiers, und auch dieses Mal hat sie mich wieder überzeugt. Vor allem, weil dieser Roman besonders ist, und nicht nur lose mit anderen Romanen der Autorin verknüpft ist, sondern viel tiefer damit verwurzelt ist. Im Grunde werden die Geschehnisse einer ihrer Reihen hier noch einmal aus einer anderen Perspektive, nämlich Elsbeths erzählt. Aber das ist natürlich nicht alles, darüberhinaus lernen wir Elsbeth nicht nur näher kennen, sondern erfahren wir auch viel über ihr Leben, begleiten sie in Rückblicken, beginnend mit Elsbeths Eintritt in das Dirnenhaus als junge Frau.
Elsbeth ist eine interessante und liebenswerte Frau, die schon in anderen Werken der Autorin aufgetreten ist, hier lernen wir sie nun näher kennen. Wir erleben ihre Entwicklung mit, erfahren von ihren Ideen und Träumen und davon, wie sie das Leben der Hübschlerinnen, wie die Dirnen auch genannt werden, verbessern möchte. Das alles basiert durchaus auf historischen Gegebenheiten, wie wir aus dem interessanten Nachwort der Autorin erfahren, ebenso wie andere Dinge, die hier eine Rolle spielen, wie etwa die Abbitte.
Elsbeth zur Seite stellt Petra Schier den Henker Johannes Leyendecker, mit dem Elsbeth mehr verbindet als eine Geschäftsbeziehung, denn dem Henker sind unter anderem die Dirnenhäuser unterstellt. Ebenso eine größere Rolle spielt der Gewaltrichter Vinzenz van Cleve, den man ebenfalls schon aus anderen Romanen der Autorin kennt. Und dann gibt es natürlich noch die Hübschlerinnen und anderen Charaktere, die Elsbeth unterstellt sind. Die Autorin hat mit ihnen allen wieder einzigartige Personen geschaffen, die man sich gut vorstellen kann.
Da viele Szenen in einem Dirnenhaus spielen, gibt es auch welche, die das Leben der Frauen dort recht explizit zeigen. Für mich gehört das zu dieser Geschichte einfach dazu, man erfährt dadurch unter anderem auch viel über Elsbeths Charakter.
Als Extras gibt es ein Personenverzeichnis und eine Karte Kölns des Jahres 1423, auf der man die Wege der Charaktere nachvollziehen kann.
Der Roman war für mich eine Überraschung, ich hätte nicht gedacht, dass eine andere Geschichte, die Petra Schier bereits erzählt hat, eine so große Rolle darin spielt. Da wir hier aber eine andere Perspektive erfahren, und darüber hinaus noch viel mehr erzählt wird, hat es mir gut gefallen, man konnte Charaktere wiedertreffen und neue kennenlernen. Zudem wird etwas aufgelöst, was bisher noch offen war. Am Ende habe ich den Roman zufrieden zugeklappt, und hoffe auf eine Wiedersehen mit Elsbeth und Johannes in weiteren Romanen.










