Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Daggy:
Ein gelungenes Pappbilderbuch!
Die Maus hat einen neuen Freund von Marc-Uwe Kling
Eine etwas größeres quadratisches Pappbilderbuch zeigt die Maus, die auf dem Kopf einen Tieres sitzt, von dem man die Augen und eine schuppige Haut sieht. Auch die erste Doppelseite zeigt von diesem Freund nur eine Pfote und etwas Bein. Doch dann sieht man die beiden beim „Wolkenkino“ und man sieht den riesengroßen Dino im blaugestreiften Rollkragenpullover.
Am Himmel Wolken, die wie Tiere aussehen und die die Kinder begeistert benennen. Gemeinsam sind die beiden unterwegs und es ist zu schön zu sehen, wie eine winzige und eine große Zunge am Eis schlecken. Sie wippen und hören Musik, der Dino wird zum Gespenst oder versteckt sich, obwohl die Maus meist gewinnt. Sie feiern Geburtstag mit Freunden und einer rosa Torte, die die Maus aufschneidet. Doch als der Dino die Maus bei ihren Eltern besuchen will, gibt es ein Problem, dass die Mäusemama lösen kann. So liegen die beiden Freunde am Ende schlafend unter dem Sternenhimmel. „Die Sterne funkeln, der Mond, der lacht, Träumt was Schönes. Gute Nacht.“
Ein schönes Ende für eine Gute-Nacht-Geschichte, die ich den ganzen Tag vorlesen kann und werde. Wundervolle Reime, die gut über die Zunge gehen, den Kindern und mir gefallen und einfühlsame, klare Bilder, die wir gerne anschauen.
Ein gelungenes Pappbilderbuch!
Rezensionen von Daggy:
Viele Informationen in eine gute Geschichte eingebettet
Das alles kann mein Körper von Michael Engler
Auf dem Cover sehen wir Lars, der in einem Theaterstück mitspielt. Er kann seinen Text hervorragend aufsagen und weiß, dass gleich auch seine Eltern unter den Zuschauern sein werden. Sein Lampenfieber ist si stark, dass seine Lehrerin ihn ins Krankenzimmer bringt.
Dort gibt es zwei Tafeln an der Wand, die eine Frau und einen Mann zeigen.
Bei beiden kann man Muskeln, Knochen, Innere Organe und Adern sehen.
Als Lars die Frage stellt, „Was ist das?“ taucht eine Phage auf, die viel größer daherkommt, als sie in Wirklichkeit ist. Ich muss zugeben, dass mir der Begriff nichts sagt und ich erst Googlen musste, es handelt sich um Viren. Schon wegen der schwierigen Aussprache hätte ich mir ein bekannteres Wort gewünscht.
Diese Phage, beantwortet Lars im Laufe des Buches alle Fragen, beginnend mit den Muskels.
Lars erkennt schnell, dass Knochen und Muskeln dem Holzgerüst des Hauses entspricht, dass sie für ihr Bühnenstück nutzen. Ein Bild vom Aufbau veranschaulicht das Ganze. Ebenso sein angespannter Oberarm in dem wir den Bizeps sehen können. Weiter geht es mit den Lungen, hier gibt es wieder eine Abbildung des gesamten Atemapparates. Lars Bedenken, dass er das Atmen vergessen könnte, räumt die Phage sofort aus. Mir gefällt die Idee, dass unser Hirn mit den einzelnen Körperteilen telefonisch verbunden ist, sehr gut. Weiter geht es mit dem Geschmacks- und Geruchssinn. Über Herz und Blut kommen wir zum Verdauungstrakt. Beim Immunsystem ist unsere Phage natürlich gefragt. Eine Szene aus dem Theaterstück zeigt wie die Ritter*innen den Drachen abwehren. Am Ende geht es dann noch um die Geschlechter und ihre körperlichen Merkmale.
Zusammen mit Lars lernen wir eine Menge über unserer Körper. Alles eingebettet in die Geschichte von Lars Lampenfieber, gehen wir die einzelnen Körperfunktionen durch und immer gibt es ein gutes Beispiel und eine passende Illustration. Ein gelungenes Sachbuch!
Rezensionen von Lilli33:
Vielleicht kein Thriller, aber trotzdem spannend
Die Schanze von Lars Menz
Vielleicht kein Thriller, aber trotzdem spannend
Inhalt:
Nach vielen Jahren kehrt Ellen in ihr Heimatdorf zurück, um dort die Arztpraxis zu übernehmen. Nach dem Abitur war sie geflohen. Kann sie nun einen Neuanfang machen? Kaum ist sie angekommen, wird an der Schanze die Leiche eines Mannes gefunden.
Und Ellen hätte allen Grund gehabt, ihn zu töten …
Meine Meinung:
Lars Menz schreibt durchaus spannend, auch wenn ich dieses Buch nicht unbedingt als Thriller empfand. Ich würde es eher Spannungsroman nennen.
Dass in Ellens Vergangenheit etwas passiert sein muss, bekommt man ziemlich schnell mit. Ihr unsicheres und abweisendes Verhalten erklärt sich dadurch auch gut. So wirkt sie nicht wirklich sympathisch, aber das muss eine Protagonistin ja auch nicht unbedingt. Hauptsache, man kann ihre Verhaltensweisen gut nachvollziehen, und das war hier der Fall.
Nach einem fulminanten Prolog, in dem der erste Mord geschieht, wird es erst mal etwas ruhiger. Man lernt das Dorf kennen, die Arztpraxis, die Einwohner. Und im Hinterkopf rumort immer das Geheimnis von „damals“. Dieses entpuppt sich schließlich als genau das, was ich schon ziemlich am Anfang vermutete. Und einige Tatverdächtige werden auch mitgeliefert. So musste zur Auflösung auch keiner aus dem Hut gezaubert werden, was ich immer hasse.
Ich habe „Die Schanze“ als Hörbuch gehört. Es wird gelesen von Florens Schmidt mit einer sehr angenehmen Stimme, der ich problemlos über längere Zeit konzentriert lauschen konnte. Er macht seine Sache sehr gut und liest gut betont.
Fazit:
Alles in allem ein paar Stunden gute und einigermaßen spannende Unterhaltung.
Rezensionen von gabiliest:
Schicksalstage
Goldene Zeiten. Die Münchner Ärztinnen von Ina Bach
Mit ihrem historischen Roman “Goldene Zeiten: Die Münchner Ärztinnen” hat die bekannte Autorin Ina Bach den zweiten Teil der Saga über drei Frauen vorgelegt, die alles daran setzen, an der Münchner Universität Medizin studieren zu dürfen. Schon das gelungene und stilvolle Cover zeigt, dass der Roman an der Wende zum zwanzigsten Jahrhundert ansetzt und rückt gleichzeitig die Frauen als Protagonistinnen eines in Wandlung begriffenen Frauenbildes in den Mittelpunkt.
Die einzelnen Kapitel sind mit genauen Orts- und Zeitangaben versehen und im Epilog legt die Autorin dar, was historische Fakten sind und was Fiktion ist.
Fünf Frauen, fünf Schicksale:
Die fünf Hauptfiguren des Buches haben einen sehr unterschiedlichen sozialen Hintergrund:
Lulu und Ida sind Töchter von renommierten Ärzten, doch nur die unkonventionelle Lulu möchte unbedingt Medizin studieren. Idas Wünsche entsprechen dem Ideal der Zeit, einen Ehemann zu finden und eine Familie zu gründen. Doch auch Ida hat ein Talent, denn sie ist modisch sehr begabt. Elsa, die als Wärterin im Kinderkrankenhaus arbeitet, ist Arzttochter, doch die Mutter weigert sich, ihren Wunsch nach einem Studium zu unterstützen. Elsa hat viel durchgemacht, denn sie sucht nach ihrer verschwundenen Tochter. Auch hat sie die Hoffnung auf ein Medizinstudium schon aufgegeben. Nicht so Fanny, die sich sogar als ihr Zwillingsbruder verkleidet, um zur Universität gehen zu können. Die fünfte Freundin, Änni, ist Schauspielerin mit zweifelhaftem Ruf, die sich aber noch als treue Helferin der anderen Frauen erweisen wird.
Schwierig gestaltet sich auch das Gefühls- und Liebesleben der Freundinnen, einerseits geprägt durch die moralischen Dogmen der damaligen Zeit, andererseits getrieben vom Wunsch nach freier Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und der eigenen Wünsche.
Lulu fährt begeistert Fahrrad, eine damals völlig neue Sportart, die auch Frauen ein bisschen Mobilität und Unabhängigkeit ermöglichte. Sie hat ihr Herz an einen der ersten Radprofis verloren. Fanny, die Geldprobleme hat, besucht immer wieder einen Galan, den ihr Änni, die selbst käuflich ist, zugeführt hat. Erst spät wird Fanny erkennen, woher das Geld stammt, das sie dort verdient, denn der Mann hat an ihrer Weiblichkeit kein Interesse. Elsa ist auf Grund furchtbarer Erfahrungen in ihrem Vorleben mit Bekanntschaften sehr vorsichtig. Nur zögerlich eröffnet sie ihren Freundinnen, wer wirklich der Vater ihrer kleinen Tochter Tilda ist.
Auch die wirtschaftlichen Gegebenheiten und sportlichen Ereignisse sind in die Geschichte eingebettet, wie beispielsweise die erste Tour de France oder die Anfänge des FC Bayern. Und wer möchte, kann sogar mit einem damals beliebten Getränk, dem Alabazam, anstoßen, denn das Rezept findet sich ebenfalls im Buch. So entsteht ein sehr klares Bild einer längst vergangenen Epoche und die Lesenden fühlen sich dadurch direkt in die Geschichte hineingezogen. Die sympathischen, hartnäckigen und klugen Frauenfiguren tun ihr Übriges, damit man Anteil an ihrem Schicksal nimmt und ihr Leben gespannt weiter verfolgt.
In ihrem Roman “Goldene Zeiten: Die Münchner Ärztinnen” hat Ina Bach ein historisch getreues Sitten- und Gesellschaftsbild der Zeit um das Jahr 1900 gezeichnet. Im Königreich Bayern waren Frauen nicht zur Immatrikulation zugelassen und die Freundinnen hatten einen harten Kampf mit vielen Rückschlägen auszufechten, um ihr Ziel zu erreichen. Authentisch wird die Rolle der Frau in der damaligen Zeit beschrieben, gekennzeichnet von männlicher Herablassung, Schikane und oft bitterster Armut, die die Frauen sogar in die Prostitution trieb.
Ich habe dieses mitreißend erzählte Buch mit Interesse gelesen, besonders gut gefallen hat mir die historische Authentizität, sowohl was die sozialen Verhältnisse als auch den damaligen Stand der medizinischen Wissenschaft betrifft. Angenehm fand ich auch, dass das Wissen nahtlos in die Geschichte eingewoben ist und nicht aufdringlich präsentiert wird. Den Epilog, die Quellenangaben und die historischen Fakten möchte ich hier besonders loben. Daher von mir eine absolute Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.
Rezensionen von Harakiri:
allumfassend von der Neuanlage bis zur Pflege
Das große GU Handbuch Gartengestaltung von Barbara Resch
Das große Handbuch zur Gartengestaltung
Und das Buch hat es wirklich in sich.
Umfassend beleuchtet es Themen von A-Z: Von der Planung bis zur Ausführung, von den Materialien bis zur Bodenkunde, Pflanzen- und Pflanztipps und vieles mehr.
Anfangs fand ich das Buch noch etwas theoretisch, mir fehlte ein wenig das Anschauungsmaterial in Form von Bildern.
Die kamen aber weiter hinten dann doch noch. Ein wenig hätte ich mir noch gewünscht, dass bei den Pflanzentipps ebenfalls kleine Fotos eingebettet sind, so musste ich die Pflanzen halt googeln.
Die Autorin hat gute Tipps auf Lager, wie man sich dem Thema „Gartenanlage“ nähert und wie man einen Plan macht. So führt das Buch von der ersten Idee bis zur Pflanzenpflege allumfassend bis zur letzten Seite, wo man zudem noch Bezugsquellen für Stauden und Co bekommt.
Fazit: Nicht nur für Häuslesbauer, auch für bestehende Gärten ein toller Ratgeber.
Rezensionen von sello:
Ich hatte mehr erwartet und wurde etwas enttäuscht
Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt von Anna Goodall
Der Start war anfangs gut, die Charaktere waren gut entwickelt und die Persönlichkeiten sind gut zum Vorschein gekommen. Jedoch finde ich auch, dass sich der erste Abschnitt bis wirklich was passiert etwas zu sehr in die Länge gezogen hat.
Die Charakterisierung der Charaktere, die dann ab der Düsterwelt hinzukommen war schwächer.
Meine größte Kritik ist aber wie hier mit dem Thema Mobbing umgegangen wird. Maggie wird von ihren Mitschülern gemobbt, soweit sogar, dass sie sich wünschen sie wäre tot und jedes Mal wenn sich Maggie auch nur ein Fünkchen verteidigt kriegt sie die größere Strafe ab.
Auch was dann am Ende mit Ida war fand ich einfach komisch. Ich verstehe, dass es ein Kinderbuch ist und dass dabei immer Freundschaft und nett sein an erster Stelle steht aber es macht keinen Sinn über 100 Seiten Maggies Leben zu beschreiben wie sie sich fühlt nur um dann das alles aus dem Fenster zu werfen.
Anna Goodall hat ebenfalls versucht aus der Geschichte eine Queere Story zu machen aber wenn es sich hierbei um einen Mobber und sein Opfer handelt finde ich es einfach Fehl am Platz.
Rezensionen von manu63:
Verständlich formuliert
Depression – wissen, was hilft von Andreas Menke
Depression wissen, was hilft ist ein Sachbuch über die Krankheit Depression geschrieben von Prof. Dr. Andreas Menke.
Der Autor hat das Buch klar gegliedert und geht auf die verschiedenen Aspekte der Krankheit ein und erläutert wie eine Depression entsteht, welche Formen es gibt und welche Behandlungsmöglichkeiten gegeben sind.
Alles ist auch für Laien verständlich aufgearbeitet und es wird kein Fachchinesisch verwendet. Einige Begriffe muss man als Leser ggfs. mal nachschlagen, aber das war bei mir nicht oft der Fall.
Gerade auch die Kapitel wie die Krankheit entsteht und welche Formen es gibt fand ich interessant und informativ. Auch das die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten erklärt werden mit Vor-und Nachteilen fand ich erhellend.
Insgesamt ein Buch das ich empfehlen kann und das mich gut und verständlich über das Thema informiert hat.
Rezensionen von malia.readings:
„Wisteria“ – ein humorvoller Reihenabschluss
Wisteria - Die Liebe des Todes (Belladonna 3) von Adalyn Grace
Seit Ende Januar können auch deutsche Bookies „Wisteria – Die Liebe des Todes“ von Adalyn Grace in den Händen halten und lieben.
Achtung: Spoiler!
Nachdem wir in Band 1, „Belladonna“, Signa in ihr neues Leben begleitet haben und in Band 2, „Foxglove“, mehr über das Cousinen-Gespann Signa und Blythe erfahren durften, steht nun Blythes eigenes – anfangs ziemlich holpriges – Leben im Fokus.
Um ihre Cousine zu schützen, hat Blythe sich geopfert und den Prinzen Aris geheiratet. Doch Aris ist eigentlich gar kein Adliger, sondern das Schicksal höchstpersönlich – und er hat so gar keine Lust auf die Blondine. Denn er glaubt, dass Signa seine verschollene Seelenverwandte ist.
Nachdem zwischen Aris und Blythe ordentlich die Fetzen geflogen sind und einige sehr lustige sowie kreative Beleidigungen ausgetauscht wurden, nähern sich die beiden an und realisieren nach und nach, wer sie wirklich füreinander sind.
Für mich hat Adalyn einen sehr sympathischen und humorvollen Abschluss geschaffen, der mich mit einem goldenen Gefühl der Hoffnung aus der Welt hat gleiten lassen.
Von mir gibt es auch für Band 3 wieder 5 Sterne.
Rezensionen von PeLi:
etwas langatmig
Middletide - Was die Gezeiten verbergen von Sarah Crouch
"MIDDLETIDE - Was die Gezeiten verbergen" von Sarah Crouch ist eine Mischung aus Liebesroman und Krimi und es geht darin hauptsächlich um den erfolglosen Schriftsteller Elijah Leith und seine große Liebe Nakita. Die beiden waren schon als Jugendliche ein Paar, allerdings wollte Elijah dann unbedingt Schriftsteller werden und dachte, das könnte er eher, wenn er seinen kleinen Heimatort Point Orchards verlässt.
Also verließ er nicht nur seine Heimat, sondern gleichzeitig Nakita. Die beiden gaben sich zwar am Tag des Abschieds noch ein Versprechen, aber auch daran hielt sich Elijah nicht.
15 Jahre später kommt er dann , als gescheiterter Schriftsteller zurück . Er hat zwar ein einziges Buch veröffentlicht, aber das wurde nur einige wenige Male verkauft. Er zieht in die kleine , heruntergekommene Hütte im Wald, die ihm sein Vater vermacht hat und lebt dort ziemlich zurückgezogen. Seiner großen Liebe Nakita trauert er immer noch nach und schafft es irgendwann dann auch, ihr wieder näherzukommen. Doch, gerade, als die beiden anfangen, wieder über eine gemeinsame Zukunft nachzudenken, geschieht etwas sehr Schlimmes, das Elijahs Leben erneut auf den Kopf stellt.
Erin, die wunderschöne und im ganzen Ort bewunderte junge Ärztin wird erhängt an einem Baum gefunden. Ganz in der Nähe von Elijas Zuhause. Zunächst geht eigentlich jeder von Suizid aus, vor allem, weil bei der Leiche ein Abschiedsbrief gefunden wird und Erin auch nachvollziehbare Gründe hatte, nicht mehr leben zu wollen. Doch dann gibt es die ersten Anzeichen , dass es sich um Mord handeln könnte. Und immer mehr Hinweise deuten auf Elijah und so wird er schnell zum Hauptverdächtigen.
Diese Geschichte fing spannend an, als im Januar 1994 die Leiche von Erin entdeckt wird. Danach war es dann allerdings erst einmal mit der Spannung vorbei, denn es folgten mehrere Handlungsstränge, die immer wieder so wild durcheinander wechselten, dass ich manchmal gar nicht wusste, in welchem Jahr wir uns in der Geschichte gerade befanden. Es wurden dann jedenfalls die Geschichte von Elijah und Nikita erzählt, nachdem Elijah sie Anfang der 70er Jahre für seinen Traum, Schriftsteller zu werden, verlassen hatte. Dann , als er 15 Jahre später wieder zurück kam und versuchte, sich wieder ein Leben in Point Orchards aufzubauen und im dritten Handlungsstrang sind wir dann wieder im Jahr 1994, in dem Elijah unter Mordverdacht steht. Dieses Buch umfasst 375 Seiten und meiner Meinung nach, hätten man da schon einiges kürzen können, mir waren die ausufernden Beschreibungen von Nebensächlichkeiten zu viel. Außerdem war mir die Hauptfigur Elijah so unsympathisch, dass ich nicht so wirklich mit ihm mitfühlen konnte. Einiges fand ich zu kitschig und einiges zu unrealistisch. Es gab aber auch Kapitel, die mir gefielen, also im Großen und Ganzen fand ich das Buch okay, auch, wenn es kein Highlight für mich war.
Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:
Genau so, wie es immer war.... muss es deshalb so bleiben?
Genau so, wie es immer war von Claire Lombardo
Ein locker lesbarer Roman, der aber gleichzeitig eine komplexe Auseinandersetzung mit den alltäglichen Herausforderungen des Frau- und/oder Mutterseins ist.
Im Mittelpunkt steht Julia, die als Ich-Erzählerin tiefe Einblicke in ihre Gedanken, in ihre ganz persönlichen Erinnerungen (und damit eigentlich in ihre ganz persönlichen Wahrheiten) gewährt.
Ereignisse ihrer Kindheit – Grausamkeiten, Missverständnisse, Unfähigkeiten, Lieblosigkeit – prägen und beeinflussen ihr ganzes Leben. Natürlich! Niemand kann die Kindheit einfach abschütteln!
Julias Erzählung wechselt oft zwischen Gegenwart und Vergangenheit und ermöglicht so, ein tieferes Verständnis ihrer Entwicklung. Aber dieser stetige Wechsel ist nicht nur Erklärung, er ist auch Gegenüberstellung verschiedenster Lebenskonzepte von Frauen mehrerer Generationen.
Claire Lombardo wagt einen kritischen Blick auf gesellschaftliche Konventionen der Vergangenheit und Gegenwart. Ansprüche an Frauen, die nicht immer leicht zu erfüllen sind. Aber auch die eigenen, oft überzogenen Erwartungen und deren katastrophale Folgen für die Selbstachtung,werden aufgezeigt. Sie beschreibt Szenen und Gefühlswelten, die authentisch sind und oft wesentlich differenzierter, komplizierter und zwiespältiger als man (Mann?) glauben möchte.
Tabuthemen werden nicht tot geschwiegen: nicht jede Mutter ist überglücklich, nicht jede Mutter weiß instinktiv, was für ihr Kind das richtige ist. Viele Mütter fühlen sich völlig unzulänglich und konstant überfordert. Gibt es einen Fluchtweg?
Auf 713 Seiten erzählt die Autorin spannend, sensibel aber immer kritisch von Realitäten, die oft und gerne ignoriert werden. Ich bin eigentlich sicher, dass sich jede Leserin irgendwo wiedererkennen wird. Damit wird es zu einem Buch, das nicht so schnell vergessen werden kann.
Lesenswert!











