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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine Leseempfehlung!

Nur ein kurzer Sommer von Astrid Lehmann


Dem frisch gebackenen Arzt Helmut, der mit der deutschen Wehrmacht die französische Küstenstadt Vannes besetzt und der jungen Französin Anne-Marie, der Helmut das Leben rettet, als sie droht, bei der Geburt ihrer Tochter zu sterben, ist - wie der Titel schon unheilvoll verkündet - nur ein kurzer, gemeinsamer Sommer beschieden.

Zunächst scheint das Leben in der besetzten Stadt seinen gewohnten Gang, mit einigen Einschränkungen, weiter zulaufen. Helmut versorgt gemeinsam mit einer Klosterschwester Kranke im Kloster und macht wenig Unterschied zwischen Deutschen, Franzosen oder Juden. Für ihn sind es kranke Menschen. Doch als eine Krankenschwester, die eine überzeugte Anhängerin des NS-Regime ist, die Macht im Krankenhaus übernimmt, ändert sich so gut wie alles. Als sich Helmut weigert, ausschließlich Deutsche zu behandeln, wird er kurzfristig an die Ostfront versetzt.

Gleichzeitig erleben wir, wie Helmuts kleiner Bruder, der sechsjährige Emil, ständig im Schatten seines abwesenden Bruders steht. Seine Eltern bewirtschaften im Schwarzwald einen abgelegenen Bauernhof. Nichts kann er seiner enttäuschten Mutter recht machen, die die schwere Arbeit kaum bewältigt. Der blinde Ehemann ist ihr wenig Hilfe.

Es kommt, wie es kommen muss: Helmut kehrt nicht aus dem Krieg zurück. Der tote Sohn wird überhöht und der lebende vernachlässigt.

Als dann der erwachsene Emil im Keller der mütterlichen Wohnung einen Karton mit Briefen von Helmut findet, macht er sich auf, um in Vannes nach Anne-Marie zu suchen.

Meine Meinung:

Dieser Roman ist, wie Autorin Astrid Lehmann im Nachwort schreibt, von den Aufzeichnungen und Erinnerungen ihrer Eltern und Großeltern inspiriert worden.

Die Geschichte beschreibt das Leben in einer unmenschlichen Zeit, in der Liebe zwischen Menschen unterschiedlicher Staatsangehörigkeit verboten ist.

Astrid Lehmann gelingt es durch mehrere Perspektivenwechsel die Spannung stetig zu steigern. Mir war von Beginn an bewusst, dass Helmut und Anne-Marie kein Happy-End beschieden ist. Die Story wird aus der Sicht von Helmut. Anne-Marie und Emil geschrieben, so dass sich dem Leser eine runde, wenn auch tragische Geschichte enthüllt. Sehr gut ist der Zwiespalt, in dem sich sowohl der junge als auch der erwachsene Emil befindet.

Die Geschichte lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Charaktere sind sorgfältig herausgearbeitet.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Roman, der in einer unmenschlichen Zeit spielt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von spozal89:

Ein wirklich emotionales Buch

Wonder und ich. Eine Freundschaftsgeschichte (Band 1) von Britta Sabbag

Selten hat mich ein Kinderbuch so emotional berührt wie "Wonder und ich". Britta Sabbag hat einen ganz wunderbaren, einfühlsamen Schreibstil und hat hier wirklich eine unglaublich tolle Geschichte geschaffen.
Ole fühlt sich als Pflegekind nirgendwo wirklich zu Hause. Immer wird er von einer Familie zur anderen geschoben und hat auch nicht wirklich Freunde.

Bis er eines Tages auf den Gnadenhof "Wild Turkey Farm" kommt und dort langsam aber sicher ankommt und sich endlich zu Hause fühlt. Die Geschichte ist wirklich sehr emotional und hat mich stellenweise wirklich mitgenommen. Hier werden wirklich tolle Werte vermittelt. Jeder ist einzigartig und toll in seiner Art, genauso wie man ist - egal ob Mensch oder Tier. Wie sich die Freundschaft zwischen Ole und dem Pferd Wonder entwickelt hat, fand ich auch herzerwärmend. Hier steht das Thema Vertrauen an erster Stelle, was ich auch ein sehr wichtiges Thema finde. Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von peedee:

Plötzlich Gazillionär

Liebe in Aussicht von Catherine Bybee

Ein Milliardär fürs Glück, Band 1: Chase und seine Schwester Alex erben nach dem Tod ihres Vaters überraschenderweise dessen Firma und Vermögen, und nicht Melissa, die Ehefrau Nummer 3. Testamentarisch gibt es jedoch eine Bedingung: Sie müssen ihren Halbbruder finden, von dem sie bisher noch nie gehört haben.

Piper hat fünf Jahre als Assistentin für Aaron Stone gearbeitet, wurde aber kurz vor seinem Tod gekündigt. Chase steht vor ihrer Tür und bittet sie, zurückzukommen. Seine Schwester und er brauchen ihre Hilfe. Piper sagt zu, denn sie braucht das Geld. Dummerweise mag sie Chase sehr – aber sie hat ein Geheimnis…

Erster Eindruck: Wie immer ein sehr schönes Cover bei den Büchern von Catherine Bybee.

Das Verhältnis von Chase und Alex zu ihrem Erzeuger war… nicht existent. Als ihre Eltern sich scheiden liessen, waren sie noch Kinder. Ihr Vater hat sich nicht für sie interessiert. Mittlerweile erwachsen, haben Chase und Alex sich beruflich etabliert, und sich nie mit dem Unternehmen Stone Enterprises befasst. Die Testamentseröffnung war daher ein grosser Schock – über Nacht Milliarden zu erben, kann einen schon durcheinander bringen. Miteinher geht selbstverständlich die Verantwortung für all die vielen Mitarbeiter. Wenn da nur nicht dieses Rätsel wäre – einen unbekannten Halbbruder zu finden, von dem rein gar nichts bekannt ist, weder sein Name noch derjenige seiner Mutter.
Mir haben Chase und Alex gleich gut gefallen, ebenso Vivian, deren Mutter. Und Piper mit ihrem Rottweiler „Kit“, genannt „Kitty“. Für Piper lief es gerade nicht so gut, denn sie hat unfairerweise ihren Job verloren, den sie so dringend braucht. Und da wäre ja noch ihr Geheimnis… Es war so witzig, dass Piper sich nicht scheute, klare Worte in den Mund zu nehmen und auch nicht von den Milliarden beeindruckt war. Sie hat Chase gleich „Mr Gazillionär“ genannt. Es war auch amüsant, wie Chase versuchte, sich bei „Kitty“ beliebt zu machen.
Wie kann dieser Halbbruder gefunden werden? Wer kann bei der Suche helfen, ohne dass es die Medien gleich mitkriegen und die Sache zur Katastrophe für das Unternehmen wird? Die Zeit läuft und die Anteilseigner warten nur darauf, dass Chase und Alex versagen…

Das Buch war, trotz der 459 Seiten, wie gewohnt schnell ausgelesen. Und? Hach, das war so schön! Von mir gibt es zweifellos 5 Sterne und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von nessabo:

Abgesehen vom Spice bleibt im zweiten Teil nicht mehr viel übrig

Dirty Diana: Die Reise von Jen Besser; Shana Feste

Ich fand den ersten Teil der Trilogie durchaus gut, wenn auch auf Spice-Ebene etwas repetitiv und natürlich auch klischeebehaftet. Ich hatte also schon Interesse an Dianas weiterer Reise, bin aber nach der Fortsetzung deutlich ernüchtert.

Was auf jeden Fall bleibt ist der Spice. Ich würde sogar sagen, das dieser noch einmal intensiver war, doch das ist auch mein erster Kritikpunkt.

Wie schon im ersten Buch wird der S_x im weiteren Verlauf unglaublich repetitiv, wirkt irgendwann einfach banal und ein wenig so, als solle er davon ablenken, dass die Handlung ziemlich stumpf ist. Ebenso kritisiere ich wieder, dass die 6ualität ziemlich einseitig dargestellt wird (es geht schon primär um P3netration) und mir persönlich auch zu plakativ einfach war, Verhütung spielt bspw. gar keine Rolle.

Mein Hauptkritikpunkt aber: Aus der Grundlage hätte wirklich viel gemacht werden können über weibliches Begehren und das Leben einer Protagonistin Ü40. Mir hat auch Oliver im ersten Buch richtig gut gefallen, weil er ziemlich vielschichtig war. Die Parts zwischen ihm und Diana mochte ich in der Fortsetzung auch noch am meisten, weil sie emotional wenigstens mal ein bisschen abwechslungsreich waren. Irgendwie dreht sich der Konflikt zwischen den beiden für meinen Geschmack auch ein wenig zu lang im Kreis, aber das hätte ich als Spannungsmoment noch akzeptieren können.

Doch viel mehr geht es um Jasper, der eine so unglaublich flache Figur ist, dass es mich wirklich gelangweilt hat. Scheinbar nicht in der Lage, längerfristig ernste Beziehungen einzugehen, aber gleichzeitig sehr demanding, wenn er dann doch mal in der Nähe ist. Und abgesehen davon, dass er Künstler ist, extrem gut bestückt und natürlich absolut besessen von Diana, habe ich auch im zweiten Teil rein gar nichts über ihn erfahren.

Auch Diana selbst bleibt mir nicht greifbar. Ich fühlte mich über weite Strecken hinweg einfach hingehalten und frage mich ernsthaft, ob das wirklich der Stoff für eine Trilogie ist. Ihr Projekt „Dirty Diana“ liegt eigentlich fast vollständig brach, wir erfahren nur, dass im Hintergrund immer mal daran gearbeitet wird. Aber Interviews mit Frauen zu ihren heimlichen Fantasien? Fehlanzeige. Und das ist im Kontrast zum ersten Teil doch sehr enttäuschend, fast so, als wäre dort schlicht schon alles verschossen worden.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob ich Teil 3 noch lesen möchte. Nichts gegen Spice und auch hier sorgt er natürlich für einen starken Reiz und gewissen Lesesog. Aber wenn ich die Lektüre sacken lasse, muss ich zugeben, dass mich die Handlung vor allem gelangweilt hat und fast alle Figuren blass bleiben. Diana soll wohl eigentlich eine Figur mit Herausforderungen sein, was angesichts ihrer ultraprivilegierten Lage und der oberflächlichen Besprechung tatsächlicher Probleme aber unglaubwürdig wirkt.

Wer hier keine großen Erwartungen in Bezug auf die Tiefe der Geschichte hat und viel Spice sucht, wird hoffentlich auch nicht so enttäuscht sein wie ich. Ich runde ggf. auf dafür, dass sich die Geschichte sehr schnell lesen lässt.

2,5 Sterne für Spice-Liebhaber*innen, sonst eher 2 Sterne

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Rezensionen von v_im_wunderland:

super

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt von Anna Goodall

Das sehr detaillierte und schön gestaltete Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut. Denn es zeigt Maggie wie sie mit ihrem Hund sich bereit macht für das nächste Abenteuer. Und abenteuerlich ist auf jeden Fall dieses Buch. Denn Maggie muss durch ein Portal in eine Parallelwelt gelangen, um ihre Freundin zu retten.

Denn diese Freundin wurde in eine andere Welt entführt. Maggie macht sich natürlich direkt auf den Weg um ihre Freundin zu retten und dabei wird sie von ihrem treuen Hund begleitet. Sie erlebt viele Abenteuer auf diesem Weg, so dass es auf keinen Fall langweilig wird. Ich finde die Geschichte ist sehr spannend und abwechslungsreich für die Kinder geschrieben. Die Sprache ist klar und für das Alter der Leser:innen sehr passend. Ich kann es allen Kindern empfehlen, die eine spannende Abenteuergeschichte lesen möchten.

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Rezensionen von v_im_wunderland:

klasse

Wieso? Weshalb? Warum? Kernreihe, Band 31 - Experimentieren mit allen Sinnen von Angela Weinhold

Wir in unserer Familie sind große Fans der Ravensburger Kinderbücher und vor allem dieser Bücherreihe. Mein Sohn schaut sie sich jeden Tag an, besonders die Bücher über Rettungswagen und Feuerwehr. Und genau deshalb finde ich dieses Buch der Reihe besonders gut. Denn dieses Kinderbuch beinhaltet das Thema Sinne.

Und es geht genau auf die verschiedenen Sinne ein und beschreibt den Kindern sehr anschaulich wie diese funktionieren und vor allem was man alles mit diesen Sinnen machen kann und wie man sie einsetzen kann. Und vor allem finde ich die gezeigten Experimente für die Sinne toll. So wird das Buch interaktiv und die Kinder bekommen nicht nur etwas vorgelesen, sondern sie können selbst kleine Wissenschaftler werden und die Dinge in die Hand nehmen. Ich freue mich darauf diese Experimente durchzuführen mit den Kindern gemeinsam

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Rezensionen von inya:

sehr gut

Bis die Sonne scheint von Christian Schünemann

Ich finde das Cover sehr gut und auch passend zu der Geschichte des Buches. ich kannte vorher den Autor noch nicht, da er eher in dem Krimigenre unterwegs ist. Deshalb war ich natürlich sehr gespannt, ob er auch in einem anderen Genre ein solides Buch geschrieben hat. Und ich muss sagen, dass mich dieses Buch mit seiner Geschichte auf jeden Fall überzeugt hat.

Ich habe dieses Buch angefangen und es war von Seite 1 sehr gut zu lesen. Denn der Schreibstil des Autors war sehr locker und hat mich direkt abgeholt. Die Geschichte handelt von einer Familie in Norddeutschland die eigentlich eine gute Mittelschichtfamilie ist, jedoch sich in finanziellen Schwierigkeiten befindet und dies aber auf keinen Fall an die Oberfläche dringen lassen möchte. Es ist ein sehr realistischer und gute geschriebener Roman, ich habe ihn sehr gerne gelesen.

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Rezensionen von gerlisch:

Du bist der hellste Stern

The Stars are Dying von Chloe C. Peñaranda

Astraea gelingt es, sich aus einer toxischen Beziehung zu befreien. Sie hat keine Erinnerung an ihr bisheriges Leben und beschließt deshalb auf der Suche nach Antworten am Libertatem teilzunehmen. Ein gefährlicher, oft tödlicher Wettkampf um das Königreich vor den Vampiren zu schützen. Begleitet wird sie in ihren Gedanken von dem mächtigen, aber charmanten Nyte.

Die Aufmachung des Buches ist wunderschön gestaltet. Cover, Farbschnitt und Illustrationen im Buch wurden gut miteinander abgestimmt. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Viele magische Figuren haben mich fasziniert, auch die Charakterzeichnungen sind der Autorin gut gelungen.
Die Idee der Prüfungen zum Einsammeln von Schlüssel-Teilen bei dem Libertatem klang vielversprechend und die Geschichte drum herum ist auch spannend geschrieben, trotzdem kam der Sinn und der Ausgang mancher Szene leider nicht wirklich bei mir an. Besonders in der Mitte des Buches kam die Handlung gefühlt nicht voran, sodass hier die Spannung etwas abfiel.
Die Love-Story zwischen den beiden Haupt-Protagonisten bahnt sich langsam aber stetig an, sie ist zwar kein emotionales Feuerwerk, aber knisternde Momente gibt es immer mal wieder.
Zum Ende hin sind noch einige Fragen offengeblieben, die viel Potenzial für die Fortsetzung versprechen. Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen und ich bin gespannt wie es weiter geht. Fans von Slowburn Romance und forbidden love wird dieses Buch bestimmt gefallen.

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Rezensionen von Peachybookdreams :

Ein Romcom Highlight

The Love Hypothesis - Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe von Ali Hazelwood

Inhalt: Olive Smith befindet sich in einer prekären Situation, ihre beste Freundin Anh bedeutet ihr einfach alles, deshalb entgeht ihr auch nicht, dass Anh Interesse für ihren Exfreund zeigt. Olive ist absolut über ihn hinweg, doch Anh traut sich dennoch nicht, Jeremy ihre Gefühle zu zeigen. Olive täuscht deshalb eine Beziehung vor und küsst in der Not den erst besten ….

Adam Carlsen. Nicht nur ihr Herz, sondern auch ihre Karriere geraten ins Chaos. 

Schreibstil: Wow, das nenne ich RomCom! Ich hatte dieses Buch schon lange auf meiner "Möchte ich lesen" Liste, ich bin normalerweise kein Fan von RomComs und habe deshalb dennoch ein bisschen gezögert. Normalerweise fehlt mir bei romantischen Komödien die Tiefe, aber hier nicht, der Humor ist nicht zu überspitzt, auch ernste Themen spielen eine Rolle und ein bisschen Spannung gab es auch.

Charaktere: Mir haben alle Protagonisten so gut gefallen, Olive, Adam und ganz besonders Anh, Malcolm und Holden. Wer die Vorgeschichte zu diesem Buch kennt, weiß, dass die Charaktere von Star Wars inspiriert sind, und ich musste so schmunzeln, als ich langsam die Charaktere im Buch zuordnen konnte. Als Fan der Filme war das definitiv nochmal ein kleines Highlight.

Fazit: Romantisch, spicy, witzig und unglaublich chaotisch. Ali Hazelwood hat es geschafft, mich sogar als RomCom Muffel völlig mit ihren liebenswerten Protagonisten zu begeistern. Das wird nicht mein letztes Buch von der Autorin sein.

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Rezensionen von Ele:

Ein Großstadtroman

Frau Hempels Tochter. Roman von Alice Berend

Frau Hempels Tochter, Milieu-Studie von Alice Berend, 197 Seiten, erschienen im Reclam Verlag.
Alice Behrend beschreibt in ironischer Weise das Berliner Kleinbürgermilieu.
Das Ehepaar Hempel, er Schuster und sie die Portiersfrau in einem Berliner Mietshaus haben eine einzige Tochter, Laura. Das hübsche zierliche Mädchen ist der Stolz der Eltern, sie soll es einmal besser haben als die Eltern, mit Fleiß und Sparsamkeit, tun sie alles dafür, um dem behüteten Mädchen dies zu ermöglichen und sie an den bestmöglichen Mann zu bringen.

Eines Tages verguckt sich das Mädchen, am Fenster des Hauses gegenüber, in einen melancholisch wirkenden jungen Mann, einen verarmten Grafen. Gehen die Wünsche der Eltern und die Sehnsüchte des Paares in Erfüllung?
Das Werk besteht aus 33 bildmalerisch und flüssig erzählten Kapiteln. Es war eine Freude den schillernden Beschreibungen der Autorin zu folgen, dementsprechend schnell habe ich das Buch gelesen. Die Erstausgabe erschien bereits 1913 und an der Ausdrucksweise und an den Wörtern wurde nicht viel geändert, deshalb gibt es am Ende eine Erklärung einiger Ausdrücke wie Paletot, Putzmacherin oder Kinematograph. Orthografie und Interpunktion wurde nach den neuen Regeln angepasst, der Wortlaut auch wenn er heute an manchen Stellen als diskriminierend gilt, blieb erhalten.
Ich fand das Buch wirklich äußerst unterhaltsam, zwar keinesfalls spannend und doch wollte ich immer weiterlesen, denn die Schilderungen, waren so schön, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen mochte. Die Fülle der Details, z. B. die sommerlichen Aktivitäten im Schwimmbad, wie auf der Wunderwiese, zeigte pralles buntes Leben es war pure Lebensfreude in jedem Satz. Lustige und ironische Begebenheiten und Sätze haben mich immer wieder schmunzeln lassen, wie im wahren Leben sind auch traurige Situationen angemessen und einfühlsam geschildert.
Obwohl es in einer Zeit spielt, in der Frauen angeblich kaum Rechte hatten, damals erst begannen an den Universitäten zu studieren, das Frauenwahlrecht noch nicht durchgesetzt war, handelt es sich hier um eine Beschreibung der Dominanz der Frauen. Das Ehepaar Hempel z.B. sich in echter Liebe zugetan, es hat Frau Hempel hier die Hosen an, sie verwaltet die Sparbücher, sie kauft mit dem ersparten Geld, die Badeanstalt. Auch Gräfin Prillberg ist eine sehr herrschsüchtige Frau. Frau Speck, Frau Kempke sind ebenfalls gute Beispiele, die Frau in ihrem sozialen Umfeld dominieren zu lassen.
Die Fülle der Details, z. B. die sommerlichen Aktivitäten im Schwimmbad, wie auf der Wunderwiese, zeigen pralles buntes Leben es war eine Freude dies zu lesen. A. Berend hat farbig und prall das Milieu der kleinen Leute gezeichnet. Eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

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