Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Lustige Geschichte, tolle Illustrationen
Kleine Hexe Nebel 1: Das Erwachen des Drachen von Jérôme Pélissier
"Die kleine Hexe Nebel" ein lustiges Comicbuch vom französischen Autor Jérôme Pélissier für Kinder ab acht Jahren. Die Geschichte erzählt die Abenteuer der kleinen Hexe Nebel, die sich als Hexe beweisen will. Mit dem Nachbarjungen Hugo und dem Schweinchen Hubert macht sie sich auf den Weg in den Wald, um einen Drachen zu bekämpfen.
Die Handlung ist lustig und leicht ironisch. Die kleine Nebel ist selbstbewusst, stur und willensstark. Sie ist davon überzeugt, dass sie eine echte Hexe ist und merkt nicht, dass sie eigentlich keine magischen Fähigkeiten hat. Der Leser kann nur schmunzeln, als Nebel immer fester glaubt, dass sie eine großartige Hexe sei. Ich finde diese Art von Geschichten sehr hilfreich, um Kindern beizubringen, sich in den Figuren hineinzuversetzen und zu verstehen, wie Leute unterschiedliche Sichtweisen haben können.
Die Geschichte finde ich altersgerecht und unterhaltsam. Es gibt relativ wenig Texte, also lässt sich das Buch ziemlich schnell lesen. Das Comic ist wunderschön illustriert und ich mag den Zeichenstil.
Rezensionen von Daggy:
So bunt wie das Leben
9 kleine Menschen von Regina Feldmann
Auf dem Cover sind die neun kleinen Menschen zu sehen, es sind Jungen und Mädchen mit unterschiedlicher Hautfarbe, zwei tragen Brillen und zwei nutzen Gehhilfen.
„Neun kleine Menschen kommen heute raus.“ War zunächst für die Kinder nicht so leicht zu verstehen, erst als ich auf die Bäuche der abgebildeten Frauen hinwies, bekam der Satz einen Sinn.
Auch die acht Frauen sind sehr unterschiedlich im Aussehen, eine sitzt im Rollstuhl, eine hat einen Hund dabei. Und dann sehen wir sie, die neun Babys, eine Frau hat Zwillinge bekommen. Schlafend, manche auf dem Arm ihrer Mütter, sind die satten Säuglinge abgebildet. Dann geht es mit Kinderwagen und im Tragegurt durch die Stadt, ein Kind wird vom Papa ausgeführt und ein anderes von der großen Schwester. In der Bahn sitzen alle auf dem Schoß. „9 kleine Menschen werden in Familien groß.“ bildet ganz unterschiedliche Familien ab. Im Laufe des Buches werden die Kinder größer und ein Gruppe im Kita-Alter lesen der Buch, dass wir auch lesen und wissen, dass sie Freunde fürs Leben bleiben werden.
Ganz kurze gereimte Sätze, die immer mit „9 kleine Menschen“ beginnen, machen der Buch zum Vorlesespaß für unsere Kleinen. Es gibt eine Menge zu entdecken, denn die Illustrationen zeigen die kleinen Menschen in den verschiedensten Situationen. Wir können ein bestimmtes Kind im Auge halten und auf jeder Seite suchen, die Mütter zuordnen und einfach schauen, was die neun so erleben.
Rezensionen von Daggy:
Ein Pappbilderbuch, das jedes Kind kennen muss
Alle weg von Yvonne Hergane
Seit „Einer mehr“, dem absoluten Lieblingsbuch meiner vier Enkelkinder, warte ich auf ein gleichwertiges Buch. Mit „Alle weg“ hat Yvonne Hergane sich wohl noch gesteigert. Die wilden Kinder sind uns gleich ans Herz gewachsen. Auf dem Cover sehen wir Kai, der sich die Augen zuhält, während die anderen Kinder loslaufen, um sich zu verstecken.
Auf der ersten Doppelseite sehen wir dann auch alle „zehn wilde Kinder.“ Danach platsche alle mit nackten Füssen in einem Bach und jedes einzelne lohnt sich anzuschauen, so fröhlich sind sie unterwegs. Nachdem sich Lou hinter einem Stein versteckt, sind es dann nur noch acht und die gehen zu den Ziegen. Diesmal taucht Thea ins Heu ab und so kann der Text mit „Sieben wilde Kinder“ beginnen. Die Verstecke sind sehr einfallsreich gewählt und so verschwindet Jonas als letztes Kind hinter einer Tanne. Auf der letzten Seite geht Kai auf die Suche und hinter den Klappen finden sich die anderen Kinder. „Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht und neun, hurra! Nach Kai dazu, zehn wilde Kinder. Alle wieder da!“
Neben den niedlich und doch frech wirkenden Kindern auf den Illustrationen, lieben wir alle die Reime, die so schnell ins Ohr gehen, dass alle Enkel (2 ½- 6 Jahre) den Text mitsprechen. Das fördert die Sprache, Wort und Bild werden verbunden und was das Wichtigste ist, wir haben alle einen Riesenspaß. Ich freue mich schon jetzt, wen ich das Buch bei Vorleseaktionen Kindern vorlesen kann. So haben wir jetzt wieder ein neues Lieblingsbuch“ Danke Yvonne Hergane und Christiane Pieper, ihr seid ein tolles Team.
Rezensionen von Daggy:
Ein anderer Humor
Zu Hause ist es am schönsten, sagte die linke Hand und hielt sich an der Heizung fest von Navid Kermani; Mehrdad Zaeri
Der Schriftsteller schwärmt von einer Reise nach Afrika. Er stellt sich vor, was seine einzelnen Körperteile wohl dort besonders genießen werden. So freuen sich die Augen auf den Nil, die Ihren auf dem Jazz in Addis Abeba und die Nase auf den Duft der frischen Kräuter in Timbuktu. So machen wir mit seinen Körperteilen eine Reise durch den Kontinent.
Erst als er auf die linke Hand zu sprechen kommt, fängt die Geschichte an, denn diese Hand möchte nicht reisen. Deshalb hält sie sich an der Heizung fest. Der Mann ist nicht in der Lage seine Hand von der Heizung zu lösen. Sie mummelt immer wieder, dass sie nicht nach Afrika will. Die anderen Körperteile äußern sich und die Rechte Hand spricht sogar von Abschneiden. Die Lösung scheint zunächst, dass der Klempner die Heizung ausbaut und die mit der Hand ins Flugzeug muss. Doch die Hand findet einen neuen Halt und die verrückte Geschichte geht in die nächste Stufe.
Ich glaube, dass ich durchaus Humor habe und mich auch verrückte und skurrile Erzählungen ansprechen, aber mit dieser Geschichte kann ich leider gar nichts anfangen. Natürlich haben wir nicht alle die gleiche Sehnsucht nach der Ferne und Mensch, wie meine Mutter, sehen im Reisen generell keinen Sinn, wo es doch zu Hause so schön. Aber das einzelne Körperteile das Reisen verweigern, verwundert mich doch.
Rezensionen von Daggy:
Überraschende Entwicklung
Atlas, Elena und das Ende der Welt von Anna Woltz
Elenas Mutter macht sich für einen Monat auf nach Indien und Elena muss zu ihrer Tante in die Einöde eines heruntergekommenen Bauernhofs. Ihr Quartier ist ein Raum in einem Holzschuppen, dass ihre „Cousine“ Kennedy mit Bildern aus einem Handwerkerkatalog verschönert hat. Überall im Haus gibt es Weihnachtssachen und Tante Maude leidet unter Long COVID, deshalb kann sich wenig um ihre neue Familie kümmern.
Neben ihrem zurückhaltenden Freud, gibt es noch Atlas, den 14jährigen Sohn.
Während Kennedy scheinbar lustig plappernd über alles berichtet, ist Atlas sehr verschlossen und schnell wird klar, dass er ein Geheimnis hat, denn er schleicht sich nachts immer aus dem Schuppen. Aber auch Elena hat einen Grund ihr Handy am Bahnhof zu entsorgen.
Es dauert einige Zeit, bis die beiden offen miteinander reden können und dann wird der Sommer doch noch schön, denn Mauds neuen Familie ist nicht creepy, trotz der eigenartigen Unterkunft und der komischen Namen.
Der Anfang des Buches hat mich zunächst ein wenig ratlos gemacht, denn die Geheimnisse der Jugendlichen sind schon ungewöhnlich, oder vielleicht sind sie das gar nicht? Es hat mir gut gefallen, wie sich die Geschichte und die beiden Protagonisten sich entwickelt haben.
Eine spannende, ungewöhnliche Geschichte voller Blamagen und mit noch mehr Gefühl.
Rezensionen von Beavielleser:
Ich möchte das nicht erleben müssen
Ginsterburg von Arno Frank
Ginsterburg ist ein fiktiver Ort. Die Geschichte spielt in den Jahren 1935, 1940 und 1945. Erzählt wird das Leben der Menschen, wie sie versuchen in der sich ändernden Zeit zurecht zu kommen.
Die einen finden alles toll, dann gibt es die, die sich wegducken und natürlich die Gewinner.
Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Charakteren, die alle mehr oder weniger miteinander zu tun haben und gut dargestellt sind:
Die Buchhänderlin Merle, die die Nazi's verachtet. Ihr Sohn Lothar, der als Pilot in den Krieg geht und einfach glücklich ist fliegen zu dürfen. Gesine, Lothar's Verlobte, die eine treue Hitleranhängerin ist. Eugen, der ein Verhältnis mit Merle hat. Uta die sehr seltsam wird, seit ihr jüdischer Mann Theo vor den Nazi's geflüchtet ist. Die beiden Geschäftsleute Clemens Jungheinrich und
Otto Gürckel, die an dem Krieg verdienen. Hansemann, ein Arzt von dem man nicht weiß an welcher Klinik er tätig ist. Walter, der homosexuell ist.
Das damalige Zeitgeschehen wird ohne Effekthascherei erzählt und prägt sich genau dadurch sehr intensiv ein.
Vieles war mir bekannt, aber ich habe auch Neues erfahren.
Ein sehr wichtiges Buch, gerade zur jetzigen Zeit, in der man Angst vor einer Wiederholung bekommt.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wenn der ein oder andere Abschnitt seine Längen hatte.
Rezensionen von Daggy:
Irre komisch
Alles Safe. Ein Comic-Abenteuer von Rüdiger Bertram
Da ist Rüdiger Bertram zusammen mit Horst Hellmeier wieder eine echt witziger Comic gelungen. Schon das Cover zeigt uns, dass in dem Buch wenig safe ist.
Aber „safe“ ist Flos Lieblingswort, denn so mag er sein Leben sicher!!!
Zum Urlaubsstart trägt er Knieschützer und Helm, auf dem Rücken ein riesiger Rucksack, damit ist er für alle Fälle gewappnet.
Seine leichtsinnigen Familie nervt ihn ständig, nur Utz, der Bernhardiner unterstützt Flo, denn sein Spezies war lange als Retter unterwegs.
Flo findet Urlaub in den Bergen viel zu gefährlich, aber dann steigt er doch zu seiner Familie ins Auto, obwohl er sich ständig ausmalt, was passieren könnte. Da er nicht mit seiner Familie zu Wandertour aufbricht, lernt er im Hotel Kaya kenne, ein Mädchen, die keine Angst hat und es mag, „wenn`s gefährlich ist.“ Mit Herzchen in den Augen ist Flo „knallschockverliebt“ und nachdem ihm sein kleiner Bruder, der bisher immer nur „blablabla“ gesagt hat, ihm rät, dass er auch mal was wagen muss, macht er sich zusammen mit Kaya auf eine Bergbesteigung.
Der Comic besteht aus vielen teilweise einseitigen Bildern und kurzen witzigen Texten. Die Geschichte ist teilweise haarsträubend, irre komisch, aber dabei so voller Gefühl und Humor, dass gefällt sicher nicht nur mir.
Rezensionen von Daggy:
Angst verlieren
Große sind Schisser von Sybille Hein
Auf dem Cover sehen wir einige der Erwachsenen, die ängstlich zu uns herüberschauen, während die Kinder fröhlich unterwegs sind.
Auf dem Hof steht eine alte Badewanne, die wohl als Sofa genutzt wird, darin drei Kinder und die Frage „Wusstet ihr, dass Erwachsene Schisser sind?“ Man sieht durch die Fenster einige Erwachsene, eine Frau hängt Wäsche auf.
Es folgen anders Begriffe für ängstliche Menschen bis zu Hosenscheißerin, der mir nicht so gut gefällt, den die Kinder sicher feiern werden. Dann lernen wir anhand von Familienfotos „meine“ Familie (Frauen mit Kopftuch), Adams Familie (bis auf Opa nur Frauen oder ist der Typ mit Brille doch ein Mann?) und Neles Familie (mit blonden Haaren und Krawatte). Von Onkle Baran erfahren wird, dass er trotz seiner körperlichen Stärke Angst vor Zahnarzt hat. Tante Neles Herz schlägt ängstlich, wenn sie am Freitag, den 13. Eine schwarze Katze sieht. Die Eltern haben Angst, wenn sie die Kinder Klettern sehen, und die Erzählerin stellt fest, „Hasenfüße, wo man hinguckt.“
Im Laufe des Buches versuchen die Kinder die Erwachsenen von ihrer Angst durch Konfrontation zu befreien. So wird die Angst vor Bärten dadurch, dass alle Kinder mit Bärten auftauchen verharmlost und schließlich von Frau Wuttke, die eigentlich sehr nett ist, überwunden.
Leider muss ich gestehen, dass mir der Sinn des Buches etwas unverständlich ist. Sicher ist es gut sich mit seinen Ängsten auseinanderzusetzten, aber ob das die richtige Methode ist? Selbstbewusst endet das Buch mit dem Satz „Erwachsene sind solche Schisser. Gut. Dass wir Kinder ihnen hin und wieder ein bisschen Mut in ihre Köpfe und Bäuche schnipsen.“
Die Illustrationen gefallen mir gut, weil sie die geschilderte Situation gut einfangen und die Bilder Atmosphäre haben.
Rezensionen von Lesender:
Liebe kennt keine Grenzen
Damals waren wir frei von Stephanie Jana
Das sich hinter diesem Titel eine so wunderbare Geschichte verbirgt hatte ich nicht erwartet.
Sie spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen und erzählt von der großen Liebe, Familie, Freunden, Träumen, Wünschen und Hoffnungen.
Authentisch, lebendig und unterhaltsam führt die Autorin ihre Leser durchs Buch.
Sie bringt einem zum Lachen, zum Weinen und zum Staunen.
Als Mina aus Ostberlin 1988 den Westberliner Jan kennenlernt ändert sich alles für sie. Nicht nur das sie sich in ihn verliebt, sie bekommt auch die Möglichkeit Spuren aus der Vergangenheit zu folgen und Antworten zu finden.
Beim Lesen kommen viele eigene Erinnerungen auf, an die Zeiten und Orte der Achtziger Jahre in Ostberlin. Es war auch eine kleine Zeitreise für mich persönlich.
Die Geschichte führt an zwei verschiedene Orte in Ost- und Westdeutschland. Sie glänzt mit ganz besonderen Charakteren, die einen ans Herz wachsen. Manchmal möchte sie man einfach nur in den Arm nehmen und drücken.
Die geschichtlichen und politischen Ereignisse wurden gut eingearbeitet und tragen vor allem für die jüngere Generation zum Verständnis bei.
Über den Inhalt möchte ich hier nicht zu viel verraten, um der Geschichte nicht den Zauber vorweg zu nehmen, der ihr innewohnt.
Aufregend, berührend, spannend und echt!
Rezensionen von heinoko:
Ein rundum gelungener, spannungsreicher Kriminalroman
Verlogen von Eva Björg Ægisdóttir
Ein Hochgenuss war für mich die Lektüre dieses Kriminalromans. Denn er enthält alles, was das Leserherz erfreut: einen über die Seiten hinweg andauernden Spannungsbogen, eine geschickt und mehrbödig sich entwickelnde Story, psychologisch logisch nachvollziehbare Protagonisten und einen flüssig-lebendigen Sprachstil.
Die Geschichte entwickelt sich so, wie wir es in ähnlicher Weise schon öfter gelesen haben: Die überaus reiche Familie trifft sich zum 100. Geburtstag des bereits verstorbenen Familienoberhaupts Ingólfur Hákonarson für ein Wochenende in einem abgelegenen Hotel inmitten der Lavafelder Westislands. Jedes der Familienmitglieder zeigt sich natürlich von seiner besten Seite. Als ein Schneesturm aufzieht und einer der Gäste unauffindbar verschwindet, beginnt jedoch der schöne Schein mehr und mehr zu bröckeln. Und damit beginnt auch die Besonderheit dieses Romans, nämlich die psychologische Tiefe.
Zu Beginn der Lektüre hatte ich einige Schwierigkeiten, die Fülle an Namen zeitlich und in ihren Beziehungen zueinander geordnet in meinem Kopf zu sortieren, da die Autorin immer wieder die Perspektiven wechselt. Dennoch war ich sehr schnell von der raffiniert sich entwickelnden Geschichte fasziniert. Immer wieder gab es neue Wendungen, immer wieder wurde ich als Leserin völlig überrascht. Immer wieder ergaben sich neue Sichtweisen, sodass ich mit meinen Vermutungen und Überlegungen immer wieder in Sackgassen geriet. Die Autorin versteht es perfekt, durch einen gekonnt flüssig-lebendigen Sprachstil und die raffiniert gestrickte Geschichte den Spannungsbogen stets hoch zu halten. Psychologisch klug werden menschliche Abgründe, Ängste, Verwirrungen und fehlgeleitete Hoffnungen fein differenziert in die Erzählung eingearbeitet. Ganz besonders beeindruckt war ich jedoch von den feinen Schilderungen der isländischen Landschaft, die den idealen Rahmen bildet zu diesem rundum empfehlenswerten Kriminalroman.











