Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Niko:
Wunderschönes Buch über Ägypten, Magie und eine mutige junge Frau
Geheimnisse des Nil, Band 1 - What the River Knows von Ibañez Isabel
Ich habe an "What the river knows" von Isabel Ibanez alles geliebt.
Angefangen mit der schönen Gestaltung, über das Setting in Ägypten, die Charaktere, die Spannung und die Informationen, die man aus dem Buch findet, habe ich einfach alles an dem Buch gemocht.
Der Schreibstil der Autorin ist spannend und humorvoll, die Geschichte liest sich einfach alleine.
Sehr gut haben mir aber auch die vielen Informationen über Ägypten, Kairo, Ausgrabungsarbeiten usw. gefallen. Die Beschreibungen haben eine besondere Atmosphäre geschaffen und ich habe mich so gefühlt, als ich bei allen Arbeiten dabei gewesen wäre.
Die Protagonistin Inez ist eine junge, mutige Frau, die mit ihrer Tante und zwei Cousinen in Argentinien lebt. Ihre Eltern sind die meiste Zeit in Ägypten und treffen Inez nur ab und zu, abhängig davon, wie sie gerade Zeit haben. So kann es auch dazukommen, dass sie Weihnachten noch Monate später zusammen feiern können. Bei der Nachricht, dass ihre Eltern tot sind, fährt Inez fest entschlossen nach Kairo, um herauszufinden, was mit ihnen passiert ist.
Die Geschichte ist zu schön, um alles hier zu verraten, deshalb lasse ich am besten die LeserInnen sich selbst überzeugen.
Die Liebesgeschichte aus dem Buch ist eine Slow-Burn Geschichte, die uns mit Sicherheit auch im zweiten Band des Buches uns begleiten wird. Mir hat es sehr gut gefallen, Inez und Whit ergänzen sich sehr schön. Da waren die Rollen ein bisschen getauscht. Whit ist einer anderen Frau versprochen und deshalb kann er keine Liebesgeschichte mit Inez anfangen - das bedeutet aber nicht, dass die nicht längst ineinander verliebt sind.
Dazu kommt noch die Magie, die Inez ab und zu spüren kann. Wie man die Magie hier beschreibt und beobachten kann, macht das Buch nur noch spannender.
Fazit:
Mich hat das Buch einfach von vorne an begeistert. Die Atmosphäre ist lebendig und authentisch, die historischen Daten und Informationen sind leicht zu merken, da sie so spannend präsentiert sind, die Protagonistin ist eine mutige Frau, die sich nicht an ihr Frauenrolle anpasst, sondern ständig neugierig und mutig ist, ein wahrer Vorbild sogar, und dazu kommt das Überraschung-Element, die Magie.
Das Buch hat auch eine sehr schöne Gestaltung. Das Cover schaut einfach und elegant gehalten, enthält aber Elemente und Symbole, die man im Buch wiederfindet.
Ich bin auf Band 2 sehr gespannt. Wer aber die Cliffhanger nicht leiden kann, kann gerne warten, bis Band 2 erschienen ist.
Rezensionen von MariasBooks:
Toller Abschluss
Vow of Thieves von Mary E. Pearson
Eine umfangreiche und abenteuerliche Geschichte findet ihren Abschluss und ich bin etwas sprachlos.
"Vow of Thieves" ist der Abschluss der Chroniken der Hoffnung-Dilogie aus der Feder von Mary E. Pearson.
Diese Dilogie ist ein Sequel zur Chroniken der Verbliebenen-Reihe und ist im One Verlag erschienen.
Ich habe durch BookTok bereits alle anderen Bücher der Autorin gelesen und der erste Teil war bereits so toll und voller Spannung, dass ich einfach wissen musste, wie es weitergeht.
Zum Design lässt sich sagen, dass alle Bücher der Autorin gerade neu aufgelegt werden und mir die Designelemente sehr gut gefallen. Nur hätte ich mir speziell für dieses Buch eine andere Hauptfarbe als Rot gewünscht. Vor allem zum dunkel gehaltenen ersten Teil und dem Handlungsort hätte ich ein dunkles Grün als passender empfunden.
Die Charaktere kannte man bereits aus dem ersten Teil, doch am Beginn des Buches wurden die Karten komplett neu gemischt. Ohne zu viel zu verraten, ist dieses Buch im Vergleich zum Vorgänger mit weniger Spannung, aber mit viel mehr Bedrohungen und einem klugen Antagonisten ausgestattet. Beide Protagonisten kämpfen an schwierigen Fronten und der Spannungsbogen und die emotionale Belastung des Lesers ist in diesem Buch sehr hoch.
Mir haben die beiden Protagonisten auch in diesem Buch sehr gut gefallen. Die Autorin schafft es sehr gut, die Stärken und Schwächen während Konflikten immer wieder zentral in die Handlung einzubauen und den Charakteren so wirklich Tiefe zu verleihen.
Zudem hat mir sehr gut gefallen, dass auch andere Nebencharaktere mehr Screentime und Relevanz bekommen haben und verschiedenste Charakterentwicklungen in alle Richtungen gezeigt wurden.
Dafür waren auch einige Seiten notwendig. Wie bereits beim ersten Teil ist auch dieses hier ein ordentlicher Wälzer und hätte gut auch in zwei Bücher aufgeteilt werden können. Und auch wenn es sich vor allem am Anfang etwas gezogen hat, war hier wirklich jede Szene für das Gesamtbuch notwendig.
Fazit:
Mary E. Pearson schreibt grandiose Fantasywelten und diese benötigen eben ihren Platz. Wem wortreiche Fantasybücher nicht stören oder wer sogar Fantasy mit viel Plot, Geschichte, Handlung und verschiedenen Point of Views bevorzugt, der sollte sich die Bücher der Autorin anschauen.
Nachdem es sich bei dieser Dilogie aber um ein Sequel handelt, empfehle ich, zuerst die Chroniken der Verbliebenen zu lesen, auch wenn die Chroniken der Hoffnung auch eigenständig gelesen werden können.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Kriminelle Natur
True Crime in Nature von Farina Graßmann
Dieses Kosmos-Buch führt uns, wie alle Bücher des Verlages in die Welt des Staunens und des Wissens. Diesmal dürfen wir zahlreichen Tieren und Pflanzen bei ihren kriminellen Machenschaften zusehen.
Dass das Kuckucksweibchen ihr Ei in ein fremdes Nest legt und das getäuschten Brutpaar das Ausbrüten und die anschließende Brutpflege übernimmt, ist ja wohl hinlänglich bekannt.
Darüber hinaus erfahren wir einiges über andere Tiere und Pflanzen, die sich krimineller Machenschaften bedienen, um ihre Art zu erhalten. Ja selbst ein kurzer Ausflug ins Reich der Viren lässt uns staunen.
Die Kapitel sind nicht allzu lang, so dass man das eine oder andere auch mit Kindern lesen kann. Witzig sind die Illustrationen, die den bitterbösen Geschichten eine gewisse Leichtigkeit verleihen.
Fazit:
Lehrreich und regt zum Schmunzeln, daher gibt es 4 Sterne.
Rezensionen von Julchentim:
Fesselnde Intrigen und ein mitreißender Auftakt!
The Serpent and the Wolf von Rebecca Robinson
Mit The Serpent and the Wolf legt Rebecca Robinson ein atemberaubendes High-Fantasy-Debüt vor, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Wer politische Intrigen, komplexes Worldbuilding und einen packenden, langsamen Liebesaufbau liebt, wird hier voll auf seine Kosten kommen.
Vaasa und Reid sind ein faszinierendes Duo – eine Prinzessin mit dunkler Magie und ein Krieger mit goldenem Herzen.
Ihre Beziehung beginnt als strategische Allianz zwischen verfeindeten Königreichen, doch die Dynamik zwischen ihnen entwickelt sich zu einem hochemotionalen Tanz aus Misstrauen, Respekt und wachsender Zuneigung. Besonders Reid, der alles für Vaasa tun würde, ist ein Highlight des Buches.
Das Worldbuilding ist beeindruckend detailreich, voller Magie, Hexenzirkel und gefährlicher Kreaturen. Die politischen Machenschaften sind raffiniert und sorgen für durchgehende Spannung. Die Geschichte steckt voller Wendungen, die einen immer wieder überraschen. Der einzige Wermutstropfen? Das Buch wird als Romantasy vermarktet, doch der Fantasy-Aspekt steht klar im Vordergrund – was mich persönlich nicht gestört hat, aber wichtig zu wissen ist.
Der Cliffhanger am Ende? Brutal. Ich brauche Band 2 sofort! Absolute Leseempfehlung für Fans von epischer Fantasy mit emotionaler Tiefe und starken Charakteren.
Rezensionen von ReiShimura:
Leider nicht mein Fall
How To Kill a Guy in Ten Ways von Eve Kellman
Ab und zu braucht man mal ein etwas anderes Buch, etwas das nicht zu den Genres gehört, die man sowieso immer liest. Etwas Neues und vor allem, etwas Unterhaltsames. Ein schwarzhumoriger Female Revenge Roman klang da einfach perfekt. Leider hat sich für mich dann herausgestellt, dass das Buch und ich kein "perfect match" sind.
Dabei klang am Anfang alles so vielversprechend und ich kann sogar behaupten, dass das Buch eigentlich auch das geliefert hat, was es versprochen hat. Aber eben nur eigentlich. Female Revenge gab es, sehr viel davon und auch teilweise sehr detailreich beschrieben. Es war eher der Punkt mit dem schwarzen Humor, der nicht so ganz stimmig war. Die Geschichte und seine Charaktere sind zwar äußerst skurril, aber amüsiert habe ich mich leider nur wenig.
Wahrscheinlich liegt mein Problem aber vor allem bei der Protagonistin Millie. Diese war mir nämlich überhaupt nicht sympathisch. Ihre Beweggründe für ihre Handlungen kann ich zwar, bis zu einem gewissen Punkt, nachvollziehen, aber mit ihren Gedanken und Gefühlen zu dem Ganzen habe ich so meine Probleme. Wobei sich hier die Frage stellt, in weit einem eine Person sympathisch sein kann oder muss, die zur Selbstjustiz greift und nicht nur das, die auch noch den einen oder anderen Mord begeht.
Den Schreibstil von Eve Kellman würde ich als eher nüchtern und sachlich beschreiben. Dies steht zwar ein wenig im Kontrast zu der teilweise doch sehr emotionalen Handlung und den detailreichen Beschreibungen. Wobei genau dieser Kontrast das Buch für mich so interessant und lesenswert gemacht hat. Ich würde sogar behaupten, dass wenn der Erzählstil der Autorin nicht so fesselnd gewesen wäre, ich das Buch wahrscheinlich nicht beendet hätte.
Es gibt Bücher, die meiner Meinung nach einfach nur schlecht sind. Dies kann viele Gründe haben, die Handlung ist nicht durchdacht und unglaubwürdig, die Charaktere sind platt und unausgereift, der Schreibstil ist mangelhaft und langweilig, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Nichts davon trifft auf dieses Buch zu. Es ist per se kein schlechtes Buch und ich würde es weiterempfehlen, es hat nur einfach meinen Geschmack nicht getroffen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Stellenweise langatmige Geschichte einer sehr reichen Familie
Die Fletchers von Long Island von Taffy Brodesser-Akner
Die Fletchers, eine jüdische Familie auf Long Island, haben richtig viel Geld. Selbst in der reichen Gegend auf Long Island, auf der sie wohnen, stechen sie noch durch ihren besonderen Reichtum unter den anderen Familien hervor.
Dabei ist Gründungsvater Zelig Fletcher mit nichts als einer Formel zur Herstellung von Styropor in den 1940er Jahren mit dem Schiff nach Amerika geflüchtet, hat es hier aber mit Intelligenz, Taktik und Glück zu einem wahren Vermögen gebracht.
Sein Sohn Carl wächst also schon reich auf, dessen Frau Ruth heiratet in die reiche Familie ein, und die beiden bekommen drei Kinder: Nathan, Bernard ("Beamer") genannt und Jenny. Während der Schwangerschaft mit Jenny wird Carl entführt und fünf Tage gefangen gehalten, bis es durch die Zahlung von Lösegeld gelingt, ihn scheinbar ohne dauerhafte Schäden freizubekommen. Aber nur scheinbar... sowohl Carls Psyche als auch die seiner Frau und der Kinder werden durch diese Erfahrung lebenslang beeinträchtigt sein, wie man im weiteren Verlauf des Buches mitbekommt.
Das Buch beginnt mit der Schilderung der Entführung und der Versuche der Familie, Carl zu finden und schließlich freizubekommen. Schon da lernen wir das sehr reiche Umfeld der Familie, inklusive einer Selbstverständlichkeit zu Schönheitsoperationen, kennen.
Danach widmet sich je ein knappes Drittel des sehr umfangreichen Buches je einem der drei Kinder von Carl und Ruth: zuerst geht es um Beamer, dann um Nathan und schließlich um Ruth. Beamer ist ein erfolgloser Drehbuchautor, der in jedem Drehbuch die Entführung seines Vaters reinszenieren möchte, indem es immer nur um Entführungen geht. Verheiratet ist er mit Noelle, einer Nicht-Jüdin, was seiner Mutter ein Dorn im Auge ist, und die beiden haben miteinander zwei Kinder, die ausgerechnet Liesl und Wolfi heißen. Treu ist er aber nicht, er hat diverse Affären und geht außerdem wöchentlich zu einer Domina und nimmt Drogen.
Nathan ist Anwalt, aber ebenfalls als solcher nicht sonderlich erfolgreich und zum Partner wird er es wohl nie schaffen. Er ist ebenfalls verheiratet und hat nach Intervention der Kinderwunschklinik mit seiner Frau nach langem Probieren doch noch zwei Kinder bekommen. Geprägt ist sein Leben von starken Ängsten und dem Wunsch, absolut alles unter Kontrolle zu haben und abzusichern, so schließt er etwa eine Unzahl an Versicherungen ab.
Und dann gibt es noch Jennifer, die jüngste und in der Schule als hochbegabt und Wunderkind gehyped, die aber im Studium daran scheitert, sich festzulegen und für ein Fach zu entscheiden, sehr einsam ist und schließlich bei der Gewerkschaft arbeitet, um ihre inneren Schuldgefühle aufgrund ihrer privilegierten Herkunft zu bekämpfen.
Drei verkorkste, im Leben wenig erfolgreiche, reiche Kinder also, die mit viel innerem Ballast zu kämpfen haben und die wir in diesem Buch ausführlich kennen lernen. Und was passiert eigentlich mit diesen erwachsenen Kindern und ihrem Leben, wenn überraschend der finanzielle Wohlstand nicht mehr durch die Mittel der Familie gesichert ist?
Das Buch bietet einigen Stoff zum Nachdenken über soziale Ungleichheit, Klasse und darüber, was es psychologisch mit Kindern macht, sehr privilegiert aufzuwachsen. Die Entführung Carls habe ich eher nur als Aufhänger wahrgenommen - viel von der psychologischen Dynamik der Familie hätte sich problemlos auch ohne diese erzählen und erklären lassen können, alleine durch das so privilegierte Aufwachsen der Kinder und die anderen Familienthemen, die sich über Generationen ziehen, z.B. das Aufwachsen in Armut und sich selbst etwas schaffen bzw. das Einheiraten in eine reiche Familie mit deutlich ärmerem eigenem familiärem Hintergrund.
Denn das ist das übergreifende Thema des Familienromans: was macht es mit Menschen, so privilegiert aufzuwachsen? Wie wirkt es sich auf ihre Persönlichkeit, ihre Weltsicht, ihre Sozialbeziehungen aus? Und woran liegt es, dass so viele Kinder und Enkel aus sehr reichen Familien sich schwer tun, beruflich ihren Platz im Leben zu finden und sich für etwas zu entscheiden?
Mit diesen Hintergrundthemen ist es ein spannendes Buch. Allerdings hat es fast 600 Seiten, von denen man nach meiner Beurteilung locker ein Drittel kürzen hätte können, z.B. hätte ich die endlosen Schilderungen von Beamers Besuchen bei der Domina und seinem Drogen- und Medikamentenmissbrauch nicht in dieser Ausführlichkeit lesen müssen, genauso wie einiges andere - Verknappung und Reduktion auf das Wesentliche hätte diesem Buch also gut getan und dazu beigetragen, die Kernbotschaften prägnanter rüberzubringen und das Leseerlebnis interessanter zu gestalten.
Rezensionen von Sheilo:
Wundervolles Setting für große Gefühle
Sommerhimmel über dem Möwenhof von Frida Jacobsen
Maren hat es derzeit nicht einfach, erst verlässt ihr Mann sie für einen anderen und dann muss sie sich alleine mit ihren Kindern durchschlagen. Trotz Zahlung des Kindesunterhalts ist es für Maren sehr stressig, den Alltag mit den Kindern zu bestreiten, weshalb sie sich entschließt, auf den Hof ihrer Mutter zu ziehen.
Sie hofft, dass ihre Kinder auf dem Möwenhof ein tolles neues Zuhause finden und sie durch die Unterstützung ihrer Mutter und ihrer Tante endlich ein wenig Zeit für sich selbst erhält. Marens Schwester Merle sorgt sogleich dafür, dass Maren unter Leute kommt. Eine wirklich witzige Verwechslung sorgt dabei dafür, dass Maren einen sehr interessanten Mann kennenlernt, der ihr nicht wieder aus dem Kopf geht.
"Sommerhimmel über dem Möwenhof" ist ein richtiger Wohlfühlroman, der mich an die Küste der Nordsee entführt hat. Frida Jacobsen gelingt es mit ihrem lockeren, mitreißenden Schreibstil, einen dazu zu verleiten, dass Buch geradezu zu verschlingen. Das wundervolle Setting an der Nordsee schürt die Sehnsucht nach Sommer und Meer, welche durch das gemütliche Cover noch verstärkt wird. Doch all diese Idylle täuscht, denn ein großer Plot-Twist wartet auf uns und sorgt für großes Chaos.
Maren ist eine witzige, taffe Frau, die versucht, ihren Optimismus auch in den schwierigsten Situationen nicht zu verlieren. Nach der Trennung von ihrem Mann hat sie nur noch versucht, den Alltag zu meistern, ohne sich selbst etwas Me-Time zu gönnen. Für Maren steht die Familie an erster Stelle und sie versucht, ihren Kindern einen tollen Start in ihrer Heimat zu verschaffen.
Henning bereut das Leben, welches er in der Vergangenheit geführt hat. Heute lebt er seinen Traum, anstatt die Familie mit seinem Erfolg beeinducken zu wollen, jedoch kann er seine Fehler nicht mehr rückgängig machen. Als er Maren trifft, ist er sofort begeistert von ihr und lässt ihr den Freiraum, den Maren braucht, um sich auf einen neuen Mann einzulassen.
Die Gefühle zwischen den beiden Protagonisten sind für den Lesenden sehr gut greifbar und mir gefällt, dass sowohl Maren als auch Henning tiefgründige Charakter mit Ecken und Kanten sind, die wir nicht nur oberflächlich kennenlernen.
Neben den beiden Hauptcharaktern lernen wir jede Menge andere tolle Personen kennen, angefangen bei Marens Familie mit ihren tollen Kindern, aber auch Hennings Freunde Ole oder Knut. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ihre Geschichten ebenfalls ein eigenes Buch füllen könnten.
Für mich ist die Geschichte von Maren und Henning ein richtig toller Wohlfühlroman, in dem man sich beim Lesen nur zu gerne verliert. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen und die Lesereise zum Möwenhof lohnt sich auf jeden Fall.
Rezensionen von Dragon:
Mit Ideen und Teamwork zum Ziel?
NFL: Touchdown-Träume - Ein Lese-Abenteuer über American Football von Constanze Steindamm
Ein echtes NFL-Spiel live sehen! Das ist der große Traum der drei American Football begeisterten Freunde Charlotte, Jannis und Julian. Doch wie sollen sie an die Tickets kommen? Jetzt ist nicht nur guter Rat teuer. Die Kids haben jedoch tolle Ideen und stellen sich den vielen Hürden. Die begehrten Plätze scheinen zum Greifen nahe, doch ob alles so glatt gehen wird, wie sie es sich erdenken?
Nicht erst seit der letzten Übertragung des Superbowls - DEM wichtigsten Finalspiel im American Football - erfreut sich dieser Sport schon seit einiger Zeit immer größerer Beliebtheit hierzulande.
Doch immer noch ist es eine Nischensportart, von der leider noch viel zu wenig bekannt ist. Das könnte dieses Buch für kleine Leseratten ab 7 Jahren ändern, denn es bringt die Faszination dieses tollen Sports sehr gut und altersgerecht rüber. Dass die Story nicht übermäßig an Dichte aufweist und auch nicht im Detail auf Spielregeln, Begriffe oder Hintergründe des Sports eingegangen werden kann, liegt an der jungen Zielgruppe und der Tatsache, dass sich das Buch an Leseanfänger richtet. Dafür ist es aber sehr verständlich und anschaulich, überzeugt mit tollen Fotos, einem ansprechenden Cover mit Glanzeffekten und einer schönen Story, die mit allerlei Überraschungen aufwartet.
Ich hätte mir allerdings ein Glossar mit den wichtigsten Begriffen gewünscht, das einen groben Überblick für absolute Neulinge in dieser Sportart bietet. Ansonsten werden Regeln soweit verständlich erklärt und den Vordergrund der Handlung bildet das Freundschaftsthema mit Zusammenhalt, Fairness und Begeisterung für eine Sache. Wie die drei Freunde auch kleine Niederlagen wegstecken, macht Mut, nicht sofort aufzugeben, sondern es als Chance für neue Ideen zu sehen.
Für eingefleischte Kenner des American Football bietet das Buch sicherlich nichts Neues, jedoch ist die Story für jeden Leser lesenswert und Jungs und Mädels sind hier gleichermaßen angesprochen. So kann ich das Buch allen empfehlen, die ein wenig in diese Sportart hineinschnuppern und sich vom Durchhaltevermögen der drei Freunde anstecken lassen wollen.
Rezensionen von clematis:
Die Peterlesboum
Schafkopf (Sonderausgabe) von Tommie Goerz
Johann Dinder möchte nur schnell bei seiner Schankbude aufräumen, als er im Keller nebenan auf eine - im wahrsten Sinne des Wortes - zerfetzte Leiche stößt, ein Fußballtrikot steckt zwischen den heraushängenden Gedärmen. Dinder kann zwar noch die Polizei verständigen und ein paar Antworten geben, dann bricht er zusammen und verstirbt wenig später.
Kommissar Friedemann Joseph Peter Behütuns, kurz Friedo und seine drei Teamkollegen, allesamt mit dem Vornamen Peter gesegnet, daher die „Peterlesboum“, haben keinerlei Anhaltspunkt, wo sie zu ermitteln beginnen sollen. Der Tote ist unbekannt, wohin das Trikot weisen soll – zu rivalisierenden Fußballclubs oder zum Sponsor, einem Atomkonzern – oder ob der Täter der rechten Szene zuzuordnen ist, alles ist völlig unklar.
Mit einem bizarren Einstieg verblüfft Tommie Goerz ebenso wie er des Lesers Neugierde weckt, wohin da ein Krimi führen kann. Im folgenden Kapitel lernt jeder, der es noch nicht kann, das Schafkopfen, ein fränkisches Kartenspiel mit vielen Details zu „kurzem“ und „langem“ Blatt, Eichel und Schelle und anderen Einzelheiten am Wirtshaustisch. Dann hört ein Ornithologe einen Knall. Jetzt kommen endlich die vier Peterlesboum ins Spiel, die Ermittlungsarbeit beginnt. Zäh, wie in Zeitlupe (Zeitdehner hat man früher gesagt, kindle, Pos. 255) gestalten sich diese, da es kaum Hinweise auf einen (oder mehrere) Täter gibt, daher in unterschiedlichsten vage erscheinenden Richtungen herumgestochert werden muss.
Tommie Goerz verquickt einen kompliziert anmutenden Kriminalfall mit einer melancholischen Heimatgeschichte, beschreibt Flora und Fauna rund um Nürnberg ebenso anschaulich wie die raue Bergwelt im italienisch-schweizerischen Tessin. Wunderbar fügen sich Wetterstimmungen in die knifflige Polizeiarbeit, ratscht man im Wirtshaus und am Berg im örtlichen Dialekt. Friedo geht recht unkonventionell an den grausigen Fall heran und erhält unverhofft Unterstützung aus Locarno, wo ein ähnlicher Mord für Aufsehen sorgt. Die anderen drei Peterle sind ebenso originell und leisten ihren Beitrag, um einen logischen Abschluss zu finden. Melancholie und Trägheit liegen über der Handlung, die paradoxerweise flott und fesselnd voranschreitet, paradox sind auch die Ergüsse des Psychologen, der immer dann zur Stelle ist, wenn man ihn gar nicht erwartet. Parallel zu Behütuns zieht auch er die richtigen Schlüsse und erklärt diese vorzugsweise bei einem „Seidal“ Bier.
Neben phantastischen Romanen (Im Tal, Im Schnee) kommt also auch ein rundum überzeugender Krimi aus Goerz' Feder; ich kann Schafkopf nur jedem empfehlen, der Wert legt auf einen großartigen Schreibstil (der teilweise zum Milieu passend derb ausfällt) und einen Blick auf kleinste Details. Ich werde diese Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen!
Rezensionen von Schlafmurmel:
ungewöhnlicher, aber äußerst fesselnder Krimi
Eric Holler: Visionen von Roman Just
Ein außergewöhnlicher Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat! Privatdetektiv Eric Holler übernimmt den mysteriösen Fall von Gisela, die sich von einem Stalker verfolgt fühlt. Doch schnell wird klar, dass hier mehr dahintersteckt: Eine angebliche Suspendierung als Lehrerin, eine verängstigte Frau, eine merkwürdig abweisende Familie – und dann verschwindet Gisela plötzlich spurlos.
Eric taucht immer tiefer in das Rätsel ein, stößt auf Lügen, Verdächtigungen und erschreckende Wahrheiten. Die Spannung steigert sich kontinuierlich, und man rätselt bis zum Schluss mit. Besonders beeindruckt hat mich die dichte Atmosphäre und die unerwarteten Wendungen.
Ein packender, mysteriöser Krimi, den ich Krimifans absolut empfehlen kann!











