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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bücherfreundin:

Packend erzählte Zeitgeschichte

Falls jemand fragt, wer wir waren von Eva Kranenburg

In ihrem aktuellen Roman "Falls jemand fragt, wer wir waren" verknüpft die Autorin Eva Kranenburg, die in Dresden lebt und als Psychotherapeutin und Drehbuchautorin tätig ist, die Suche eines jungen Mädchens nach seiner Freundin mit den Geschehnissen des Volksaufstands am 17. Juni 1953 in Halle.

Die 16-jährige Schülerin Mathilde Kersten, genannt Tilla, lebt mit ihrem Vater, einem KZ-Überlebenden, in einer kleinen Wohnung in Halle. Als Tilla die 17-jährige Rena kennenlernt, findet sie in ihr eine Freundin, mit der sie viel Zeit verbringt. Als Rena plötzlich verschwindet, begibt Tilla sich auf die Suche. Zu Ihrer Überraschung muss sie feststellen, dass die Frau, die Rena als ihre Mutter ausgegeben hat, überhaupt keine Kinder hat, und dass das Haus, in dem sie angeblich mit ihrem Vater wohnt, nur eine Fassade ist. Anfangs fühlt sie sich von ihrer Freundin verraten, vermutet dann aber doch einen triftigen Grund für Renas Verhalten. Sie will das Rätsel um Rena lösen und beginnt, nachdem ihre Vermisstenanzeige bei der Polizei keinen Erfolg zeigt, mit eigenen Nachforschungen.

Die aus vier Teilen bestehende Geschichte ist auf zwei Handlungsebenen in der Ich-Form erzählt: die wenigen Wochen mit Rena und die Zeit nach ihrem Verschwinden. Den Höhepunkt des Romans stellen die Geschehnisse während des Volksaufstands am 17. Juni 1953 in Halle dar. Am Ende des Buchs beschreibt die Autorin den historischen Kontext.

Ich habe das packende Buch bis zum für mich stimmigen Ende sehr gern gelesen. Die Autorin skizziert die Protagonisten, ganz besonders die etwas naive Tilla, authentisch und bildhaft. Sie ist eine gute Schülerin, die gern Journalistin werden möchte, glaubt an den Sozialismus und sieht in ihm den einzigen Weg für dauerhaften Weltfrieden. Je länger sie nach Rena sucht, desto mehr Zweifel regen sich in ihr. Sie beginnt vieles zu hinterfragen, wird dabei immer mutiger, und auch ihr Vater muss sich ihren unbequemen Fragen stellen. Sehr gut dargestellt fand ich auch die kämpferische Rena, die furchtlos und zielstrebig ihren Weg geht.

Ich finde es sehr gelungen, wie die Autorin die Geschichte der beiden Mädchen in die politische Situation rund um den 17. Juni 1953 eingebettet hat. Der damalige Zeitgeist ist hervorragend eingefangen, außerdem gibt das Buch einen intensiven Einblick in das Leben und den Alltag in der jungen DDR. Allerdings empfand ich Tillas Entwicklung von der überzeugten Sozialistin zur Widerstandskämpferin als etwas zu schnell und daher nicht ganz realistisch.

Trotz meines Kritikpunktes Leseempfehlung für diesen beeindruckenden und hervorragend recherchierten Roman über ein wichtiges Kapitel der deutschen Geschichte! 

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Rezensionen von rewareni:

Salome, auf der Jagd nach dem Mörder

Jagdfieber von Yngra Wieland

Salome Liebeskind ist entsetzt, als sie Zeugin wird, wie ihre Patientin Serena mit Absicht vor ein Auto läuft. Kaum, dass sie sich darüber Gedanken machen kann erfährt sie, dass Serenas Vater, der renommierte Schönheitschirurg Dr. Wiese, bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und dessen Frau Kimberley schwer verletzt wurde.

Natürlich dauert es nicht lange und Salome trifft auf Kommissar Julian Christ, der nicht zu unrecht befürchtet, dass sie wieder auf eigene Faust zu ,,ermitteln“ beginnt. Der angebliche Unfall, der bei einer Jagd passiert ist, lässt Salome keine Ruhe, noch dazu als kurz darauf auch noch ein Investigativjournalist tot aufgefunden wird. Schneller als gedacht ist Salome mittendrin in einem Strudel aus Familiengeheimnissen und unbändigen Hass. Dass es nicht die beste Idee ist alleine auf Tätersuche zu gehen, merkt sie leider zu spät.
,, Jagdfieber- Ein Fall für Salome Liebeskind“ ist der zweite Teil rund um die Psychotherapeutin Salome und dem Kommissar Julian Christ.
Man kann problemlos in den neuen Fall einsteigen, auch ohne Vorkenntnisse des ersten Teils. Die Autorin Yngra Wieland hat auch hier wieder spannende Themen aufgegriffen und eine interessante Geschichte daraus gemacht. Das Wechselspiel zwischen Salome und Julian, der auf der einen Seite immer wieder von ihren eigene ,,Ermittlungen“ genervt ist, aber alles daran setzt sie aus gefährlichen Situationen zu retten, ist wieder gut gelungen und man spürt, dass es eine besondere Verbindung zwischen den beiden gibt.
Die Autorin versteht es Spannung, berührende und tragische Schicksale, sowie Humor gekonnt miteinander zu verbinden und bietet somit dem Leser bis zum Schluss ein gelungenes Lesevergnügen. Dass weder bei Salome noch bei Julian und seinem Team nicht alles glatt läuft, macht sie sympathisch und authentisch. Auch Salomes Freundin Waldi, die gerne immer wieder ihre astrologischen Horoskope und sonstigen spirituellen Ergüsse zum Besten gibt, ist einfach herrlich und wieder einmal zeigt sie dabei, dass sie ein besonderes Gespür für Gefahren hat.
Die Hintergründe zu den Morden ist tragische und bis zum Ende, würde man nicht auf den Täter kommen.
Es ist wieder einmal eine interessante Geschichte, wo es Spaß gemacht hat die manchmal etwas unvernünftige, aber sympathische Salome zu begleiten und ich schon gespannt bin, wie es mit ihr und dem Kommissar weiter geht.

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Rezensionen von Claudia R.:

himmlisch

Der Hirte von Norderbüll von Thomas Christen

Klappentext / Inhalt:

Pastor Hauke Steiner dachte an die Sintflut. Es schüttete wie aus Eimern. Das passte, denn er war von seiner Gemeinde in die Verbannung geschickt. Der vorbildliche Hirte hatte sich mit einem Schäfchen aus der Herde seiner Schutzbefohlenen eingelassen, während seine Ehe noch nicht ganz zu Ende war.

Das passte gar nicht. Und nun hätte er fast noch eine Radfahrerin überfahren.
In Norderbüll sollte er innere Einkehr halten, ein Dorf in der Küstenödnis Schleswig-Holsteins, Wasser, Sand und nasse Wiesen. Doch bald erfährt der Pfarrer, dass dort ein mitmenschliches Sich-umeinander-Kümmern herrscht. Statt strenger Gebote pflegt man augenzwinkernde Nachsicht. Hier ist es die Herde, die den Hirten nach ihrem Gusto einhegt. Hier entsteht Heimat dadurch, dass jeder von jedem alles weiß und man sich gegenseitig akzeptiert. Die Nordfriesländer sind offenbar gar nicht so »dröge«, wie sie in oberflächlicher Betrachtung zu sein scheinen.
In diesem Sinne sollte die dörfliche Novelle von Thomas Christen langsam gelesen werden, um die warme Mitmenschlichkeit und den etwas versteckten Humor des echten Nordens auch zu entdecken. Gemeinsam mit Pfarrer Hauke, der schließlich bekennt, dass er in Norderbüll etwas jenseits göttlicher Gebote eine neue Heimat gefunden hat.

Cover:

Das Cover zeigt einen Pastor mit Hirtenstab in einer Herde Schafe, wobei das eine Schaf diesen ziemlich anhimmelt, was anhand der großen Augen gut ersichtlich ist. Das Ganze ist sehr schön und fast schon etwas humorvoll umgesetzt. Die Zeichnung trifft das Ganze sehr gut und ich finde das Cover auf jeden Fall ansprechend.

Meinung:

Eine himmlisch unterhaltsame und kurzweilige Geschichte. Eine tolle Novelle für Zwischendurch mit einem Augenzwinkern und vielen Facetten, wie es das Leben schreibt. Hauke ist Pastor und lässt sich nach Nordfriesland versetzen, dort lernt er Land und Leute kennen und viele kleine Geschichten schreiben hier ein tolles Werk, welches sich kurzweilig und gut lesen lässt.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen zum Buch zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man in Geschichte und Geschehnisse hinein. Die Beschreibungen sind bildlich und man kann sich hier Situationen und das Beschriebene sehr gut vorstellen. Man kommt gut in die dörfliche Idylle hinein und die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, welche sehr gut herausgearbeitet wurden und so auch für einen gewissen Charme sorgen. Auch eine große Prise Humor darf nicht fehlen und rundet es im Gesamten sehr schön ab.

Es ist in 7 Kapitel gegliedert, welche sich gut lesen lassen. Die Anfänge und Überschriften sind gut hervorgehoben und ersichtlich. Auch die Überschriften selbst sind gut und passend gewählt, ohne selbst zu viel dabei zu verraten. Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen. Am Ende erfährt man auch noch etwas über den Autor und die Nordfriesland Hymne in Hochdeutscher Nachempfindung ist ebenfalls angehangen und rundet es sehr schön ab.

Das Nordfriesische Flair wird hier sehr schön erfasst. Einige Nordfriesische Sprichwörter und Floskeln werden hier sehr schön mit eingestreut und zugleich als Fußnote übersetzt. Das fand ich sehr gut gemacht und gibt dem Ganzen auch den gewissen Lokalkolorit.

Die Geschichte selbst ist recht unaufgeregt, aber mega sympathisch, humorvoll und lebensnah umgesetzt. Mir hat das Ganze sehr gut gefallen und für einen wundervolle Leseatmosphäre gesorgt.

Fazit:

Eine himmlisch unterhaltsame, humorvolle und kurzweilige Geschichte.

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Rezensionen von Tina:

Wenn das Schlimmste Date plötzlich perfekt wird

Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West

Als ich Worst Date Ever von Kasie West gelesen habe, hatte ich sofort Lust auf eine leichte, humorvolle und romantische Geschichte und genau das habe ich bekommen. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in Margots chaotischem Liebesleben. Sie träumt von der perfekten Romanze, möchte ihre große Liebe aber auf keinen Fall über eine Dating-App finden.

Dass ausgerechnet ihr schlimmstes Date mit Oliver gleichzeitig auch für ordentlich Herzklopfen sorgt, fand ich von Anfang an unterhaltsam und originell.

Besonders gefallen hat mir der lockere Schreibstil. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil die Dialoge frisch, witzig und lebendig wirken. Zwischen Margot und Oliver entsteht ein Schlagabtausch voller Charme, der mich oft schmunzeln ließ. Gleichzeitig merkt man schnell, dass hinter den beiden mehr steckt als nur ein missglückter erster Eindruck.

Margot fand ich als Hauptfigur sehr sympathisch, weil sie romantisch, manchmal etwas stur, aber vor allem authentisch wirkt. Ihre Vorstellungen von Liebe machen sie greifbar, und ich konnte viele ihrer Gedanken gut nachvollziehen. Oliver bringt als Gegenpol genau die richtige Mischung aus Humor und Gefühl mit, wodurch die beiden zusammen besonders gut funktionieren.

Natürlich ist die Handlung an einigen Stellen vorhersehbar, aber das gehört für mich zu einer gelungenen RomCom einfach dazu. Ich wollte keine komplizierte Story, sondern ein Buch, das Spaß macht, unterhält und gute Laune verbreitet. Genau das schafft dieser Roman.

Auch das Cover gefällt mir richtig gut. Es wirkt modern, verspielt und romantisch zugleich. Die Farbgestaltung zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich und passt perfekt zu einer humorvollen Liebesgeschichte. Besonders schön finde ich, dass das Design schon diese lockere, flirtende Stimmung vermittelt. Der Farbschnitt macht das Buch zusätzlich zu einem echten Hingucker im Regal. Insgesamt lädt das Cover sofort dazu ein, das Buch in die Hand zu nehmen.

Ich habe Worst Date Ever sehr gern gelesen, weil es humorvoll, romantisch und angenehm leicht erzählt ist. Wer süße Liebesgeschichten mit Wortwitz, Missverständnissen und viel Knistern mag, wird hier sicher viel Spaß haben.

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Rezensionen von Tina:

Eine berührende Reise voller Hoffnung

Die Mitternachtsreise von Matt Haig

"Die Mitternachtsreise" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt. Matt Haig schafft es wieder, tiefgründige Themen wie Liebe, Verlust, Reue und zweite Chancen auf eine ganz besondere Art zu erzählen. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, wirkt dabei aber nie zu schwer, sondern vermittelt immer wieder Hoffnung.

Besonders gefallen hat mir, wie einfühlsam die Figuren ausgearbeitet sind. Ihre Gedanken und Gefühle haben sich unglaublich echt angefühlt, sodass ich richtig mit ihnen mitgefiebert habe. Der Schreibstil ist ruhig, bildhaft und emotional, wodurch ich komplett in die Geschichte eintauchen konnte. Das Ende hat für mich alles wunderbar abgerundet und mich noch lange beschäftigt.


Das Cover gefällt mir richtig gut. Es wirkt geheimnisvoll und gleichzeitig irgendwie beruhigend. Die Farben und die nächtliche Stimmung passen perfekt zur Geschichte und machen sofort neugierig. Für mich strahlt es genau die Mischung aus Magie, Melancholie und Hoffnung aus, die auch das Buch vermittelt.


Ein emotionaler Roman, der zeigt, wie wertvoll Zeit, Erinnerungen und die Menschen sind, die wir lieben. Für mich ein Buch, das lange nachhallt und das ich definitiv weiterempfehlen würde.

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Rezensionen von Dragon:

Zimt, Herbstzauber und ganz viel Herz

Cinnamon Spice Love von Harper Graham

Es gibt Bücher, bei denen man schon nach wenigen Seiten das Gefühl hat, an einen Ort zu reisen, den man am liebsten gar nicht mehr verlassen möchte. Genau so ging es mir mit „Cinnamon Spice Love“ von Harper Graham. Dieses Buch ist für mich pures Herbstgefühl mit seinen warmen Zimtschnecken, kühler Abendluft, bunten Blättern, einem See im goldenen Licht und einer Kleinstadt, in der man am liebsten selbst durch die Straßen schlendern würde.

Im Mittelpunkt stehen Madison und Zach, die früher ein Paar waren und deren gemeinsame Geschichte alles andere als abgeschlossen ist. Während Madison in New York als Restaurantkritikerin ihren beruflichen Traum lebt, ist Zach in Maple Falls geblieben und hilft den Bewohnern der Kleinstadt bei Reparaturen aller Art. Ein geheimnisvoller Brief führt Madison schließlich zurück in ihre Heimat. Dort erfährt sie, dass das Hotel ihres Vaters nach dem Tod ihrer Mutter in großen Schwierigkeiten steckt. Und dann steht plötzlich auch noch Zach vor ihr, der Mann, den sie eigentlich längst hinter sich gelassen hatte. Natürlich ist das Wiedersehen alles andere als unkompliziert. Zwischen den beiden sind noch immer Gefühle und eine gewaltige Anziehungskraft vorhanden. Gleichzeitig stehen ihnen jede Menge Missverständnisse und unausgesprochene Dinge im Weg. Genau das hat für mich einen großen Reiz der Geschichte ausgemacht. Man möchte Madison und Zach zwischendurch wirklich gerne an den Schultern packen und ihnen sagen: „Redet doch einfach miteinander!“
Aber gerade dadurch wirken die beiden für mich auch sehr menschlich. Die Geschichte zeigt schön, wie schnell fehlende Kommunikation zu Problemen führen kann und wie lange man manchmal an Dingen festhält, die längst hätten ausgesprochen werden müssen.

Und dann ist da noch die Spice! Die Szenen zwischen Madison und Zach sind definitiv heiß, bleiben dabei aber geschmackvoll und passen wunderbar zur Geschichte. Für mich genau die richtige Mischung. Prickelnd und leidenschaftlich, ohne vulgär zu werden.

Was ich ganz besonders geliebt habe, waren allerdings die Charaktere. Die Menschen in Maple Falls sind unglaublich warmherzig, sympathisch und authentisch beschrieben. Einige von ihnen hätte ich am liebsten sofort in meinen eigenen Freundeskreis aufgenommen. Aber auch Madison und Zach sind zwei Figuren, mit denen ich gerne befreundet wäre. Sie haben ihre Ecken und Kanten, treffen nicht immer die besten Entscheidungen und machen Fehler, doch genau das macht sie für mich so glaubwürdig.

Mein persönliches Highlight war aber eindeutig die Atmosphäre. Harper Graham schafft es, Maple Falls so lebendig werden zu lassen, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst dort zu sein. Die herbstliche Stimmung ist unglaublich eindringlich eingefangen. Ich konnte die bunten Blätter förmlich vor mir sehen, den kühlen Wind spüren und hatte nicht nur einmal den Duft von frisch gebackenen, warmen Zimtschnecken in der Nase. Es ist diese besondere Mischung aus Herbstluft, Abendsonne, gemütlichen Orten und liebenswerten Menschen, die das Buch für mich so besonders gemacht hat. „Cinnamon Spice Love“ strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus und vermittelt dieses wunderbare Gefühl, nach Hause zu kommen. Zusätzlich sorgt ein kleines Rätsel rund um die geheimnisvollen Briefe für Spannung. Denn Madison ist nicht die Einzige, die einen solchen Brief erhalten hat. Immer mehr Bewohner von Maple Falls bekommen Post, und natürlich möchte man unbedingt herausfinden, was dahintersteckt. Dadurch bekommt die Geschichte neben der Romance noch eine kleine geheimnisvolle Komponente, die mir sehr gut gefallen hat.

Für mich ist „Cinnamon Spice Love“ damit die perfekte Lektüre für einen gemütlichen Herbsttag. Am besten mit einer Tasse Tee oder Kaffee und natürlich einer Zimtschnecke daneben. Wer Kleinstadtromantik, Second-Chance-Romance, sympathische Charaktere, ein bisschen Spice und eine ganz besondere Wohlfühlatmosphäre liebt, sollte sich dieses Buch definitiv anschauen, denn das Buch ist eine warmherzige, romantische und unglaublich atmosphärische Geschichte über zweite Chancen, alte Gefühle, Missverständnisse und die Frage, ob manche Menschen vielleicht einfach füreinander bestimmt sind.

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Rezensionen von ingri:

Jungend-Dystopie - mit erschreckend aktueller Botschaft

Wenn die Bienen schweigen von Caryl Lewis

Die Welt und das Leben sind anders: Bienen sind vor einigen Jahren ausgestorben, die Erde ist heiß und trocken und Wasser und Nahrung ist knapp. Junge Mädchen ab elf Jahren werden in Camps gezwungen in denen sie per Hand Blüten bestäuben. Auch die Jungen verlassen ihre Familien und leisten Militärdienst als Wachen.

Jess, die im Camp eine Außenseiterin ist, weil sie erst spät dazu kam, träumt von der vergangenen Welt, die ihr ihre Mutter und die ältere Nachbarin geschildert haben. Als ihr Eliot, ein junger Soldat, Farben zukommen lässt, malt sie mit diesen und dem Pinsel, der sonst zum Bestäuben genutzt wird, ein ergreifendes leuchtendes Bild. Ein Gedanke an Freiheit ist gesät.

Das Buch wird als Jugendbuch beworben, eignet sich aber durchwegs auch als Lektüre für Erwachsene. Eben auch weil diesen ein solcher Ausblick nicht schadet, denn man bekommt durch dieses Buch doch die Folgen einer Änderung des Klimas, der Tierwelt und der politischen Gegebenheiten mit. Man denkt gerne, dass alles utopische Fantasie ist. Doch viele Aspekte der Geschichte sind durchwegs schon in gewissen Formen in gewissen Regionen Realität.

Die Sprache ist doch eher einfach gehalten, allerdings dennoch schön, gefühlvoll und auch atmosphärisch packend. Die bedrückende Atmosphäre schwappt auf den Leser über. Es fällt leicht sich in die Lebensrealität von Jess und den anderen jungen Mädchen hineinzuversetzen. Viele Themen, die auch in einer nicht dystrophischen Welt bedeuten sind kommen vor: Umgang mit Mobbing, Frauenrechten, Freundschaft, Hoffnung, Liebe und schlichtweg das Erwachsen werden.

Der Roman selbst, konzentriert sich hauptsächlich auf das Leben im Camp der jungen Mädchen und deren Arbeit. Etwas weniger erfährt man über die Welt darum herum. Unklar ist in welchem Jahr und in welcher Region die Geschichte spielt und wie es dazu kam das dieses ja sagen wir Regime so gestaltet ist wie es ist. Allerdings funktioniert die Erzählung auch ohne diesem.

Definitiv lesenswert - nicht nur für Jugendliche - , da man neben Unterhaltung auch viel Stoff zum Nachdenken bekommt.

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Rezensionen von fantasia:

Eine Reise durch die Natur

Der kleine Alexander von Humboldt. Eine Reise durch die Wälder dieser Erde von Verena Linde



Das Buch von Verena Linde über die Wälder dieser Erde gefällt mir sehr gut. Theo und Pria haben einige Fragen rund um das Thema Bäume - wie z.B. warum diese Blätter brauchen oder warum Blätter abfallen. Die Idee, all ihre Fragen durch den zehnjährigen Alexander von Humboldt beantworten zu lassen, ist gelungen, da so die kleinen Leserinnen und Leser auch etwas über diesen berühmten Naturforscher erfahren können.

Und der wie sie als Kind gerne draußen umherstreifte, um die Natur zu erkunden.
Das ist etwas fantastisch, da während der Reise die Zeit stillsteht, aber so müssen sich die Eltern keine Sorgen machen. Mischwälder, Nadelwälder und der Regenwald warten auf Theo und Pria - mit all den Lebewesen, die darin wohnen, aber auch mit den Problemen, die das Abholzen des Regenwaldes mit sich bringt.
Schön bebildert hat man Lust diese Welt der Wälder zu entdecken und die Tiere auf den Seiten zu suchen – und es gibt eine Fortsetzung: Mit dem kleinen Alexander kann man dann die Meere dieser Erde entdecken. Schön!

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Rezensionen von Nele33:

aktuell, brisant, spannend

Bereuen sollst du von Kaisu Tuokko

Die Autorin Kaisu Tuokko hatte mich schon mit ihrem ersten Band um Kommissar Mats Bergholm und die Journalistin Eevi Manner absolut begeistert. Umso gespannter war ich nun auf die Fortsetzung mit den Beiden. Vorweg, ich wurde nicht enttäuscht.

Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch, immer genau on Point, ohne in ausschweifende Erklärungen abzudriften.

Dies ist ein Stil, den ich sehr mag.
Dabei behandelt sie auch diesmal wieder ein Gesamtgesellschaftliches Problem. Den Pflegenotstand und den damit einhergehenden Problem. Natürlich nimmt in der Story die Geschichte einen anderen Verlauf.

Die Leiche einer alten Frau wird völlig abgemagert, dehydriert und ausgemergelt gefunden, doch dies ist nicht das erschreckendste an dem Fund. Niemand scheint die alte Dame zu vermissen, niemand kennt ihre Herkunft. Wie schon im ersten Band unterstützt ihn bei der Recherche zu der Leiche die Journalistin Eevi Manner. Die Zusammenarbeit der Beiden funktioniert auch bei der getrennt stattfindenden Suche nach der Antwort hervorragend.
Als eine zweite Leiche gefunden wird, holt Mats seine Vergangenheit ein, rückt doch sein Bruder Lasse in den Fokus der Ermittlungen. Dies löst bei ihm völlig unterschiedliche Reaktionen aus.

Mich konnte der zweite Band um die sympathischen Protagonisten wieder komplett überzeugen und ich hoffe in Bezug auf deen Cliffhanger auf eine Fortsetzung.

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Rezensionen von fantasia:

Weiterleben von Patrick Charnley

Die leisen und bedeutsamen Seiten des Lebens

„Weiter leben“ ist das Erstlingswerk eines Autors, der nach einem Herzstillstand mit dem Schreiben anfing.
Jago - die Hauptfigur des Romans - hat ein ähnliches Schicksal. Sie war 40 Minuten klinisch tot und muss sich langsam wieder im Leben zurechtfinden.

Dieser Prozess vollzieht sich langsam und mit großer Ruhe: Er nimmt den Leser so behutsam mit, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Sprache und Inhalt greifen ineinander und ergänzen sich. Als Beispiel sei nur genannt, S.182: „Ich koche nicht mehr nach Gefühl. Ich brauche mein System. Rezepte und Küchenwecker. Ich kann immer nur eine Sache auf einmal machen, und wenn der Anrichte zu viel steht, sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht.“
Das Leben dreht sich um die kleinen, alltäglichen Dinge wie Essen zubereiten, die Tiere versorgen, sich um die Gemüsebeete kümmern, Schach spielen, vor dem Kaminfeuer sitzen, einander zuhören - für einander da sein.
Dass diese Idylle im weiteren Verlauf gestört werden muss, gehört fast zwangsläufig zur Konzeption eines Romans. Die Schurkerei fand ich etwas aufgesetzt. Letztlich fällt das jedoch kaum ins Gewicht, denn die eigentliche Stärke des Romans liegt in der ruhigen und feinfühligen Beschreibung des Lebens und des langsamen Zurückfindens in den Alltag. Das wunderschön gestaltete Cover zeigt ein Cottage vor dem Hintergrund des tiefblauen Meres und Wolken am Horizont. Leuchtende Farben, die zu diesem Inhalt des Romans passen: ein durchweg positiver, ruhiger Roman, der ganz im Zeichen des Mottos „Alles zu seiner Zeit“ steht.

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