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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LeserinLu :

Wohlfühlroman

Pina fällt aus von Vera Zischke

„Pina fällt aus“ ist einer dieser Romane, bei denen ich schon nach wenigen Seiten gemerkt habe, dass sie mich mit einem guten Gefühl zurücklassen werden. Was zunächst nach einer dramatischen Ausgangssituation klingt, entwickelt sich zu einer warmherzigen, klugen und immer wieder überraschend witzigen Geschichte über Nachbarschaft, Verantwortung und gelebte Inklusion.

Als Pina plötzlich ausfällt und ihr behinderter Sohn Leo zum ersten Mal auf sich allein gestellt ist, müssen Leos Nachbarn ihr Komfortzone verlassen. Nach und nach wächst die ungewöhnliche Hausgemeinschaft über sich hinaus. Die Figuren sind wunderbar eigenwillig, glaubwürdig und sehr warmherzig gezeichnet. Jede von ihnen bringt ihre eigenen Verletzungen, Ängste und Lebensthemen mit, sodass nicht nur Leo Unterstützung braucht, sondern auch die anderen durch ihn damit konfrontiert werden.

Besonders gelungen fand ich, wie leicht und flüssig sich der Roman lesen lässt, ohne dabei seine wichtigen Themen oberflächlich zu behandeln. Immer wieder gibt es witzige Momente, die die Geschichte auflockern, gleichzeitig regt sie zum Nachdenken darüber an, was Inklusion im Alltag eigentlich bedeutet und wie schnell Menschen einfach ausgeschlossen werden. „Pina fällt aus“ ist für mich deshalb ein echter Wohlfühlroman.

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Rezensionen von cosmea:

Wer wäre Nadim Suri ohne die Frauen?

Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami

Said Mardini, ein junger Literaturstudent, flieht aus Damaskus, nachdem er sich durch eine kritische Rede gegen die Diktatur in Lebensgefahr gebracht hat. Er bekommt ein Visum in Deutschland und eine Zulassung an der Universität Heidelberg. Seinen Lebensunterhalt bestreitet er zunächst mit zahlreichen Jobs.

Später arbeitet er aufgrund seiner vielfältigen Sprachkenntnisse als Simultandolmetscher und wird sehr gut dafür bezahlt. Außerdem schreibt er Romane. Eines Tages bittet ihn ein befreundeter deutscher Arzt um Hilfe. Nadim Suri, ein schwerkranker Patient mit syrischen Wurzeln, der nicht mehr lange zu leben hat, möchte ihm seine Lebensgeschichte erzählen. In der Folge besucht Said den alten Mann an zehn Tagen und hört die Geschichte seines Lebens. Es ist vor allem die Geschichte seiner Beziehungen zu Frauen. Immer wieder verliebt er sich, erlebt großes Glück, aber auch Enttäuschung, Verlust und Trauer. Die Frauen in seinem Leben haben ihn geprägt. Jede von ihnen hat etwas in ihm hinterlassen, das zu einem Mosaiksteinchen als Teil seiner Persönlichkeit wird. Alle zusammen machen das fertige Bild dessen aus, der er am Ende seines Lebens ist.
Neben den Geschichten über die Frauen seines Lebens erzählt Nadim jedoch auch witzige Episoden und Ereignisse, die er von anderen gehört hat. Ein wichtiger Teil dieses Romans ist das Thema Flucht und Vertreibung, die grausame Herrschaft der Diktatoren mit Tausenden von Toten, z.B. in Syrien und dem Irak, wo ein falsches Wort zu Folter und Tod führen kann. Es geht jedoch auch um das Leben der Immigranten in Deutschland, die Reaktion der Deutschen auf die Zuwanderer und ein Plädoyer für mitmenschliches Verhalten. Mir hat Rafik Schamis meisterhaft erzählter Roman im Roman sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gern weiter.

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Rezensionen von Streiflicht:

Faszinierende Anblicke

DUMONT Bildatlas Neuseeland von Bruni Gebauer; Stefan Huy

Immer wieder und wieder lese ich die verschiedenen Ausgaben des Bildatlas von Dumont mit großer Begeisterung. Weniger als Reiseführer, aber als perfekt Inspiration für Reisen, einfach so zum Schmökern oder Wegträumen aus dem langweiligen und manchmal so grauen Alltag. Diese Ausgabe über Neuseeland hat es mir besonders angetan und gut gefallen.

Die Einblicke in die besondere Tierwelt mit Kiwi, Kakapo, Kea und anderen faszinierenden Tieren haben mir am besten gefallen. Die Natur auf den Inseln am anderen Ende der Welt ist einfach so ganz besonders faszinierend und toll.
Wunderbare Bilder, Ausflugs- und Reisetipps machen das Heft zu etwas Besonderem. Man ist mit der Lektüre noch nicht fertig, da möchte man am liebsten schon den Koffer packen. Unter dem Motto Spektakuläre Naturräume – Wunderbare Wildnis sind Highlights aufgeführt, die man definitiv nicht verpassen sollte. Nun haben wir die Qual der Wahl, aber egal, wofür man sich entscheidet, die Reise nach Neuseeland – auch die virtuelle – ist immer ein Traum!

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Rezensionen von Eternal-Hope:

"Nun bin ich wieder abgeschweift"

Das Mosaik der Frauen von Rafik Schami

Vorab: eigentlich war ich ein Fan des im Jahr 1946 in Damaskus geborenen und seit 1971 in Deutschland lebenden Schriftstellers Rafik Schami. Ich habe schon einige seiner anderen Bücher, z.B. "Eine Hand voll Sterne", gelesen und seine poetische, geschichtenerzählende Schreibweise geliebt. Deshalb war ich sehr gespannt auf sein neues Buch "Das Mosaik der Frauen", das auch äußerlich wunderschön gestaltet ist.

Leider ist dieses Buch aber eine Enttäuschung und ich kann ihm mit viel Wohlwollen nur 3 knappe Sterne geben.

Warum? Der Titel, den ich für diese Rezension gewählt habe, und der ein direktes Zitat aus dem Buch ist (S. 224, und viele weitere Stellen), sagt es schon: "Nun ich wieder abgeschweift". Dieses Buch will einfach zu viel auf einmal oder es wurde aus Rücksicht auf den etablierten Schriftsteller und den Respekt vor seinem Alterswerk kaum lektoriert.

Anders kann ich mir nicht erklären, dass in diesem Buch zwar an manchen Stellen noch die ursprüngliche Erzählkunst des Autors durchschimmert, sie sich aber insgesamt in viel zu vielen kleinen Lebensausschnitten unzähliger Menschen, die man durch die Knappheit nicht näher kennen lernt und mit denen man deshalb nicht wirklich mitfühlen oder sich für ihre Schicksale interessieren kann, garniert mit für mich nicht sonderlich humorvollen Witzeinlagen, allgemeinen Lebensweisheiten und Anekdoten verliert.

Schon am Anfang muss man sich in Geduld üben, bevor die eigentliche Erzählung beginnt: wir lernen erst einmal auf dutzenden Seiten den Schriftsteller kennen, dem die Hauptfigur, ein sich im Krankenhaus befindlicher älterer Syrer, seine Geschichte von den Frauen, die ihn geprägt haben, erzählt. Frauengeschichten sind es viele, von der Mutter und der Schwester über die Ehefrau, Freundinnen bis zu diversen Bekanntschaften und bei manchen ist es nur eine Kleinigkeit, die er als Weisheit aus dem gemeinsamen Kontakt mitgenommen hat. Wirklich nahe kommt einem dabei, wie gesagt, kaum eine der Figuren, dazu sind es viel zu viele.

Noch dazu beschränkt sich das Buch nicht einmal auf den Mann und die ihn prägenden Frauen, sondern wie nebenbei werden noch kurz die Geschichten von Hinz und Kunz und sonstwem angerissen, sodass insgesamt gefühlt sicher von 50 Menschen erzählt wurde, ohne dabei wirklich in die Tiefe zu gehen.

Interessant waren für mich der historische Hintergrund der Entwicklung der Länder im Nahen Osten in den letzten Jahrzehnten, das Aufzeigen, wie auch Bürgerbewegungen mit ursprünglich hehren Zielen oft zu genauso schrecklichen Diktaturen werden, wenn sie an der Macht sind, sowie diverse kulturelle Einblicke in ein Syrien, das so eine reiche und vielfältige kulturelle und religiöse Geschichte hat. Auch das hätte man über in ein Buch mit mehr Fokus und Tiefe noch besser einbetten können. Positiv ist aber doch, dass deutlich wird, wie viel Respekt und Achtung der Autor Frauen insgesamt entgegenbringt.

Insgesamt kann ich dieses Buch dennoch vorwiegend langjährigen Fans von Rafik Schami empfehlen, um es mit seinen anderen Büchern vergleichen zu können. Wer den Autor aber noch nicht kennt, dem rate ich dazu, zu einem seiner anderen Werke zu greifen, da in diesen sein zweifellos vorhandenes Erzähltalent viel besser rauskommt.

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Rezensionen von peedee:

Berührende Momente

Polwenna Bay – Wo die Liebe Wunder wirkt von Ruth Saberton

Polwenna Bay, Band 2: Morwenna Tremaine führt einen Reiterhof, doch die finanzielle Situation ist nicht rosig. Ein Sieg bei einem Turnier als Vielseitigkeitsreiterin wäre dringend nötig. Ihr ganzes Leben dreht sich um Pferde, für einen Mann ist da keine Zeit. Erst recht nicht für Ashley Carstairs, der erfolgreiche Geschäftsmann, der meint, er müsse nur mit dem Finger schnippen und alle gehorchen ihm.

Hinter seiner Fassade steckt jedoch – wie so häufig – viel mehr: Ashley weiss, dass er sich von Morwenna fernhalten soll, denn er hat ein Geheimnis, das alles zerstören kann…

Erster Eindruck: Ein schönes Cover, aber aufgrund dessen, dass sich die Geschichte um Pferde handelt, hätte ich etwas in dieser Richtung erwartet.

Dies ist Band 2 der Reihe, kann aber unabhängig vom Vorgängerband gelesen werden. Für mich war es der Einstieg in die Reihe und daher gab es etliche Protagonisten kennenzulernen, denn die Tremaines sind eine grosse Familie. Aber das wird dann mit jedem Band einfacher…

Ich sah Morwenna „Mo“ gleich vor mir: immer in Bewegung, das Herz überquellend vor Liebe zu ihren Pferden, stets in Sorge um die Finanzen machen keine Pause. Mal feiern oder ins Kino gehen? Auswärts essen? Keine Zeit – und kein Geld. Wenn dann dieser Ashley nach Polwenna Bay kommt und durchs Dorf spaziert, als würde es ihm gehören, regt sich Mo auf. Dabei tut Ashley gar nichts dergleichen. Und dass er vermögend ist, dafür kann er ja nichts. Wenn er und Mo sich zufällig sehen, fliegen Funken – er stichelt und sie reagiert prompt. Wie sagt man so schön „Was sich liebt, das neckt sich“? Es wird keine Überraschung sein, dass die beiden sich näherkommen, doch dann kommt es zu einem Zwischenfall, der alles verändert. Selbstverständlich…

Ich bin grosser Fan von Kleinstadt-Romanen wie „Gilmore Girls“ oder „Virgin River“, daher war ich sehr gespannt auf dieses Buch, wenn ich auch unkonventionell mit Band 2 begonnen habe. Und? Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, uferte in puncto Beschreibungen zuweilen etwas ins Schwülstige aus (z.B. „sein Mund auf ihrem weicher als der abblätternde Teig“), aber bei einem Liebesroman darf das auch mal sein. Es gab einige sehr berührende Momente und daher vergebe ich gerne 4 Sterne. Ich freue mich auf weitere Geschichten rund um die Tremaines.

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Rezensionen von cosmea:

Die Vergangenheit ist nicht tot

Meeresdunkel von Till Raether

Zwei Familien treffen scheinbar durch eine fehlerhafte Doppelbuchung in der renovierungsbedürftigen Finca Casa de la Vora am Ende einer Bucht auf Mallorca zusammen. Da kein anderes Quartier verfügbar ist, arrangieren sie sich miteinander und kommen zunächst ganz gut miteinander aus. Es gibt jedoch in beiden Familien Probleme.

In der Ehe von Henrike und Hans kriselt es, und deshalb hofft Henrike, dass sie sich durch den gemeinsamen Urlaub wieder näherkommen. Auch bei Marie und Samuel, dem anderen Ehepaar läuft es nicht rund, weil Marie völlig verarbeitet ist und für ihren Chef zu allen Tages- und Nachtzeiten erreichbar sein muss und weil ihr Mann durch falsche geschäftliche Entscheidungen gerade alles in den Sand gesetzt und eine Menge Geld verloren hat. Dann zieht ein Sturm auf – sozusagen im wörtlichen und im übertragenen Sinne, so dass die Situation im Ferienhaus dem klassischen Locked Room Mystery ähnelt, weil sie das Grundstück nicht mehr verlassen können. Einer von ihnen wird ermordet aufgefunden. Die Erklärung für die Ereignisse in der Gegenwart ist in der Vergangenheit zu finden, wie drei Kapitel mit der Überschrift 1995 verdeutlichen. So versteht der Leser nach immer neuen Wendungen und Komplikationen, wie alles zusammenhängt und warum es zu diesem seltsamen Zusammentreffen in der Casa de la Vora kam.
Die Geschichte liest sich eigentlich teilweise nicht schlecht, obwohl sie nicht durchweg spannend ist, aber auf mich wirkt das Ganze sehr konstruiert und teilweise so verworren, dass man den Überblick verliert. Dazu trägt auch die Personenvielfalt bei und einige Besonderheiten, die letztlich entbehrlich sind. Da ist zum Beispiel Juri, der 8jährige Sohn von Marie und Samuel, dessen wichtigste Bezugsperson seine Puppe Hedwig ist und der so frühreif ist, dass es schon wie eine Karikatur wirkt. Welcher Junge in diesem Alter beschäftigt sich denn mit Einsteins Relativitätstheorie? Für mich ist dieser Roman kein Thriller, sondern ein aus Familiendramen zusammengesetztes Puzzle. Falls es eine Fortsetzung geben sollte, werde ich diese jedenfalls nicht lesen.

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Rezensionen von cosmea:

Reiche leben gefährlich

Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri

Der ehemalige Fußballstar Jesús Martinez wird tot in seiner Kryosauna gefunden. Colomba Caselli, ehemalige Vizepolizeidirektorin, die inzwischen als Privatdetektivin für den Geheimdienst arbeitet, wird mit den Ermittlungen beauftragt. Als Partner steht ihr Dante Torre zur Seite, der aufgrund seiner traumatischen Kindheitserlebnisse ein besonderes Gespür entwickelt hat und Indizien sieht, die sonst keiner bemerkt.

Schon bald schließen die Ermittler einen Unfall aufgrund eines technischen Defekts aus. Martinez gehörte als Geschäftsmann zu den Superreichen, und die ganz spezielle Sauna war von seinem Unternehmen hergestellt worden. Bald kommen weitere Tote in der Gegenwart und Vergangenheit hinzu, und eine Gruppe fordert im Netz “Tötet die Reichen“. Einige der Toten kannten sich als Jugendliche. Colomba und Dante suchen deshalb nach einem Täter, dessen Motiv weit in die Vergangenheit zurückreicht.
In diesem spannenden Thriller werden nicht nur Kriminalfälle gelöst, sondern es kommen auch andere Themen zur Sprache: Macht, soziale Ungleichheit und der Kampf für Gerechtigkeit zum einen, aber auch Kinderarbeit zur billigen Produktion von Waren und die Idee, Tote nicht zu begraben oder einzuäschern, sondern einzufrieren für ein Leben in der Zukunft oder um sie zu klonen. Die Welt der Superreichen ist dem normalen Leser fremd, aber die behandelten Themen sind von aktueller Bedeutung und gehen uns alle an.
Ich kenne die Vorgänger nicht, aber der Thriller war für mich trotzdem gut verständlich. Er hat mir gut gefallen und wird nicht mein letztes Buch von Dazieri bleiben.

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Rezensionen von Gute_Laune:

Sommerliches Backen mit Obst

Sunny Baking Time von Theresa Haubs

Dieses Buch ist quasi die Fortsetzung der Cozy Baking Time und ich hatte tatsächlich schon darauf gewartet. Der Stil ist identisch und das finde ich stimmig und gut. Auch hier werden hauptsächlich die jüngeren Backfans angesprochen, die sogenannten Zoomer oder Generation Z. Aber auch ich als Oldie hab mich an den Rezepten erfreut und einiges für mich gefunden.

Auch diesmal gibt es wieder Back-Hacks und die Pannenhilfe, diesmal etwas abgewandelt. Und für die obligatorische Playlist gibt es diesmal sogar einen QR-Code. Zudem findet sich für die Prinzessin Biskuit viel Wissenswertes und Hilfreiches. Und wie man Rezepte vegan, glutenfrei oder laktosefrei machen kann, erfährt man ebenfalls.

Dann geht es auch schon in gewohnter Manier und Theresa-Sprech mit den Rezepten los. Eine Veränderung fällt auf. Es gibt seltener das Oder wie meine Mama sagen würde, dafür nach dem Theresa-Titel als Untertitel und manchmal auch noch in einer Art Balken zusätzlich einen weiteren witzigen Spruch im Jugend-Sprech. Der Aufbau der Rezepte ist wie im letzten Buch. Als Liste findet man die Zutaten mitsamt passender Form und der Zubereitungs- und Backzeit, daneben die Arbeitsschritte. Diese sind nicht zu ausführlich, aber eben im Theresa-Sprech. Dazu gibt es jeweils noch ein ansprechendes Foto, aber keine Angaben zu den Nährwerten.

Die Rezepte sind oft Klassiker, ein wenig modernisiert, nachjustiert, aufgepimpt. Für die junge Generation sind sie eine tolle Sammlung, aber auch ich freue mich darüber. Kleine Änderungen in bekannten Rezepten erzielen oft erstaunliche Ergebnisse! Aber auch neue Rezepte finden sich dazwischen. Fast alle sind, passend zur sunny time, mit Obst. Schön fruchtig, farbenfroh und lecker. So auch bei den Desserts. Alle Rezepte lassen sich über das Register gut finden, wenn man noch weiß, wie Theresa die Kuchen nennt! Insgesamt in meinen Augen ein ebenbürtiger Nachfolger des ersten Backbuchs der Autorin. Und auch diesmal gebe ich gern vier Sterne.

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Rezensionen von Ceecee:

Wenn Gladiator auf Vampire Diaries trifft

We Who Will Die von Stacia Stark

Wie schreibt man einen Bestseller? Man nehme eine Prise Gladiator, ein bisschen Vampire Diaries, einen Schuss Hunger Games und etwas ACOTAR, füge ein wenig Magie hinzu – und heraus kommt Stacia Starks „Empire of Blood – We Who Will Die“.

Der erste Band der Reihe ist wirklich ein wilder Genre- und Themenmix: ein Setting, das stark an das römische Reich erinnert, Gladiatorenähnliche Kämpfe, Vampire, magische Kreaturen sowie magisch begabte Menschen und sogenannte Mundies, also Menschen ohne Magie.

Vieles wirkt auf den ersten Blick vertraut und erinnert an bekannte Tropes aus anderen Fantasyreihen. Trotzdem gelingt es Stacia Stark, daraus eine Welt zu erschaffen, die sich eigenständig anfühlt.

Während des Lesens hatte ich immer wieder das Bedürfnis, mehr über die Lore dieser Welt zu erfahren – über die Götter, die politischen Spannungen mit anderen Königreichen oder die Hintergründe des Imperiums. Leider bleibt vieles davon im ersten Band noch recht vage. Stattdessen spielt sich ein Großteil der Handlung innerhalb der Mauern des Palasts des Imperators ab. Dadurch bekommt man von der Welt außerhalb nur wenig mit. Ich hoffe sehr, dass die kommenden Bände den Horizont hier noch erweitern und uns stärker in die größere Welt eintauchen lassen.

Der Schreibstil liest sich flüssig und bildhaft, wodurch man schnell durch die Seiten kommt. Besonders mochte ich die kurzen Rückblicke in Arvelles Vergangenheit. Gleichzeitig werden allerdings viele Begriffe, Hintergründe und Regeln der Welt relativ kommentarlos eingeführt, sodass es etwas dauert, bis man sich vollständig orientiert hat. Einige Entwicklungen innerhalb der Handlung wirkten dadurch für mich nicht immer ganz nachvollziehbar – etwa warum eine gefangene Rebellin plötzlich relativ frei im Palast agieren darf oder weshalb einer der männlichen Protagonisten auf Arvelles geheimen Plan kaum reagiert. Auch beim Pacing war ich mir manchmal unsicher, wie viel Zeit innerhalb der Geschichte tatsächlich vergeht.

Arvelle selbst mochte ich als Protagonistin insgesamt gern. Sie ist stark, loyal und entschlossen, hat aber auch ihre Schwächen und Zweifel, was sie angenehm menschlich macht. Bei den beiden männlichen Hauptfiguren habe ich bereits eine Vermutung, in welche romantische Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte – und habe definitiv meinen persönlichen Favoriten. Gerade deshalb bin ich gespannt, wie sich diese Dynamik in den kommenden Bänden noch entfalten wird, zumal am Ende noch ein interessanter Fakt angedeutet wird, der für einen kleinen Cliffhanger sorgt.

Alles in allem ist „We Who Will Die“ unterhaltsame, eher leicht zugängliche Romantasy. Wenn man die düsteren und teilweise spicy Szenen ausblendet, würde ich das Buch vom Ton her fast im Young-Adult-Bereich einordnen. Die Geschichte ist nicht übermäßig tiefgründig, bietet aber genug Spannung, interessante Ansätze und romantisches Drama, um beim Lesen gut zu unterhalten.

Das Cover ist meiner Meinung nach übrigens auch sehr gelungen gestaltet. Die haptischen Details machen wirklich etwas her. Die raue, sandartige Textur im Hintergrund passt perfekt zum Arena- und Gladiatoren-Setting, während einzelne Elemente des Motivs glänzend und leicht erhaben hervorgehoben sind.

Ich vergebe 3,5 Sterne, aufgerundet auf 4, weil das Buch trotz einiger Schwächen einfach Spaß gemacht hat zu lesen – und ich neugierig bin, wie sich diese Welt und ihre Figuren in den nächsten Teilen noch weiterentwickeln werden.

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Rezensionen von Ceecee:

Fermentieren leicht (und hübsch) gemacht

Fermentieren – Twist your Taste! von Nadine Schünemann

Da mein Freund und ich uns erst vor kurzem angefangen haben, mit dem Fermentieren auseinanderzusetzen, kam dieses Buch genau zur richtigen Zeit! Die grafische Aufmachung ist wirklich schick gestaltet und das Cover wirkt sehr hochwertig mit den in das Cover fühlbar hineingeprägten Schrift- und Fotoelementen! Die Fotos sehen zudem alle sehr ästhetisch aus und veranschaulichen die informativen Texte super.

Meines Erachtens ist das Buch perfekt für Einsteiger in das Thema Fermentation geeignet, da es von der Theorie und den Basics, über ausgefallenere Fermente hin zu Rezeptideen, für die man die Fermente verwenden kann, wirklich alles abdeckt. Vor allem regt es einen dazu an, mit fermentierten Lebensmitteln zu experimentieren und kreativ zu werden. Mir war vorher gar nicht klar, wie vielfältig Fermentation sein kann und dass man neben Rotkohl, Sauerkraut, Kimchi und Kombucha eben auch z.B. weiße Bohnen, Haferflocken oder Erdbeeren fermentieren kann! Das Buch zeigt sehr schön auf, dass der Kreativität hier eigentlich keine Grenzen gesetzt sind.

Ein paar negative Punkte sind mir aber dennoch aufgefallen. Da das Buch von der Gründerin der Firma Lieblingsglas geschrieben wurde, sollte man sich bewusst machen, dass das Buch natürlich auch ein bisschen Eigenwerbung für Lieblingsglas und deren hübsche, aber verhältnismäßig teure Produkte ist. Ein Weckglas tut es beim Fermentieren genauso wie ein Ripple Mason Jar. Und statt eines Stampfers kann man auch seine sauberen Hände verwenden. Schade, dass solche Alternativen nicht aufgezeigt werden. Das hätte auf mich etwas ehrlicher und sympathischer gewirkt.
Bei ein paar wenigen Fermenten waren mir die Anweisungen etwas zu ungenau. Beispielsweise musste ich bei den weißen Bohnen nochmal im Internet nachrecherchieren, ob das ganze auch mit Dosenbohnen funktioniert bzw. ob diese im Rezept gemeint sind. Beim Coconut Cult habe ich mich gefragt, ob man statt eines Päckchens Joghurtkulturen nicht auch einen Esslöffel Supermarkt-Joghurt verwenden könnte, da ich ähnliches schon mal woanders gelesen hatte.
Zur gesundheitsförderlichen Wirkung von Fermenten hätten mir zudem auch noch ein paar ausführlichere und wissenschaftlichere Absätze im theoretischen Teil des Buchs gefallen.

Mein Fazit: Wer sich von der Eigenwerbung nicht beirren lässt, bekommt hier ein wunderschön gestaltetes Buch mit tollen Ideen. Es nimmt die Berührungsängste vor dem Thema Fermentation und zeigt, wie vielseitig dieses alte Handwerk eigentlich ist. Als motivierendes Einsteigerwerk ist es absolut empfehlenswert - auch wenn man das beworbene teure Equipment nicht zwingend braucht, um erfolgreich zu fermentieren.

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