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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von goejos:

Ausgeliefert

How To Save A Life von Silvia Maria de Jong

Durch die realistische Schreibweise bist du mitten im Geschehen. Du lebst mit den beiden Hauptpersonen mit. Du erlebst ihren Kampf gegen das Böse, aber auch ihre persönlichen Probleme hautnah mit. Du bekommst auch Einblicke in das Dasein als Betroffene eines Zeugenschutzprogrammes und auch die Aufgaben des Schutzteams werden dir realistisch vor Augen geführt.

Hier ist Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen das Wichtigste. Manchmal kommt auch die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns in den Vordergrund. Das gelungene Cover passt sehr gut zur Handlung. Einzig und allein die Illustration bei jedem Kapitelbeginn hinter der Schrift finde ich für unnötig und störend. Sie erschwert nur das Lesen, ist also völlig unnötig. Aber sonst gibt es nichts auszusetzen, ein gelungenes und empfehlenswertes Werk.

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Rezensionen von Goejos:

Ausgeliefert

How To Save A Life von Silvia Maria de Jong

Ein Buch wie ein Hammerschlag! Es fasziniert dich von der ersten Seite an. Durch die realistische Schreibweise bist du mitten im Geschehen. Du lebst mit den beiden Hauptpersonen mit. Du erlebst ihren Kampf gegen das Böse, aber auch ihre persönlichen Probleme hautnah mit. Du bekommst auch Einblicke in das Dasein als Betroffene eines Zeugenschutzprogrammes und auch die Aufgaben des Schutzteams werden dir realistisch vor Augen geführt.

Hier ist Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen das Wichtigste. Manchmal kommt auch die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns in den Vordergrund. Das gelungene Cover passt sehr gut zur Handlung. Einzig und allein die Illustration bei jedem Kapitelbeginn hinter der Schrift finde ich für unnötig und störend. Sie erschwert nur das Lesen, ist also völlig unnötig. Aber sonst gibt es nichts auszusetzen, ein gelungenes und empfehlenswertes Werk.

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Rezensionen von tinten_fischchen:

Die Verwandlung des Lewis W.

Shark Heart von Emily Habeck

Ganz ehrlich: Die Idee das ein Mensch sich einen Hai verwandelt ist so absurd, dass ich das Buch unbedingt lesen musste. Das Buch hat meine Erwartungen jedoch meilenweit übertroffen. Es ging viel tiefer als erwartet, überraschte mich mit seiner Kompromisslosig-, aber auch Zärtlichkeit. Die Geschichte von Wren und Lewis beschäftige mich lange und verfolgte mich bis in meine Träume.

Die Verwandlung ist natürlich eine Metapher für eine Krankheit die den geliebten Menschen mehr und mehr verändert. Bis sie einem diesen weggenommen hat. Weitere Erzählstränge führen in ähnlich schmerzhafte Abgründe. Es geht um die große Fragen und Herausforderungen vor denen manche Menschen geworfen werden. Und vor denen man nur allzu gerne die Augen verschließt.

Der ungewöhnliche, oft theatralische Schreibstil gefällt mir außergewöhnlich gut. Aber ich habe auch ein heimliches Faible für Theater. So wie die Hauptfigur Lewis und die Autorin, die ein Studium in dem Bereich abgeschlossen hat. Die Mischung aus Theater und kurzen, in sich geschlossenen Storys entwickelt einen Sog, den ich mich selbst in meinen Träumen nicht entziehen konnte.

Das Buch ist ein Meisterwerk. Eines der ungewöhnlichsten Bücher die ich jemals lesen durfte. Voller Brutalität und Schönheit, Absurditäten aber auch Humor. Keine leichte Kost, da die Themen oft schmerzhaft tief gehen.

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Rezensionen von Petra:

Alt und Jung

Neuanfang in Notting Hill von Norie Clarke

Joan und Jess bilden eine Wohngemeinschaft. Die ältere Joan wohnt allein in einem großen Haus voller Erinnerungen. Jess wohnt bei ihren Freunden deren Wohnung aus allen Nähten platzt. Die beiden ungleichen Frauen finden sich und ergänzen sich. Joan hat noch nie ein Handy und soziale Medien benutzt und Jess kann nicht ohne.

Da tauschen sie die Rollen. Die Ältere wird firn in den sozialen Netzwerken und die Jüngere muss auf einmal lernen mit Bargeld zu bezahlen und ganz altmodisch mit dem Festnetz telefonieren.
Aber für beide ändert sich noch mehr, beide müssen mit ihrer Vergangenheit abschließen um in die Zukunft sehen zu können.
Es ist eine unterhaltsame Geschichte über die Gegensätze des Lebenstils dieser beiden Generationen und wie beide mit den gewohnten Dingen der anderen umgehen lernen. Gleichzeitig wird die Liebesgeschichte von beiden erzählt.
Ich fand das Buch war angenehm zu lesen, von allem etwas und von nichts zuviel. Da es auch um ein attes Kino geht, waren natürlich einige bekannte Filmtitel ein Thema. Die Paralellen zu diesen Filmen die die meisten von uns kennen waren nicht zu übersehen.
Eine leichte Lektüre mit genügend Emotionen und Geheimnissen um einen angenehmen regnerischen Nachmittag mit Buch und Tee zu verbringen.

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Rezensionen von brauneye29:

Lesenswert

Heute kein Abschied von Daan Heerma van Voss

Zum Inhalt:
Keiner hatte mit dem plötzlichen Tod von Oskar gerechnet und das auch noch während er auf seinen Flug wartete. Obwohl der Kontakt zu den Kindern nicht groß vorhanden war, bringt er deren Leben durcheinander. Denn eigentlich müssten sie sich vom Vater verabschieden, haben aber erstmalig das Gefühl ihm wirklich zu begegnen.

Meine Meinung:
Ja, der Tod, gerade wenn er unerwartet passiert, kann schon eine Menge zu Tage bringen, was man nicht erwartet hatte. Hier zeichnet sich ein Bild vom Mann und Vater neu, dass bei der Durchsicht der Unterlagen und Bildern immer wieder mit Überraschungen aufwartet. Es zeigt eine Familie, die eigentlich nicht mehr existent war und vor Entscheidungen steht, die Folgen haben werden. Ich fand die Protagonisten gut ausgearbeitet und stimmig und auch viele der Situationen realistisch erzählt. Der Schreibstil war ein wenig ungewöhnlich aber gut lesbar.
Fazit:
Lesenswert

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Rezensionen von Chrystally:

Ein Buch wie ein ruhiger, tiefer Fluss

Flusslinien von Katharina Hagena

„Flusslinien“ von Katharina Hagena ist ein poetisches Buch über Erinnerungen.
Oma Margrit blickt auf ein ereignisreiches Leben zurück und setzt in ihrer Seniorenresidenz Stückchen für Stückchen in Gedanken ihre Familiengeschichte zusammen. Warum ihr dies gerade jetzt so wichtig erscheint, hat sich mir zugegeben nicht so recht erschlossen, und bisweilen bin ich durcheinandergekommen, was davon sie selbst und was ihre Mutter erlebt hat, aber beides tat der Intensität und Lebendigkeit der Erinnerungen keinen Abbruch, und wir begleiten in Margrits Erzählung ihre Mutter und deren Geliebten, einer starken, unkonventionellen Frau.

Luzie ist Margrits Enkelin, die nach einem sexuellen Übergriff damit kämpft, wie ihr näheres und weiteres Umfeld darauf reagiert hat. Ihr Fall, ihre Erlebnisse und ihre Reaktionen schienen mir einerseits etwas plakativ, andererseits sind es Erfahrungen, die leider viele Übergriffsopfer erleben, und jede Geschichte dieser Art schafft wichtiges Bewusstsein.
Arthur arbeitet im Seniorenheim, ist aber im Herzen ein Sprachenerfinder, und seine Gedanken zum Wesen von Worten, ihren Möglichkeiten und Grenzen, ihrer Gefahren und Verantwortungen haben mich sehr berührt. Er verarbeitet die zuletzt schwierige Beziehung zu seinem Zwillingsbruder.
Im Verlauf des Romans werden Schlüsselerlebnisse der genannten Personen stückweise aufgedeckt. Während dem, was die Protagonist*innen zwischen diesen Rückblicken erleben, durchlaufen sie jeweils eine psychische Entwicklung, die mir sehr schnell vorkam dafür, das bisweilen eigentlich wenig passierte.
Seine Eindrücklichkeit bezieht „Flusslinien“ jedoch weniger durch die Handlung als durch seine Sprache. Durch Hagenas Worte, durch unsentimentale und in ihrer Einfachheit poetische Natur- und Charakterschilderungen fühlt man sich selbst im Schilf an der Elbe stehen oder in den Reihen der Senioren beim Konzertnachmittag sitzen. Ein wiederkehrendes Thema, das dem Roman eine unkonventionelle Note gab, war die Perspektive des Atems, die Margrit als gelernte Stimmtherapeutin immer wieder einbringt und die die Leserin die Geschehnisse auf einer körperlichen Ebene „am Kopf vorbei“ miterleben lässt.
Insgesamt eine klare Leseempfehlung für Leser*innen, die auf Sprache mindestens ebenso viel Wert legen wie auf die Handlung, Hamburgliebhaber*innen und Menschen auf der Suche nach eigenwilligen, aber nicht überzeichneten Protagonisten.

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Rezensionen von gerlisch:

Es gibt kein Entkommen

Die Kammer von Will Dean

Fünf Männer und eine Frau sollen Arbeiten an einer Ölpipeline irgendwo in der Nordsee ausführen. Dazu werden sie auf engsten Raum einige Wochen in der sogenannten Kammer zum Druckausgleich verbringen müssen. Noch während des ersten Tauchgangs stirbt ein Kollege auf mysteriöse Weise, doch das Team muss ausharren, denn ein sofortiges Öffnen der Kammer bedeutet den sicheren Tod.

Der Autor hat einen fesselnden Schreibstil. Das ungewöhnliche Setting ist von ihm geschickt gewählt, denn durch die außergewöhnlich hohen körperlichen und psychischen Belastungen der Protagonisten, ist es ihm gelungen eine unter die Haut gehende klaustrophobische Atmosphäre zu erschaffen.

Der Leser erfährt viel über die Arbeit der Sättigungstaucher, ich fand das sehr gut beschrieben, auch wenn hier zahlreiche Fachbegriffe verwendet wurden, die meinen Lesefluss immer wieder etwas gestört haben, trotzdem zeigt sich hierbei eine intensive Recherche des Autors.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Ellen, der einzigen Frau im Taucherteam. Leider kommt es hier öfter zu Wiederholungen, die auf Kosten der Spannung gehen.

Ein lesenswerter Thriller, auch wenn mich das Ende etwas irritiert zurückgelassen hat.

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Fantastisch

Dragons in Secret - Jadeblut Dragons in Secret von Andreas Suchanek

"Dragons in Secret - Jadeblut" von Andreas Suchanek ist in der Hörbuchfassung von Jan Katzenberger gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören.

Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Aber auch in erhöhter Geschwindigkeit hat mir Katzenbergers Stimme gut gefallen.
Ich mag Urban-Fantasy. Ich mag Geschichten um Drachen. Da passt dieses Buch perfekt zu mir. Die Grundidee um Drachen-Dynastien, die seit Jahrhunderten im Verborgenen, mitten unter all den anderen Menschen in London, leben, gefiel mir von Anfang an richtig gut. Und tatschlich hat mich dieses Buch in keiner Weise enttäuscht!
Schreibstil und Sprache des Autors lasen sich angenehm und flüssig, die Sprache passte zum Setting und den Charakteren. Die Handlung als soclhe war für mich zu keinem Zeitpunkt langatmig oder zu vorhersehbar, ich wollte immer wiesen wie es weiter geht - ein echter Pageturner. Auch die Charaktere konnten mich für sich einnehmen. Allem voran die Protagonisten Ashley und Caleb waren facettenreich und authentisch gezeichnet. Die Handlung wird aus der Sicht beider Hauptcharaktere erzählt. Dabei hat mir vor allem auch der Humor gefallen. Auch die Nebencharaktere sind facettenreich und nahbar.
Das World-Building finde ich einfach nur klasse: als Leserin habe ich viele Informationen, die mich interessiert haben, im Laufe der Handlung zugespielt bekommen. Nichts wurde "einfach so" vorausgesetzt, sondern mit Hintergründen erläutert. Eine Welt zum Eintauchen und Verlieren - da kann man sich nur auf den Folgeband freuen. Zumal der deftige Cliffhanger zum Ende des Buches die Wartezeit kaum aushaltbar macht...

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Rezensionen von Lesendundspielenddurchsleben :

Die Kriminalistinnen. Acht Schüsse im Schnee von Mathias Berg

Dieser 2. Band der Kriminalistinnen ist wieder ein gelungener Ausflug in die 1970er. 1970, ein Milliardär wird erschossen und durch die Tochter, die Lucia Specht am Vortrag durch einen polizeilichen Einsatz der Sitte, wo sie gerade arbeitet, wird Lucia Specht in die Ermittlungen einbezogen. Gleichzeitig möchte sie im Fall des tragischen Tods ihrer Mutter weiterkommen und Antworten finden.

Um diese beiden Geschichten dreht sich Band 2 der Reihe. Dabei kommen eknige Themen ans Licht, die 1970 skandalös waren. Sie werden geschickt eingebaut und wirken nicjt aufgesetzt. Im Gegenteil, man spürt richtig, wie sehr diese im damaligen Zeitgeist aufgenommen wurden und den Handlungsfortgang beeinflusst haben. Die Geschichte wird spannend erzählt, enthält die eine oder andere Überraschung und macht sicher auch Spaß, ohne Kenntnis von Band 1 gelesen zu werden. Ich war bis zum Schluss gefesselt von der Story.

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Rezensionen von Ruth:

Ein Buch wie eine Rose

Lady Rose von Ruby Ferguson



Immer mal wieder graben Verlage vergessene Schätze aus, sehr zur Freude der Leser. So auch hier. Der Zürcher Kampa Verlag hat mit „ Lady Rose“ einen zauberhaften Roman veröffentlicht, den, laut Klappentext, schon Queen Mum so geliebt hat, dass sie die Autorin zum Tee einlud. Erschienen ist das Buch bereits 1937; die eigentliche Handlung führt uns aber noch weiter in der Zeit zurück.

En englischer Anwalt, seine Frau und sein amerikanischer Freund reisen Anfang der 1930er Jahre durch Schottland. Auf ihrer Fahrt die Küste entlang stoßen sie auf ein herrschaftliches Anwesen. Da das Haus für eventuelle Mieter offensteht, nutzen sie die Gelegenheit zur Besichtigung. Eine alte Hausdame, Mrs. Memmary, führt die Besucher durch das seit Jahrzehnten leerstehende Haus. Hinter den verblassten Tapeten und dem rissigen Putz lässt sich noch die frühere Pracht und Schönheit erahnen. Während die Touristen durch die leeren Räume gehen, erzählt ihnen Mrs. Memmary die Geschichte von Lady Rose, der Herrin von Haus Keepsfield.

Sie wird Mitte des 19. Jahrhunderts als einziges Kind eines reichen schottischen Grafen geboren. Rose ist ein aufgewecktes und liebevolles Mädchen, voller Stolz auf ihre schottische Heimat. Sie wächst inmitten der Natur und mit allen Annehmlichkeiten ihres Standes auf. Einzig die häufige Abwesenheit ihrer Eltern, die ihren Aufgaben am Hof von Queen Victoria nachkommen müssen, macht sie traurig.

Ihre unbeschwerte Kindheit endet, als sie ihre Eltern auf eine standesgemäße Schule in England schicken. Das Internat ähnelt mehr einem Kloster oder einem Gefängnis, doch Rose fügt sich. Sie findet Freundinnen und lernt brav all das, was eine zukünftige Gräfin wissen muss.

Als Rose 18 Jahre alt ist, darf sie endlich ihren Antrittsbesuch bei Queen Victoria machen. Und danach beginnt die Ballsaison in London, wo es v.a. darum geht, einen Mann zu finden. „ Und es gab zwei Möglichkeiten: Entweder war die Familie hocherfreut über eine „ gute Partie“, oder sie wurde ziemlich wortkarg, damit möglichst keiner merkte, dass man eine „ schlechte Partie“ gemacht hatte.“ Rose ist noch ganz das unschuldige, schwärmerische Mädchen, das von einem gut aussehenden jungen Mann träumt und romantische Vorstellungen von der Ehe hat. Doch ihre Eltern haben schon den passenden Kandidaten für sie ausgewählt. „ Er ist nur Baronet, aber ein alter schottischer Titel, und er hat zehntausend Morgen, die praktisch direkt an Keepsfield grenzen.“ Rose, naiv und vertrauensvoll, beugt sich erneut den Wünschen ihrer Eltern.

Doch ihr Mann leidet von Anfang an darunter, dass seine Frau ihm an Status und Reichtum überlegen ist und lässt sie das spüren. Nach außen hin gelten sie als das perfekte Paar. Drei Kinder scheinen das Glück vollkommen zu machen. Doch Rose, die sich so nach Liebe sehnt , spürt, dass in ihrer Ehe das Wesentliche fehlt. „ Zehn Jahre war sie nun schon mit ihm verheiratet, seit zehn Jahren war sie mit ihrem warmen, impulsiven Wesen an seine Kälte gefesselt.“ Einzig im Umgang mit ihren Kindern lebt sie auf, ist sie glücklich.

Aber dann begegnet sie eines Tages auf einer Parkbank in Edinburgh einem jungen Mann und Rose trifft eine Entscheidung, die niemand in ihrer Umgebung billigt.

Es ist eine bittersüße Geschichte, die uns Ruby Ferguson hier erzählt. Bei aller Nostalgie sind doch die kritischen Töne nicht zu überhören. Schon zu Beginn, als Rose noch vermeintlich eine idyllische Kindheit hat, ist die Distanz und der Standesdünkel der Eltern zu spüren. Da ist der Vater, der lieber einen Sohn, einen richtigen Erben gehabt hätte. Aber auch die Mutter ist, bei aller Liebe zu ihrer Tochter, selten für sie da und legt sehr viel Wert auf den äußeren Schein.

Dabei ist Rose eine Figur, die man ins Herz schließen muss. Liebenswürdig, offen, impulsiv, voller Freude und Neugierde auf das Leben. Doch das sind keine Eigenschaften, die bei Frauen erwünscht waren. Zu eng war das Korsett, in das man sie gepresst hat, gerade für Frauen ihres Standes. Ihnen wurde kein eigener Wille zugestanden, keine eigenen Ansichten oder Ideen. Stattdessen wurde erwartet, dass sie ihre Wünsche und Bedürfnisse begraben und sich an die strengen Regeln und Konventionen ihrer Zeit halten. Wer sich darüber hinwegsetzte, wurde hart bestraft. Für solche war kein Platz mehr in der Gesellschaft.

Der Roman kommt zunächst leicht daher, ist aber tiefgründig und melancholisch. Wer auf ein Happy-End gehofft hat, wird enttäuscht. Davor warnt sogar ausdrücklich die Autorin. So heißt es : „ Es kommt noch mehr, und es ist gut möglich, dass es Ihnen nicht gefällt. Wollen Sie riskieren, die Wahrheit zu erfahren, und weiterlesen? Wenn Sie es tun, dann tun Sie es auf eigene Verantwortung. Eine Geschichte ist erst auserzählt, wenn alles zur Sprache gekommen ist - aber das ist kein Grund, sie einem Leser, der bei seiner Lektüre empfindlich ist, aufzudrängen.“

„ Lady Rose“ ist ein wunderbarer Roman über eine liebenswerte und starke Frau und über eine Zeit und eine Gesellschaft, bei der die Fassade wichtiger war als tiefe menschliche Gefühle. Ein Buch wie eine Rose, voller Schönheit und Eleganz und voller schmerzhafter Dornen.

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