Kunden em pfehlungen
Rezensionen von evaki:
Leben braucht Mut, Zuneigung und Hoffnung
Tage wie Salzwasser von Sita Maria Frey
Vielen Dank an die junge Autorin, Sita Maria Frey und den Droemer Verlag für dieses HIGHLIGHT am Buchhimmel! Zuerst dachte ich, es wird ein mutiger Debütroman sein, mit einem attraktiven Cover und dann wurde ich von Seite zu Seite tiefer hineingezogen. Das Buch lebt von seinen starken Frauencharakteren und deren überaus schwierigen persönlichen Lebenssituationen, die in klarer fesselnder Sprache erzählt werden, ohne dabei schwülstig, übertrieben oder langweilig zu werden.
Ich hätte den Roman verschlingen können, habe mir aber bewusst Zeit genommen, um die einzelnen Etappen und Entwicklungen erstmal zu verdauen. Es könnte fast eine kleine Reiseroute mit dazugelegt werden, um sich noch besser in die Streckenabschnitte hineinzudenken. Der Schluss hat mich dann doch ziemlich mitgenommen und nun sitze ich da und würde mich gerne mit anderen Lesern austauschen. Traut euch hinein in diese waghalsige Geschichte, die so viel Stärke ausstrahlt!
Rezensionen von Jule:
Keine lockere RomCom
Just for the Summer von Abby Jimenez
"Just for the Summer" von Abby Jimenez ist ein Buch, mit mehr Tiefgang und ernsteren Themen als man vielleicht erwarten würde. In diesem Buch hat wirklich jeder Protagonist sein Päckchen zu tragen und besonders die Familienkonstellationen sind sehr im Fokus.
Abby Jimenez schafft es aber trotzdem etwas Humor und Lockerheit in die Geschichte zu bringen – was allerdings an manchen Stellen auch etwas gewollt wirkt.
Der Schreibstil ist dennoch sehr angenehm und die Gefühle und Emotionen der Protagonisten werden gut widergespiegelt. Besonders Emma fühlt man sich besonders nah, weil ihre Erlebnisse und ihre komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter gut aufgearbeitet werden. Auch in ihrem Job als Krankenschwester geht sie voll auf.
Bei Justin und seinen Gefühlen war es dagegen nicht unbedingt immer so nachvollziehbar. Dafür fand ich seinen Hund super, der auch immer wieder Erwähnungen findet.
Nicht zu vergessen, sind aber auch die Freunde von Emma und Justin, die immer zu ihnen stehen und keine unwichtigen Rollen einnehmen.
Man erlebt viel mit den Protagonisten, aber a manchen Stellen wird einfach etwas zu viel gewollt, sodass die Gesamtsituation etwas aus dem Gleichgewicht gerät. Gerade wenn die Geschichte wieder sehr ernst wird, wird versucht irgendwie wieder da rauszukommen und das mit Humor, der dann vielleicht nicht ganz so passend ist.
Alles in allem hat mir die Geschichte von Emma und Justin trotzdem gut gefallen, und das auch wegen der Bandbreite an verschiedenen Charakteren, die man kennenlernt. Es ist nicht immer alles so einfach wie es scheint, vor allem wenn es so aussieht, als hätte man nur eine bestimmte Zeit, die man miteinander verbringt.
Rezensionen von Harakiri:
Ein Suizid, der keiner ist
Die Toten auf Föhr von Anna Johannsen
Bereits zum 12. Mal ermittelt die Inselkommissarin Lena Lorenzen.
Seit der Geburt ihres Sohnes Bent sitzt sie zudem noch zwischen zwei Stühlen und muss mit ihrem Privatleben jonglieren. Der neue Fall hat es in sich: eine Frau soll ihre beiden Kinder und hinterher sich selbst getötet haben. Doch Lena findet schnell heraus, dass die Ermittlungen schlampig geführt wurden und Indizien nicht nachgegangen wurde.
Wer hat hier etwas zu verbergen?
Ein Fall, der Lena ihre ganze Kraft kostet.
Ein tolles Buch, das die Ermittlungsarbeit der Polizei in den Vordergrund stellt. Ohne Kommissare, die ein Alkohol- oder Traumaproblem haben. Gut, dafür hat Lena Betreuungsprobleme für ihren Sohn, aber das ist ja nur menschlich und macht die Situation authentischer.
Anna Johannsen schreibt tolle Bücher. Ich verfolge ihre beiden Reihen von Anfang an und freue mich über jeden neuen Band. Der neue Fall ist interessant aufgebaut und mitreißend erzählt. Viele Wendungen sorgen dafür, dass man förmlich durch die Seiten rast.
Fazit: Wer wendungsreiche Krimis mag, die nicht vor Blut triefen, sondern durch einen intelligenten Aufbau überzeugen ist hier genau richtig.
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mich schnell gepackt
Vorsehung von Liane Moriarty
Viele der Passagier:innen des verspäteten Fluges von Hobart nach Sydney sind sowieso schon gestresst, als eine ältere Dame anfängt durch die Reihen zu gehen und allen verkündet, in welchem Alter und aus welchem Grund sie sterben werden.
Was passiert dann? Werden sich die die Vorhersagen bewahrheiten? Wie gehen die Menschen damit um, nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch ihr Umfeld? Wer ist diese Frau und was war ihre Intention? Solche Fragen machen mich immer neugierig, ebenso wie die Frage, wie ich wohl damit umgehen würde.
Und so war für mich schnell klar, dass ich diesen Roman lesen wollte.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, so verfolgt man einige der Passagier:innen nach dem Flug, vor allem solche, deren Todestag nahe scheint, erfährt, wie es ihnen weiter ergeht. Und auch die Weissagende erhält eine Stimme, sie darf sogar in Ich-Form erzählen, allerdings erfahren wir erst einmal nicht den Grund ihres Handelns, sondern viel über ihr bisheriges Leben. Mich hat es überrascht, dass sie so viel Platz im Roman bekam, ich erwartete den Fokus vor allem auf den anderen Passagier:innen, doch je mehr ich las, umso besser hat es mir gefallen. Und dann gibt es tatsächlich die ersten Tode, und alle müssen die Vorhersagen ernster nehmen.
Mich hat der Roman sofort gepackt, ich fand ihn sehr spannend, für mich wurde er zum Pageturner. Es ist nicht so, dass die Spannung durch die Erzählung sehr hochgeschraubt wird, es ist vielmehr das Wissenwollen, was passiert und was dahintersteckt, und auch das Mitfühlen mit den einzelnen Charakteren. Außerdem lässt sich der Roman zügig lesen. Hin und wieder hat man auch gewisse Erwartungen, was die Todesursache angeht, so wird Ethan zum Beispiel Tod durch einen Angriff angekündigt, und man kann sich irgendwann vorstellen, dass das tatsächlich passieren wird. Auch über die anderen Weissagungen kommt man schnell ins Spekulieren.
Die Auflösung war mir hier sehr wichtig, sie sollte schon logisch sein, ich hätte auch mit einem offenen Ende leben können, wenn es gepasst hätte. Und tatsächlich war ich mit dem Ende zufrieden, mehr möchte ich dazu gar nicht sagen.
„Vorsehung“ ist für mich ein sehr spannender Roman, mit überzeugenden Charakteren und der Möglichkeit zum Spekulieren, der mich gefesselt hat und mitfühlen ließ, und am Ende zufrieden entlassen hat. Zudem bin ich nun neugierig auf weitere Werke der Autorin. Alle, die jetzt auch neugierig sind, sollten zuschlagen.
Rezensionen von MarcoL:
Eine intensive, feministische Auseinandersetzung anhand von vier weiblichen Charakteren in den 1920er Jahren
Viermal ICH von Maria Lazar
Der in den Jahren 1928/29 verfasste, bislang unveröffentlichte Roman der Autorin wurde 2023 im Verlag „Das vergessene Buch“ erstmals anhand der Original-Typografie, und nun in ungeänderter Form als Taschenbuch im btb-Verlag veröffentlicht.
Die Ich-Erzählerin berichtet von vier Frauen, denen die Unterschiede zueinander stärker verbindet, als sie wahrhaben.
Die Erzählerin selbst berichtet natürlich von sich, beginnt damit, wie sie als zwölfjährige biologisch zur Frau wurde – nicht direkt, aber in Andeutungen. Sie ist sehr sensitiv, versucht sich in ihrer eigenen Welt zurechtzufinden, doch der Blick auf ihre Freundinnen nagt an ihrer Zellwand.
Grete, eine behütete Tochter eines Professors mit hellem, durchscheinenden Teint, verletzbar. Anette ist sinnlich, hübsch, erscheint freizügig, um nicht zu sagen frech. Und Ulla wird als unattraktiv beschrieben, dafür als äußerst klug.
Es sind verschiedenste Eigenschaften von vier Frauen, die sich in einer männerdominierten Welt behaupten wollen und müssen. Die Erzählerin sieht mit lachendem und weinenden Augen auf ihre drei Freundinnen, die sich durch die Zwanzigerjahre kämpfen. Vieles möchte sie haben, was die anderen haben, manches nicht. Sie schreibt es auf, oftmals in Rückblicken, manchmal forsch, manchmal peinlich berührt von ihrer eigenen Gedankenwelt. Sensitiv und mauernd. Beides steckt in ihr. Und vor allem eines: der Drang, der ungeheuerliche Druck zur Selbstverwirklichung. Doch die Schranken der Gesellschaft sind stark. Die Themen wie Liebschaften, Untreue, Eifersucht, oder Schwangerschaftsabbrüche beherrschen den Roman. Die Gedanken wild und sprunghaft – und genau so präsentiert die Autorin die Welt der Erzählerin. Wenn sie sich schon selbst nicht im klaren ist, was die Welt für eine heranwachsende Frau nach dem Krieg bereithält, wie kann, ja wie dürfen es dann die Leser*innen wissen. Und noch dazu mit dem Hintergrund der politischen Wirren in jenen Jahren und das Erstarken der Nationalsozialisten.
Die erste Hälfte des Buches war tatsächlich ein wenig wirr. Man hüpft von einem Gedankensplitter zum nächsten wie ein flatternder Schmetterling von einer Blüte zur anderen. Erst in der zweiten Hälfte verdichtet sich die Erzählweise mehr und mehr zu einer Gesellschaftsstudie.
Aus einer inneren Zerrissenheit manifestiert sich mehr und mehr die Gewissheit, dem Patriarchat ausgeliefert zu sein.
Es ist eine Suche nach dem eigenen Ich in der damaligen Zeit. Die Versuche der Selbstbestimmung gehen ihre Wege, der Titel könnte mit den vier Protagonistinnen nicht treffender sein.
Auch die wiederkehrenden Szenen mit verschiedenen Spiegeln, in denen sich die Erzählerin sieht und das Abbild als „Fremde“ betitelt, begleiten das Buch. Meist treten sie ein, wenn unliebsame Begebenheiten auftauchen und können tiefenpsychologisch erklärt werden. Das Unbewusste frisst sich irgendwann durch, von Innen nach Außen. Vom Denken ins Handeln.
Es ist ein sehr intensives Buch, für das man sich ruhige Minuten gönnen soll, um es in der ganzen Tiefe mit Genuss erfassen zu können. Sehr gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Carolin:
zwiegespaltene Meinung
Gestern waren wir unendlich von Dominik Gaida
Das Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Der Schreibstil war sehr schön und abschnittsweise sehr gefühlvoll, sodass man die Beziehung zwischen Henry und Louis toll mitfühlen konnte. Allerdings war dies leider nicht durchgängig der Fall.
Am Anfang des Buches in die Geschichte zu finden, fiel mir sehr schwer.
Die Charaktere waren auf den ersten 100 Seiten für mich nicht greifbar und hatten noch keine Tiefe. Zum Teil habe ich Henry und Louis sogar verwechselt. Ab dann wurde es für mich besser und ich konnte die beiden viel besser kennenlernen. Die Geschichte konnte mich abholen und hat mich neugierig auf den weiteren Verlauf gemacht. Allerdings fand ich es ab etwa S. 250 recht repetitiv. Es gab nicht genügend neue Twists und kaum unvorhergesehene Ereignisse. Das Lesen fühlte sich für mich stellenweise eintönig an. Zum Ende hin hat mich das Buch noch überraschen können, allerdings war das Ende für mich zu kitschig und überzogen. Hier hätte ich mir etwas Anderes gewünscht, aber das ist meine ganz subjektive Meinung. Das Nachwort hat mich etwas klarer sehen lassen und hat Einiges für mich etwas nachvollziehbarer gemacht. Diese Zusatzinformationen fand ich gut und sinnvoll.
Insgesamt bin ich sicher, dass das Buch vielen gefallen wird, aber für mich war es nicht das Richtige.
Rezensionen von Chris B :
Packend, spannend, geflashed, level up!
Ausgeliefert von Holger J. August
Der Südtirolkrimi „Ausgeliefert“ hat mich echt von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Story ist mega spannend geschrieben und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Formulierungen sind richtig knackig und es gibt nicht nur einen einzigen Handlungsstrang, sondern mehrere, die aber so aufgebaut sind, dass man trotzdem easy mitkommt.
Besonders cool fand ich, wie am Ende alles zusammenläuft – das war bis zum Schluss überhaupt nicht vorhersehbar und hat die Spannung voll gehalten.
Wichtig zu wissen: Wer den ersten Südtirolkrimi von Holger J. August („Bombenjahre“) noch nicht gelesen hat, sollte das auf jeden Fall nachholen! Aber keine Sorge, die Charaktere werden auch in „Ausgeliefert“ nochmal so eingeführt, dass es für Leute, die beide Bücher kennen, nicht langweilig wird und für Neulinge trotzdem alles verständlich bleibt.
Fazit: Das ist jetzt schon der zweite Krimi von Holger J. August, den ich verschlungen habe, und auch diesmal konnte ich nicht aufhören zu lesen – in drei Tagen war ich durch! Das schaffen echt nur ganz wenige Autoren bei mir. Absolute Empfehlung für alle, die auf spannende Krimis stehen!
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Salute und Cin Cin mit Campari
Bittersüße Träume von Silvia Cinelli
Obwohl inzwischen hierzulande wohl öfters ein anderes rotes Getränk der Konkurrenz getrunken wird, kommt man um Campari nicht vorbei. Das berühmte Getränk wird auch besungen, 1977 zum ersten Mal. Seither wurde "Campari Soda" oft gecovert, zuletzt erreichte der Song 2006 die Schweizer-Single-Hitparade und schaffte es sogar auf Platz 3.
Campari Soda oder Campari Orange ist Standardgetränk einer jeder Bar. Und auch ich bestelle in einem meiner Lieblingsrestaurants gerne einen Campari zum Aperitif. Als Erfinder des Aperitifs gilt die Familie Campari, die dieses Ritual in ihrem Café am Ende des 19. Jahrhundert in Mailand einführte.
Als ich sah, dass deren Firmengeschichte in einem Roman behandelt wird, war klar, dass ich diesen Roman lesen muss. Das Cover, das mit Orangenblüten, Orangenscheiben und zwei Gläsern Campari verziert ist, gefällt mir gut. Besser als das Cover des italienischen Originals, das wohl ein Bild aus einer Campari-Reklame zeigt. Davide Caspari, der zweitälteste Sohn des Gründers, hatte sich als einer der ersten in Italien zu Text- und später zu Bildreklame in Zeitungen entschieden. Doch bis dies soweit war, verging einige Zeit.
Der Roman beginnt viele Jahre früher, als Davides Vater Gaspare starb und erzählt zudem in Rückblicken die Gaspares Geschichte bis zu dessen Tod. Gaspare hatte klare Ansichten, und entschied wo der Platz seiner Kinder, vor allem jener der Söhne ist. Egal, ob sie das auch so sahen oder gar den Talenten desjenigen entsprach oder nicht. Die beiden ältesten Söhne fühlten sich nicht wohl an der Stelle, an der ihr Vater sie sah. Ob es ihnen gelang ihre Träume zu verwirklichen oder ob sie für die Familie und die Firma alles aufgaben, erzählt Silvia Cinelli in "Bittersüsse Träume".
Bittersüss kann man das Leben von Davide bezeichnen, zumindest so wie es die Autorin geschildert hat. Sie erzählt, wie Davide das Leben entdeckt, jung wie er ist, manchmal forsch und manchmal zu scheu, sein Frankreichaufenthalt, wie er zurück nach Mailand kommt und die Leitung der Firma übernimmt, manchmal egoistisch - wie sein jüngerer Bruder Guido es wohl empfunden hat - aber immer mit guten und für seine Zeit fortschrittlichen Ideen, wie bei der Werbung, die er schalten liess.
Es war interessant, das Buch aus der Sicht von Davide zu lesen. Männer als Protagonisten kommen gerade bei Firmengeschichten sehr wenig vor, oft sind es die Frauen, damals eher im Hintergrund aktiv, obwohl sie die Fäden in der Hand hatten, die nun in vielen Büchern vorgestellt werden. Dies ist in "Bittersüsse Träume" anders, auch weil Gaspares Frau Letizia zu wenig hergibt und die eine Frau, die Davide seit Kindertagen geliebt hat, für ihn unerreichbar blieb.
Über die tatsächliche Familie Campari selbst ist gar nicht so viel bekannt, weshalb sich die Autorin Freiheiten herausgenommen hat und mit dem, was bekannt ist und ihrer Fantasie einen unterhaltenden und informativen Roman zu schreiben. Im Nachwort schreibt Silvia Cinelli, welche Figuren und Szenen sie dazu erfunden hat.
Neben der Familiengeschichte greift die Autorin auch das Zeitgefühl der 1900er auf. Die Industrialisierung, die italienische Politik und die vielen Demonstrationen, die mit beidem verbunden war. Unterschiedliche Ansichten und Streitereien dazu gab es auch innerhalb der Familie. Erlebnisse der Gäste im Café runden den Roman ab.
Fazit: Ein eher ruhiger und sachlicher Roman über die Familie Campari, dennoch höchst informativ und unterhaltend erzählt. Wie wärs, ihn bei einem oder mehreren Gläsern "Bitter nach holländischer Art", wie man den Campari zuerst nannte, zu lesen?
4 Sterne.
Rezensionen von tonton:
Liebevolle Freundschaftsgeschichte
Toni Tintenklecks auf mäusischer Mission von Kathleen Freitag
Toni Tintenklecks" ist eine liebevolle Freundschaftsgeschichte. Die drei Hauptfiguren sind Toni, eine kleine Maus, die lesen kann, Lotte die Motte und Matti der Marder. Sie leben bei Herrn Pantoffel, einem alten Mann, der gerne Kreuzworträtsel löst und noch sehr altmodisch lebt (er nutzt zum Beispiel noch aktiv eine Schreibmaschine).
Doch eines Tages bekommt Herr Pantoffel einen Brief von seiner Tochter, der ihn einlädt, bei ihr einzuziehen. Das wäre für die drei Tierfreunde katastrophal und sie begehen sich auf ein Abenteuer, um den Antwortbrief zurückzuholen.
Die Handlung ist kinderfreundlich. Die Freunde begegnen einigen Tieren, die ihnen bei der Suche weiterhelfen. Mir hat die Rattenbande besonders gut gefallen. Sie wirkten furchterregend, waren aber ganz harmlos und sehr hilfreich.
Der Schreibstil ist witzig und die Beschreibungen sehr lustig, doch für jüngere Leser ist die Sprache etwas anspruchsvoll. Meinem Kind haben aber die witzigen Wörter wie "igelrund", "flohfroh" und "käsig zufrieden" gut gefallen. Ich musste ihm aber erklären, was ein Drahtesel ist. Es war auch enttäuscht, das es kein Bild gab, dass den "Fernseher so dick wie ein Ofen" zeigte.
Rezensionen von rainbowly:
Anders als erwartet
Just for the Summer von Abby Jimenez
Inhalt
Justin und Emma verbindet eins: Jeder, den sie einige Zeit daten, findet nach ihrer Trennung den Partner fürs Leben. Um diesen Fluch zu brechen, kommt ihnen die Idee sich gegenseitig zu daten, um danach ihren Traumpartner zu finden. Doch aus Spaß wird schnell mehr.
Sprache
Ich mag den Humor am Anfang des Buches sehr gern.
Deshalb hat mich die Geschichte auch direkt auf den ersten Seiten gepackt. Die Gespräche zwischen Emma und Justin sind einfach klasse und auch ihre Dates sind wirklich toll.
Doch dann entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung, als ich erwartet hatte. Der Dating-Fluch spielt immer weniger eine Rolle und die Geschichte wird sehr viel ernster als der Anfang des Buches, der Klappentext und das Cover vermuten lassen.
Charaktere
Justin ist wirklich eine absolute Green Flag. Er ist zuvorkommend, lustig, hört zu, interessiert sich für Emma und vor allem ist er auch in schwierigen Situationen für sie da. Aber er muss auch große Verantwortung in seiner Familie übernehmen, was eine Beziehung zur unabhängigen und unbeständigen Emma unmöglich erscheinen lässt.
Emma blieb mir etwas fremd. Sie ist eine absolute Weltenbummlerin, bleibt gemeinsam mit ihrer besten Freundin Maddy immer nur kurz an einem Ort und reist dann weiter. Sie ist nicht bereit sesshaft zu werden und hält Menschen auf Distanz, die ihr zu Nahe kommen. Deshalb hält sie auch Justin auf Abstand, als sie merkt, dass echte Gefühle ins Spiel kommen. Außerdem spielt ihre absolut toxische Beziehung zu ihrer Mutter eine große Rolle im weiteren Verlauf der Geschichte. Und die wurde für mich immer schwerer zu ertragen. Was Emma schon als Kind erlebt hat ist schrecklich, doch wie sie in der Gegenwart noch immer versucht sich die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erkämpfen, war für mich wirklich schlimm zu lesen. Und aufgrund dieser Schwierigkeiten, konnte ich mir irgendwann gar nicht mehr vorstellen, wie Emma und Justin zusammen glücklich werden sollten.
Maddy ist eine tolle Freundin. Am Anfang konnte ich ihr Verhalten nicht so wirklich nachvollziehen, doch im Laufe der Geschichte, habe ich sie immer besser verstanden. Und habe wirklich große Respekt vor ihr.
Fazit
Wie am Ende alles aufgelöst wurde, war für mich in Ordnung. Aber für mich ist die Geschichte keine locker-leichte Rom-Com.










