Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von signalhill:

Wissenschaftliche Erkenntnisse in Interviewform

Das Parlament der Natur von Sarah Darwin; Johannes Vogel; Boris Herrmann

"Das Parlament der Natur" von Sarah Darwin, Johannes Vogel und dem Interviewer Boris Herrmann sollte zu einem meiner Jahreslesehighlights werden. Das Buch hat auch eine wunderschöne Aufmachung mit Farbschnitt tollem Einband und vielen Bildern, wie man sie so noch nicht kennt, wenn man nicht schon im Berliner Naturkundemuseum war.

Das Buch ist eingeteilt in "Drinnen" und "Draußen", Museum und Natur, interessant sind natürlich auch die beiden Naturforscher Sarah Darwin, eine echte Darwin-Nachfahrin, sowie Johannes Vogel, der Leiter ebendieses Naturkundemuseums.

Die zahlreichen Fotos im Buch zeigen Schätze aus dem Museum und auch Naturfotographie. Das macht natürlich Spaß beim Lesen. Wäre aber nicht die tolle Aufmachung, die das Buch sehr aufwertet, hätte ich nur 3 Sterne vergeben.

Ohne die Interviewform mit vielen Nachfragen und Wiederholungen hätte man nur wenige Seiten für den Inhalt gebraucht. Dieser ist überhaupt eher enttäuschend. "Kein Fleisch essen und nicht fliegen" ist der Tipp von Sarah Darwin. Das hat man irgendwie schonmal gehört. Die Unterhaltungen gehen ungefähr so (Zitat von Seite 37):

Sarah: [...] Mein Bruder ist Veganer
Johannes: Ach, mittlerweile ist er Veganer.
Sarah: Ich glaube schon.

Nett für den Kaffeetisch, aber nicht so passend für ein vermeintlich wissenschaftliches Buch. Für den Leser/die Leserin ist vieles eben nicht relevant, nicht neu oder sogar nur eine Plattitüde. Wenn es dann auch noch um den Bart des Herrn Vogel geht, möchte man lieber aufhören zu lesen.

Hier wäre es wohl die Aufgabe des Herrn Herrmann gewesen, die Interviewinhalte in eine wissenschaftliche oder populärwissenschaftliche Form zu bringen. Dieser hat es sich recht leicht gemacht und einfach alles so niedergeschrieben, wie es gesagt wurde. Der Mehrwert für den Leser/die Leserin bleibt leider aus.

Inhaltlich war mir ansonsten das meiste bekannt, gehören doch Botanik und Zoologie auch zu meinem Arbeitsfeld. Damit zähle ich aber nicht - so wie man das von Darwin und Vogel erwarten könnte - zu den Experten. Der inhaltliche Mehrwert ist für mich aber minimal. So bleibt das Buch eine nette Unterhaltung mit schönen Bildern und nicht so spannenden, nicht immer wissenschaftlichen Konversationen. Ich würde daher maximal 3,5 Sterne geben. Schade!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill

Rezensionen von signalhill:

Zu viele Namen

1177 v. Chr. - Eine Graphic Novel von Eric H. Cline

Ich habe mich sehr auf die Graphic Novel "1177 v. Chr. - Der erste Untergang der Zivilisation" von Eric H. Cline und Glynnis Fawkes gefreut, denn der Band verbindet natürlich Wissen mit einer Graphic Novel. Diese ist auch toll gezeichnet und dargestellt, nur deswegen kann ich überhaupt noch 3 Sterne vergeben.

Das ist wirklich schade, weil diese Graphic Novel wirklich viel Potenzial hätte.

Dabei wird quasi auf 3 Ebenen gearbeitet: Pel, ein Mitglied der Seevölker und Schescha aus Ägypten begeben sich auf die Reise, um herauszufinden, warum die Zivilisation 1177 v.Chr. und um dieses Datum herum zugrunde ging oder ausgelöscht wurde oder wie immer man es nennen möchte. Immer wieder mischen sich hier auch der Autor selbst sowie die Zeichnerin ein, d.h., sie sind Teil des Buches, ebenso wie viele andere Archäologen selbst. Soweit ist das Setup gut durchdacht und spannend, doch es hapert an der Umsetzung.

Dabei wird der Leser/die Leserin bombardiert mit Daten, mit Völkern, mit Namen von Städten, von Inseln, von Reichen, von Herrschern. Es geht soweit, dass in fast in jeder Sprechblase ein neuer Name fällt, oder eben ein Datum, ein Ort, etc. Es ist kaum auszuhalten, zumal der Laie nur wenige dieser Namen kennt. Es gibt hinten einen Zeitstrahl und eine Liste der Dramatis Personae; dennoch kommt man kaum mit. Es ist einfach zuviel, nicht zuviel der Informationen, aber der Namen, Daten, Orte. Das muss doch dem Autor auch aufgefallen sein! (?)

Es bleiben die schönen, auch oft humorvollen Zeichnungen, die mit Witz und Sinn zum Hinsehen das Gesprochene dokumentieren. Es macht wirklich Spaß, diese anzusehen. Die letzten beiden Kapitel sind dann auch wirklich interessant und gut zu lesen, geht es doch hier nur noch um die Ursache des Untergangs der Zivilisation. Dies liest sich dann wirklich gut.

Alles in allem ist dieses Buch entweder nur für Historiker mit diesem Schwerpunkt geschrieben, oder es übersieht einfach, dass der normale Leser aus Ramses und einigen anderen die Figuren und auch die Zeit und Orte kaum kennt. Für mich war es eher eine Qual, diese Graphic Novel zu lesen. Oft habe ich besonders geachtet auf jede einzelne Sprechblase und konnte es kaum glauben, dass hier nur Zahlen und Namen aneinandergereiht sind!

So kann ich dieses Buch leider nur Experten empfehlen und den Autorein den Tipp geben: Ja, bitte gebt Geschichte in so populärer Form wider, aber dann für alle, nicht nur für Experten!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill

Rezensionen von signalhill:

Wirklich alles über Berge

GIGANTISCHE BERGE von Robin Jacobs

"Gigantische Berge" von Robin Jacobs und Ed J. Brown ist ein wahrer Schatz. Das großformatige und farbenreiche Buch habe ich selbst auch mit viel Interesse verschlungen. Für ein Kinderbuch (ab 8 Jahren) hat es erstaunlich viele Seiten und viele Informationen. Ich mag auch die großen, plakativen, aber auch detailgetreuen und gut verständlichen Illustrationen.

"Gigantische Berge" "durchwandert" die höchsten Berge der Welt, vom Mount Everest bis zum Vinson-Massiv in der Antarktis. Für Kinder und Erwachsene gibt es aber auch viele Hintergrundinformationen inklusive der Geographie und Geologie, der ersten Eroberer der hohen Berge sowie der Ausrüstung. Auch eine kleine Knotenkunde sowie ein Glossar sind im Buch zu finden.

Das Buch hat fast 80 reich bebilderte und informationsreiche Seiten. Eine hochwertige Goldschrift auf dem Cover sieht richtig schön aus. Dennoch denke ich, dass es sich um recyceltes Papier handelt.

Alles in allem gefällt mir das gesamte Rundumpaket an diesem Buch. Als absolut Bergbegeisterte hatte ich hier große Freude am Lesen und Betrachten. Auch Kinder werden "Gigantische Berge" lieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von signalhill

Rezensionen von Petra Gruber:

Spuren der Vergangenheit

Die Schrecken der anderen von Martina Clavadetscher

Ein Archivar mit Panikattacken, eine alte Frau, die im Wohnwagen lebt, ein Toter im Eis und eine 100jährige Sterbende, die noch im Pflegebett die Strippen zieht. Es geht um alte Geschichten, um Geld auf geheimen Konten und Gedankengut das neu erstarkt und mit altem Blutgeld unterstützt wird. Es geht aber auch um Freundschaft, um Verluste und um Menschen, die mutig sind und das alte Gedankengut bekämpfen.

Und es geht um die Sagen und Geschichten einer Landschaft.
All das verwebt die Autorin hochliterarisch zu einer spannenden, sehr schön erzählten und sehr vielschichtigen Geschichte.
Mich hatte vor allem der Titel angesprochen, den ich schön formuliert und sehr gelungen fand. Und auch das Cover, das ich mit dem toten, blutigen Vogel und der Katze, die mit der Tatze danach krallt, einerseits irritierend, aber auch sehr passend zum Titel fand, machte mich neugierig.
Die Autorin, die in der Schweiz bekannt ist und 2021 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden war, war mir bisher noch nicht untergekommen, aber mit diesem Roman hat sie mich neugierig auf mehr gemacht.
Die Schrecken der Anderen hat mich auf allen Ebenen überzeugt. Ich fand es sprachlich sehr ansprechend, ich fand die Charaktere spannend und mit viel Tiefgang gezeichnet und die Geschichte fesselte mich.
Definitiv ein Roman, den ich empfehlen kann!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Petra Gruber

Rezensionen von Danislesestube:

Ein detaillierter, sehr gelungener Thriller

Die Vernehmung von Roland Hebesberger

Lange bin ich um die Bücher von Roland Hebesberger herumgeschlichen. Ich konnte mich nie für eines entscheiden. Bei der letzten Buchmesse durfte dann endlich eines mit. Das Ergebnis seht ihr hier. Der Klappentext klingt spannend. Das Cover sieht super aus. (vor allem nicht so generisch) Also kann es doch nur meinen Geschmack treffen, oder? Nun.

Wer mich schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass mir atmosphärische und detaillierte Thriller wesentlich mehr zusagen als jene, in denen es (fast) nur darum geht, die Gewalt des Täters zur Schau zustellen. „Die Vernehmung“ gehört zum Glück zu ersterem. Selbstverständlich wird natürlich darauf eingegangen, wie die Opfer ermordet wurden. Jedoch stehen die eigentlichen Ermittlungen eindeutig im Fokus. Die logische Erklärung, wie die Ermittler zu ihren Schlüssen gekommen sind, gefiel mir sehr. Der psychologische Aspekt durfte natürlich auch nicht fehlen. Genauso wie jene Kollegen, die damit nichts anfangen können und ihren eigenen Weg gegangen sind.

Wer ist diese Person in der Vernehmungszelle, die eine Vision nach der anderen hat? Wer sind die Ermittler, die wie Ameisen Informationen von A nach B tragen und versuchen, den Täter so schnell wie möglich zu fassen? All das und noch viel mehr wird euch fein säuberlich und mundgerecht während der Handlung serviert. Vor allem das Zusammenspiel der Ermittler hat mir wirklich gut gefallen, vor allem die Tatsache, dass manche ihre Zuständigkeitsbereiche etwas ausdehnen, um einen Schritt voranzukommen. Auch Hauptkommissarin Lisa Seifert macht mehrere Male davon Gebrauch und ich liebe es. Hatte immer wieder mal leichte Mara Billinsky Vibes. Das Umfeld außerhalb der polizeilichen Räumlichkeiten wurde recht einfach gehalten. Was seitens des Autos eine gute Entscheidung war, so konnte ich mich vollends auf die Hauptgeschichte fokussieren. Generell gab es sehr wenig Ausflüchte, wenn diese denn nicht absolut nötig für die Handlung waren. Der Showdown am Ende rundete das Gesamtpaket perfekt ab.

Und sonst so? Toller Schreibstil, Spannung da, wo sie gebraucht wurde, ruhige Momente, wenn es ans ermitteln ging. So. Jetzt habe ich Lust auf das nächste Buch der Reihe.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Danislesestube

Rezensionen von Claudia R.:

Kreativ, fantasievoll

Geschichten aus dem Muckligwald - Geschenkbuch mit Zeichnungen von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy von Vicky Cowie

Klappentext / Inhalt:

Tauche ein in die verwunschene Welt des Muckligwaldes

Kennst du die Geschichte von dem Mädchen, das zusammen mit einem sprechenden Gartenzwerg und ein paar magischen Wasserspeiern ein verzaubertes Feenfest tief im Wald besucht? Oder hast du schon mal einen Brownie kennengelernt? Das sind Hausgeister, die, wenn sie bei Laune gehalten werden, für ein gemütliches und ordentliches Zuhause sorgen.

Aber wehe, man verärgert sie!

In diesem zauberhaft illustrierten Vorlesebuch entführen Omas Geschichten in den verwunschenen Muckligwald, wo sich Feen, Zwerge, Selkies und Kobolde tummeln, Träume wahr werden und kleine Wunder geschehen. Die witzigen, zauberhaften oder auch skurrilen kleinen Geschichten werden träumerisch untermalt von Illustrationen aus der Feder von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy.

In fünf gereimten Vorlesegeschichten für Kinder ab 4 Jahren begegnen uns Feen, Brownies, Kelpies und allerlei weitere mythische Zauberwesen, die den verwunschenen Muckligwald bewohnen.
Die berührenden Tuschezeichnungen von Bestseller-Illustrator Charlie Mackesy erwecken die Abenteuer im magischen Wald zum Leben und verzaubern Groß und Klein.
Das hochwertig ausgestattete Buch mit Leinenrücken und Goldprägung ist das perfekte Geschenk, um Kinder und Vorlesende zum Träumen zu bringen.
Cover:

Das Cover ist wundervoll gezeichnet und die Strukturen angerissen. Die Figuren sind dabei gut erkennbar, aber auch der Fantasie wird dabei genügend Raum gegeben und Platz gelassen. Der Einband ist an der Seite mit goldenen Blättern und Eicheln verziert und macht so einen edlen und hochwertigen Eindruck. Optisch und farblich ist es sehr schön und ansprechend umgesetzt.

Meinung:

Tritt ein in die wundervollen Geschichten aus dem Mucklingwald. Diese Sammlung beherbergt 5 fantasievolle und wunderschön illustrierte Geschichten rund um den idyllischen Mucklingwald. Eine jede ist in sich geschlossen und kann daher unabhängig gelesen werden.

Tauche ein in eine fantasievolle Welt, voller sprechender Tiere, tuschelnder Bäume und sagenhafter Fantasiewesen, die jeden Tag ein neues Abenteuer und neue Entdeckungen bereit halten.

Inhaltlich möchte ich hier gar nicht weiter ins Detail gehen und halte mich mit weiteren Informationen dazu zurück.

Der Schreibstil ist fast schon ein wenig philosophisch und poetisch angehaucht. Kurze knappe Sätze und Beschreibungen. Völlig ausreichend und weniger ist hier durchaus mehr. Denn die wunderschönen bunten Illustrationen runden das Ganze perfekt ab und ergänzen was an Text verkürzt ist. Die Bilder sind sehr ausdrucksstark und die Harmonie zwischen Text und Bild kommt hier sehr gut zum Ausdruck. Die wunderschönen Illustrationen und der Text ergänzen sich sehr gut.

In den Einband des Buches ist eine wunderschöne Karte zu finden, die das Ganze sehr schön veranschaulicht.

Besonders hervorzuheben ist die einfache und klare Sprache, die zugleich aber auch poetisch und bildlich wirkt, was das Vorlesen zu einem wunderschönen Erlebnis macht. Die einzelnen Geschichten sind leidvoll umgesetzt und eine jede trägt aber eine kleine Moral oder eine wichtige Botschaft über Zusammenhalt, Mut oder die Schönheit der Natur in sich, ohne dabei zu belehrend zu wirken. Die Umsetzung ist wirklich sehr schön gelungen.

Ein wunderschönes, fantasievolles, kreatives und feinfühliges Kinderbuch.

Fazit:

Fantasievolle und kreative Geschichte, mit wunderschönen Illustrationen, liebevoll umgesetzt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Claudia R.

Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Niemand ist eine Insel

Vergiss mich von Alex Schulman

Alex Schulmann hat schon in mehreren Büchern seine Familiengeschichte thematisiert – alle diese Bücher waren interessant und spannend zu lesen. Diesmal ist es aber doch eine ganz besondere Geschichte, denn es geht um die Alkoholsucht seiner Mutter.

Der Autor erzählt von seiner Kindheit, die bereits geprägt ist von den alkoholbedingten Veränderungen seiner Mutter und dem Wunsch die „Mutter von früher“ wieder zu bekommen.

Er erzählt von Traumata und tiefer Traurigkeit, von Ängsten und Momenten des Verloren-seins. Keine sorgenfreie Kindheit, denn der Alltag verwandelt sich in ein Minenfeld: alles wird beobachtet, interpretiert, oft angezweifelt. Sprachlosigkeit und Schweigen werden zu Überlebensmechanismen für jedes einzelne Familienmitglied. Ein Schweigen, das gleichzeitig beschützt und zerstört.
Eine Suchterkrankung betrifft nie nur eine einzelne Person, es leidet immer die gesamte Familie. Oft über Generationen hinweg.

Aber Alex Schulman verurteilt nicht, er erzählt empathisch, schnörkellos, ohne Pathos und vor allem ohne Selbstmitleid. Er beschreibt seine Gefühle so klar und intensiv, dass ich nicht anders konnte als mitzufühlen – und zwar mit dem Sohn ebenso sehr wie mit der Mutter!

Ein unglaublicher Roman, den man schnell gelesen hat, der aber lange, lange nachwirkt!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl

Rezensionen von MariasBooks:

Classic Sherlock mit Abzügen

Holmes & Moriarty von Gareth Rubin

Classic Sherlock mit Abzügen

Zum Buch
Sherlock & Moriarty ist ein neuer, mysteriöser Fall für Sherlock Holmes, der allerdings nicht aus der Feder vom bereits 1930 verstorbenen Schöpfer Arthur Conan Doyle stammt, sondern von Gareth Rubin geschrieben wurde. Das Buch ist im Harper Collin Verlag erschienen.

Erwartung
Ich habe bisher noch kein richtiges Sherlock Buch gelesen, sondern nur die Spiele gespielt und die Serie gesehen. deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch.


Design & Ausstattung
Das Cover an sich ist schön gestaltet und voller kleiner Details, wie chemischer Formeln.
Beim Druck allerdings merkt man, dass sehr gespart wurde. Der Druck billig und nicht wirklich schart, was vor allem bei den Details auffällt. Das liegt allerdings nicht an der Grafik, denn die digital Cover z.B. auf der Verlagswebsite sind messerscharf. Hier wurde einfach eine günstige Druckform gewählt.
Die Qualität erinnert generell eher an amerikanische Taschenbücher, als die, die man normalerweise von deutschen Büchern gewohnt ist.
Zudem wurde auch vom Umfang her, an allen Ecken des Buches gespart. Klassische Dinge wie Danksagung, eine Einordnung der Geschichte (dazu später mehr) etc wurden hier einfach außen vorgelassen. Auch Gestaltungstechnisch wurde sich hier kein Bein ausgerissen. es gibt zwar Kapitelüberschrift, aber keine Zierde und vor allem keine POV Einordung, was für mich als Lesende extrem verwirrend war. Denn das Buch ist aus 2 Perspektiven geschrieben. Einerseits ganz klassisch Dr. Watson, aber genauso aus der Sicht von Moriartys Partner Moran. Und normalerweise steht bei der Kapitelüberschrift dabei, wer das aktuelle Kapitel erzählt und das wurde hier ebenso weggelassen. Das hat mich sehr oft aus dem Lesefluss gerissen. Vor allem weil es manchmal erst nach 1-2 Seiten einordenbar war, wer da gerade am Zug ist.

Charaktere
Sherlock und Watsen waren mir schon gut bekannt, mit Moriarty und Moran hatte ich bisher weniger zu tun. Mir hat gefallen, wie sie in diesem Buch als 2 Seiten einer Medaille beschrieben wurden, die sich nicht nur ebenbürtig, sondern auch sehr ähnlich waren, wenn ihre Ziele auch komplett unterschiedlich waren.
Leider kam ihre Dynamik etwas zu kurz im Buch, den dieses ist eher schnell von der Geschwindigkeit her und das Buch lässt sich sehr schnell wegsnacken.
Ich hätte mir mehr Momente der Zusammenarbeit zwischen den Characteren gewünscht. Mehr gemeinsames entschlüsseln der Rätsel, mehr direktes Zusammenarbeiten und Kräfte bündeln, weil dies die besten Momente des Buches waren, meiner Meinung nach. wenn wir schon dabei sind, gehen wir auch gleich weiter, zu den Dingen, die mir besonders gut gefallen haben.

Das Buch fühlt sich wie ein Sherlock Buch an. Es werden Anspielungen an vorangegange Teile gemacht und auch vom Feeling her, hat es alles recht gut eingefangen. Auch das Pacing und die Dialoge an sich haben mir gut gefallen. Leider war es das dann auch schon wieder mit den positiven Worten.

hier, was mir weniger gut gefallen hat.
Einerseits hat mich die Wortwahl etwas gestört. Ja, es wurde darauf acht gegeben, den Schreibstil vom Ursprungsauto beizubehalten und das Feeling der damaligen Zeit besser einzufangen. Das ist ja an sich nichts schlechtes. Dennoch kamen immer wieder Wörter im Text vor, die man einfach in der heutigen Zeit nicht mehr verwendet und für die es wirklich genug Alternativen gäbe, die weniger beleidigend oder ausgrenzend sind.
Zudem ist mir aufgefallen, dass scheinbar das ganze Buch fast ausschließlich aus männlichen Characteren besteht. Außer 2 namentlichen Sidecharacteren, waren alle andere Männlich. Ja, an sich gab es in dieser Zeit viel Unterdrückung der Frauen und diese durften viele Jobs und Aufgaben nicht übernehmen. Aber wenn man 30 Nebencharactere in allen möglichen Berufen, Orten und Bereichen hat, ist es sehr auffallend, dass nur genau diese beiden weiblich sind, die es als Ehepartnerinnen unbedingt sein mussten, und alle anderen männlich. Versteht mich nicht falsch, ich will nicht, dass die Gender von den Maincharactern geändert werden. Aber es hat sich beim Lesen teilweise so angefühlt, als ob alle Frauen bewusst aus der Geschichte ausradiert wurden. Vor allem, wenn das Buch in der heutigen Zeit geschrieben wurde, könnte man auf diese Dinge etwas mehr Fokus legen.
Wenn man zumindest als Verlag, vor allem als ein so großer Publikumsverlag, so ein Buch so rausbring, dann sollte man sich dieser Dinge viel mehr bewusst sein und zumindest eine Einordnung in das Buch mit hineindrucken, um vor allem für junge Lesende hier eben eine Einordnung des Ganzen zu geben.

Fazit:
Wer ein Fan von Sherlock und co ist, wird mit diesem Buch an sich nichts falsch machen. Es ist eine schnelle, wenn auch teils komplexe und vielseitige Geschichte, die genau den Flair einfängt.
Nichtsdestotrotz hätte man einige Dinge anderes lösen können und ich hoffe, dass diese in zukunft mehr beachtet werden.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von MariasBooks

Rezensionen von peedee:

Hach, so schön!

Highland Happiness - Die Bücherstube von Kirkby von Charlotte McGregor

Highland Happiness, Band 6: Grizel MacLeod will sich in Kirkby ihren Traum vom eigenen Bücherladen verwirklichen. Sie sucht noch eine passende Geschäftspartnerin, da das Ladenlokal ziemlich gross ist. Diese findet sie in Flora Douglas, die gerne mit Handarbeiten und Wolle miteinsteigen will. Deren Zwillingsbruder Ewan verunsichert Grizel zutiefst, denn er erinnert sie an jemanden.

Ewan will nach dem Tod des Vaters die Schäferei Douglas wiederaufbauen und seinen Namen reinwaschen, den der Vater in den Schmutz gezogen hat…

Erster Eindruck: Das Cover mit der Katze im Vordergrund passt gut zu den anderen Bänden der Reihe – gefällt mir.

Dies ist Band 6 der zweiten Reihe um Kirkby, kann aber ohne Kenntnis der Vorgängerbände gelesen werden (ein hilfreiches Personenregister für Neueinsteiger ist vorhanden).

Grizel (ich hatte merkwürdigerweise etwas Schwierigkeiten mit diesem Namen) fand ich gleich sympathisch, selbstverständlich auch, weil sie einen Bücherladen eröffnen will! Solche Menschen muss man doch einfach mögen. Dass Grizel ein Geheimnis hatte, war schnell klar (die Tragweite jedoch überhaupt nicht). Flora und Ewan sind Zwillinge, aber sehr unterschiedlich: Flora ist extrovertiert, sehr quirlig, voller Tatendrang, Ewan hingegen ist introvertiert, zuweilen voller Selbstzweifel und verharrt in seinen Gedankenspiralen.
Es ist wohl nicht schwer zu erraten, dass Grizel, die übrigens auch ein Zwilling ist, und Ewan sich näherkommen, oder? Ich fand es gut, dass mal die Frau älter war als der Mann. Denn dies führt auch zu berechtigten Diskussionspunkten, wenn es z.B. um die Familienplanung geht.

Fast zu lange musste ich auf die Fortsetzung warten; kaum begonnen, waren die 500 Seiten auch schon wieder ausgelesen. Es war eine Menge los in Kirkby. Warum ist dieses Städtchen nur fiktiv? Ich glaube, ich müsste dorthin ziehen – mit allen Risiken und Nebenwirkungen! Was mich an Kirkby und ihren Bewohnern so begeistert, ist der Zusammenhalt. Von den „Stammfiguren“ hat mir Marlin dieses Mal am besten gefallen: Er nimmt fast eine Art Vaterrolle für Ewan ein, er hilft ihm und unterstützt ihn auch moralisch. „Das ist ein Rückschlag, aber nicht das Ende der Welt.“ Ich fühlte mich wunderbar unterhalten und daher vergebe ich wohlverdiente 5 Sterne.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von peedee

Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:

Die Freiheit beginnt mit dem Mut

Wo Träume den Mut finden von Nicole Bergmann

Mein Fazit :
Schon das Cover und der Titel dieses wundervollen Buches von Nicole Bergmann verspricht, dass es in die Ferne geht.
Und so startet man mit Amelie, der Hauptprotagonistin des Buches, die sich dem Alltagstrott und den Anforderungen der Gesellschaft ergeben hat – bis sie auf Daniel trifft, der genau das Gegenteil lebt.

Er ist ein Weltenbummler und versucht, sich alle seine Träume zu erfüllen. Amelie hat auch Täume; sie würde gerne einmal nach Australien reisen und so ermutigt Daniel sie, sich ihrer Angst zu stellen und Amelie packt all ihren Mut, um in ein neues Abenteuer aufzubrechen.
Wunderschön authentisch beschreibt Nicole Bergmann diese Geschichte, die nach Australien führt und den Leser/ die Leserin mit an ferne Strände führt und aufzeigt, dass man manchmal über seine Ängste gehen muss, um seine Träume und Wünsche im Leben zu erfüllen.
Ein wundervolles Buch, das tolle Lesestunden beschert und aufzeigt, wieviel wundervolles in der Welt auf uns wartet !
Eine absolute Herzensempfehlung von mir dafür !!!!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig