Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katharina:

Gut

Faebound von Saara El-Arifi

Mir hat Faebound insgesamt ganz gut gefallen, das Buch hatte aber auch ein paar Schwächen. Richtig klasse finde ich das Cover, es ist wirklich wunderschön gestaltet und auch der Farbschnitt passt perfekt. Die Hintergrundgeschichte und Startidee finde ich interessant, es gibt verschiedene Wesen, verfeindete Völker und Krieg.

Trotzdem geht das Worldbuilding nicht so sehr in die Tiefe, sodass man sich schnell zurecht findet. Ich mochte die Charaktere und die jeweiligen Stories ganz gerne, fand sie aber manchmal etwas wankelmütig und habe die ein oder andere Entscheidung nicht ganz verstanden. Mein größtes Problem an dem Buch war, dass es sich zwischendurch schon recht gezogen hat und ich die Geschichte stellenweise echt langweilig fand. Vor allem das Ende konnte mich aber nochmal so richtig packen und ich freue mich auf die Fortsetzung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katharina

Rezensionen von clematis:

Überlebende

Die Festung von L. D. Smithson

Als einzige Überlebende einer Realityshow gilt Bonnie Drake, die vor der Küste Englands angespült worden ist. Auf einer abgelegenen Festung mitten im Meer hat sie mit sieben weiteren Teilnehmern um den Sieg gekämpft, damit sie sich nach dem Tod ihrer Mutter die Hypothek fürs Haus leisten kann. Nun versucht die junge Frau, sich zu erinnern, was geschehen sein könnte.

Ein packender Prolog mit blutigen Fußspuren eröffnet das Spiel, dann geht es voller Abwechslung weiter durchs Geschehen. Einerseits fährt man mit den Teilnehmern des Wettbewerbes zu der abgeschlossenen „Festung“, welche der Show auch ihren Namen gibt, andererseits hört man einen Podcast, der im Nachhinein die Vorkommnisse auf dem Fort in der Meerenge von Solent wiedergibt. Dazwischen werden Kommentare der Zuschauer der Realityshow eingestreut. So bekommt Bonnies Geschichte einen rundum gerichteten Blickwinkel, der für stete Kurzweil sorgt. Wer anfangs noch meint, es geht schlicht um eine Reihe von Rätseln, der denkt spätestens beim ersten toten Kandidaten, dass da doch etwas gehörig schief läuft. Aber was? Sollen sie weiter die Befehle befolgen und auf ein Entrinnen hoffen oder sich allen Aufgaben widersetzen, um damit einen Abbruch der Sendung zu erzwingen? Die ursprünglich halbwegs geeinte Gruppe bricht aufgrund verschiedener Meinungen auseinander.

In kurzen, flott lesbaren Kapiteln geht es spannend dahin. Besonders gut gelungen ist die Handlung deshalb, weil wir uns nicht ausschließlich im Fort aufhalten, sondern dazwischen dem Podcast lauschen oder den Polizisten über die Schultern sehen. So vergeht die Zeit wie im Fluge und die zweite Buchhälfte liefert noch einiges an Überraschungen. Mit dem Ende schließt sich der Kreis zu den blutigen Fußspuren und der Leser wird sich genauestens überlegen, ob der jemals an solch einem Wettbewerb teilnehmen möchte.

Ein gelungener Escape-Room-Thriller, der durch interessante Zusammenhänge und größtmögliche Abwechslung punktet. Mir hat‘s sehr gut gefallen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von clematis

Rezensionen von Kokoloreslot:

Vom Streiten und Vertragen

Ruppi Rüpelfisch von Rouven Stenneken

Ruppi Rüpelfisch benimmt sich wie ein echter fieser Antipath. Er ärgert seine Meeresfreunde und hat als einziger Spaß dabei. Den kann man doch gar nicht mögen, oder? Der Schreck darüber ist den Tieren deutlich anzusehen, deshalb wundert es nicht, als sie mit Ruppi ein Machtwort sprechen. Der reagiert verständnislos und macht sich auf, neue Freunde zu finden.

Doch so allein im Meer, kann es ziemlich brenzlig werden. Dabei begegnet Ruppi einem Hai, und diese Begegnung hält eine lehrreiche Lektion für ihn bereit.

Diese Bilderbuch ist ein Leseerlebnis für die ganze Familie, die man nach Belieben erweitern kann. Den QR-Code zu scannen, birgt die zusätzliche Möglichkeit, sich für eine halbe Stunde mit Musik vorlesen zu lassen. Vorleser und acht Songs wechseln sich ab. Wir fanden es sehr gut vorgelesen und auch die Lieder kamen bei uns gut an. Pfiffige und wertvolle Texte, gängiger Sound - mal rockig, mal ruhig. Alles passend zur Situation und ergänzend zur Geschichte. Dabei kindgerecht, aber modern. Der ein oder andere Ohrwurm ist auch dabei. Wer darauf lieber verzichtet, kann ganz klassisch in eigenem Tempo das Buch (vor-)lesen.

Geschrieben hat das Rouven Stenneken, der auch die Songs dazu gemacht hat. Es handelt vom Streiten, Vertragen und greift damit Inhalte auf, die Kinder interessieren. Die Geschichte zeigt, wie wertvoll Freundschaft und Vergebung ist, aber auch das geschenkte Vertrauen und das Besinnen auf die eigenen Stärken, um sie für etwas Gutes einzusetzen. Eine durchweg positive Botschaft. Durch die klangvollen Reime macht es großen Spaß, das Buch vorzulesen. Für Kinder ist die Geschichte mitreißend und spannend. Die Gefühle lassen sich von den Meeresbewohnern leicht ablesen und das Ende könnte sie überraschen. Die Illustrationen sind von Simone Leiss-Bohn und maritim, farbenfroh, stimmungsvoll und positiv. Selbst der etwas unheimliche Hai wird ganz bedacht so dargestellt, dass Kinder keine Angst bekommen sollen.

Ein durchdachtes Konzept, mit ganz viel Leidenschaft umgesetzt, niedlichen Details versehen und damit für Groß und Klein ein tolles Bilderbuch, das keine Wünsche offen lässt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kokoloreslot

Rezensionen von Kokoloreslot:

Eine Welt für Kinder

Komm mit in die Welt von morgen! von Katja Diehl

Hope, so heißt die Hauptfigur, zeigt die Welt von morgen und das Leben von Kindern in der Zukunft, wie es sein könnte. Es ist eine alternative Zukunft zur Autowelt, in der Kinder gerade großwerden. Besonders die Straße, die zum Spielplatz wird, wurde mit Staunen betrachtet. Es sind neue Ideen dabei, aber auch Sachen, die jetzt schon vereinzelt umgesetzt werden.

Eigentlich war da einiges dabei, was wir toll finden und am liebsten schon heute nutzen würden. Der positive Grundgedanke ist erkennbar und der Wunsch nach mehr Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und klimaneutraler Mobilität. Am Schluss gibt es noch Anregungen und ein Glossar.
Die roten Infokästen sind für Eltern und Bezugspersonen, was man auch gut an Schrift und Größe erkennen kann. Sie liefert Informationen, zum besseren einordnen. Der Spielgedanke ist auch da. Auf jeder Doppelseite versteckt sich (mindestens) ein Huhn. Die stellen auch mal Fragen, die sich direkt an die Kinder richtet. Ansonsten ist es einen kindgerechten Vorlesetext, wo Hope in die Vergangenheit (unsere Gegenwart) blickt und sich mit der Familie darüber unterhält, wie es früher war.
Ich finde es gut, dass Minderheiten hier mehr Aufmerksamkeit bekommen. Das passt zum Buch, das für Vielfalt und eine bessere Zukunft steht. Es lädt zum Nachdenken, Ausprobieren und Diskutieren ein. Uns hat das Buch gefallen und es ist spannend für Kinder, sich solche Ideen weiter auszumalen und mit anderen darüber zu sprechen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kokoloreslot

Rezensionen von Kokoloreslot:

Originell und düster

Nachtlügen von Lisanne Surborg

Isra ist ein talentierter Nachtalb. Mit zahlreichen Schlüsseln in der Tasche, dringt sie nachts in die Wohnungen und Häuser ein und tauscht die guten Träume der Schlafenden gegen Albträume. Dabei hat sie einen Mann so sehr geängstigt, dass er im Schlaf gestorben ist. Das hat natürlich Folgen, denn es gibt eine Gesellschaft, die das Vorgehen beaufsichtigt.

Wie Isra dann eine Verschwörung aufdeckt, hat schon was von einem Krimi.
Klingt düster? Ist es auch. Eine heile Welt sucht man hier vergebens. Neben der Finsternis findet sich aber auch schräger Humor. Jedes Kapitel endet mit einem Intermezzo und Hintergrundwissen zu den Nachtalben. Also erfährt man nur Häppchenweise mehr.
Es geht überwiegend um Träume und Albräume, aber auch um Liebe und Freundschaft. Das ergibt eine gute Mischung, die mit Schwermut, Magie und Atmosphäre erzählt wird.
Ich habe mich mit den Intermezzos schwergetan, weil sie meinen Lesefluss unterbrochen haben. Ich hätte mir auch mehr Spannung gewünscht und empfand es schon sehr düster. Das muss man mögen. Sehr gefallen hat mir, wie die Albträume entstehen und Isra ihr Talent entfaltet.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kokoloreslot

Rezensionen von nil_liest:

Pillen, Pastell und Perfektion

Teddy von Emily Dunlay

Emily Dunlays Debütroman Teddy entführt uns ins Rom des Jahres 1969 – eine glühend heiße Stadt voller Diplomaten, Dekadenz und Desillusion. Im Zentrum: Teddy Carlyle, frisch verheiratet, elegant und bemüht, endlich das zu sein, was man von ihr erwartet – eine perfekte Ehefrau im diplomatischen Glanzlicht.

Teddy will neu anfangen. Nach Jahren des Scheiterns glaubt sie, endlich ihren Platz gefunden zu haben. Doch die römische Fassade beginnt schnell zu bröckeln: Ein kompromittierendes Foto, ein Schatten aus der Vergangenheit und die undurchsichtige Familiengeschichte reißen sie aus dem selbstgebauten Kokon aus Pillen, Etikette und Etuikleidern.
Dunlay schreibt atmosphärisch dicht und stilistisch versiert. Der Roman wechselt elegant zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen Verhörzimmer und Cocktailparty. Teddys Stimme wirkt oft schwankend – zwischen Naivität und Kalkül, zwischen Glamour und Angst. Das macht sie nicht immer sympathisch, aber durchweg interessant.
Die Stärke des Romans liegt nicht in klassischen Spannungsbögen, sondern in seiner psychologischen Tiefenschärfe. Wer auf große Enthüllungen hofft, wartet lange – doch gerade das allmähliche Entblättern von Teddys Innenleben hält die Geschichte lebendig.
Ein stimmiges, feinfühliges Porträt einer Frau im Spannungsfeld zwischen gesellschaftlichem Korsett und individueller Selbstfindung. Stilistisch überzeugend, inhaltlich manchmal etwas zurückhaltend – aber genau das passt zur Protagonistin.
⭐️ 4 von 5 Sternen
Fazit: Ein bittersüßer Cocktail aus 60er-Jahre-Glamour, persönlichem Trauma und der Frage: Wer darf man sein, wenn man allen gefallen will?

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest

Rezensionen von nil_liest:

Eine Zeit des Umbruchs

Eine Welt nur für uns von Claire Deya

Claire Deyas Roman Eine Welt nur für uns entführt die Leser:innen ins Jahr 1945 nach Hyères an die Côte d’Azur – in eine Welt zwischen Zerstörung und Neuanfang. Im Mittelpunkt steht Vincent, der nach Jahren deutscher Kriegsgefangenschaft zurückkehrt, entschlossen, seine große Liebe Ariane wiederzufinden.

Diese ist seit zwei Jahren verschwunden, zuletzt in Verbindung mit den deutschen Besatzern gesehen. Um ihrer Spur zu folgen, schließt sich Vincent einer Gruppe Minenräumer an – eine lebensgefährliche Aufgabe, die symbolisch für die Zerbrechlichkeit des Friedens steht.

Deya zeichnet eindrucksvoll das Bild einer vom Krieg gezeichneten Gesellschaft. Die Entscheidung, Minensucher in den Fokus zu stellen – darunter deutsche Kriegsgefangene und französische Freiwillige – eröffnet ein wenig beachtetes, aber historisch relevantes Kapitel der Nachkriegszeit. Die ständige Bedrohung durch tödliche Minen spiegelt treffend die seelische Unsicherheit der Figuren wider. Besonders gelungen ist dabei die Konstellation der Minenräumer: Die fragile Zusammenarbeit zwischen ehemaligen Feinden macht die Spannung greifbar.

Inhaltlich überzeugt der Roman durch seinen thematischen Tiefgang. Er erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern verhandelt große Fragen: Schuld und Vergebung, Identität, Traumata und der schwierige Weg zurück in ein ziviles Leben. Auch wenn Vincents Suche nach Ariane nicht durchweg fesselnd ist, bleibt sie doch emotional nachvollziehbar – gerade weil sie mit der Suche nach innerem Frieden verknüpft ist.

Der literarische Stil ist allerdings ein zweischneidiges Schwert. Deya beschreibt bildreich und atmosphärisch dicht – gerade die Landschaften, das Licht der Côte d’Azur und die dörfliche Nachkriegsstimmung sind sehr gelungen eingefangen. Gleichzeitig wirken manche Passagen sprachlich sperrig oder redundant, was den Lesefluss bremst. Ob dies am Originaltext oder an einer etwas holprigen Übersetzung liegt, lässt sich schwer sagen – stellenweise wirkt es jedenfalls so, als wäre der Text nicht ganz stilsicher übertragen worden. Längere Sätze verlieren gelegentlich an Klarheit, und einige Dialoge klingen hölzern. Vielleicht auch nur mein Eindruck...

Eine Welt nur für uns ist ein bewegender Roman über eine Zeit des Umbruchs. Die Kombination aus historischer Genauigkeit, psychologischem Feingefühl und einer stillen, aber kraftvollen Liebesgeschichte macht ihn absolut lesenswert. Trotz stilistischer Schwächen und kleiner Längen überzeugt Claire Deya mit einer eindringlichen Geschichte, die lange nachhallt. Für Leser*innen, die sich für die Nachkriegszeit interessieren und Literatur schätzen, die sich auch schwierigen Themen stellt, ist dieser Roman eine klare Empfehlung.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von nil_liest

Rezensionen von Sheilo:

Herzlerreißender New Adult Roman

Preston Brothers, Band 2 - Losing Logan von Jay McLean

Logan war unter den Preston Brüdern immer das schwarze Schaf, er schmiss die Schule und hat das getan, was ihm gefiel. Regeln waren dabei für ihn eher grobe Richtlinien und er gerät auch immer wieder mit seiner Familie aneinander. Logan ist zudem ein Frauenheld, aber die Frauen haben es nie geschafft, sein Herz zu erobern, bis auf eine, die dabei so viel anders ist, als alle vor ihr.

..

"Losing Logan" ist der zweite Band der "Preston Brothers" - Reihe von Jay McLean und ich liebe ihn genauso sehr wie den ersten Teil der Reihe. Man kann die Bücher jedoch unabhängig voneinander lesen.
Der Prolog des Buches bildet einen Einstieg in ein großes Rätsel, welches erst zum Ende des Buches aufgeklärt wird. Immer mehr Puzzleteile setzen sich dabei zu einem Bild zusammen und der Plot-Twist der Geschichte hat mich einfach umgehauen. Der fesselnde Schreibstil und die Dynamik der Protagonisten hat es mir wirklich schwer gemacht, dieses Buch zur Seite zu legen.

Aubrey versucht sich in Winbury ein neues Leben aufzubauen, da sie ihre Vergangenheit rund um die Enttäuschung durch ihren Ex-Freund zurücklassen möchte. Sie liefert sich mit Logan tolle Schlagabtäusche und dabei fühlt sie sich so zu ihm hingezogen. Aubrey ist ein so toller Mensch und trotz ihrer Erlebnisse und Rückschläge, ist sie für ihr unbekannte Personen da und bietet ihnen einen Rückzugsort. Besonders schließt sie dadurch Lachlan, den jüngsten der Preston Brüder, in ihr Herz. Sie ist wirklich eine ganz besondere junge Frau und ich habe sie bewundert, wie sie für Logan da ist.

Logan kannte ich bereits aus dem ersten Band der Reihe und auch sein Drogenkonsum wurde dort bereits thematisiert, jedoch sieht man diesen in "Losing Logan" noch einmal von einer ganz anderen Seite. Aubrey ist für ihn das erste Mädchen, welches echte Gefühle in ihm hervorlockt, aber wird er ihr das bieten können, was sie verdient hat. Und dann sind da noch diese Albträume, die er versucht zu betäuben.

Ich liebe die emotionale Geschichte von Aubrey und Logan sehr und habe so einige Tränen beim Lesen verdrückt, da es doch die ein oder andere wirklich herzzerreißende Szene gibt. Die Autorin leistet mit ihrem Buch in meinen Augen auch eine große Aufklärungsarbeit und wir sollten alle auf die Menschen um uns herum achten, da manche Dinge eben nicht offensichtlich sind.
Meine Gefühle und auch die von Aubrey und Logan erleben ein großes Auf und Ab und ich habe wirklich sehr mit den beiden gelitten und mitgefiebert. Für mich ist diese Geschichte ein echtes Must-Read für alle, die tiefgründige New Adult Romane mit authentischen Protagonisten lieben.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Sheilo

Rezensionen von Gilasbuecherstube :

Ein schönes Debüt

Stellar - Liebe bis zu den Sternen von Tina Hörnicke

Schon beim Lesen des Klappentextes hat mich Stellar – Liebe bis zu den Sternen sofort gepackt. Die Mischung aus Magie, Sternen und einer Liebesgeschichte vor der Kulisse der schottischen Highlands klang einfach magisch – und es war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen musste.

Die ersten Seiten haben mich gleich abgeholt.

Der Schreibstil von Tina ist leicht, bildhaft und angenehm zu lesen.
Am Anfang hätte ich mir zwar ein bisschen mehr Gefühl gewünscht, aber das wurde im Laufe der Geschichte besser, und je weiter ich gelesen habe, desto mehr konnte ich in die Gefühle der Figuren eintauchen – und mit ihnen mitfiebern.

Die Liebesgeschichte zwischen Sanny und Darius entwickelt sich ganz natürlich und berührend.
Und doch waren es zwei andere Figuren, die mein Herz im Sturm erobert haben: Rhea und Kurios. Ihre humorvolle, liebevolle Art hat mich oft zum Lächeln gebracht und der Geschichte ganz besondere Momente geschenkt.

Tina hat ein Magiesystem erschaffen, das sich an astronomischen Konzepten orientiert – komplex, aber sehr verständlich erklärt. Man merkt, wie viel Herzblut und Kreativität in der Welt steckt, die sie geschaffen hat. Die Geschichte bleibt über weite Strecken spannend, auch wenn es zwischendurch ein paar ruhigere Passagen gab.
Gegen Ende wurde es für mich etwas unübersichtlich und ich hatte Schwierigkeiten, der Handlung ganz zu folgen – der Showdown war für mich etwas zu verwirrend.

Was mich aber tief beeindruckt hat, war, wie vielschichtig und menschlich die Figuren sind. Niemand ist nur gut oder nur böse – alle handeln aus Gefühlen, aus Ängsten, aus Liebe. Besonders Fabio, der Bruder von Darius, hat mir richtig gut gefallen. Seine innere Zerrissenheit, sein dunkler Charme und die Tragik seiner Geschichte ist mir im Gedächtnis geblieben.

Fazit
Insgesamt ist Stellar ein gelungenes Debüt – gefühlvoll, spannend und mit vielen tollen Ideen.
Wer sich nach einer Geschichte sehnt, die zum Träumen einlädt, wird dieses Buch lieben.

⭐️⭐️⭐️⭐️4 Sterne

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Gilasbuecherstube

Rezensionen von Arambol:

Das Schicksal ist ein Betrüger

Beeren pflücken von Amanda Peters


"Uns verband die gemeinsame Liebe zu
Stille und Einsamkeit. Wir waren still, ohne allein zu sein."

Im Sommer 1962 verschwindet die vierjährige Ruthie spurlos, während ihre Familie als Erntehelfer Blaubeeren pflückt. Ihr Bruder Joe, der sie als Letzter gesehen hat, leidet ein Leben lang unter Schuldgefühlen und dem schmerzhaften Verlust.

Zur gleichen Zeit wächst das Mädchen Norma in einer scheinbar intakten Familie auf. Doch je älter sie wird, desto stärker fühlt sie, dass etwas in ihrer Herkunft nicht stimmt. Wiederkehrende Träume, eine überfürsorgliche Mutter und ein emotional abwesender Vater nähren in ihr den Verdacht, dass sie nicht das ist, was man ihr glauben macht.

Der Roman wird abwechselnd aus der Perspektive von Joe und Norma erzählt. Nach und nach nähern sich die beiden Lebensgeschichten und Erzählstränge einander an – bis die Wahrheit dann schließlich nicht länger verborgen bleiben kann.

Amanda Peters gelingt mit „Beeren pflücken“ ein durchaus eindrucksvolles Debüt, das sich durch seine ruhige Erzählweise und melancholische Tiefe auszeichnet. Die Geschichte selbst entfaltet sich nur recht langsam, aber dafür stetig. Der Einstieg ist dabei leider zugegeben langatmig, doch die Geduld wird schließlich mit einer sowohl sehr emotionalen als auch gut konstruierten Handlung belohnt. Die Charaktere sind vielschichtig und entwickeln sich im Verlauf der Geschichte deutlich weiter.

Insgesamt ist „Beeren pflücken“ kein einfaches, aber gerade deshalb auch lesenswertes Buch, das durch seine außergewöhnliche Thematik und eine feinfühlige Erzählweise überzeugt.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Arambol