Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Baumkirchen)
People Pleaser von Anna Dimitrova
Testleserin KIRA, Tyrolia-Filiale Innsbruck (14 Jahre, Baumkirchen)
In dem Buch von Anna Dimitrova geht es um Nina, ein bulgarisches Mädchen, das mit ihrer Familie in Deutschland lebt. Ihre beste Freundin heißt Teona (kurz Teo) und sie ist fast Klassenbeste. Fast, weil Finn, einer ihrer Mitschüler und sie immer abwechselnd die besten sind.
Sie geht zu Therapie, aber nicht um über ihre Probleme zu sprechen. Ihrer Freundin Teo geht es schlecht, aber sie möchte nicht mit Nina darüber sprechen. Deshalb gibt sich Nina bei der Therapie als Teo aus und versucht dann, mithilfe der Ratschläge Teo zu therapieren. Doch es funktioniert nicht so gu,t wie sich Nina das wünscht. Teo ist schon immer ihre beste Freundin, sie kommt aus Rumänien, aber ihre jungen Eltern hatten nicht die Mittel sie zu versorgen, deshalb lebt sie bei ihrer Tante und ihrem Onkel in Deutschland. Sie war ein fröhliches Kind, aber seit einigen Jahren macht sie sich selbst das Leben schwer: Sie trinkt, geht nur mit den schlimmsten Jungs aus und Schule ist ihr egal. Sie beginnt Aleks zu daten, in Ninas Augen eine wandelnde Red-Flag. Er ist sitzen geblieben, verbringt seine Zeit nur im Gym, ist arrogant und so weiter. Sie beschließt, ihn auch zu therapieren, damit er Teo nicht verletzt. Sie erfährt, dass er eine Essstörung hat und nur ins Gym statt in die Schule geht, weil seine Mutter ihm eingeredet hat, dass er ein Mann sein muss und nicht weinen soll. Im Gym fühlte er sich männlich und es wurde zu einer Sucht. Auch Finn scheint ihre Hilfe zu brauchen: Seine Mütter setzt ihn wegen seiner Noten unter Druck und mit zwei brillanten Geschwistern ist er der einzige durchschnittliche. Finn ist in Nina verliebt, doch sie ist zu beschäftigt, anderen zu helfen, dass sie es nicht bemerkt. Als Nina seinen Müttern sein Geheimnis verrät, er geht auch zur Therapie, streiten sie und er wirft ihr vor gar nicht helfen zu wollen, sondern sie nur als ihre kaputten Spielzeuge zu betrachten und zu versuchen, sie zu reparieren. Auch mit Aleks, der inzwischen zu einem guten Freund geworden ist, streitet sie und er wirft ihr dasselbe vor. Sie geht zu Teo, deren Verhältnis sowieso schon angespannt ist, aber auch Teo zeigt ihr die kalte Schulter: Finn hat erzählt das Nina für Teo zur Therapie geht. Finn entschuldigt sich und versucht sie zur Therapie für sich selbst zu überreden. Sie will es immer allen rechtmachen, so wie ihre Mutter, und lässt sich von niemanden helfen. Aber reden hilft.
Das Buch geht gut mit Themen wie Selbstzweifeln, Essstörung, Panikattacken und auch Freundschaft um. Freundschaft bedeutet, das, man nicht immer nur den anderen hilft, sondern sich auch selbst helfen lässt. Es ist flüssig zu lesen und man kann sich gut in die Charaktere hineinversetzten. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen und ich kann es auf jedenfalls weiterempfehlen. Das Cover ist übrigens auch sehr schön.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Testleserin MIRIAM, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Wiesing)
Magic of Moon and Sea. Die Diebin der vielen Gesichter von Clare Harlow
Testleserin MIRIAM, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Wiesing)
In dem Buch "Magic of Moon and Sea" geht es um die Stadt Shelwich und ihre Bewohner. Dort ist die Magie wie der Fluss, sie verändert sich mit Ebbe und Flut. Ista Flit hat eine mächtige Gabe. Als Istas Freunde in Gefahr geraten, muss Ista ihre Fähigkeiten nutzen und das Geheimnis der Stadt lüften.
Das Cover gefiel mir sehr gut, leider wiederholten sich viele Details in der Geschichte. Wer Fantasiegeschichten mit ein wenig Gruselfaktor mag, für den kann diese Geschichte aber passend sein.
Rezensionen von Vobabooks:
Eine tolle Romanbiografie über die beeindruckende Rachel Carson
In uns der Ozean von Theresia Graw
Das Buch „In uns der Ozean“ von Theresia Graw wurde inspiriert von der Lebensgeschichte der Meeresbiologin und Umweltschützerin Rachel Carson. Die Romanbiografie ist in zwei zeitlichen Erzählebenen geschrieben. Die frühere Ebene beginnt damit, das Rachel Carson ihre Traumpromotionsstelle zur Meeresbiologie unerwartet nicht annehmen kann, da sie Geld verdienen muss um ihre Familie zu versorgen.
Statt zu Forschen schreibt sie übers Meer und seine Lebewesen, und wird zunehmend bekannter… Die zweite Erzählebene ist kurz nach der Veröffentlichung von Rachel Carsons beeindruckendem und bekannten Werk „Der stumme Frühling“ über DDT.
Eine großartige Lektüre, bei der ich viel gelernt habe. Auch die damaligen gesellschaftlichen Bedingungen für Frauen wurden gut aufgezeigt. Rachel Carson hat mich sehr beeindruckt, was für eine mutige Frau. Den Schreibstil des Buchs mochte ich sehr, gut lesbar, spannend und mitunter etwas melancholisch. Eine tolle Romanbiografie über eine starke Frau mit einer großen Begeisterung für die Natur, die ich sehr gerne weiterempfehle.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Über eine mutige Verwandlungskünstlerin, Resilienz und Identität
Die acht Leben der Frau Mook von Mirinae Lee
Ich verfasse diese Rezension zu einem Zeitpunkt, zu dem ich die Lektüre der „Acht Leben der Frau Mook“ schon seit mehreren Wochen beendet habe. Doch lässt mich dieses ganz besondere und eindringliche Buch nicht los: immer wieder denke ich daran und bin nach wie vor emotional tief berührt von dem fiktiven Leben dieser außergewöhnlichen, fast hundert Jahre alten Frau, die eng mit der Geschichte Nord- und Südkoreas verbunden ist.
Es ist ein Roman, der mich sehr viel gelehrt hat: sowohl über einen mir bisher sehr unbekannten Teil asiatischer Geschichte als auch über das Leben an sich, denn so viel Lebensweisheit und Erkenntnisse stecken in diesem Buch. Dabei ist es außerdem sehr spannend, unterhaltsam und auch mit einem gewissen Humor geschrieben, sodass ich mich an keiner Stelle gelangweilt und immer gespannt und neugierig weitergelesen habe.
Worum geht es? Wir begegnen Frau Mook erst einmal durch die Augen ihrer Pflegerin im Altersheim. Die Pflegerin hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensgeschichten der alten Menschen dort zu sammeln und auch Frau Mook ist bereit, ihr ihre zu erzählen. Seltsam wirkt erst einmal, dass Frau Mook geistig hellwach wirkt, obwohl sie sich auf der Demenzstation befindet, was steckt da wohl dahinter?
So beginnt die alte Frau zu erzählen und wir folgen ihr durch all die verschiedenen Rollen, die sie in ihrem Leben eingenommen hat: beginnend mit der Geschichte der Mörderin über die Fluchtkünstlerin, Sklavin bis zur Geliebten und Mutter, aber auch zur Spionin und Terroristin. Und immer bleibt die Frage: ist Frau Mook eine Lügnerin und Hochstaplerin? Nicht nur damals in ihren Rollen, sondern auch jetzt beim Erzählen?
Die Rollen sind lose den Kapiteln zuzuordnen, wobei sich einige Rollen in mehreren Kapiteln wiederholen. Frau Mooks Leben ist insbesondere in der ersten Hälfte des Buches nicht ganz chronologisch erzählt, es gibt Zeitsprünge in die Zukunft und in die Vergangenheit, doch bleibt das Buch dabei zum Glück immer gut verständlich, lesbar und interessant. Diese Struktur hat die Lektüre für mich stellenweise vielleicht sogar noch interessanter gemacht, weil sie mich neugierig auf die Lücken gemacht hat, die erst später gefüllt wurden.
Insgesamt zeigt sich das Bild einer unglaublich tapferen, mutigen, hochintelligenten, anpassungsfähigen und extrem resilienten Frau, die sich auch von ärgsten Schicksalsschlägen nicht unterkriegen lässt, kämpferisch bleibt, sich für ihr eigenes Überleben, aber auch für andere einsetzt, und dabei nie ihren Humor verliert. Frau Mook ist ein Musterbeispiel für Resilienz, dabei aber nicht unglaubwürdig, denn solche Menschen gibt es, wie aus der Forschung zu Resilienz nach schlimmsten Erfahrungen bekannt ist.
Ein zentrales Thema des Buches ist Identität: die, die uns von anderen gegeben wird und die, die wir selbst wählen oder die wir wandeln im Laufe unseres Lebens.
Beleuchtet wird etwa auch eines der traurigsten Kapitel der koreanischen Geschichte: die Bordelle, euphemistisch „Trosthäuser“ genannt, in die die japanischen Besatzer koreanische Frauen und Mädchen verschleppten, um sie dort brutal zu missbrauchen. Auch dieser Missbrauch begann damit, den Versklavten neue Namen aufzuzwingen:
„Mit ihren Geschichten definierten sie alles neu. Erst änderten sie unsere Namen. Jayoung wurde zu Sawawko, was süß bedeutet. Jobasan erklärte, der Name passe perfekt zu ihr, wegen ihrer Liebe zu Karamell und Schokolade. Mija wurde, weil sie die Jüngste und Kleinste auf der Station war, zu Akiko, was Kind bedeutet.“ (S. 93)
Doch auch daran wird Frau Mook nicht zerbrechen und am Ende ihren Weg heraus finden. Später wird sie noch viele Identitäten selbst wählen, um zu überleben, ihr Glück zu finden, aber auch, um als Spionin erfolgreich zu sein. Dabei ist sie extrem talentiert darin, sich einer jeweils komplett neuen Identität anzupassen:
„Letztendlich ist verschiedene Identitäten anzunehmen wie verschiedene Sprachen zu sprechen. Wenn man eine Fremdsprache lernt, eignet man sich nicht nur ihr Vokabular an. Nebenbei nimmt man auch ihre Stimmungen und Eigenarten auf und wie sich die Leute normalerweise ausdrücken, wenn sie sprechen, ohne nachzudenken. Wenn man wirklich das Gefühl hat, die Sprache zu beherrschen, dann beherrscht sie einen genauso, es ist wie Magie. Man kann sich in eine fremde Person verwandeln, einfach indem man die Sprache wechselt. Man tritt ganz anders auf. Man kann sich in die Geschichte einer anderen Person hineinstehlen, ohne es überhaupt zu merken.“ (S. 184)
Zum Glück gibt es auch leichtere, fröhlichere Kapitel im Buch, in denen es um zwischenmenschliche Liebe und Zuneigung geht: zwischen Mann und Frau, aber auch zwischen Mutter und Kind, als Frau Mook und ihr Mann ein verwaistes Mädchen bei sich aufnehmen und adoptieren:
„Die Liebe wächst nach und nach, mit jedem gesummten Wiegenlied, jedem gebändigten Wutanfall und jedem Löffel Hafergrütze, ob geschluckt oder ausgespuckt. (…) Indem ich mich verhielt wie eine liebende Mutter, wurde ich zur liebenden Mutter.“ (S. 163)
Am Ende kommt das Buch zu einem für mich sehr runden und passenden Abschluss, den ich hier natürlich nicht verraten möchte. Stattdessen noch ein abschließendes Zitat, das für mich das Buch gut abgeschlossen hat:
„Man sagt, du bist, was du isst. Frau Mook hatte die Erde der verschiedenen Orte, an denen sie gewesen war, gekostet. Sie war also nicht nur viele verschiedene Personen gewesen, sondern auch genauso viele verschiedene Orte.“ (S. 329)
Insgesamt ist es ein sehr interessantes, lehrreiches und unterhaltsames Buch, das bei aller Tragik auch viel an Leichtigkeit verströmt, das ich äußerst gerne gelesen habe und das sicher noch weiterhin tief nachwirken wird. Definitiv ein Jahreshighlight und ein Buch, das ich einer breiten Leserschaft nur wärmstens empfehlen kann!
Rezensionen von Nicole Koppandi:
Dringliche Empfehlung - Psychiatrie von 1920 bis in die 2020er
Gespensterfische von Svealena Kutschke
Im Mittelpunkt der Romans steht die Lübecker Jannsen Klinik. Laura Schmidt, die selbst Patientin der psychiatrischen Klinik war, lernt dort die Patientin Olga Rehfeld kennen. Olga wollte einst Schriftstellerin werden, doch sie lebt schon seit Jahren in der Psychiatrie.
Laura Schmidt möchte Olga Rehfelds Geschichte dokumentieren, die fast ihr gesamtes Erwachsenenleben in der Psychiatrie verbrachte.
Sie besorgt sich ein Diktiergerät und es ergibt sich, dass sie mit vielen Menschen, die unmittelbar mit der Klinik zu tun haben spricht – mit Patient*innen, Ärzt*innen, Psycholog*innen und Pflegepersonal spricht. Daraus generiert sich eine hundert Jahre umspannende Geschichte, von 1920 bis in die 2020er. Es geht um den Klinikalltag und die Beziehungen zueinander, die zeigen, wie sich die Gesellschaft geändert hat, gerade auch in Bezug auf psychische Erkrankungen. Vom Nichtwissen in der Nazi-Zeit über Behandlungsmethoden bis in die Gegenwart wird der Bogen gespannt.
Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven, jedoch nicht chronologisch erzählt. Das macht das Besondere in dieser romanhaften Erzählung aus. Insgesamt entsteht so ein Gesamteindruck der Psychiatrie der letzten hundert Jahre.
Ein kluges, anspruchsvolles Buch, zwischen Fakten in und Berichten aus der Psychiatrie, das genau meinen Geschmack getroffen hat. Daher empfehle ich es sehr gerne.
Rezensionen von ReiShimura:
Sophie Schoenwalds Zoo: Ein Ort zum Verlieben und Wiederkommen
Die großen Spiele im Zoo von Sophie Schoenwald
Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, wer Sophie Schoenwald ist, hätte ich keine Ahnung gehabt und wahrscheinlich vermutet, dass es sich um eine deutsche Schauspielerin handelt. Mittlerweile kenne ich sie und vor allem ihre Bücher sehr gut. Einige ihrer Werke haben bereits in unser Bücherregal einziehen dürfen und es werden sicher noch mehr werden.
Vor allem von den Zoo Büchern werden sicherlich noch viele bei uns ein Zuhause finden dürfen. Denn Zoodirektor Ungestüm, Ignaz Pfefferminz Igel und die anderen Zoobewohner haben uns wirklich sehr gut gefallen und unterhalten.
Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den siebten Band der „Zoo-Reihe“. Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden sind unserer Meinung nach nicht notwendig für ein außerordentlich unterhaltsames Lesevergnügen. Doch wie bereits anfangs erwähnt, kann es passieren, dass man sich in die Zoobewohner verliebt und dann unbedingt auch noch die anderen Bücher haben möchte.
Für die Illustrationen ist Günther Jakobs verantwortlich und meiner Meinung nach, hat er einen hervorragenden Job gemacht. Die Zeichnungen sind handwerklich gut gemacht, detailreich und ausdrucksstark. Die Farbzusammenstellung ist sehr gelungen und harmonisch. Die Gesichtsausdrücke der Tiere sind teilweise zum Schießen komisch und auch für jüngere Kinder eindeutig identifizierbar. Obwohl die Tiere natürlich zu einem gewissen Grad vermenschlicht werden, immerhin veranstalten sie olympische Spiele, sind sie doch recht realistisch dargestellt. Soweit man einen Koala mit Schwimmreifen als realistisch bezeichnen kann, aber ich denke, es ist klar, was ich damit sagen möchte.
Die Geschichte selbst finde ich auch sehr gelungen. Das Buch hat ein empfohlenes Lesealter ab 4 Jahren und ist wie in dem Altersbereich üblich nicht mehr in Reimform verfasst. Die Wortwahl ist für die Altersgruppe angemessen und auch die Länge der Texte finde ich passend. Ich persönlich kann das Buch auch für jüngere Kinder empfehlen, wobei ich als Einschränkung anmerken muss, dass der 2-jährige kleine Leser es bereits gewohnt ist, Bücher aus dieser Altersklasse vorgelesen zu bekommen. Daher ist für den kleinen Leser die Länge der Texte kein Problem mehr. Für andere Gleichaltrige mag es eventuell noch ein wenig zu herausfordernd sein.
Leider muss ich aber dieses Mal auch ein klein wenig Kritik üben. Die Grundidee des Buches und auch die Umsetzung finde ich im Großen und Ganzen sehr gelungen. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man den Aspekt des Verlierens ein wenig näher erörtern hätte können. Ich finde ich großartig, dass die verschiedenen Wettkämpfe angepasst werden, wenn auch leider nicht alle, damit auch andere Tiere ihre Stärken ausüben können. Hierbei wird den Kindern auf sehr ansprechende Weise vermittelt, dass jeder von den Tieren und auch von uns, andere Stärken und Schwächen hat. Dennoch kann man im Leben nicht immer gewinnen und auch wenn es eine harte und unerfreuliche Lektion ist, so denke ich doch, dass man es vierjährigen Kindern bereits zumuten können muss, dies zu lernen. Die Wahrscheinlichkeit ist auch gar nicht so niedrig, dass sie es auch am eigenen Leib erfahren.
Der kleine Leser mag das Buch aber wirklich sehr und sucht es immer wieder bewusst aus dem Bücherregal heraus. Für mich ein Zeichen, dass das Duo Sophie Schoenwald und Günther Jakobs hier ganz viel richtig gemacht haben.
Daher kann ich nur eine Empfehlung für dieses Buch aussprechen, denn trotzdem ich so meine kleinen Kritikpunkte habe, muss ich dennoch zugeben, dass ich beim (Vor-)Lesen des Buches sehr häufig sehr herzlich gelacht habe.
Rezensionen von PMelittaM:
Hat mich überzeugt
Faebound von Saara El-Arifi
Die drei Gottheiten der Welt schufen jeweils eigene „Kinder“ die Menschen, die Fae und die Elfen. Tausend Jahre später sind die Menschen und die Fae verschwunden, und die Elfen kämpfen untereinander im Ewigen Krieg.
Yeeran ist gerade zur Kommandantin einer Elfen-Armee ernannt worden, als sie sich einen Fehler erlaubt und verbannt wird.
Ihre Schwester Lettle und ihr Oberst, Rayan, folgen ihr. Lettle ist im Gegensatz zu ihrer Schwester nie in die Armee eingetreten, hat im Gegenteil ihr Talent für die Wahrsagerei entdeckt, und eigentlich gehofft, eines Tages die Schamanin ihres Heimatortes zu werden. Doch dann werden die Drei gefangengenommen und erleben eine ziemliche Überraschung, die ihr Leben erheblich verändern wird.
Auch ich erlebte eine kleine Überraschung, denn mir hat der Roman von Anfang bis Ende sehr gut gefallen. Ich war ein bisschen skeptisch, ob er nicht zu kitschig werden könnte, das „Fae“ im Namen hat mir zunächst nicht so ganz behagt, aber die Leseprobe sprach mich an, und so habe ich es, zum Glück, gewagt. Auch sonst hat die Geschichte eine ganze Reihe Überraschungen auf Lager, und alle finde ich interessant, auch wenn ich die eine oder andere schon vorausgeahnt habe, was aber eher ein zusätzliche Reiz war. Und kitschig finde ich persönlich tatsächlich nichts an ihr, lediglich auf die recht expliziten Liebesszenen hätte ich verzichten können, aber die sind sowieso eher rar gesät.
Besonders gut haben mir die Obeah, magische Kreaturen, gefallen, und die Beziehungen, die manche Charaktere zu ihnen aufbauten. Zunächst sind diese im Roman nur Jagdbeute, das ändert sich aber bald. Die Welt, die Saara El-Arifi erschaffen hat, ist interessant, und hat sicher noch einiges mehr zu bieten. Auch die Charaktere sind ihr gut gelungen, sie haben eine gewisse Tiefe, man kann mit ihnen mitfühlen, und auch mancher Nebencharakter, wie zum Beispiel der Stylist Golan, hat mein Interesse und meine Sympathien und Emotionen wecken können.
Erzählt wird abwechselnd aus Yeerans und Lettles Perspektiven, nur ganz am Ende erhält auch Rayan kurz das Wort. Die Autorin hat einen sehr ansprechenden Erzählstil, eingängig, bildhaft, atmosphärisch. Ich habe große Lust, mehr von ihr zu lesen, zunächst einmal natürlich den Nachfolgeband „Cursebound“, auf den ich mich schon sehr freue. Zum Glück endet „Faebound“ nicht mit einem schlimmen Cliffhanger, gibt aber natürlich schon den Weg für den nächsten Band vor, man darf gespannt sein. Am Ende des Romans findet sich ein Personenverzeichnis und ein Glossar, zu Beginn auch eine Karte.
„Faebound“ war für mich eine sehr angenehme Überraschung, ich wurde von Anfang an gefesselt, ich mag Schreibstil, Charaktere und Geschichte und bin gespannt darauf, wie es weitergeht. Genrefans sollten zugreifen.
Rezensionen von Bücherei Deutsch-Wagram:
australische (Seelen-) Landschaften
Der singende Baum von Tim Winton
Georgie lebt seit zwei Jahren mit dem reichen Fischer Jim und seinen beiden Söhnen. Sie ist aus allen Bindungen herausgefallen und verbringt die Nächte mit sinnlosem Internetsurfen und Alkohol. Als sie einen Wilderer beobachtet, der die Fischer des Ortes bestiehlt, weckt das ihre Neugier. Luther Fox ist ebenfalls eine gescheiterte Existenz.
Die beiden verlieben sich, Jim kommt dahinter und ihrer beider Leben ist bedroht.
Die Story folgt Fox ins Outback und führt uns durch extreme Landschaften und Seelenorte. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte die trotz oft brutaler Lebensumstände an zarte Saiten tief im Menschen rührt.
Rezensionen von Lese:
Witziger und unterhaltsamer Tierkrimi
Detektiv Stanley und das Geheimnis im Museum von Hannah Tunnicliffe
Hundedetektiv Stanley will seinen Ruhestand genießen – bis ein Museumsfall ihn zurückholt. Im Museum wurde scheinbar ein Kunstwerk gestohlen, aber es ist alles seltsam. Stanley ermittelt, doch plötzlich wird er selbst verdächtigt.
Die Mischung aus Comic und Bilderbuch hat meiner 9-jährigen Enkelin auch noch gut gefallen, auch wenn das Buch bereits ab 7 Jahren empfohlen wird.
Die großen, farbenfrohen Illustrationen haben viele Details, enthalten kleine Hinweise und einen gewissen Retro-Charme.
Außerdem gibt es wenig Text, daher ist es besonders geeignet für Leseanfänger oder auch Lesemuffel. Die Geschichte ist klar strukturiert, aber teils sprunghaft erzählt.
Am Ende des Buchs gibt es Zusatzinfos zum Künstler.
Es ist ein witziger und unterhaltsamer Tierkrimi mit liebevoller Gestaltung und es gibt viel zu entdecken.
Rezensionen von Claudia R.:
niedliches Pappbuch
Babys erstes Stoffklappenbuch: Badezeit für Bärenkinder von
Klappentext / Inhalt:
Ab in die Wanne!
Die kleinen Bärenkinder müssen dringend in die Badewanne! Eins hat sich beim Backen bekleckert, ein anderes hat im Matsch herumgetollt! Was haben wohl die anderen angestellt? Schau auf jeder Doppelseite unter die weiche Stoffklappe um es herauszufinden. Ein lustiger Such- und Vorlesespaß!
• So macht auch wasserscheuen Kindern das Baden Spaß
• Unter 5 weichen Stoffklappen verstecken sich die schmutzigen Bärenkinder
• Ideal für kleine Kinderhände und robust verarbeitet
Cover:
Das Cover ist sehr niedlich und liebevoll gestaltet.
Unter einem Badetuch versteckt, findet man hier einen kleinen niedlichen Bären eingekuschelt. Das Ganze wirkt sehr niedlich und liebevoll. Das Cover ist sehr süß umgesetzt und auch eine kleine Satzung ermöglicht hier bereits einen der Stofflappen zu erfühlen. Neben dem kleinen Bären ist auch eine Ente, ein Häschen und die Badewanne, aus der der Bär entstiegen ist, erkennbar. Das Ganze ist wundervoll umgesetzt und der erste Eindruck ist sehr niedlich.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um ein stabiles Pappbuch von guter Qualität. Die Seiten sind aus. verstärkter Pappe und die Seiten halten so den kleinen Kinderhänden sehr gut stand.
Die Bärenkinder sollen baden gehen und die Bären Mutter sucht die Kleinen, um sie in die Badewanne zu stecken, do wo sind die Bärenkinder? Wo haben sie sich nur versteckt? Ob ihr sie finden könnt und ob sie wirklich ein bad brauchen?
Inhaltlich wird hier nicht mehr verraten, aber schaut doch einfach selbst, wo die kleinen Bären sich verstecken.
Die Texte sind kurz und verständlich gehalten. Die Bilder sind wundervoll umgesetzt und es gibt auf jeder Doppelseite viel zu Endecken. Auf jeder der Doppelseiten ist ein Bärenkind versteckt und die Stofflappen enthüllen dabei so manche Überraschung. Die Stofflappen sind sehr weich und ein tolles Fühlelement und zugleich halten sie eine Überraschung bereit.
Die Zeichnungen sind sehr liebevoll und ansprechend für die Kleinen umgesetzt. Sehr niedliche Figuren werden hier gezeigt und man sucht mit der Bärenmutter die kleinen Bärenkinder zusammen. Das ist ein richtiger Spaß und es gibt viel zu entdecken und fühlen kann man dabei auch noch. Super niedlich und liebevoll und auch die Qualität ist sehr gut.
Fazit:
Tolles Pappbuch mit weichen Fühlelementen.











