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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Sophie H.:

Winzige Welten

Im Schatten von Giganten von Jasmin Schreiber

Ich kannte und mochte Jasmin Schreiber bisher nur als Autorin von Romanen. Da sie aber eigentlich Biologin ist, liegt ein Sachbuch, das sich mit dem Leben beschäftigt, auf der Hand. Da ich selber gerne das Mini-Leben in meinem Garten beobachte, war ich sehr gespannt und wurde nicht enttäuscht.
Das Buch ist in acht Kapitel unterteilt, die sich jeweils einem Habitat widmen: Das Leben unter Steinen, im Totholz, im Kraut, im Baum, im Moospolster, in der Blüte, im Kadaver und Dung.

Dieses Buch ist kein Sachbuch, wie man es kennt. Man begleitet quasi Jasmin Schreiber auf ihren Naturerkundungen. Es liest sich, als würde man in einem Tagebuch der Autorin blättern. Im netten Plauderstil berichtet sie von dem, was ihr über den Weg kriecht und fliegt und wie sie bei ihrer Arbeit vorgeht. Dabei kommt das Wissenschaftliche aber nicht zu kurz. Immer wieder gibt es auch kleine eingeschobene Kästchen mit zusätzlichen Erklärungen. Auch muss man das Buch nicht vom Anfang bis zum Ende durchlesen. Es lädt vielmehr zum Stöbern ein.
Herausragend sind auch die tollen Fotos, die die Autorin selber gemacht hat. Sie fangen perfekt das ein, was wir im Alltag schnell übersehen. Ich werde jetzt nach der Lektüre des Buches einen ganz anderen Blick auf die mich umgebende Natur haben. Von mir gibt es für dieses tolle Buch auf jeden Fall 5 Sterne!

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Rezensionen von Emmmbeee:

Wildheit bei Mensch und Tier

Unsere letzten wilden Tage von Anna Bailey

Eine junge Frau, Loyal, kehrt nach Jahren, da ihre Mutter dement zu sein scheint, nach Hause zurück, quasi von der Zivilisation zurück in die Wildnis, und das fast wörtlich. Denn mit der Jagd auf Alligatoren sind auch die Menschen in der Gegend wild und rau geworden. Ominöse Banden üben eine Schreckensherrschaft aus, Drogenhandel, Gewalt, Korruption und eine inkompetente Polizei säen Angst und Vorsicht.

Ein Mädchen stirbt im Fluss. War es wirklich Selbstmord? Ein anderes ist tagelang abgängig. Hängt das eine mit dem anderen zusammen? Die Journalistin Loyal hört nicht auf, Fragen zu stellen. Sie lässt sich nicht einschüchtern und gerät damit in Situationen, die leicht hätten tödlich enden können.
Der Titel des Romans klingt so, als würde eine unbeschwerte Zeit beschrieben, bevor der sogenannte Ernst des Lebens beginnt, Doch dem ist nicht so, denn die Hauptprotagonistin Loyal hinterlässt das Trümmerfeld einer Freundschaft, bevor sie nach Houston zieht.
Zahlreiche Blickwinkel durchleuchten die Geschichte und bewirken, dass die einzelnen Figuren gut zu verstehen sind. Der Roman erinnert mich stark an „Alligatoren“ von Deb Spera, aber nur anfangs, denn hier geht es um ein ganz anderes Thema. Immer wieder wird der Leser in eine falsche Richtung geführt, sodass sich stets neue Überraschungen auftun und die Spannung unaufhörlich am Köcheln ist. Zutiefst Menschliches schält sich heraus, gewaltige Schwierigkeiten im Zwischenmenschlichen, ein mitreißender Strudel von Gefühlen.
Die Personen sind so lebensnah gezeichnet, dass ich sie vor mir gesehen und die kommenden Ereignisse manchmal vorausgeahnt habe. Der erwartete Sturm wiederum ist derart bedrückend und drohend geschildert, dass ich bei der Vorstellung der örtlichen Schwüle ins Schwitzen kam.
So idyllisch das Cover (eine Flusslandschaft im Abendlicht) auch wirken mag: Es täuscht gewaltig! Hier lauern nicht nur die Alligatoren in den Sümpfen des Flusses, sondern auch die Menschen an Land und auf den Booten. Oft genug im Verborgenen, sodass sie dann mit einem machtvollen Überraschungseffekt über friedliche Bürger hereinbrechen. Genau wie die gejagten Alligatoren.
Ein aufwühlendes Buch, das mich immer mehr mit sich riss. Schließlich konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleserin AMELIE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Schwaz)

Alice und die Geister von nebenan von Jacqueline Davies

Testleserin AMELIE, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Schwaz)

Alice ist ein Profi in Umziehen, aber das macht ihr nichts aus. Das denkt sie jedenfalls. Mal wieder zieht sie wegen der Arbeit ihrer Familie in eine neue Bruchbude. Sie und ihr Vater wollen gleich alles reparieren doch die Mutter hat andere Pläne.

Während ihre Eltern beschäftigt sind, erkundigt sie das abbruchreife Nachbarshaus. Doch sie ahnt nicht welche Kräfte in diesem verlassenen Wohnort stecken… eine spannende Mission beginnt rund um Geister und Magie, von der niemand zu wissen ahnt. Das Buch ist sehr interessant und lässt sich auch flüssig lesen. Ich finde, dass es mehr Spannungsmomente geben hätte können. Ich würde es weiterempfehlen, da es gut für Kinder geeignet und leicht geschrieben ist. Aber auf jeden Fall empfehlenswert!



Testleser FLORIAN, Tyrolia-Filiale Innsbruck (12 Jahre, Steinach)

Alice und ihre Familie ziehen oft umher. Ihre Mutter ist Lehrerin am College. Alice und ihr Vater reparieren gerne (das liegt in der Familie ihres Vaters, den Potchniks) und genau deshalb siedelt sie das College immer wieder um und verkauft die reparierten Häuser teuer. Wenn Alice von „Zuhause“ träumt, träumt sie immer nur von leeren Räumen, da es für sie kein richtiges Zuhause gibt. Die Familie zieht ja jedes Jahr um.

Als die Familie erneut umzog, beschloss sie, dass sie im nächsten Haus nichts reparieren, um endlich einmal wo bleiben zu können. Dieses ständige Umziehen ist für Kinder nicht gerade das Beste, da sie so nie ein richtiges Zuhause haben. Neben dem neuen Haus von Alice’ Familie steht ein weitaus älteres Haus.Wie bereits gesagt,repariert und baut Alice gern. Da ist es gut für Alice, dass sie nicht zur Schule geht, da ihre Eltern Fans vom Freilernen sind. So hat sie genug Zeit, um das abbruchreife Gebäude zu reparieren. Doch in diesem Haus fallen Alice mehrere komische Dinge auf…

Das Buch hat mir mäßig gut gefallen, da es lange relativ langweilig war, doch dann wurde es spannender. Ich würde ihm 6 von 10 Sterne geben.



Testleserin RUBY, Tyrolia-Filiale Innsbruck (10 Jahre, Innsbruck)

In diesem Buch geht es um die zehn jährige Alice. Alice zieht mit ihren Eltern oft um. Im neuen Ort entdecken sie nebenan ein altes, kaputtes Haus. Alice möchte es unbedingt reparieren, denn sie liebt handwerken. Im Haus wohnen drei Geister: Ivy, Mugwort und Danny. Die Geister sind nicht böse, aber sie haben Sorgen und unerledigte Dinge. Alice will ihnen helfen, Frieden zu finden. Dabei erlebt sie lustige, spannende und manchmal traurige Momente. Die Geschichte ist mehr Abenteuer als Gruselig.

Ich fand das Buch richtig cool und spannend, ich empfehle es jedem der Abenteuer liebt.

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Rezensionen von Sheilo:

Der Beginn einer magischen Buchreihe

Glory of Broken Dreams (Devil's Dance 1) von Ruby Braun

Charlie möchte eine erfolgreiche und angesehene Tänzerin werden und aus diesem Grund im Grandhotel Lichtenstein arbeiten, welches schon so manchen Star hervorgebracht hat und dem eine Magie nachgesagt wird. Im Hotel trifft sie auf Willem, einen Showboxer, der sehr geheimnisvoll wirkt und sie möchte sein Geheimnis nur zu gerne lüften.

"Glory of Broken Dreams: Devil's Dance 1" ist der erste Band der neuen Romantasy-Reihe von Ruby Braun. Mir fiel es am Anfang des Buches schwer, in die Geschichte zu kommen, jedoch stieg die Spannung des Buches mit Fortschritt der Handlung immer mehr an. Der Abschluss dieses Bandes hat mich dann sehr überrascht und ich bin nun wirklich interessiert, wie es wohl im zweiten Band weitergehen wird.

Charlie hat eine chaotische Zeit hinter sich und sie wirkt auf mich stellenweise naiv. Sie zeigt eine Menge Selbstzweifel, jedoch war sie auch sehr mutig und ich konnte ihr Handeln sehr gut nachvollziehen.
Willem tut alles für die Menschen, die er liebt. Dafür nimmt er sehr viel in Kauf und ahnt dabei noch gar nicht, was ihn erwartet.

Ruby Braun schafft es in ihrem Buch, sehr facettenreiche Charakter zu erschaffen, die wir nach und nach Kennenlernen. Neben den beiden Protagonisten Willem und Charlie, aus deren Perspektive das Buch zum größten Teil geschrieben ist, finde ich vor allem Charlies Schwester Wanda und Artur, den Hotelerben, sehr interessant und ich kann es kaum erwarten, im zweiten Band mehr über sie zu erfahren.

Der erste Teil der magischen Reihe lässt mich noch mit einigen Fragezeichen zurück, jedoch gibt es dadurch umso mehr Potenzial für die Fortsetzung. Insgesamt ist "Glory of Broken Dreams: Devil's Dance 1" ein schöner Auftakt und ich freue mich auch sehr darauf, wenn die begonnene Liebesgeschichte im zweiten Band noch intensiver wird.

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Rezensionen von C.P.:

Enttäuschend

Faebound von Saara El-Arifi

Ach schade, ich hatte mich auf dieses Buch eigentlich sehr gefreut weil ich doch schon sehr gespannt war auf Romantasy aus dem Atlantik Verlag. Den verbinde ich persönlich nämlich hauptsächlich mit Agatha Christie und war schon neugierig, welche Fantasy Geschichten dann in das Verlagsprogramm passen.

Leider war Faebound für mich kein sonderlich gutes Buch. Dabei gibt es aber eigentlich viele Prämissen, die grundlegend toll sind. Uralte Fehden, Magie, Geheimnisse, die aufgedeckt werden und Verbindungen, die neu gezogen werden. Aber leider ist die Handlung dabei so vorhersehbar, so dass bei mir einfach wenig Spannung beim Lesen aufkam. Im Gegenteil, es war eher eine müde Bestätigung meiner Vermutungen. Ich höre Hörbücher meistens auf Standardgeschwindigkeit aber dieses musste ich echt auf 1,5x hören, um überhaupt am Ball zu bleiben, weil ich die Geschichte ab der Hälfte einfach nur noch hinter mich bringen wollte. Ich breche Rezensionsexemplare eigentlich nie ab, aber hier hätte ich es fast getan.
Die Charaktere blieben leider alle eher flach, die einzige Verbindung, die ich irgendwie emotional gespürt habe war die zwischen den Schwestern Yeeran und Lettle. Ansonsten habe ich keine Gefühle oder Leidenschaft irgendwie rauslesen können, weshalb mir die romantischen Verbindungen auch eher egal waren. Dabei nehmen diese beziehungsweise Monologe darüber einen so großen Teil des Buches ein.
Die Charaktere sind Ende 20, führen sich aber so häufig auf wie pubertierende Teenager. Irgendwie wirkt es wie ein YA Buch, das aber zu sehr NA/erwachsen sein möchte.
Auch das World Building fand ich enttäuschend. Das war mehr oder Wenger überhaupt nicht vorhanden. Was vorhanden war, war Magie. Aber die ist wirklich einfach da, ohne Erklärung, ohne vernünftiges Magiesystem. Mir ist World Building und NAchvollziehbarkeit sehr wichtig, bin ich doch auch einfach verwöhnt von durchdachten Welten von Sanderson & Co.
Und auch der Plot ist jetzt nicht gerade originell. Irgendwie sind alle irgendwas unglaublich besonderes was sie ihr Leben lang' nicht wussten, was aber in den praktischsten Momenten aufgedeckt wird. Aber was ist dann noch besonders, wenn alle besonders sind?
Das, was mir an dem Buch am besten gefallen hat, ist die diverse Repräsentation und Bandbreite an Charakteren. Ansonsten ist es aber leider eine absolute Enttäuschung. ​

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Rezensionen von Anna625:

Langweilig

Furye von Kat Eryn Rubik

Jahre ist es her, dass die namenlose Protagonistin ihrer Heimat den Rücken gekehrt und in die Großstadt gezogen ist. Hier ist stets etwas los, und längst ist sie, die sogar schon das Gesicht auf dem Vogue-Cover war, jemand geworden. Dann jedoch kommt es zu einem Zwischenfall auf der Arbeit und zeitgleich erhält sie einen Anruf, der es erfordert, für eine Weile in ihr kleines Heimatstädtchen zurückzukehren.

Hier, wo sie - obwohl nicht aus den entsprechenden Kreisen - früher auf eine Eliteschule gegangen ist, wo ihre damaligen besten Freundinnen Meg und Tess lebten, wandelt sie nun durch die Straßen ihrer Vergangenheit.

Ich sage es, wie es ist: Der Roman hat mich so gar nicht abgeholt. Die Protagonistin war mir von Anfang bis Ende unsympathisch; viel schwerer nich wiegt aber die Tatsache, dass ich die Handlung als unglaublich langweilig empfand. Es passiert - nichts. Auch, wenn das Ende des Romans okay war und vermutlich sogar der bets Teil der Geshcichte, habe ich vergeblich darauf gewartet, dass hier irgendwann doch noch die entscheidende Wendung kommt, irgendein Detail, das mich catchen kann. Kam aber nicht, und die meiste Zeit habe ich mich mehr durchgeschleppt als den Roman zu genießen. Schade, aber für mich war das nichts.

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Rezensionen von Jazz:

Langwierig

Wedding People (deutsche Ausgabe) von Alison Espach

Phoebe, Anfang 40, will sich das Leben in einem idyllischen Hotel nehmen. In der Woche, in der Lila ihre Millionenhochzeit im gleichen Traumhotel feiern will. Ihr Suizid würde ihre Hochzeit in den Schatten stellen und niemand würde sich an ihre Instagram würdige, opulente Feier erinnern.
Da aber Phoebe nichts mehr zu verlieren hat, sagt sie Lila direkt voraus, was sie zu planen denkt.

Lila beginnt somit, sie näher kennenzulernen und ihre Hochzeit vor diesem Albtraum zu schützen, indem sie sie vom Leben überzeugen zu versucht.

Es hat einen innovativen, interessanten Plot, aber der konnte mich leider weder vom Humor noch vom Schreibstil vom Hocker hauen. Es gab zudem viele Anspielungen auf amerikanische alte Filme, Musik und Bücher, die ich nicht verstanden habe, da ich sie nicht kenne.

Insgesamt bin ich aus weiteren Gründen, die ich aus spoilertechnischen Gründen nicht nennen kann, nicht begeistert und vollends überzeugt.

Zudem war es mir stellenweise einfach zu lang und inhaltsleer und wirkte daher langweilig. Wer einen Roman lesen will, der einen durch ein verregneten Wochenende bringen muss, aber nicht lange im Kopf bleibt, dem empfehle ich den Roman.

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Rezensionen von clematis:

Tortenkrimi

Sachertorte mit Schuss von Ulrike Moshammer

Ein Tortenwettbewerb in Bad Gastein soll die Nebensaison aufwerten, aber es herrscht mehr Trubel im Grand Hotel als erwartet und bald gibt es einen Toten im Turbinencafé. Obwohl Hotelchefin Valerie und deren Freundin Nora versprochen haben, nicht mehr privat ihre Nasen in polizeiliche Ermittlungsarbeiten zu stecken, hecken sie doch rasch einen Plan aus, denn als Verdächtiger gilt ausgerechnet Valeries Schwager Christian, dessen Unschuld unter allen Umständen bewiesen werden muss.

Als Kriminalroman mit ausgesprochen verführerischem Lokalkolorit darf man „Sachertorte mit Schuss“ besten Gewissens bezeichnen. Das Gasteinertal mit seiner hinreißenden Schönheit, die duftenden Torten der im Wettstreit stehenden Konditoren, ein auf unnatürliche Weise zu Tode gekommener Tourist und ein Amateurteam beim Ermitteln – diese Zutaten können nur Garant sein für ein gelungenes Menü, wie es auf keiner Speisekarte zu finden ist. Und tatsächlich bietet Moshammers humorvoller Schreibstil beste Unterhaltung, schickt die Autorin die beiden Freundinnen doch immer wieder in unmögliche Situationen, wobei sie den Polizeibeamten oftmals eine Naselang voraus sind. Die Kombination von Informationen führt aber dennoch zu Christian als mutmaßlichem Täter, Valerie und Nora fühlen sich in einer Sackgasse festgefahren, bis sie tatsächlich auf gefährliches Terrain geraten.

Mit den vorgestellten Figuren erlebt man als Leser ebenso spannende wie witzige Momente, lernt die Gegend fast besser kennen als ein Tourist und deckt wie nebenbei noch eine Mordsgeschichte auf. Ein Regiokrimi, wie er im Buche steht, auch ohne Kenntnis der beiden Vorgängerbände gut zu lesen, da wesentliche Informationen kompakt ins Geschehen eingeflochten werden und somit auch treue Begleiter der Krimireihe nicht langweilen. Nach vier köstlichen Torten (Rezepte für Sacher-, Linzer-, Esterházy- und Malakofftorte im Anhang), wohltuenden Walkingrunden mit Valerie und Nora und kniffligem Zusammenpuzzlen einzelner Hinweise liegt die logische Lösung des Falles vor uns. Wer eine unkonventionelle Mördersuche, gepaart mit landschaftlichen und kulinarischen Köstlichkeiten sucht, sollte unbedingt zu Valerie Thaller ins Gasteinertal schauen!

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Rezensionen von ReiShimura:

Farbenfroh, gereimt und voller Gefühl – Giraffenhund & Kratzbürste erobern Paris

Giraffenhund und Kratzbürste - Eine Reise nach Paris von Isabelle Schelling

Dieses Buch war für mich eine zufällige Entdeckung, aber ich bin sehr froh, dass ich es gefunden habe. Denn sowohl die Illustrationen als auch die Charaktere und die Geschichte selbst haben uns begeistern können.
Die beiden Hauptdarsteller des Buches Giraffenhund und Kratzbürste könnten von ihrem Aussehen, Wesen und Charakter nicht unterschiedlicher sein.

Trotzdem verbindet sie eine tiefe Freundschaft und Liebe. Dies ist sowohl durch die Worte als auch die Bilder sehr gut spürbar. Sowohl für die Erwachsenen als auch für den jungen Leser.
Die Illustrationen von Kathleen Hoffmann sind lustig, farbenfroh und detailreich. So verspüren einen unglaublichen Charme und haben uns zum Lachen gebracht. Die Essenz der Geschichte wird durch die Bilder noch einmal verdeutlicht und die Einblicke, die man von Paris bekommt, sind wirklich realistisch. Der Zeichenstil ist sehr modern und gefällt mir sehr gut.
Die Autorin Isabell Schelling hat sich die harte Arbeit angetan und den kompletten Text in Reimform verfasst. Ich bin ein großer Fan von gereimtem Text in Kinderbüchern, sofern dieser gut gereimt ist, da diese Art der Erzählweise vor allem bei kleinen Kindern die Sprachentwicklung fördert. Leider probieren sich sehr viele daran und scheitern kläglich. Auch in diesem Buch ist der eine oder andere unsaubere oder holprige Reim zu finden. Dennoch muss ich sagen, dass ich wirklich sehr zufrieden bin und das Vorlesen der Geschichte mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich vermutet, dass es sich hierbei in gewisser Weise um einen Reiseführer für Kinder handelt. Daher war ich im ersten Augenblick ein wenig enttäuscht, wie wenig Informationen über Paris in diesem Buch enthalten sind. Der kleine Leser hat dann aber meine Perspektive wieder ein wenig geradegerückt. An keiner Stelle wird erwähnt, dass es sich hierbei um einen Reiseführer handelt und meine Erwartungen waren einfach völlig utopisch. Trotzdem bietet das Bild einen sehr schönen Einblick in die Sehenswürdigkeiten von Paris und kann hervorragend als Einstimmungsbuch für eine Reise dorthin genutzt werden.
Dem kleinen Leser hat die Geschichte sehr gut gefallen, er mag die beiden Charaktere Giraffenhund und Kratzbürste sehr gerne und freut sich schon auf weitere Abenteuer. Bei Kinderbüchern finde ich immer wichtig, dass sie nicht nur gut unterhalten, sondern entweder auch noch Wissen vermitteln oder eine wichtige Botschaft haben. Dieses Buch schafft alles zusammen. Wir haben uns gut unterhalten gefühlt, der kleine Leser hat einiges über Paris gelernt und außerdem zeigt das Buch eine eher ungewöhnliche Freundschaft. Botschaften vermittelt das Buch so einige und alle davon finde ich wichtig: Es ist okay, wenn man Angst vor dem Unbekannten hat, man muss nicht gleich sein, um sich gern zu haben, es passieren manchmal großartige Sache, wenn man über seinen Schatten springt, zusammen macht alles mehr Spaß und noch viele mehr.
Kratzbürste und Giraffenhund haben sich auf jeden Fall zu Recht einen Platz in unserm Herzen und unserem Bücherregal erobert. In beidem haben wir auch gleich noch Platz gelassen, denn der Abschluss des Buches lässt vermuten, dass die beiden noch weitere Reisen und weitere Abenteuer erleben werden. Und für uns ist eines klar, da werden wir definitiv dabei sein!

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Rezensionen von PMelittaM:

Komplex und tiefsinnig

Ungebetene Gäste von Ayelet Gundar-Goshen

Ausgerechnet als sie alleine mit ihrem Baby in der Wohnung in Tel Aviv ist, hat ihr Mann Juval den arabischen Handwerker bestellt - Naomi kann es nicht fassen und ärgert sich über Juval. Als ein Hammer vom Balkon fällt und einen Jugendlichen erschlägt, wird der Arbeiter sofort verdächtigt und verhaftet.

Naomi sagt nichts, obwohl sie genau weiß, dass er unschuldig ist.

Ein Jahr später trifft man Naomi, Juval und den kleinen Uri in Nigeria wieder. Juval soll die nigerianische Luftwaffe beraten. Die israelische Community ist hier unter sich, sie lebt in einem bewachten Areal und hat vor allem unter sich Kontakt. Naomi lernt während ihres ehrenamtlichen Einsatzes allerdings die einheimische Staatswissenschaftlerin Ayobami Abara kennen, die sich mit ihr anfreundet, den Einsatz Juvals in ihrem Land aber nicht gutheißt.

In Nigeria arbeitet auch die Psychologin Noga Beniel, die die Familie wegen Uris Albträumen kontaktiert. Sie erhält eine eigene Perspektive, so dass man sie auch privat und mit anderen Patienten erlebt.

Nicht nur derzeit gibt es in Israel viele Ressentiments gegenüber der arabischen Bevölkerung, und so hat auch Naomi ihre Vorurteile, die sie allerdings nicht offen ausleben möchte. Aber nicht nur das kommt hier zum Tragen. Mir war nicht bekannt, dass so viele Israelis in Nigeria leben, wenn auch oft nur auf Zeit, und dass es Abkommen zwischen den Ländern gibt. Aber auch das scheint nicht ohne Probleme.

Juval und Naomi haben einige Probleme, miteinander, mit ihrer Elternrolle, aber auch darüberhinaus. Naomi fühlt sich einsam und unverstanden und ist auf der Suche nach sozialen Kontakten, tut sich aber auch schwer damit, mit anderen zu interagieren. Juval fühlt sich von Naomi beiseite gedrückt, seiner Meinung nach konzentriert sie sich zu sehr auf Uri. Aber auch andere Charaktere, zum Beispiel Noga haben ihre ganz eigenen Probleme. So spielen auch die Familie des Handwerkers und das Umfeld des getöteten Teenagers eine Rolle.

Der Roman ist komplex und tiefsinnig, die Charaktere interessant, es gibt einiges zum Nachdenken. Nicht immer ist es leicht, die Handlungen und Gedankengänge zu verstehen, letztlich kann man aber doch vieles nachvollziehen, wenn man sich darauf einlässt. Nebenher lesen sollte man den Roman nicht, er verlangt Aufmerksamkeit. Ich bin neugierig geworden auf andere Werke der Autorin.

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